PFALTZ, Dieter (Waldstr. 1, Großdittmmannsdorf, 01471, DE)
| Patentansprüche 1. Behälter für die Endlagerung von festen oder flüssigen Sondermüllmater ialien, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass der Behälter (1) aus einem Hohlglaskörper (2) aus Verbundglas oder Panzerglas mit mindestens zwei Scheiben besteht, wobei die Dicke der einzelnen Scheiben untereinander variieren und regelmäßig oder unregelmäßig wechselnd eine Gießharzschicht oder eine Folienschicht zwischen den Glasscheiben vorhanden ist und die einzelnen Scheiben aus Floatglas und/oder chemisch gehärtetem Glas bestehen und diese regelmäßig und/oder unregelmäßig wechselnd angeordnet sind und die einzelnen Panzerglasteile untereinander verklebt sind und der Hohlglaskörper (2) von einer mindestens zweiteiligen Har tpur schaumhülle (2) umschlossen ist, wobei die Har tpur schaumhülle (3) den Hohlglaskörper (2) passgenau umschließt. 2. Behälter für die Endlagerung von festen oder flüssigen Sondermüllmater ialien, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass der Behälter (1) aus einem zweigeteilten Sicherheitsglaskörper (2) in Form von Monoglas besteht, die Berührungsflächen der beiden Sicherheitsglasteile geschliffen sind und die einzelnen Sicherheitsglasteile untereinander verklebt und/oder mittels eines Unterdrucks aneinander gepresst sind und der zweigeteilte Sicherheitsglaskörper (2) von einer mindestens zweiteiligen Har tpur schaumhülle (3) umschlossen ist, 3. Behälter nach Anspruch 1, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass in dem Hohlglaskörper (2) ein Unterdruck vorhanden ist . 4. Behälter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die innenliegende Glasscheibe, die außenliegende Glasscheibe und/oder das Monoglas aus Borofloatglas (7), Borosilikatglas (7) und/oder Quarzglas (7) besteht. 5. Behälter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass der Hohlglaskörper (2) die Form einer Kugel, eines Zylinders, eines Quaders oder eines Würfels besitzt, wobei die Kugel aus zwei Halbkugelschalen 33 besteht und der Boden des Quaders, Würfels und/oder Zylinders einen nach oben oder nach unten gewölbten Boden besitzt, wobei der Boden zwischen den Seitenwänden oder an den Enden der Seitenwände angeordnet ist. 6. Behälter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass der Hohlglaskörper (2) aus einer Halbkugelschale (33) mit einer dem Durchmesser der Halbkugelschale (33) angepassten und aufgesetzten Glasscheibe (34) besteht, wobei die Berührungsflächen (24) zwischen Halbkugelschale (33) und Glasscheibe (34) einen Feinschliff besitzen und die Außenkanten der Halbkugelschale (33) und der Glasscheibe (34) angefast sind und somit eine dr eieckförmige Nut (35) bilden. 7. Behälter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass der Hohlglaskörper (2) an der Oberseite oder am oberen Ende eine Öffnung (13) mit einem runden oder eckigen Querschnitt besitzt, welche durch einen an die Öffnung (13) angepassten Verschluss (19) in Form eines Glaselementes (19), eines Metallverschlusses (19) oder eines Ventils (19) verschließbar ist und an der Innenseite der Öffnung (13) ein Saugrohr (18) eingeklebt ist. 8. Behälter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die Har tpur schaumhülle (3) den Hohlglaskörper (2) passgenau umschließt oder zum Hohlglaskörper (2) hin eine Vielzahl von Abstandshaltern (22) und die Har tpur schaumhülle (3) mehrere Durchgangslöcher als Druckausgleichsöffnungen (23) besitzt. 9. Behälter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die Har tpur schaumhülle (3) zusätzlich von einem mindestens zweiteiligen Har tpur schaumkorper (4) und/oder von einer Betonhülle (6) umschlossen ist und durch die Har tpur schaumhülle (3), den Har tpur schaumkorper (4) und durch die Betonhülle (6) Druckausgleichsöffnungen (23) vorhanden sind und dass der äußere Har tpur schaumkorper (4) und die Betonhülle (6) die Form eine Würfels, Quaders und/oder Zylinders besitzt. 10. Behälter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass an der Har tpur schaumhülle (3), dem Har tpur schaumkorper (4) und/oder der Betonhülle (6) Druckplatten (12) scheibenförmig, rahmenförmig und/oder die gesamte Oberseite und/oder Unterseite abdeckend angeordnet sind und durch die Druckplatten (12) und den äußeren Har tpur schaumkorper (4) und/oder die Betonhülle (6) Zugstangen (5) geführt sind und an dem oberen Ende der Zugstangen (5) Kranösen (11) vorhanden sind. 11. Behälter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass zwischen dem Hohlglaskörper (2) und der inneren Har tpur schaumhülle (3), zwischen der inneren Har tpur schaumhülle (3) und dem äußeren Har tpur schaumkorper (4) und/oder zwischen innerer Har tpur schaumhülle (3) und Betonhülle (6) Bleiplatten (8), Bleistreifen (8) und/oder Bleiformteile (8) vorhanden sind, wobei die Bleiplatten (8), Bleistreifen (8) und/oder Bleiformteile (8) überlappend angeordnet und/oder ineinander steckbar mit Nut und Feder ausgeführt sind und diese Bleiplatten (8), Bleistreifen (8) und/oder Bleiformteile (8) eine Schutzschicht besitzen. 12. Behälter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass an den Stoßstellen der Teile der inneren Har tpur schaumhülle (3) Positionierungsnuten (9), Positionierungsfedern (9) und/oder Abstufungen (14) vorhanden sind und dass an der Oberseite und/oder Unterseite des äußeren Har tpur schaumkorper s (4), an der Druckplatte (12) und/oder der Betonhülle (6) Positionierungselemente (10) vorhanden sind, wobei die Positionierungselemente (10) jeweils deckungsgleich angeordnet sind. 13. Behälter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass im Hohlglaskörper (2) Sensoren (17) in Form von Drucksensoren, Temperatur sensoren und/oder Lagesensoren vorhanden sind. 14. Behälter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass an der Innenseite des Hohlglaskörpers (2) ein der Innenkontur des Hohlglaskörpers (2) angepasster zweigeteilter Bleihohlkörper (30) angeordnet ist, dessen Berührungsflächen (24) auf gleicher Ebene wie die geschliffenen Ränder (24) der beiden Hohlglaskörper teile liegen und die Berührungsflächen (24) der beiden Bleihohlkörper (30) eine zueinander passende Abstufung (14) besitzen und in Abständen der Abstufung (14) angepasste Druckausgleichskanäle (31) zwischen Innenraum des Bleihohlkörpers (30) und einer an der Außenseite liegenden ringförmigen Aussparung (32) vorhanden sind. 15. Verfahren zum Befüllen von Behältern für die Endlagerung von festen oder flüssigen Sondermüllmaterialien mit den Merkmalen nach den Ansprüchen 1 bis 14, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , - dass in einen vorbereiteten Hohlglaskörper (2) das Lagergut (21) über eine Öffnung (13) an der Oberseite des Hohlglaskörpers (2) eingebracht wird und mit einem Bindemittel (20) vergossen und ausgehärtet wird, - dass nach dem Aushärten des Bindemittels (20) in die Öffnung (13) des Hohlglaskörpers (2) ein Verschluss (19) eingesetzt und eingeklebt und - dass der Hohlglaskörper (2) anschließend durch mindestens eine Har tpur schaumhülle (3), einen Har tpur schaumkörper (4) und/oder Bleihülle (8) und/oder Betonhülle (6) verkleidet wird. 16. Verfahren zum Befüllen von Behältern für die Endlagerung von festen oder flüssigen Sondermüllmaterialien mit den Merkmalen nach Ansprüchen 2, 4, 5 und 7 bis 14, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , - dass in eine erste Hälfte eines vorbereiteten zweiteiligen kugelförmigen Hohlglaskörper (2), welche die spätere obere Halbkugel darstellt, auf den Glasboden im Bereich der Öffnung (13) bzw. des Ventils (19) ein Druckausgleichsrohr (18) eingeklebt wird, anschließend das Lagergut (21) eingebracht wird und mit einem Bindemittel (20) bei Raumtemperatur vergossen und ausgehärtet wird, wobei die Halbkugel bis maximal 0,25 cm unterhalb der Äquatorlinie (24) flächig befüllt wird, - dass in die zweite Hälfte des vorbereiteten zweiteiligen kugelförmigen Hohlglaskörpers (2), welche die spätere untere Halbkugel darstellt, das Lagergut (21) bis kurz unter die Äquatorlinie (24) aufgefüllt wird und nun die andere, bereits ausgehärtete obere Halbkugel auf die untere Halbkugel deckungsgleich aufgesetzt wird, wobei vorher die geschliffenen Ränder beider Halbkugeln von allen Verunreinigungen befreit wurden und sich dabei das Druckausgleichsrohr (18) in das Lagergut (21) bohrt, - dass anschließend die Fuge zwischen beiden Halbkugeln mit einem Kleber verfüllt und glatt gezogen und anschließend mit einem Klebband überklebt wird und nun mittels einer Vakuumpumpe die Luft aus der unteren Halbkugel bis zu einem Unterdruck von 0,2 bis 1 bar abgepumpt wird und das Ventil (19) geschlossen wird und - dass nach dem Abpumpen der Luft der Hohlglaskörper (2) durch mindestens eine Har tpur schaumhülle (3), einen Har tpur schaumkörper (4) und/oder Bleihülle (8) und/oder Betonhülle (6) verkleidet wird. 17. Verfahren zum Befüllen von Behältern für die Endlagerung von festen oder flüssigen Sondermüllmaterialien mit den Merkmalen nach Ansprüchen 2, 4, 5 und 7 bis 14, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , - dass in eine erste Hälfte eines vorbereiteten zweiteiligen kugelförmigen Hohlglaskörper (2) mit einem Teil des Bleihohlkörpers (30) als Bleihalbkugel das Lagergut (21) eingebracht wird und mit einem Bindemittel (20) bei Raumtemperatur vergossen und ausgehärtet wird, wobei die Bleihalbkugel bis maximal 0,25 cm unterhalb der Berührungsflächen (24) flächig befüllt wird, - dass in die zweite Hälfte der Bleihalbkugel das Lagergut (21) bis kurz unter die Berührungsflächen (24) aufgefüllt und mit einem Bindemittel (20) bei Raumtemperatur vergossen und ausgehärtet wird und diese gefüllte Bleihalbkugel auf die untere Bleihalbkugel deckungsgleich aufgesetzt wird, anschließend die zweite Hälfte des Hohlglaskörpers (2) auf die erste Hälfte des Hohlglaskörpers (2) deckungsgleich aufgesetzt wird, wobei vorher die geschliffenen Ränder beider Glashalbkugeln von allen Verunreinigungen befreit wurden, - dass anschließend in einer Vakuumkammer aus dem kompletten Hohlglaskörper (2) die Luft bis zu einem Unterdruck von 0,2 bis 1 bar evakuiert wird und anschließend durch spontanen Druckausgleich in der Vakuumkammer die beiden Glashalbkugeln fest zusammen gepresst werden und - dass nach dem Evakuieren der Luft aus dem Hohlglaskörper (2) dieser durch mindestens eine Har tpur schaumhülle (3), einen Har tpur schaumkörper (4) und/oder Betonhülle (6) verkleidet wird. 18. Verfahren nach Anspruch 15, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass in den Hohlglaskörper (2) flüssige Stoffe als Lagergut (21) eingebracht werden und zum Schluss das innere Restvolumen mit einem Bindemitteln (20) verfüllt wird, welches eine geringere Dichte als die jeweiligen flüssigen Stoffe besitzen. |
Sondermüllmaterialien aus Verbundglas oder Panzerglas
Behälter zur Endlagerung von festen oder flüssigen
Sondermüllmaterialien aus Verbundglas oder Panzerglas insbesondere für toxische und radiaktive Abfälle
Es sind bereits verschiedene Endlagerbehälter mit einem inneren und äußeren Behälter bekannt. Hierbei kommen in aller Regel schwere Behälter aus Metall und Beton aber auch aus Holz zum Einsatz. Diese Behälter besitzen jedoch den entscheidenden Nachteil, dass sie selbst bei dem Einsatz hochwertiger Rohstoffe und aufwändiger Veredelung
langfristig gegen Korrosion empfindlich sind und bei der Lagerung im Wasser nur bedingt eingesetzt werden können.
In den folgenden Schriften werden verschiedene
Endlagerbehälter beschrieben, welche aus Metall und Beton aufgebaut sind. So beschreibt die DE 27 26 335 C2 ein für die Endlagerung einsetzbares Behälteraggregat für
radioaktive Abfallstoffe mit einem inneren, dickwandigen Abschirmbehälter aus Stahlguss, einem Außenbehälter und Verschlussdeckel für den inneren Abschirmbehälter und den Außenbehälter, wobei der innere Abschirmbehälter im
Außenbehälter durch eine Vergussmasse fixiert ist, die auch den Verschlussdeckel des inneren Abschirmbehälters
abdeckt, wobei der Außenbehälter an eine Beladezelle mit Doppeldeckelsystem für den kontaminationsfreien Anschluss an die Beladezelle anschließbar ist und dazu einen
Außenbehälterver schlussdeckel aufweist der als unterer, verloren mit dem Außenbehälter verbundener Teil des
Doppeldeckelsystems ausgebildet ist und auf dem
Außenbehälterver schlussdeckel ein weiteres Verschlussteil angeordnet ist, welches als Deckel auf den Außenbehälter aufgesetzt oder als Vergussteil bzw. Deckel eines
zusätzlichen abschirmenden Umhüllungsbehälters ausgebildet ist. Der Außenbehälter ist als Rollreifen bzw. aus Grauguss ausführbar . Der Umhüllungsbehälter ist als
Stahlgussbehälter bzw. mit einer verlorenen Betonumhüllung ausgeführ t .
Weiterhin beschreibt die DE 43 36 674 Cl einen
Endlagerbehälter für radioaktiv kontaminierte Abfallstoffe mit organischen Bestandteilen, bestehend aus einem mit einem Deckel versehenen Außenbehälter, wobei an der
Innenfläche des Außenbehälters und des Deckels jeweils eine Bleiabschirmung angebracht ist und einem den Abfallstoff aufnehmenden, in den Außenbehälter einstellbaren
Innenbehälter, einer elektrischen Heizeinrichtung zum
Erhitzen des Abfallstoffs und einer verschließbaren
Gasabsaugöffnung, wobei die Bleiabschirmung im
Außenbehälter und unter dem Deckel jeweils gefäßartig eingefasst ist, außen auf dem Mantel des Innenbehälters und unter dessen Boden eine Erwärmung des Abfallstoffs bis etwa 400 C erlaubende elektrische Heizelemente angeordnet sind und Einrichtungen zum Anschluss von ein oder mehreren
Rohren zum Befüllen, zum Ein- und Ableiten von Gasen, zur Einführung von Messeinrichtungen und zur Durchführung eines Stromkabels für die Heizelemente vorgesehen sind und das der Innenbehälter (6) mit einem verjüngten Bodenteil versehbar und die Bleiabschirmung entsprechend radial nach innen erweiterbar ist.
Die DE 29 42 092 C2 beschreibt einen Endlagerbehälter für radioaktive Abfallstoffe, insbesondere bestrahlte
Kernreaktorbrennelemente bestehend aus einem Innenbehälter, einem metallenen Außenbehälter und einem zwischen Innen- und Außenbehälter angeordneten Graphitmantel und der
Innenbehälter und der Außenbehälter jeweils durch einen Deckel verschlossen sind, wobei der Graphitmantel als gas-. und flüssigkeitsdichter Korrosionsschutzbehälter
ausgebildet ist und aus einem Graphit - Schiller topf , der mit zwei Graphitdeckeln verschlossen ist, besteht, wobei die mit konischen Dichtflächen versehenen Graphitdeckel in entsprechenden Aufnahmen des Graphitbehalter topfes gehalten sind. Der Innenbehälter ist mit dem Außenbehälter
verbindbar . Der Behälter ist aus Graphit ausführbar .
Schließlich beschreibt die EP 0 244 599 AI einen
längszylindrischen Behälter für die Endlagerung von einer oder mehreren mit hochradioaktiven Abfällen gefüllten und dicht verschlossenen Kokillen mit einer Wandung aus mehreren Schichten. Die äußere Schicht der Wandung besteht aus einem relativ dünnwandigen Außenrohr mit in dieses an den axialen oberen und unteren Enden bzw. Öffnungen
eingesetzten Deckel- bzw. Bodenstopfen, deren Dicke ein Mehrfaches der Wandstärke des Außenrohres beträgt. In das Außenrohr ist zwischen Deckel- und Bodenstopfen ein an das Außenrohr eng anliegendes Innenrohr aus einem zum Außenrohr vergleichsweise hochfesten Werkstoff eingesetzt, welches eine kraftschlüssige Verbindung zwischen Deckel- und
Bodenstopfen bildet. Das Außenrohr, der Deckelstopfen und Bodenstopfen bestehen aus Baustahl mit vorbestimmbarer Korrosionsrate, das Innenrohr hingegen aus hochfestem
Werkzeugstahl. Zweck der Erfindung ist es, einen
Endlagerbehälter für den Langzeiteinschluss von
hochradioaktiven Materialien in geologischen Formationen zu schaffen, der beim Aufeinander stapeln in einem Bohrloch mechanisch stabil bleibt, kalkulierbare Korrosionsraten aufweist und dessen Gewicht trotz sicherer Abschirmung der Streustrahlung beim Einbringen ins Bohrloch beschränkt
Aufgabe der Erfindung ist es, einen Behälter zur
Endlagerung von festen oder flüssigen Sondermüllmaterialien aus Verbundglas oder Panzerglas mit zusätzlichen
Schutzummantelungen zu schaffen.
Mit der Erfindung wird im angegebenen Anwendungsfall erreicht, dass Behälter zur Endlagerung von festen oder flüssigen Sondermüllmaterialien aus Verbundglas oder
Panzerglas geschaffen wird, wobei der Behälter für die Endlagerung von festen oder flüssigen
Sondermüllmaterialien, aus einem Hohlglaskörper aus
Panzerglas oder Verbundglas besteht, wobei die Dicke der einzelnen Scheiben untereinander variieren und regelmäßig oder unregelmäßig wechselnd eine Gießharzschicht oder eine Folienschicht zwischen den Glasscheiben vorhanden ist und die einzelnen Scheiben aus Floatglas und/oder chemisch gehärtetem Glas bestehen und diese regelmäßig und/oder unregelmäßig wechselnd angeordnet sin. Der Hohlglaskörper ist von einer mindestens zweiteiligen Har tpur schaumhülle umschlossen. Diese Har tpur schaumhülle umschließt den
Hohlglaskörper passgenau.
Der Hohlglaskörper kann dabei eine Quaderform, eine
Zylinderform oder auch eine Kugelform aus zwei Halbschalen besitzen. Durch die Erfindung wird ein Endlagerbehälter geschaffen, welcher durch den Aufbau nahezu vollständig resistent gegen Korrosion ist, extrem belastbar und damit stoßsicher und auch schusssicher ist. Durch eine leichte und von außen einwirkende Kräfte absorbierende Hülle ist der Hohlglaskörper zusätzlich geschützt. Diese Schutzhülle oder Schutzummantelung dient vorzugsweise als Schutz beim
Transport. Der Einsatz in Endlager stellen in Bergwerken ist ebenso möglich, wie das Vergraben in der Wüste oder das Versenken im Wasser . Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung des Behälters sind in den Ansprüchen 2 bis 13 und die Vorteile der
Erfindung des Verfahrens in den Ansprüchen 14 bis 17 dargestellt. Nach Anspruch 2 als Nebenanspruch besteht der Hohlglaskörper aus Sicherheitsglas als Monoglas . Hierdurch sind die Hohlglaskörper einfacher verarbeitbar, wodurch sich der Aufbau vereinfacht und die Kosten reduziert werden. Durch den vorhandenen Unterdruck nach Anspruch 3 erhöht sich die Stabilität und Sicherheit der
Hohlglaskörper . Hierdurch erweitert sich das Einsatzgebiet der Behälter der Hohlglaskörper . Mit der Weiterbildung nach Anspruch 4 besteht der Glasbehälter zumindest teilweise aus einem Spezialglas, welches eine besonders hohe
Widerstandsfähigkeit auch in einer aggressiven Umwelt bzw. gegenüber aggressiven Lagerstoffen beständig ist. Durch die besondere Form des Glasbehälters und durch die besondere Form des Bodens des Glasbehälters nach Anspruch 5 ergeben sich Vorteile beim Befüllen der unterschiedlichsten
Lagerstoffe. Durch die besondere Form der Hohlglaskörper lassen sich unterschiedlichste Stoffe und Stoffformen sicher lagern. Es erhöht sich die Stabilität des
Hohlglaskörpers und es erweitert sich das Anwendungsgebiet der Erfindung. Die Form des Hohlglaskörpers nach Anspruch 6 wird insbesondere für flüssige oder pastenförmige
Endlagerprodukte eingesetzt. Die obere Halbkugel kann nicht mit flüssigen Stoffen gefüllt werden und stellt somit einen nicht nutzbaren Hohlraum dar . Durch den Einsatz der
Glasscheibe wird der nicht nutzbare Hohlraum reduziert. Bei der Weiterbildung nach Anspruch 7 werden die
unterschiedlichsten Formen und Arten der Öffnung des
Glasbehälters beschrieben, die sich nach den Lager Stoffen, ob fest oder flüssig, und nach der gewünschten Sicherheit des Verschlusses richtet. Das an der Innenseite der Öffnung vorgesehene Saugrohr ermöglich die Herstellung eines
Vakuums insbesondere bei bereits gefüllten Halbkugeln. Nach Anspruch 8 besitzt die Har tpur schaumhülle in Richtung
Glasbehälter Abstandshalter und mehrere Durchgangslöcher und zusätzlich ist um die Har tpur schaumhülle noch ein
Har tpur schaumkörper angeordnet. Durch den zusätzlichen Har tpur schaumkörper besteht eine zusätzliche Schutzhülle und ein mechanischer Schutz. Durch die Abstandshalter kann z. B. Wasser bis zum Glasbehälter vordringen und dort auch direkt den Wasserdruck der Umgebung auf den Glasbehälter wirken lassen. Hierdurch wird der mechanische Schutz weiter erhöht. ach Anspruch 9 umschließt die Har tpur schaumhülle oder den Har tpur schaumkörper eine Betonschicht. Hierdurch lassen sich insbesondere stark kontaminierte Abfälle zusätzlich sicher umhüllen. Bei der Weiterbildung nach Anspruch 10 sind im und am Behälter Zugstangen und
Druckplatten angeordnet. Hierdurch sind die Behälter sicher und einfach bewegbar und transportierbar . Die rahmenförmige Druckplatte erhöht die Stabilität des Behälters. Mit den Kranösen sind die Behälter auch durch Kräne bewegbar und transportierbar . Durch die besondere Form des äußeren
Har tpur schaumkörper s sind diese unabhängig vom
Hohlglaskörper sicher und platzsparend übereinander
stapelbar und aneinander stapelbar . Der Behälter erfährt eine Weiterbildung nach Anspruch 11, indem um die innere Har tpur schaumhülle Bleiplatten oder Bleiformteile
überlappend angeordnet und/oder ineinander steckbar sind. Hierdurch wird trotz modularer Anordnung die Anforderung an einen geschlossenen Bleibehälter erfüllt und ein wirksamer Strahlenschutz bei radioaktivem Abfall erreicht Die
Bleielemente können eine Schutzschicht besitzen. Hierdurch werden Umwelteinflüsse bzw. Umgebungseinflüsse bei der Lagerung auf das Blei und eine Umweltbelastung durch das Blei vermieden. Die Weiterbildung nach Anspruch 12 gilt den Stoßstellen der Teile der inneren Har tpur schaumhülle , wodurch die Teile exakt übereinander und aneinander gesetzt und positioniert werden. Hierdurch ist es unmöglich, den zu lagernden Abfall zu sehen. Es erhöht weiterhin auch den mechanischen Schutz des Hohlglaskörpers. Durch die
Positionierungsfedern oder Positionierungselemente sind die Behälter sicher übereinander stapelbar . Ein Verrutschen und Umstürzen wird vermieden. Nach Anspruch 13 besitzt der Hohlglaskörper Sensoren. Hierdurch lassen sich die für eine sichere Lagerung notwendigen Daten innerhalb der
Hohlglaskörper erfassen und Havarien können rechtzeitig erkannt und vermieden werden. Bei der Weiterbildung nach Anspruch 14 ist an der Innenseite des Hohlglaskörpers ein an die Kontur angepasster zweiteiliger Bleihohlkörper vorhanden. In diesem Bleihohlkörper ist das Lagergut eingebracht und vergossen. Hierdurch sind sowohl das
Lagergut als auch der Strahlenschutz innerhalb des
Hohlglaskörpers untergebracht, wodurch klimatische
Einflüsse bei der Lagerung insbesondere auf die
Bleiabschirmung ausgeschlossen sind und eine
Umweltbelastung vermieden werden kann. Die besondere stufenförmige Gestaltung der Berührungsfläche verhindert das austreten von radioaktiver Strahlung durch die
Berührungsfläche, wodurch das Algergut strahlungssicher umhüllt ist. Durch das Verfahren nach Anspruch 15 als
Nebenanspruch werden die Glasbehälter in nacheinander folgenden Arbeitsschritten sicher mit dem Lagergut befüllt und verschlossen. Durch den hergestellten Unterdruck wird sichergestellt, dass zusätzlich zum Vergießen mit einem Bindemittel keine Schadstoffe nach außen dringen und ein unbefugtes Öffnen erheblich erschwert wird. Durch das
Vergießen wird eine Lager Sicherung innerhalb des
Hohlglaskörpers erreicht. Hierdurch wird eine Beschädigung des Hohlglaskörpers durch das sich frei bewegendes Lagergut beim Transport vermieden. Die Verkleidung mit einem
Strahlenschutz bietet einen wirksamen Schutz gegen die Strahlung radiaktiven Abfalls. Zum Schutz des
Hohlglaskörpers gegen Schäden beim Transport oder gegen einen unbefugten Zugriff sind die Hohlglaskörper stoßsicher verkleidet. Im Verfahren nach Anspruch 16 als Nebenanspruch Werden die beiden Teile des Hohlglaskörpers getrennt befüllt und mit Bindemittel vergossen und ausgehärtet.
Hierdurch wird eine maximale Befüllung des Hohlglaskörpers erreicht. Nach Anspruch 17 als Nebenanspruch können
radioaktive Materialien sicher im erfindungsgemäßen
Glashohlkörper gelagert werden. Zusätzlich ist die
schützende Bleihülle durch den Hohlglaskörper sicher umschlossen. Nach Anspruch 18 werden in den Hohlglaskörper flüssige Stoffe eingebracht. Hierdurch sind beinahe alle Stoffe und entsprechend dimensionierte Gegenstände in dem Hohlglaskörper lagerfähig. Durch die unterschiedlichen eingesetzten Bindemittel wird das Lagergut zuverlässig und sicher, insbesondere für den Transport im Hohlglaskörper gebunden und fixiert.
Mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden im Folgenden näher beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 einen Behälter zur Endlagerung mit einer
Har tpur schaumhülle und mit einem Har tpur schaumkörper in
Schnittdar Stellung,
Fig. 2 einen Behälter zur Endlagerung mit einer
Har tpur schaumhülle und mit einer Betonhülle in
Schnittdar Stellung,
Fig. 3 einen Behälter zur Endlagerung mit einem
Kugelglaskörper in einer Har tpur schaumhülle und mit einem Har tpur schaumkörper in Schnittdarstellung,
Fig. 4 einen Behälter zur Endlagerung mit einem
Kugelglaskörper in einer Har tpur schaumhülle und mit einer Betonhülle in Schnittdarstellung,
Fig. 5.1 bis 5.6 Varianten der Klebemontage des Deckels der Glasbehälter mit Ventilen und Öffnungsverschlüssen,
Fig. 6 Ausschnitt an einem befüllten Glasbehälter
(Glaskugel) mit innerer Har tpur schaumhülle , äußerer
Har tpur schaumkörper und Verbindungselemente wie
Pur schaumfeder ,
Fig. 7 einen Schnitt durch eine Glaskugel halb mit Lagergut befüllt und mit die mit Bindemittel fixiert und mit einem Kleber fixiertes Saugrohr,
Fig. 8 eine Kugelvariante eines Hohlglaskörpers für die Lagerung von Gegenständen unter Vakuum mit angedeuteter Ummantelung,
Fig. 9 eine Kugelvariante eines Hohlglaskörpers für die
Lagerung unter Vakuum mit einem Saugrohr und angedeuteter Ummantelung,
Fig. 10 einen Ausschnitt eines Schnittes durch eine
Kugelvariante eines Hohlglaskörpers mit innenliegendem zweigeteilten Bleihohlkörper und
Fig. 11 einen Ausschnitt eines Schnittes durch eine
Halbkugelschale mit aufgelegter Glasscheibe.
Der erfindungsgemäße Behälter 1 zur Endlagerung von festen und flüssigen Sondermüllmaterialien besteht aus einem
Hohlglaskörper 2 aus Verbundglas oder Panzerglas . Dieses Verbundglas oder Panzerglas besteht aus mehrfach
laminierten Glas. Hierbei sind zwei oder mehr Scheiben mit dazwischenliegenden Gießharzschichten bzw. Folienschichten angeordnet. Die Dicke der Glasscheiben variiert jeweils. Ebenso variiert die Reihenfolge der Gießharzschichten bzw. Folienschichten. Die Glasscheiben bestehen aus Floatglas und chemisch gehärtetem Glas. Die Reihenfolge der Anordnung der Glasscheiben richtet sich nach dem jeweiligen
Einsatzzweck des Behälters 1. Die einzelnen Panzerglasteile sind untereinander verklebt. Auf diese Weise sind
verschiedene Formen herstellbar . Der Hohlglaskörper 2 besitz die Form einer Kugel, eines Zylinders oder eines Würfels oder Quaders. Die Kugel setzt sich aus zwei horizontal verbundenen Halbkugelschalen 33 zusammen. Der Zylinder besteht aus einzelnen ineinander laminierten
Rohren. Der Boden des Zylinders, der Quaders oder Würfels ist den jeweiligen Erfordernissen nach oben oder nach unten gewölbt. Die jeweiligen Böden und Deckel sind zwischen die Seitenwände bzw. im Rohr angeordnet und verklebt. Die jeweils innenliegenden Glasscheiben bestehen aus einen chemisch hochr esistenten Glas wie Quarzglas,
Borosilikatglas oder Borofloatglas . Die Wahl des Glases richtet sich nach dem einzufüllenden Sondermüllmaterial. Über die vorhandene Öffnung 13 sind die Abfallstoffe einfüllbar . Die Öffnung 13 ist mit einem Verschluss 15 aus Glas mit dem gleichen Aufbau des Hohlglaskörpers 2
verschließbar . In Abhängigkeit des einzufüllenden Abfalls ist der Verschluss 15 ein Metallver schluss 15. Der
Verschluss 15 ist eingeklebt.
Geschützt wird der Hohlglaskörper 2 von außen durch eine Hülle bestehend aus einer Har tpur schaumhülle 3, welche den Hohlglaskörper passgenau umschließt. Die Har tpur schaumhülle 3 besteht aus zwei Teilen, welche aufeinander gesteckt sind. Eine umlaufende Positionierungsfeder 9 arretiert die Teile der Har tpur schaumhülle 9 exakt. Die Arretierung ist auch durch eine ergänzende umlaufende Abstufung 14 möglich. Die Har tpur schaumhülle 3 ist zusätzlich durch einen
Har tpur schaumkorper 4 umschlossen. Hierbei passen sich die Innenmaße des Har tpur schaumkorper 4 an die Außenmaße der Har tpur schaumhülle 3 an.
Die Har tpur schaumhülle 3 ist jedoch auch noch zusätzlich durch eine Betonhülle 6 umschließbar . Hierbei ist die
Har tpur schaumhülle 3 in Beton eingegossen. Die notwendige mechanische Stabilität wird durch die Anordnung von
Druckplatten 12 in Verbindung mit Zugstangen 5 erreicht. Die Druckplatten 12 sind hierbei insbesondere bei einer Betonhülle 6 scheibenförmig an der Zugstange 5 angeordnet. Zur Erhöhung der Stabilität des Behälters 1 aus einer
Kombination mit Har tpur schaumhülle 3 und
Har tpur schaumkorper 4 sind die Zugstangen 5 durch die
Druckplatten 12 als Rahmen an der Unterseite und durch den Har tpur schaumkorper 4 geführt.
Mittels der Zugstange 5 wird der Har tpur schaumkorper 4 zusammengepr esst und sicher verschlossen. Unterstützend sind die Har tpur schaumhülle 3 und der Har tpur schaumkorper 4 an den Stoßstellen der jeweiligen Teile verklebt. Die
Druckplatte 12 erstreckt sich je nach Ausführung über die gesamte Oberseite und Unterseite. Die Zugstangen 5 sind hierbei außerhalb der Har tpur schaumhülle 3 angeordnet und gewährleisten mit den Druckplatten 12 den notwendigen Anpressdruck der Teile der Har tpur schaumhülle 3 aneinander . Die an den oberen Enden der Zugstangen 5 vorhandenen
Kranösen 11 ermöglichen die einfache Handhabbarkeit der Behälter 1 durch einen Kran. Für den Gabelstapler sind im Bodenbereich des Har tpur schaumkorper 4 und der Betonhülle 6 Gabelstaplergabelöffnung 16 oder Aussparungen 16 für Seile vorhanden. Zur Unterstützung der Stapelbarkeit und der Standsicherheit der Behälter 1 sind jeweils an der
Oberseite und an der Unterseite Positionierungselemente 10 vorhanden. Die Positionierungselemente 10 sind jeweils deckungsgleich angeordnet. Zur Platzoptimierung und zur Vereinfachung der Logistik besitzen der äußere
Har tpur schaumkorper 4 und die Betonhülle 6 jeweils gleiche Formen. So besitzen der äußere Har tpur schaumkorper 4 und die Betonhülle 6 die Form eine Würfels, Quaders und/oder Zylinder s . Für die Lagerung radioaktiver Abfälle sind zwischen der Har tpur schaumhülle 3 und dem Har tpur schaumkorper 4 sowie zwischen der Har tpur schaumhülle 3 und der Betonhülle 6 Bleiplatten 8 angeordnet. Die dabei entstehenden Stöße zwischen angrenzenden Bleiplatten 8 sind durch
Bleiformteile 8 oder Bleistreifen 8 bedeckt. Hierfür sind die Bleiplatten 8, Bleiformteile 8 und Bleistreifen 8 überlappend angeordnet und sind ineinander gesteckt. Das Austreten radioaktiver Strahlung wird somit verhindert. Diese Konstruktion erfüllt die Anforderungen an einen geschlossenen Bleibehälter. Die Bleiplatten 8,
Bleiformteile 8 und Bleistreifen 8 können zusätzlich eine Schutzschicht aus Kunststoff gegen Umwelteinflüsse am
Lagerort und zur Vermeidung von Verunreinigungen und
Gesundheitsgefährdungen besitzen .
Die Bleihülle 8 ist je nach Notwenigkeit auch direkt um den Hohlglaskörper 2 anordbar . Es ergeben sich Vereinfachungen beim Aufbau und während des Aufbaus .
Eine weitere Ausführung ist ein Hohlglaskörper 2 mit einem innenliegenden zweigeteilten Bleihohlkörper 30. Der
Bleihohlkörper 30 liegt an der Innenseite des
Hohlglaskörpers 2 an und ist der Innenkontur des
Hohlglaskörpers 2 angepasst. Die Berührungsflächen 24 beider Teile des Bleihohlkörpers 30 liegen dabei auf gleicher Ebene wie die geschliffenen Ränder 24 der beiden Hohlglaskörper teile . Die Berührungsflächen 24 der beiden Bleihohlkörper 30 besitzen eine zueinander passende
Abstufung 14. In gewissen Abständen sind der Abstufung 14 angepasste Druckausgleichskanäle 31 zwischen Innenraum des Bleihohlkörpers 30 und einer an der Außenseite liegenden ringförmigen Aussparung 32 vorhanden. Die
Druckausgleichskanäle 31 besitzen vorteilhaft eine
Halbkreisform und haben eine Radius von zwei bis drei Millimeter . Die ringförmige Aussparung 32 verhindert beim Evakuieren der Luft aus dem Hohlglaskörper 2 ein Anliegen des Bleihohlkörpers 30 an den Hohlglaskörper 2.
In den Hohlglaskörpern 2 sind Sensoren 17 angeordnet. Diese Sensoren 17 übermitteln Daten zur Temperatur und zum Druck im Innern der Hohlglaskörper 2 nach außen. Somit sind
Veränderungen am Inhalt und am Hohlglaskörper 2 unmittelbar feststellbar .
Die Hohlglaskörper 2 sind neben Panzerglas auch aus
Sicherheitsglas herstellbar. Hierbei ist das
Sicherheitsglas ein Monoglas . Insbesondere bei der
Herstellung von Hohlglaskörpern 2 in Form einer Kugel, bestehend aus zwei Halbkugeln mit geschliffenen Rändern 24 auch als Äquatorlinie 24 benannt, ergeben sich erheblich Vorteile und Vereinfachungen durch die Einsparung
kompliziert anzuwendender Hilfsstoffe. Das Befüllen der Hohlglaskörper 2 erfolgt nach dem
erfindungsgemäßen Verfahren. Hierbei wird in einen
vorbereiteten Hohlglaskörper 2 das Lagergut 21 eingebracht. Das Lagergut 21 wird mit einem Bindemittel 20 vergossen und ausgehärtet. Nach dem Aushärten des Bindemittels 20 wird der Glaskörper 2 verschlossen. Ist der Hohlglaskörper 2 über eine Öffnung 13 befüllt worden, wird diese mit einem Verschluss 15 oder einem Ventil 15 verschlossen. Das Ventil 15 ist aus einer äußerst widerstandsfähigen
Titanstahllegierung hergestellt. Der Verschluss 15 besteht aus Glas, welches dem Glas und dem Aufbau des
Hohlglaskörpers 2 entspricht. Im Anschluss wird der
Hohlglaskörper 2 durch eine Bleihülle 8 und eine
Har tpur schaumhülle 3 oder Har tpur schaumkörper 4verkleidet.
Wie schon beschrieben besteht der Hohlglaskörper 2
vorteilhaft aus zwei Halbkugeln, die passgenau aufeinander abgestimmt sind. Zum Befüllen wird in eine Halbkugel, welche später die obere Halbkugel darstellt, ein Saugrohr
18 innen an der Öffnung 13 bzw. am Ventil 15 eingeklebt und anschließend das Lagergut 21 eingebracht. Das Lagergut 21 wird mit einem Bindemittel 20, ein Gießharz in flüssiger Form bei Raumtemperatur, bis 1 cm bis 0,25 cm unterhalb der Äquatorlinie 24 als Füllstandslinie 26 flächig vergossen und ausgehärtet. Hierbei ist darauf zu achten, dass kein Lagergut 21 und Bindemittel 20 in das Druckausgleichsrohr 18 gelangt. Das Bindemittel härtet bei Raumtemperatur in ca. 24 Stunden aus. Hierbei entsteht eine Prozesswärme von ca. 40 Grad bis 50 Grad Celsius. In die zweite Halbkugel mit der Öffnung nach oben, welche die untere Halbkugel darstellt, wird Lagergut 21 eingefüllt. Aber kein Feinkorn, da sonst die Gefahr des Zusetzens des Druckausgleichsrohres 18 bestehen würde. Das Auffüllen erfolgt auch hier bis kurz unter die Äquatorlinie 24. Nun wird die obere Halbkugel auf die untere Halbkugel gesetzt und dabei das Saugrohr 18 bzw. Druckausgleichsrohr 18 in das Lagergut der unteren
Halbkugel eingebohrt. Hierbei ist darauf zu achten, dass die geschliffenen Ränder 24 der Halbkugeln sauber zu halten sind, da sonst der spätere Arbeitsgang Vakuumherstellung nicht funktionieren würde. Liegen bei Halbkugeln exakt übereinander, wird die Fuge an der Äquatorlinie 24 mit einem Kleber 25, vorzugsweise mit einem Spezialsilikon, ver füllt und glatt gezogen. Anschließend wird darüber ein Klebeband verklebt, um die beiden Glashalbkugeln zu
stabilisieren und die Silikonfuge zu schützen. Dann wird über das Ventil 15 mittels einer Vakuumpumpe ein Vakuum mit einem Unterdruck von 0,2 bis maximal 1 bar angelegt. Durch die Lochbohrungen des Druckausgleichrohres 18 wird die Luft 19 aus dem unteren Teil der Glashohlkugel abgesaugt. Durch das Vakuum werden beide Halbkugeln fest zusammengepr esst .
Nach dem Abpumpen der Luft wird der Hohlglaskörper 2 durch eine Har tpur schaumhülle 3 mit oder ohne Abstandshalter und wenn notwendig, durch eine Bleihülle 8 und/oder Betonhülle 6 verkleidet. Die gefüllte und mit Vakuum versehene
Glashohlkugel wird in eine Kunststoffhalbschale 3 des unteren des unteren Rahmengestells auf die Abstandshalter 22 gelegt. Zwischen der Glashohlkugel und der
Kunststoffschale 3 ergibt sich durch die Abstandshalter 22 ein Zwischenraum zwischen 2 cm bis 3 cm. Beim Versenken der Glashohlkugel mit dem Schutzmantel in Wasser strömt durch Durchgangslöcher in der Kunststoffhalbschale 3 Wasser in den Zwischenraum zwischen Glashohlkugel und
Kunststoffschale 3. Damit verbreitet sich an allen Stellen der Glashohlkugel der gleiche Wasserdruck. Somit ist auch eine Lagerung in der Tiefsee möglich.
Vor dem Bestücken der Hohlglaskörper 2 mit dem Lagergut 21 und dem Befüllen des Bindemittels können in den
Hohlglaskörper 2 Sensoren 17 platziert werden. Diese
Sensoren 17 werden vorteilhaft in einen Bereich des Hohlglaskörpers 2 platziert, welcher nicht direkt durch das Bindemittels 20 und das Lagergut 21 erreicht wird.
In die Hohlglaskörper 2 wird Lagergut 21 in
unterschiedlichster Form eingebracht. Hierbei werden feste und flüssige Stoffe eingebracht. Ebenso werden Gegenstände in entsprechender Dimension eingebracht und mit
Bindemitteln 20 vergossen. Zur sicheren Lagerung flüssiger Stoffe wird auf diese ein Bindemittel 20 gebracht, welches eine geringere Dichte besitzt als der jeweilige flüssige Stoff. Dadurch bildet sich ein auf dem flüssigen Stoff schwimmender Film, welcher aushärtet und das flüssige
Lagergut 21 lagestabilisiert. Als Bindemittel 20 werden je nach Lagergut Gießharze, Bitumen, härtenden Öle oder Kleber verwendet .
Eine besondere Form und auch Verfahren stellt die Lagerung von radioaktiven Material in einem kugelförmigen
Hohlglaskörper 2 dar . Hierzu ist in dem Hohlglaskörper 2 ein zweigeteilter Bleihohlkörper 30 notwendig. Der untere Bleihohlkörper wird in die untere Glashalbschale des
Hohlglaskörpers 2 so eingelegt, dass die Äquatorlinie 24 des Hohlglaskörpers 2 mit den Berührungsflächen des
Bleihohlkörpers 30 auf einer waagerechten Linie liegen. Dann wird das toxische und/oder radioaktive Material als Lagergut 21, z. B. Glasgranulat, in den unteren
Bleihohlkörper bis etwa einen Zentimeter unterhalb der Berührungsflächen 24 gefüllt. Dann wird ein flüssiges
Bindemittel 20, vorzugsweise ein Gießharz, aufgefüllt, bis das Lagergut 21 völlig überdeckt ist. Der Abbindeprozess des Bindemittels 20 ist ein wärmeerzeugender Prozess . Hier werden ca. 50 Grad Celsius erreicht. In diesem Zustand bleibt der gefüllte untere Bleihohlkörper in der
Glashalbschale etwa 24 Stunden liegen. Parallel dazu wird der obere Bleihohlkörper mit Lagergut 21 gefüllt und mit einem Bindemittel 20 vergossen. Nach dem Abschluss des Aushärtevorganges wird der obere Bleihohlkörper auf den unteren Bleihohlkörper und anschließend die obere
Glashalbschale auf die untere gelegt. Hierbei ist darauf zu achten, dass die geschliffenen Ränder 24 der
Glashalbschalen absolut sauber, frei von Fremdpartikeln sind und genau deckungsgleich übereinander liegen. Die so montierten Glashalbschalen mit ihren Inhalten werden in eine Vakuumkammer gelegt. Die Vakuumkammer wird geschlossen und der Evakuierungsprozess der Luft beginnt. Hierbei wird auch die Luft aus dem Hohlglaskörper 2 und dem darin befindlichen Bleihohlkörper 30 abgesaugt. Bei einem
Unterdruck von 0,7 bis 1,0 bar wird der Evakuierungsprozess beendet und die Vakuumkammer schlagartig dem
Atmosphärendruck ausgesetzt. Beide Glashalbschalen halten durch den Atmosphärendruck dicht. Wie bereits oben
beschrieben kann die Außenseite der Äquatorlinie 24 mit einem Kleber 25 versehen werden und die Hohlglaskugel 2 in eine Har tpur schaumhülle 3, in einen Har tpur schaumkörper 4 und/oder mit einer Betonhülle 6 umgeben und verpackt werden.
Auf Grund der räumlichen Begrenzung der Glaskugeln bieten sich Hohlglaskörper 2 in Würfelform aus Panzerglas an, wobei alle sechs Seiten exakt aufeinander abgestimmt sein müssen. Die Seitenwände können mittels Kleber 25 stumpf oder mittels Gehrungsschliff bei 45 Grad miteinander verbunden sein (siehe Figuren 5.1 bis 5.6) . In der Praxis haben sich Würfel mit einer Kantenlänge von 600 mm
Außenkante bei einem guten Handling als optimal erwiesen. Diese Würfelform kommt der Kugelform statisch am Nähesten.
Zunächst wird ein Würfelrohling durch fünf gleiche
Panzerglasscheiben zusammen gefügt. Auf die
Gehrungsschliffe der Panzerglasscheiben wird ein
Spezialglaskleber 25 aufgetragen, mit einer offenen
Topfzeit von ca. 60 Minuten. Die einzelnen teile werden durch Hilfsmittel genau fixiert, so dass alle Teile
zueinander perfekt passen. Der so geschaffene offene
Glashohlkörper kann nach seiner klebetechnischen
Aushärtezeit nach ca. 48 Stunden befüllt werden. Das
Glaswürfeldeckel entspricht in seiner Ausführung und maßlich den anderen Seiten. In den Deckel des Glaswürfels wird mittig ein Ventil 15, analog bei der Kugelform, eingebaut. Nachdem der Glaswürfel mit Schadstoffen 21 gefüllt wurde und mit einem vorzugsweise dünnflüssigen Gießharz 20 ausgefüllt und ausgehärtet wurde, kann das Verschließen des Glaswürfels erfolgen. Dazu werden die Gehrungsschließkanten des Glaswürfels und des Deckels dünn mit Kleber 25 aufgetragen. Danach wird sofort der Deckel mit seiner konischen, quadratischen Form in die durch die Gehrungsschliffe tr ichterähnliche offene Seite unter leichtem Druck gelegt. Anschließend wird sofort über das Ventil 15 mittels einer Vakuumpumpe ein Vakuum im
Glaswürfel erzeugt. Der Glaswürfel ist damit effektiv verschlossen und kann nach der Aushärtezeit des Glasklebers weiter verpackt und anschließen gelagert werden.
Es kann auch der Glasdeckel bereits bei der Grundmontage des Glaswürfels mit montiert werden. Hierbei ist jedoch vorher in den Deckel eine Öffnung 13 zu bohren. Diese
Öffnung 13 wird am Schluss nach dem Befüllen mittels eines Glasstopfens oder mit einem Metallver schluss mit oder ohne Ventil 15 eingeklebt verschlossen.
Für die Lagerung flüssiger oder pastenförmiger
Endlager stoffe eignet sich eine Halbkugelschale 33 mit aufgelegter Glasscheibe 34. Die Berührungsflächen 24 zwischen Halbkugelschale 33 und Glasscheibe 34 besitzen einen Feinschliff, dass heißt diese Berührungsflächen 24 sind etwas angerauht. Die Außenkanten der Halbkugelschale 33 und der Glasscheibe 34 sind angefast und bilden somit eine dr eieckförmige Nut 35, die später nach dem Befüllen und erzeugen eines Vakuums im Hohlglaskörper 2 durch einen Kleber 25 oder Klebestreifen 25 zusätzlich gesichert werden kann . In eine Halbkugelschale 33 wird das zu lagernde flüssige oder pastenförmige Gut eingelagert. Als Abdeckung dieser befüllten Halbkugelschale 33 wird eine ebene, flache und dem Durchmesser der Halbkugelschale 33 angepasste, runde Glasscheibe 34 aus dem gleichen Material wie die
Halbkugelschale 33, zum Beispiel Borosilikatglas ,
aufgelegt. Die Glasscheibe 34 wird auf einer Seite am Rand etwa 21 mm, dies entspricht der Wandungsdicke der
Halbkugelschale 33, mit einem Randentschichter
oberflächlich aufgerauht. Die Rauhigkeit der so
bearbeiteten Glasoberfläche muss genau der Rauhigkeit der Auflagefläche der Halbkugelschale 33 entsprechen. Diese Rauhigkeit ist für das spätere Verschließen beider
Glasteile durch ein Vakuum notwendig. Die Dicke der
Glasscheibe 34 sollte der Glaswandung der Halbkugelschale 33 entsprechen.
Kommt die gefüllte Halbkugelschale 33 mit der aufgelegten Glasscheibe 34 in die Vakuumkammer, kann die im Inneren des Hohlglaskörpers 2 befindliche Luft über die Nahtstelle zwischen Halbkugelschale 33 und Glasscheibe 34, welches die Berührungsfläche 24 bildet, abgesaugt werden. Wie schon oben beschrieben, wird der Evakuierungsprozess bei ca. 1 bar Unterdruck beendet. Die Dichtheit des Hohlglaskörpers 2 kommt ausschließlich durch das Anlegen des Vakuums
zustande. Das Hilfsmittel eines Vakuumventils zum Absaugen der Luft ist nicht erforderlich, ebenso kein Glaskleber zwischen den Glaselementen. Nach dem Entnahmen des so fest verschlossenen Hohlglaskörpers 2 aus der Vakuumkammer wird von außen die angefaste, dreieckförmige Nut 35 mit einem Silikon verschlossen und anschließend mit einem
Schutzklebeband 25 versehen. Nach dem chemischen Abbinden des Silikons in der Nut 35 nach ca. 24 Stunden kann der Hohlglaskörper 2 in eine Har tpur schaumhülle 3 eingelegt werden und diese wiederum in ein Lager- und
Transportgestellt, wie zum Beispiel in einen äußeren
Har tpur schaumkörper 4. Mit einer Unterwasser lagerung dieses mit Lagergut gefüllten Hohlglaskörpers 2 bei einer
Mindestüberdeckung von ein Meter Wasser, ist eine optimale und dauerhafte Lagerung über sehr lange Zeiträume möglich.
Zusammenstellung der Bezugszeichen
1 - Behälter, Endlagerbehälter
2 - Hohlglaskörper, Sicherheitsglaskörper
3 - innere Har tpur schaumhülle , Kunststoffhalbschale
4 - äußerer Har tpur schaumkörper
5 - Zugstange
6 - Betonhülle
7 - Borofloatglas , Borosilikatglas , Quarzglas
8 - Bleiplatte, Bleistreifen, Bleiformteile, Bleihülle, Bleischicht
9 - Positionierungsnut, Positionierungsfeder
10 - Positionierungselement
11 - Kranöse
12 - Druckplatte
13 - Öffnung
14 - Abstufung
15 - Verschluss, Ventil, Metallver schluss , Glaselement
16 - Aussparungen, Gabelstaplergabelöffnung
17 - Sensor
18 - Saugrohr, Druckausgleichsrohr
19 - Luft
20 - Bindemittel, Gießharz
21 - Lagergut, Schadstoffen
22 - Abstandshalter
23 - Druckausgleichsöffnung
24 - Äquator linie , Trennlinie, geschliffener Rand,
Berührungsflächen
25 - Kleber, Klebestreifen
26 - Füllstandslinie
27 - Feder
28 - Vakuum, Leeraum
29 - Bleiband
30 - zweigeteilter Bleihohlkörper
31 - Druckausgleichskanal
32 - ringförmige Aussparung - Halbkugelschale - Glasscheibe
- dr eieckförmige Nut
