Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
CONTAINER IMPERVIOUS TO OXYGEN AND CONTAINING AT LEAST ONE SELF TANNER
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2009/156040
Kind Code:
A1
Abstract:
The present invention relates to a container impervious to oxygen and containing at least one self tanner in an oxygen-free or low-oxygen atmosphere in order to improve the storage stability of the self tanner, particularly of dihydroxyacetone, erythrulose or mixtures thereof.

Inventors:
RAYNER-BRANDES, Michael, Howard (Am Weiler Weg 16, Alsbach, 64665, DE)
Application Number:
EP2009/003804
Publication Date:
December 30, 2009
Filing Date:
May 28, 2009
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
MERCK PATENT GMBH (Frankfurter Strasse 250, Darmstadt, 64293, DE)
RAYNER-BRANDES, Michael, Howard (Am Weiler Weg 16, Alsbach, 64665, DE)
International Classes:
B65D81/20; A45D40/00
Attorney, Agent or Firm:
MERCK PATENT GMBH (Frankfurter Strasse 250, Darmstadt, 64293, DE)
Download PDF:
Claims:

Patentansprüche

1. Sauerstoffundurchlässiger Behälter enthaltend mindestens einen Selbstbräuner in einer sauerstofffreien oder sauerstoffarmen Atmosphäre.

2. Behälter nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter eine Primärverpackung mit Sauerstoffbarriere, eine Umverpackung mit Sauerstoffsperrschicht, ein Glasbehälter oder ein Stahlbehälter ist.

3. Behälter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die

Befüllung Dihydroxyaceton, Erythrulose oder einer Mischung davon enthält.

4. Behälter nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass Dihydroxyaceton aus mindestens einem Dihydroxyaceton Dimer, Dihydroxyaceton als Monomer oder Gemischen davon besteht.

5. Behälter nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Befüllung eine Formulierung ist, enthaltend mindestens einen Selbstbräuner.

6. Behälter nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter im Falle einer Primärverpackung mit Sauerstoffbarriere oder einer Umverpackung mit Sauerstoffbarriere eine Polymerfolie oder laminierte Polymerfolie ist.

7. Behälter nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Polymerfolie oder laminierte Polymerfolie aus einem Polyester, Polyethylen, Ethylenvinylalkohol, Polyamid oder aus einem Verbundmaterial davon oder aus einem Metallfolienverbundmaterial besteht.

8. Behälter nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Poiymerfolie oder laminierte Polymerfolie aus einem Silber- oder Aluminiumfolienverbundmatehal besteht.

9. Behälter nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter die Form eines Beutels hat, der durch durchgehendes Verbinden einer oder mehrerer polymeren Schichten an den Rändern davon gebildet wird, wobei die Ränder des Beutels unter Verwendung von Wärme geklebt oder gesiegelt werden.

10. Behälter nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter eine Sauerstoffpermeabilität von weniger als 0,01 cm 3 pro m 2 pro 24 Stunden pro bar bei 23 0 C aufweist.

11. Behälter nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Polymerfolie oder laminierte Polymerfolie eine Dicke zwischen 0,02 und 0,3 mm aufweist.

12. Behälter nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 11 , dadurch gekennzeichnet, dass die sauerstofffreie oder sauerstoffarme

Atmosphäre ausgewählt wird aus Argon, Stickstoff, Kohlendioxid oder Mischungen davon oder Vakuum.

13. Behälter nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die getrockneten Gase Argon, Stickstoff, Kohlendioxid oder Mischungen davon die sauerstofffreie oder sauerstoffarme Atmosphäre bilden.

Description:

Sauerstoffundurchlässiger Behälter enthaltend mindestens einen

Selbstbräuner

Die vorliegende Erfindung betrifft einen sauerstoffundurchlässigen Behälter enthaltend mindestens einen Selbstbräuner in einer sauerstofffreien oder sauerstoffarmen Atmosphäre zur Verbesserung der Lagerstabilität des Selbstbräuners, insbesondere von Dihydroxyaceton, Erythrulose oder Mischungen davon.

Der Trend weg von der vornehmen Blässe hin zur „gesunden, sportlich braunen Haut" ist seit Jahren ungebrochen. Um diese zu erzielen, setzen die Menschen ihre Haut der Sonnenstrahlung aus, da diese eine Pigmentierung durch eine Melaninbildung hervorruft. Die UV-Strahlung des Sonnenlichtes hat jedoch auch eine schädigende Wirkung auf die Haut.

Neben der akuten Schädigung (Sonnenbrand) treten Langzeitschäden bei übermäßiger Bestrahlung mit Licht aus dem UVB-Bereich (Wellenlänge

280-320 nm) auf, wie beispielsweise ein erhöhtes Risiko an Hautkrebs zu erkranken. Die übermäßige Einwirkung der UVB- und UVA-Strahlung (Wellenlänge: 320-400 nm) führt darüber hinaus zu einer Schwächung der elastischen und kollagenen Fasern des Bindegewebes. Dies führt zu zahlreichen phototoxischen und photoallergischen Reaktionen und hat eine vorzeitige Hautalterung zur Folge.

Den natürlichen Schutz vor den negativen Folgen der Sonnenstrahlung bietet die Bräunung (Pigmentierung) der Haut. Die Epidermis enthält in ihrer untersten Schicht, der Basalschicht, neben den Basalzellen einzelne pigmentbildende Zellen, die Melanocyten. Durch UV-Licht wird in diesen Zellen die Produktion von Melanin angeregt, das in die Kerantinocyten (Hornzellen) transportiert und dort als braune Hautfarbe sichtbar wird. Diese von der Aminosäure Tyrosin ausgehende Pigmentbildung wird überwiegend durch UVB-Strahlung initiiert und als „indirekte Pigmentierung" bezeichnet. Ihre Entwicklung läuft über mehrere Tage; die so erhaltene Sonnenbräune besteht über einige Wochen. Bei der „Direkt- Pigmentierung", die mit der Sonnenbestrahlung einsetzt, werden vorwiegend farblose Melanin-Vorstufen durch UVA-Strahlung zu dunkel

gefärbtem Melanin oxidiert. Da diese Oxidierung reversibel ist, führt sie zu einer nur kurz anhaltenden Hautbräunung.

Eine künstliche Bräunung der Haut lässt sich äußerlich mit Hilfe von Schminke und oral durch Einnahme von Carotinoiden erzeugen.

Weitaus beliebter jedoch ist die künstliche Bräunung der Haut, welche sich durch Auftragen von sogenannten Selbstbräunem erzielen lässt. Diese Verbindungen weisen als chemisches Strukturmerkmal Keto- bzw. Aldehydgruppen in Nachbarschaft zu Alkoholfunktionen auf. Diese Ketole bzw. Aldole gehören überwiegend zur Substanzklasse der Zucker.

Die Verbindungen können mit den Proteinen und Aminosäuren der Hornschicht der Haut im Sinne einer Maillard-Reaktion umgesetzt werden, wobei über einen noch nicht vollständig aufgeklärten Reaktionsweg Polymerisate entstehen, die der Haut einen bräunlichen Farbton verleihen. Diese Reaktion ist nach etwa 4 bis 6 Stunden abgeschlossen. Die so erzielte Bräune ist nicht abwaschbar und wird erst mit der normalen Hautabschuppung entfernt.

Der Stand der Technik kennt selbstverständlich eine Vielzahl verschiedener

Selbstbräunersubstanzen. Eine besonders häufig eingesetzte

Selbstbräunungssubstanz ist 1 ,3-Dihydroxyaceton (Dihydroxyaceton oder

DHA) oder Erythrulose oder Mischungen davon. Bei Dihydroxyaceton handelt es sich beispielsweise um einen wasserlöslichen kristallinen Feststoff, der unter neutralen bis basischen Bedingungen nicht stabil ist.

Die feste Form, d.h. das Pulver von Dihydroxyaceton, entspricht mindestens einer dimeren Form. In der Regel liegt der Feststoff als ein

Gemisch von Dimeren unterschiedlicher Konformation vor. 4 Dimere Formen sind beispielsweise bekannt:

Die Stabilität von DHA, d.h. Dihydroxyaceton aus mindestens einem Dihydroxyaceton-Dimer, Dihydroxyaceton als Monomer oder Gemischen davon, wird durch die Lagertemperatur, die Zusammensetzung der Gasatmosphäre, Gasdruck, Anwesenheit von Lösungsmitteln und durch die Luftfeuchte beeinflusst.

Weiterhin ist es bekannt, dass sich DHA, d.h. Dihydroxyaceton aus mindestens einem Dihydroxyaceton Dimer, Dihydroxyaceton als Monomer oder als Gemisch, bei erhöhten Lagertemperaturen zersetzt. Daher wird üblicherweise kühl gelagert. Darüber hinaus wird DHA unter Verwendung einer so genannten „Kühlkette" transportiert. Diese Kühlkette ist insbesondere bei kleinen Sendungen nicht wirtschaftlich oder wird in der Praxis nicht erfüllt.

Es ist weiterhin bekannt, DHA oder DHA-haltige Produkte in sauerstoffdurchlässigen Packungen anzubieten. Selbst die Verpackung in einer Metalldose kann das Eindringen von Sauerstoff nicht zuverlässig verhindern, da ein gewisses Eindringen von Sauerstoff durch Diffusion durch die Dichtung erfolgen kann, die zwischen einem Behälterkörper und seinem Deckel angeordnet ist. Es ist bekannt, dass die Lagerdauer von Selbstbräunern, insbesondere von

Dihydroxyaceton, Erythrulose oder Gemischen davon sowie selbstbräunerhaltigen Produkten sehr begrenzt ist, wenn konventionelle Behälter dieser Typen zur Lagerung verwendet werden. Stand der Technik sind ebenso selbstbräunerhaltige Formulierungen, insbesondere von Dihydroxyaceton, die nicht unter Schutzgas hergestellt werden. Problematisch bei diesen Formulierungen ist ein stark wahrnehmbarer Eigengeruch oder ein signifikanter Geruch, der erst bei der Applikation wahrnehmbar wird.

Daher ist es die Aufgabe der Erfindung, die Lagerstabilität von Selbstbräunem bei Temperaturen über 4 bis 8°C zu verlängern.

überraschend wurde gefunden, dass die Lagerstabilität von Selbstbräunem verbessert wird, wenn ein sauerstoffundurchlässiger Behälter verwendet wird und die Befüllung enthaltend einen Selbstbräuner in einer sauerstofffreien oder sauerstoffarmen Atmosphäre gehalten wird.

Gegenstand der Erfindung ist daher ein sauerstoffundurchlässiger Behälter enthaltend mindestens einen Selbstbräuner in einer sauerstofffreien oder sauerstoffarmen Atmosphäre.

Als "sauerstoffarm" wird die Atmosphäre erfindungsgemäß verstanden, wenn der Anteil des Sauerstoffs in der Atmosphäre kleiner 10 Volumenprozent, insbesondere in einem Bereich zwischen 0,1 und 5 Volumenprozent, insbesondere bevorzugt in einem Bereich zwischen 0,5 und 3 Volumenprozent ist und ganz besonders bevorzugt in einem Bereich zwischen 0,01 und 1 Volumenprozent ist.

Als vorteilhafte Selbstbräuner können unter anderem eingesetzt werden:

HC=O

HC=O HC=O CH 0

HC-O C=O CH 2

H 2 C-O H 2 C-OH HC=O

Glycerolaldehyd Hydroxymethylglyoxal γ-Dialdehyd

Erythrulose 6-Aldo-D-Fructose Ninhydrin

oder

H 2 C-OH

C=O

H 2 C-OH

1 ,3-Dihydroxyaceton.

Ferner ist das 5-Hydroxy-1 ,4-naphtochinon (Juglon) zu nennen, das aus den Schalen frischer Walnüsse extrahiert wird

5-Hydroxy-1 ,4-naphtochinon (Juglon)

sowie das in den Henna-Blättern vorkommende 2-Hydroxy-1 ,4- naphtochinon (Lawson).

2-Hydroxy-1 ,4-naphtochinon (Lawson).

Der Begriff Selbstbräuner wird gleichbedeutend in der Beschreibung auch als Selbstbräunungssubstanz oder Selbstbräunersubstanz verwendet.

In einer bevorzugten Ausführungsform des Behälters enthält die Befüllung Dihydroxyaceton, Erythrulose oder eine Mischung davon, wobei Dihydroxyaceton in dem Sinne verstanden wird, dass es sich hierbei um mindestens einem Dihydroxyaceton-Dimer, Dihydroxyaceton als Monomer oder Gemischen davon handelt.

Unter dem Begriff Dihydroxyaceton sollen auch solche Formen mit umfasst sein, die Kristalle von Dihydroxyaceton mit Lösungsmitteln sind, wie beispielsweise Kristalle mit Wasser, Ethanol oder Methanol.

Besonders bevorzugt ist die Befüllung ein Feststoff enthaltend die beschriebenen Selbstbräuner, ganz besonders bevorzugt Dihydroxyaceton,

Erythrulose oder Mischungen davon. Dihydroxyaceton als Feststoff besteht daher besonders bevorzugt aus mindestens einem Dihydroxyaceton-Dimer oder Mischungen der Dimeren, wie zuvor beschrieben.

In einer besonderen Ausführungsform enthält die Befüllung eine Mischung enthaltend mindestens einen Selbstbräuner mit einem Formaldehydfänger, eine Mischung enthaltend mindestens einen Selbstbräuner mit einem Flavonoid oder eine Mischung enthaltend mindestens einen Selbstbräuner, ein Formaldehydfänger und ein Flavonoid.

Bevorzugt kann ein Formaldehydfänger aus der Gruppe um D-Glucitol, Glycerol, 1 ,2-Propandiol, Isopropylalkohol, Ehtylenglycol, Diethylenglycol, Resorcinol, Pyrogallol, Phloroglucin, Hydrogensulfite, Sulfite, Mischungen

von Sulfiten und Sulfiden, Bisulfite, Transresveratrol, Harnstoff, Benzotriazole oder Weizengluten gewählt werden.

Eine besonders bevorzugte Vormischung enthaltend DHA (87-93 Gew.-%), Natriumbisulfit (9-11 Gew.-%) und Magnesiumstearat (ca. 0,5 Gew.-%), ist auch unter der Handelsbezeichnung DHA Plus, der Firma Merck, Darmstadt bekannt.

Der Begriff „Flavonoid" im Sinne dieser Erfindung umfasst insbesondere Verbindungen, die sich aufgrund ihrer Grundstruktur zu folgenden Gruppen zuordnen lassen:

• Chalkone

• Chromone

• Aurone

• Flavanone • Flavan-3-ole (Catechine)

• Flavone

• Isoflavone

• Flavan-3,4-diole (Leukoanthocyanidine)

• Flavonole (3-Hydroxy-flaven-4-on)

• Flavanonole

Der Name „Flavonoid" leitet sich vom lateinischen Wort fiavus= gelb ab und berücksichtigt damit die Tatsache, dass die meisten dieser Substanzen in ihrer reinen Form eine gelbliche Farbe aufweisen.

Beispielhaft sollen folgende Flavonoide angeführt werden: 5-Hydroxy-7,4 ' - dimethoxyflavon-8-sulfat, 7,8-dihydroxyflavon, Luteolin (Flavone); Catechin, Epicatechin, EpiGalloCatechinGallat (EGCG, TEAVIGO ® DSM) (Flavan-3- ole bzw. Flavan-3-ol-dehvate); Kampferöl (Flavonol); Taxifolin (Flavanonol), die Isoflavone der Gruppe Isoflavon, Daidzein, Genistein, Prunetin, Biochanin A, Orobol, Santal oder Pratensein sowie Naringenin (Flavanon), und Glycoside von Naringenin, beispielsweise Naringin-7-neohesperidosid.

Bevorzugte Flavonoide leiten sich von folgenden Gruppen ab:

• Flavonole

• Flavonol-o-glycoside

• Flavonol-o-glycosid-enthaltende Extrakte

Flavonoide kommen meist als lösliche Glykoside im Zellsaft der Pflanze vor. Die bevorzugten Flavonoide umfassen auch Aglyka (zuckerfreie Strukturen) und Aglyka-Konjugate. Mögliche Aglyka-Konjugate sind Hydroxyl-Derivate, wobei die Hydroxylgruppen ganz oder teilweise alkyliert, methyliert, glycyliert, sulfatiert oder verestert sind. Neben Hydroxylderivaten kommen auch C-Derivate als Aglyka-Konjugate in Frage.

Besonders bevorzugt ist für die Gruppe der Flavonole das Aglykon Quercetin. Bei der Gruppe der Flavonol-o-glycoside sind die Flavonol-3- glycoside wie Rutin, α-Glucosylrutin, Tilirosid, Isoquercetin, Rutinsulfat, Trishydroxyethylrutin (Troxerutin) sowie deren Sulfate und Phosphate besonders bevorzugt. Auch Flavonol-7- und -8-glycoside können verwendet werden. Der Begriff „Rutinsulfat" umfasst Mono-, Di-, Tri-, Tetra- oder Polysulfate des Rutins bzw. Gemische dieser Rutinsulfate. Der Begriff „Troxerutin" umfasst Mono-, Di-, Tri- Tetra- oder Polyethoxylate des Rutins bzw. Gemische dieser Rutinethoxylate.

Bevorzugt werden die Flavonoide, ausgewählt aus der Gruppe Quercetin,

Rutin, Rutinsulfat, α-Glucosy!rutin, Tilirosid, Troxerutin und/oder Isoquercetin.

Für die Gruppe der Flavonol- oder Flavonol-o-glycosid-enthaltenden Extrakte sind die Wirkstoffkombinationen Emblica, Licorice und/oder Rosskastanienextrakt bevorzugt. Emblica wird aus den Früchten des Laubbaumes Phyllanthus emblica (auch Emblica officinalis) z.B. in Indien, China, Pakistan oder Nepal gewonnen. Die Hauptinhaltsstoffe von Emblica sind die niedermolekularen Gerbsäuren Emblicanin A und B, die das in der Haut vorkommende Eisen in Form von Komplexen binden. Bevorzugte Emblica- Lösungen sind kommerziell z.B. als EMBLICA ® (MERCK) oder CAPROS ® (siehe z.B. US-6,235,721 oder US-6, 124,268) erhältlich. Prinzipiell kommen alle Emblica-Mischungen allein oder in Kombination mit

mindestens einem Flavonoid für eine Befüllung als Mischung mit mindestens einem Selbstbräuner in Frage.

Das Licorice-Extrakt enthält das Flavonoid Glabridin (ein Stearyl Glycyrhetinat) und/oder Licochalcon A.

Das Rosskastanienextrakt enthält z.B. Esculin sowie weitere Flavonol- und/oder Flavonolglycosidbestandteile.

Solche pflanzlichen Substanzgemische können in dem Fachmann geläufiger Weise beispielsweise durch Auspressen oder Extrahieren der entsprechenden Pflanzen gewonnen werden.

Eine besonders bevorzugte Vormischung enthaltend DHA (64-70 Gew.-%) und Troxerutin (30-36 Gew.-%), ist auch unter der Handelsbezeichnung DHA Rapid, der Firma Merck, Darmstadt bekannt.

Gegenstand der Erfindung ist ebenfalls ein sauerstoffundurchlässiger Behälter, wobei als Befüllung eine Formulierung enthaltend mindestens einen Selbstbräuner in einer sauerstofffreien oder sauerstoffarmen Atmosphäre enthalten ist.

Formulierungen enthaltend mindestens einen Selbstbräuner sind aus dem

Stand der Technik hinlänglich bekannt. Der Selbstbräuner kann aus den zuvor beschriebenen Gruppen und besonders bevorzugten Gruppen von Selbstbräunungssubstanzen ausgewählt werden sowie auch die erwähnten Vormischungen enthalten. Insbesondere ist es vorteilhaft, fertige Lösungen von Spray tan Anwendungen als Befüllung des sauerstoffundurchlässigen Behälters zu wählen. Insbesondere ist es auch vorteilhaft Lösungen enthaltend mindestens einen Selbstbräuner, beispielsweise Lösungen von ca. 66% DHA in Wasser-Phosphat-Puffer, als Befüllung des sauerstoffundurchlässigen Behälters zu wählen.

Insbesondere ist zu beachten, dass die Befüllung auch aus dem mindestens einen Selbstbräuner, den bevorzugt genannten Selbstbräunem oder Formen sowie Mischungen oder einer Formulierung enthaltend einen Selbstbräuner bestehen kann.

Vorzugsweise kann der Behälter ferner Trockenmittel, beispielsweise Silicagel in Säckchen, enthalten.

Vorzugsweise kann der Behälter auch ein sauerstoffaufnehmendes Mittel, beispielsweise Pyrogallol in Säckchen, enthalten.

Besonders bevorzugt ist der Behälter eine Primärverpackung mit

Sauerstoffbarriere, eine Umverpackung mit Sauerstoffsperrschicht, ein

Glasbehälter oder ein Stahlbehälter.

Zusätzlich zu Metall-, Glas- oder Kunststoffbehältern können laminierte

Behälter erfindungsgemäß verwendet werden, wie sauerstoffundurchlässige Aluminiumgebinde. Ein solcher Metallbehälter ist mit einer Kunststoffauskleidung versehen, die in Form einer Folie, Matte oder Säckchen in dem Behälter angeordet ist. Die Innenauskleidung kann entlang einer Schwächelinie am Behälterverschluss oder an jeglicher anderen zweckmäßigen Stelle in dem Behälter angeordnet und darin laminiert sein.

Die Lamination bezeichnet das Verbinden einer dünnen, oftmals folienartigen Schicht mit einem Trägermaterial mittels eines Klebers.

Besonders bevorzugt ist der Behäiter im Falle der Primärverpackung mit Sauerstoffbarriere oder der Umverpackung mit Sauerstoffbarriere eine Polymerfolie oder laminierte Polymerfolie. Beispielsweise ist die Polymerfolie oder laminierte Polymerfolie ein Polyester, Polyolefin, Ethylenvinylalkohol oder ein Polyamid oder die Polymerfolie oder laminierte Polymerfolie besteht aus entsprechenden Verbundmaterialien. Alternativ besteht die Polymerfolie oder die laminierte Polymerfolie aus einem Metallfolienverbundmaterial. Beispielsweise aus einem Silber- oder Aluminiumfolienverbundmaterial.

Es ist ferner bevorzugt, dass der Behälter die Form eines Beutels hat, der durch durchgehendes Verbinden einer oder mehrerer polymeren Schichten

an den Rändern davon gebildet wird, wobei die Ränder des Beutels unter Verwendung von Wärme geklebt oder gesiegelt werden.

Vorzugsweise weist der Behälter eine Sauerstoffpermeabilität von weniger als 100 cm 3 pro m 2 pro 24 Stunden pro bar bei 23 0 C , bevorzugt zwischen

0,01 und 50 100 cm 3 pro m 2 pro 24 Stunden pro bar bei 23 0 C. Es ist weiterhin bevorzugt, dass das Verbundmaterial eine Dicke zwischen etwa 0,02 und 0,3 mm aufweist.

Erfindungsgemäße Behälter sind beispielsweise Behälter aus Hochbarriereverbundmaterial mit einem Beutel, aufgebaut aus beispielsweise einem Polyolefin, wie Polypropylen, Ethylenvinylalkohol und einer anderen Polyolefinschicht wie einem Verbundmaterial aus linearem

Polyethylen niedriger Dichte.

Bevorzugt eingesetzt wird ein Dreirandsiegelbeutel, konfektioniert mit einem Aussenmaß 385 x 385 x 1 100 mm aus dem Werkstoff Polyester 0.01 mm. Aluminium 0,01 mm, Polyethylen 0,075 mm mit einer Foliendicke von ca. 0,100 mm, vertrieben von der Firma TESSERAUX SPEZIAL

Verpackungen GmbH, Bürstadt.

Bevorzugt wird auch ein Aluminiumbeschichteter Polyethylenbeutel verwendet als Dreirandsiegelbeutel, wobei nach der Befüllung die vierte

Naht versiegelt wird. Für größere Gebinde wird anstelle eines Beutels ein

Sack verwendet, der die gleichen Merkmale erfüllt.

Zum Erreichen der sauerstofffreien oder sauerstoffarmen Atmosphäre werden Gase verwendet, die gegenüber dem mindestens einen Selbstbräuner inert sind und wobei der Anteil an Sauerstoff derart ist, dass er unter die Definition von "sauerstoffarm" fällt, wie zuvor beschrieben. Solche Gase sind beispielsweise Argon, Stickstoff, Kohlendioxid oder Mischungen davon. Der Behälter kann jedoch befüllt werden und anschließend ein Vakuum angelegt werden. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform wird der Behälter befüllt, ein Vakuum wird angelegt und anschließend wird das entsprechende Gas zur Erzeugung der sauerstofffreien oder sauerstoffarmen Atmosphäre zugegeben. Es kann ein Vakuum zwischen 100 und 200 mbar, vorzugsweise von 50 bis 70 mbar

angelegt werden. Praktikabel ist jedoch auch ein Vakuum unter 50 mbar bis zum maximalen Vakuum, das eine Vakuumpumpe vermag.

Besonders bevorzugt ist die Atmosphäre im erfindungsgemäßen sauerstoffundurchlässigen Behälter sauerstoffarm, wie zuvor definiert.

Besonders bevorzugt werden getrocknete Gase der ausgewählten Gruppe Argon, Stickstoff, Kohlendioxid oder Mischungen davon, verwendet.

Der erfindungsgemäß unter sauerstofffreier oder sauerstosffarmer Atmosphäre verpackte und gelagerte mindestens eine Selbstbräuner, wie zuvor beschrieben, oder Mischungen enthaltend mindestens einen Selbstbräuner, kann vorzugsweise zur Herstellung von Formulierungen, insbesondere von kosmetischen Zubereitungen benutzt werden, wobei insbesondere auch eine solche Zubereitung vorzugsweise unter Schutzgas hergestellt werden sollte.

Die im folgenden angeführten Beispiele für den erfindungsgemäßen Gegenstand dienen lediglich der Erläuterung und engen die vorliegende Erfindung keineswegs in irgendeiner Weise ein. Im übrigen ist die beschriebene Erfindung im gesamten beanspruchten Bereich ausführbar.

Alle Verbindungen oder Komponenten, die beschrieben sind, sind entweder bekannt und käuflich erhältlich oder können nach bekannten Methoden synthetisiert werden.

Beispiel 1:

Dihydroxyaceton wird als Feststoff nach bekannten Verfahren hergestellt und aluminiumbeschichtete Polyethylen-Beutel (PE-Beutel) sowie ein Standard PE-Beutel werden unter der jeweils angegebenen Atmosphäre befüllt.

Es werden Stabilitätsprüfungen über einen Zeitraum von 3 Monaten bis 6 Monaten bei 40 0 C und einer relativen Luftfeuchte von 75% durchgeführt. Es werden jeweils die Mittelwerte aus drei Chargen angegeben. Die sauerstofffreie oder sauerstoffarme Atmosphäre wird erzeugt durch Argon,

Stickstoff, Kohlendioxid oder Vakuum, wobei ein Vergleichswert in Anwesenheit von Luft herangezogen wird.

Tabelle 1 fasst die Ergebnisse unter der Angabe des Gehaltes an DHA in % an:

Figur 1 ist eine grafische Darstellung der Tabelle 1.

Tabelle 2 fasst die Ergebnisse bezüglich der pH-Wert-änderungen zusammen:

Figur 2 ist eine grafische Darstellung der Tabelle 2.

Der Lagerstabilitätsversuch zeigt, dass bei Einsatz eines erfindungsgemäßen sauerstoffundurchlässigen Behälters im Vergleich zu einem herkömmlichen Standard PE-Beuteln eine deutliche Erhöhung der Lagerstabilität von DHA erreicht wird.

Beispiel 2:

Dihydroxyaceton wird als Feststoff nach bekannten Verfahren hergestellt und aluminiumbeschichtete Polyethylen-Beutel (PE-Beutel) sowie ein

Standard PE-Beutel werden unter der jeweils angegebenen Atmosphäre befüllt.

Es werden Stabilitätsprüfungen über einen Zeitraum von 3 Monaten bis 24 Monaten bei 25 0 C und einer relativen Luftfeuchte von 60% durchgeführt. Es werden jeweils die Mittelwerte aus drei Chargen angegeben. Die sauerstofffreie bzw. sauerstoffarme Atmosphäre wird erzeugt durch Argon, Stickstoff, Kohlendioxid oder Vakuum, wobei ein Vergleichswert in Anwesenheit von Luft herangezogen wird.

Tabelle 3 fasst die Ergebnisse unter der Angabe des Gehaltes an DHA in % an - Lagerbedingung 25°C/60% r.F.:

Figur 3 ist eine grafische Darstellung der Tabelle 3.

Tabelle 4 fasst die Ergebnisse bezüglich der pH-Wert-änderungen zusammen - Lagerbedingung 25°C/60% r.F.:

Figur 4 ist eine grafische Darstellung der Tabelle 4.

Die Ergebnisse belegen eindrucksvoll, dass DHA unter den angegebenen Bedingungen im erfindungsgemäßen sauerstoffundurchlässigen Behälter hervorragend bei Raumtemperatur stabilisiert wird.