MAHLSTEDT, Ute (Mittelstrasse 25c, Norderstedt, 22851, DE)
SCHARFRINSKI, Arne (Weideblicken 23, Bad Oldesloe, 23843, DE)
MAYER, Manuel (Johannes-Brahms-Strasse 5, Bad Oldesloe, 23843, DE)
HUHN, Rüdiger (Damaschkestrasse 9, Lübeck, 23560, DE)
TASCH, Henner (Rootsoll 70, Hamburg, 22397, DE)
MAHLSTEDT, Ute (Mittelstrasse 25c, Norderstedt, 22851, DE)
SCHARFRINSKI, Arne (Weideblicken 23, Bad Oldesloe, 23843, DE)
MAYER, Manuel (Johannes-Brahms-Strasse 5, Bad Oldesloe, 23843, DE)
HUHN, Rüdiger (Damaschkestrasse 9, Lübeck, 23560, DE)
| Ansprüche 1. Vorrichtung zum Mischen und Temperieren von LaborgefäfS-lnhalten mit - einer Aufnahmevorrichtung (2) in lösbarer Verbindung mit einem Halter (4) zum Aufnehmen und Temperieren von Laborgefäßen und mit - einem Antrieb, durch den sich die Aufnahmevorrichtung (2) in eine Mischbewegung versetzen lässt, und mit - einer Temperiervorrichtung mit einer Wärmequelle oder -senke, dadurch gekennzeichnet, dass - der Halter ein Wechselblock (4) mit einer Kontaktfläche (8) ist, - die Temperiervorrichtung eine Kontaktfläche (6) an der Aufnahmevorrichtung (2) aufweist, - die Temperiervorrichtung und der Gefäßhalter dadurch in Wärmeleitungsverbindung stehen, dass die Kontaktflächen (6,8) aneinander liegen, - die lösbare Verbindung durch ein Federelement (10) gehalten ist, das durch seine Federkraft einen ersten Hinterschnitt (16) zwischen der Aufnahmevorrichtung und dem Wechselblock (4) in mindestens einer ersten Richtung horizontal ineinander spannt, und - mindestens eines der beiden einander hinterschneidenden Formelemente (18, 20) des Hinterschnitts eine Formschluss-Wirkfläche aufweist, die zu den horizontal aneinander liegenden Kontaktflächen schief so orientiert ist, dass das horizontale ineinander Spannen eine vertikale Anpresskraft der horizontal aneinander liegenden Kontaktflächen gegeneinander bewirkt. Vorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktflächen an der Aufnahmevorrichtung und im Wechselblock im Wesentlichen horizontal aneinander liegen. Vorrichtung nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement und/oder ein zweites Federelement durch seine Federkraft einen zweiten Hinterschnitt in einer zweiten Richtung horizontal ineinander spannt. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eines der beiden einander hinterschneidenden Formelemente des Hinterschnitts eine Formschluss- Wirkfläche aufweist, die zu den horizontal aneinander liegenden Kontaktflächen schief so orientiert ist, dass das horizontale ineinander Spannen eine vertikale Anpresskraft der horizontal aneinander liegenden Kontaktflächen gegeneinander bewirkt. Vorrichtung nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Formschluss-Wirkfläche eine schiefe Ebene ist. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch Λ gekennzeichnet, dass das Federelement ein Seitendruckstück ist. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zum Lösen der Verbindung die horizontal aneinander liegenden Kontaktflächen sich mittels einer Hebelvorrichtung auseinanderdrücken lassen und dass erste Leitflächen an der Aufnahmevorrichtung und an dem Wechselblock so orientiert sind, dass sie die lösbare Verbindung durch das Auseinanderdrücken ausschnappen lassen. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen Hebel zum Lösen der Verbindung, mit dem mindestens eines der Federelemente so bewegbar ist, dass die Federkraft, die das ineinander Spannen bewirkt, sich verringert. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zum Lösen der Verbindung mindestens eines der beiden einander hinterschneidenden Formelemente des Hinterschnitts seitlich aus dem Hinterschnitt herausbewegbar ist. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zweite Leitflächen an der Aufnahmevorrichtung und dem Wechselblock so orientiert sind, dass sie die lösbare Verbindung aus einer Vorposition durch vertikales Anpressen einschnappen lassen. 11. Vorrichtung nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Hinterschnitt durch ein Formelement an der Auf nahmevorrichtung und/ oder ein Formelement am Wechsel block erreicht wird. 12. Vorrichtung nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Federkraft des Federelements zwischen 30 und 150 N liegt. 13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Federkraft des Federelements zwischen 50 und 100 N liegt. 14. Vorrichtung nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass für eine horizontale Richtung zwei Federelemente zum Einspannen des Wechselblockes vorgesehen sind. |
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Mischen und Temperieren von Laborgefäß-Inhalten mit einer Aufnahmevorrichtung, lösbar verbunden mit einem Wechselblock zum Aufnehmen und Temperieren von Laborgefäßen, und mit einem Antrieb, durch den sich die Aufnahmevorrichtung in eine Mischbewegung versetzen lässt, und mit einer Temperiervorrichtung zum Temperieren des Wechselblocks.
Mischvorrichtungen, in denen Gefäßinhalte vermengt werden, sind hinlänglich bekannt. Insbesondere für Labore gibt es Mischer, die auch kleine Flüssigkeitsmengen dadurch mischen können, dass kleine Behälter in geeigneten Haltern, so genannten
„Wechselblöcken" (Vorrichtungen zur Aufnahme von Gefäßen, die auch zur
Temperierung verwendet werden können) auch in sehr großen Gruppen zwei-, drei- oder sogar vierstelliger Anzahl zusammengefasst sind. Solche Gefäße und die zugehörigen Aufnahmen in den Wechselblöcken können genormt sein. So gibt es zum Beispiel Gefäße mit 0,2 ml, 0,5 ml, 1 ,5 ml und 2,0 mm Inhalt - sowie jeweils
Wechselblöcke mit geeigneten Aufnahmen standarisiert dazu. Ferner gibt es zum Beispiel Wechselblöcke für Cryo-Gefäße, für Falcon-Gefäße (z.B. 1 ,5 ml und 50 ml), für Glasgefäße und Bechergläser, für Behälter, für Microtiterplatten mit z.B: 96 und 384 Gefäßen (MTP), für Deep Well Platten (DWP), für Südes und für PCR-Platten mit 96 Gefäßen (wells). Diese Aufzählung ist nicht abschließend, deutet aber an, in welcher großen Vielfalt Laborgefäße existieren, für die die Mischer geeignet sein sollten.
Weil diese Wechselblöcke meistens so aufgebaut sind, dass die Einzelgefäße von oben dort hinein gesteckt werden, hat sich für die bekannten Mischer bevorzugt eine kreisförmig translatorisch oszillierende Mischbewegung etabliert, die im wesentlichen in einer horizontalen Ebene abläuft. Zu diesem Zweck ist bei den bekannten Mischern in aller Regel ein Umwuchtantrieb, der bevorzugt durch einen Elektromotor angetrieben wird, dafür zuständig, einen„Tisch" (eine Aufnahmevorrichtung, auf der ein
Wechselblock befestigt ist) in diese kreisförmige Bewegung zu versetzen.
Üblicherweise werden solche Mischer mit einer Drehfrequenz von 200 U/min bis 3.000 U/min angetrieben, es sind aber auch Drehfrequenzen von 100 U/min bis 10.000 U/min möglich. Die Frequenz ist in aller Regel einstellbar.
BESTÄTIGUNGSKOPIE Wenn nun die Mischvorrichtung auch eine Temperiervorrichtung aufweist, um die Laborgefäß-Inhalte nicht nur zu mischen sondern auch temperieren zu können, gibt es eine Aufnahmevorrichtung, bei der eine Wärmequelle oder -senke der
Temperiervorrichtung zumindest eine Kontaktfläche auf der Oberseite erwärmt und diese Kontaktfläche in Wärmeleitungsverbindung mit dem darauf montierten
Wechselblock stehen, und zwar durch direktes Anliegen an an seiner Unterseite.
Üblicherweise sind die Kontaktfläche der Aufnahmevorrichtung und Unterseite des Wechselblocks, die die Kontaktseite berührt, flach ausgeprägt oder nahezu flach. Dabei weicht die Steigung der Fläche gewöhnlich maximal um 10° aus der
Horizontalen ab. Die Kontaktfläche der Aufnahmevorrichtung kann die vollständige Fläche der Aufnahmevorrichtung ausmachen, aber auch nur einen gewissen Anteil, üblicherweise von mindestens 70%.
Außerdem können auch mehrere Wechselblöcke auf einer Aufnahmevorrichtung angebracht werden, zum Beispiel 2, 4, 6, 8 oder 9. Bevorzugt haben die
Wechselblöcke dabei eine Unterseite gleicher Größe. Um den wärmeleitenden Kontakt mit der temperierten Kontaktseite der Aufnahmevorrichtung herzustellen, sind solche Wechselblöcke, die üblicherweise aus gut wärmeleitenden Werkstoffen wie Metallen bestehen, insbesondere aus Aluminium oder Silber, wobei der Block massiv aufgebaut sein kann oder eine erodierte Struktur aufweisen kann, die zur Gewichtserleichterung nur noch Strukturen für die Probeaufnahme und einen guten Wärmetransport von der Unterseite des Wechselblocks zu den Gefäßen, bekanntlich auf der
Aufnahmevorrichtung festgeschraubt. Die Schrauben lassen sich relativ einfach mit Hilfe eines Werkzeugs wie eines Schraubenziehers lösen, so dass der Wechselblock ausgetauscht werden kann zum Beispiel gegen einen Wechselblock für Laborgefäße anderer Größe.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine Mischvorrichtung zum Mischen und Erwärmen von Inhalten von Gefäßen, die in einem Wechselblock angeordnet sind, zu schaffen, deren Handhabung verbessert ist. Insbesondere soll es dem Nutzer möglich sein, die Wechselblöcke auf der Mischvorrichtung mit der bloßen Hand zu befestigen und auch wieder zu lösen. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß von einer Mischvorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Bevorzugte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen angegeben. Die erfindungsgemäße Mischvorrichtung zum Mischen und Temperieren von
Laborgefäß-Inhalten hat eine Aufnahmevorrichtung mit einem Wechselblock, einen Mischbewegungsantrieb und eine Temperiervorrichtung. Die Aufnahmevorrichtung steht in lösbarer Verbindung mit dem Wechselblock, welcher zum Aufnehmen und Temperieren von Laborgefäßen eingerichtet ist. Der Antrieb ist eingerichtet, die Aufnahmevorrichtung zusammen mit dem Wechselblock in eine Mischbewegung zu versetzen. Die Temperiervorrichtung hat eine Wärmequelle oder -senke, die durch Kontaktflächen an der Aufnahmevorrichtung einerseits und am Wechselblock andererseits in Wärmeleitungsverbindung mit dem Wechselblock steht. Die
Kontaktflächen sind aneinander liegend.
Bevorzugt sind die Kontaktfläche der Aufnahmevorrichtung und des Wechselblocks flach ausgeprägt oder nahezu flach. Dabei weicht die Steigung der Fläche maximal um 10°, bevorzugt um höchstens 3° und besonders bevorzugt nur um höchstens 1° aus der Horizontalen ab. Die Kontaktfläche der Aufnahmevorrichtung kann die vollständige Fläche der Aufnahmevorrichtung ausmachen, aber auch nur einen gewissen Anteil von >70%, bevorzugt >80 % oder besonders bevorzugt >90%. Außerdem können auch mehrere Wechselblöcke auf einer Aufnahmevorrichtung angebracht werden, bevorzugt 2, 4, 6, 8 oder 9. Bevorzugt haben die Wechselblöcke dabei eine Unterseite gleicher Größe.
Erfindungsgemäß ist die lösbare Verbindung der Aufnahmevorrichtung mit dem
Wechselblock durch eine Federelement gehalten, dass durch seine Federkraft einen ersten Hinterschnitt in mindestens einer ersten Richtung horizontal ineinander spannt. Hierbei besteht der Hinterschnitt zwischen der Aufnahmevorrichtung und dem
Wechselblock. Bevorzugt liegt der Hinterschnitt auf der Seite des Wechselblocks, die der Seite gegenüberliegt, wo das Federelement angreift. Die Erfindung ermöglicht vorteilhaft ein sicheres formschlüssiges Verbinden des Wechselblocks mit der
Aufnahmevorrichtung, auch wenn dieser den Belastungen der zuvor genannten Mischbewegungen ausgesetzt ist . Die Verbindung ist zum einen leicht handhabbar herzustellen und wieder zu lösen und zum anderen durch die Federvorspannung spielfrei. Insbesondere kann das Verbinden und Lösen des Wechselblocks durch den Nutzer mit der bloßen Hand vorgenommen werden. Die vom verwendeten Federelement aufgebrachte Federkraft beträgt üblicherweise 30 bis 150 N, bevorzugt 50 bis 100 N und besonders bevorzugt 65 bis 85 N. Hierdurch ist einerseits eine sichere Verbindung zwischen Aufnahmevorrichtung und Wechselblock sichergestellt und andererseits ist die Kraft nur so groß, dass Sie von einem Nutzer auch aufgebracht werden kann.
Um den Wechselblock auf der Aufnahmevorrichtung sicher zu befestigen, muss er in den beiden horizontalen Raumrichtungen (X- und Y-Richtung) festgelegt sein sowie senkrecht dazu (in Z-Richtung). Die erfindungsgemäße Verbindung stellt eine formschlüssige Verbindung in Z-Richtung mindestens durch den ersten Hinterschnitt sicher. In mindestens einer ersten Richtung (zum Beispiel X oder Y) spannt das Federelement durch seine Federkraft das eine der beiden einander
hinterschneidenden Formelemente in das andere und legt so die Verbindung in dieser horizontalen Richtung fest. Hierbei ist das eine Formelement an der
Aufnahmevorrichtung angeordnet und das andere zugehörige Formelement am Wechselblock. Bevorzugt ist das hinterschneidende Formelement unten am
Wechselblock angeordnet. Ebenso greift die Federkraft des Federelements bevorzugt unten am Wechselblock an.
Durch bevorzugtes Ineinanderspannen der beiden einander hinterschneidenden Formelemente auch eines zweiten Hinterschnitts in einer zweiten horizontalen
Richtung (die linear unabhängig von der ersten horizontalen Richtung ist), wird die Verbindung gegen jegliche horizontale Bewegung vollständig, und zwar vorteilhaft spielfrei, festgelegt. Das Ineinanderspannen auch in der zweiten horizontalen Richtung kann entweder durch die Federkraft eines zweiten Federelements oder auch durch die Federkraft des ersten Federelements bewirkt sein. In letzterem Falle kann das
Federelement so ausgebildet sein, dass seine Federkraft so auf die Formelemente wirkt, dass sie vektoriell in eine in der ersten horizontalen Richtung wirkende
Komponente und in eine in der zweiten horizontalen Richtung wirkende Komponente zerlegt ist. Bevorzugt sind für die eine horizontalen Richtung oder für beide Richtungen, in den die Federkräfte horizontal wirken, zwei Federelemente vorgesehen, so dass sich die Kräfte, die den Wechselblock einspannen, auf diese Federelemente aufteilen. Dies macht das Betätigen und Lösen der Federelemente durch den Nutzer wesentlich leichter. Entsprechend können natürlich für eine oder beide horizontale Richtungen auch noch mehr Federelemente vorgesehen sein. Eine zu große Zahl der
Federelemente, die betätigt werden müssen, machen jedoch das Befestigen und Lösen des Wechselblocks wiederum aufwändig.
Es kann auch vorteilhaft sein, in der zweiten horizontalen Richtung keinen Hinterschnitt vorzusehen, sondern einen horizontalen Anschlag, z.B. einen Zentrierzapfen. Dann kann die Verbindung aus dem ersten Hinterschnitt und dem mindestens einem
Federelement, das in einer horizontalen Richtung wirkt, durch ein angewinkeltes Einhaken in den Hinterschnitt und anschließendes Niederklappen des Blockes erfolgen.
Weitere Vorteile und Merkmale der erfindungsgemäßen Vorrichtung werden mit Bezug auf die beigefügten Figuren, die Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen
Mischvorrichtung darstellen, beschrieben.
Figur 1 zeigt eine geschnittene Seitenansicht durch eine Aufnahmevorrichtung in
lösbarer Verbindung mit einem Wechselblock als Ausschnitt aus einer erfindungsgemäßen Mischvorrichtung;
Figur 2 zeigt eine teilweise geschnittene räumliche Ansicht einer alternativen
erfindungsgemäßen Aufnahmevorrichtung in lösbarer Verbindung mit einem Wechselblock;
Figur 3 zeigt eine teilweise geschnittene räumliche Ansicht der Anordnung aus Figur 2
aus anderer Perspektive;
Figur 4 zeigt eine räumliche Ansicht einer anderen alternativen Ausgestaltung einer
Aufnahmevorrichtung in lösbarer Verbindung mit einem Wechselblock;
Figur 5 zeigt eine räumliche Ansicht eines Ausschnitts aus Figur 4 aus anderer
Perspektive; Figur 6 zeigt eine räumliche Ansicht eines Wechselblocks nach dem Stand der Technik und
Figur 7 zeigt eine Mischvorrichtung nach dem Stand der Technik ohne den
Wechselblock aus Figur 6.
In Figur 1 ist eine Aufnahmevorrichtung 2, die von einem nicht dargestellten Antrieb in eine horizontale Mischbewegung versetzt werden kann, dargestellt. Die (insgesamt nicht vollständig dargestellte) Mischvorrichtung hat ferner eine (nur teilweise
dargestellte) Temperiervorrichtung mit einer nicht dargestellten Wärmequelle, die die Aufnahmevorrichtung 2 erwärmen kann. Die Aufnahmevorrichtung steht in
Wärmeleitungsverbindung mit einem Wechselblock 4, der auf der
Aufnahmevorrichtung 2 montiert ist. Die Wärmeleitungsverbindung erfolgt durch im Wesentlichen horizontal aufeinander liegende Kontaktflächen 6, 8, und zwar einerseits 6 an der Oberseite der Aufnahmevorrichtung 2 und andererseits 8 an der Unterseite des Wechselblocks 4.
Die Aufnahmevorrichtung und der Wechselblock sind lösbar durch ein Federelement 10, nämlich ein Seitendruckstück 10, miteinander verbunden. Seitendruckstücke sind bekannte Konstruktionselemente, die einen Kopf 12 aufweisen, der sich um einen Schwenkpunkt 14 in beliebiger Richtung seitlich federnd auslenken lässt. Das
Seitendruckstück 10 spannt durch seine Federkraft einen ersten Hinterschnitt 16 - nämlich eine schiefe Ebene 16 als Formschluss-Wirkfläche des einen 18 der einander hinterschneidenden Formelemente 18, 20 am Wechselblock 4 - in einer ersten horizontalen Richtung (in der Figur nach links) hinein in das andere 20 der einander hinterschneidenden Formelemente, nämlich eine schiefe Ebene 16 als Formschluss- Wirkfläche an der Aufnahmevorrichtung 2.
Die schiefen Ebenen 16 an den beiden Formelementen 18, 20 sind so orientiert, dass das Hineinspannen des Wechselblocks mittels des Seitendruckstücks 10, 12 (in der Figur nach links) die nach links wirkende Vorspannkraft an der schiefen Ebene 16 der Formschluss-Wirkfläche des Formelements 20 der Aufnahmevorrichtung 18 in eine Reaktionskraft umsetzt, die einen vertikalen Kraftanteil aufweist. Dieser vertikale Kraftanteil wirkt als Anpresskraft der horizontal aneinander liegenden Kontaktflächen 6, 8 und bewirkt so vorteilhaft eine sichere Wärmeleitungsverbindung zwischen den Kontaktflächen 6, 8.
Nicht separat abgebildet ist ein senkrechter Schnitt durch die Aufnahmevorrichtung und den Wechselblock rechtwinklig (in der Draufsicht) zu dem Schnitt in der Figur.
Die Festlegung in dieser zweiten horizontalen Vorrichtung ist einfach durch seitliche senkrechte Begrenzungswangen an der Aufnahmevorrichtung gebildet, zwischen denen der Wechselblock formschlüssig geführt ist. In senkrechter Richtung (Z-Richtung) ist die lösbare Verbindung einerseits durch den beschriebenen Hinterschnitt 16 und andererseits durch das Seitendruckstück gesichert.
Zum Lösen der lösbaren Verbindung zwischen dem Wechselblock und der
Aufnahmevorrichtung lassen sich die horizontal aneinander liegenden Kontaktflächen 6, 8 mittels einer Hebelvorrichtung 22 auseinander drücken. Dadurch wird der Kopf 12 des Seitendruckstücks 10 entlang erster Leitflächen 24 am Wechselblock 4 zur Seite gedrückt (in der Figur nach rechts) und schnappt schließlich aus der Gabelung 26 in Wechselblock, in der es bei geschlossener Verbindung (horizontal aneinander liegenden Kontaktflächen 6, 8) steckte, aus.
Alternativ könnte die Verbindung zwischen dem Wechselblock und der
Aufnahmevorrichtung dadurch lösbar sein, dass ein Hebel (nicht dargestellt) an dem Kopf 12 des Seitendrucks 10 direkt angreift und es so schwenkt (in der Figur nach rechts), dass das Ineinanderspannen der Formelemente 16, 18 gelöst wird.
Eine weitere (ebenfalls nicht dargestellte) Alternative zum Lösen der Verbindung ließe sich dadurch ausbilden, dass das Aufnahmevorrichtungs-Formelement 20 durch einen geeigneten Hebel (nicht dargestellt) seitlich (in der Figur nach links) aus dem
Hinterschnitt 20 heraus bewegbar ist.
Die abgebildete lösbare Verbindung lässt sich, einmal gelöst, leicht wieder herstellen, dadurch dass der Wechselblock 4 mit seinem Hinterschneidungs-Formelement 10 (sowie gegebenenfalls dem nicht abgebildeten, oben schon erwähnten zweiten Hinterschneidungs-Formelement) in die komplementären Hinterschneidungs- Formelemente 20 der Aufnahmevorrichtung 2 eingesetzt wird, wobei das
Seitendruckstück 12 (sowie gegebenenfalls das oben erwähnte zweite
Seitendruckstück) auf den Rändern der jeweils zugeordneten Gabelung 26 im
Wechselblock ruhen. Zweite Leitflächen 28 an den Köpfen 12 der Seitendruckstücke sind so orientiert, dass sie die lösbare Verbindung aus dieser Vorposition (nicht dargestellt) durch vertikales Anpressen senkrecht zu den horizontal aneinander liegenden Kontaktflächen einschnappen lassen, indem dann die Köpfe 12 der
Seitendruckstücke 10 durch die Gabelungen 26 hindurch gleiten und einschnappen.
In Figur 2 und 3 ist in räumlicher Ansicht (teilweise aufgeschnitten) eine Vorrichtung gezeigt, die der Figur 1 sehr ähnlich ist (funktional vergleichbare Elemente haben dieselben Bezugsziffern wie in Figur 1): auch in Figur 2 und 3 ist die lösbare
Verbindung zwischen dem Wechselblock 4 und der Aufnahmevorrichtung 2 durch ein Seitendruckstück 10 als Federelement ausgebildet, welches mit seiner seitlichen
(horizontalen) Federkraft einen ersten Hinterschnitt in Gestalt einer schiefen Ebene 16 ineinander spannt. Im Unterschied zu Figur 1 ist das Seitendruckstück 10 in Figur 2 und 3 allerdings am Wechselblock 4 angebracht und die Gabelung 26 (als zum Kopf 2 des Seitendruckstücks 10 komplementäre Wirkfläche) an der Aufnahmevorrichtung 2 (und nicht umgekehrt wie in Figur 1). Die übrige Beschreibung zu Figur 1 lässt sich identisch auch auf Figur 2 und 3 lesen.
Die lösbare Verbindung gemäß Figur 4 und 5 unterscheidet sich stärker von den beiden soweit beschriebenen Ausgestaltungen (auch hier sind funktional vergleichbare Elemente aber mit denselben Bezugsziffern wie in Figur 1 bis 3 bezeichnet, auch wenn sie eine andere Gestalt haben): stärker schematisch wird hier die
Aufnahmevorrichtung 2 durch eine Grundplatte angedeutet, die entlang ihrer einen Kante 3 zwei senkrecht empor stehende Zapfen 23 aufweist, die kurz unter ihrem oberen Ende eine umlaufende Nut 26 haben. Dort hinein drückt sich seitlich
formschlüssig ein Federdraht 10, sobald der Wechselblock 4 von oben so auf die Aufnahmevorrichtung 2 gelegt wurde, dass die horizontalen Kontaktflächen 6, 8 der Aufnahmevorrichtung 2 und des Wechselbocks 4 aneinander liegen (Figur 5). In dieser Position erstrecken sich die beiden Zapfen 23 durch Bohrungen 25 am Wechselblock 4 hindurch, schauen oberseitig aus den Bohrungen 25 hinaus, so dass die Nuten 26 genau bündig mit dem unteren Rand der Bohrungen 25 sind - und der Federdraht 10 greift, durch seine elastische Kraft dort hineingedrückt, seitlich in die Nuten 26.
Durch diese seitliche Vorspannung wird also der Hinterschnitt, der einerseits durch den oberen Rand 16 der Nuten 26 und andererseits durch die Oberseite des Federdrahtes 10 gebildet ist, horizontal ineinander gespannt.
Entlang der Kante 30, die der Kante 3 gegenüberliegt, haben die Aufnahmevorrichtung 2 und der Wechselblock 4 vorpositionierbare formschlüssige, Verbindungselemente 32, die ebenfalls durch einen Hinterschnitt sowie seitliche Anschläge dafür sorgen, dass der Wechselblock 4 und Aufnahmevorrichtung 2 sich vertikal nicht voneinander wegbewegen (auf Grund des Hinterschnitts der Elemente 32) und sich horizontal nicht (in Richtung der Kanten 3, 30) verschieben können (auf Grund der seitlichen
Anschläge der Elemente 32). Die Festlegung der übrigen Freiheitsgrade geschieht auf Grund der formschlüssigen Verbindung zwischen den Zapfen 23 und den Bohrungen 25 sowie auf Grund des Hinterschnitts zwischen dem Federdraht 10 und den Nuten 26.
Lösen lässt sich diese lösbare Verbindung zwischen Aufnahmevorrichtung 2 und Wechselblock 4 durch einen Drucktaster 22, der den Federdraht 10 aus den Nuten 26 herausdrückt.
Mit Blick auf Figur 6 und 7 ist nur zur Anschauung ein Wechselblock 40 (Figur 6) nach dem Stand der Technik gezeigt, der sich mittels zweier Schrauben 42 zwei
Gewindebohrungen 44 auf einer Aufnahmevorrichtung 46 einer Mischvorrichtung 48 nach dem Stand der Technik lösbar befestigen lässt.
