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Patent Searching and Data


Title:
CONTAINER HAVING A DISPLAY FUNCTION
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/131301
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a container (1) made of plastics material, in particular a crate for transporting and storing articles, comprising a base (2) and four peripheral lateral walls (3, 4), wherein after releasing the locking mechanism, at least one of the lateral walls (3, 4), preferably a longitudinal lateral wall (4), which in the erected position is locked to the two adjacent lateral walls (3, 4), can be transferred into and held in an inserted position (6) beneath the base (2), in which position said lateral wall (3, 4) is arranged beneath the base (2).

Inventors:
KELLERER, Richard (Mondstr. 1, Feldkirchen, 85622, DE)
BARTH, Christian (Am Grundelberg 21, Pullach, 82049, DE)
Application Number:
EP2011/001800
Publication Date:
October 27, 2011
Filing Date:
April 11, 2011
Export Citation:
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Assignee:
SCHOELLER ARCA SYSTEMS GMBH (Sacktannen 1, Schwerin, 19057, DE)
KELLERER, Richard (Mondstr. 1, Feldkirchen, 85622, DE)
BARTH, Christian (Am Grundelberg 21, Pullach, 82049, DE)
International Classes:
B65D6/00
Attorney, Agent or Firm:
BOCKHORNI & KOLLEGEN (Elsenheimerstr. 49, München, 80687, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1 . Behälter (1 ) aus Kunststoff, insbesondere Kasten, für den Transport und die Lagerung von Gegenständen mit einem Boden (2) und vier umlaufend angeordneten Seitenwänden (3, 4),

dadurch gekennzeichnet, dass

mindestens eine der Seitenwände (3, 4), vorzugsweise eine Längsseitenwand (4), die in aufgerichteter Stellung mit den beiden benachbarten Seitenwänden (3 , 4) verriegelt ist, nach Lösen der Verriegelung in eine Stecklage (6) unterhalb des Bodens (2) überführbar und gehalten ist, in der diese Seitewand (3, 4) unterhalb des Bodens (2) angeordnet ist.

2. Behälter ( 1 ) nach Anspruch 1 ,

dadurch gekennzeichnet, dass

die überführbare Seitenwand (3, 4) beidseits in Längsführungen (7) des Bodens (2) geführt und in der Stecklage (6) aufgenommen und gehalten ist.

3. Behälter ( 1 ) nach Anspruch 2,

dadurch gekennzeichnet, dass

die beiden Längsführungen (7) für die Seitenwand durch nach unten vorstehende Wangen (8) des Bodens (2) gebildet sind, die am unteren Wangenrand (9) jeweils eine nach innen vorstehende Leiste ( 1 0) aufweisen, so dass die Wange (8) mit der Bodenunterseite (2') eine taschenförmige Längsführung (7) mit vorzugsweise U-Querschnitt zur Führung der Seitenwand (3, 4) bildet.

4. Behälter (1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

die überführbare Seitenwand (3, 4) beidseits an ihrem unteren Wandrand ( 1 1 ) an Schultern (12) klappbar angelenkt ist, die nach außen hin über den der überführbaren Seitenwand (3, 4) zugeordneten Bodenrand (13) vorstehen.

5. Behälter ( 1 ) nach Anspruch 4,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Schultern (12) Bestandteil der Bodenwangen (8) sind, die mit der daran ausgebildeten Leiste ( 10) über den Bodenrand ( 13) nach außen, vorzugsweise um etwa die Seitenwanddicke vorstehen.

6. Behälter ( 1 ) nach Anspruch 4 oder 5,

dadurch gekennzeichnet, dass

die überführbare Seitenwand (3, 4) beidseits über jeweils einen Gelenkbolzen (14) am Boden (2) angelenkt ist, der in einer langgestreckten Bolzenführung (15) aufgenommen ist.

7. Behälter ( 1 ) nach Anspruch 6,

dadurch gekennzeichnet, dass

der Gelenkbolzen ( 14) jeweils an der vorstehenden Schulter ( 12) des Bodens (2) ausgebildet ist und nach innen in Richtung zur überführbaren Seitenwand (3, 4) vorsteht, an deren Seitenrand ( 16) jeweils die Bolzenführung ( 15) vorgesehen ist.

8. Behälter (1 ) nach Anspruch 7,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Bolzenführung (1 5) jeweils durch eine lineare Führungsnut ( 17) am Seitenrand (16) der überführbaren Seitenwand (3, 4) gebildet ist.

9. Behälter ( 1 ) nach Anspruch nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass

die überführbare (3, 4) Seitenwand beidseits am unteren Wandrand ( 1 1 ) eine Ausnehmung ( 18) aufweist, welche in aufgerichteter Lage der Seitenwand (3, 4) die Leiste ( 10) der Bodenwandung übergreift und ab der sich jeweils die lineare Führungsnut (17) bis zum oberen Rand ( 19) der Seitenwand (3, 4) erstreckt.

10. Behälter ( 1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

die lineare Führungsnut ( 1 7) zumindest an ihrem dem unteren Rand ( 1 1 ) der Seitenwand (3, 4) benachbarten Ende durch eine Wand (20) begrenzt ist, die beim Herausziehen der Seitenwand (3, 4) aus ihrer Stecklage (6) unterhalb des Bodens (2) als Endanschlag für den Gelenkbolzen (14) wirkt, so dass die Seitenwand (3, 4) unverlierbar gehalten ist.

1 1 . Behälter ( 1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Seitenwand (3, 4) in aufgerichteter Lage mit ihrem unteren Rand (1 1 ) nach unten über den Boden (2) vorsteht, und dass der Rand ( 13) des Bodens (2) einen Anschlag der Seitenwand (3, 4) in ihrer aufgerichteten Stellung bildet.

12. Behälter ( 1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

am Bodenrand (13) mindestens eine, vorzugsweise vier in Richtung auf die überführbare Seitenwand (3, 4) vorstehende Steckzungen (21 ) vorgesehen sind, die in aufgerichteter Lage der Seitenwand (3, 4) in komplementäre Ausnehmungen (22) der Seitenwand (3, 4) eingreifen.

13. Behälter (1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

der Boden (2) auf der der überführbaren Seitenwand (3 , 4) gegenüberliegenden Seite mindestens einen nach unten vorstehenden Anschlag (23) für die Seitenwand (3, 4) in ihrer Stecklage (6) aufweist, welcher vorzugsweise mindestens eine vorstehende Rastnase (24) aufweist, die in Stecklage (6) mit einer nutartigen Ausnehmung (25) der Seitenwand (3 , 4) als lösba- rer Rastschnappverschluss zusammenwirkt.

14. Behälter ( 1 ) nach Anspruch 13,

dadurch gekennzeichnet, dass

der Anschlag (23) durch eine Bodenwand (26) gebildet ist, an der die Rastnasen (24) nach innen vorstehend ausgebildet sind, wobei vorzugsweise zwei Rastnasen (24) vorgesehen sind, und dass vorzugsweise mindestens eine vom Boden (2) nach unten hin vorstehende, vorzugsweise abgerundete Rastrampen (27) vorgesehen sind, über welche der untere Bereich der Seitenwand (3, 4) beim Einfahren in die Stecklage (6) gleitet, so dass der untere Rand (1 1 ) der Seitenwand (3, 4) über die Rastrampen (27) schnappt.

15. Behälter ( 1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

der Behälter ( 1 ) mit insgesamt vier klappbaren Seitenwänden (3, 4) ausgebildet ist, von denen die überführbare Seitenwand (3, 4) nach außen klappbar und die anderen Seitenwände (3, 4) nach innen zum Boden (2) hin klappbar sind und die Seitenwände (3, 4) in aufgerichteter Lage durch lösbare Rastverschlüsse (28) verriegelbar sind.

Description:
Behälter mit Displayfunktion

Die Erfindung betrifft einen Behälter aus Kunststoff, insbesondere Kasten für den Transport und die Lagerung von Gegenständen gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 .

Kastenförmige Behälter zur Aufnahme von Gegenständen, Gütern, wie etwa Waren und dergleichen werden zumeist auf einer Palette transportiert, auf der die Behälter in Stapeln übereinander und nebeneinander angeordnet sind. Etwa zum Zwecke des Verkaufs der im Behälter transportierten Gegenstände werden diese an der Verkaufsstätte in der Regel aus dem Behälter entnommen und in Regale gepackt, wo sie dann entweder dem Endkunden übergeben oder vom Endkunden entnommen werden können. Dieses Umsetzen der Güter hat die Anmelderin als nachteilhaft erkannt und schlägt deswegen zur Vereinfachung eine Lösung vor, die es erlaubt, die im Behälter aufgenommenen Gegenstände auch aus einem im Stapel aus mehreren übereinander angeordneten Behältern ohne weiteres aus dem Behälter zu entnehmen. Dies hätte zur Folge, dass das Umpacken der Gegenstände aus dem Behälter in beispielsweise Regale entfallen könnte. Es müsste dann lediglich die Palette mit den darauf gestapelten Behältern in den Verkaufsraum gebracht werden. Dies ist insbesondere bei den modernen Verkaufsstätten von Vorteil, wo der Einfachheit halber die Waren gleich auf den Paletten dem Kunden präsentiert werden, wie sie vom Lieferfahrzeug entnommen werden. Dies ist etwa im Elektrogroßhandel mehr und mehr verbreitet, wo Kleinteile, also Stecker, oder Waren wie etwa in kleine Kartongebinde verpackte Rasiergeräte und dergleichen, dem Käufer sozusagen auf der angelieferten Palette präsentiert werden, ohne dass es hier aufwendiger Umpackungsarbeiten bedarf.

Aufgabe der Erfindung ist es somit, einen Behälter zu schaffen, der eine einfache Entnahme der im Behälter aufgenommenen Gegenstände auch im Stapel von mehreren übereinander angeordneten Behältern ermöglicht.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 enthaltenen Merkmale gelöst, wobei zweckmäßige Weiterbildungen der Erfindung durch die in den Unteransprüchen angegebenen Merkmale gekennzeichnet sind.

Der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Transportbehälter löst diese Aufgabe insoweit, dass mindestens eine der Seitenwände, vorzugsweise eine Längsseitenwand in eine Stecklage unterhalb des Bodens überführbar ist. In geöffnetem Zustand ist diese überführbare Seitenwand somit unterhalb des Bodens angeordnet und wird in der Stecklage gehalten. Damit ist ein unmittelbarer Zugriff zu den im Behälter aufgenommenen Waren von der Behälterseite her möglich, so dass also Waren u. dgl. auch ohne weiteres aus übereinander gestapelten Behältern entnommen werden können. In diesem Fall wirkt die überführbare Seitenwand quasi wie ein doppelter Boden. Dabei ist an mindestens einer Seitenwand ein Riegelmechanismus vorgesehen, um die überführbare Seitenwand in hochgeklappter bzw. aufgerichteter Stellung mit den benachbarten Seitenwänden zu befestigen. Sobald die Verriegelung gelöst wird, kann die mindestens eine überführbare Seitenwand des Behälters unterhalb des Bodens in die Stecklage geführt werden. Somit ist zumindest eine Seitenwand ganz oder teilweise versteckt unter dem Boden angeordnet. Folglich weist der Behälter eine seitliche Öffnung auf, über welche eine Sicht in das Innere des Behälters freigegeben wird und durch die nunmehr geöffnete Behälterseite in das Behälterinnere gegriffen werden kann, um Waren und Güter aus dem Behälter zu entnehmen.

Erfindungsgemäß wird mindestens eine überführbare Seitenwand in beidseits des Bodens angeordneten Längsführungen geführt. Die einander gegenüber liegenden Seitenränder der überführbaren Seitenwand werden dabei in den Längsführungen aufgenommen und die Seitenwand somit in der Stecklage gehalten.

Die bodenseitig angeordneten Längsführungen übergreifen dabei in Stecklage die seitlichen Ränder der überführbaren Seitenwand, so dass die überführbare Seitenwand in der Stecklage bzw. Aufnahme sicher zum :Boden hin gehalten wird. Die beidseits des Bodens angeordneten Längsführungen sind dabei derart ausgebildet, dass eine senkrecht nach unten vorstehende Wange des Bodens, sowie eine an dem unteren Wangenrand angeordnete, nach innen vorstehende Leiste, eine taschenför- mige Längsführung mit der Bodenunterseite bilden. Bodenunterseite, Wange und Leiste formen somit eine Aufnahme, wobei diese vorzugsweise einen U-Querschnitt aufweist. Die Aufnahme bzw. Tasche dient der Überführung der Seitenwand in den Bereich unterhalb des Bodens. Die überführte Seitenwand ist dabei parallel zum Boden angeordnet, wobei die angrenzenden Wangen senkrecht vom Boden nach unten vorstehen und die daran angeordneten Leisten wiederum parallel zum Boden vorgesehen sind. Die überführbare Seitenwand ist somit zwischen Leiste und Boden verschiebbar zwischengelagert.

An den beiden Enden des Bodenrandes, der zur hochgeklappten überführbaren Seitenwand zeigt, sind beidseits Schultern vorgesehen, welche nach außen hin über den der überführbaren Seitenwand zugeordneten Bodenrand hervorstehen. Die überführbare Seitenwand ist dabei beidseits an ihrem unteren Wandrand an diesen Schultern klappbar angelenkt. Vorteilhafterweise bilden die Schultern mit der aufgerichteten Seitenwand eine gleichmäßig abschließende Fläche, wobei die Seitenwand in diesem hochgeklappten Zustand zwischen den beiden Schultern angeordnet ist.

Die Schultern sind vorzugsweise aus einer Verlängerung der Bodenwange und der an dieser Wange vorgesehenen Leiste gebildet. Folglich stehen die Bodenwange und Leiste über den Bodenrand nach außen hin vor. Die Verlängerung bzw. der Schultervorsprung entspricht dabei vorzugsweise einer Seitenwanddicke, insbesondere der Wanddicke der mindestens einen einführbaren Seitenwand. Folglich steht die überführbare Seitenwand in aufgerichteter Stellung nicht nach außen über den Behälterboden hervor, da diese in der Verlängerung der Schultern eingebettet ist und mit diesen abschließt.

Dabei ist die überführbare Seitenwand vorzugsweise beidseits über jeweils einen Gelenkbolzen am Boden angelenkt, wobei der Bolzen in einer langgestreckten Bolzenführung aufgenommen ist. Folglich ist die überführbare Seitenwand klappbar und kann nach Herausziehen aus der Stecklage aufgerichtet werden. Da die über- führbare Seitenwand vorzugsweise biegbar ist, kann diese bei Bedarf auch vom Behälter gelöst werden, indem die Seitenwand unter Krafteinwirkung gezielt verbogen wird und damit die einander gegenüberliegenden Seitenränder zueinander gedrückt werden, so dass Bolzen und Bolzenführung außer Eingriff gebracht werden können. Dies ist insbesondere für die Montage wichtig. Somit verbiegt sich die Seiten- wandmitte nach oben oder unten, wobei sich die Wandlänge verringert. Folglich kann die Seitenwand für Montagezwecke vom Behälterkörper gelöst werden.

In einer vorteilhaften Ausführungsform ist der Gelenkbolzen an der vorstehenden Schulter des Bodens ausgebildet und steht nach innen in Richtung zur überführbaren Seitenwand vor. Dabei ist an mindestens zwei einander gegenüberliegenden Rändern der mindestens einen überführbaren Seitenwand eine Bolzenführung vorgesehen, in welcher der Gelenkbolzen geführt wird. Gelenkbolzen und Bolzenführung ermöglichen somit, dass die Seitenwand unterhalb des Bodens verschiebbar ist. Außerdem trägt diese Anordnung ebenso wie die Bodenwangen mit den daran angeordneten Leisten dazu bei, dass die überführbare Seitenwand stabil unter dem Boden aufgenommen und gehalten werden kann. Insbesondere kann die überführbare Seitenwand beim Ausfahren aus der Tasche über das Gelenk hochgeklappt werden.

Dabei ist die Bolzenführung am Seitenrand der überführbaren Seitenwand als eine lineare Führungsnut ausgebildet. Die lineare Führungsnut erstreckt sich dabei vorzugsweise über die gesamte Länge des Seitenrandes der überführbaren Seitenwand. Ist die überführbare Seitenwand ganz in die Stecklage gesteckt, so verläuft die lineare Führungsnut parallel zum Boden.

In einer vorteilhaften Ausgestaltung weist die überführbare Seitenwand beidseits an ihrem unteren Wandrand eine Ausnehmung auf, welche in aufgerichteter Lage der überführbaren Seitenwand, die Leiste der Bodenwandung übergreift. Die Ausnehmung ist vorteilhafterweise komplementär zu der an der Schulter vorgesehenen Leiste ausgebildet. Ab dieser, vorzugsweise rechteckigen, Ausnehmung erstreckt sich auch die lineare Führungsnut und zwar bis zum oberen Rand der Seitenwand. In einer weiteren Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Behälters ist die lineare Führungsnut zumindest am unteren Rand der überführbaren Seitenwand durch eine Wand begrenzt. Diese Wand dient als Stopper, indem sie einen Endanschlag für den Gelenkbolzen bildet, wenn die überführte Seitenwand aus der Stecklage heraus gezogen wird. Insbesondere wird hiermit verhindert, dass sich die Seitenwand beim Herausziehen aus der Gelenkverbindung löst, so dass die Seitenwand sozusagen unverlierbar am Behälterkörper gehalten ist. Der Gelenkbolzen gleitet daher solange in der linearen Führungsnut, bis er auf den Anschlag stößt. Ab diesem Punkt ist die Seitenwand nach oben klappbar. Letztendlich kann die überführbare Seitenwand über den Verriegelungsmechanismus mit den benachbarten Seitenwänden befestigt werden.

In einer weiteren Ausführungsform steht der untere Rand der Seitenwand, wenn die Seitenwand hochgeklappt ist bzw. sich in aufgerichteter Lage befindet, nach unten über den Boden hin vor. Der Rand des Bodens bildet dabei einen Anschlag für die Seitenwand. Die Seitenwand kommt somit in senkrechter Position in Anlage am Boden.

In einer besonderen Ausführungsform ist am Bodenrand des Behälters mindestens eine Steckzunge, vorzugsweise vier Steckzungen vorgesehen, welche in komplementäre Ausnehmungen der aufgerichteten Seitenwand greift. Die Steckzunge steht dabei, parallel zum Boden, vom Bodenrand nach außen hin hervor bzw. in Richtung zur überführbaren Seitenwand. Der Eingriff der vorstehenden Steckzunge in die komplementäre Ausnehmung bzw. Ausnehmungen der Seitenwand ermöglicht es, ein Durchdrücken des Behälterbodens nach unten unter dem Gewicht von Waren oder Gütern zu minimieren.

Vorteilhafterweise ist am Boden mindestens ein nach unten vorstehender Anschlag angeordnet und zwar an der der überführbaren Seitenwand gegenüberliegenden Seite. Somit wird die Führung der Seitenwand entlang des Bodens begrenzt, d.h. die Seitenwand ist nur von einer Seite her in die Stecklage überführbar und kann nicht über die, der überführbaren Seitenwand gegenüberliegende Seite hinausgeschoben werden. An diesem Anschlag ist vorzugsweise mindestens eine nach innen vorstehende Rastnase angeordnet, welche mit einer nutartigen Ausnehmung der Seitenwand als lösbarer Rastschnappverschluss zusammenwirkt. Die nutartige Ausnehmung der Seitenwand ist dabei vorzugsweise an der Außenseite der Seitenwand vorgesehen, wobei die Außenseite, in eingefahrener Stellung der überführbaren Seitenwand, vom Boden weg nach unten zeigt. Die überführbare Seitenwand ist folglich in eingefahrener Stellung zwischen der Rastnase und dem Boden verrastet, wobei die an dem Anschlag angeordnete Rastnase vorzugsweise nach innen weist. Bei Einstecken der überführbaren Seitenwand fährt die Ausnehmung der Seitenwand unter die Rastnase, so dass der untere Rand der überführbaren Seitenwand zum Boden hin gesichert wird.

Der vom Boden nach unten vorstehende Anschlag kann auch durch eine Bodenwand gebildet sein, die sich ähnlich wie die Bodenwandungen mit den Längsführungen vom Boden nach unten erstreckt. Die Bodenwand erstreckt sich dabei entlang der Bodenkante, welche der überführbaren Seitenwand gegenüberliegt. Dabei können auch mehrere, nebeneinander liegende separate Bodenwandabschnitte vorgesehen sein. Mindestens eine Rastnase, vorzugsweise zwei Rastnasen stehen von dieser Bodenwand nach innen hervor. Vorteilhafterweise sind am unteren Rand der überführbaren Seitenwand entsprechend komplementäre Ausnehmungen vorgesehen, welche beim Einfahren der Seitenwand in die Tasche bzw. Aufnahme, unter die Rastnasen fahren. Vorzugsweise ist an der Unterseite des Bodens, eine nach unten hin vorstehende, vorzugsweise abgerundete Rastrampe vorgesehen. Vorteilhafterweise gleitet der untere Bereich der Seitenwand beim Einfahren in die Stecklage über diese Rastrampe, so dass der untere Rand der Seitenwand über die Rastrampe schnappt. Die überführbare Seitenwand wird zunächst beim Aufschieben auf die Rampe, leicht nach unten, d.h. in Richtung zur Rastnase gedrückt, um dann nach dem Schieben über die Rampe, zwischen Rastnase und Boden verrastet zu werden. Insbesondere ist die Rastrampe abgerundet, so dass der untere Bereich der Seitenwand bzw. der untere Rand der Seitenwand mit etwas Druck über die Rampe geschoben werden kann. Der untere Randbereich der Seitenwand wird letztendlich durch die Rastrampe, den Boden und die Rastnase in eingefahrener Stellung mittels Rastschnappverschluss gehalten. Für diesen Einsteckvorgang ist eine gewisse Schubkraft von außen her notwendig. Die Seitenwand ist also im eingefahrenen Zustand sicher in der Stecklage gelagert, ohne dass diese bei leichtem Kippen des Behälters aus der Längsführung heraus gleiten kann. Beim Herausziehen der Seitenwand ist dann ein Kraftaufwand (Zugkraft) notwendig, um den unteren Rand der Seitenwand über die abgerundete Rastrampe zu ziehen.

In einer bevorzugten Ausführungsform weist der Behälter insgesamt vier klappbare Seitenwände auf, wobei die überführbare Seitenwand nach außen klappbar ist und die anderen Seitenwände nach innen hin zum Boden klappbar sind. Vorzugsweise können die nach innen klappbaren Seitenwände übereinander gelagert werden. Beispielsweise können die schmalen Seitenwände in einem ersten Schritt zum Boden hin geklappt werden. In einem weiteren Schritt wird dann beispielsweise eine Längsseitenwand zum Boden hin geklappt, wobei diese über die Querseitenwände greift bzw. liegt. Vorteilhafterweise sind die Seitenwände in aufgerichtetem Zustand mittels lösbarer Rastverschlüsse verriegelbar. Dabei können einzelne Seitenwände oder alle Seitenwände eine Verriegelung aufweisen, so dass sie entsprechend miteinander verriegelt werden können.

Nachfolgend werden bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnungen beschrieben. Darin zeigen

Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines Behälters von oben mit zusammen geklappten Seitenwänden,

Fig. 2A eine perspektivische Ansicht eines Behälters mit drei hochgeklappten

Seitenwänden und einer vom Behälter lösbaren und in den Boden überführbaren Seitenwand, deren Innenseite dargestellt ist,

Fig. 2B eine vergrößerte Teilansicht des Behälterbodens und einer vom Behälter gelösten Seitenwand, Fig. 2C einen vergrößertem Teilausschnitt der Fig. 2 zeigend einen Eckbereich des Behälterbodens und eine vom Behälter gelöste überführbare Seitenwand,

Fig. 3A eine perspektivische Draufsicht auf die Unterseite des Behälterbodens, mit einer teilweise überführten Seitenwand, deren Außenseite gezeigt ist,

Fig. 3B eine vergrößerte Teilansicht der Unterseite des Behälterbodens mit einer vom Boden vorstehenden Rastrampe,

Fig. 3C eine vergrößerte Teilansicht der Unterseite des Behälterbodens,

Fig. 4 eine perspektivische (Ansicht eines Behälters mit hochgeklappten Seitenwänden,

Fig. 5 eine perspektivische Ansicht zweier übereinander gestapelter Behälter,

Fig. 6A ein Querschnitt der Stecklage und Rastnase,

Fig. 6B ein Querschnitt der Stecklage und Rastrampe.

Fig. 1 zeigt einen Behälter 1 in zusammengeklappten Zustand. Dabei sind drei klappbare Seitenwände 3, 4, welche an einer umlaufenden Kante des Bodens 2 angeordnet sind, eingeklappt, wobei in dieser möglichen Ausführungsform des Behälters 1 die Längsseitenwand 4 über den eingeklappten Stirnseitenwänden 3 liegt. Andere Anordnungen der Seitenwände sind möglich. Die Seitenwände 3, 4 sind in dem Ausführungsbeispiel in an sich bekannter Weise über T-förmige Gelenkscharniere 29 mit dem Boden 2 verbunden, wobei auch andere bekannte Verbindungselemente verwendet werden können. Eine Längsseitenwand 4 des Behälters 1 ist in eine bodenseitig angeordnete Stecklage 6 unterhalb des Behälterbodens 2 aufgenommen und wird im Folgenden auch als überführbare Seitenwand bezeichnet. Des Weiteren ist diese Seitenwand 4 an einer vorderen, Seite A des Behälters 1 angeordnet, wobei jeweils eine Seitenkante der beiden zusammengeklappten Stirnseitenwände 3 an der Vorderseite A sichtbar ist. Am seitlichen Bodenrand 13, im Bereich der überführbaren Seitenwand 4, sind vier nach außen hin weg stehende Steckzungen 21 angeordnet, welche vorzugsweise einstückig mit dem Behälterboden 2 ausgebildet sind. Des Weiteren ist die überführbare Längsseitenwand 4, welche nach dem Aufklappen und Einschieben unter den Boden in einer Stecklage 6 aufgenommen und gehalten ist, beidseitig in einer Längsführung 7 geführt. Jede Längsführung 7 ist durch senkrecht vom Boden nach unten vorstehende Wangen 8 und an deren unterem Wangenrand 9 angeordneten Leisten 10 gebildet. Die Längsführungen 7 sind dabei taschenförmig ausgebildet, wobei eine Wange 8 mit einer Leiste 10 eine L-Form annimmt und mit der Bodenunterseite eine Längsführung 7 mit U-Querschnitt bildet. Des Weiteren ist ein Gelenkbolzen 14 am Boden 2 vorgesehen, welcher hier an einer vom Boden nach vorne überstehenden Schulter 12 angeordnet ist. Der Gelenkbolzen steht dabei nach innen in Richtung der überführbaren Seiten wand 4 vor. Die Schulter 12 ist eine Verlängerung der Wangen 8 und der Leisten 10, die nach außen hin vom Behälterboden 2 vorsteht.

In Figur 2A ist ein Behälter mit zwei hochgeklappten Stirnseitenwänden 3 und einer aufgerichteten Längsseitenwand 4 dargestellt, wobei in dieser Ausführungsform auch zwei, jeweils an einer Stirnseitenwand 3, angeordnete Griffausnehmungen 5 ausgebildet sind. Die überführbare Längsseitenwand 4 ist in dieser Darstellung von dem Behälter 1 abmontiert, wobei die Innenseite 4' der Seitenwand 4 sichtbar ist. Im Bereich des unteren Randes 1 1 der Innenseite 4' sind Ausnehmungen 22 und 31 dargestellt, wobei sich die Ausnehmung 3 1 in dieser Ausführungsform über die gesamte Länge der Seitenwand 4 erstreckt. Abweichend können allerdings auch mehrere Ausnehmungen 3 1 an dem innenseitigen Randbereich 1 1 der Seitenwand 4 ausgebildet sein (hier nicht gezeigt). An einem Seitenrand 16 der in die Tasche 6 überführten Längseitenwand 4 ist eine Bolzenführung 15 ersichtlich. Diese Bolzenführung 15 ist an beiden Seitenrändern 16 der überführbaren Seitenwand 4 vorge- sehen und hier als eine lineare, also geradlinige Führungsnut 17 ausgebildet. Die Bolzenführung erstreckt sich dabei von einer Ausnehmung 18 bis zum oberen Rand 19 der Seitenwand 4, wobei die Ausnehmung 18 beim Hochklappen der Seitenwand 4 über die Schulter 12 greift. Der Gelenkbolzen 14 wird in der Bolzenführung 15 geführt, so dass die heruntergeklappte Seitenwand in die Stecklage unterhalb des Bodens geschoben werden kann. Die Bolzenführung schließt an ihrem, dem unteren Rand 1 1 der Seitenwand 4 benachbarten Ende mit einer Wand 20 ab, wobei diese Wand 20 vornehmlich als Stopper für den Gelenkbolzen 14 dient. Außerdem bleibt die überführbare Seitenwand 4 aufgrund der Bolzenverbindung beim Hochklappen weiterhin mit dem Behälterboden 2 unverlierbar in Verbindung. In der gezeigten Ausführungsform befindet sich an der oberen Kante der Stirnseitenwände 3 mindestens eine Lippe 30, welche sich entlang der oberen Kante erstreckt. Diese mindestens eine Lippe 30 ist nicht zwingend notwendig, jedoch für das Übereinandersta- peln von mehreren Behältern 1 vorteilhaft, da sie in eine oder mehrere Rillen 33, 33 ', 33 " (s. Fig. 3A, 3B, 3C) eingreift und so ; die übereinander gestapelten Behälter 1 stabilisiert. ; '

Fig. 2B ist eine vergrößerte Ansicht eines Eckbereichs des Bodens 2 des Behälters 1 mit einer demontierten überführbaren Seitenwand 4. Diese Seitenwand 4 weist eine Ausnehmung 3 1 auf, in welche eine am Boden 2 angeordnete Rastrampe 27 (s. Fig. 3A, 3B) eingreifen kann. Außerdem ist ein Gelenkbolzen 14 gezeigt, welcher an einer Wange 8 des Bodens 2 angeordnet ist und mit der Bolzenführung 1 5 an der Seitenwand 4 das Klappgelenk bildet.

Fig. 2C zeigt wiederum einen Eckbereich des Bodens 2 des Behälters 1 , wobei die Schulter 12 sowie eine vom Behälter 1 gelöste überführbare Seitenwand 4 dargestellt sind. Die Bolzenführung 1 5 an einem Seitenrand 16 der Seitenwand 4, in die der Gelenkbolzen 14 eingreift, ist hier gut ersichtlich. Die Ausnehmung 1 8 ist hier L-förmig ausgebildet und entspricht der Form der Leiste 10 der Schulter 12.

Fig. 3A zeigt den Boden 2 des Behälters 1 von unten. Die überführbare Seitenwand 4 ist dabei teilweise in die Stecklage 6 eingeschoben. Außerdem sind zwei Rastna- sen 24 vorgesehen, welche an einem nach unten vom Boden vorstehenden Anschlag 23, welcher als Bodenwand 26 ausgebildet ist, angeordnet sind. Die Bodenwand 26 ist vorteilhaft, da die überführbare Seitenwand 4 an die Bodenwand 26 anstößt und nicht über die gegenüber der überführbaren Seitenwand 4 liegende Seite hinaus geschoben werden kann. Die Rastnasen 24 weis n dabei nach innen und sind in dieser Darstellung rechteckigförmig ausgebildet und parallel zum Boden 2 angeordnet. Wird nunmehr die Seitenwand 4 in die Stecklage 6 überführt, schieben sich zwei nutartige Ausnehmungen 25, welche an der Außenseite 4" im Bereich des unteren Randes 1 1 der Seitenwand 4 vorgesehen sind, unter die Rastnasen 24. Weiterhin sind in Fig. 3A vorzugsweise vier Rastrampen 27 dargestellt. Diese sind an der Unterseite des Bodens 2 angeordnet und stehen nach außen und nach unten vor. In dieser Darstellung sind die Rastrampen 27 abgerundet bzw. halbkreisförmig ausgebildet. Wenn die überführbare Seitenwand 4 in die Stecklage 6 überführt wird, muss der untere Rand 1 1 der Seitenwand 4 die Rampen 27 überfahren, wodurch die Wand leicht nach unten gedrückt wird, so dass beim weiteren Einfahren die Rastrampen 27 die Seitenwand 4 leicht hintergreifen. Dadurch wird ein lösbarer Rastschnapp- verschluss gebildet. In dieser Darstellung sind auch die Rillen 33, 33 ', 33 " ersichtlich, in welche die Lippen 30, wie in Fig. 2A gezeigt, eingreifen, wodurch eine sichere Stapelung mehrerer Behälter 1 übereinanderigewährleistet wird (s. Fig. 5).

In Fig. 3B wird noch einmal vergrößert die Rastrampe 27 an der Unterseite des Bodens 2 gezeigt. Fig. 3C zeigt einen Teilbereich einer überführbaren Seitenwand 4, den Boden 2 sowie die Bodenwand 26 mit einer Rille 33 ' und von der Bodenwand 26 nach innen vorstehende Rastnasen 24.

In Fig. 4 ist ein Behälter 1 mit 'vier hochgeklappten Seitenwänden 3, 4 gezeigt. Dabei sind die Längsseitenwände 4 mit den Stirnseitenwänden 3 über an sich bekannte geeignete Verriegelungsmechanismen 28 im oberen Bereich der Seitenwände 3, 4 verriegelt. Sobald die überführbare Längsseitenwand 4 in hochgeklappter Stellung ist, greifen die Steckzungen 21 in die komplementären Ausnehmungen 22 der Längsseitenwand 4 ein. Der Boden 2 wird über diesen Eingriff der Steckzungen 21 in die Seitenwand 4 stabilisiert, so dass ein Durchbiegen des Bodens 2 unter Last nicht möglich ist. Dabei schließt die überführbare Seitenwand 4, in aufgerichteter Stellung, mit der Schulter 12 ab. Außerdem steht der untere Rand 1 1 der hochgeklappten Längsseitenwand 4 über den Bodenrand 13 nach unten vor. Der Sitz zwischen der Ausnehmung 18 und der Leiste 10 der vorstehenden Schulter 12 ist ebenso in Fig. 4 ersichtlich.

In Figur 5 sind zwei übereinander gestapelte Behälter 1 mit Displayfunktion gezeigt. Dabei sind alle vier Seitenwände 3, 4 hochgeklappt und über Verriegelungsmechanismen 28 verbunden.

In Figuren 6A und 6B ist jeweils ein Querschnitt der Stecklage 6 dargestellt, wobei die Längsseitenwand 4, in beiden Darstellungen, in die Stecklage 6 überführt ist. In Figur 6A ist insbesondere der Querschnitt einer Rastnase 24 gezeigt, über welche die überführbare Seitenwand 4 beim Einstecken in die Stecklage 6 fährt. Dabei ist eine nutartige Ausnehmung 25 an der Außenseite 4" der Seitenwand 4 vorgesehen, in welche die Rastnase 24 eingreift. Des Weiteren ist eine Rastrampe 27 ersichtlich, welche vom Boden nach unten vorsteht. In Fig. 6B ist die Rastrampe 27 als Querschnitt dargestellt, wobei der untere Rand 1 1 der überführten Seitenwand 4 hinter die Rastrampe greift.