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DIESNER, Michael (Sperberweg 15, Wilhelmsfeld, 69259, DE)
| Ansprüche 1. Baumaschine (1) mit einem Antrieb, der mittels eines Kraftstoffs betreibbar ist, ferner mit einer Materialtransportvorrichtung (4) und einer Heizeinrichtung (7) zum Beheizen der Materialtransportvorrichtung (4) uhd/oder des darauf transportierten Materials, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizeinrichtung (7) eine Strahlungsheizung mit einem Dieselbrenner ist, die mittels desselben Kraftstoffs wie der Antrieb der Baumaschine (1) betreibbar ist. 2. Baumaschine nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Kraftstoff in einem gemeinsamen Tank (5) sowohl für den Antrieb, als auch für den Brenner () der Heizeinrichtung (7) bevorratet ist. 3. Baumaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizeinrichtung (7) von einem Steuerstand der Baumaschine (1) aus bedienbar ist. 4. Baumaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel zum Abschalten der Heizeinrichtung (7) bei Stillstand der Materialtransportvorrichtung (4) vorgesehen sind. 5. Baumaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Temperatursensor (11) an der Materialtransportvorrichtung (4) vorgesehen ist. 6. Baumaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine Steuerung dazu konfiguriert ist, die Heizeinrichtung (7) in Abhängigkeit von der gemessenen Temperatur der Materialtransportvorrichtung (4) zu steuern. 7. Baumaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Baumaschine (1) als Straßenfertiger oder als Beschickungsfahrzeug für einen Straßenfertiger ausgebildet ist. |
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Baumaschine gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Beispiele für solche Baumaschinen sind Straßenfertiger sowie Beschicker zum Versorgen solcher Straßenfertiger mit Einbaumischgut. Mittels eines Antriebs kann die Baumaschine selbstfahrend sein. Eine Heizeinrichtung verhindert ein zu frühes und zu schnelles Abkühlen des transportierten Materials durch den Kontakt mit der Materialtransportvorrichtung bzw. während des Transports auf der Materialtransportvorrichtung. Indem das Material auf einer höheren Temperatur gehalten wird, verlängert sich die Zeit, die zum Verarbeiten des transportierten Materials (beispielsweise bituminösem Einbaumischgut) zur Verfügung steht.
Bereits bekannt ist die Verwendung einer Oasheizung oder elektrischer Heizelemente als Heizeinrichtung zum Beheizen einer Materialtransportvorrichtung. Beide Varianten haben jedoch Nachteile. Eine Gasheizung ist nachteilig, da das Gas beispielsweise in Flaschen auf der Baumaschine gelagert werden muss. Es besteht die Gefahr, dass diese Flaschen während des Betriebs der Baumaschine geleert werden, ohne dass dies rechtzeitig erkannt wird. Zudem beanspruchen die Gasflaschen Platz auf der Baumaschine. Elektrische Heizelemente hingegen sind nachteilig, da zu ihrem Betrieb Verbrennungsenergie in elektrische Energie umgewandelt werden muss. Der Wirkungsgrad elektrischer Heizelemente ist daher sehr niedrig.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Baumaschine mit konstruktiv möglichst einfachen Mitteln dahingehend zu verbessern, dass eine effizientere Beheizung der Materialtransportvorrichtung ermöglicht wird.
Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Baumaschine mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Ansprüchen angegeben.
In der erfindungsgemäßen Baumaschine ist oder umfasst die Heizeinrichtung eine Strahlungsheizung, die mittels des selben Kraftstoffs wie der Antrieb der Baumaschine betreibbar ist. Auf diese Weise entfällt die Notwendigkeit, auf der Baumaschine einen ersten Kraftstoff für den Antrieb und einen zweiten Kraftstoff oder ein anderes Betriebsmittel für die Heizeinrichtung bevorraten zu müssen.
Bei dem Antrieb der Baumaschine kann es sich beispielsweise um einen Diesel- Verbrennungsmotor handeln. Die Heizeinrichtung kann dann auch eine Strahlungsheizung mit einem Dieselbrenner sein. Diesel wird dabei also sowohl für den Antrieb, als auch für die Heizeinrichtung verwendet.
Besonders günstig ist es, wenn der Kraftstoff in einem gemeinsamen Tank sowohl für den Antrieb, als auch für den Brenner der Heizeinrichtung bevorratet ist. Damit ist sichergestellt, dass während der gesamten Betriebsdauer der Baumaschine ausreichend Kraftstoff zum Betreiben der Heizeinrichtung vorhanden ist. Denkbar wäre es, an solch einem Tank eine Tankanzeige vorzusehen, mittels derer der Bediener der Baumaschine über den Füllstand des Tanks informiert wird.
Besonders komfortabel wird der Betrieb der Baurnaschine, wenn die Heizeinrichtung von einem Steuerstand der Baumaschine aus bedienbar ist. Insbesondere könnte die Heizeinrichtung von diesem Steuerstand ein- oder ausgeschaltet sowie in ihrer Heizleistung verändert werden. Gegenüber herkömmlichen Gasheizungen für Förderbänder entfällt damit die Notwendigkeit, direkten Zugang zu den Brennstellen der Gasheizung zu haben, die Glühstifte vor der Inbetriebnahme vorzugehen, die Flamme zu entzünden und den Brennvorgang vom Bediener zu kontrollieren.
Vorzugsweise sind Mittel zum Abschalten der Heizeinrichtung bei Stillstand der Materialtransportvorrichtung vorgesehen. Damit wird die Gefahr einer Überhitzung der beheizten Bereiche der Materialtransportvorrichtung vermieden, durch die die Materialtransportvorrichtung andernfalls beschädigt werden könnte.
An der Materialtransportvorrichtung oder in deren Nähe kann ein Temperatursensor vorgesehen sein, um die Temperatur der Materialtransportvorrichtung zu kontrollieren und Überhitzungszustände rechtzeitig erkennen zu können.
In einer vorteilhaften Ausführungsvariante der Erfindung ist eine Steuerung vorgesehen und dazu konfiguriert, die Heizeinrichtung in Abhängigkeit von der gemessenen Temperatur der Materialtransportvorrichtung zu steuern. Wenn die Materialtransportvorrichtung zu kalt wird, wird die Heizleistung erhöht. Umgekehrt kann die Heizleistung gesenkt werden, wenn eine zu hohe Temperatur der Materialtransportvorrichtung oder des darauf transportierten Materials gemessen wird und möglicherweise eine Überhitzung droht.
Die erfindungsgemäße Baumaschine kann insbesondere als Straßenfertiger ausgebildet sein, oder als Beschickungsfahrzeug zum Versorgen solch eines Straßenfertigers mit heißem Einbaumischgut.
Im Folgenden wird ein vorteilhaftes Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand einer Zeichnung näher dargestellt. Die einzige Figur zeigt in schematischer Seitenansicht einen Beschicker für einen Straßenfertiger als Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Baumaschine 1. Das Beschickungsfahrzeug umfasst ein Fahrwerk, hier ein Ketten- Fahrwerk, das mittels eines Diesel-Verbrennungsmotors als Antrieb der Baumaschine 1 betreibbar ist. Ein Gutbunker 3 an dem in Arbeitsrichtung vorderen Ende der Baumaschine 1 dient zur Aufnahme und zum Speichern von Material, in diesem Fall von Einbaumischgut. Mit einer als Förderband ausgebildeten Materialtransportvorrichtung 4 kann das Material aus dem Gutbunker 3 zum hinteren Ende der Baumaschine 1 transportiert werden. Das Förderband 4 steigt dabei an.
In einem Tank 4 der Baumaschine 1 ist Diesel zum Betreiben des Antriebs der Baumaschine 1 bevorratet. Eine Tankanzeige (nicht dargestellt) zeigt dem Bediener auf einem Steuerstand den Füllstand des Tanks 4 an.
Über eine Leitung 5 wird der im Tank gespeicherte Kraftstoff einer Heizeinrichtung 6 zugeführt, die oberhalb der Materialtransportvorrichtung 4 angeordnet ist und diese von oben beheizt.
Die Heizeinrichtung 7 ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel als Direktstrahlungsheizung mit Dieselbrennereinheit ausgebildet. Über die Leitung 6 wird der Kraftstoff aus dem Tank 5 der Dieselbrennereinheit 8 der Heizeinrichtung zugeführt. Durch Verbrennung des Dieselkraftstoffes aus dem Tank 5 erzeugt die Dieselbrennereinheit 8 Wärme. Ein durch diese Wärme erhitztes Medium wird durch Wärmeleiter 9 der Heizeinrichtung 7 geführt. Von den Wärmeleitern .9 wird Strahlungswärme 10 nach unten an die Materialtransporteinrichtung 4 bzw. an das darauf transportierte Material abgegeben. In der Nähe der Materialtransportvorrichtung 4, beispielsweise direkt oberhalb der Materialtransportvorrichtung 4, ist ein Temperatursensor 11 vorgesehen. Dieser Temperatursensor 11 misst die Temperatur der Materialtransportvorrichtung 4 und/oder des darauf transportierten Materials. Die Messwerte werden an eine Steuerung übermittelt, die auch den Betrieb der Heizeinrichtung 7 steuert. Bei Gefahr einer Überhitzung wird die Heizleistung der Heizeinrichtung 7 abgesenkt.
Das Einschalten der Heizeinrichtung und die Kontrolle des Brennvorgangs erfolgt von einem Steuerstand der Baumaschine aus, ohne dass der Bediener direkten Zugang und Sichtkontakt zur Heizeinrichtung 7 benötigt. Der Betrieb der Heizeinrichtung 7 kann auch an die Bewegung der Materialtransportvorrichtung 7 gekoppelt sein. Wenn ein Stillstand der Materialtransportvorrichtung 4 eintritt, sei es gewünscht oder durch einen Defekt, wird die Heizeinrichtung 7 abgeschaltet, um eine Überhitzung der Materialtransportvorrichtung 4 zu vermeiden. Beispielsweise kann dafür ein Absperrventil in der Leitung 7 geschlossen werden.
Mittels des Temperatursensors 11 ist eine Überwachung und Regelung der Temperatur der Materialtransportvorrichtung 4 möglich. Zudem kann ein Aufwärm prozess vollautomatisch überwacht werden, ohne dass ein Sichtkontakt des Bedieners zur Heizeinrichtung 7 erforderlich ist.
Ausgehend von dem dargestellten Ausführüngsbeispiel kann die erfindungsgemäße Baumaschine 1 in verschiedener Weise verändert werden. Beispielsweise könnte eine Förderschnecke anstelle eines Förderbandes als Materialtransportvorrichtung 4 vorgesehen werden. Die Heizeinrichtung 7 könnte auch unterhalb oder innerhalb der Materialtransportvorrichtung 4 angeordnet sein, beispielsweise zwischen dem Obertrum und dem Untertrum des Förderbandes 4.
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