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Title:
CONTAINER SIDE WALL, CONTAINER WITH SUCH A CONTAINER SIDE WALL, AND PRODUCT-TRANSPORTING RECEPTACLE WITH SUCH A CONTAINER
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2009/018987
Kind Code:
A2
Abstract:
The invention provides a container side wall (10) with two boundary surfaces (12a, 12b) which are oriented in parallel and at least partially delimit a cavity (18), with at least one connecting means (20) for the two boundary surfaces (12a, 12b) in the region of the cavity (18), and wherein the cavity (18) is filled or can be filled at least partially with a dimensionally stabilizable material (18a), a container (38) for receiving a product for transportation, with a plurality of side walls (40a, 40b, 40c, 40d), of which at least one is designed as such a container side wall (10), and a product-transporting receptacle (62) comprising a first and a second such container (38, 60a).

Inventors:
MARTIN, Siegbert (Bürgerstrasse 96, Rheine, 48432, DE)
Application Number:
EP2008/006406
Publication Date:
February 12, 2009
Filing Date:
August 04, 2008
Export Citation:
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Assignee:
TREPTE, Peter (Droste-Hülshoff-Allee 60, Emsdetten, 48282, DE)
MARTIN, Siegbert (Bürgerstrasse 96, Rheine, 48432, DE)
International Classes:
B65D5/74; B65D30/20; B65D51/16; B65D75/58
Attorney, Agent or Firm:
TEN BRINK, Carsten (Murgitroyd & Company, Mendelstrasse 11, Münster, 48149, DE)
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Claims:

Ansprüche

1. Containerseitenwand (10) mit zwei parallel orientierten Begrenzungsflächen (12a, 12b), die zumindest partiell einen Hohlraum (18) begrenzen, gekennzeichnet durch zumindest ein Verbindungsmittel (20) für die zwei Begrenzungsflächen (12a, 12b) im Bereich des Hohlraums (18), wobei der Hohlraum (18) zumindest teilweise mit einem formstabilisierba- ren Material (18a) ausgefüllt oder ausfüllbar ist.

2. Containerseitenwand gemäß Anspruch 1 , wobei zumindest eine der Begrenzungsflächen (12a, 12b) zumindest teilweise aus einem Gewebe (14a, 14b) besteht.

3. Containerseitenwand gemäß Anspruch 2, wobei als Gewebe (14a, 14b) ein Bändchengewebe, ein Fadengewebe oder eine Kombination daraus vorgesehen ist.

4. Containerseitenwand gemäß Anspruch 2 oder 3, wobei das Gewebe (14a, 14b) Monofilamentfasern, Multifilamentfasern oder eine Kombination daraus umfasst.

5. Containerseitenwand gemäß einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das Gewebe (14a, 14b) zumindest teilweise ein synthetisches und/oder natürliches Polymer, insbesondere ein Biopolymer, umfasst.

6. Containerseitenwand gemäß Anspruch 5 mit einem Polymer aus einer Gruppe, welche Polyolefine, insbesondere Polypropylen, Polyester, Polyamide oder einer Kombination umfasst.

7. Containerseitenwand gemäß Anspruch 5 mit einem Biopolymer aus einer Gruppe, welche ein Polyhydroxylkanoat, Polylactat oder eine Kombination daraus umfasst.

8. Containerseitenwand gemäß einem der vorangehenden Ansprüche, wobei als Verbindungsmittel (20) ein Steg (22a, 22b, 22c, 22d), eine Naht, ein Niet, ein Knopf, eine Klebeverbindung, eine Schweißverbindung oder eine Kombination daraus fungiert.

9. Containerseitenwand gemäß Anspruch 8, wobei der Steg (22a, 22b, 22c, 22d ) eine Bindekette (28a, 28b) des Gewebes (14a, 14b), ein Faden, ein Bändchen, eine Monofila- mentfaser oder eine Multifilamentfaser ist.

10. Containerseitenwand gemäß Anspruch 8 oder 9, wobei der Hohlraum (18) mittels einer Mehrzahl von Stegen (22a, 22b, 22c, 22d) in miteinander kommunizierende Felder (24) gegliedert ist.

11. Containerseitenwand gemäß einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das formstabilisierbare Material (18a) ein Granulat, eine Flüssigkeit, ein Gel, ein Gas, ein Schaum oder eine Kombination daraus umfasst.

12. Containerseitenwand gemäß Anspruch 1 1 , wobei das formstabilisierbare Material (18a) ein Polyurethan-Hartschaum ist.

13. Containerseitenwand gemäß einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das formstabilisierbare Material (18a) im Hohlraum (18) zumindest temporär in eine im Wesentlichen formstabile Form überführbar ist.

14. Containerseitenwand gemäß einem der vorangehenden Ansprüche mit einer, insbesondere verschließbaren, Einfüllöffnung (26) zum Einfüllen des formstabilisierbaren Materials (18a) in den Hohlraum (18).

15. Containerseitenwand gemäß einem der vorangehenden Ansprüche, wobei Kanten (16) einer ersten Begrenzungsfläche (12a) zumindest partiell mit Kanten (16) einer zweiten Begrenzungsfläche (12b) verbunden sind um den Hohlraum (18) zu bilden.

16. Containerseitenwand gemäß Anspruch 15, wobei die Kanten (16) mittels einer Naht, einer Schweißverbindung, einer Klebeverbindung oder einer Kombination daraus verbunden sind.

17. Containerseitenwand gemäß einem der vorangehenden Ansprüche, mit einer stabförmigen oder flächigen Geometrie.

18. Containerseitenwand nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch wenigstens einen sich über die gesamte Höhe h der Seitenwand (38) erstreckenden und als Scharnier arbeitenden Bewegungsstreifen (63), der frei vom formstabilsierbaren Material (18a) ist und dessen Breite (b) zumindest der Länge (L) des Verbindungsmittels (20) entspricht.

19. Containerseitenwand nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass beide Begrenzungsflächen (12a, 12b) zumindest teilweise aus einem Gewebe (14a, 14b) bestehen und die Gewebe (14a, 14b) im Bereich des Bewegungsstreifen (63) über die gesamte Höhe (h) der Containerseitenwand 38 für das formstabile Material (18a) undurchlässig mit- miteinander verbunden, insbesondere vernäht und/oder verwebt, sind.

20. Containerseitenwand nach einem der Ansprüche 18 oder 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Containerseitenwand (38) an zwei sich gegenüberliegenden Enden jeweils einen Bewegungsstreifen (63) sowie einen dritten Bewegungsstreifen (63) zwischen den

beiden ersten Bewegungsstreifen (63) aufweist, die jeweils frei vom formstabilsierbaren Material (18a) sind und deren Breite (b) zumindest der Länge (L) des Verbindungsmittels (20) entspricht.

21. Container (38) zur Aufnahme eines Transportgutes mit einer Mehrzahl von Seitenwänden (4Oa 1 40b, 40c, 4Od) von denen zumindest eine als Containerseitenwand (10) nach einem der vorangehenden Ansprüche ausgebildet ist.

22. Container gemäß Anspruch 21 mit zumindest einer an zumindest eine Seitenwand (40a, 40b, 40c, 4Od) angrenzenden ersten öffnung (50) zum Einführen oder Einfüllen des Transportgutes.

23. Container gemäß Anspruch 21 oder 22, wobei der Container eine zweite an zumindest eine Seitenwand (40a, 40b, 40c, 4Od) angrenzende öffnung - zweite öffnung (34) - zur Entnahme des Transportgutes umfasst.

24. Container gemäß Anspruch 22 oder 23, wobei die erste, die zweite öffnung (50, 34) oder beide öffnungen (50, 34) verschließbar sind.

25. Container gemäß einem der Ansprüche 21 bis 24, wobei die erste und zweite öffnung (50, 34) einander gegenüberliegend angeordnet sind.

26. Container gemäß einem der Ansprüche 21 bis 25, mit zumindest einer Aufhängung (56a, 56b, 56c, 56d).

27. Container gemäß einem der Ansprüche 21 bis 26, wobei die Aufhängung (56a, 56b, 56c, 56d) mit zumindest einer Begrenzungsfläche (40a bis 4Od) oder einer Verbindungs-

stelle (44a, 44b, 44c, 44d) von zumindest zwei Begrenzungsflächen (40a bis 4Od) verbindbar ist oder ein integraler Bestandteil der Begrenzungsfläche (40a bis 4Od) oder der Verbindungsstelle (44a, 44b, 44c, 44d) ist.

28. Container gemäß Anspruch 26 oder 27, wobei die Aufhängung (56a, 56b, 56c, 56d) eine Lasche, eine Schlaufe, eine öse oder ein Ring ist.

29. Container gemäß einem der Ansprüche 21 bis 28, in einer zumindest teilweise faltbaren Ausführung.

30. Container nach einem der Ansprüche 21 bis 29, gekennzeichnet durch wenigstens zwei sich gegenüberliegende Containerseitenwände (10.1 , 10.3) mit den Merkmalen eines der Ansprüche 18 bis 20.

31. Transportgutbehälter (62) umfassend einen ersten und einen zweiten Container (38, 60a) jeweils gemäß einem der Ansprüche 21 bis 30.

32. Transportgutbehälter gemäß Anspruch 31 , wobei eine Außenkontur des ersten Containers (38) auf eine Innenkontur des zweiten Containers (60a) derart abgestimmt ist, dass der zweite Container (60a) den ersten Container (38) aufnehmen kann.

33. Transportgutbehälter gemäß Anspruch 32, bei dem mindestens eine Containerseitenwand (10) des ersten Containers (38) und/oder des zweiten Containers (60a) zu dessen Formstabilisierung wirksam ist.

34. Transportgutbehälter gemäß Anspruch 33, bei dem zwei gegenüberliegende Containerseitenwände (10) des ersten Containers (38) und zwei gegenüberliegende Containerseiten-

wände (10) des zweiten Containers (60a) zu dessen Formstabilisierung wirksam sind, wobei die gegenüberliegenden Containerseitenwände (10) des ersten Containers (38) im Verhältnis zu den gegenüberliegenden Containerseitenwänden (10) des zweiten Containers (60a) derart angeordnet sind, dass sich insgesamt vier formstabilisierende Containerseitenwände (10) ergeben.

35. Transportgutbehälter gemäß einem der Ansprüche 31 bis 34 mit zumindest einer Stütze (10v, 10x, 10y, 10z) zur Stabilisierung.

Description:

CONTAINERSEITENWAND, CONTAINER MIT EINER SOLCHEN CONTAINERSEITENWAND SOWIE TRANSPORTGUTBEHäLTER MIT SOLCHEM

CONTAINER

Die Erfindung bezieht sich auf eine Containerseitenwand für Container sowie einen Container mit zumindest einer solchen Containerseitenwand. Des Weiteren bezieht sich die Erfindung auf einen Transportgutbehälter mit solchem Container.

Die Containerseitenwand fungiert als Stabilisierungsmittel. Derartige Stabilisierungsmittel, wie z.B. sogenannte „Sandwichstrukturen", sind allgemein bekannt und finden in verschiedensten Einsatzfeldern, wie z.B. der Isoliertechnik, LKW -Auf bauten, Hallenbau, Werbetafeln, Bühnenbau, Möbelbau etc., Verwendung. Sandwichstrukturen umfassen in der Regel zwei steife Deckschichten, zwischen welchen sich ein leichteres Kernmaterial, beispielsweise Papierwaben, Leichtholz, Polyurethan, Styropor oder dergleichen befindet. Bei der Herstellung solcher Sandwichstrukturen werden z.B. zunächst die Deckschichten in eine Form eingelegt und von außen mittels Druckplatten im gewünschten Abstand oder in Form gehalten und dann beispielsweise mit Polyurethanschaum gefüllt. Alternativ können bei formstabilen Kernmaterialien die Deckschichten mit dem Kernmaterial in eine Form gespannt und verpresst, verklebt oder verschweißt werden. Diese Herstellung ist verhältnismäßig arbeits- und kostenintensiv und erfordert zusätzliche Formen und Maschinen, welche z.B. auch aufwändig an die zu erreichende Form der Sandwichstruktur oder an Formen der Ausgangsmaterialien angepasst werden müssen, was wiederum die Herstellung der Sandwichstrukturen verteuert.

Container für Füllgüter und entsprechende Containerseitenwände sind ebenfalls allgemein bekannt. Ein Beispiel für solche Container sind Tonnen oder Fässer, Kartonagen oder „in-

termediate bulk Container" („IBC"), welche starr und häufig schwer („rigid intermediate bulk Container", „RIBC") oder auch leicht und flexibel („flexible intermediate bulk Container", „FIBC") sind, wobei letztere auch „big bag" genannt werden und im Wesentlichen große Beutel mit rechteckigem oder rundem Querschnitt sind. Die, oft aus Metall oder Kunststoff bestehenden, RIBCs finden häufig Verwendung beim Transport von flüssigen oder pastösen Stoffen und FIBCs häufig beim Transport von Schüttgütern, z.B. Baustoffen wie Sand, Kies oder Steinen, aber auch von pharmazeutischen Stoffen, Nahrungsmitteln oder deren Inter- mediaten. Eine Beschreibung solcher FIBCs findet sich in der DIN EN Norm 1898 (Festlegung für flexible Großpackmittel (FIBC)).

Aufgrund der Flexibilität der FIBCs, insbesondere ihrer Seitenflächen, drücken in einen, auf einem festen Untergrund stehenden FIBC eingefüllte Schüttgüter dessen Seitenflächen nach außen, so dass diese eine konvexe Form annehmen und der FIBC bei einem hängenden Transport sogar eine kugelige Form anstrebt. Hierdurch wird zum einen aufgrund einer geringeren Standfläche eine Standfestigkeit des gefüllten FIBCs negativ beeinflusst, und zum anderen aufgrund einer „Ausbeulung" des FIBCs eine effiziente Raumausnutzung bei Transport oder Lagerung verschlechtert.

Bisher werden zur Verringerung der „Ausbeulung" starre Holz- oder Kunststoffplatten in den FIBC eingestellt; hierbei kontaktieren jedoch die Platten das Füll- und oder Transportgut und die Platten müssen gegen Kippen oder Umfallen gesichert werden, was eine Handhabung vor und beim Befüllvorgang erschwert und Kosten erhöht. Alternativ werden zur Stabilisierung des FIBCs auch über Eck angebrachte Verspannungen verwendet, welche jedoch ebenfalls das Füll- und oder Transportgut kontaktieren. Dann müssen die Platten mit Durchtrittsöffnungen versehen sein, da ansonsten eine gleichmäßige Befüllung des FIBCs erschwert wird. Zudem ist mittels dieser Maßnahmen nur eine mäßige Begradigung der äußeren Form der FIBCs erreichbar, da vom Füll- und oder Transportgut erzeugte Druckkräfte im

Wesentlichen punktuell aufgenommen und/oder übertragen werden, was wiederum Standfestigkeit und Handhabung der FIBCs verringert bzw. erschwert. Des Weiteren werden FIBCs auch mittels zwischen eine Innen- und eine Außenfläche gestellte oder eingeschobene, starre Platten, z.B. aus Holz oder Metall, stabilisiert, wobei jedoch aufgrund eines zum Einstellen oder Einschieben benötigten Materialüberschusses bei Innen- und eine Außenfläche, also eines „Spiels" zwischen diesen Flächen, die Handhabung solcher FIBCs insbesondere vor dem Befüllvorgang erschwert und die Standfestigkeit verringert ist.

Eine Aufgabe der Erfindung besteht entsprechend darin, eine leichte, stabile, einfach herstellbare und preiswerte Containerseitenwand für Container anzugeben. Zudem soll ein leichter, einfach zu verwendender Container mit zumindest einer solchen Containerseitenwand angegeben werden, welcher insbesondere faltbar ist und sich durch eine gute Formstabilität speziell im befüllten Zustand auszeichnet. Des Weiteren soll ein Transportgutbehälter, welcher zumindest einen solchen Container umfasst, angegeben werden.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit einer Containerseitenwand mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Dazu ist bei einer Containerseitenwand mit zwei parallel orientierten Begrenzungsflächen, die zumindest partiell einen Hohlraum begrenzen, zumindest ein Verbindungsmittel für die zwei Begrenzungsflächen im Bereich des Hohlraums vorgesehen, wobei der Hohlraum zumindest teilweise mit einem formstabilisierbaren Material ausgefüllt oder ausfüllbar ist. Somit ergibt sich eine einfache Herstellung und Konfektionierung der Containerseitenwand, da eine Form der Containerseitenwand mittels einer Form des Hohlraumes bestimmbar ist. Ein Arbeits-, Material- und Kostenaufwand wird somit verringert, da eine Verwendung aufwändiger Formen oder Maschinen entfällt. Zudem können die Containerseitenwände dabei z.B. flexibel, dehnbar oder beides sein. Zudem ist hierdurch eine hohe Schnitt- und Stichfestigkeit gegeben, sowie eine hohe Weiterreißfestigkeit.

Beispielsweise kann zumindest eine mittels des formstabilisierbaren Materials versteifte und/oder formstabilisierte Containerseitenwand mit zumindest einem flexiblen Element, z.B. einer flexiblen Containerseitenwand verbunden, z.B. vernäht, verklebt, verschweißt oder dergleichen, sein.

Bezüglich des Containers wird diese Aufgabe erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass der Container, welcher zur Aufnahme eines Transportgutes vorgesehen ist, eine Mehrzahl von Seitenwänden umfasst, wobei zumindest eine der Seitenwände als Containerseitenwand der eingangs und im Folgenden beschriebenen Art ausgebildet ist. Hierdurch ergibt sich eine leichte Bauweise des Containers, welcher zudem flexibel, also z.B. zumindest teilweise faltbar, ist. Außerdem ist eine gute Formstabilisierung z.B. nach einem Aufrichten des Containers, dabei insbesondere im befüllten Zustand, gewährleistet. Beispielsweise könnte ein Container mit einem Füllvolumen von 1000 cm 3 5 bis 15 kg wiegen.

Im Bezug auf den Transportgutbehälter wird diese Aufgabe gelöst, indem dieser zumindest einen ersten und einen zweiten Container der oben und im Folgenden beschriebenen Art umfasst. Der Transportgutbehälter ist somit zum einen leicht und flexibel, also zumindest teilweise faltbar, und zum anderen stabil, insbesondere im befüllten Zustand. Beispielsweise kann eine hohe Seitenstabilität insbesondere bei einer Befüllung mit flüssigen oder pastö- sen Stoffen gegeben sein. Des Weiteren ist die Herstellung des Transportgutbehälters einfach und preiswert, da im Wesentlichen die gleichen Maschinen für die Herstellung des ersten und zweiten Containers verwendet werden und/oder ähnliche Arbeitsschritte dabei erfolgen.

Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der jeweiligen Unteransprüche. Dabei verwendete Rückbeziehungen weisen auf die weitere Ausbildung des Gegenstandes des unabhängigen Anspruches durch die Merkmale des jeweiligen Un-

teranspruches hin; sie sind nicht als ein Verzicht auf die Erzielung eines selbständigen, gegenständlichen Schutzes für die Merkmalskombinationen der rückbezogenen Unteransprüche zu verstehen. Des Weiteren ist im Hinblick auf eine Auslegung der Ansprüche bei einer näheren Konkretisierung eines Merkmals in einem nachgeordneten Anspruch davon auszugehen, dass eine derartige Beschränkung in den jeweils vorangehenden Ansprüchen nicht vorhanden ist.

In einer bevorzugten Ausführungsform der Containerseitenwand besteht zumindest eine der Begrenzungsflächen zumindest teilweise aus einem Gewebe. Hierdurch sind eine hohe Flexibilität sowie ein geringes Gewicht gewährleistet. Zudem ist eine gute Kraftaufnahme und Kraftverteilung über das Gewebe sichergestellt.

Besonders bevorzugt ist als Gewebe ein Bändchengewebe, ein Fadengewebe oder eine Kombination daraus vorgesehen. Dabei kann das Gewebe beispielsweise Monofilamentfa- sern, Multifilamentfasern oder eine Kombination daraus umfassen.

Bevorzugt umfasst das Gewebe zumindest teilweise ein synthetisches und/oder natürliches Polymer, insbesondere ein Biopolymer. Zudem kann das Gewebe zumindest teilweise mit einem solchen Polymer beschichtet sein. Hierdurch wird entsprechend einer Auswahl des Polymers eine gute Stabilität sowie z.B. eine Beständigkeit gegenüber Lösungsmitteln erreicht und zudem eine preiswerte Herstellung gewährleistet.

Dabei kann das Polymer aus einer Gruppe, welche Polyolefine, Polyester, Polyamide oder einer Kombination umfasst, ausgewählt werden. Hierdurch wird eine hohe Witterungsbeständigkeit, eine gute Lebensmittelverträglichkeit oder gute Hygieneeigenschaften gewährleistet. Besonders bevorzugt ist das Polymer Polypropylen.

Wenn das natürliche Polymer ein Biopolymer ist, beispielsweise ein Biopolymer aus einer Gruppe, welche ein Polyhydroxylkanoat, Polylactat oder eine Kombination daraus umfasst, ist z.B. nach Verwendung eine gute Bioabbaubarkeit und/oder Recyclingfähigkeit gewährleistet.

Bevorzugt fungiert als Verbindungsmittel ein Steg, eine Naht, ein Niet, ein Knopf, eine Klebeverbindung, eine Schweißverbindung oder eine Kombination daraus. Wenn das Verbindungsmittel ein Steg ist, kann dieser insbesondere zumindest ein Bändchen, ein Faden, eine Monofilamentfaser, eine Multifilamentfaser, oder eine Bindekette des Gewebes sein, was eine einfache Herstellung der Containerseitenwand gewährleistet.

Besonders bevorzugt ist der Hohlraum mittels einer Mehrzahl von Stegen in miteinander kommunizierende Felder gegliedert. Hierdurch wird eine im Wesentlichen gleichmäßige Befüllbarkeit gewährleistet und somit ein Herstellungsaufwand verringert und Kosten reduziert; zudem ist eine gleichmäßige Kraftaufnahme und Kraftübertragung auf Grund einer im Wesentlichen gleichmäßigen Materialstärke sichergestellt.

Weiterhin bevorzugt kann das formstabilisierbare Material beispielsweise ein Granulat, eine Flüssigkeit, ein Gel, ein Gas, ein Schaum oder eine Kombination daraus umfassen. Dieses Material ist somit einfach und kostengünstig in den Hohlraum füllbar, z.B. mittels Schütten, Gießen, Injizieren, Einblasen, Saugen oder dergleichen. Zudem ist hierdurch eine im Wesentlichen gleichmäßige Befüllbarkeit des Hohlraums und/oder Verteilbarkeit des formstabi- lisierbaren Materials im Hohlraum gegeben. Beispielsweise kann das Material Polyurethan, ein Harz, Betonit oder dergleichen umfassen.

Besonders bevorzugt ist das formstabilisierbare Material ein Polyurethan-Hartschaum. Dieser ist leicht und nach einem Verfestigen formstabil, was zum einen ein geringes Gewicht

und zum anderen gute Stabilisierungseigenschaften bedingt. Des Weiteren ist somit eine gute thermische Isolierung sowohl gegen Wärme als auch Kälte gewährleistet.

Besonders bevorzugt ist das formstabilisierbare Material im Hohlraum zumindest temporär in eine im Wesentlichen formstabile Form überführbar. Dies kann z.B. durch Polymerisation, durch Aushärten, Erstarren, Zusammenschmelzen, Verkleben oder dergleichen erreicht werden und kann für eine begrenzte Zeit oder dauerhaft vorgesehen sein.

Das formstabilisierbare Material kann beispielsweise mittels einer, insbesondere verschließbaren, Einfüllöffnung in den Hohlraum einfüllbar sein. Wenn die Einfüllöffnung nach dem Verbringen des formstabilisierbaren Materials in den Hohlraum verschließbar ist, ist gewährleistet, dass bei Einfüllung eines langsam in eine formstabile Form übergehenden Materials dieses im Hohlraum verbleibt, bis zumindest eine teilweise Stabilisierung erreicht ist. Zudem ermöglicht die Verschließbarkeit, dass das formstabilisierbare Material einfach im Hohlraum verteilbar ist, z.B. durch invertieren, schwenken oder dergleichen.

Bevorzugt sind Kanten einer ersten Begrenzungsfläche zumindest partiell mit Kanten einer zweiten Begrenzungsfläche verbunden, um den Hohlraum zu bilden. Dabei können die Kanten z.B. mittels einer Naht, einer Schweißverbindung, einer Klebeverbindung oder einer Kombination daraus verbunden sein. Somit ist der Hohlraum einfach und preiswert formbar und eine Dichtheit der Verbindung gegenüber dem formstabilisierbaren Material ist gewährleistet.

Bevorzugt hat die Containerseitenwand eine stabförmige oder flächige Geometrie und sie kann zudem noch entlang zumindest einer Achse formbar oder geformt sein; hierdurch ist eine gute Anpassbarkeit an eine Form z.B. von Transport- und/oder Lagergütern sichergestellt. So kann beispielsweise eine flächige Containerseitenwand als eine Palette, z.B. für

Stückgüter oder ähnliches, vorgesehen sein und/oder kann z.B. bei auf dieser (oder auf einer herkömmlichen Palette) angeordneten Gütern zu einer seitlichen Stabilisierung verwendet werden.

In einer bevorzugten Ausführungsform des Containers umfasst der Container zumindest eine, an zumindest eine Seitenwand angrenzende erste öffnung zum Einführen oder Einfüllen des Transportgutes. Zudem oder alternativ kann die erste öffnung integraler Bestandteil der Begrenzungsfläche sein oder die erste öffnung kann eine Seitenwand, insbesondere eine obere Seitenwand, zumindest teilweise ersetzen.

Der Container kann z.B. eine, an zumindest eine Begrenzungsfläche angrenzende, zweite öffnung zur Entnahme des Transportgutes umfassen; hierdurch ergibt sich eine einfache Entnehmbarkeit des Transportgutes z.B. durch Herausschütten, Herausfallen, Herausrieseln, Herauslaufen oder dergleichen. Dabei kann z.B. vorgesehen sein, dass die Entnahmeöffnung in eine Unterseite des Containers integriert ist.

Wenn der Container eine erste öffnung umfasst kann diese Verschließbar sein, z.B. mittels einer Abdeckklappe aus flexiblem oder nicht flexiblem Material, z.B. einem Gewebe; wenn der Container eine erste und zweite öffnung umfasst, kann die erste, die zweite öffnung oder es können beide öffnungen verschließbar sein. Zudem oder alternativ kann für zumindest eine öffnung eine Einführ- oder Einfüllhilfe und/oder eine Entnahmehilfe, z.B. ein Stutzen, ein Trichter, eine Rutsche, eine Auskragung und dergleichen vorgesehen sein. Diese kann zumindest teilweise aus einem flexiblen Material, z.B. einem Gewebe, bestehen. Wenn z.B. ein Stutzen oder ein Trichter aus einem flexiblen Material vorhanden ist, kann dieser z.B. mittels einer Klammer, eines Clips, eines Binders, eines Bandes oder dergleichen verschließbar sein. Zudem oder alternativ kann die Entnahmeöffnung z.B. zur Entnahme erzeugbar sein, z.B. mittels eines Schnitts. Dabei kann z.B. auf der Fläche einer der Contai-

nerseitenwände eine bevorzugte Stelle vorgesehen sein und diese kann zur besseren Auffindbarkeit markiert, z.B. farbig markiert, sein.

Besonders bevorzugt sind die erste und zweite öffnung einander gegenüberliegend angeordnet, so dass ein einfaches und im Wesentlichen vollständiges Einführen und/oder Einfüllen und Entnehmen des Transportgutes gewährleistet ist. Beispielsweise können die erste und zweite öffnung einer oberen und einer unteren Seitenwand zugeordnet sein.

Bevorzugt umfasst der Container zumindest eine Aufhängung; hierdurch wird ein einfacher Transport, z.B. hängend, gewährleistet. Beispielsweise umfasst der Container eine, zwei, vier oder mehr Aufhängungen. Dabei kann die Aufhängung z.B. mit zumindest einer Begrenzungsfläche oder einer Verbindungsstelle von zumindest zwei Begrenzungsflächen verbindbar sein. Zudem oder alternativ kann die Aufhängung ein integraler Bestandteil der Begrenzungsfläche und/oder der Verbindungsstelle sein. Hierdurch wird eine sichere, einfache und preisgünstige Realisierung der Aufhängung gewährleistet.

Besonders bevorzugt ist der Container als zumindest teilweise faltbar ausgeführt, insbesondere in einem im Wesentlichen leeren Zustand. Hierdurch werden platzsparende und preiswerte Lagerung und Transport des Containers gewährleistet.

In einer bevorzugten Ausführungsform des Transportgutbehälters gemäß Anspruch 27 ist eine Außenkontur des ersten Containers auf eine Innenkontur des zweiten Containers derart abgestimmt, dass der zweite Container den ersten Container aufnimmt oder aufnehmen kann. Insbesondere kann der erste Container zur Aufnahme des Transportgutes vorgesehen sein. Der erste Container wird hier und im Folgenden auch als innerer Teil und der zweite Container als äußerer Teil bezeichnet.

Besonders bevorzugt ist dabei mindestens eine Containerseitenwand des ersten Containers und/oder des zweiten Containers zur Formstabilisierung des Transportgutbehälters wirksam. Hierdurch ergibt sich eine Materialersparnis sowie eine Vereinfachung der Herstellung und somit eine Kostenreduzierung.

Besonders bevorzugt können zwei gegenüberliegende Containerseitenwände des ersten Containers und zwei gegenüberliegende Containerseitenwände des zweiten Containers zur Formstabilisierung des Transportgutbehälters wirksam sein, wobei die gegenüberliegenden Containerseitenwände des ersten Containers im Verhältnis zu den gegenüberliegenden Containerseitenwänden des zweiten Containers derart angeordnet sind, dass sich insgesamt vier formstabilisierende Containerseitenwände ergeben.

Dabei kann der Transportgutbehälter zumindest eine Stütze, z.B. aus Metall, Holz, Kunststoff, Biopolymer Verbundmaterial oder dergleichen, zur Stabilisierung umfassen. Die zumindest eine Stütze kann beispielsweise rohrförmig, stabförmig, flach oder dergleichen, z.B. ein Winkelelement, sein; zudem oder alternativ kann die Stütze z.B. in zumindest einem Eckbereich angeordnet sein.

In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung weist die erfindungsgemäße Containerseitenwand wenigstens einen sich über die gesamte Höhe der Seitenwand erstreckenden und als Scharnier arbeitenden Bewegungsstreifen auf, der frei vom stabilisierbaren Material ist und dessen Breite zumindest der Länge der Verbindungsmittel entspricht. Mit Vorteil bestehen hierbei beide Begrenzungsflächen zumindest teilweise aus einem Gewebe und die Gewebe sind im Bereich des Bewegungsstreifens über die gesamte Höhe der Containerseitenwand für das formstabile Material undurchlässig miteinander verbunden. Die Verbindung erfolgt dabei insbesondere durch ein Vernähen oder ein miteinander Verweben der beiden Gewebe. Bei einem Befüllen der Containerseitenwand mit dem

formstabilisierbaren Material bleibt der so gebildete Bewegungsstreifen frei vom formstabili- sierbaren Material und behält dadurch seine Flexibilität, so dass der Bewegungsstreifen als Scharnier arbeiten kann. Hierdurch wird erreicht, dass die Containerseitenwand auch im mit formstabilisierbaren Material befüllten Zustand faltbar ist. Mit Vorteil weist die Containerseitenwand an zwei sich gegenüberliegenden Enden jeweils einen Bewegungsstreifen sowie einen dritten Bewegungsstreifen zwischen den beiden ersten Bewegungsstreifen auf. Auch hier sind die Streifen jeweils frei vom formstabilisierbaren Material und deren Breite entspricht zumindest der Länge des Verbindungsmittels. Durch diese Ausgestaltung wird eine noch bessere Faltbarkeit der Containerseitenwand erreicht, wenn diese mit weiteren Containerseitenwänden zu einem Container verbunden wird. In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung eines erfindungsgemäßen Containers sind wenigstens zwei sich gegenüberliegende Containerseitenwände mit einer oder mehrerer Ausgestaltungen des oder der vorgenannten Bewegungsstreifen ausgestattet. Mit Vorteil weist der Container dabei eine im Wesentlichen kubische Form mit vier erfindungsgemäßen Containerseitenwänden auf, von denen zumindest zwei sich gegenüberliegende Containerseitenwände jeweils drei Bewegungsstreifen der zuvor genannten Art aufweisen. Hierdurch ist eine platzsparende Faltung des Containers im entleerten Zustand möglich. Der Boden und die Decke des Containers werden bevorzugt von einem Gewebe mit jeweils einer verschließbaren öffnung zur Befüllung bzw. Entleerung des Containers gebildet.

Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im Folgenden anhand der Zeichnung näher erläutert. Einander entsprechende Gegenstände oder Elemente sind in den Figuren mit gleichen Bezugszeichen versehen.

Das oder jedes Ausführungsbeispiel ist nicht als Einschränkung der Erfindung zu verstehen. Vielmehr sind im Rahmen der vorliegenden Offenbarung zahlreiche Abänderungen und Modifikationen möglich, insbesondere solche Varianten, Kombinationen

und/oder Materialien, die zum Beispiel durch Kombination oder Abwandlung von einzelnen in Verbindung mit den im allgemeinen oder speziellen Beschreibungsteil beschriebenen sowie in den Ansprüchen und/oder den Zeichnungen enthaltenen Merkmalen bzw. Elementen für den Fachmann im Hinblick auf die Lösung der Aufgabe entnehmbar sind und durch kombinierbare Merkmale zu einem neuen Gegenstand führen, auch soweit sie Herstellverfahren betreffen. Darin zeigen:

Fig. 1 eine schematische, perspektivische Darstellung eines Querschnitts durch eine Containerseitenwand gemäß einer Ausführungsform der Erfindung,

Fig. 2 eine schematische Darstellung eines Querschnitts durch eine weitere Ausführungsform der Containerseitenwand gemäß Fig. 1 ,

Fig. 3 eine schematische, perspektivische Darstellung einer weiteren Ausführungsform der Containerseitenwand gemäß Fig. 1 ,

Fig. 4 eine schematische, perspektivische Darstellung einer weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Containerseitenwand gemäß Fig. 3,

Fig. 5 eine schematische, perspektivische Darstellung einer weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Containerseitenwand gemäß Fig. 4,

Fig. 6a, 6b, 6c schematische Querschnitte durch verschiedene Ausführungsformen eines erfindungsgemäßen Containers,

Fig. 7 eine halbtransparente, schematische Darstellung einer weiteren Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Containers,

Fig. 8 einen schematischen Querschnitt durch eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Containers,

Fig. 9 einen schematischen Querschnitt durch eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Containers gemäß Fig. 8 mit Stützen,

Fig. 10a, 10b eine halbtransparente, schematischen Darstellung eines äußeren Teils einer weiteren Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Containers,

Fig. 11 eine halbtransparente, schematische Darstellung eines inneren Teils einer Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Containers gemäß Fig. 10a und/oder 10b,

Fig. 12 einen schematischen Querschnitt durch eine Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Transportgutbehälters mit einem inneren und einem äußeren Teil,

Fig. 13 einen schematischen Querschnitt durch eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Transportgutbehälters gemäß Fig. 12,

Fig. 14 zeigt einen erfindungsgemäßen Container in dreidimensionaler Darstellung,

Fig. 15 zeigt eine Seitenansicht auf die in Fig. 14 dargestellte erfindungsgemäße Containerseitenwand XV,

Fig 16 zeigt den Gegenstand aus Fig. 15 in einer Schnittdarstellung nach der Linie XVI XVI und

Fig. 17 zeigt eine Querschnittsdarstellung des Gegenstands aus Fig. 14 mit zwei teilweise eingefalteten Containerseitenwänden.

Nachfolgend werden gleichwirkende Elemente - sofern sinnvoll - mit einer einheitlichen Bezugsziffer versehen.

Fig. 1 zeigt eine schematische, perspektivische Darstellung eines Querschnitts durch eine erfindungsgemäße Containerseitenwand 10 mit zwei parallel angeordneten Begrenzungsflächen 12a, 12b, z.B. aus einem Gewebe 14a, 14b, welche an den Kanten 16 miteinander verbunden, z.B. vernäht, sind und so einen Hohlraum 18 begrenzen. Zudem oder alternativ können die Kanten 16 verklebt, verschweißt oder in ähnlicher Weise miteinander verbunden sein. Im Bereich des Hohlraums 18 sind die zwei Begrenzungsflächen 12a, 12b mittels einer Vielzahl von Verbindungsmitteln 20, hier Stegen 22a, 22b, 22c, 22d, z.B. aus Polypropylen-Bändchen, miteinander verbunden, so dass die Begrenzungsflächen 12a, 12b einen durch eine Länge der Stege 22a, 22b, 22c, 22d bestimmten Abstand im Wesentlichen nicht überschreiten. Hierdurch werden miteinander kommunizierende Felder 24 geformt, deren Form durch eine Anordnung der Stege 22a, 22b, 22c, 22d im Hohlraum 18 bestimmt ist. Dieser Aufbau wird hier und im Folgenden auch als Doppelabstandsgewebe 25 bezeichnet. Zudem oder alternativ können die Verbindungsmittel Multifilamentfasern oder dergleichen umfassen.

Zudem ist der Hohlraum 18 mit einem formstabilisierbaren Material 18a, z.B. einem Polyurethanschaum, insbesondere einem Polyurethanhartschaum, füllbar. Dabei verteilt sich das formstabilisierbare Material 18a in den Feldern 24, da diese miteinander in Kontakt stehen (kommunizierende Felder), so dass sich nach einem Verfestigen des Schaums eine im Wesentlichen steife Containerseitenwand 10 mit der Fähigkeit zur Kraftaufnahme und -Verteilung ergibt. Eine Form der Containerseitenwand 10, z.B. eine flächige Form, ergibt sich im

Prinzip aus einer Form des Hohlraums 18, dem Abstand der Begrenzungsflächen 12a, 12b und einem Füllvolumen. Dabei bestimmen die Längen der Stege 22 eine Dicke der Containerseitenwand 10, jedoch kann es in nicht mittels Stegen 22a, 22b, 22c, 22d verbundenen Bereichen in gewissen Grenzen zu kissenartigen Aufwölbungen der Felder 24 kommen. Die Füllung des Hohlraums 18 mit dem formstabilisierbaren Material 18a erfolgt dabei beispielsweise über eine zumindest teilweise offene Kante 16, oder eine Einfüllöffnung 26. Im Falle einer Einfüllöffnung 26 kann diese nach dem Einfüllen oder dem Verfestigen des formstabilisierbaren Materials 18a verschlossen, z.B. abgebunden, zugenäht oder dergleichen, werden.

Fig. 2 zeigt schematisch vereinfacht einen Querschnitt durch eine weitere Ausführungsform einer Containerseitenwand 10, welche im Wesentlichen der in Fig. 1 beschriebenen entspricht. Jedoch sind die Stege 22a, 22b des Doppelabstandsgewebes 25 hier als Doppelstege 26a, 26b, 26c, 26d ausgeführt, z.B. als eine Bindekette 28a, 28b.

Fig. 3 zeigt eine schematische, perspektivische Darstellung einer weiteren Ausführungsform einer Containerseitenwand 10, welche im Wesentlichen der in Fig. 1 beschriebenen entspricht. Dabei ergeben sich aufgrund einer Anordnung von Stegen 22a-22h nach dem Füllen des Hohlraums 18, z.B. mit Polyurethanschaum, konvexe Auflageelemente 30a, 30b, 30c, 3Od, 3Oe, welche eine Fläche der Containerseitenwand 10 zumindest nach oben und unten überragen. Dabei befinden sich vorteilhafterweise Auflageelemente 30a, 30b, 30c, 3Od, 3Oe zumindest in Eckbereichen 32a, 32b, 32c, 32d der Containerseitenwand 10. Zudem können sich Auflageelemente 30a, 30b, 30c, 3Od, 3Oe in einem Mittelbereich der Containerseitenwand 10 befinden.

Fig. 4 zeigt schematisch vereinfacht eine weitere Ausführungsform einer Containerseitenwand 10, welche im Wesentlichen der in Fig. 3 beschriebenen entspricht, jedoch Auflageelemente 3Of, 30g entlang zweier gegenüberliegender Kanten 16 umfasst.

Fig. 5 zeigt schematisch vereinfacht eine Containerseitenwand 10, welche im Wesentlichen der in Fig. 4 dargestellten entspricht, mit einer zweiten öffnung 34 in einem Mittelbereich der Containerseitenwand 10. Diese zweite öffnung 34 ist von einem ringförmigen Auflageelement 36 umgeben.

Alle in Figuren 3 bis 5 dargestellten Auflageelemente 30a-30g, 36 können dabei durch zumindest teilweises Entfernen von Stegen 22a-22h gebildet werden oder es können an den entsprechenden Stellen von vorneherein keine Stege 22a-22h vorgesehen sein.

Fig. 6a zeigt einen schematischen vereinfachten Querschnitt durch eine Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Containers 38 mit flexiblen Seitenwänden 40a, 40b, 40c, 40d und einem von diesen begrenzten Innenraum 42, wobei die Seitenwände 40a, 40b, 40c, 40d in ihrem Aufbau dem Aufbau des Doppelabstandsgewebes 25 wie in Fig. 2 dargestellt entsprechen und zumindest teilweise mit formstabilisierbarem Material 18a füllbar sind, so dass eine Containerseitenwand 10 der in Fig. 2 dargestellten Art erhalten wird. Dabei sind jeweils benachbarte Seitenwände 40a, 40b, 40c, 4Od durch Vernähen an Verbindungsstellen 44a, 44b, 44c, 44d miteinander verbunden. Zudem oder alternativ können diese auch mittels Verkleben, Verschweißen oder dergleichen verbunden sein. Bei der in Fig. 6b dargestellten Ausführungsform ist der Innenraum 42 von einer ringförmigen Seitenwand 40a ohne Verbindungsstellen 44a, 44b, 44c, 44d (in Fig. 6a dargestellt) begrenzt; der grundsätzliche Aufbau entspricht jedoch dem in Fig. 6a dargestellten. Alternativ kann, wie in Fig. 6c dargestellt, die ringförmige Begrenzungsfläche 40a eine Verbindungsstelle 44a umfassen.

Fig. 7 zeigt eine halbtransparente, schematische Darstellung einer weiteren Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Containers 38 mit einem rechteckigen Querschnitt. Eine Seitenwand 40a-40d, hier eine untere Seitenwand 46, entspricht in ihrem Aufbau der in Fig. 5 dargestellten Containerseitenwand 10, wobei diese dabei mit den angrenzenden Containerseitenwänden verbunden ist. Eine obere Seitenwand 48 umfasst eine erste öffnung 50 mit einer Einfüllhilfe 52, hier einen flexiblen, oben offenen Einfüllstutzen 54, wobei hier die erste und zweite öffnung 50, 34 im Wesentlichen gegenüberliegend positioniert sind. Die Einfüllhilfe 52 kann optional sein, oder die erste öffnung 50 kann die obere Seitenwand 48 ersetzen. Dabei kann der rechteckige Querschnitt beispielsweise quadratisch sein.

An oberen Eckpunkten 54a, 54b, 54c, 54d des Containers 38 befinden sich Aufhängungen 56a, 56b, 56c, 56d, z.B. Schlaufen, welche hier mit Verbindungsstellen 44a, 44b, 44c, 44d verbunden, z.B. in diese eingenäht oder dergleichen, sind. Zudem oder alternativ können die Aufhängungen 56a, 56b, 56c, 56d auch mit den Seitenwänden 40a, 40b, 40c, 4Od verbunden, z.B. vernäht sein, oder sogar von diesen gebildet werden.

Des Weiteren kann die zweite öffnung 34 eine Entnahmehilfe, z.B. einen Entnahmestutzen, umfassen und die erste, die zweite oder beide öffnungen 34, 50 können z.B. mittels zumindest eines Verschlussmittels, z.B. eines Clips, einer Klammer, eines Bandes oder dergleichen, verschließbar und/oder mittels einer Fläche aus flexiblem Material abdeckbar sein.

Fig. 8 zeigt einen schematischen Querschnitt durch eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Containers 38, bei welchem vier Seitenwände 40a-40d an Verbindungsstellen 44a-44d flexibel miteinander verbunden sind. Zwei gegenüberliegende Seitenwände 40b, 4Od sind Containerseitenwände 10a, 10b der hier beschriebenen Art und zwei gegenüberliegende Seitenwände 40a, 40c sind flexibel.

Zudem sind zwei weitere Containerseitenwände 10c, 10d an jeweils einer Kante 16b, 16c mit den Verbindungsstellen 44b, 44d beweglich verbunden und somit wie mittels eines Scharniers klappbar, wodurch sich eine Faltbarkeit des Containers 38 ergibt. Zudem oder alternativ können obere, untere oder beide Seitenwände 48, 46 (in Fig. 7 dargestellt) ebenfalls Containerseitenwände 10 sein und beweglich mit den Verbindungsstellen 44b, 44d verbunden, und somit klappbar oder faltbar, sein.

Fig. 9 zeigt einen schematischen Querschnitt durch eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Containers 38 gemäß Fig. 8, wobei sich hier zusätzlich im Bereich der Verbindungsstellen 44a, 44b, 44c, 44d jeweils eine Stütze 10v, 10x, 10y, 10z befindet. Diese kann z.B. rohrförmig, stabförmig oder flach ausgebildet sein und aus Metall, Holz, Kunststoff, Biopolymer, Verbundmaterial, z.B. einem mit Polyurethan ausgeschäumten stabförmigen Element, oder dergleichen bestehen.

Fig. 10a zeigt eine halbtransparente, schematische Darstellung eines äußeren Teils 58 einer weiteren Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Containers 38. Dieser entspricht im Wesentlichen dem in Fig. 7 dargestellten Container 38, jedoch sind zwei gegenüberliegende Seitenwände 40b, 4Od als Containerseitenwände 10a, 10b wie oben beschrieben ausgeführt und zwei gegenüberliegende Seitenwände 40a, 40c sind flexibel. An den oberen Eckpunkten 54a, 54b, 54c, 54d des äußeren Teils 58 des Containers 38 befinden sich mit den Verbindungsstellen 44a, 44b, 44c, 44d verbundene Aufhängungen 56a, 56b, 56c, 56d, und die erste und zweite öffnung 34, 50 sind rechteckig und werden von durch die obere und untere Seitenwand 48, 46 gebildeten Stegen begrenzt.

Der in Fig. 10b dargestellte äußere Teil 58 entspricht im Wesentlichen dem in Fig. 10a dargestellten, jedoch sind die erste und zweite öffnung 34, 50 rund.

Fig. 1 1 zeigt eine halbtransparente, schematische Darstellung eines inneren Teils 60 einer Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Containers 38 - erster Container 38 -, welcher mit dem äußeren Teil 58 - zweiter Container 60a -, wie beispielsweise in Fig. 10a oder 10b dargestellt, kombinierbar, z.B. in diesen zweiten Container 60a (siehe Fig. 10a und/oder 10b) einsetzbar ist. Dabei sind zwei gegenüberliegende Seitenwände 40b, 4Od Containerseitenwände 10a, 10b und zwei gegenüberliegende Seitenwände 40a, 40c sind flexibel. Die erste und zweite öffnung 50, 34 sind mit einem Einfüllstutzen 54 bzw. einem Entnahmestutzen 61 verbunden. Bevorzugt hat der innere Teil 60 eine äußere Kantenlänge welche geringer ist als eine korrespondierende innere Kantenlänge des äußeren Teils 58 (in Fig. 6a und 6b dargestellt), so dass der innere Teil 60 in den äußeren Teil 58 einlegbar ist und somit beide Teile 60, 58 einen Transportgutbehälter 62 ergeben. Dabei können sich die Seitenwände des inneren und äußeren Teils 60, 58 (siehe Fig. 10a, 10b) zumindest teilweise kontaktieren, z.B. formschlüssig, kraftschlüssig oder form- und kraftschlüssig sein. Der innere Teil 60 ist hier zur Aufnahme des Transportgutes vorgesehen.

Fig. 12 zeigt einen schematischen Querschnitt durch eine Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Transportgutbehälters 62 mit einem inneren und einem äußeren Teil 60, 58 (erster und zweiter Container 38, 60a), bei welchem der innere Teil 60 in den äußeren Teil 58 eingelegt ist, so dass die Containerseitenwände 10a1 , 10a2, 10b1 , 10b2 im Wesentlichen parallel zueinander angeordnet sind; somit ist der Transportgutbehälter 62 faltbar. Vor einer Befüllung werden innerer und äußerer Teil 60, 58 um 90° gegeneinander gedreht, so dass die vier Containerseitenwände 10a1 , 10a2, 10b1 , 10b2 das Transportgut von vier Seiten stabilisieren.

Fig. 13 zeigt einen schematischen Querschnitt durch eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Transportgutbehälters 62 gemäß Fig. 12, wobei sich hier zusätz-

lich im Bereich der Verbindungsstellen 44a-44d des äußeren Teils 58 jeweils eine Stütze 1Ov, 1Ox, 1Oy, 10z befindet.

Fig. 14 zeigt einen erfindungsgemäßen Container 38 mit vier erfindungsgemäßen Containerseitenwänden 10.1 , 10.2, 10.3, 10.4 von denen zwei sich gegenüberliegende Seitenwände 10.1 , 10.3 jeweils drei Bewegungsstreifen 63 aufweisen, die sich über die gesamte Höhe h der Containerseitenwände 10.1 , 10.3 erstrecken. Fig. 15 und 16 veranschaulichen die Positionierung und Ausbildung der Bewegungsstreifen 63. Jeweils ein Bewegungsstreifen 63 ist an den sich gegenüberliegenden Enden der Containerseitenwand 10.1 angeordnet und ein dritter Bewegungsstreifen 63 befindet sich mittig zwischen den ersten beiden Bewegungsstreifen 63. Die weiteren zwei Containerseitenwände 10.2 und 10.4 weisen jeweils lediglich zwei Bewegungsstreifen 63 an sich gegenüberliegenden Enden der Containerseitenwände 10.2, 10.4 auf. Die Positionierung und Anordnung der Bewegungsstreifen 63 und die hierdurch ermöglichte Faltbarkeit des Containers 38 ist aus Fig. 17 ersichtlich. Die Breite b der Bewegungsstreifen 63 entspricht zumindest der Länge L der Verbindsmittel 20. Der in Fig. 14 dargestellte Container 38 weist zudem Aufhängungen 56a, 56b, 56c, 56d zum Transport des Containers 38 auf und umfasst eine erste öffnung 15 mit einer Einfüllhilfe 52 die mit Schließmitteln 64, hier in Form von Bändern, verschließbar ist.