WALTER, Klaus (Ziegelbergstr. 16, Bietigheim-Bissingen, 74321, DE)
KAISER, Harry (Weberstr 37, Markgroeningen, 71706, DE)
WALTER, Klaus (Ziegelbergstr. 16, Bietigheim-Bissingen, 74321, DE)
Ansprüche
1. Anschlusseinheit für eine Druckmesszelle, umfassend zumindest eine Druckmesszelle (20) mit zumindest einer Messbrücke (21), deren zumindest ein Ausgangssignal über zumindest einen Kontaktpunkt (24) abgreifbar ist, mit zumindest einem Stecker (60, 30, 60'), der zumindest ein Kontaktblech (62, 62', 63) aufweist, wobei das Kontaktblech (62, 62', 63') über einen Leitkleber (40) mit dem zumindest einen Kontaktpunkt (24) elektrisch leitend kontaktiert ist.
2. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Stecker (60, 30, 60') zumindest eine Ausnehmung, insbesondere einen Durchbruch (74) oder eine Bohrung (31), aufweist, wobei der Leitkleber (40) zumindest teilweise in der Ausnehmung (31, 74) angeordnet ist zur Kontaktierung des Kontaktblechs (62, 63') mit dem Kontaktpunkt (24).
3. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Stecker (60, 30, 60') zumindest eine Fläche (34, 68) aufweist, die zur mechanischen Verbindung mit der Druckmesszelle (20) dient, wobei der Stecker (60, 30, 60') die Druckmesszelle (20) zumindest teilweise umschließt.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Stecker (60, 30, 60') zumindest eine öffnung (36) aufweist zur möglichen Entlüftung der Ausnehmung (31, 74).
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (31, 74) von einem Dichtring (33, 67) umgeben ist.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Stecker (60, 60') zumindest eine Nut (35, 69) aufweist, welche mit einer Nase (25) der Druckmesszelle (20) zum lagedefinierten Einbau zusammenwirkt.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Kontaktblech (62, 62') zu der Innenseite des Steckers (60) hin freiliegend ausgebildet ist, wobei die Abmessungen des Kontaktblechs (62, 62') zum Ausgleich eines axialen und/oder radialen Versatzes dienen.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Schutzhülse (70) vorgesehen ist, welche zumindest die Druckmesszelle (20) seitlich umschließt.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Stecker (60) zumindest zweiteilig ausgeführt ist und zumindest eine Kontaktbrücke (30) umfasst.
10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn- zeichnet, dass ein zumindest teilweise in die Ausnehmung (31, 74) hineinragendes Kontaktmittel (62, 63', 90) zumindest einen federnden Abschnitt (92) besitzt. |
Beschreibung
Titel
Anschlusseinheit für eine Druckmesszelle
Stand der Technik
Die Erfindung geht aus von einer Anschlusseinheit für eine Druckmesszelle nach der Gattung des unabhängigen Anspruchs. Aus der DE 10 2004 033 846 Al ist bereits ein Ventil mit integriertem Drucksensor bekannt. Durch eine Bohrung im Polkern des Ventildoms wird der Druck der Hydraulikflüssigkeit auf eine Messmembran der Messzelle übertragen. Die Kontaktierung des Drucksensors erfolgt beispielsweise durch Direktbondung des Drucksensors auf die Leiterplatte.
Offenbarung der Erfindung
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine bauraumminimierte Anschlusseinheit für eine Druckmesszelle anzugeben, welche zudem durch konventionelle Fertigungsmethoden und -Werkstoffe hergestellt werden kann. Diese Aufgabe wird gelöst durch die Merkmale des unabhängigen Anspruchs.
Die Anschlusseinheit für eine Druckmesszelle gemäß den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs hat demgegenüber den Vorteil, dass zu ihrer Herstellung nur bekannte Technologien und Prozesse verwendet werden können. Die Kontaktierung erfolgt durch Verwendung eines Leitklebers, wie dies beispielsweise aus einem anderen technischen Gebiet geläufig ist, nämlich der Hybridfertigung beim Leitkleben elektronischer Bauteile auf das Keramiksubstrat. Insbesondere sogenannte Leitkleberdepots sorgen für eine sichere Kontaktierung auch über schwankende Temperaturbereiche hinweg durch großflächiges Aufbringen des Leitklebers. Weiterhin lässt die gewählte Form der Anschlusseinheit zu, dass ei- ne Steckverbindung mittels Schiebekontakts gebildet werden kann. Dadurch wird
die Kontaktierung verbessert, da beim Aufschieben des Steckers auf das Gegenstück eventuell vorhandene Schmutzpartikel weggeschoben werden.
In einer zweckmäßigen Weiterbildung ist vorgesehen, dass der Stecker zumin- dest einen Durchbruch oder zumindest eine Bohrung aufweist, wobei der Leitkleber zumindest teilweise in dem Durchbruch oder der Bohrung angeordnet ist zur Kontaktierung des Kontaktblechs mit dem Kontaktpunkt. Diese Stellen eignen sich besonders gut zur Etablierung eines Leitkleberdepots, auch weil das Kontaktblech durch entsprechende Durchbrüche vom Steckerinneren in Richtung zur Druckmesszelle gebracht werden muss.
In einer zweckmäßigen Weiterbildung weist der Stecker zumindest eine öffnung auf zur möglichen Entlüftung des Leitkleberdepots. Dadurch kann verhindert werden, dass das Leitkleberdepot während der Kleberaushärtung zu Blasenbil- düngen führt. Zweckmäßiger Weise lässt sich diese öffnung durch einen Fangzapfen des Steckers überdecken, so dass der ohnehin vorhandene Fangzapfen gleichzeitig auch das Innere der Anordnung vor Umwelteinflüsse schützt.
In einer zweckmäßigen Weiterbildung ist vorgesehen, dass der Durchbruch oder die Bohrung von einem Dichtring umgeben ist. über diesen Dichtring kann verhindert werden, dass der Leitkleber nicht aus dem Durchbruch oder der Bohrung herauslaufen kann. Dadurch kann ein Kurzschluss insbesondere zwischen zwei Kontaktpunkten vermieden werden.
In einer zweckmäßigen Weiterbildung ist vorgesehen, dass das Kontaktblech zu der Innenseite des Steckers hin freiliegend ausgebildet ist, wobei die Abmessungen des Kontaktblechs zum Ausgleich eines axialen und/oder radialen Versatzes dienen.
Dadurch wird eine größere Verdrehung von Stecker zu Gegenstecker zugelassen. Dies ist insbesondere deshalb notwendig, da die Magnetventile mit relativ großer Verdrehtoleranz eingestemmt werden. Auch in axialer Richtung ist ebenfalls ein großer Toleranzbereich durch diesen neuartigen Stecker gegeben. Durch die Innen liegenden Kontaktbleche wird die Robustheit der Anordnung weiter erhöht, so dass insbesondere im Tauschfall ein Steuergerät mit oft scharf-
kantigen Spulen über diese gefügt werden kann, ohne die Steckerkontakte zu beeinträchtigen.
Die Robustheit der Anordnung wird zweckmäßig weiter erhöht, indem eine Schutzhülse zumindest die Druckmesszelle seitlich umschließt. Neben dem
Schutz vor mechanischen Belastungen kann die Schutzhülse einen Berührschutz (ESD-Schutz) sicherstellen.
Weitere zweckmäßige Weiterbildungen ergeben sich aus weiteren abhängigen Ansprüchen und aus der Beschreibung.
Zeichnung
Zwei Ausführungsbeispiele der Anschlusseinheit für einen Druckmesszelle sind in der Zeichnung dargestellt und werden nachfolgend näher erläutert.
Es zeigen:
die Figur 1 eine perspektivische Ansicht eines Polkerns eines Magnetventils, die Figur 2 eine perspektivische Ansicht des Polkerns mit aufgesetzter
Druckmesszelle, die Figur 3 eine perspektivische Ansicht der Anordnung nach Figur 2 mit aufgesetzter Kontaktbrücke und gefüllten Leitkleberdepots, die Figur 4 eine perspektivische Ansicht der Druckmesszelle, die Figur 5 eine perspektivische Ansicht der Kontaktbrücke von oben, die Figur 6 eine perspektivische Ansicht der Kontaktbrücke von unten, die Figur 7 eine perspektivische Seitenansicht eines Steckers, die Figur 8 eine perspektivische Ansicht des Steckers von unten, die Figur 9 eine perspektivische Ansicht des Steckers von oben, die Figur 10 eine Schnittdarstellung der montierten Komponenten der Anschlusseinheit, die Figur 11 eine perspektivische Ansicht des Steckers im montierten Zustand, die Figur 12 eine perspektivische Ansicht des gesamten Messwertgebers bzw. Anschlusseinheit,
die Figur 13 ein zweites Ausführungsbeispiel mit einem einteiligen Stecker im aufgesetzten Zustand, die Figur 14 eine Draufsicht auf den Stecker nach Figur 13 mit eingesetzten
Kontaktblechen, die Figur 15 eine perspektivische Ansicht des Steckers der Figuren 13 und 14 von unten, die Figur 16 eine Schnittdarstellung der zusammengesetzten Komponenten unter Verwendung des Steckers nach den Figuren 13 - 15, die Figur 17 eine allgemeine Schnittdarstellung zur vorteilhaften Verbindung einer Stromschiene mit einem Leitkleberdepot sowie die Figur 18 eine Ausführung eines mehrpoligen Längssteckers mit beidseitig angeordneten Kontaktflächen.
Auf einen Polkern 10 eines Ventils, beispielsweise für eine hydraulische Brems- anläge eines Kraftfahrzeugs, wird eine Druckmesszelle 20 zur Erfassung des in dem Ventil herrschenden Fluiddrucks aufgesetzt. Die Druckmesszelle 20 ist im Wesentlichen ringförmig aufgebaut. Im mittleren Abschnitt besitzt sie einen flanschähnlichen Bund 23, dessen ringförmige Struktur seitlich durch eine Nase 25 durchbrochen ist. Auf der Oberseite der Druckmesszelle befindet sich eine Messbrücke 21 sowie vier Kontaktpunkte, sogenannte Lands 24 zum Abgriff der
Ausgangssignale der Messbrücke 21. Auf die auf dem Polkern 10 befindliche Druckmesszelle 20 wird eine Kontaktbrücke 30 aufgesetzt. Deren vier Bohrungen 31 dienen zur Aufnahme von Leitkleber 40 als Leitkleberdepot wie in Figur 3 angedeutet.
In der Figur 4 ist der Aufbau der Druckmesszelle 20 im nicht montierten Zustand gezeigt. Daraus wird noch klarer deutlich, dass die Druckmesszelle 20 im Wesentlichen röhr- bzw. hülsenförmig aufgebaut ist, mit einem mittleren Bundabschnitt 23 mit größerem Radius.
In den Figuren 5 und 6 ist die Kontaktbrücke 30 näher dargestellt. Die Kontaktbrücke 30 ist im Wesentlichen kappenförmig ausgebildet. An der Oberseite befindet sich im Mittelpunkt eine in axialer Richtung herausragende Steckerzentrierung 32, die im Wesentlichen zylinderförmig ausgebildet ist und zumindest an ei- ner Seite eine nicht näher bezeichnete Führungsnase aufweist. Die Oberseite
der Kontaktbrücke 30 ist durch vier um den Mittelpunkt angeordneten Bohrungen 31 durchbrochen. Die Innenseite der Kontaktbrücke gemäß Figur 6 ist so aufgebaut, dass darin die Außenkontur der Druckmesszelle 20 aufgenommen und befestigt werden kann. Insbesondere wirkt die Nut 35 mit der Nase 25 der Druck- messzelle 20 zusammen. Die Oberseite des Bundes 23 der Druckmesszelle 20 liegt im montierten Zustand auf einer Klebefläche 34 der Kontaktbrücke 30 auf. Weiterhin ist im Mittelpunkt eine Bohrung 36 vorgesehen, über die die Steckerzentrierung 32 angeordnet ist. Die Unterseiten der Bohrungen 31 werden gegenüber der Druckmesszelle 20 über Dichtringflächen 33 abgedichtet, welche ring- förmig ausgeführt sind.
Gemäß Figur 7 ist eine perspektivische Darstellung eines Steckers 60 gezeigt. Der Stecker 60 ist im Wesentlichen zylinderförmig ausgeführt und weist in der Mitte einen rohrförmigen, nach oben hin kegelförmig auslaufenden Fangzapfen 66 auf. An der zylindrischen Innenseite des Steckers 60 sind in regelmäßigen
Abständen vier im wesentlichen rechteckförmige, an die zylindrische Innenkontur des Steckers 60 angepasste Kontaktbleche 62 angeordnet. Die Oberseiten der Kontaktbleche 62 sind leicht nach außen hin gebogen. Die Unterseiten der Kontaktbleche 62 verjüngen sich am Ende. Die verjüngten Bereiche der Kontaktble- che werden über nicht näher bezeichnete Durchbrüche durch den Boden des
Steckers in axialer Richtung aus dem Inneren des Steckers 60 herausgeführt und werden anschließend in Richtung der Mittelpunktachse des Steckers 60 gebogen weitergeführt. Die so gebogenen unteren Endabschnitte 63 der Kontaktbleche 62 laufen in jeweils einem von vier Kreissegmenten an der Unterseite des Steckers 60 aus, wobei die Kreissegmente durch einen kreuzförmigen Steg 48, welcher im
Mittelpunkt eine Bohrung 64 aufweist, voneinander getrennt sind. Die Unterseite dieses Stegs 48 dient zur Verbindung, beispielsweise über einen Kleber 50, mit der Oberseite der Kontaktbrücke 30. Die Stege 48 des Steckers 60 kommen dabei auf der Kontaktbrücke 30 so zu liegen, dass die Bohrungen 31 nicht über- deckt werden, sondern die Kontaktbleche 63 in den Bohrungen 31 aufgenommen werden. Die Verbindung zwischen der Unterseite der Kontaktbleche 63 und den Kontaktpunkten 24 erfolgt durch Leitkleber 40, wobei die Bohrung 31 zur Aufnahme des Leitklebers 40 als entsprechendes Leitkleberdepot dient. Zur Befestigung der Kontaktbleche 62 an der Innenseite des Steckers 60 sind jeweils vier Stege 65 ausgebildet, die weiter in den Mittelpunkt des Steckers 60 hineinragen
und über entsprechende Hinterschneidungen mit den Seitenkanten der Kontaktbleche 63 zur Befestigung zusammenwirken.
In Figur 10 sind die beschriebenen Komponenten Polkern 10, Druckmesszelle 20, Kontaktbrücke 30 und Stecker 60 im montierten Zustand gezeigt. Weiterhin ist noch an der Außenseite der Anordnung eine rohrförmige Schutzhülse 70 gezeigt, die an der Unterseite über eine Schweißung 71 mit dem Polkern 10 verbunden ist. Auf den Polkern 10 ist ebenfalls durch Schweißung 26 die Druckmesszelle 20 befestigt. Der Druck im Inneren des Ventils wird anhand einer Be- aufschlagung der Membran mit dem zu erfassenden Fluid ermittelt. Die druckabhängige Verformung der Membran wird durch die Messbrücke 21 der Druckmesszelle 20 erfasst. Auf die Druckmesszelle 20 ist die Kontaktbrücke 30 aufgesetzt. Die Klebefläche 34 der Kontaktbrücke 30 wird mit der Oberseite des Bunds
23 der Druckmesszelle 20 verklebt. Hierbei wird die Kontaktbrücke 30 so orien- tiert, dass deren Nut 35 mit der Nase 25 der Druckmesszelle 20 im Eingriff steht.
Die Orientierung der Kontaktbrücke 30 lässt es nun zu, dass die Kontaktpunkte
24 der Messbrücke 21 über die vier Bohrungen 31 kontaktiert werden können. Dazu werden die Bohrungen 31 mit Leitkleber 40 befüllt, sodass sich in jeder Bohrung 31 ein Leitkleberdepot ausbildet. In diese Leitkleberdepots werden je- weils die Endabschnitte der Kontaktbleche 63 gebracht, wie in Figur 10 ersichtlich. Dazu wird der Stecker 60 mit der Bohrung 64 voraus auf die Steckerzentrierung 32 aufgesetzt. Die Steckerzentrierung 32 sorgt dafür, dass der Stecker 60 lagedefiniert in der Weise zu liegen kommt, dass die Unterseiten des kreuzförmigen Stegs 48 des Steckers 60 zwischen den Bohrungen 31 der Kontaktbrücke 30 zum Liegen kommen. Die Unterseite der Stege sowie die Außenkonturen der
Bohrung 64 werden mit Kleber 50 versehen, sodass der Stecker 60 mit der Kontaktbrücke 30 fest verbunden ist.
Der Figur 11 lässt sich entnehmen, dass in den nicht von dem Steg 48 überdeck- ten Bereichen sich jeweils ein Leitkleberdepot 40 ausbilden kann.
Gemäß Figur 12 ist der komplette Messwertgeber 80 gezeigt. Nur der Fangzapfen 66 sowie die Kontaktbleche 63 im oberen Bereich sind noch sichtbar, während Druckmesszelle 20, Kontaktbrücke 30 und Stecker 60 von der Schutzhülse
70 sicher umschlossen werden. Die Schutzhülse 70 ist beispielsweise durch La- serschweißung 71 mit dem Polkern 10 verbunden.
Das zweite Ausführungsbeispiel, welches in Verbindung mit den Figuren 13 bis 16 näher erläutert wird, unterscheidet sich vom ersten Ausführungsbeispiel dadurch, dass Kontaktbrücke 30 und Stecker 60 zu einem einzigen Bauteil integriert sind, nämlich zu einem Stecker 60'. Der Stecker 60' weist wiederum Kontaktbleche 62' auf, die im Wesentlichen rechteckförmig ausgeführt und an die zylinderförmige Innenkontur des Steckers 60' angepasst sind. Die Kontaktbleche 62' verjüngen sich in der Unterseite und gehen im mittleren Bereich über in Kontaktbleche 63'. Diese Kontaktbleche 63' besitzen eine deutlich verringerte Breite und weisen eine gewisse L-förmige Hakenstruktur auf, indem die axial ausgerichteten Endabschnitte der Kontaktbleche 63' näher an der Mittelpunktachse des Steckers 60' liegen als die Kontaktbleche 62' . Wie auch beim ersten Ausfüh- rungsbeispiel sind gemäß Figur 14 Stege 65' vorgesehen, die an der Steckerinnenseite in Richtung Mittelpunkt herausragen und deren Hinterschneidungen der Aufnahme der Kontaktbleche 62' dienen. Bei der Ansicht von oben lassen sich andeutungsweise die als Leitkleberdepots dienenden Durchbrüche 74 erkennen. In diese Leitkleberdepots bzw. Durchbrüche 74 ragen die Unterseite der Kon- taktbleche 63' hinein.
Die Unterseite des Steckers 60' lässt sich Figur 15 entnehmen. Dabei sind die Innenkonturen des Steckers 60' für die Aufnahme der Druckmesszelle 20 ausgelegt. So wirkt die Nut 35' mit der Nase 25 der Druckmesszelle 20 zusammen, wie sie bereits in Verbindung mit Figur 4 beschrieben wurde. Wiederum ist eine Auflagefläche 68' vorgesehen, die mit dem Bund 23 der Druckmesszelle 20 beispielsweise über Kleber verbunden wird. Weiterhin sind vier als Leitkleberdepot dienende Durchbrüche 74 vorgesehen. Die Unterseite dieser Durchbrüche 74 wird über eine Dichtringfläche 67 abgeschlossen, welche jeweils den Durchbruch 74 umschließen und im montierten Zustand auf den Kontaktpunkten 24 der
Druckmesszelle 20 bündig aufliegen, sodass das über die Durchbrüche 74 gebildete und mit Leitkleber 40 befüllte Leitkleberdepot nicht auslaufen kann. An die Auflagefläche 68' schließt sich eine zylinderförmige Innenfläche an, die als Presspassung 61 ausgebildet ist zur Aufnahme der Druckmesszelle 20.
Figur 16 zeigt die Komponenten des zweiten Ausführungsbeispiels, nämlich Polkern 10, Druckmesszelle 20 und Stecker 60' im montierten Zustand. Wie auch beim ersten Ausführungsbeispiel ist die Schutzhülse 70 über Laserschweißung 71 mit dem Polkern 10 verbunden. Auf den Polkern 10 wird die Druckmesszelle 20 ebenfalls über Laserschweißung 26 druckdicht angebracht. Auf die Druckmesszelle 20 wird der Stecker 60' aufgesetzt und eine mechanische Verbindung durch Klebung zwischen Auflagefläche 68' und Oberseite des Bunds 23 hergestellt. Der Stecker 60' kommt dabei so zu liegen, dass die Durchbrüche 74 auf den Kontaktpunkten 24 aufsitzen. Die Durchbrüche 74 werden zur Bildung eines Leitkleberdepots mit Leitkleber 40 gefüllt, um dadurch eine elektrisch leitende
Verbindung zwischen den Kontaktblechen 63' und den Kontaktpunkten 24 herzustellen.
Gemäß Figur 17 lässt sich eine Verallgemeinerung der verbesserten Kontaktie- rung eines Kontaktmittels 90 (wie beispielsweise eine Stromschiene oder Kontaktbleche 62', 63') mit einem mit Leitkleber 40 befüllten Leitkleberdepot entnehmen. Hierzu ist das Kontaktmittel 90 zumindest mit einem federnden Abschnitt 92 versehen, sodass dieser einen Längenausgleich, bedingt durch temperaturabhängiges Ausdehnungsverhalten, kompensieren kann. Dadurch verringern sich die Kräfte auf die Kontaktverbindung. Gemäß Figur 18 lässt sich dieses Prinzip auch beispielsweise bei einem mehrpoligen Längsstecker mit beidseitig angeordneten Kontaktflächen 94 anwenden. Zwischen den gegenüberliegenden Kontaktflächen 94 liegen Pads 96, die jeweils mit einer Kontaktfläche 94 elektrisch leitend verbunden sind.
Für die beschriebenen Messwertgeber 80 werden zur Herstellung lediglich bekannte Technologien und Herstellprozesse verwendet. Eine wesentliche Neuerung der Anschlusseinheit 80 für die Druckmesszelle 20 bildet einerseits die von Ausnehmungen wie Bohrungen 31 oder Durchbrüche 74 gebildeten Leitkleber- depots sowie die mit diesen zusammenwirkenden Kontaktbleche 62', 63', welche
Bestandteile des Steckers 60 sind. Auch andere Formen der Ausnehmung(en) sind denkbar. In den Ausführungsbeispielen wird nun nicht eine elektrische Verbindung zwischen Druckmesszelle 20 und Stecker 60 über Bonden hergestellt, sondern durch Verwendung des Leitklebers 40. Dieser Leitkleber 40 ist bei- spielsweise aus der Hybridfertigung durch das Leitkleben elektrischer Bauteile
auf ein Keramiksubstrat bekannt. Der Stecker 60 ist als Vierfach-Innen-Segment- Stecker ausgeführt und wird wegen der geringen Abmessungen als Miniaturstecker bezeichnet. Die Art der Steckverbindung eignet sich insbesondere deshalb, weil über die Kontaktbleche 63, 63' ein Schiebekontakt gebildet wird. Dies be- deutet, dass bei der Montage des nicht gezeigten Gegensteckers die Kontaktpartner, hier die Kontaktbleche 63, 63' des Steckers 60, gegeneinander verschoben werden und so eventuell vorhandene Schmutzpartikel weggeschoben werden. Dies ist insbesondere im Austauschfall wichtig. Dank der segmentförmigen Struktur der Kontaktbleche 62, 62' wird auch eine größere Verdrehung von Ste- cker 60, 60' zum Gegenstecker ermöglicht. Dies ist insbesondere deshalb notwendig, da die Ventile, beispielsweise Magnetventile, mit relativ großer Verdrehtoleranz eingestemmt werden. Auch in axialer Richtung ist ebenfalls ein größerer Toleranzbereich durch diesen Stecker 60, 60' gegeben.
Auf den Polkern 10 eines Magnetventils wird die Druckmesszelle 20 laserverschweißt. Auf diese Druckmesszelle 20 wird die Kontaktbrücke 30 mittels Klebefläche 34 und Gegenstück, nämlich dem Bund 23, mit dem Kleber 50 fixiert. Die Kontaktbrücke 30 ist als einfaches Spritzgießteil ausgeführt. Die radiale Position zwischen Druckmesszelle 20 und Kontaktbrücke 30 wird durch Nase 25 und Nut 35 eindeutig festgelegt. Die vier Bohrungen 31 bilden, gefüllt mit dem Leitkleber
40, ein Leitkleberdepot. Durch die in der Mitte der Kontaktbrücke 30 liegende Bohrung 36, welche auch als Entlüftungsbohrung dient, wird verhindert, dass das Leitkleberdepot während der Kleberaushärtung zu Blasenbildung führt. Der Stecker 60 wird über die Bohrung 64 und die Steckerzentrierung 32 lagezentriert und mit dem Kleber 50 fixiert. Die Kontaktbleche 62 sind im Stecker 60 fest verankert, beispielsweise durch verklemmende seitliche Nasen im Steg 65. Die Enden der Kontaktbleche 63 tauchen dabei in das Leitkleberdepot ein.
Der sogenannte Vier-Segment-Innen-Stecker 60 besitzt den Fangzapfen 66, um damit einen nicht dargestellten Gegenstecker so zu zentrieren, dass eine Steckverbindung ermöglicht wird. über das Gebilde wird noch die Schutzhülse 70 ü- bergeschoben und mit dem Polkern 10 laserverschweißt. Diese Schutzhülse 70 aus Stahl soll den Messwertgeber 80 mechanisch gegen Beschädigungen schützen und auch einen Berührschutz (elektrischer ESD-Schutz) sicherstellen. Die Messbrücke 21 auf der Druckmesszelle 20 ist gegen höhere Spannungen nur
durch die Schutzhülse 70 im Sinne eines ausreichenden Berührschutzes abgesichert. Durch die zweigeteilte Ausführung von Kontaktbrücke 30 und Stecker 60 ist das Leitkleberdepot während der Herstellung gut zugänglich und überprüfbar.
Auch bei dem zweiten, einteiligen Ausführungsbeispiel wird auf den Polkern 10 eines Magnetventils die Druckmesszelle 20 laserverschweißt 26. Nun wird unmittelbar auf die Druckmesszelle 20 der Stecker 60' aufgesetzt. Dieser besteht aus einem Einfach-Spritzteil. Die Dichtringflächen 67 werden auf die Kontaktflächen 24 der Druckmesszelle 20 aufgepresst. Die Verbindung von Segment- Stecker 60' und Druckmesszelle 20 wird durch eine Presspassung 61 und durch klebende
Verbindung der Auflagefläche 68' mit dem Bund 23 der Druckmesszelle 20 erreicht. Die radiale Position zwischen Stecker 60' und Druckmesszelle 20 wird durch Nase 25 und Nut 69' eindeutig festgelegt. Die vier Durchbrüche 74 bilden, gefüllt mit dem Leitkleber 40, ein Leitkleberdepot. Die Kontaktbleche 62' sind im Stecker 60' fest verankert, beispielsweise durch klemmende seitliche Nasen im
Steg 65'. Die Kontaktblechenden 63 tauchen dabei in das Leitkleberdepot 40 ein. Der Vier-Segment-Innen-Stecker 60' besitzt ebenfalls den Fangzapfen 66', um den nicht dargestellten Gegenstecker so zu zentrieren, dass eine toleranzüberbrückende Steckverbindung ermöglicht wird. über das Gebilde wird noch die Schutzhülse 70 übergeschoben und mit dem Polkern 10 laserverschweißt 71.
Diese Schutzhülse 70 aus Stahl soll wiederum den Messwertgeber 80 mechanisch gegen Beschädigungen schützen und auch einen Berührschutz (ESD- Schutz) sicherstellen.
Bei der Fertigung und auch im Tauschfall wird eine nicht dargestellte Steuereinheit mit den Spulen über den Messwertgeber 80 gefügt und könnte diesen beschädigen. Durch die innen liegenden Kontaktbleche 62 des Steckers 60' in Verbindung mit der hochgezogenen Schutzhülse 70 wird jedoch eine direkte Berührung vermieden. Dies ist insbesondere wichtig, da die Druckmesszelle 20 schon bei relativ niedrigen Spannungsimpulsen beschädigt werden kann. Die hochgezogene metallische Schutzhülse 70 kann die ESD-Pulse nach Masse ableiten. Dank der segmentförmigen Kontaktbleche 62' dürfen Stecker 60' und Gegenstecker um einen definierten Winkelbereich verdreht eingebaut werden, ohne dass die Kontaktierung darunter leidet.
Besonders vorteilhaft bei der Kontaktierung der Enden des Kontaktblechs 62, 63' mit dem Leitkleberdepot ist eine federnde Ausgestaltung der Kontaktmittel 90. Dies kann beispielsweise bei dem Ausführungsbeispiel nach Figur 17 so erreicht werden, dass die Kontaktmittel 90 eine Z-förmige Biegestruktur aufweist. Da- durch entsteht einerseits ein federnder Bereich 92. Der erste Biegebereich liegt hierbei auf einer ersten Schulter auf, während der sich an den federnden Bereich 92 anschließende Bereich mit dem Leitkleber 40 in Kontakt kommt. Durch diese federnde Anordnung der Stromschiene 90 lässt sich ein Längenausgleich erreichen, sodass temperaturabhängiges Ausdehnungsverhalten kompensiert werden kann. Dadurch minimieren sich die Kräfte auf die elektrische Verbindung.
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