| JP60052680 | MANUFACTURE OF FLOORING MATERIAL |
| JP06248775 | WALL FACING MATERIAL WITH ADHESIVE RUBBER SHEET |
| JP2001218668 | CARPET HAVING DEODORIZING FUNCTION |
RAIDT, Heinz, Peter (Am Franzosensiepen 63, Dortmund, 44227, DE)
SCHRÖER, Jörn (In der Schlage 8, Herdecke, 58313, DE)
RAIDT, Heinz, Peter (Am Franzosensiepen 63, Dortmund, 44227, DE)
Patentansprüche:
1. Baubereichsbahn (1) mit wenigstens einer äußeren Vliesschicht (2) ausgebildet zur Herstellung einer Verbindung mit einer Auftragsmasse wie Mörtel, Beton oder einem Kleber, dadurch gekennzeichnet, daß die Vliesschicht (2) zumindest bereichsweise hydrophil ausgebildet ist.
2. Baubereichsbahn nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vliesschicht (2) synthetische Fasern, insbesondere aus Polyolefinen, vorzugs- weise aus Polypropylen aufweist.
3 Baubereichsbahn nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Bahn (1) zur Verwendung mit Beton, Mörtel oder Kleber, insbesondere hydraulische Bindemittel enthaltende Kleber oder Dispersionskleber, vorgese- hen ist.
4. Baubereichsbahn nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Vliesschicht (2) nur über einen Teil ihrer Schichtdik- ke hydrophil ausgebildet ist.
5. Baubereichsbahn nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß lediglich der äußere, oberflächennahe Bereich der Vliesschicht (2) hydrophil ausgebildet ist.
6. Baubereichsbahn nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß 20 bis 80% der Schichtdicke, vorzugsweise 40 bis 60% der Schichtdicke hydrophil ausgebildet ist.
7. Baubereichsbahn nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Vliesschicht (2) nur über einen Teil ihrer Fläche hydrophil ausgebildet ist.
8. Baubereichsbahn nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß nur ein der Teil der Fasern (3) der Vliesschicht (2) hy- drophil ausgebildet ist.
9. Baubereichsbahn nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen 20 und 80%, vorzugsweise zwischen 40 und 60% der Fläche der Vliesschicht hydrophil ausgebildet ist.
10. Baubereichsbahn nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß Fasern (3) der Vliesschicht (2) bei der Faserherstellung durch Zugabe wenigstens eines Hydrophilierungsadditves hydrophiliert sind.
1 1. Baubereichsbahn nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß Fasern (3) der Vliesschicht (2) oder die Vliesschicht (2) während oder nach der Herstellung durch äußere Applizierung mit wenigstens einem Hydrophilierungsmittel hydrophiliert sind.
12. Baubereichsbahn nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß Fasern (3) der Vliesschicht (2) oder die Vliesschicht (2) durch chemische und/oder physikalische Behandlung hydrophiliert sind.
13. Baubereichsbahn nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Bahn (1) wenigstens eine weitere Schicht aufweist.
14. Baubereichsbahn nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Bahn (1) als Abdichtungsbahn, als Entkopplungsbahn, als Drainagebahn oder als Anschlußstreifen oder Fugenband ausgebildet ist.
15. Baubereichsbahn nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Bahn (1) als Tapete oder als Flächenheizung ausgebildet ist. |
Baubereichsbahn
Die Erfindung betrifft eine Baubereichsbahn mit wenigstens einer äußeren Vliesschicht ausgebildet zur Herstellung einer Verbindung mit einer Auf- tragsmasse wie Mörtel, Beton oder einem Kleber.
Bahnen mit Vliesschichten zur Verwendung im Baubereich sind bereits bekannt. Solche Bahnen werden beispielsweise dazu verwendet, mit bestimmten Einbauteilen oder Dichtungsbahnen eine Verbindung mit Mörtel oder Beton einzugehen. Die äußere Vliesschicht dient der Haftverbesserung, da sich beispielsweise Mörtel oder Beton von einer unkaschierten glatten Oberfläche leicht ablösen würde.
Im Zusammenhang mit den bekannten Bahnen ist allerdings festgestellt wor- den, daß es dazu kommen kann, daß Mörtel oder Beton nicht tief genug in die Vliesschicht eindringt, so daß zu wenig Fasern eingebettet werden. Dies führt zu Problemen bei Untergründen, die sich durchbiegen oder Längenänderungen erfahren. So führt z.B. bei Fliesenbelegen die zu geringe Haftzugfestigkeit zur Ablösung von federnden Untergründen.
Zum Teil wird in der Praxis versucht, das vorstehend genannte Problem dadurch zu lösen, daß beim Verlegen sehr viel Mörtel auf die Bahn aufgebracht wird bzw. die Bahn mit ihrer Vliesschicht in eine relativ dicke bzw. tiefe Mörtelschicht sehr weit eingedrückt wird, so daß sich hierdurch eine verbesserte Einbettung des Mörtels in den Fasern der Vliesschicht ergeben soll.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Bahn der eingangs genannten Art zur Verfügung zu stellen, bei der die vorgenannten Nachteile vermieden werden.
Erfindungsgemäß ist nun bei der eingangs genannten Bahn zur Verwendung im Baubereich mit äußerer Vliesschicht vorgesehen, daß die Vliesschicht zumindest bereichsweise hydrophil ausgebildet ist. überraschenderweise hat sich herausgestellt, daß die Verankerung von Mörtel, Beton aber auch Kleber, ins- besondere hydraulische Bindemittel enthaltende Kleber oder Dispersionskle-
ber, deutlich gesteigert ist, wenn die Vliesschicht zumindest bereichsweise hydrophiliert ist. Die Hydrophilierung führt offensichtlich deshalb zu einer erheblich verbesserten Verankerung der Fasern der Vliesschicht, da beispielsweise bei Verwendung von Mörtel und Beton das Anmachwasser zusammen mit dem hydraulischen Bindemittel sehr weit in die Vliesschicht penetriert bzw. eindringt, so daß die Vliesfasern eine deutlich gesteigerte Einbindung in den Mörtel oder Beton erhalten. Je nach Art und Umfang der Hydrophilierung konnte eine zum Teil erheblich gesteigerte Haftzugfestigkeit mit Beton, Mörteln und Klebern gegenüber nicht hydrophilierten Vliesschichten festgestellt werden. So wurden Steigerungen der Haftzugfestigkeit von mehr als 20%, z.T. von mehr als 50% festgestellt. Ein weiterer Vorteil der vorliegenden Erfindung ergibt sich im übrigen dadurch, daß zur Erzielung einer hinreichenden Haftzugfestigkeit nur eine vergleichsweise geringe Menge an Beton, Mörtel oder Kleber erforderlich ist. Letztlich muß die Bahn nicht sonderlich weit in ein Mörtelbett eingedrückt bzw. der Mörtel auf die Vliesschicht aufgedrückt werden, damit sich eine hinreichende Eindringung ergibt. Die Erfindung ermöglicht es letztlich damit, Beton, Mörtel oder Kleber einzusparen.
Im übrigen ist im Zusammenhang mit der Erfindung festgestellt worden, daß gerade die Verwendung von synthetischen Fasern, insbesondere Polyolefinen und insbesondere von Polypropylenfasern als Fasermaterial des Vlieses und deren Hydrophilierung zu einem besonders guten Ergebnis führt. Zwar sind auch grundsätzlich andere Werkstoffe, aus denen ein sogenanntes Haftbrük- kenvlies hergestellt werden könnte, denkbar. Diese scheiden jedoch immer dann aus, wenn große Mengen der Vliesschicht benötigt werden und die diesbezüglichen Fasermaterialien sehr teuer sind. Gerade durch die Verwendung von Polyolefinen und insbesondere Polypropylen lassen sich sehr günstige Bahnen herstellen, die darüber hinaus auch nach Hydrophilierung in Kontakt beispielsweise mit Wasser stabil sind und nicht zur Hydrolyse neigen.
Weiterhin ist festgestellt worden, daß es zur Erzielung einer hinreichenden Haftzugfestigkeit ausreichend ist, die Vliesschicht nur über einen Teil ihrer Schichtdicke hydrophil auszubilden. Zweckmäßigerweise sollte dabei der äußere, oberflächennahe Bereich der Vliesschicht hydrophil ausgebildet sein, während der oberflächenferne Bereich der Vliesschicht nicht-hydrophil ausgebildet ist. Es ist festgestellt worden, daß es zur Erzielung einer guten Haftzug-
festigkeit ausreichend ist, wenn zwischen 20 und 80%, vorzugsweise zwischen 40 und 60% der Schichtdicke hydrophiliert ist.
Die nur zum Teil vorzunehmende Hydrophilierung über die Schichtdicke aus- gehend vom äußeren, oberflächennahen Bereich der Vliesschicht hat zur Folge, daß die Herstellungskosten der erfindungsgemäßen Bahn gegenüber einer nicht-hydrophil ausgebildeten Vliesschicht nur geringfügig erhöht sind, da nicht die gesamte Vliesschicht hydrophiliert ist.
Alternativ oder aber auch ergänzend zu der über die Schichtdicke bereichsweisen Hydrophilierung ist es, wenn die Vliesschicht nur über einen Teil ihrer Fläche hydrophil ausgebildet ist. Dies läßt sich beispielsweise dadurch erzeugen, daß nur ein Teil der Fasern der Vliesschicht hydrophil ausgebildet ist, während ein anderer Teil nicht hydrophiliert ist. Dabei ist es auch möglich, die Fasern als solche nur teilweise zu hydrophilieren. Außerdem ist es möglich, daß bestimmte flächige Bereiche hydrophil ausgebildet sind, während andere Bereiche dies nicht sind. Auch in diesem Zusammenhang ist festgestellt worden, daß eine Hydrophilierung zwischen 20 und 80% der Gesamtfläche der Bahn, vorzugsweise zwischen 40 und 60% hinreichend ist, um gute Haftzug- festigkeitswerte zu erreichen.
Weiterhin ist festgestellt worden, daß sich eine gesteigerte Haftzugfestigkeit unabhängig davon ergibt, wie die Hydrophilierung der einzelnen Fasern der Vliesschicht vorgenommen worden ist. Zum einen ist es möglich, daß die Fa- sern der Vliesschicht bei der Faserherstellung durch Zugabe wenigstens eines Hydrophilierungsadditives hydrophiliert sind. Auch ist es möglich, daß die Fasern der Vliesschicht oder die Vliesschicht selbst während oder nach der Herstellung durch äußere Applizierung mit wenigstens einem Hydrophilierungs- mittel hydrophiliert sind. Beispielsweise ist eine äußere Applizierung von Avivage oder auch Seifenlösung möglich. Letztlich ist die Hydrophilierung der Fasern der Vliesschicht oder aber auch der Vliesschicht insgesamt durch jede chemische und/oder physikalische Behandlung möglich. Auch Vorbehandlungen der Vliesschicht oder der Fasern sind beispielsweise durch eine Korona- oder Plasmavorbehandlung möglich.
Je nach Anwendungsbereich kann die erfindungsgemäße Bahn wenigstens eine weitere Schicht aufweisen. Die Bahn kann zwei- oder auch mehrschichtig sein und eine oder auch zwei erfindungsgemäß hydrophil ausgebildete Vliesschichten aufweisen. So sind beispielsweise Ausführungsformen möglich, bei denen die Bahn jeweils zwei äußere bzw. außenliegende hydrophil ausgebildete Vliesschichten aufweist, zwischen denen wenigstens eine weitere Bahn angeordnet ist, die eine bestimmte Funktion, wie beispielsweise eine Dichtungsoder Entkopplungsfunktion aufweist.
Es ist festgestellt worden, daß sich die erfindungsgemäße Bahn bevorzugt als Dichtungsbahn, Entkopplungsbahn oder als Drainagebahn eignet. Ein weiteres Anwendungsgebiet der erfindungsgemäßen Bahn besteht in der Verwendung als Anschlußstreifen oder Fugenband zwischen getrennten Bereichen, die eingeputzt werden sollen, wie beispielsweise der übergang von Wand zur Decke. Solche Bänder oder Streifen können gleichzeitig die Funktion der Abdichtung, der körperlichen Trennung und dem Bewegungsausgleich dienen.
Eine weitere Anwendung besteht darin, die Bahn als Tapete oder Flächenheizung auszubilden.
Nachfolgend wird sowohl der Stand der Technik als auch die Erfindung anhand der Zeichnung beschrieben. Dabei zeigt
Fig. 1 eine schematische Querschnittsansicht einer bekannten Bahn, auf die ein Klebemörtel aufgebracht ist,
Fig. 2 eine schematische Querschnittsansicht der Bahn aus Fig. 1, auf die eine Fliese aufgebracht ist,
Fig. 3 eine schematische Querschnittsansicht einer erfindungsgemäßen
Bahn, auf die Klebemörtel und eine Fliese aufgebracht sind und
Fig. 4 eine schematische Querschnittsansicht einer Vliesschicht einer erfindungsgemäßen Bahn.
In Fig. 1 ist ein Teil einer bekannten Bahn a dargestellt. Die Bahn a weist eine Vliesschicht b auf, auf deren äußere Oberfläche mit einem nicht dargestellten Zahnspachtel ein Klebemörtel c aufgezogen ist. Der Klebemörtel c ist unter dem Druck der Spachtelzähne in die obere Zone der Vliesschicht b eingedrun- gen.
Wird später die Fliese d in das Mörtelbett gedrückt, so wird sich der Klebemörtel im Idealfall gleichmäßig unter der Fliese d verteilen, und wird gleichzeitig ganzflächig in die obere Zone Vlieses b eingedrückt. Die Verankerung erfolgt dabei mechanisch dadurch, daß die Fasern der Vliesschicht b im Klebemörtel c liegen, der aushärtet. Dieser Zustand in Bild 2 dargestellt, wobei die Fliese d sich auf der Schicht mit dem Klebemörtel c befindet. Erkennbar ist der Klebemörtel c lediglich in den Oberflächenbereich der Vliesschicht b eingedrungen.
In Bild 3 ist nun die erfindungsgemäße Ausgestaltung dargestellt. Gezeigt ist eine Bahn 1 , die zur Verwendung im Baubereich vorgesehen ist, wobei es sich bei der Bahn 1 grundsätzlich um eine Unterlagsbahn handeln kann, auf die außen noch etwas aufgetragen wird oder aber auch um eine Tapete oder Flä- chenheizung, die an den Untergrund angeklebt wird. Die Bahn 1 weist eine äußere Vliesschicht 2 aus synthetischen Fasern, nämlich Polyolefinen auf. Vorliegend besteht die Vliesschicht 2 aus Polypropylen, da dieses kostengünstig und gerade für den vorgesehenen Anwendungsbereich stabil ist. Die Vliesschicht 2 setzt sich aus einer Vielzahl von Fasern 3 zusammen. Auf die Außenseite 4 der Vliesschicht 2 ist ein Klebemörtel 5 in einer Schicht aufgebracht, auf den wiederum eine Fliese 6 aufgebracht ist.
Im Gegensatz zu der zu den Fig. 1 und 2 beschriebenen Ausführungsform ist bei der Ausführungsform gemäß Fig. 3 vorgesehen, daß die Vliesschicht 2 zumindest bereichsweise hydrophil ausgebildet ist. Durch die Hydrophilierung zumindest des äußeren Bereich der Vliesschicht 2 dringt ein Teil des Klebemörtels 5 tiefer in die Vliesschicht 2 ein. Die Hydrophilierung bewirkt, daß Anmachwasser des Klebemörtels 5 mit Klebemörtelpartikeln gegenüber der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsform, die den Stand der Technik zeigt, deut- lieh tiefer in die Vliesschicht 2 penetriert, so daß sich eine erheblich gesteigerte Einbindung der Fasern 3 ergibt. In der dargestellten Ausführungsform ist
die Eindringtiefe des Klebemörtels 5 gegenüber den Verhältnissen beim Stand der Technik gemäß Fig. 2 um mehr als 100% erhöht. Daraus ergibt im Ergebnis eine erheblich gesteigerte Haftzugfestigkeit gegenüber dem Haftbrücken- vlies aus Fig. 2.
In Fig. 4 ist eine Ausführungsform dargestellt, bei der Vliesschicht 2 auf die Schichtdicke bezogen zwei Schichtbereiche 7, 8 aufweist. Dabei ist der äußere Schichtbereich 7 hydrophiliert, während der andere Schichtbereich 8 nicht hydrophil ausgebildet ist. Letztlich setzt sich die in Fig. 4 dargestellte Bahn 1 aus zwei einzelnen Vliesschichten zusammen, die miteinander verbunden sind.
Nicht dargestellt ist, daß die Bahn dadurch nur teilweise hydrophiliert ist, daß nur ein bestimmter Anteil der Fasern 3 hydrophiliert ist, während der andere Teil nicht hydrophil ausgebildet ist.
Bezugszeichenliste
a Bahn b Vliesschicht
C Klebemörtel d Fliese
1 Bahn
2 Vliesschicht
3 Fasern
4 Außenseite
5 Klebemörtel
6 Fliese
7 Schichtbereich 8 Schichtbereich
Next Patent: AMIDOADAMANTANES AND METHOD FOR PRODUCING THE SAME
