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Title:
CONNECTOR FOR BUTT-CONNECTING TWO COMPONENTS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/068401
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a connector (1) for butt-connecting two components (21a, 21b), in particular two pieces of chipboard, comprising two connector parts which, when rotated by 90° relative to one another, can be pushed together, into one another, until they are in a locked assembly position, and which are in the form of U-shaped brackets (2a, 2b) having two outer bracket arms (3), each having a rear plug-in section (4) for introducing into a circular borehole (22a, 22b) of the one component (21a, 21b) and an expandable front plug-in section (5), forming the free bracket end, for introducing into a circular borehole (3a, 3b) of the other component (21a, 21b), comprising a central bracket arm (6) for expanding the two front plug-in sections (5) of the respective other bracket in the assembly position, and comprising at least one locking section (10, 11; 18, 19) for mutually locking the two brackets (2a, 2b) in the assembly position, wherein, according to the invention, the outer sides (8) of the rear plug-in sections (4) are each designed as partial casing surfaces of the same circular cylinder or at least approximately as partial casing surfaces of the same circular cylinder.

Inventors:
VON WILCKE, Michael (Karl-Marx-Str. 109, Birkenwerder, 16547, DE)
LEISTERT, Peer (Waldstrasse 72, Schöneiche, 15566, DE)
SAWATZKI, Gerd (Chausseestraße 58, Rauen, 15518, DE)
NITSCHMANN, Gunter (Gottlieb-Henssler-Str. 18, Pfalzgrafenweiler, 72285, DE)
Application Number:
EP2018/073602
Publication Date:
April 11, 2019
Filing Date:
September 03, 2018
Export Citation:
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Assignee:
HÄFELE GMBH & CO KG (Adolf-Häfele-Strasse 1, Nagold, 72202, DE)
International Classes:
F16B5/00; F16B12/20; F16B12/26; F16B13/12; F16B21/08
Foreign References:
DE202016102176U12016-05-10
US6299397B12001-10-09
DE202014002242U12014-06-26
DE20007389U12000-10-12
DE202016102176U12016-05-10
Attorney, Agent or Firm:
KOHLER SCHMID MÖBUS PATENTANWÄLTE PARTG MBB (Gropiusplatz 10, Stuttgart, 70563, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Verbinder (1 ) zum Stoßverbinden zweier Bauteile (21a, 21 b), insbesondere zweier Spanplatten,

mit zwei um 90° gegeneinander verdreht bis in eine verriegelte Montagestellung ineinander zusammenschiebbaren Verbinderteilen in Form von U- förmigen Bügeln (2a, 2b) mit zwei äußeren Bügelarmen (3), die jeweils einen hinteren Steckabschnitt (4) zum Einsetzen in eine kreisrunde Bohrung (22a, 22b) des einen Bauteils (21 a, 21 b) und einen das freie Bügelende ausbildenden, aufspreizbaren vorderen Steckabschnitt (5) zum Einsetzen in eine kreisrunde Bohrung (3a, 3b) des anderen Bauteils (21 b, 21a) aufweisen,

mit einem mittleren Bügelarm (6) zum Aufspreizen der beiden vorderen Steckabschnitte (5) des jeweils anderen Bügels in der Montagestellung, und

mit mindestens einem Verriegelungsabschnitt (10, 1 1 ; 18, 19) zum gegenseitigen Verriegeln der beiden Bügel (2a, 2b) in der Montagestellung, dadurch gekennzeichnet,

dass die Außenseiten (8) der hinteren Steckabschnitte (4) jeweils als Teilmantelflächen des gleichen Kreiszylinders oder zumindest annähernd als Teilmantelflächen des gleichen Kreiszylinders ausgebildet sind.

2. Verbinder nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Bügel (2a, 2b) baugleich sind.

3. Verbinder nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden äußeren Bügelarme (3) außenseitig zwischen dem hinteren und vorderen Steckabschnitt (4, 5) jeweils eine radial nach außen vorstehende Stützrippe (7) aufweisen. Verbinder nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die vorderen

Steckabschnitte (5) außenseitig jeweils mindestens eine radial nach außen vorstehende Nase (12) aufweisen, die weniger weit vorsteht als die Stützrippe (7).

Verbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die vorderen Steckabschnitte (5) außenseitig mehrere Querrippen (9) aufweisen.

Verbinder nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens die vorderste Querrippe (9) weniger weit nach außen vorsteht als die hinterste Querrippe (9).

Verbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die vorderen Steckabschnitte (5) an ihren freien Enden innenseitig jeweils eine Aussparung (16) aufweisen.

Verbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verriegelungsabschnitte durch Innenrasten (10), welche innseitig jeweils an den vorderen Steckabschnitten (5) vorgesehen sind, und durch Außenrasten (11), welche außenseitig jeweils an den hinteren Steckabschnitten (4) und/oder an dem mittleren Bügelarm (6) vorgesehen sind, gebildet sind.

Verbinder nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Verriegelungsabschnitte durch eine oder mehrere Rastfedern (18), welche innenseitig jeweils an den vorderen Steckabschnitten (5) vorgesehen sind, und durch eine Rasterung (19), welche an dem mittleren Bügelarm (6) vorgesehen sind, gebildet sind.

Verbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die hinteren Steckabschnitte (4) zumindest auf einer Teillänge einen Längsschlitz (17) aufweisen.

11. Verbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Bügel (2a, 2b) um 90° gegeneinander verdreht mit den vorderen Steckabschnitten (5) des einen Bügels (2a, 2b) zwischen die vorderen Steckabschnitte (5) des jeweils anderen Bügels (2b, 2a) über die spätere Montagestellung hinaus bis in eine Vormontagestellung ineinander eingesteckt sind, in der die vorderen Steckabschnitte (5) des einen Bügels (2a, 2b) in dessen Einsteckrichtung (14a, 14b) über den mittleren Bügelarm (6) des jeweils anderen Bügels (2b, 2a) vorstehen, und dass die beiden Bügel (2a, 2b) aus der Vormontagestellung zurück bis in die Montagesteilung schiebbar sind.

12. Anordnung mit zwei aneinander anliegenden Bauteilen (21a, 21b) und mit einem in Montagestellung befindlichen Verbinder (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die vorderen Steckabschnitte (5) der beiden Bügel (2a, 2b) jeweils in eine Bohrung (22a, 22b) der Bauteile (21a, 21b) eingesetzt und darin durch die mittleren Bügelarme (6) der zusammengeschobenen Bauteile (21a, 21b) jeweils nach außen aufgespreizt sind und die beiden Bügel (2a, 2b) miteinander verriegelt sind.

13. Anordnung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Bohrtiefe mindestens einer der beiden Bohrungen (22a, 22b) der Länge des vorderen Steckabschnitte (5) des eingesetzten Bügels (2a, 2b) entspricht.

Description:
Verbinder zum Stoßverbinden zweier Bauteile

Die Erfindung betrifft einen Verbinder zum Stoßverbinden zweier Bauteile mit zwei bis in eine verriegelte Montagestellung ineinander zusammenschiebbaren Verbinderteilen in Form von U-förmigen Bügeln gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1 sowie auch eine Anordnung mit einem solchen Verbinder.

Ein derartiger Verbinder ist beispielsweise durch die DE 10 2016 102 176 U1 bekannt geworden. Bevorzugt bestehen solche Verbinder aus federelastisch verformbarem Kunststoff, der vergleichsweise gute Gleiteigenschaften besitzt. Die Verbindung kann dabei zwischen Holzteilen erfolgen. Ein häufiger (aber nicht der einzige Fall) betrifft die Verbindung von zwei Spanplatten in einem T-Stoß, wobei die Spanplatten bis auf die weiche Stirnseiten eine harte Oberfläche aufweisen, so dass im T-Stoß eine weiche Stirnseite auf eine harte Oberfläche stößt. Die Verbindung wird dabei so hergestellt, dass in die zu verbindenden Spanplatten die notwendigen Löcher gebohrt, die beiden U-förmigen Bügel der DE 10 2016 102 176 U1 in einer Vormontagestellung in die Löcher eingesetzt und die zu verbindenden Spanplatten zu- sammengefahren werden, oft durch einen Schlag, so dass die U-förmigen Bügel in die Montagestellung zusammengeschoben werden und sich in dieser verriegeln, was die beiden Spanplatten gegeneinander fixiert. Die beiden Bügelarme definieren einen Außendurchmesser, der ausgehend vom mittleren Bügelarm auf den hinteren Steckabschnitten kontinuierlich bis zu einem Außenabsatz (Randabtas- tung) ansteigt, dessen Außendurchmesser größer als der Bohrungsdurchmesser ist. Beim Einfügen in das Loch der Spanplatte werden die konisch ausgebildeten, hinteren Steckabschnitte auf den Bohrungsdurchmesser zusammengedrückt, wodurch die Randabtastung innerhalb der Bohrung verschwindet. Es hat sich allerdings gezeigt, dass die beim Zusammenfahren der beiden Spanplatten erforderlichen Fügekräfte sehr hoch sind und die zu verbindenden Bauteile nicht immer spaltfrei aneinander fixiert sind. Außerdem hat sich gezeigt, dass Spanplatten oft zu weich sind, um ein Zusammendrücken des Konus zu bewirken, vor allem stirnseitig. Dadurch blieb der Verbinder konisch, die Randabtastung ver- schwindet nicht und die Bohrung wird radial aufgedrückt. Dies bewirkt jedoch einen großen Kraftbedarf beim Zusammenfügen der Spanplatten, was sich negativ auf die praktische Anwendung auswirkt. In härteren Holzmaterialien (z.B. MDF) drückt sich der Konus teilweise zusammen. Es hat sich gezeigt, dass diese gewünschte Verformung des Verbinders jedoch ebenfalls einen großen Kraftbedarf benötigt.

Demgegenüber ist es daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, bei einem Verbinder der eingangs genannten Art die Fügekräfte zu reduzieren und die Bauteile dennoch miteinander stets spaltfrei zu verbinden. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Außenseiten der hinteren Steckabschnitte jeweils als Teilmantelflächen des gleichen Kreiszylinders oder zumindest annähernd als Teilmantelflächen des gleichen Kreiszylinders aus- gebildet sind. Die hinteren Steckabschnitte haben auf ihrer axialen Länge somit den gleichen bzw. annähernd den gleichen Durchmesser, wobei im letzteren Fall Konuswinkel von kleiner als 2° noch im Rahmen der Erfindung liegen. Vorzugsweise sind die beiden Verbinderteile baugleich ausgebildet. Erfindungsgemäß wird somit auf einen Konus der hinteren Steckabschnitte verzichtet, sondern die hinteren Steckabschnitte haben auf ihrer axialen Länge den gleichen bzw. annähernd den gleichen Durchmesser, wodurch sich die Fügekräfte nachweislich um bis zu 50% reduzieren, was sich auf die praktische Anwendung sehr positiv auswirkt. Durch den Wegfall des Konus werden die vorderen Steckab- schnitte am freien Ende deutlich weniger verformt. Durch die um bis zu 50% reduzierte Fügekraft müssen die Bauteile nicht mehr per Schlag gefügt werden, sondern erfindungsgemäß reicht ein einfaches Zusammendrücken/-schieben, was die Anwenderfreundlichkeit erhöht. Ganz besonders bevorzugt weisen die beiden äußeren Bügelarme außenseitig zwischen dem hinteren und vorderen Steckabschnitt jeweils eine radial nach außen vorstehende Stützrippe auf, die beim Einstecken des vorderen Steckabschnitts in eine Spanplattenbohrung als Tiefenanschlag wirkt. Die Stützrippen werden beim Zusammenfahren der beiden Spanplatten in die weiche Stirnseite der einen Spanplatte eingedrückt, so dass die beiden Spannplatten spaltfrei aneinander anliegen.

Vorteilhaft können die vorderen Steckabschnitte außenseitig jeweils mindestens eine radial nach außen vorstehende Nase aufweisen, die weniger weit vorsteht als die Stützrippe. Durch die Nase(n) fällt der in eine Bohrung eingesteckte Verbinder nicht mehr aus der Bohrung heraus und lässt sich daher gut vorstecken.

Vorzugsweise weisen die vorderen Steckabschnitte außenseitig mehrere Querrippen zum Eindrücken in die Bohrungswandung auf. Dabei kann zumindest die vor- derste Querrippe weniger weit nach außen vorstehen als die hinterste Querrippe und dadurch eine Einführhilfe beim Einstecken des vorderen Steckabschnitts in eine Bohrung ausbilden. Vorzugsweise weisen die vorderen Steckabschnitte an ihren freien Enden innenseitig jeweils eine Aussparung auf, damit in der Montagestellung genügend Raum für den mittleren Bügelarm des jeweils anderen Bügels vorhanden ist und dadurch möglichst kein Kraftanstieg bei der Spreizung auftritt. In einer bevorzugten Ausführung sind die Verriegelungsabschnitte durch Innenrasten, welche innseitig jeweils an den vorderen Steckabschnitten vorgesehen sind, und durch Außen rasten, welche außenseitig jeweils an den hinteren Steckabschnitten und/oder an dem mittleren Bügelarm vorgesehen sind, gebildet. In einer anderen bevorzugten Ausführung sind die Verriegelungsabschnitte durch eine oder mehrere Rastfedern, welche innseitig jeweils an den vorderen Steckabschnitten vorgesehen sind, und durch eine Rasterung, welche an dem mittleren Bügelarm vorgesehen sind, gebildet.

In einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung weisen die hinteren Steckab- schnitte zumindest auf einer Teillänge einen Längsschlitz auf, um eine Federwirkung der dadurch entstehenden zwei Seiten zu ermöglichen und hierdurch eine geringere Fügekraft beim Aufspreizen durch den mittleren Bügelarm zu erreichen.

Die beiden Bügel werden um 90° gegeneinander verdreht mit den vorderen Steck- abschnitten des einen Bügels zwischen die vorderen Steckabschnitte des jeweils anderen Bügels über die spätere Montagestellung hinaus bis in eine Vormontagestellung ineinander eingesteckt, in der die vorderen Steckabschnitte des einen Bügels in dessen Einsteckrichtung über den mittleren Bügelarm des jeweils anderen Bügels vorstehen. In dieser Vormontagestellung sind die beiden Bügel zuei- nander vorfixiert (Transportsicherheit) und werden beim Zusammenschieben der Bauteile aus der Vormontagestellung weiter bis in die Montagestellung zusammengeschoben. Die Erfindung betrifft schließlich auch eine Anordnung mit zwei aneinander anliegenden Bauteilen und mit einem wie oben ausgebildeten Verbinder in seiner Montagestellung, wobei die vorderen Steckabschnitte der beiden Bügel jeweils in eine Bohrung der Bauteile eingesetzt und darin durch die mittleren Bügelarme der zu- sammengeschobenen Bauteile jeweils nach außen aufgespreizt sind und die beiden Bügel miteinander verriegelt sind.

Vorzugsweise entspricht die Bohrtiefe mindestens einer der beiden Bohrungen der Länge des vorderen Steckabschnitts des eingesetzten Bügels, so dass der Bohr- grund als Tiefenanschlag wirkt.

Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung, den Ansprüchen und der Zeichnung. Ebenso können die vorstehend genannten und die noch weiter aufgeführten Merkmale je für sich oder zu mehreren in beliebigen Kombina- tionen Verwendung finden. Die gezeigten und beschriebenen Ausführungsformen sind nicht als abschließende Aufzählung zu verstehen, sondern haben vielmehr beispielhaften Charakter für die Schilderung der Erfindung.

Es zeigen:

Fign. 1a, 1b zwei perspektivische Ansichten des erfindungsgemäßen Verbinders mit zwei bis in eine Vormontagestellung ineinander gesteckten, baugleichen U-förmigen Bügeln;

Fig. 2 eine Seitenansicht eines der in Fig. 1 gezeigten Bügel;

Fig. 3 den in Fig. 1 gezeigten Verbinder in der Vormontagestellung beim

Stoßverbinden zweier Bauteile;

Fign. 4a, 4b den aus der Vormontagestellung in eine Zwischenstellung zusammengeschobenen Verbinder beim Stoßverbinden der zwei Bauteile, jeweils in zwei um 90° verdrehten Längsschnitten;

Fign. 5a, 5b den aus der Zwischenstellung weiter bis in die Montagestellung zusammengeschobenen Verbinder beim Stoßverbinden der zwei Bauteile, jeweils in zwei um 90° verdrehten Längsschnitten;

Fig. 6 eine perspektivische Ansicht eines modifizierten erfindungsgemäßen Verbinders; und Fig. 7 eine Seitenansicht eines U-förmigen Bügels einer zweiten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verbinders.

In der folgenden Figurenbeschreibung werden für gleiche bzw. funktionsgleiche Bauteile identische Bezugszeichen verwendet.

Der in Fign. 1a und 1b gezeigte Verbinder 1 dient zum Stoßverbinden zweier Spanplatten 21a, 21b in einem T-Stoß (Fig. 3), die jeweils eine kreisrunde Bohrung 22a, 22b aufweisen. Die Spanplatten 21a, 21b weisen bis auf die weichen Stirnseiten eine harte Oberfläche auf, so dass im T-Stoß eine weiche Spanplattenstirnseite auf eine harte Oberfläche stößt.

Der Verbinder 1 umfasst zwei Verbinderteile in Form von U-förmigen Bügeln 2a, 2b, die im gezeigten Ausführungsbeispiel baugleich ausgebildet sind, aber auch unterschiedlich ausgebildet sein können.

Wie in Fig. 2 gezeigt, weist der U-förmige Bügel 2a, 2b zwei äußere Bügelarme 3 mit jeweils einem hinteren Steckabschnitt 4 und mit einem das freie Bügelende ausbildenden vorderen Steckabschnitt 5 sowie einen dazwischenliegenden mittle- ren Bügelarm 6 auf. Die beiden äußeren Bügelarme 3 weisen außenseitig zwischen dem hinteren und vorderen Steckabschnitt 4, 5 jeweils eine radial nach außen vorstehende, ringsegmentförmige Stützrippe 7 auf. Die Außenseiten 8 der hinteren Steckabschnitte 4 sind jeweils als Teilmantelflächen des gleichen Kreiszylinders ausgebildet. Die vorderen Steckabschnitte 5 weisen an ihren einander abgewandten Außenseiten mehrere krallenartige Querrippen 9 und an ihren einander zugewandten Innenseiten mehrere querverlaufende Innenrasten 10 auf. Der Außendurchmesser (Außenabstand) der drei vordersten Querrippen 9 steigt nach hinten auf den größeren Außendurchmesser der hinteren Querrippen 9 an, so dass die vordersten Querrippen 9 als Einfügehilfe dienen. Die hinteren Steckab- schnitte 4 weisen an ihren einander zugewandten Innenseiten mehrere querverlaufende Außen rasten 11 auf. Zwischen der Stützrippe 7 und der hintersten Querrippe 9 weisen die vorderen Steckabschnitte 5 außenseitig jeweils zwei Nasen 12 auf gleiche Höhe auf, die weniger weit radial nach außen vorstehen als die Stützrippe 7. Die Dicke des mittleren Bügelarms 6 quer zur Spreizrichtung der beiden äußeren Bügelarme 5 ist größer als der lichte Abstand d der beiden gegeneinander aufspreizbaren vorderen Steckabschnitte 5. Etwa auf Höhe der Stützrippen 7 weisen die hinteren Steckabschnitte 4 innenseitig eine Rastnut 13 auf. Anders als in Fign. 1 und 2 gezeigt, kann die Außenseite 8 der hinteren Steckabschnitt 4 mit einer optionalen Riffelung versehen sein, um eine zusätzliche Rückhaltekraft in der Bohrung zu erreichen.

Mit den vorderen Steckabschnitten 5 einander zugewandt und um 90° gegenein- ander verdreht, werden die beiden Bügel 2a, 2b mit den vorderen Steckabschnitten 5 des einen Bügeis 2a, 2b zwischen die vorderen Steckabschnitte 5 des anderen Bügels 2b, 2a in Steckrichtung 14a bzw. 14b - über die spätere Montagestellung hinaus - bis in die in Fign. 1a, 1b gezeigte Vormontagestellung ineinander eingesteckt. In dieser Vormontagestellung stehen die vorderen Steckabschnitte 5 des einen Bügels 2a, 2b in dessen Einsteckrichtung 14a, 14b jeweils über den mittleren Bügelarm 6 des jeweils anderen Bügels 2b, 2a vor. In der Vormontagestellung sind die mittleren Bügelarme 6 in den beiden Rastnuten 13 des jeweils anderen Bügels 2a, 2b eingerastet und dadurch zueinander vorfixiert und gegen unbeabsichtigtes Zusammenschieben gesichert.

Wie in Fig. 3 gezeigt, wird dieser vormontierte Verbinder 1 zuerst mit den beiden vorderen Steckabschnitten 5 des einen Bügels 2a in die Bohrung 22a der einen Spanplatten 21a und dann mit den beiden vorderen Steckabschnitten 5 des anderen Bügels 2b in die Bohrung 22b der anderen Spanplatten 21b jeweils soweit eingesteckt, bis die Bügel 2a, 2b mit ihren Stützrippen 7 an den Spanplatten 21a, 21b anliegen. Hierbei fungieren die drei vordersten Querkrallen 9 als Einführhilfe. Bei der Flächenbohrung kann sich die Stützrippe 7 gut abstützen und bildet einen Tiefenanschlag, da hier die Spanplatte eine harte Oberfläche aufweist. In der weicheren Spanplattenstirnseite jedoch kann diese Abstützung nicht stattfinden, hier muss die Bohrtiefe die Abstützung übernehmen, damit der Verbinder 1 nicht zu weit in die Bohrung gedrückt wird. Die freien Enden der vorderen Steckabschnitte 5 drücken sich hierbei leicht in den Bohrungsgrund ein. Durch die Nasen 12 bleibt der Verbinder 1 in den Spannplatten 21a, 21b stecken, so dass sich der Verbinder 1 gut vorstecken lässt und nicht mehr aus den Bohrungen 22a, 22b herausfällt. Fign. 4a, 4b zeigen den aus der Vormontagestellung in eine Zwischenstellung zusammengeschobenen Verbinder 1 , in der die mittleren Bügelarme 6 aus den Rastnuten 13 ausgetreten und in die Bohrungen 22a, 22b eingetreten sind und dabei die vorderen Steckabschnitte 5 des jeweils anderen Bügels aufspreizen. Aufgrund ihrer zylindrischen Außenseiten 8 treten die hinteren Steckabschnitte 4 kraftlos in die Bohrungen 22a, 22b ein.

Die beiden Spannplatten 21a, 21 b werden aus der Zwischenstellung weiter bis zur gegenseitigen Anlage in ihre Montagestellung zusammengeschoben (Fign. 5a, 5b), Dabei werden die beiden vorderen Steckabschnitte 5 des einen Bügels 2a, 2b durch den mittleren Bügelarm 6 des jeweils anderen Bügels 2b, 2a immer weiter aufgespreizt, wodurch die Querrippen 9 in die Wandung der Bohrung 21a, 21 b eingedrückt werden. In der Montagestellung greifen die Innenrasten 10 des einen Bügels 2a, 2b und die Außen rasten 11 des jeweils anderen Bügels 2b, 2a ineinander, wodurch die beiden Bügel 2a, 2b miteinander verriegelt und somit gegen ein Zurückschieben gesichert sind. Die Stützrippen 7 werden in die weiche Stirnseite der einen Spanplatte eingedrückt, so dass anders, als in Fign. 5a, 5b gezeigt, kein sichtbarer Spalt zwischen den Spanplatten 21a, 21 b zurückbleibt und die beiden Spannplatten 21a, 21 b somit spaltfrei aneinander anliegen. Die Fertigungstoleranzen der Bohrtiefe werden durch die Innenrasten 10 ausgeglichen, die sich an vier Flanken der Bügel 2a, 2b befinden und jeweils um in Längsrichtung jeweils ein Viertel der Steigung versetzt sind, um kleinstmögliche Stufen zu ermöglichen.

Da die Bohrtiefe als Anschlag fungiert, drücken sich die freien Enden der vorderen Steckabschnitte 5 stirnseitig etwas in den Bohrgrund ein. Dieses Eindrücken behindert die Spreizung der vorderen Steckabschnitte 5 etwas, indem die freien Enden hier wieder etwas nach innen gebogen werden. Damit hier kein Kraftanstieg bei der Spreizung erfolgt, weisen die vorderen Steckabschnitte 5 innenseitig jeweils eine Aussparung 16 (Fig. 2) auf, um genügend Raum für den mittleren Bügelarm 6 des jeweils anderen Bügels zu schaffen. Wie in Fig. 6 gezeigt, kann der hintere Steckabschnitt 4 auf einer Teillänge (oder auch auf seiner gesamten Länge) einen Längsschlitz 17 aufweisen, um eine Federwirkung der dadurch entstehenden zwei Seiten zu ermöglichen. Hierdurch resultiert eine geringere Fügekraft, da nicht mehr über die Spitzen der Innen- und Außenrasten 10, 11 gespreizt zu werden braucht, d.h., es erfolgt keine Übersprei- zung. Ohne den Längsschlitz muss immer jeweils über die Spitze der Innen- und Außen rasten 10, 11 gespreizt werden, d.h., die effektive Spreizung ist geringer als die insgesamt beim Fügen benötigte Spreizung. Vom Bügel der Fig. 2 unterscheidet sich der in Fig. 7 gezeigte Büge! 2a, 2b lediglich dadurch, dass hier anstelle der Innen- und Außenrasten die vorderen Steckabschnitte 5 innenseitig jeweils eine oder mehrere nach vorne gerichtete Rastfedern 18 und der mittlere Bügelarm 6 eine außenseitige Rasterung 19 aufweisen. In der Montagestellung greifen die Rastfedern 18 - ähnlich dem Kabelbinder- Prinzip - in die Rasterung 19 ein. Damit sinkt ebenfalls die Fügekraft, da nur die effektive Spreizung benötigt wird; die Verrastungen bewirken hier keine Zunahme der Spreizung oder der Kraft. Die Rastfedern 18 oder die Rasterung 19 können auch hier in Längsrichtung gegeneinander versetzte Rastabschnitte aufweisen, um möglichst kleine Stufen abbilden zu können.