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Title:
CONTAINER COMPRISING A RECESS IN THE CONTAINER WALL
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2017/089464
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a plastic container (11) comprising a container wall (13) delimiting an interior of the container, and an outlet (12) on the container wall for pouring out a product contained in the plastic container (11). A recess (15) that projects into the interior of the container and is provided for accepting a functional element (17) is formed on the container wall (13), said recess (15) being accessible through an insertion hole (19).

Inventors:
KÜNZ, Johann (Rauhholzstrasse 10a, 6971 Hard, 6971, AT)
Application Number:
EP2016/078685
Publication Date:
June 01, 2017
Filing Date:
November 24, 2016
Export Citation:
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Assignee:
ALPLA WERKE ALWIN LEHNER GMBH & CO. KG (Allmendstrasse, 6971 Hard, 6971, AT)
International Classes:
B65D79/02
Domestic Patent References:
WO2014000776A12014-01-03
WO2005037040A22005-04-28
Foreign References:
GB2524843A2015-10-07
EP1651535A22006-05-03
EP2227369A12010-09-15
Attorney, Agent or Firm:
RIEDERER HASLER & PARTNER PATENTANWÄLTE AG (Elestastrasse 8, 7310 Bad Ragaz, 7310, CH)
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Claims:
Patentansprüche

1. Aus einem Kunststoffmaterial hergestellter Behälter (11) mit

einer ein Behälterinneres begrenzenden Behälterwandung (13) und einer an der Behälterwandung (13) vorgesehenen Austrittsöffnung (12) zum

Entleeren eines in dem Kunststoffbehälter (11) aufnehmbaren Produktes, dadurch gekennzeichnet durch, dass

der Behälter (11) durch Extrusionsblasformen ausgebildet ist und eine an der Be- hälterwandung (13) in das Behälterinnere ragende Vertiefung (15) zur Aufnahme eines Funktionselements (17) ausgebildet ist, wobei die Vertiefung (15) durch ei- ne Einstecköffnung (19) zugänglich ist.

2. Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vertiefung (15) zumindest in einem Teilbereich eine Überdachung (25) aufweist, die durch einen die Einstecköffnung (19) begrenzenden Abschnitt der Behälterwandung (13) aus- gebildet ist.

3. Behälter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Vertiefung (15) eine Wandung (21) und einen Grund (23) aufweist.

4. Behälter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass am Grund (23)

und/oder der Wandung (21) der Vertiefung (15) eine Durchgangsöffnung (41) vorgesehen ist.

5. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Vertiefung (15) eine Mittelachse (37) aufweist, welche im Wesentlichen senkrecht auf der Behälterwandung (13) steht.

6. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Vertiefung (15) eine Mittelachse (37) aufweist, welche mit der Behälterwandung (13) einen Winkel einschliesst, welcher kleiner als 90 und grösser als 0 Grad, be- vorzugt kleiner als 88 und grösser als 10 Grad und besonders bevorzugt kleiner als 80 und grösser als 15 Grad ist. 7. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstecköffnung (19) eine erste lichte Weite (27) aufweist und sich die Vertiefung (15) in Richtung des Behälterinneren zu einer zweiten lichten Weite (29) aufwei- tet, wobei die zweite lichte Weite (29) größer ist als die erste lichte Weite (27).

8. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstecköffnung eine erste lichte Weite (27) aufweist und sich die Vertiefung(15) in Richtung des Behälterinneren gegenüber der ersten lichten Weite (27) zu einer zweiten lichten Weite (29) aufweitet und sich zu einer dritten lichten Weite (39) verengt.

9. Behälter nach einem der Ansprüche 2 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die maximale Überdachung (25) der Vertiefung (15) gemessen quer zu einer Mittel- achse (37) der Vertiefung zwischen 0,05 mm und 1 mm und bevorzugt zwischen 0,25 und 0,5 mm ist.

10. Behälter nach einem der Ansprüche 3 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandung (21) der Vertiefung (15) und ein an die Wandung (21) der Vertief ung (15) angrenzender Abschnitt der Überdachung einen Winkel zwischen 20 und 50 Grad und bevorzugt zwischen 30 und 40 Grad einschliessen.

11. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Vertiefung (15) eine im Wesentlichen rotationssymmetrische Gestalt besitzt.

12. Behälter gemäss einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet,

dass in der Vertiefung (15) ein Funktionselement (17) aufgenommen ist.

13. Behälter nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass eine äußere Form des Funktionselements (17) und eine innere Form der Vertiefung (15) derart mitei- nander korrespondieren, dass das Funktionselement (17) gegenüber einem im Behälterinneren bevorrateten Produkt fluiddicht in der Vertiefung (15) gehalten ist.

14. Behälter nach einem der Ansprüche 12 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Funktionselement (17) eine zweite Durchgangsöffnung (43) vorgesehen ist, um einen Fluidaustausch zwischen Behälterinnerem und der Umgebung zu er- möglichen.

15. Behälter nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Durch- gansöffnung (43) durch eine gasdurchlässige Membran (45) verschlossen ist.

16. Behälter nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Funktionselement (17) ein gesintertes, poröses Teil aus HDPE ist.

17. Behälter nach einem der Ansprüche 12 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Funktionselement (17) ein Haltbarkeitsindikator ist.

18. Behälter nach einem der Ansprüche 12 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Funktionselement (17) eine chemische Substanz beinhaltet, die in Fluidverbin- dung mit dem Behälterinneren ist.

Description:
Behälter mit einer Vertiefung in der Behälterwand

Gebiet der Erfindung

Die Erfindung betrifft einen Behälter gemäss Oberbegriff des Anspruchs 1.

Stand der Technik

Werden Behälter mit heissen Flüssigkeiten oder anderen Inhalten befüllt und sogleich nach dem Füllvorgang verschlossen, ergibt sich im Behälterinneren nach dem Erkalten des Inhalts ein Unterdruck, wodurch die Wände des Behälters teilweise kollabieren können. Solche Behälter sind ästhetisch unschön und können so nicht in die Regale gestellt werden. Um ein Kollabieren der Wände zu verhindern, werden die Behälter mit einem Belüftungsventil ausgestattet. Dieses kann aus einem luftdurchlässigen, po- rösen Material hergestellt sein. Üblicherweise ist das Belüftungsventil in die Ver- schlusskappe integriert, weil es sich dort am leichtesten einbauen lässt. Belüftungsven- tile aus porösen Materialien können aber auch dazu dienen, den Inhalt des Behälters von Mikroben und Bakterien zu schützen. Aus designtechnischen oder funktionstech- nischen Gründen ist eine Anordnung des Belüftungsventils in dem Verschluss des Be- hälters nicht immer der optimale Ort. Es besteht daher das Bedürfnis eine grössere Flexibilität bei der Anordnung des Belüftungsventils zu ermöglichen.

Aus der WO 2010/081081 ist eine Verschlusskappe bekannt, in die ein poröses Element integriert ist, um einen Druckausgleich zwischen dem Behälterinneren und der Umge- bung zu ermöglichen. Die Verschlusskappe gemäss der WO 2010/081081 besitzt an der Unterseite des Deckels eine Kammer, die zwei Öffnungen hat, eine untere Öffnung, durch welche das poröse Element in die Kammer eingesetzt wird, und eine obere Durchtrittsöffnung, welche die Kammer mit der Umgebung verbindet. Damit das po- röse Element in der Kammer gehalten ist, kann dieses so dimensioniert sein, dass ein Passsitz realisiert ist. Alternativ kann der untere Rand der Kammer gefaltet oder mit einem Hinterschnitt versehen sein.

Die EP-A-1 068 902 offenbart eine Verschlussanordnung bestehend aus einem elasti- sehen Stopfen zum Verschliessen einer Behälteröffnung und einem Filtermedium, das im Stopfen integriert ist. Der Stopfen hat eine axiale Öffnung, die eine Verbindung zwischen dem Behälterinneren und der Umgebung ermöglicht. In der Öffnung des Stopfens ist eine Filterscheibe angeordnet, die dichtend an der zylindrischen Wand des Durchgangs anliegt. Es ist vorgeschlagen, die Filterscheibe in der Öffnung integral mit dem Stopfen im Spritzgiessverfahren auszubilden. Allerdings gibt die EP-A-1 068 902 keinerlei Anleitungen, wie dies bewerkstelligt werden könnte.

Aufgabe der Erfindung

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung liegt darin, eine Haltevorrichtung für Funk- tionselemente an einem Behälter zu zeigen, welche auch an anderen Stellen als dem Behälterverschluss vorgesehen sein kann.

Beschreibung

Die Erfindung betrifft einen Kunststoffbehälter mit einer Behälterwandung und einer Austrittsöf fnu ng.

Erfindungsgemäss wird die Aufgabe bei dem Behälter gemäss dem Oberbegriff des Anspruchs 1 dadurch gelöst, dass der Behälter durch Extrusionsblasformen ausgebil- det ist und eine an der Behälterwandung in das Behälterinnere ragende Vertiefung für die Aufnahme eines Funktionselements ausgebildet ist, wobei die Vertiefung durch eine Einstecköffnung zugänglich ist Die Vertiefung kann an jeder Stelle der Behälter- wandung ausgebildet sein und ist so ausgeformt, dass das Funktionselement nach Ein- stecken durch die Einstecköffnung in der Vertiefung sicher gehalten ist. Sofern die Be- hälterwandung durchbrochen ist, um einen Kontakt des eingesteckten Funktionsele- ments mit einem in dem Behälterinneren bevorrateten Produkt zu gewährleisten, kann das Funktionselement mit der Behälterwandung derart abgedichtet gehalten werden, dass ein im Behälterinneren bevorratetes Produkt nicht zwischen Behälterwandung und Funktionselement in die Umgebung gelangen kann. Dadurch, dass die Vertiefung nach innen orientiert ist, bleibt die Behälteroberfläche glatt und ist nicht durch Erhe- bungen beeinträchtigt. Das Design des Behälters ist äusserst flexibel gestaltbar, da es durch keine Positionsvorgaben der Vertiefung beeinträchtigt wird. Das Verfahren des Extrusionsblasformens ermöglicht es, dass der Behälter rasch und formgetreu herstell- bar ist. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform weist die Vertiefung zumindest in einem Teilbereich eine Überdachung auf, die durch einen die Einstecköffnung begren- zenden Abschnitt der Behälterwandung ausgebildet ist. Die Überdachung stellt sicher, dass das Funktionselement formschlüssig in der Vertiefung, welche als Aufnahme- kammer dient, sicher gehalten ist. Die Überdachung kann quer zu einer Mittelachse der Vertiefung gerade, konvex oder konkav ausgebildet sein. Auch kann die Behälter- wandung in diesem Abschnitt als ein die Vertiefung überdachender Zahn mit schar- fem oder gerundetem Zahnkopf ausgebildet sein. Die Vertiefung kann auch in mehr als einem Teilbereich überdeckt sein. Die Überdachung kann zur Fixierung des Funkti- onselements in axialer Richtung dienen. Die Überdachung kann derart ausgebildet sein, dass das Funktionselement entnehmbar oder unlösbar fixiert ist. Die Entnehm- barkeit kann durch axiale Krafteinwirkung oder radiale Krafteinwirkung oder durch eine Kombination aus beiden Krafteinwirkungen gewährleistet sein.

Zweckmässigerweise weist die Vertiefung eine Wandung und einen Grund auf. Dadurch kann das Funktionselement bzw. der Einsatz in die Vertiefung eingedrückt werden bis sie am Grund anstösst. Die Wandung kann beispielsweise pyramidenför- mig oder zylindrisch ausgebildet sein und kann in Richtung einer Längserstreckungs- richtung der Vertiefung gesehen jeweils ein Polygon ausbilden. Auch kann die Wan- dung in Richtung einer Längserstreckungsrichtung der Vertiefung gesehen oval, ellip- tisch oder kreisförmig ausgebildet sein. Die Vertiefung kann auch mit einem Absatz ausgebildet sein, welcher als Auflagefläche oder als Anschlagsfläche für das Funkti- onselement ausgebildet ist. Zumeist wird die Wandung jedoch kreiszylinderförmig ausgebildet sein.

Dadurch, dass am Grund und/ oder der Wandung der Vertiefung vorteilhaft eine Durchgangsöffnung vorgesehen ist, steht das Funktionselement mit dem Behälterinne- ren in Verbindung. Die Öffnung wird in der Regel so angeordnet sein, dass bei einge- legtem Funktionselement kein Entweichen des Produkts an dem Funktionselement vorbei erfolgt. Durch die Durchgangsöffnung ist eine permanente Verbindung zwi- schen der den Behälter umgebenden Atmosphäre und dem Behälterinneren zusätzlich zu der Austrittsöffnung ausgebildet.

Um die Entformung des Behälters zu vereinfachen, weist die Vertiefung eine Mittel- achse auf, welche im Wesentlichen senkrecht auf der Behälterwandung steht. Gemäss einem weiteren Ausführungsbeispiel ist es jedoch auch denkbar, dass die Ver- tiefung eine Mittelachse aufweist, welche mit der Behälterwandung einen Winkel ein- schliesst, welcher kleiner als 90 und grösser als 0 Grad, bevorzugt kleiner als 88 und grösser als 10 Grad und besonders bevorzugt kleiner als 80 und grösser als 15 Grad ist. Dadurch ist die Orientierung der Vertiefung relativ zur Behälteroberfläche flexibel wählbar. Dies ist von Vorteil wenn eine spezielle Behälterkontur benötigt wird oder die Einstecköffnung möglichst unauffällig sein soll. In einem Ausführungsbeispiel ist der Winkel kleiner als 45° und größer als 30°. Der eingeschlossene Winkel umfasst so- wohl einen Winkel in vertikaler als auch horizontaler Richtung. Die Richtungsangabe kann hierbei auf die Standfläche des Behälters bezogen sein. Somit kann beispielswei- se die Mittelachse in horizontaler Richtung senkrecht auf der Behälterwandung stehen und in vertikaler Richtung der eingeschlossene Winkel zwischen Behälterwandung und Mittelachse der Vertiefung beispielsweise 75° sein. Zweckmässigerweise weist die Einstecköffnung eine erste lichte Weite auf und die Vertiefung weitet sich in Richtung des Behälterinneren zu einer zweiten lichten Weite auf, wobei die zweite lichte Weite größer ist als die erste lichte Weite. Dadurch kann die Vertiefung das Funktionsele- ment umschliessen und formschlüssig halten.

In einer weiteren Ausführungsform weist die Einstecköffnung eine erste lichte Weite auf und die Vertiefung weitet sich in Richtung des Behälterinneren gegenüber der ers- ten lichten Weite zu einer zweiten lichten Weite auf und verengt sich anschließend zu einer dritten lichten Weite. Diese Ausgestaltung der Vertiefung ist dann von Vorteil, wenn das Funktionselement mit seinem durchmesserkleineren Ende voran in die Ver- tiefung eingesteckt wird. Die Vertiefung ist in diesem Fall derart ausgeführt, dass sie die Mantelfläche des Funktionselements umschliesst und die Hinterschneidung das durchmessergrössere Ende formschlüssig hält. Die Verengung von der zweiten lichten Weite zu der dritten lichten Weite kann sprunghaft beispielsweise mittels eines Absat- zes, einer Stufe oder eines Vorsprungs erfolgen. Diese Verengung von der zweiten lich- ten Weite zu der dritten lichten Weite kann auch über eine vorbestimmte Strecke kon- tinuierlich oder diskontinuierlich erfolgen. Die erste lichte Weite kann kleiner, gleich oder größer als die dritte lichte Weite sein.

Als vorteilhaft erweist es sich, wenn die maximale Überdachung Vertiefung gemessen quer zu einer Mittelachse der Vertiefung zwischen 0,05 mm und 1 mm und bevorzugt zwischen 0,25 und 0,5 mm ist. Durch diese Bemassungsmerkmale weist die Überdach- ung bezüglich der Vertiefung eine Überdeckung auf, welche das Funktionselement einerseits zuverlässig in der Vertiefung hält und andererseits das Funktionselement durch die Einstecköffnung gepresst werden kann. Die maximale Überdachung ist das Mass zwischen dem Rand der Überdachung, der gleichzeitig die Einführöffnung be- grenzt, und der Wandung der Vertiefung.

Dadurch, dass die Wandung der Vertiefung und ein an die Wandung der Vertiefung angrenzender Abschnitt der Überdachung mit Vorteil einen Winkel zwischen 20 und 50 Grad und bevorzugt zwischen 30 und 40 Grad einschliessen, ist die Hinterschnei- dung entformbar und bildet einen ausreichend Kraftschluss zur Verbindung von Funktionselement und Vertiefung.

Mit Vorteil besitzt die Vertiefung eine im Wesentlichen rotationssymmerrische Gestalt. Die Vertiefung ist einfacher zu entformen als wenn sie eine eckige Ausformung besit- zen würde. Auch sind Passungen zwischen Funktionselement und Vertiefung einfa- eher vorzunehmen, wenn diese eine rotationssymmetrische Form besitzen.

Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft einen oben beschriebenen Behälter mit ei- nem in der Vertiefung aufgenommenen Funktionselement. Durch die Kombination von Vertiefung und Funktionselement können diese genau aufeinander angepasst sein, wodurch die Passfläche zwischen Funktionselement und Vertiefungswand in der Re- gel flüssigkeitsdicht ist, jedoch bei besonderen Ansprüchen auch gasdicht ausgestaltet werdpn kann.

In einer besonders bevorzugten Ausführungsform korrespondieren eine äussere Form des Funktionselements und eine innere Form der Vertiefung derart miteinander, dass das Funktionselementgegenüber einem im Behälterinneren bevorrateten Produkt flu- iddicht in der Vertiefung gehalten ist. Die Passfläche zwischen Funktionselement und Wandung der Vertiefung kann flüssigkeitsdicht ausgeführt sein. Der Formschluss, be- wirkt durch die Überdachung, hält das Funktionselement zuverlässig in der Vertie- fung, auch wenn in dem Behälterinneren ein Überdruck herrscht. Die Überdachung kann verhindern, dass das Funktionselement in Richtung der Mittelachse der Vertie- f ung aus der Vertiefung verlagerbar ist._Zweckmässigerweise ist das Funktionselement als eine Bundbuchse ausgebildet. Das Funktionselement ist in seiner Aussenkontur durch die Ausgestaltung des Bunds an die Konturen der Vertiefung angepasst und ist dadurch besonders gut haltend und dichtend in der Vertiefung aufgenommen. Das Funktionselement kann auch die Gestalt einer Hülse oder einer Buchse ohne Bund be- sitzen.

Mit Vorteil ist an dem Funktionselement eine zweite Durchgangsöffnung vorgesehen, um bevorzugt einen Gasaustausch zwischen Behälterinnerem und der Umgebung zu ermöglichen. Je nach Funktion des Funktionselements kann dieses direkt in Kontakt mit dem Behälterinnenraum stehen, um Druck auszugleichen oder andere weiter un- ten beschriebene Aufgaben zu erfüllen. Die zweite Durchgangsöffnung kann kleiner als 5μπι sein, um flüssige Produkte aus dem Behälterinneren zurückzuhalten und kann kleiner als 20 μπι sein, um pastöse Produkte aus dem Behälterinneren zurückzuhalten. Bei beiden Öffnungsgrößen ist ein ungehinderter Gasaustausch zwischen umgebender Atmosphäre und Behälterinnerem möglich. Zum Druckausgleich zwischen Behälterin- nerem und Umgebung ist die zweite Durchgangsöffnung durch eine gasdurchlässige Membran verschlossen. Die Membran ist nur für Gase durchlässig und ist flüssigkeits- dicht. Baut sich in dem Behälterinneren durch eine Veränderung der Seehöhe oder durch Gasbildung ein Innendruck auf, welcher grösser als der Umgebungsdruck ist, so kann dieser durch die Membran hindurch ausgeglichen werden. Denkbar ist es auch, dass ein Unterdruck in dem Behälter ausgeglichen werden kann. Ein Unterdruck kann beispielsweise dann entstehen, wenn ein heisses Produkt in den Behälter abgefüllt wird und in dem verschlossenen Behälter abgekühlt wird.

Die Membranfunktion kann vereinfacht umgesetzt werden, indem das Funktionsele- ment vorteilhaft ein gesintertes, poröses Teil aus HDPE ist. Das Funktionselement ist einstückig und dementsprechend einfach herstellbar. Durch das poröse Teil kann Gas zwischen Behälterinnerem und Umgebung ausgetauscht werden, nicht jedoch Flüssig- keit durch das Funktionsteil hindurch gelangen.

In einer weiteren Ausfuhrungsform ist das Funktionselement ein Haltbarkeitsindika- tor. Der Haltbarkeitsindikator steht mit dem Behälterinnenraum in Verbindung und reagiert auf Parameter, welche auf eine Veränderung in dem abgefüllten Produkt schliessen lassen. So kann beispielsweise die Bildung eines Gases oder eine Druckän- derung erkannt werden. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, dass das Funktionselement eine chemische Substanz beinhaltet, die in Fluidverbindung mit dem Behälterinneren stehen kann.. So kann beispielsweise die ständige Zudosierung einer natürlichen antimikrobiellen Sub- stanz die Haltbarkeit des abgefüllten Produktes verlängern. Die chemische Substanz kann auch ein Geruchsfänger, Sauerstofffänger, Wasserdampffänger oder ein CO 2 - Fänger sein. Generell kann in dem Funktionselement eine chemische Substanz aufge- geben sein, welche während der Lagerung des Behälters entstehende Gase einfängt.

Denkbar ist es auch, dass das Funktionselement ein Indikator ist, welcher anzeigt, wenn die Kühlkette des in dem Behälter bevorrateten Produktes unterbrochen wurde.

Weitere Vorteile und Merkmale ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung ei- nes Ausführungsbeispiels der Erfindung unter Bezugnahme auf die schematischen Darstellungen. Es zeigen in nicht massstabsgetreuer Darstellung:

Figur 1 : einen Querschnitt durch die Behälterwandung eines Kunststoffbe- hälters mit einer Vertiefung in einer ersten Ausführungsform;

Figur 2: einen Querschnitt durch die Behälterwandung eines Kunststoffbe- hälters mit einer Vertiefung in einer zweiten Ausführungsform;

Figur 3: einen Querschnitt durch die Behälterwandung eines Kunststoffbe- hälters mit einer Vertiefung in einer dritten Ausführungsform;

Figur 4: einen Querschnitt durch die Behälterwandung eines Kunststoffbe- hälters mit einer Vertiefung in einer vierten Ausfuhrungsform und

Figur 5: eine Seitenansicht eines Kunststoffbehälters mit Vertiefung.

In den Figuren 1 bis 4 ist ein detaillierter Ausschnitt eines Behälters aus Kunststoffma- terial gezeigt. Der Behälter ist gesamthaft mit dem Bezugszeichen 11 beziffert. In einer Behälterwandung 13 des Behälters 11 ist an einer beliebigen Stelle eine Vertiefung 15 ausgeformt. Die Vertiefung 15 dient als eine Aumahmekammer für ein Funktionsele- ment 17. Das Funktionselement 17 wird durch eine Einstecköffnung 19 hindurch in die Vertiefung 17 eingeführt. In der Figur 5 ist die Vertiefung 15 beispielhaft in der Behäl- terwandung 13 des Behälters 11, welche in dem vorliegenden Ausführungsbeispiel als Seitenwand ausgebildet ist, in der Nähe des Behälterbodens vorgesehen. Die Vertie- fung 15 ist bevorzugt an einer Stelle angeordnet, an der das Funktionselement 17 mit dem sich in dem Behälter 11 bevorrateten Produkt in Kontakt stehen kann, auch wenn der Behälter teilweise entleert ist. Grundsätzlich ist jede Position an der Behälterwan- dung 13 möglich.

Die Vertiefung respektive die Aufnahmekammer 15, weist neben der Einstecköffnung 19 eine Wandung 21 und einen Grund 23 auf. Ist das Funktionselement 17 in der Ver- tiefung 15 aufgenommen, so ist es bevorzugt, dass es den Grund 23 berührt. Das Funk- tionselement 17 kann kraftschlüssig und/ oder formschlüssig in der Vertiefung 15 ge- halten sein. Zur Halterung unter Kraftschluss sind die Aussenabmessungen des Funk- tionselements 17 und die Innenabmessungen der Vertiefung 15 derart aufeinander abgestimmt, dass ein Presssitz vorhanden ist. Eine Halterung unter Kraftschluss ist in der Figur 4 gezeigt.

Zur Halterung des Funktionselements 17 in der Vertiefung 15 unter Formschluss, weist die Vertiefung 15 eine Überdachung 25 auf. Zur Bildung der Überdachung 25 besitzt die Vertiefung 15 im Bereich der Einstecköffnung 19 eine erste lichte Weite 27, welche sich in Richtung des Behälterinneren zu einer zweiten lichten Weite 29 aufweitet. Die Aussenabmessungen des Funktionselements 17 sind im Wesentlichen an die Über- dachungsabmessungen angepasst. Dazu weitet sich das Funktionselement 17 von ei- nem Kragen 31 zu einem durchmessergrösseren Bund 33 auf.

Die Differenz zwischen erster und zweiter lichter Weite 27,29 beträgt zwischen 0,6 und 1 mm und bevorzugt zwischen 0,7 und 0,9 mm. Diese Differenz ermöglicht eine zuver- lässige Halterung des Funktionselements 17 in der Vertiefung 15 und ermöglicht es, dass der Bund 33 noch durch die durchmesserkleinere Einstecköffnung 19 unter Auf- weitung selbiger hindurch passt.

Der Übergang zwischen erster und zweiter lichter Weite 27,29 ist durch eine Über- dachungsflanke 35 gebildet. Die Flanke 35 bildet mit der Wandung 21 bzw. der Mittel- achse 37 der Vertiefung einen Winkel zwischen 20 und 50 Grad und bevorzugt zwi- sehen 30 und 40 Grad. Steht die Mittelachse 37 rechtwinkelig zur Trennebene des Behälters 11, so ist die Überdachung einfacher zu entformen, als bei einer anderen Orientierung der Mittel- achse 37. Dies liegt daran, dass sich die Halbschalen der Behälterform in Richtung der Mittelachse 37 öffnen. Denkbar ist es jedoch auch, dass die Mittelachse einen Winkel zwischen 0 und 90 Grad, bevorzugt zwischen 10 und 88 Grad und besonders bevor- zugt zwischen 15 und 80 Grad aufweist und die Vertiefung 15 trotzdem entformbar ist. Auch bewegliche Elemente im Werkzeug sind denkbar, um die Entformung zu be- werkstelligen. Vertiefungen 15 mit einer solchen Orientierung sind dann bevorzugt, wenn es das Behälterdesign erfordert. Beispielsweise ist eine Orientierung der Mittel- achse 37 rechtwinkelig zur Behälteroberfläche für ein gleichmässiges Behälterdesign von Vorteil.

Denkbar ist es auch, dass sich gemäss Figur 3 die Vertiefung 15 ausgehend von der zweiten lichten Weite 29 zu einer dritten lichten Weite 39 verengt. Diese Ausgestaltung der Vertiefung 15 wird dann gewählt, wenn das Funktionselement 17 mit dem Kragen 31 voran in der Vertiefung 15 aufgenommen ist.

Aus Gründen der vereinfachten Herstellung besitzen das Funktionselement 17 und die Vertiefung 15 bevorzugt rotationssymmetrische Gestalt.

Um einen Fluidaustausch zwischen Behälterinnerem und Umgebung zu ermöglichen, kann am Grund der Vertiefung 15 eine erste Durchgangsöffnung 41 vorgesehen sein. Es versteht sich, dass aus diesem Grund auch an dem Funktionselement 17 eine zweite Durchgangsöffnung 43 vorgesehen sein kann. Wie die Figuren 3 und 4 zeigen, kann die zweite Durchgangsöffnung 43 entsprechend der Aussenkontur des Funktionsele- ments 17 abgesetzt sein.

Das Funktionselement 17 kann die unterschiedlichsten Aufgaben erfüllen. Beispielhaft und daher nicht abschliessend sind folgende Anwendungen denkbar:

Wie in den Figuren gezeigt, kann das Funktionselement 17 ein Gehäuse mit der darin vorgesehenen zweiten Durchgangsöffnung 43 sein. In der zweiten Durchgangsöffnung 43 ist eine Membran 45 eingesetzt. Da die Membran zweckmässigerweise nur für Gase durchlässig ist, herrscht im Behälterinneren immer der gleiche Druck wie in der Um- gebung. Somit findet ein Gasaustausch zwischen Behälterinnerem und den Behälter 11 umgebender Atmosphäre statt. Eine Deformierung des Behälters 11 wegen Unter- bzw. Überdruck im Behälterinneren kann daher verhindert werden. Die Membran 45 kann aus üblichen Membranmaterialien, beispielsweise Polyethylen (PE) oder Polytetrafluo- räthylen (FTFE), Polyamid (PA) oder Polyacrylnitril, hergestellt sein.

Eine vereinfachte Membranfunktion des Funktionselements 17 kann dadurch erreicht werden, indem das Funktionselement 17 ein gesinterter, poröser Stopfen, beispielweise aus HDPE, ist. Dieses poröse Material besitzt die Eigenschaften einer gasdurchlässigen Membran.

Das Funktionselement 17 kann auch ein Haltbarkeitsindikator sein. Dazu steht es mit dem Behälterinnenraum in Verbindung. Sollte sich in dem Behälterinnenraum ein Gas bilden, welches auf das Ende der Haltbarkeit des eingefüllten Produktes schliessen lässt, so kann das Funktionselement die Farbe ändern. Beispielsweise kann in dem Funktionselement eine chemische Substanz vorhanden sein, welche unter Reaktion mit dem entstandenen Gas die Farbe ändert.

Denkbar ist es auch, dass in dem Funktionselement 17 eine chemische Substanz enthal- ten ist, welche durch die erste und zweite Durchgangsöffnung 41,43 in das Behälterin- nere abgegeben werden kann. Dadurch kann die Haltbarkeit des bevorrateten Produk- tes verlängert werden.

Auch kann in dem Funktionselement 17 eine chemische Substanz aufgegeben sein, welche eine Unterbrechung der Kühlkette anzeigt und damit auf ein verdorbenes Le- bensmittel in dem Behälter hinweist.

Bevorzugt wird der Behälter 11 mit der oben beschriebenen Vertiefung 15 im Herstell- verfahren des Extrusionsblasformens hergestellt. Eine Möglichkeit der Herstellung stellt das in der EP 2227369 beschriebene Verfahren dar.

Zur Herstellung der Überdachung 25 kann in einer der Formhalbschalen ein ver- schiebbarer Dorn vorgesehen sein. Beim öffnen der Halbschalen wird der Dorn aus der Formhalbschale heraus in die Kavität hinein in der gleichen Geschwindigkeit ver- lagert wie die Trennung der Formhalbschalen erfolgt, , sodass sich der Dorn relativ zu dem Behälter beim Öffnen der Formhalbschalen nicht bewegt. Dann wird der Dorn aus der ausgeformten Vertiefung 15 herausgezogen, wobei der Behälter von einem Gegen- halter zurückgehalten wird. Ist die Vertiefung 15 wie in Figur 4 ausgeformt, so kann der Dorn beim Öffnen der Halbschalen aus der Vertiefung 15 gezogen werden, ohne dass ein Gegenhalter zum Zurückhalten des Behälters benötigt wird.