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Title:
CONNECTION UNIT FOR A PRESSURE MEASURING CELL
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2009/007286
Kind Code:
A2
Abstract:
The invention proposes a connection unit for a pressure measuring cell, comprising at least one pressure measuring cell (40) which detects, in particular, a pressure of a hydraulic block, wherein the pressure measuring cell (40) has at least one connection point (18) via which at least one electrical output signal from the pressure measuring cell (14) can be tapped off, having at least one circuit mount (20) on which at least one electronic component (26) and/or a printed circuit board (32) with an electronic component (26) can be arranged, wherein the circuit mount (20) has at least one external conductor track (47), for the purpose of establishing contact between the connection point (14) and the electronic component (26), wherein at least one contact means (51) is provided, via which an output signal from the electronic component (26) can be tapped off, wherein the electronic component (26) is connected to the contact means (51) via at least one external conductor track (47) of the circuit mount (20).

Inventors:
SCHLITZKUS, Michael (Riznerweg 12, Dietmannsried, 87463, DE)
KOPF, Stefan (Heimenhofenstr. 19b, Burgberg, 87545, DE)
ROHDE, Hartmut (Bluetenweg 6, Waltenhofen, 87448, DE)
KAISER, Harry (Weberstr 37, Markgroeningen, 71706, DE)
MUEHLBEYER, Peter (Lessingstr. 11/1, Ilsfeld, 74360, DE)
Application Number:
EP2008/058505
Publication Date:
January 15, 2009
Filing Date:
July 02, 2008
Export Citation:
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Assignee:
ROBERT BOSCH GMBH (Postfach 30 02 20, Stuttgart, 70442, DE)
SCHLITZKUS, Michael (Riznerweg 12, Dietmannsried, 87463, DE)
KOPF, Stefan (Heimenhofenstr. 19b, Burgberg, 87545, DE)
ROHDE, Hartmut (Bluetenweg 6, Waltenhofen, 87448, DE)
KAISER, Harry (Weberstr 37, Markgroeningen, 71706, DE)
MUEHLBEYER, Peter (Lessingstr. 11/1, Ilsfeld, 74360, DE)
International Classes:
G01L9/00; B60T8/36; G01L19/14
Attorney, Agent or Firm:
ROBERT BOSCH GMBH (Postfach 30 02 20, Stuttgart, 70442, DE)
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Claims:

Ansprüche

1. Anschlussvorrichtung für eine Druckmesszelle, umfassend zumindest eine Druckmesszelle (40), die insbesondere einen Druck eines Hydraulikblocks erfasst, wobei die Druckmesszelle (40) zumindest einen Anschlusspunkt (18) aufweist, über den zumindest ein elektrisches Ausgangssignal der

Druckmesszelle (14) abgreifbar ist, mit zumindest einem Schaltungsträger (20), auf dem zumindest ein elektronisches Bauteil (26) und/oder eine Leiterplatte (32) mit elektronischem Bauteil (26) anordenbar ist, wobei der Schaltungsträger (20) zur Kontaktierung des Anschlusspunkts (14) mit dem elektronischen Bauteil (26) zumindest eine außenliegende Leiterbahn (47) aufweist, wobei zumindest ein Kontaktmittel (51) vorgesehen ist, über welches ein Ausgangssignal des elektronischen Bauteils (26) abgreifbar ist, wobei das elektronische Bauteil (26) über zumindest eine außen liegende Leiterbahn (47) des Schaltungsträgers (20) mit dem Kontaktmittel (51) verbunden ist.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaltungsträger (20) zumindest einen Leitkleberdom (45) aufweist zur elektrischen Kontaktierung der Leiterbahn (47) mit zumindest einer Leitkleberfläche (53) der Leiterplatte (32).

3. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Schaltungsträger (20) zumindest eine öffnung (63) vorgesehen ist zur Aufnahme des Kontaktmittels (51).

4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die öffnung (63) zumindest teilweise umgeben ist von einer Leitkleberfläche (49) zur Kontaktierung des Kontaktmittels (51) mit der Leiterbahn (47) mittels Leitkleber (55).

5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaltungsträger (20) zumindest einen Zentriersteg (37, 38) aufweist, welcher zur Zentrierung mit der Leiterplatte (32) zusammenwirkt.

6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Schaltungsträger (20) zumindest eine öffnung (60) vorgesehen ist zur Aufnahme eines Abdichtmittels (59), insbesondere eines Gels.

7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaltungsträger (20) zumindest aus einem Kunststoff-Vorspritzling aus galvanisierbarem Kunststoff und einem zweiten, nicht galvanisierbaren Kunststoff besteht, wobei die Leiterbahnen (47) gebildet werden, indem ein galvanischer Prozess mit metallischer

Oberflächenbeschichtung verwendet ist.

8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaltungsträger (20) zumindest einen Mittelsteg (41) aufweist, auf den ein Fixierkleber (43) zur Befestigung der Leiterplatte

(32) auftragbar ist.

9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Schutzhülse (57) vorgesehen ist, die den Schaltungsträger (20) zumindest teilweise umschließt.

10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Montagehilfe (61) vorgesehen ist zur Führung der Schutzhülse (57).

Description:

Beschreibung

Titel

Anschlusseinheit für eine Druckmesszelle

Stand der Technik

Die Erfindung geht aus von einer Anschlusseinheit für eine Druckmesszelle nach der Gattung des unabhängigen Anspruchs. Aus der DE 10 2004 033 846 Al ist bereits ein Ventil mit integriertem Drucksensor bekannt. In einem Ventil zur Steuerung von Fluiden, wie beispielsweise für Bremsanlagen eines Kraftfahrzeugs, ist ein Drucksensor integriert, um den Druck des durch das Ventil gesteuerten Fluids zu erfassen. Durch eine Bohrung im Polkern des Ventildoms wird der Druck der Hydraulikflüssigkeit auf die Messmembran der Messzelle übertragen. In einer Leiterplatte sind mehrere Durchgangsbohrungen ausgebildet, durch welche die elektrischen Kontakte des Drucksensors und/oder des elektrischen Teils des Ventils hindurch geführt sind.

Aus der DE 101 22 330 Al ist eine Bremsvorrichtung mit integriertem

Drucksensormodul bekannt. Sie umfasst ein zusammengesetztes Steuergerät, bei dem eine erste steckbare Gehäuseeinheit, welche im Wesentlichen die elektronischen Bauelemente auf einem oder mehreren Bauteilträgern beinhaltet, mit einem blockförmigen Massivteil an einer ersten Oberfläche des Massivteils zur Herstellung einer magnetischen und elektrischen Verbindung zusammengesteckt ist, wobei das Massivteil magnetisch betätigte Hydraulikventile zur Ansteuerung von Bremsen und Hydraulikleitungen aufweist. Es sind weiterhin Drucksensoren zur Messung des Drucks in den Hydraulikleitungen an geeigneten Messpunkten vorgesehen, die in dem zusammengesetzten Steuergerät integriert sind.

Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Anschlusseinheit für eine Druckmesszelle anzugeben, welche Möglichkeiten zu einer weiteren Miniaturisierung unter Beibehaltung konventioneller Fertigungsmethoden gewährleistet. Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des unabhängigen

Anspruchs gelöst.

Vorteile der Erfindung

Die erfindungsgemäße Anschlusseinheit für eine Druckmesszelle gemäß den

Merkmalen des unabhängigen Anspruchs hat demgegenüber den Vorteil, dass sie besonders kompakt aufgebaut ist. Dadurch weist die Baugruppe große mechanische Festigkeit auf, was sich insbesondere im Austauschfall eines an der Druckmesszelle angeschlossenen Anbausteuergeräts positiv auswirkt. Weiterhin ermöglicht die Baugruppe eine trennbare Verbindung zwischen

Druckmesszelle und Anbausteuergerät. Durch die kompakte Bauweise der Anschlusseinheit für die Druckmesszelle können auch Herstellkosten reduziert werden.

In einer zweckmäßigen Weiterbildung ist die Kontaktierung zwischen

Druckmesszelle und Schaltungsträger bzw. Schaltungsträger und Platine/elektronische Bauelemente mittels Leitkleberpunkten vorgesehen. Insbesondere die Ausführung der Kontaktierung mittels Leitklebedome sorgt für eine sichere Leitkleber- Kontaktierung auch bei wechselnden Betriebstemperaturen.

In einer zweckmäßigen Weiterbildung ist im Schaltungsträger eine öffnung oberhalb der Druckmesszelle vorgesehen, in welche ein Abdichtmittel, vorzugsweise ein Gel, eingebracht werden kann. Dieses Abdichtmittel dient als Passivierung zum Schutz der Messbrücke der Druckmesszelle vor

Verschmutzung und Korrosion. Hierfür eignet sich insbesondere ein Gel, welches elastisch ist und die Messmembran der Druckmesszelle in deren Empfindlichkeit nicht beeinflusst.

In einer zweckmäßigen Weiterbildung sind Führungsmittel vorgesehen, welche eine genaue Positionierung einer Leiterplatte an dem Schaltungsträger unterstützen. Hierzu eignen sich insbesondere entsprechende Stege am Schaltungsträger, welche in die zugehörigen Ausnehmungen oder öffnungen an der Leiterplatte eingreifen. Dadurch erleichtert sich wesentlich die Montage der sehr kleinen Komponenten. An diesem Führungsmittel, welches beispielsweise als Steg ausgebildet ist, kann an dessen Oberseite ein Fixierkleber aufgebracht werden zur dauerhaften Befestigung der Leiterplatte mit dem Schaltungsträger. Benachbart zu dem Zentriersteg befinden sich die Leitkleberdome, über welche die Leiterplatte mit der Druckmesszelle bzw. mit den Anschlusskontaktpunkten elektrisch leitend kontaktiert wird. Damit stellt sich ein definierter Abstand ein zwischen den Leitkleberdomen und der Unterseite der Leiterplatte.

In einer zweckmäßigen Weiterbildung weist der Schaltungsträger vorzugsweise dreidimensionale, außenliegende Leiterbahnen auf. über diese Leiterbahnen wird die Durchkontaktierung zwischen Druckmesszelle zur Leiterplatte bzw. von der Leiterplatte zu den Anschlusskontakten hergestellt. Diese Doppelfunktion des Schaltungsträgers, einerseits die Aufnahme der Leiterplatte, andererseits auch die Beinhaltung von Leiterbahnen, trägt weiterhin zur fortschreitenden Miniaturisierung der Anschlusseinheit für eine Druckmesszelle bei. Vorzugsweise wird der Schaltungsträger mittels MID-2K-Technik hergestellt, d. h. der spritzgegossene Schaltungsträger (Moulded Interconnected Device) besteht aus zwei Komponenten, beispielsweise aus einem galvanisierbaren Kunststoff, der teilweise mit einem zweiten, nicht galvanisierbaren Kunststoff überspritzt wird. Die teilweise hervorstehenden Oberflächen des Vorspritzlings werden durch einen galvanischen Prozess mit metallischer Oberfläche beschichtet, so dass die außenliegenden Leiterbahnen entstehen. Die Verwendung eines spritzgegossenen Schaltungsträgers eignet sich im vorliegenden Anwendungsfall besonders gut, da dank der verbesserten Gestaltungsfreiheit und der Integration von elektrischen und mechanischen Funktionen die Miniaturisierung der

Anschlusseinheit für die Druckmesszelle vorangetrieben werden kann.

Wahlweise kann dieser Schaltungsträger auch durch laser direkt strukturierbares MID hergestellt werden. Der Schaltungsträger besteht dann aus einem Spritzgussteil, bei dem die Orte der Leiterbahnen mit Hilfe eines Lasers

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strukturiert wird und danach durch einen galvanischen Prozess mit metallischer Oberfläche beschichtet, so dass die außenliegenden Leiterbahnen entstehen.

In einer zweckmäßigen Weiterbildung ist vorgesehen, mittels Leitkleber eingeklebte Kontaktmittel, vorzugsweise Kontaktnieten, zu befestigen, welche als

Kontaktflächen für eine trennbare elektrische Verbindung dienen. Dies trägt zur leichten Herstellbarkeit auf der einen Seite und zur lösbaren Verbindung von Drucksensor und Anbausteuergerät auf der anderen Seite bei.

In einer zweckmäßigen Weiterbildung ist eine vorzugsweise metallische

Schutzhülse vorgesehen, die als mechanischer Schutz dem Verbiegung der Druckmesszelle insbesondere im Austauschfall entgegenwirkt und auch überspannungen (beispielsweise ESD-Pulse) zum Befestigungsflansch hin ableitet. Dies erhöht die Robustheit der Anordnung in mechanischer und elektrischer Hinsicht gleichermaßen.

Weitere zweckmäßige Weiterbildungen ergeben sich aus weiteren abhängigen Ansprüchen und aus der Beschreibung.

Zeichnung

Ein Ausführungsbeispiel der Anschlusseinheit für eine Druckmesszelle ist in der Zeichnung dargestellt und wird nachfolgend näher beschrieben. Es zeigen:

die Figur 1 einen Befestigungsflansch mit aufgeschweißter Druckmesszelle, die Figur 2 einen Schaltungsträger in der Ansicht von unten, die Figur 3 eine bestückte Platine vor dem Kleben auf den Schaltungsträger, die Figur 4 die Rückseite der Leiterplatte mit zugehörigem Schaltungsträger in einer anderen Ansicht, die Figur 5 den Schaltungsträger mit aufgeklebter Leiterplatte, die Figur 6 die Zentrierstege zur Lagefixierung der Leiterplatte auf dem

Schaltungsträger, sowie die Figur 7 eine Schnittdarstellung durch die Anschlusseinheit mit aufgesetzter

Schutzhülse.

Der hydraulische Druck eines magnetventilgesteuerten Fluids in einem Bremssystem wird durch eine Druckmesszelle 14 in ein elektrisches Signal umgesetzt. Hierzu ist die Druckmesszelle 14 auf einem Befestigungsflansch 17 so aufgesetzt, dass abhängig vom Druck des Fluids eine Membran der Druckmesszelle 14 verformt wird. Die Verformung der Membran wird von einer

Messbrücke 19 erfasst. Die Druckmesszelle 14 besteht aus einem Träger 15, welcher im Wesentlichen rohrförmig ausgebildet ist. Weiterhin weist der Träger 15 in seinem Mittelabschnitt einen Flansch auf, welcher überwiegend ringförmig ausgeführt ist. Zur positionsgerechten Verbindung mit weiteren Bauteilen weist zumindest ein Abschnitt des Flansches des Trägers 15 eine vorzugsweise rechteckförmige Nase auf. An der im montierten Zustand vom Polkern entfernten Seite der Druckmesszelle 14 sind vier elektrische Kontaktpunkte 18 auf der Messbrücke 19 vorgesehen, über die die Ausgangssignale der Messbrücke 19 abgegriffen werden können. Der Träger 15 der Druckmesszelle 14 ist so ausgeprägt, dass seine Innenseite mit der Oberseite des Polkerns bzw. mit dem

Befestigungsflansch 17 formschlüssig zusammenwirkt. Der Träger 15 wird auf den Befestigungsflansch 17 aufgesetzt und durch eine Schweißung, vorzugsweise eine Laserschweißung 16 druckdicht mit diesem verbunden.

Auf die Druckmesszelle 14 wird ein Schaltungsträger 20 aufgesetzt. Der

Schaltungsträger 20 ist im Wesentlichen zylinderförmig ausgeführt mit einem rechteckförmigen mittleren Abschnitt zur Aufnahme der Leiterplatte 32. Die Innenkontur des unteren Abschnitts des Schaltungsträgers 20 - wie in Figur 2 oben gezeigt - ist zur mechanischen Verbindung auf die Außenkontur der Druckmesszelle 14 abgestimmt und umschließt diese zumindest teilweise. Der

Schaltungsträger 20 weist hierzu im unteren Bereich der zylinderförmigen Kontur eine Schulter auf, welche im montieren Zustand auf dem Flansch des Trägers 15 aufsitzt. Zur elektrischen Kontaktierung der Kontaktpunkte 18 der Druckmesszelle 14 mit Leiterbahnen 47 des Schaltungsträgers 20 sind vier Dome 31 ausgebildet, auf deren Oberseite zur elektrischen Kontaktierung und mechanischen Befestigung von Druckmesszelle 14 und Schaltungsträger 20 Leitkleber aufgebracht wird. Der untere zylindrische Bereich des Schaltungsträgers 20 wird abgeschlossen durch zwei gegenüberliegende Zentrierstege 37, die in zur Druckmesszelle 14 entgegengesetzter Achsichtung überstehen. Im oberen Bereich des unteren zylindrischen Abschnitts des

Schaltungsträgers 20 ist zudem eine öffnung 60 vorgesehen, in welche ein Abdichtmittel 59, beispielsweise ein Gel, eingebracht werden kann, um so die darunter liegende Messbrücke 19 vor Umwelteinflüssen zu schützen. Nach oben hin geht der zylindrische Bereich des Schaltungsträgers 20 in einen rechteckförmigen Bereich über, an dessen einer Seite im mittleren Abschnitt in

Achsrichtung ein Mittelsteg 41 vorgesehen ist, auf dessen außen liegender Seite ein Fixierkleber 43 aufgebracht werden kann zur Befestigung der Leiterplatte 32 mit dem Schaltungsträger 20. Weiterhin sind auf der Seite des rechteckförmigen Bereichs des Schaltungsträgers 20, die der Aufnahme der Leiterplatte 32 dient, acht Leitkleberdome 45 vorgesehen. Diese stehen gegenüber dem rechteckförmigen Grundkörper des Schaltungsträgers 20 etwas nach außen über. Sie werden mit Leitkleber versehen zur elektrischen Kontaktierung der Leiterplatte 32 mit den Leiterbahnen 47.

Nach oben hin läuft der Schaltungsträger 20 wiederum zylinderförmig aus. Es sind vier öffnungen 63 vorgesehen, die der Aufnahme von Kontaktmitteln 51, welche nietenförmig ausgeführt sind, dienen. Die öffnungen 63 werden mit Leitkleberflächen 49 versehen zur Kontaktierung der Kontaktmittel 51 mit den jeweiligen Leiterbahnen 47 mittels Leitkleber. Am oberen zylinderförmigen Bereich des Schaltungsträgers 20 ist in Verlängerung zu dem Mittelsteg 41 ein mittlerer Zentriersteg 38 vorgesehen, welcher mit einer mittleren Zentrierhilfe 36, nämlich eine vorzugsweise u-förmigen Aussparung in der Leiterplatte 32, zusammenwirkt.

In Figur 3 ist die bestückte Leiterplatte 32 zu sehen, auf der elektronische

Bauteile 26, wie beispielsweise eine integrierte Schaltung, Widerstände, Kondensatoren etc. angeordnet sind. Im unteren Bereich weist die Leiterplatte 32 seitliche Aussparungen 34 auf, welche mit den äußeren Zentrierstegen 37 des Schaltungsträgers 20 zusammenwirken. Weiterhin ist auch im unteren, mittleren Bereich der Leiterplatte 32 eine Aussparung zur Zentrierung vorgesehen.

In Figur 4 ist die Rückseite der Leiterplatte 32 zu sehen. Hier sind acht Leitkleberflächen 53 vorgesehen, über die vier eingehenden Signale der Druckmesszelle 14 und die vier ausgehenden Signale, die an die Kontaktmittel 51 weitergegeben werden, geführt werden. In dem rechteckförmigen Bereich des

Schaltungsträgers 20 sind in dieser Ansicht die Leiterbahnen 47, welche außenliegend ausgeführt sind, zu sehen. über diese Leiterbahnen 47 werden die Leitkleberflächen 53 der Leiterplatten 32 mit den Kontaktpunkten 18 der Messbrücke 19 verbunden, die vier anderen Leitkleberflächen 53 werden darüber mit den vier Kontaktmitteln 51 bzw. deren Leitkleberflächen 49 elektrisch leitend verbunden.

In Figur 5 ist die Leiterplatte 32 im montierten Zustand gezeigt. Weiterhin wird die öffnung 60 sichtbar, die der Aufnahme des Abdichtmittels 59, beispielsweise ein Gel, dient. Weiterhin sind auch die Kontaktmittel 51 in die entsprechenden

öffnungen 63 des Schaltungsträgers 20 eingeführt.

Gemäß Figur 6 ist noch genauer erkennbar, wie der mittlere Zentriersteg 38 mit der mittlere Zentrierhilfe 36 der Leiterplatte 32 sowie die äußeren Zentrierstege 37 mit den äußeren Zentrierhilfen 34 an der Leiterplatte 32 zusammenwirken.

Weiterhin wird deutlich, dass der mittlere Zentriersteg 38 in Richtung zum rechteckförmigen Abschnitt des Schaltungsträgers 20 hin bezüglich seines Außenumfangs zunimmt, so dass ein leichtes Einführen der Leiterplatte 32 möglich wird. Beim Endanschlag wird die exakte Position der Leiterplatte 32 gegenüber dem Schaltungsträger 20 erreicht.

Gemäß Figur 7 sind die Komponenten im montierten Zustand gezeigt. So ist der Schaltungsträger 20 durch einen Fixierkleber 43 mit dem Befestigungsflansch 17 mechanisch fest verbunden. Die Druckmesszelle 14 umschließt nach oben hin den Befestigungsflansch 17 und ist auf einer Schulter desselben so angeordnet, dass der über eine Bohrung herausgeführte Fluiddruck durch die nicht näher bezeichnete Membran der Druckmesszellen in entsprechende Ausgangssignale der Messbrücke 19 umgesetzt wird. Der Schaltungsträger 20 umschließt die Druckmesszelle 14 zumindest teilweise von oben. Nach oben hin ist in dem Schaltungsträger 20 die öffnung 60 vorgesehen, welche den zylinderförmigen unteren Bereich des Schaltungsträgers 20 abschließt. In diese öffnung 60 ist ein Abdichtmittel 59 eingebracht. Weiterhin sind die Kontaktpunkte 18 der Messbrücke 19 über Leitkleber 55 mit jeweils einer außen liegenden Leiterbahn 47 des Schaltungsträgers 20 elektrisch leitend kontaktiert. Die Leiterplatte 32 ist mittels Fixierkleber 43 mit dem Mittelsteg 41 des Schaltungsträgers 20

verbunden. Die elektrische Kontaktierung der Leiterplatte 32 mit den Leiterbahnen 47 erfolgt über an den Oberseiten der Dome 45 aufgebrachtem Leitkleber 55. Im oberen zylinderförmigen Bereich des Schaltungsträgers 20 sind vier öffnungen 63 vorgesehen zur Aufnahme der nietenförmigen Kontaktmittel 51. Die Kontaktmittel 51 sind mit dem Schaltungsträger 20 durch Leitkleber 55 verbunden. Jedem der vier Kontaktmittel 51 wird jeweils eine Leiterbahn 47 zugeführt und mittels Leitklebers 55 elektrisch leitend über die Leitkleberflächen 49 kontaktiert. Weiterhin ist eine Schutzhülse 57 vorgesehen, welche den Schaltungsträger 20 mit bestückter Leiterplatte 32 umschließt. Die Schutzhülse 57 ist mittels Laserschweißung 16 mit dem Befestigungsflansch 17 verbunden.

Die Kontaktmittel 51 bleiben jedoch weiterhin zugänglich. An der Oberseite des Schaltungsträgers 20 stehen Montagehilfen 61 in axialer Richtung hervor, die das überstülpen der Schutzhülse 57 über den Schaltungsträger 20 durch eine entsprechende abschrägende Führung erleichtern.

Die in den Figuren gezeichte Anschlusseinheit für eine Druckmesszelle 14 arbeitet wie folgt. Der hydraulische Druck in einem Bremssystem wird durch die beispielsweise auf dem Magnetventil sitzende Druckmesszelle 14 in ein elektrisches Signal umgesetzt. Das elektrische Signal wird durch eine integrierte Schaltung als Beispiel für ein elektronisches Bauteil 26 aufbereitet und verstärkt an ein Steuergerät weitergeleitet. Die Druckmesszelle 14 weist eine Membran auf, die den Druck des Fluids erfasst. Im Inneren des Polkerns des Ventils ist ein mit Fluid gefüllter Kanal ausgebildet, der im Inneren des Befestigungsflansches 17 liegt. Dieser Kanal wird durch die Membran druckdicht verschlossen. Die Druckverhältnisse der Membran werden durch die Messbrücke 19 in entsprechende elektrische Signale umgesetzt. Der Befestigungsflansch 17 wird in dem Hydraulikblock durch Einpressen (SeIf Clinch) dauerhaft befestigt.

Der Schaltungsträger 20 wird vorzugsweise in sogenannter MID-2K-Technik ausgebildet. Er ist als spritzgegossener Schaltungsträger 20 aus Kunststoff in

MID-Technik (Moulded Interconnected Device ) hergestellt, insbesondere im Zweikomponentenspritzguss. Durch MID-Technik lassen sich dreidimensionale Schaltungsstrukturen realisieren. Ein Kunststoff-Vorspritzling aus galvanisierbarem Kunststoff wird mit einem zweiten, nicht galvanisierbaren Kunststoff teilweise überspritzt. Die teilweise hervorstehenden Oberflächen des

Vorspritzlings werden durch einen galvanischen Prozess mit einer metallischen Oberfläche beschichtet, so dass dreidimensionale außen liegende Leiterbahnen 47 entstehen. Der Schaltungsträger 20 zeichnet sich durch hohe Gestaltungsfreiheit aus insbesondere durch die Integration elektrischer und mechanischer Funktionen. Dadurch lässt sich die Anschlusseinheit für die

Druckmesszelle 14 besonders kompakt aufbauen.

über diese dreidimensionalen außen liegenden Leiterbahnen 47 erfolgt nun die Kontaktierung der Kontaktpunkte 18 der Messbrücke 19 mit der Leiterplatte 32. Der elektrische Kontakt zwischen den jeweiligen Leiterbahnen 47 und den

Kontaktpunkten 18 stellt ein Leitkleber 55 her, wie in Figur 7 angedeutet. Die jeweiligen Leiterbahnen 47 werden elektrisch leitend kontaktiert mit den Leitkleberflächen 53 auf der Rückseite der Leiterplatte 32 über die Leitkleberdome 45. In derselben Art und Weise werden die Ausgangssignale der integrierten Schaltung von der Leiterplatte 32 an die Kontaktmittel 51 geführt. So werden die Ausgangssignale wiederum über die entsprechenden Leitkleberflächen 53 mit den Leitkleberdomen 45 mittels Leitkleber 55 kontaktiert. Die mit dem jeweiligen Dom 45 in elektrischem Kontakt stehende außen liegende Leiterbahn 47 wird auf den mittleren Abschnitt in Richtung zu den jeweiligen öffnungen des oberen zylinderförmigen Bereichs des Schaltungsträgers 20 geführt. Die Außenseiten der öffnungen 63 sind wiederum als Leitkleberflächen 49 ausgeführt, um eine elektrische Kontaktierung zwischen den jeweiligen Leiterbahnen 47 und den Kontaktmitteln 51 zu gewährleisten. Wiederum erfolgt die elektrische Kontaktierung zwischen den Kontaktmitteln 51 und den Leitkleberflächen 49 über Leitkleber 55. Diese als Kontaktnieten ausgeführte

Kontaktmittel 51 stellen dann die Kontaktflächen her für eine trennbare elektrische Verbindung. Der nicht gezeigte Gegenpart besteht beispielsweise aus vier Kotaktfedern oder Federstiften, welche im elektrischen Steuergerät verankert sind.

Die aufgeschweißte Schutzhülle 57 besteht aus Metall und dient zum einen als mechanischer Schutz gegen Verbiegen der Druckmesszelle 14. Andererseits kann sie auch auftretende überspannungen, beispielsweise ESD-Pulse, zum Befestigungsflansch 17 hin ableiten. Die drei pyramidenförmigen Montagehilfen 61 dienen als Montage-Zentrierhilfe, um die Schutzhülse 57 gut fügen zu können.

Die beschriebene Anschlusseinheit für eine Druckmesszelle 14 eignet sich insbesondere für den Einsatz bei Bremsystemen in Kraftfahrzeugen, ist jedoch hierauf nicht eingeschränkt. Insbesondere bei Bremssystemen der Premiumklasse kommen eine Vielzahl von Drucksensoren zum Einsatz bei nur begrenztem Bauraum. Ein bauraumminimierter Drucksensor eignet sich daher gerade für diese Anwendung.