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Title:
CONSTRUCTION MACHINE HAVING AN ON-BOARD COMPUTER AND A DIGITAL LOGBOOK, AND METHOD FOR DOCUMENTING THE WORKING OPERATION OF A CONSTRUCTION MACHINE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/019416
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a self-propelled construction machine (1), in particular a road milling machine, a recycler or a stabilizer, having a machine frame (3), a drive device (4), a chassis (6) which is driven by the drive device (4) and supports the machine frame (3), a working device (9), an operating point (21) and an on-board computer (12), wherein the on-board computer (12) is designed to create a digital logbook during and over the operation of the construction machine (1) in such a manner that the on-board computer (12) captures data relevant to the work and/or the machine, assigns said data to the particular working day and stores said data. The invention also relates to a method (16) for documenting the working operation of a self-propelled construction machine (1) in a digital logbook, having the following steps which are carried out by an on-board computer (12): capturing (17) data which are relevant to the work and/or the machine, assigning (18) the data to the particular working day and storing (19) the data.

Inventors:
GERHARDY, Michael (Gartenstrasse 5, Fronhofen, 55471, DE)
HOFFMANN, Andre (Kappellenweg 6, Gondershausen, 56283, DE)
Application Number:
EP2017/000899
Publication Date:
February 01, 2018
Filing Date:
July 25, 2017
Export Citation:
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Assignee:
BOMAG GMBH (Hellerwald, Boppard, 56154, DE)
International Classes:
E01C19/00; E01C23/00; G06Q10/06; G07C5/08
Attorney, Agent or Firm:
HEIDLER, Philipp (LANG & TOMERIUS, Rosa-Bavarese-Str. 5, München, 80639, DE)
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Claims:
PATENTANSPRÜCHE

1. Selbstfahrende Baumaschine (1), insbesondere Straßenfräse, Recycler oder Stabilisierer, mit einem Maschinenrahmen (3),

einer Antriebseinrichtung (4),

einem von der Antriebseinrichtung (4) angetriebenen und den Maschinenrahmen (3) tragenden Fahrwerk (6),

einer Arbeitseinrichtung (9),

einer Bedienstelle (21) und

einem Bordcomputer (12),

dadurch gekennzeichnet,

dass der Bordcomputer (12) dazu ausgebildet ist, während und über den Betrieb der Baumaschine (1) ein digitales Logbuch zu erstellen, derart, dass der Bordcomputer (12) arbeits- und/oder maschinenrelevante Daten erfasst, dem jeweiligen Arbeitstag zuordnet und speichert.

Selbstfahrende Baumaschine (1) nach Anspruch 1,

dadurch gekennzeichnet,

dass die arbeits- und/oder maschinenrelevanten Daten wenigstens eine der folgenden Bau Stellendaten umfassen:

Bearbeitete und unbearbeitete Flächenabschnitte und/oder Gesamtfläche der Baustelle,

Eigenschaften des Bodenmaterials,

Bilder von an der Baumaschine (1) angeordneten Kameras,

Anzahl und/oder Art der Hilfsfahrzeuge, beispielsweise Transportfahrzeuge, und/oder verwendete Nummernschilder.

Selbstfahrende Baumaschine (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet,

dass die arbeits- und/oder maschinenrelevanten Daten wenigstens eine der folgenden Dispo sitionsdaten umfassen:

Kenndaten der Baustelle,

Navigationsdaten, insbesondere GPS-Koordinaten,

Arbeitsbeginn,

Arbeitsdauer,

Arbeitsende und/oder

Identität des Fahrers.

4. Selbstfahrende Baumaschine (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet,

dass die arbeits- und/oder maschinenrelevanten Daten wenigstens eine der folgenden Maschinendaten umfassen:

Kraftstoffverbrauch,

Wasserverbrauch,

Öltemperatur,

Hydraulikflüssigkeitstemperatur,

Motorauslastung,

Fehlermeldungen,

Messwerte von an der Baumaschine (1) angeordneten Sensoren (20),

Betriebsstunden der Arbeitseinrichtung (9),

Verschleiß,

neu eingebaute und/oder ausgetauschte Bauteile und/oder

Betriebsstunden der Baumaschine (1).

5. Selbstfahrende Baumaschine (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 4,

dadurch gekennzeichnet,

dass die von den arbeits- und/oder maschinenrelevanten Daten umfassten Baustellendaten und/oder Dispositionsdaten und/oder Maschinendaten vom Bordcomputer (12) über an der Baumaschine (1) angeordnete Sensoren (20) kontinuierlich und/oder nach einem Zeitintervall getaktet erfasst werden.

Selbstfahrende Baumaschine (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,

dass die arbeits- und/oder masch inen relevanten Daten vom Fahrer der Baumaschine (1) manuell eingetragene Fahrereinträge umfassen, wobei die Fahrereinträge insbesondere wenigstens eine der folgenden Daten umfassen:

Arbeitspausen,

Wassertankbefüllung,

Tre i bstofftan kbef ü 11 u ng,

durchgeführte Fahrten,

Notizen,

Digitalfotos und/oder -Videos und/oder

Einbau von Ersatzteilen.

Selbstfahrende Baumaschine (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet,

dass der Bordcomputer (12) zur kabelgebundenen und/oder kabellosen Kommunikation mit einer zentralen Servereinrichtung (13) ausgebildet ist und das digitale Logbuch an diese überträgt.

Selbstfahrende Baumaschine (1) nach Anspruch 7,

dadurch gekennzeichnet,

dass der Bordcomputer (12) zum Empfang von im digitalen Logbuch vorgenommenen Änderungen von der zentralen Servereinrichtung (13) ausgebildet ist, wobei der Bordcomputer (12) dazu ausgebildet ist, die Änderungen in das von ihm gespeicherte digitale Logbuch zu übernehmen.

Selbstfahrende Baumaschine (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet,

dass der Bordcomputer (12) zum Speichern und/oder Einlesen von fahrerspezifischen Daten, insbesondere die Identität des Fahrers, ausgebildet ist, die in das digitale Logbuch übernommen werden, wenn der entsprechende Fahrer sich am Bordcomputer (12) anmeldet.

10. Selbstfahrende Baumaschine (1) nach Anspruch 9,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Anmeldung des Fahrers kabellos über eine vom Fahrer mitgeführte mobile Steuereinrichtung (14), insbesondere Smartphone, Tablet-Computer oder RFI D-Chip, erfolgt.

11. Selbstfahrende Baumaschine (1) nach einem der Ansprüche 9 oder 10,

dadurch gekennzeichnet,

dass bei der Anmeldung personalisierte Einstellungen des Fahrers für das digitale Logbuch und/oder den Bordcomputer (12) übernommen werden.

12. Selbstfahrende Baumaschine (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet,

dass der Bordcomputer (12) zur Anzeige des digitalen Logbuches ausgebildet ist und/oder mit einer Anzeigevorrichtung (15), insbesondere kabellos mit der mobilen Steuereinrichtung (14), verbunden ist, die zur Anzeige des digitalen Logbuches ausgebildet ist.

13. Verfahren (16) zur Dokumentation des Arbeitsbetriebes einer selbstfahrenden Baumaschine (1), insbesondere gemäß der vorhergehenden Ansprüche, in einem digitalen Logbuch, gekennzeichnet durch die von einem Bordcomputer (12) durchgeführten Schritte: a) Erfassen (17) von arbeits- und/oder maschinenrelevanten Daten,

b) Zuordnen (18) der Daten zu dem jeweiligen Arbeitstag und

c) Speichern (19) der Daten.

14. Verfahren (16) gemäß Anspruch 13,

g e k e n n z e i c h n e t durch wenigstens einen der weiteren vom Bordcomputer (12) durchgeführten Schritte:

d) Identifizieren (22) des Fahrers anhand seiner Anmeldung,

e) Übernahme (23) von fahrerspezifischen Benutzereinstellungen,

f) Übertragen (24) des digitalen Logbuches an eine zentrale Servereinrichtung (13), g) Empfangen (25) des digitalen Logbuches von einer zentralen Servereinrichtung (13) und Einpflegen (26) von Änderungen in das auf dem Bordcomputer (12) gespeicherte digitale Logbuch und/oder

h) Anzeigen (27) des digitalen Logbuches und/oder Übertragen (28), insbesondere kabellos, des digitalen Logbuches an eine Anzeigevorrichtung (15) zur Anzeige, insbesondere eine mobile Steuereinrichtung (14).

Description:
BAUMASCHINE MIT BORDCOMPUTER UND DIGITALEM LOGBUCH SOWIE VERFAHREN ZUR DOKUMENTATION DES ARBEITSBETRIEBES EINER BAUMASCHINE

[0001 ] Die Erfindung betrifft eine selbstfahrende Baumaschine, insbesondere eine Straßenfräse, einen Recycler oder einen Stabilisierer. Darüber hinaus betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Dokumentation des Arbeitsbetriebes einer selbstfahrenden Baumaschine in einem digitalen Logbuch.

[0002] Gattungsgemäße selbstfahrende Baumaschinen weisen typischerweise einen Maschinenrahmen und eine Antriebseinrichtung, die üblicherweise ein Dieselverbrennungsmotor ist, auf. Darüber hinaus umfassen sie typischerweise ein von der Antriebseinrichtung angetriebenes und den Maschinenrahmen tragendes Fahrwerk sowie eine Arbeitseinrichtung. Sie sind also häufig selbstfahrend. Zur Bedienung durch einen Fahrer weisen Baumaschinen normalerweise eine Bedienstelle, insbesondere in einem Fahrerstand angeordnet, und einen Bordcomputer auf. Ein Bordcomputer bezeichnet eine elektronische Datenverarbeitungsanlage. Baumaschinen der gattungsgemäßen Art werden üblicherweise im Asphalt-, Straßen-, Erd- oder Wegebau eingesetzt. So können die gattungsgemäßen selbstfahrenden Baumaschinen insbesondere als Straßenfräse, Recycler oder Stabilisierer ausgebildet sein, bei denen die Arbeitseinrichtung beispielsweise eine Fräswalze ist. Diese Fräswalze wird im Arbeitsbetrieb um eine quer zu einer Arbeitsrichtung liegenden Rotationsachse rotiert und trägt mit auf dem Außenmantel der Fräswalze angeordneten Fräswerkzeugen kontinuierlich Bodenmaterial ab, während sich die selbstfahrende Baumaschine in Arbeitsrichtung über den Boden bewegt. Derartige gattungsgemäße Baumaschine sind beispielsweise aus der DE 10 2015 007 562 A1 bekannt. Die gattungsgemäße selbstfahrende Baumaschine kann alternativ beispielsweise als Bodenverdichtungswalze, beispielsweise Tandemwalze oder Walzenzug, ausgebildet sein. In diesem Fall ist die Arbeitseinrichtung üblicherweise eine Walzen bandage, die von der selbstfahrenden Baumaschine über den Boden geführt wird und diesen verdichtet. Dafür kann die Walzenbandage beispielsweise ebenfalls mit einer Schwingung bzw. Vibration beaufschlagt werden, um den Verdichtungsvorgang des Bodens zu unterstützen. Eine derartige selbstfahrende Baumaschine des Standes der Technik ist beispielsweise aus der DE 10 2014 018 457 A1 bekannt. Darüber hinaus ist es möglich, dass die selbstfahrende Baumaschine als Straßenfertiger ausgebildet ist, dessen Arbeitseinrichtung typischerweise eine Einbaubohle ist, mit der Einbaugut (beispielsweise Asphalt) über eine Arbeitsbreite verteilt, geglättet und vorverdichtet wird. Derartige Straßenfertiger werden typischerweise zum Einbau von Tragschichten für Straßen verwendet. Eine derartige selbstfahrende Baumaschine ist beispielsweise aus der DE 10 2013 000 788 A1 bekannt.

[0003] Im Betrieb selbstfahrender Baumaschinen nimmt eine umfassende, detaillierte und kontinuierliche Dokumentation der Arbeitsvorgänge einen immer höheren Stellenwert ein. Eine lückenlose Dokumentation ist allerdings oftmals mit erhöhtem Aufwand für den Fahrer der selbstfahrenden Baumaschine verbunden. Gleichzeitig mit den steigenden Anforderungen an die Dokumentation wird allerdings auch immer mehr Wert auf eine Entlastung des Fahrers und damit verbundenen erhöhten Bedienkomfort der Baumaschinen gelegt, damit der Fahrer seine Aufmerksamkeit möglichst ungeteilt auf die tatsächliche Steuerung der Baumaschine im Arbeitsbetrieb richten kann und nicht von Dokumentationstätigkeiten in Anspruch genommen und abgelenkt wird. Es besteht daher ein Bedürfnis, im Spannungsfeld zwischen möglichst lückenloser Dokumentation und Arbeitsentlastung des Fahrers einen möglichst wirtschaftlichen Mittelweg zu finden. Die Dokumentation des Betriebes einer selbstfahrenden Baumaschine ist insbesondere dann besonders wichtig, wenn mehrere solcher Baumaschinen eingesetzt werden und die Arbeitsabläufe einer ganzen Flotte dokumentiert und ausgewertet werden sollen, beispielsweise zum Nachweis geleisteter Arbeiten etc.

[0004] Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die Dokumentation des Arbeitsvorganges einer selbstfahrenden Baumaschine zu verbessern und gleichzeitig den Fahrer nach Möglichkeit von Tätigkeiten im Zusammenhang mit der Dokumentation zu entlasten. Insgesamt ist es daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die Wirtschaftlichkeit des Betriebs einer selbstfahrenden Baumaschine zu erhöhen.

[0005] Die Lösung gelingt mit einer selbstfahrenden Baumaschine bzw. einem Verfahren gemäß den unabhängigen Ansprüchen. Bevorzugte Weiterbildungen sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.

[0006] Konkret gelingt die Lösung bei einer eingangs genannten selbstfahrenden Baumaschine dadurch, dass der Bordcomputer dazu ausgebildet ist, während und über den Betrieb der Baumaschine ein digitales Logbuch zu erstellen, derart, dass der Bordcomputer arbeits- und/oder maschinenrelevante Daten erfasst, dem jeweiligen Arbeitstag zuordnet und speichert. Der Bordcomputer umfasst somit entsprechende Programme, die eine Verarbeitung und entsprechende Hinterlegung der nachstehend noch weiter erläuterten Daten ermöglicht. Ferner ist wenigstens eine Schnittstelle vorhanden, über der die Bordcomputer entsprechende arbeits- und/oder maschinenrelevante Daten erhält, beispielsweise von geeigneten Sensoren der Baumaschine. Schließlich weist der Bordcomputer wenigstens eine Speichereinheit auf, die zur wenigstens übergangsweisen Speicherung der der arbeits- und/oder maschinenrelevanten Daten ausgebildet ist. Der Bordcomputer befindet sich beispielsweise an der Bedienstelle, insbesondere im Fahrerstand, der Baumaschine und umfasst beispielsweise eine Anzeigevorrichtung, insbesondere ein Bildschirm, speziell ein Touchscreen, und eine Eingabevorrichtung, insbesondere eine Tastatur, ein Touchscreen oder ähnliches, durch die der Bordcomputer dem Fahrer der Baumaschine Informationen anzeigen und von diesem empfangen kann. Der Bordcomputer erfasst arbeits- und/oder masch inen relevante Daten selbstständig und/oder bekommt diese vom Fahrer manuell eingegeben. Aus diesen Daten erstellt der Bordcomputer ein sogenanntes digitales Logbuch, also eine zentrale Sammelstelle für, insbesondere sämtliche, vom Bordcomputer er- fassten Daten, sowohl diejenigen, die der Bordcomputer selbsttätig erfasst, als auch diejenigen, die ihm vom Fahrer der Baumaschinen eingegeben werden. Erfindungsgemäß ist das digitale Logbuch über den Betrieb der Baumaschine in der Form eines Kalenders ausgebildet, so dass sämtliche er- fasste Daten zusammen für den jeweiligen Tag, an dem sie erfasst wurden, im digitalen Logbuch hinterlegt werden. Insbesondere werden die Daten nicht nur dem Kalendertag, sondern bevorzugt auch der genauen Uhrzeit zugeordnet und zusammen mit dieser gespeichert. Die erfassten Daten werden also mit dem Datum, sprich dem Kalendertag und insbesondere der Uhrzeit, der Erfassung verknüpft und nach Kalendertag geordnet in der Sammelstelle, sprich dem digitalen Logbuch, gespeichert. Es ist daher erfindungsgemäß möglich, sämtliche Vorgänge eines Arbeitstages, inklusive manueller Eingaben des Fahrers, im digitalen Logbuch nachzuvollziehen. Durch das zumindest teilweise automatische Erfassen der arbeits- und/oder maschinenrelevanten Daten durch den Bordcomputer und deren automatische Zuordnung zum jeweiligen Kalendertag wird der Fahrer der Baumaschine erheblich vom Arbeitsaufwand des manuellen Führens eines derartigen Logbuches entlastet. Der Fahrer hat dadurch mehr Zeit, sich auf seine tatsächliche Arbeit, nämlich die Steuerung der Baumaschine im Arbeitsbetrieb, zu konzentrieren.

[0007] Grundsätzlich können die arbeits- und/oder maschinenrelevanten Daten sämtliche Daten umfassen, die für den Betrieb der selbstfahrenden Baumaschine relevant sind. So ist es beispielsweise bevorzugt, dass die arbeits- und/oder maschinenrelevanten Daten wenigstens eine der folgenden Baustellendaten umfassen:

bearbeitete und unbearbeitete Flächenabschnitte der Baustelle und/oder die bearbeitete und unbearbeitete Gesamtfläche der Baustelle, Eigenschaften des Bodenmaterials, Bilder von an der Baumaschine angeordneten Kameras, Anzahl und/oder Art der Hilfsfahrzeuge, beispielsweise Transportfahrzeuge, und/oder verwendete Nummernschilder oder sonstige Identifikationsmittel. Die Baustellendaten umfassen also beispielsweise, welche Flächenabschnitte bzw. welche Gesamtflächen der Baustelle vor, während und nach des jeweiligen Kalendertages bearbeitet und/oder unbearbeitet sind, so dass sich hierdurch der Fortschritt bezogen auf die zu bearbeitenden Flächen ablesen lässt. Dies kann insbesondere GPS-basiert erfolgen. Zu den Eigenschaften des Bodenmaterials zählt beispielsweise, welches Bodenmaterial am jeweiligen Kalendertag bearbeitet wurde, beispielsweise Asphalt, Beton oder Erde, sowie beispielsweise die Bodensteifigkeit des Boden materials vor und nach der Bearbeitung, die Menge des abgetragenen Bodenmaterials sowie die Menge des eingebauten Bodenmaterials bzw. Einbaugutes. Ebenfalls können Bilder von wenigstens einer an der Baumaschine angeordneten Kamera mit im digitalen Logbuch hinterlegt werden, um die Baustelle visuell zu dokumentieren. Diese Bilder können entweder kontinuierlich oder in vorgegebenen Zeitintervallen regelmäßig angefertigt werden. Darüber hinaus ist es ebenfalls möglich, eine manuelle Auslösung durch den Fahrer vorzusehen, bei der ein Bild einer speziellen Kamera oder sämtlicher an der Baumaschinen vorgesehenen Kameras im digitalen Logbuch hinterlegt wird. Zur Anzahl und/oder Art der Hilfsfahrzeuge kann ebenfalls zählen, wie viele Fahrten der Hilfsfahrzeuge am jeweiligen Kalendertag notwendig waren, sowie der Füllzustand der Hilfsfahrzeuge. Die verwendeten Nummernschilder können sich sowohl auf die Hilfsfahrzeuge als auch auf die selbstfahrende Baumaschine selbst beziehen, um auch hier einen möglichst umfassenden Überblick über den Ablauf des jeweiligen Kalendertages zu geben.

[0008] Es ist weiter bevorzugt, dass die arbeits- und/oder maschinenrelevanten Daten wenigstens eine der folgenden Dispositionsdaten umfassen:

Kenndaten der Baustelle, Navigationsdaten, insbesondere GPS-Koordinaten, Arbeitsbeginn, Arbeitsdauer, Arbeitsende und/oder Identität des Fahrers. Die Kenndaten der Baustelle umfassen beispielsweise den Namen der jeweiligen Baustelle bzw. eine Identifikationsnummer, den Baustellen betreiber und/oder den Auftraggeber. Die Navigationsdaten umfassen einerseits Positionsdaten der Baumaschine, also wo diese sich befindet, als auch Bewegungsdaten, also von wo nach wo sich die Baumaschine am jeweiligen Kalendertag bewegt. Der Arbeitsbeginn und das Arbeitsende wird zweckmäßigerweise in Uhrzeiten, sprich als Zeitpunkt, angegeben, während die Arbeitsdauer als Zeitspanne, beispielsweise in Stunden, angegeben werden kann. Bei der Angabe der Arbeitsdauer kann eine eventuell vom Fahrer angegebene Arbeitspause ebenfalls berücksichtigt werden. Die Identität des Fahrers kann entweder dessen Namen, einen selbstgewählten Namen, oder beispielsweise eine Identifikationsnummer umfassen. Wichtig ist hier, dass auch im Nachhinein genau nachvollzogen werden kann, welcher Fahrer am jeweiligen Kalendertag die Baumaschine gesteuert hat.

[0009] Besonders wertvoll ist das digitale Logbuch gemäß der Erfindung dann, wenn gemäß einer bevorzugten Ausführungsform die arbeits- und/oder maschinenrelevanten Daten wenigstens eine der folgenden Maschinendaten umfassen:

Kraftstoffverbrauch, Wasserverbrauch, Öltemperatur, Hydraulikflüssigkeitstemperatur, Motorauslastung, Fehlermeldungen, Messwerte von an der Baumaschine angeordneten Sensoren, Betriebsstunden der Arbeitseinrichtung, Verschleiß, neu eingebaute und/oder ausgetauschte Bauteile und/oder Betriebsstunden der Baumaschine. Wasser wird beispielsweise bei Bodenverdichtungswalzen eingesetzt, um die Walzen bandagen zu benetzen und so ein Anhaften von Bodenmaterial an den Walzebandagen zu minimieren. Die Öltemperatur bezieht sich beispielsweise auf die Temperatur eines Schmieröls. Die Fehlermeldungen werden beispielsweise ebenfalls vom Bordcomputer generiert und beziehen sich sowohl auf Fehlermeldungen von Software des Bordcomputers als auch auf Fehlermeldungen von Hardware-Komponenten der selbstfahrenden Baumaschine. Auch diese werden automatisch vom Bordcomputer dem Kalendertag zugeordnet und im digitalen Logbuch hinterlegt. Auch kann erfasst werden, wie der Bediener auf aktuelle Fehlermeldungen reagiert, ob er beispielsweise aufgrund der Fehlermeldung die Baumaschine stoppt, Teile prüft und/oder auswechselt etc. Der Verschleiß bezieht sich sowohl auf den Verschleiß der Arbeitseinrichtung, beispielsweise den Verschleiß von Fräswerkzeugen auf einer Fräswalze, als auch auf den Verschleiß von weiteren Komponenten der selbstfahrenden Baumaschine, wie beispielsweise Getrieben und/oder Gelenken und/oder Lagern, beispielsweise Fahrlagern. Es ist möglich, in der Art eines Countdowns eine durchschnittliche Lebensdauer für beispielsweise ein Verschleißteil festzulegen. Ist der Countdown abgelaufen, erfolgt eine Anzeige an den Bediener. Der Countdown kann beispielsweise gestartet werden, wenn ein Verschleißteil ausgewechselt worden ist. Darüber hinaus kann die selbstfahrende Baumaschine derart ausgebildet sein, dass sie neu eingebaute und/oder ausgetauschte Bauteile selbstständig erkennt und besonders bevorzugt dann auch den Countdown selbsttätig startet oder zur Aufgabe einer zu erwartenden Laufzeit auffordert. Auch der Einbau eines automatisch erkannten Bauteiles wird somit bevorzugt im digitalen Logbuch hinterlegt.

[0010] Die Erfassung der arbeits- und/oder maschinenrelevanten Daten durch den Bordcomputer entlastet den Fahrer der Baumaschine besonders dann, wenn die Erfassung selbsttätig durch den Bordcomputer, sprich automatisch, erfolgt. Es ist daher bevorzugt, dass die von den arbeits- und maschinenrelevanten Daten umfassten Baustellendaten und/oder Dispositionsdaten und/oder Maschi- nendaten vom Bordcomputer über an der Baumaschine angeordnete Sensoren kontinuierlich und/oder nach einem Zeitintervall getaktet erfasst werden. Die genannten Daten werden also über Sensoren erfasst und an den Bordcomputer weitergeleitet, der diese entweder kontinuierlich oder in zeitlichen Abständen voneinander jeweils punktuell im digitalen Logbuch speichert. Beispielsweise können die Daten minütlich, alle 15 Minuten, halbstündlich oder stündlich vom Bordcomputer über die Sensoren erfasst und gespeichert werden. Bei einer kontinuierlichen Aufzeichnung oder der Verwendung von sehr kurzen Zeitintervallen ist eine lückenlose Auswertung des jeweiligen Arbeitstages der Baumaschine möglich. Für die automatisch erfassten arbeits- und/oder maschinenrelevanten Daten ist es möglich, dass ab Werk ein Katalog möglicher arbeits- und/oder masch inen relevanter Daten vorgegeben wird. Der Katalog ist entweder fix oder kann bevorzugt individuell angepasst werden. Dies bedeutet, dass es möglich ist, eine Auswahl aus den verfügbaren automatisch erfassbaren arbeits- und/oder maschinenrelevanten Daten zu treffen, die im digitalen Logbuch hinterlegt werden sollen. Besonders bevorzugt ist es dabei, wenn das Aufzeichnen der Daten derart erfolgt, dass bestimmte arbeits- und/oder maschinenrelevante Daten immer aufgezeichnet werden und diese Aufzeichnung auch nicht vom Bediener unterbunden werden kann. Dies betrifft insbesondere Maschinendaten. Eine Auswahlmöglichkeit aus möglichen Dispositionsdaten ist dagegen bevorzugt, um einerseits die für den jeweiligen Arbeitsprozess sinnvollen und für den Arbeitsnachweis erforderlichen Daten aufzuzeichnen und andererseits die zu hinterlegende Datenmenge möglichst gering zu halten.

[0011 ] Um die Flexibilität des digitalen Logbuches weiter zu erhöhen, ist es bevorzugt, dass die arbeits- und/oder maschinenrelevanten Daten vom Fahrer der Baumaschine manuell eingetragene Fahrereinträge umfassen, wobei die Fahrereinträge insbesondere wenigstens eine der folgenden Daten umfassen:

Arbeitspausen, Wassertankbefüllung, Treibstofftankbefüllung, durchgeführte Fahrten, Notizen, Digitalfotos und/oder -Videos und/oder Einbau von Ersatzteilen. Die Einträge zu Arbeitspausen umfassen insbesondere deren Beginn, Ende und/oder Dauer, wobei die Dauer auch automatisch aus dem Beginn und Ende errechnet werden kann. Die Daten zur Wasser- und Treibstofftankbefüllung können beispielsweise den Zeitpunkt und die Menge der jeweiligen Befüllung umfassen. Zu durchgeführten Fahrten kann sowohl deren Start als auch Endpunkt, als auch der Grund für die Fahrt erfasst werden. Digitalphotos und/oder -Videos, die der Fahrer beispielsweise mit einer von der Baumaschine separaten Kamera, beispielsweise einer Handykamera, aufnimmt, können vom Fahrer ebenfalls über eine geeignete Schnittstelle, beispielsweise eine kabelgebundene oder kabellose Schnittstelle, beispielsweise WLAN oder ein USB-Port, in den Bordcomputer eingegeben werden und werden ebenfalls von diesem am entsprechenden Kalendertag im digitalen Logbuch hinterlegt. Insbesondere durch die Hinterlegung von mit externen Kameras aufgenommenen Digitalfotos ist es dem Fahrer möglich, spezielle Umstände auf der Baustelle am jeweiligen Kalendertag besonders detailliert zu erfassen. Der Einbau von Ersatzteilen kann vom Fahrer auch dann in den Bordcomputer eingegeben werden, wenn die Ersatzteile nicht automatisch von der Baumaschine erkannt werden. Auf diese Weise lässt sich beispielsweise auch im Nachhinein die Haltbarkeit der Ersatzteile feststellen, da eine zuverlässige Eintragung des Einbaus des Ersatzteiles an dem jeweiligen Kalendertag im digitalen Logbuch gespeichert ist.

[0012] Der Bordcomputer speichert das digitale Logbuch auf einem im Bordcomputer integrierten Speichermedium, beispielsweise einer Festplatte, eine SD-Karte etc. Auf diese Weise kann das digitale Logbuch am Bordcomputer eingesehen und/oder ausgewertet werden. Um eine zentrale Auswertung zu ermöglichen und gleichzeitig den Komfort weiter zu erhöhen, ist es allerdings bevorzugt, dass der Bordcomputer zur kabelgebundenen und/oder kabellosen Kommunikation mit einer zentralen Servereinrichtung ausgebildet ist und das digitale Logbuch bzw. die gespeicherten Daten an diese überträgt. Im Falle einer kabelgebundenen Kommunikation ist an der selbstfahrenden Baumaschine und insbesondere am Bordcomputer ein geeigneter Anschluss vorgesehen, an den die zentrale Servereinrichtung, beispielsweise bei einem Werkstattaufenthalt der selbstfahrenden Baumaschine, anschließbar ist, beispielsweise eine USB-Schnittstelle. Eine kabellose Kommunikation kann beispielsweise über Funk, beispielsweise über UMTS, LTE, WLAN oder Bluetooth erfolgen. So ist es beispielsweise möglich, dass das digitale Logbuch kontinuierlich oder in regelmäßigen Abständen, minütlich, alle 15 Minuten, halbstündlich, stündlich oder alle 3 Stunden an die zentrale Servereinrichtung übertragen wird. Auch eine datenmengenabhängige Übertragung ist möglich, insbesondere um die Speicherkapazitäten des Bordcomputers optimal ausnutzen zu können. Auch kann ergänzend oder alternativ vom Fahrer der Baumaschine eine Übertragung des digitalen Logbuchs an die zentrale Servereinrichtung, insbesondere kabellos, manuell initiiert werden. Auf diese Weise kann der Fahrer der Baumaschine beispielsweise das digitale Logbuch an die zentrale Servereinrichtung übertragen, wenn im digitalen Logbuch ein gerade aufgetretener Fehler der Baumaschine oder der Software der Bordmaschine gespeichert wurde. Auf diese Weise kann die Fehlermeldung direkt an der zentralen Servereinrichtung eingesehen werden, eventuell ergänzt durch eine Notiz des Fahrers der Baumaschine, die das Problem beschreibt. Das kabellose Übertragen kann zudem auch an eine Bedienfunktion geknüpft sein, insbesondere das Abschalten der Baumaschine. Dadurch ist gewährleistet, dass bei beendetem Arbeitsbetrieb abschließend die hinterlegten Daten aus dem digitalen Logbuch aufgerufen und an die zentrale Servereinrichtung übermittelt werden. Darüber hinaus ist es ebenfalls möglich, das digitale Logbuch vom Bordcomputer auf ein Speichermedium, beispielsweise einen USB-Stick, zu exportieren und dieses dann an der zentralen Servereinrichtung vom Speichermedium zu importieren. Durch die Übertragung des digitalen Logbuches an eine zentrale Servereinrichtung kann die Bearbeitung bzw. die Auswertung des digitalen Logbuches an der zentralen Servereinrichtung erfolgen, die beispielsweise mit der entsprechenden Software und/oder einer bedienungsfreundlichen Hardware, ausgestattet ist. Das digitale Logbuch kann an der zentralen Servereinrichtung als Datei, beispielsweise als PDF, oder als Ausdruck verfügbar sein. Beispielsweise könnte das digitale Logbuch auf der zentralen Servereinrichtung auch über ein Webinterface einsehbar sein und ist damit mit dem entsprechenden Login auch von überall aus über einen Internetzugang, beispielsweise am Smartphone, les- und/oder editierbar. Darüber hinaus ist es möglich, die digitalen Logbücher von mehreren selbstfahrenden Baumaschinen in einer zentralen Servereinrichtung zu sammeln und so einen zentralisierten Überblick über den Einsatz der gesamten Baumaschinenflotte zu erhalten. Auf diese Weise ermöglicht die Erfindung das wirtschaftliche Management aller mit der zentralen Servereinrichtung in Verbindung stehenden Baumaschinen.

[0013] Neben einer Auswertung der digitalen Logbücher bzw. des digitalen Logbuches der Baumaschine kann an der zentralen Servereinrichtung auch eine Bearbeitung des digitalen Logbuches erfolgen. So können beispielsweise von zentraler Seite Anmerkungen zu den einzelnen erfassten arbeits- und/oder maschinenrelevanten Daten vorgenommen werden. Damit diese Änderungen ebenfalls auf der Baumaschine zur Verfügung stehen, ist es bevorzugt, dass der Bordcomputer zum Empfang von im digitalen Logbuch vorgenommenen Änderungen von der zentralen Servereinrichtung ausgebildet ist, wobei der Bordcomputer dazu ausgebildet ist, die Änderungen in das von ihm gespeicherte digitale Logbuch zu übernehmen. Das digitale Logbuch der Baumaschine wird dadurch mit den Änderungen, die an der zentralen Servereinrichtung am digitalen Logbuch vorgenommen wurden, aktualisiert. Die Änderungen können dabei nicht nur konkrete Modifizierungen des digitalen Logbuches bzw. des im digitalen Logbuch hinterlegten Daten umfassen, sondern können ebenfalls Hinzufügungen umfassen, wie beispielsweise Mitteilungen an den Fahrer der Baumaschine. Es ist dann beispielsweise möglich, dass der Ankunftszeitpunkt eines Servicetechnikers auf der betroffenen Baustelle in das digitale Logbuch eingetragen wird. Diese Ankunftszeit wird dann ebenfalls als Änderung der zentralen Servereinrichtung an den Bordcomputer der Baumaschine übertragen und von diesem im digitalen Logbuch der Baumaschine hinterlegt. Auf diese Weise wird der Fahrer der Baumaschine über die zentrale Servereinrichtung davon informiert, wann mit dem Eintreffen des Servicetechnikers zu rechnen ist.

[0014] Eine besonders wichtige Information zur Auswertung des Arbeitsbetriebes der Baumaschine ist, welcher Fahrer die Baumaschine am jeweiligen Kalendertag bzw. an einem Abschnitt des jeweili- gen Kalendertages gesteuert hat. Um auch diese Information im digitalen Logbuch zu speichern, ist es bevorzugt, dass der Bordcomputer zum Speichern und/oder Einlesen von fahrerspezifischen Daten, insbesondere der Identität des Fahrers, ausgebildet ist, die in das digitale Logbuch übernommen werden, wenn der entsprechende Fahrer sich am Bordcomputer anmeldet. Beispielsweise kann der Fahrer seinen Namen oder eine ihm zugewiesene Kennung über eine Eingabevorrichtung in den Bordcomputer eingeben, wo diese dem Kalendertag zugeordnet und im digitalen Logbuch gespeichert wird. Ebenfalls wäre es möglich, dass der Fahrer ein Speichermedium, beispielsweise einen USB-Stick, an dem Bordcomputer anschließt, wobei die fahrerspezifischen Daten auf dem Speichermedium hinterlegt sind und vom Bordcomputer ausgelesen werden. Auch biometrische Verfahren zur Fahreridentifikation, insbesondere beispielsweise per Fingerabdruckscanner, sind möglich. Hier kann es vorgesehen sein, dass anschließend zunächst eine Rückfrage des Bordcomputers an die zentrale Servereinrichtung per kabelloser Verbindung erfolgt, mit der die Fahreridentität und/oder Fahrerberechtigung verifiziert wird.

[0015] Besonders komfortabel ist es, wenn die Anmeldung des Fahrers kabellos über eine vom Fahrer mitgeführte mobile Steuereinrichtung, insbesondere Smartphone, Tablet-Computer oder RFID- Chip, erfolgt. Die Anmeldedaten können beispielsweise über WLAN, Bluetooth oder eine Infrarotschnittstelle übertragen werden. Die fahrerspezifischen Daten sind also auf der mobilen Steuereinrichtung hinterlegt, wobei der Bordcomputer zum kabellosen Auslesen der fahrerspezifischen Daten aus der mobilen Steuereinrichtung ausgebildet ist. Hat der Bordcomputer die fahrerspezifischen Daten aus der mobilen Steuereinrichtung ausgelesen, so speichert er diese als zum entsprechenden Kalendertag gehörig im digitalen Logbuch. Insbesondere ist die Baumaschine derart ausgebildet, dass ein Starten und/oder ein Steuern der selbstfahrenden Baumaschine nur möglich ist, wenn ein Fahrer auf die beschriebene Art und Weise an der Baumaschine bzw. am Bordcomputer angemeldet ist. Eine Abmeldung des Fahrers erfolgt beispielsweise durch das Abschalten der selbstfahrenden Baumaschine und/oder kann vom Fahrer selbst durchgeführt werden. Durch die kabellose Anmeldung über eine vom Fahrer mitgeführte mobile Steuereinrichtung muss der Fahrer der selbstfahrenden Baumaschine zur Anmeldung nichts weiter unternehmen als die mobile Steuereinrichtung in die Nähe des Bordcomputers zu bringen, was diese Ausbildungsform besonders komfortabel macht. Es ist dabei auch möglich, dass mit dem vorstehenden Ansatz fahrerspezifische Profile übertragen und an der Baumaschine dargestellt werden, beispielsweise betreffend den Inhalt und die Anordnung von Anzeigen in Anzeigebildschirmen, Sitzeinstellungen etc.

[0016] Das digitale Logbuch kann bevorzugt vom Fahrer durch die Veränderung von Einstellungen an seine persönlichen Bedürfnisse bzw. Präferenzen angepasst werden. So ist es möglich, die Anzeige des digitalen Logbuches am Bordcomputer derart anzupassen, dass genau diejenigen Daten angezeigt werden, die den Fahrer der Baumaschine interessieren. Auch die grundlegende optische Erscheinungsform des digitalen Logbuches kann somit vom Fahrer personalisiert werden. Dies gilt ebenfalls für den Bordcomputer, der auch vom Fahrer nach seinen persönlichen Bedürfnissen und Präferenzen angepasst werden kann. Ganz besonders komfortabel ist dies, wenn in einer bevorzugten Ausführungsform bei der Anmeldung am Bordcomputer personalisierte Einstellungen des Fahrers für das digitale Logbuch und/oder den Bordcomputer übernommen werden. Die personalisierten Einstellungen für das digitale Logbuch und/oder den Bordcomputer können auf dem Bordcomputer gespeichert sein, insbesondere ebenfalls im digitalen Logbuch. In einer bevorzugten Ausführungsform sind die personalisierten Einstellungen des Fahrers in der vom Fahrer mitgeführten mobilen Steuereinrichtung gespeichert bzw. hinterlegt und werden bei der Anmeldung des Fahrers am Bordcomputer vom Bordcomputer zusammen mit den fahrerspezifischen Daten mit aus der mobilen Steuereinrichtung ausgelesen. Nachdem der Bordcomputer die personalisierten Einstellungen des Fahrers empfangen hat, modifiziert er das digitale Logbuch und sich selbst entsprechend. Die Anzeige des digitalen Logbuchs richtet sich so immer nach den vom spezifischen Fahrer bevorzugten Einstellungen, die beispielsweise ebenfalls zwischen verschiedenen selbstfahrenden Baumaschinen übertragen werden. Diese Übertragung kann beispielsweise ebenfalls über die zentrale Serverein richtung geschehen, an die die Einstellungen vom Bordcomputer übertragen werden und die diese Einstellungen an die Bordcomputer sämtlicher mit der zentralen Servereinrichtung verbundener Baumaschinen überträgt. Nimmt der Fahrer Änderungen an seinen personalisierten Eistellungen vor, so werden diese vom Bordcomputer auf die mobile Steuereinrichtung sowie an die zentrale Servereinrichtung übertragen und gespeichert. Auf diese Weise stehen die geänderten Einstellungen bei der nächsten Anmeldung des Fahrers an einen Bordcomputer einer selbstfahrenden Baumaschine zur Verfügung.

[001 7] Die Anzeige des digitalen Logbuches kann auf verschiedene Arten erfolgen. So ist es beispielsweise bevorzugt, dass der Bordcomputer zur Anzeige des digitalen Logbuchs ausgebildet ist und/oder mit einer Anzeigevorrichtung, insbesondere kabellos mit der mobilen Steuereinrichtung, verbunden ist, die zur Anzeige des digitalen Logbuches ausgebildet ist. In einer ersten Ausführungsform umfasst der Bordcomputer also eine Anzeigevorrichtung oder ist mit einer Anzeigevorrichtung verbunden, insbesondere kabellos, auf der das digitale Logbuch für den Fahrer der Baumaschine angezeigt wird. Ergänzend oder alternativ ist es möglich, dass der Bordcomputer kabellos mit der mobilen Steuereinrichtung, beispielsweise einem Smartphone oder einem Tablet-Computer, verbunden ist und das digitale Logbuch auf der mobilen Steuereinrichtung angezeigt wird. Diese Ausführungsform hat den Vorteil, dass das digitale Logbuch auch in einer Entfernung von der Bedienstelle bzw. dem Bordcomputer, angezeigt werden kann, so lange sich diese noch im Funkradius des Bordcomputers befindet. Bei der Verwendung der mobilen Steuereinrichtung als Anzeigevorrichtung für das digitale Logbuch kann ebenfalls auf eine separate Anzeigevorrichtung für das digitale Logbuch am Bordcomputer bzw. an der Baumaschine verzichtet werden, wodurch Kosten gespart werden können. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn bereits vorhandene Endgeräte als Anzeigevorrichtung genutzt werden, die der Fahrer der Baumaschine sowieso bei sich trägt, wie ein Smartphone oder einen Tablet-Computer.

[0018] Die Lösung der eingangs genannten Aufgabe gelingt ebenfalls mit einem Verfahren zur Dokumentation des Arbeitsbetriebes einer selbstfahrenden Baumaschine, insbesondere einer vorstehend beschriebenen selbstfahrenden Baumaschine, in einem digitalen Logbuch, mit den von einem Bordcomputer durchgeführten Schritten:

Erfassen von arbeits- und/oder maschinenrelevanten Daten, Zuordnen der Daten zu dem jeweiligen Arbeitstag und Speichern der Daten. Sämtliche vorstehend beschriebenen Merkmale und Vorteile bzw. Wirkungen der Erfindung gelten ebenfalls für das erfindungsgemäße Verfahren. Zur Vermeidung von Wiederholungen wird daher auf die vorstehenden Ausführungen Bezug genommen. " Zusätzlich zu den vom Bordcomputer erfassten arbeits- und/oder maschinenrelevanten Daten können diese Daten ebenfalls vom Fahrer manuell eingegebene Informationen umfassen, die vom Bordcomputer entgegengenommen werden. Die Zuordnung der Daten zu einem jeweils aktuellen Arbeitstag und/oder einer Uhrzeit erfolgt in der Art und Weise eines Kalenders, so dass der Arbeitsbetrieb der Baumaschine vollständig und gegliedert nach einzelnen Tagen im digitalen Logbuch nachvollzogen werden kann.

[0019] Besonders bevorzugt wird das Verfahren durch wenigstens einen der folgenden weiteren vom Bordcomputer durchgeführten Schritte weitergebildet:

Identifizieren des Fahrers anhand seiner Anmeldung, Übernahme von fahrerspezifischen Benutzereinstellungen, Übertragen des digitalen Logbuches an eine zentrale Servereinrichtung, Empfangen des digitalen Logbuches von einer zentralen Servereinrichtung und Einpflegen von Änderungen in das auf dem Bordcomputer gespeicherte digitale Logbuch und/oder Anzeigen des digitalen Logbuches und/oder Übertragen, insbesondere kabellos, des digitalen Logbuches an einer Anzeigevorrichtung zur Anzeige, insbesondere eine mobile Steuereinrichtung. Auch diese Schritte wurden im Zusammenhang mit der selbstfahrenden Baumaschine bereits erläutert, weshalb hier lediglich auf die vorstehenden Ausführungen Bezug genommen wird, die entsprechend ebenfalls für das erfindungsgemäße Verfahren gelten. [0020] Die Erfindung wird nachstehend anhand der in den Figuren gezeigten Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigen schematisch:

Fig. 1 eine Seitenansicht einer selbstfahrenden Baumaschine;

Fig. 2 die Anbindung des Bordcomputers der selbstfahrenden Baumaschine aus Figur 1 an weitere Komponenten; und

Fig. 3 ein Ablaufdiagramm des Verfahrens.

[0021 ] Gleiche bzw. gleichwirkende Bauteile sind in den Figuren mit den gleichen Bezugszeichen beziffert. Sich wiederholende Bauteile sind nicht in jeder Figur gesondert bezeichnet.

[0022] Figur 1 zeigt eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen selbstfahrenden Baumaschine 1 , hier eine Straßenfräse. Alternativ kommen hier auch andere Baumaschinen 1 in Betracht, insbesondere Straßenwalzen und Straßenfertiger. Die nachstehenden Beschreibungen des Ausführungsbeispiels gelten somit insbesondere auch für diese Maschinen.

[0023] Die selbstfahrende Baumaschine 1 weist einen Fahrerstand 2 und einen Maschinenrahmen 3 auf. Darüber hinaus umfasst sie eine Antriebseinrichtung 4, beispielweise einen Dieselverbrennungsmotor, von dem die selbstfahrende Baumaschine 1 angetrieben wird. Im Arbeitsbetrieb wird die selbstfahrende Baumaschine 1 von ihrem Fahrwerk 6 in Arbeitsrichtung a über den Boden 8 bewegt. Sie weist eine Arbeitseinrichtung 9 auf, die vorliegend eine in einem Fräswalzen kästen 7 um eine Rotationsachse 10 rotierbar gelagerte Fräswalze ist. Die Fräswalze bzw. die Arbeitseinrichtung 9 der Baumaschine 1 fräst im Arbeitsbetrieb Bodenmaterial ab, das über ein Abwurfband 5 auf ein Transportfahrzeug (nicht dargestellt) zum Abtransport übertragen wird. Im Fahrerstand 2 befindet sich eine Bedienstelle 21 , an der die selbstfahrende Baumaschine 1 von einem Fahrer bedient werden kann. Insbesondere befindet sich hier der Bordcomputer 12 und Eingabevorrichtungen, über die der Fahrer die Baumaschine 1 steuert. Der Bordcomputer 12 erstellt und speichert das digitale Logbuch gemäß der Erfindung.

[0024] Wie genau der Bordcomputer 12 mit den weiteren Komponenten zusammenhängt, ist in Figur 2 dargestellt. Der gepunktete Kasten der Figur 2 gibt an, welche Komponenten zum Bordnetz 11 der Baumaschine 1 gehören. Das Bordnetz 1 1 umfasst eine Stromquelle in Form einer Batterie und/oder einer Lichtmaschine, und versorgt die innerhalb des gepunkteten Kastens in Figur 2 dargestellten Komponenten mit Strom. Diese sind insbesondere der Bordcomputer 12, an weiteren Komponenten der Baumaschine 1 angeordnete Sensoren 20 und eine Anzeigevorrichtung 15. Die Sensoren 20 sind mit dem Bordcomputer 12 verbunden und übermitteln die jeweils von ihnen festgestellten Messwerte an den Bordcomputer 12. Die Sensoren 20 umfassen beispielsweise ein oder mehrere an der Baumaschine 1 angeordnete Kameras, die Bilder und/oder Videos von der Baustelle erfassen. Weitere Beispiele für Sensoren 20 umfassen GPS-Empfänger, Füllstandsmesser, beispielsweise am Kraftstofftank oder an einem Wassertank, Temperatursensoren, beispielsweise für das Schmieröl oder die Hydraulikflüssigkeit, Drehzahlmesser an der Antriebseinrichtung, Verschleißsensoren, insbesondere an der Arbeitseinrichtung, oder jegliche weitere an der speziellen selbstfahrenden Baumaschine 1 angeordneten Sensoren 20. Sämtliche Messdaten der Sensoren 20 werden an den Bordcomputer 12 übertragen. Der Bordcomputer 12 nimmt diese entweder kontinuierlich oder in festgelegten Zeitintervallen auf und speichert sie zum zugehörigen Kalendertag im digitalen Logbuch.

[0025] Darüber hinaus ist der Bordcomputer 12 ebenfalls mit einer Anzeigevorrichtung 15 verbunden, auf der beispielsweise das digitale Logbuch und/oder die Rohmessdaten der Sensoren 20 angezeigt wird. Wie ebenfalls aus Figur 2 hervorgeht, steht der Bordcomputer 12 in zweiseitiger Funkkommunikation mit einer zentralen Serverein richtung 13. Die zentrale Servereinrichtung 13 liegt außerhalb des Bordnetzes 1 1 und kann beliebig weit von der Baumaschine 1 entfernt sein. Der Datenaustausch zwischen dem Bordcomputer 12 und der zentralen Servereinrichtung 13 erfolgt beispielsweise über einen Mobilfunkstandard wie UMTS oder LTE. Der Bordcomputer 12 übermittelt das digitale Logbuch entweder kontinuierlich oder in regelmäßigen Abständen, gegebenenfalls auch auf eine manuelle Eingabe des Fahrers hin, an die zentrale Servereinrichtung 13. Das so übermittelte digitale Logbuch kann auch manuell vom Fahrer eingegebene Hinweise bzw. Mitteilungen enthalten. An der zentralen Serverein richtung 13 kann das digitale Logbuch ausgelesen, ausgewertet und verändert beziehungsweise ergänzt werden. Die Veränderungen, einschließlich Mitteilungen an den Fahrer der Baumaschine, werden von der zentralen Servereinrichtung 13 erneut per Funk an den Bordcomputer 12 gesendet, der die Änderungen des digitalen Logbuches in seine lokal gespeicherte Kopie des digitalen Logbuches übernimmt. Auf diese Art der Kommunikation zwischen dem Bordcomputer 12 und der zentralen Serverein richtung 13 können beispielsweise Fehlermeldungen, die im Betrieb der Baumaschine 1 auftreten, an die zentrale Servereinrichtung 13 übermittelt werden, woraufhin Handlungsanweisungen oder andere hilfreiche Informationen, wie die Ankunftszeit des Servicetechnikers, von der zentralen Servereinrichtung 13 zum Bordcomputer 12 und damit zum Fahrer der Baumaschine 1 übertragen werden.

[0026] Die ebenfalls in Figur 2 gezeigte mobile Steuereinrichtung 14 kommuniziert ebenfalls kabellos mit dem Bordcomputer 12, über WLAN, Bluetooth, eine Infrarotschnittstelle oder RFID. Auf der mobilen Steuereinrichtung 14 sind personenspezifische Daten des Fahrers der Baumaschine 1 gespeichert. Diese können vom Bordcomputer 12 kabellos ausgelesen werden und werden vom Bordcomputer 12 dem entsprechenden aktuellen Kalendertag zugeordnet und im digitalen Logbuch gespeichert. Auf diese Weise erfolgt eine Anmeldung des Fahrers am Bordcomputer 12 über die mobile Steuereinrichtung 14. Darüber hinaus können die personenbezogenen Daten neben der Identität des Fahrers auch von diesem bevorzugte Einstellungen für das digitale Logbuch und/oder den Bordcomputer 12 umfassen. So kann beispielsweise auf der mobilen Steuereinrichtung 14 ein vom Fahrer personalisiertes GUI für das digitale Logbuch und/oder den Bordcomputer gespeichert sein. Diese Information wird vom Bordcomputer 12 ebenfalls ausgelesen und die Anzeige des digitalen Logbuches und des Bordcomputers 12 an die hinterlegten Einstellungen angepasst. Die mobile Steuereinrichtung 14 kann beispielsweise ein Smartphone oder ein Tablet-Computer sein, der ebenfalls in der Lage ist, das digitale Logbuch anzuzeigen. In diesem bevorzugten Fall kann auf eine separate Anzeigevorrichtung 15 zur Anzeige des digitalen Logbuches verzichtet werden. Stattdessen übermittelt der Bordcomputer 12 die Anzeige des digitalen Logbuches per Funk an die mobile Steuereinrichtung 14, die das digitale Logbuch anzeigt. Auch die Eingabe von Informationen an den Bordcomputer 12 zur Übernahme in das digitale Logbuch kann über die mobile Steuereinrichtung 14 erfolgen.

[0027] Figur 3 zeigt ein Ablaufdiagramm des erfindungsgemäßen Verfahrens 16. Das Verfahren 16 beginnt beispielsweise mit dem Identifizieren 22 des Fahrers durch die vom Bordcomputer 12 aus der mobilen Steuereinrichtung 14 ausgelesenen Anmeldungsinformationen, die die Identität des Fahrers und dessen persönliche Einstellungen umfassen. Diese Anmeldeinformationen werden ebenfalls vom Bordcomputer 12 im digitalen Logbuch gespeichert. Es folgt die Übernahme 23 der fahrerspezifischen Benutzereinstellungen, die in Schritt 22 aus der mobilen Steuereinrichtung 14 ausgelesen wurden. Durch die Übernahme 23 der fahrerspezifischen Benutzereinstellungen wird das GUI des Bordcomputers 12 und des digitalen Logbuchs an die Bedürfnisse und Präferenzen des jeweiligen Fahrers der Baumaschine 1 angepasst. Es folgt das Erfassen 1 7 von arbeits- und/oder maschinenrelevanten Daten, insbesondere durch Eingabe des Fahrers oder durch den Empfang der Messwerte der Sensoren 20 durch den Bordcomputer 12. Die entsprechend automatisch erfassten Daten werden entweder kontinuierlich oder in regelmäßigen Abständen vom Bordcomputer 12 erhoben. Nachdem der Bordcomputer 12 die Daten erfasst hat erfolgt ein Zuordnen 18 der Daten zu dem jeweiligen Arbeitstag bzw. Kalendertag und/oder der Uhrzeit und ein Speichern 19 der Daten im digitalen Logbuch. Aufgrund der tagesweisen Zuordnung der Daten im digitalen Logbuch ist dieses wie ein Kalender aufgebaut und verschafft so einen schnellen Überblick über die chronologischen Arbeitsvorgänge der Baumaschine 1. Das Übertragen 24 des digitalen Logbuchs an eine zentrale Servereinrichtung 13 erfolgt ebenfalls in regelmäßigen Abständen, so dass der Betrieb der Baumaschine 1 von der zentralen Servereinrichtung 13 aus in Echtzeit mitverfolgt werden kann. Es findet ebenfalls ein Empfangen 25 des digitalen Logbuchs von einer zentralen Servereinrichtung 13 und Einpflegen 26 von Änderungen in das auf dem Bordcomputer 12 gespeicherte digitale Logbuch statt. Die Kommunikation zwischen dem Bordcomputer 12 und der zentralen Servereinrichtung 13 findet also zweiseitig bzw. in beide Richtungen statt, so dass auch Mitteilungen vom Fahrer der Baumaschine an die zentrale Servereinrichtung beziehungsweise einen Bediener der zentralen Servereinrichtung und zurück mit übertragen werden können. Auf der Seite der Baumaschine 1 erfolgt ein Anzeigen 27 des digitalen Logbuchs bzw. ein Übertragen 28 des digitalen Logbuches an eine Anzeigevorrichtung 15 oder eine mobile Steuereinrichtung 14, die das digitale Logbuch für den Fahrer der Baumaschine 1 anzeigt. Auf diese Weise hat der Fahrer der Baumaschine 1 stets einen Überblick über den Inhalt des digitalen Logbuches und kann ebenfalls Arbeitsanweisungen oder weitere Informationen von der zentralen Servereinrichtung 13 erhalten.

[0028] Insgesamt wird mit der Erfindung eine zentrale Sammelstelle für Baustellen-, Dispo-, Maschinen- und Fahrerdaten generiert. Durch die erfindungsgemäße Ausstattung der Baumaschinen 1 lässt sich der Arbeitsbetrieb einer kompletten Flotte umfassend dokumentieren und die jeweilige Dokumentation an einer zentralen Stelle sammeln und auswerten. Aufgrund der Vielzahl von Dokumentationsschritten, die komplett vom Bordcomputer 12 ausgeführt werden, wird der Fahrer der Baumaschine 1 zu großen Teilen vom Dokumentationsaufwand entlastet.