BENNEWA, Carsten (Lübecker Strasse 20, Oberhausen, 46145, DE)
ASCHENBRUCK, Emil (Obere Sterkrader Strasse 165, Duisburg, 47167, DE)
EBBING, Hildegard (Eickelstrasse 12, Oberhausen, 46117, DE)
JESKE, Hans-O. (Zietenstrasse 31, Wesel, 46485, DE)
BENNEWA, Carsten (Lübecker Strasse 20, Oberhausen, 46145, DE)
ASCHENBRUCK, Emil (Obere Sterkrader Strasse 165, Duisburg, 47167, DE)
EBBING, Hildegard (Eickelstrasse 12, Oberhausen, 46117, DE)
| Patentansprüche 1. Strömungsmaschine, insbesondere Axialexpander (1), mit einem mehrteiligen Gehäuse (2) und einem darin aufgenommenen Rotor, wobei das Gehäuse in einer ersten Ebenen (H) parallel zur Rotorachse und in einer zweiten Ebene (V1 , V2) senkrecht zur Rotorachse geteilt ist. 2. Strömungsmaschine nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass Teile des mehrteiligen Gehäuses in einer (H) von der ersten und der zweiten Ebene lösbar miteinander verbunden sind und Teile des mehrteiligen Gehäuses in der anderen (V1 , V2) von der ersten und der zweiten Ebene unlösbar mitein- ander verbunden sind, 3. Strömungsmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass lösbar miteinander verbundene Teile des mehrteiligen Gehäuses miteinander verschraubt sind. 4. Strömungsmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche 2 bis 3, da- durch gekennzeichnet, dass unlösbar miteinander verbundene Teile des mehrteiligen Gehäuses miteinander verschweißt sind. 5. Strömungsmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Teile des mehrteiligen Gehäuses urgeformt, insbesondere gegossen sind. 6. Strömungsmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das mehrteilige Gehäuse mehrfach in einer ersten und/oder zweiten Ebene (V1, V2) geteilt ist. 7. Strömungsmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Lager (3) des Rotors an das Gehäuse angeflanscht oder integral mit diesem ausgebildet ist. 8. Strömungsmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Ebene (H) eine Horizontalebene und die zweite Ebene (V1 , V2) eine Vertikalebene ist. 9. Verfahren zur Herstellung einer Strömungsmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche mit den Schritten: b) Auswählen von Gehäuseteilen aus einer Mehrzahl unterschiedlicher, vorgefertigter Gehäuseteile; c) Verbinden von ausgewählten Gehäuseteilen in einer (V1, V2) von der ersten und der zweiten Ebene; und anschließend d) Verbinden von in der einen von der ersten und der zweiten Ebene miteinander verbundenen Gehäuseteilen mit einem weiteren ausgewählten Gehäuseteil in der anderen (H) von der ersten und der zweiten Ebene. 10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass in Schritt c) Gehäuseteile, insbesondere in der zweiten Ebene (V1 , V2), unlösbar miteinander verbunden, insbesondere verschweißt werden; und anschließend in Schritt d) Gehäuseteile, insbesondere in der ersten Ebene (H)1 lösbar mit- einander verbunden, insbesondere verschraubt werden. 11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche 9 bis 10, dadurch gekennzeichnet, das die Gehäuseteile in einem Schritt a) aus Stahlguss vorgefertigt werden. 12. Modulsystem zur Herstellung einer Strömungsmaschine nach einem der vor- hergehenden Ansprüche 1 bis 8 gemäß einem Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche 9 bis 11 , welches wenigstens ein unteres Gehäuseteil (2.U1, 2.U3) und ein oberes Gehäuseteil (2.01, 2.O3) zur Verbindung mit dem unteren Gehäuseteil in der ersten Ebene (H) aufweist. 13. Modulsystem nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass es wenigs- tens ein vorderes unteres Gehäuseteil (2.U1), ein vorderes oberes Gehäuseteil (2.01) zur Verbindung mit dem vorderen unteren Gehäuseteil (2.U1) in der ersten Ebene (H)1 ein hinteres unteres Gehäuseteil (2.U3), und ein hinteres oberes Gehäuseteil (2.03) zur Verbindung mit dem hinteren unteren Gehäuseteil (2.U3) in der ersten Ebene (H) aufweist. 14. Modulsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche 12 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass es wenigstens ein Zwischenstück (2.02, 2.U2) zur Verbindung mit dem vorderen und/oder hinteren Gehäuseteil (2.01 , 2.U1, 2.03, 2.U3) in der zweiten Ebene (V1, V2) aufweist. 15. Modulsystem nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass es wenigstens zwei Zwischenstücke verschiedener Erstreckung in Richtung der Rotorachse und/oder wenigstens ein oberes und wenigstens ein unteres Zwischenstück aufweist. 16. Modulsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche 12 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eines von dem Gehäuseteilen einen Eintrittsflansch (4) aufweist und wahlweise als vorderes oberes und/oder unteres Gehäuseteil (2.U1) auswählbar ist. 17. Modulsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche 12 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eines von dem Gehäuseteilen einen Aus- trittsflansch (5) aufweist und wahlweise als hinteres oberes und/oder unteres Gehäuseteil (2.U3) auswählbar ist. 18. Strömungsmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass sie gemäß einem Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche 9 bis 11 aus einem Modulsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche 12 bis 17 hergestellt ist. |
Die Erfindung betrifft eine Strömungsmaschine, insbesondere einen Axialexpander, mit einem mehrteiligen Gehäuse und einem darin aufgenommenen Rotor, und ein Verfahren sowie ein Modulsystem zur Herstellung einer solchen Strömungsmaschine. Die Gehäuse von Strömungsmaschinen sind zum Einbau der Rotoren geteilt. Axialexpandergehäuse sind beispielsweise üblicherweise horizontal geteilt, so dass der Rotor in ein unteres Gehauseteil eingelegt werden kann, welches anschließend mit einem oberen Gehäuseteil verschraubt wird.
Obere und untere Gehäuseteile werden dabei in der Regel gegossen, was hin- sichtlich Festigkeit und Herstellungsaufwand günstig ist. Nachteilig müssen dabei je nach axialer Baulänge der Strömungsmaschine für verschiedene Baugrößen jedoch jeweils unterschiedliche Gehäusehälften gegossen werden. Die zunehmende Diversifizierung von Strömungsmaschinen, die möglichst optimal für den jeweiligen Einsatzbereich ausgelegt werden, steht daher einer Vorfertigung und Lagerlegung der Gehäuse und somit einer raschen und wirtschaftlichen Herstellung entgegen.
Die vorliegende Erfindung stellt sich daher die Aufgabe, die Herstellung einer Strömungsmaschine zu verbessern.
Diese Aufgabe wird durch eine Strömungsmaschine mit den Merkmalen des An- Spruchs 1, ein Verfahren sowie eine Modulsystem zur Herstellung einer solchen Strömungsmaschine gemäß Anspruch 9 bzw. 12 gelöst.
Die Strömungsmaschine kann insbesondere ein Axialexpander, aber auch jede andere axial, radial oder diagonal durchströmte Kraft- oder Arbeitsmaschine sein, die einen Rotor zur Umwandlung von mechanischer Antriebsleistung und Energie des die Maschine durchströmenden Fluids aufweist, der in einem mehrteiligen Gehäuse aufgenommen ist, das den Rotor und das Arbeitsfiuid druckdicht einschließt.
Erfindungsgemäß ist das Gehäuse in wenigstens einer ersten Ebenen parallel zur Rotorachse und in wenigstens einer zweiten Ebene senkrecht zur Rotorachse ge- teilt.
Die Teilung parallel zur Rotorachse ermöglicht in an sich bekannter Weise das Einlegen des Rotors sowie vorteilhafterweise den Einbau von Leitschaufeln, Dichtungen, Lagern oder dergleichen. In vielen Anwendungsfällen ist die erste Ebene dabei eine Horizontalebene, so dass nachfolgend der Einfachheit halber, jedoch ohne Einschränkung der Allgemeinheit von oberen und unteren Gehäusehälften gesprochen wird, die in der ersten Ebene miteinander verbunden sind. Insbesondere zur Aufnahme weiterer Rotoren oder um einen Wartungszugang zu schaffen, kann ein erfindungsgemäßes Gehäuse auch in mehreren Ebenen parallel zur Rotorachse geteilt sein. Die erfind ungsgemäße zusätzliche Teilung senkrecht zur Rotorachse ermöglicht nun, verschiedene vordere und hintere Gehäuseteile, vorzugsweise unter wahlweiser Zwischenschaltung weiterer, unterschiedlich langer Zwischenstücke, zu den vorgenannten oberen oder unteren Gehäusehälften zusammenzufügen. Hierdurch können in einfacher, wirtschaftlicher Weise das Gehäuse der Strömungs- maschine baukastenartig zusammengesetzt und unterschiedliche Baugrößen mit einer geringen Anzahl von zu bevorratenden Gehäusemodulen realisiert werden.
Werden für eine kurze axiale Baulänge kurze vordere und hintere Gehäuseteile direkt miteinander zu entsprechend kurzen oberen bzw. unteren Gehäusehälften verbunden, weist das Gehäuse nur eine Teilungsebene senkrecht zur Rotorachse auf. Werden zur Darstellung längerer Strömungsmaschinen ein oder mehrere Zwischenstücke zwischen einem vorderen und hinteren Gehäuseteil angeordnet, ist das Gehäuse entsprechend in mehreren Ebenen senkrecht zur Rotorachse geteilt.
Obere und untere Gehäusehälfte müssen nicht in derselben bzw. denselben Ebenen senkrecht zur Rotorachse geteilt sein. So kann beispielsweise ein längeres vorderes und ein kürzeres hinteres Gehäuseteil zu einer oberen (unteren) Gehäusehälfte zusammengefügt und mit einer unteren (oberen) Gehäusehälfte verbunden sein, welche aus einem kürzeren vorderen und einem längeren hinteren Ge- häuseteil zusammengesetzt ist, so dass die untere (obere) Gehäusehälfte in einer vorderen und die obere (untere) Gehäusehälfte in einer demgegenüber axial hinteren Ebene senkrecht zur Rotorachse geteilt ist. Gleichermaßen ist es möglich, in der oberen und unteren Gehäusehälfte unterschiedliche lange Zwischenstücke und/oder eine unterschiedliche Anzahl von Zwischenstücken vorzusehen.
Besonders bevorzugt sind Teile des mehrteiligen Gehäuses in einer von der ersten und der zweiten Ebene lösbar und Teile des mehrteiligen Gehäuses in der anderen von der ersten und der zweiten Ebene unlösbar miteinander verbunden. Auf diese Weise können die spezifischen Vorteile beider Verbindungsarten, insbeson- dere die höhere Festigkeit und Dichtigkeit unlösbarer Verbindungen und die Reversibilität lösbarer Verbindungen, jeweils optimal genutzt werden.
Beispielsweise ist es möglich, zunächst die obere und die untere Gehäusehälfte jeweils modulartig aus einem vorderen und einem hinteren Gehäuseteil, je nach gewünschter Baulänge wahlweise unter Zwischenschaltung eines oder mehrerer Zwischenstücke, herzustellen, indem diese Module, die bevorzugt urgeformt, beispielsweise gegossen sein können, miteinander zu der oberen bzw. unteren Ge- häusehäifte verschweißt, verlötet, verklebt und/oder vernietet oder auf andere Weise unlösbar verbunden werden. Vorteilhafterweise können so obere bzw. untere Gehäusehälften mit günstigeren Dichtigkeits- und Festigkeitswerten realisiert werden, als dies bei lösbaren Verbindungen der Fall ist. Anschließend werden diese in sich unlösbar verbundene obere und untere Gehäusehälfte verschraubt, verklemmt, durch Nut-Feder-Verbindungen oder auf andere Weise lösbar miteinander verbunden. Vorteilhafterweise können die lösbar miteinander verbundenen obere und untere Gehäusehälfte zu Wartungszwecken oder dergleichen in der bzw. den ersten Ebene(n) voneinander getrennt werden, um Zugang zu Rotor, Leitschaufeln, Lagern oder ähnlichem zu gewähren. An dieser Stelle ist nochmals darauf hinzuweisen, dass die Terminologie „obere" und „untere" Gehäusehälfte keine Beschränkung auf horizontal obere bzw. untere Gehäuseteile bedeutet.
Wie vorstehend ausgeführt, sind einige oder alle Teile bzw. Module des mehrteili- gen Gehäuses vorzugsweise urgeformt, insbesondere gegossen. Auf diese Weise können kostengünstig Elemente mit hoher Festigkeit eingesetzt werden. Die Ausführung in Stahlguss gewährleistet dabei vorteilhaft eine gute Schweißbarkeit. In einer bevorzugten Ausführung sind ein oder mehrere Lager des Rotors, beispielsweise als Lagerbock, abgetrennt ausgebildet und von außen an das Gehäuse angeflanscht, beispielweise angeschraubt oder -schweißt. Dies erhöht die Variantenvielfalt, da das gleiche Gehäuseteii je nach Einsatzbereich mit verschiede- nen Lagern ausgestattet werden kann. Es ist jedoch auch möglich, wenigstens ein Lager integral mit einem Gehäuseteil auszubilden, was eine besonders platzsparende und schwingungsarme Lagerung ermöglicht.
Zur Herstellung einer Strömungsmaschine nach der vorliegenden Erfindung werden zunächst Gehäuseteile, insbesondere aus Stahlguss, vorgefertigt, wobei für wenigstens eines von einem vorderen oberen, vorderen unteren, hinteren oberen, hinteren unteren Gehäuseteil und einem Zwischenstück wenigstens zwei verschiedene Bauarten konstruiert und bevorzugt auch bereits hergestellt werden.
Aus der resultierenden Mehrzahl unterschiedlicher Gehäuseteile wird dann für die obere Gehäusehälfte, insbesondere ein vorderes und/oder hinteres oberes Ge- häuseteil, und/oder für die untere Gehäusehälfte, insbesondere ein vorderes und/oder hinteres unteres Gehäuseteil, ein geeignetes Gehäuseteil ausgewählt. Soll beispielsweise eine sehr kurz bauende Strömungsmaschine hergestellt werden, wird ein kurzes vorderes und hinteres oberes Gehäuseteil und/oder ein kurzes vorderes und hinteres unteres Gehäuseteil ausgewählt. Soll hingegen eine sehr lang bauende Strömungsmaschine hergestellt werden, wird ein langes vorderes und hinteres oberes Gehäuseteil und/oder ein langes vorderes und hinteres unteres Gehäuseteil ausgewählt und zwischen das vordere und hintere Gehäuseteil ein, vorzugsweise ebenfalls längeres aus einer Mehrzahl von Zwischenstücken eingefügt. Anschließend werden die ausgewählten Gehäuseteilen in einer von der ersten und der zweiten Ebene miteinander verbunden, beispielsweise zu einer oberen bzw. unteren Gehäusehälfte verschweißt. Nun werden die obere und untere Gehäusehälfte in der anderen von der ersten und zweiten Ebene miteinander verbunden, beispielsweise in einer horizontalen Trennfuge verschraubt. Somit wird ein Modulsystem zur Herstellung einer Strömungsmaschine zur Verfügung gestellt, welches wenigstens ein vorderes unteres Gehäuseteil, ein vorderes oberes Gehäuseteil zur Verbindung mit dem vorderen unteren Gehäuseteil, ein hinteres unteres Gehäuseteil und ein hinteres oberes Gehäuseteil zur Verbindung mit dem hinteren unteren Gehäuseteil und bevorzugt ein oder mehrere verschiedene obere Zwischenstücke zur Verbindung mit dem vorderen und/oder hinteren oberen Gehäuseteil und/oder ein oder mehrere verschiedene untere Zwischenstü- cke zur Verbindung mit dem vorderen und/oder hinteren unteren Gehäuseteil aufweist. Durch Weglassen bzw. Einbau der Zwischenstücke sowie die Verwendung von vorderen und/oder hinteren Gehäuseteilen und/oder Zwischenstücken verschiedener Länge kann so insbesondere die Länge in Richtung der Rotorachse, aber auch der Durchmesser die Lagerstellen, Zu- und Ableitungen und derglei- chen der Strömungsmaschine variiert werden.
Eine Strömungsmaschine weist allgemein wenigstens einen Eintritts- und wenigstens einen Austrittsflansch auf. In einer bevorzugten Weiterbildung der vorliegenden Erfindung weist wenigstens eines von den vorderen Gehäuseteilen einen Eintrittsflansch auf, vorzugsweise wenigstens ein anderes von den vorderen Gehäu- seteilen nicht. Bevorzugt sind wenigstens diese beiden, besonders bevorzugt alle vorderen Gehäuseteile bezüglich ihrer Lager- und Befestigungspunkte und dergleichen im übrigen baulich gleich oder ähnlich. Dies ermöglicht es, das vordere Gehäuseteile mit dem Eintrittsflansch als vorderes oberes oder vorderes unteres Gehäuseteile zu wählen und mit einem vorderen Gehäuseteil mit oder ohne Ein- trittsflansch als vorderes unteres bzw. oberes Gehäuseteil zusammenzusetzen, so dass ein Eintrittsflansch der Strömungsmaschine wahlweise oben und/oder unten, bezogen auf die erste Ebene, angeordnet ist. Auf diese Weise verdreifacht sieht die Anzahl der mit dem Modulsystem darstellbaren Varianten.
In entsprechenderweise kann auch wenigstens eines von den hinteren Gehäuse- teilen einen Austrittsflansch aufweisen, während wenigstens ein anderes von den hinteren Gehäuseteilen vorzugsweise keinen Austrittsflansch aufweist. Bevorzugt sind wenigstens diese beiden, besonders bevorzugt alle hinteren Gehäuseteile bezüglich ihrer Lager- und Befestigungspunkte und dergleichen wiederum im übrigen baulich gleich oder ähnlich. Dies ermöglicht es, das hintere Gehäuseteil mit dem Austrittsflansch als hinteres oberes oder unteres Gehäuseteile zu wählen und mit einem hinteren Gehäuseteil mit oder ohne Austrittsflansch als hinteres unteres bzw. oberes Gehäuseteil zusammenzusetzen, so dass ein Austrittsflansch der Strömungsmaschine wahlweise oben und/oder unten angeordnet ist. Auf diese Weise verdreifacht sieht die Anzahl der mit dem Modulsystem darstellbaren Varianten.
In einer Ausführung der vorliegenden Erfindung unterscheiden sich vordere und hintere Gehäuseteile, beispielsweise aufgrund in Strömungsrichtung zunehmender hydraulischer Durchmesser des Arbeitsraumes und der unterschiedlichen Gestaltung von Ein- und Austrittsflansch. In einer anderen Ausführung sind vordere und hintere Gehäuseteile jedoch im wesentlichen baulich gleich oder ähnlich, so dass ein Gehäuseteil gleichermaßen als vorderes oder hinteres Gehäuseteil, insbeson- dere als vorderes oberes und/oder unteres und als hinteres oberes und/oder unteres Gehäuseteil einsetzbar ist. Dies reduziert die Anzahl verschiedener Gehäuseteile, die zur Darstellung einer bestimmten Variantenzahl von Strömungsmaschinen erforderlich ist, nochmals. Insofern muss ein erfindungsgemäßes Modulsystem nur wenigstens ein Gehäuseteil mit Ein- bzw. Austrittsflansch, vorzugsweise ein Gehäuseteil ohne Ein- bzw. Austrittsflansch, und entweder ein Zwischenstück oder ein weiteres Gehäuseteil mit oder ohne Ein- bzw. Austrittsflansch aufweisen, um verschiedene Bauformen realisieren zu können. Insofern kann dasselbe Bauteil als vorderes unteres Gehäuseteil, vorderes oberes Gehäuseteil, hinteres unteres Gehäuseteil und/oder hinteres oberes Gehäuseteil fungieren. Weitere Vorteile und Merkmale ergeben sich aus den Unteransprüchen und den Ausführungsbeispielen. Hierzu zeigt die einzige:
Fig. 1: in schematischer Seitansicht eine Strömungsmaschine nach einer Ausführung der vorliegenden Erfindung.
Fig. 1 zeigt, schematisiert, einen Axialexpander 1 nach einer Ausführung der vor- liegenden Erfindung mit einem sechsteiligen Gehäuse 2.
Dieses umfasst eine obere Gehäusehälfte 2.01 - 2.03 und eine untere Gehäusehälfte 2.U1 - 2.U3, die zusammen das sechsteilige Gehäuse 2 bilden, in welchem ein (nicht dargestellter) Rotor des Axialexpanders 1 druckdicht aufgenommen und drehbar gelagert ist. Die obere Gehäusehälfte ist aus drei Gehäuseteilen zusammengesetzt, die jeweils aus Stahlguss hergestellt sind. Hierzu ist ein oberes Zwischenstück 2.02 auf einer Stirnseite (links in Fig. 1) mit einem oberen vorderen Gehäuseteil 2.01, auf der gegenüberliegenden Stirnseite (rechts in Fig. 1) mit einem oberen hinteren Gehäuseteil 2.03 verschweißt. In entsprechenderweise ist die untere Gehäusehälfte aus drei Gehäuseteilen zusammengesetzt, die ebenfalls aus Stahlguss hergestellt sind, wobei ein unteres Zwischenstück 2.U2 auf einer Stirnseite (links in Fig. 1) mit einem unteren vorderen Gehäuseteil 2.U1, auf der gegenüberliegenden Stirnseite (rechts in Fig. 1) mit einem unteren hinteren Gehäuseteil 2.U3 verschweißt ist. Obere und untere Gehäusehälfte 2.01 - 2.03, 2.U1 -2.U3 wiederum sind miteinander verschraubt. Auf diese Weise ergibt sich ein Gehäuse 2, welches in einer ersten, horizontafen Ebene H und zwei zweiten, vertikalen Ebenen V1 , V2 geteilt ist.
Das untere vordere Gehäuseteil 2.U1 weist einen Eintrittsflansch 4 zur Zufuhr von Arbeitsfluid auf. Zusätzlich ist an ihm ein Lagerbock 3 zur Lagerung des Rotors angeflanscht. Das untere hintere Gehäuseteil 2.U3 weist einen Austrittsflansch 5 zur Abfuhr von Arbeitsfluid auf. An ihm und an dem oberen hintere Gehäuseteil 2.O3 ist ein Lagerbock 3 zur Lagerung des Rotors angeflanscht.
In einem ersten Schritt werden verschiedene vordere und hintere Gehäuseteile, teilweise mit, teilweise ohne Ein- bzw. Austrittsflansch, sowie Zwischenstücke verschiedener axialer Längen stahlgegossen und als Halbzeuge eines Modulsystems gelagert oder wenigstens die entsprechenden Gussformen bereitgehalten und die Gehäuseteile bei Bedarf rasch hergestellt.
Zur Herstellung des dargestellten Axialexpanders 1 wird nun aus der Mehrzahl von vorderen Gehäuseteilen eines mit einem Eintrittsflansch als vorderes unteres Gehäuseteil 2.U1, ein anderes ohne Eintrittsflansch als vorderes oberes Gehäuse- teil 2.01 ausgewählt. In gleicher Weise wird aus der Mehrzahl von hinteren Gehäuseteilen eines mit einem Austrittsflansch als hinteres unteres Gehäuseteil 2.U3, ein anderes ohne Austrittsflansch als hinteres oberes Gehäuseteil 2.03 ausgewählt. Zudem wird aus der Mehrzahl von Zwischenstückes eines als oberes Zwischenstück 2.02, ein anderes als unteres Zwischenstück 2.U2 ausgewählt. Wie in Fig. 1 erkennbar, unterscheiden sich vordere Gehäuseteile 2.01, 2.U1 und hintere Gehäuseteile 2.03, 2.U3 voneinander, so dass jeweils eine Mehrzahl von vorderen Gehäuseteilen und eine Mehrzahl von hinteren Gehäuseteilen hergestellt wird. Oberes und unteres Zwischenstück 2.02, 2.U2 unterscheiden sich jedoch nicht, so dass aus der Mehrzahl unterschiedliche langer, ansonsten jedoch baulich gleicher Zwischenstücke zwei identische Zwischenstücke als oberes und unteres Zwischenstück 2.02, 2.U2 ausgewählt werden. Sofern sich in einer nicht darge- stellten Abwandlung des Ausführungsbeispiels auch vordere Gehäuseteile 2.01 , 2.U1 und hintere Gehäuseteile 2.03, 2.U3 voneinander nicht unterscheiden, können in gleicher Weise identische Gehäuseteile mit Ein-/Austrittsflansch als vorderes unteres Gehäuseteil 2.U1 und als hinteres unteres Gehäuseteil 2.U3, identische Gehäuseteile ohne Ein-/Austrittsflansch als vorderes oberes Gehäuseteil 2.01 und als hinteres oberes Gehäuseteil 2.03 gewählt werden.
In einem nächsten Schritt werden das obere vordere und hintere Gehäuseteil 2.O1, 2.O3 mit dem oberen Zwischenstück 2.02 verschweißt, das untere vordere und hintere Gehäuseteil 2.U1, 2.U3 mit dem unteren Zwischenstück 2.U2. Zusätzlich werden an dem vorderen unteren, dem hinteren unteren und oberen Gehäu- seteil 2.U1 , 2.U3, 2.03 die Lagerböcke 3 angeschweißt oder -schraubt.
Nun wird der Rotor in die untere Gehäusehälfte 2.U1 - 2.U3 eingelegt, die aufgrund ihrer Schweiß-Guss-Konstruktion eine hohe Festigkeit und Dichtigkeit aufweist. Anschließend wird die obere Gehäusehälfte 2.01 - 2.03 aufgesetzt und mit der unteren Gehäusehälfte 2.U1 - 2.U3 verschraubt, was die nachträgliche Öff- nung des Druckraumes zu Wartungszwecken und dergleichen gestattet.
Wie aus Fig. 1 gut erkennbar, kann durch Weglassen der Zwischenstücke 2.02, 2.U2 und/oder die Verwendung von kürzeren vorderen und/oder hinteren Gehäuseteilen modulartig ein Axialexpander kürzerer Baulänge erstellt werden, durch Verwenden weiterer und/oder längerer Zwischenstücke und/oder die Verwendung von längeren vorderen und/oder hinteren Gehäuseteilen modulartig ein Axialexpander, der in Richtung seiner Rotor- bzw. Maschinenachse länger baut. Dabei können vorteilhaft dieselben vorderen und/oder hinteren Gehäuseteile bzw. Zwischenstücke zur Realisierung verschiedener Axialexpander verwendet werden. Wie in Fig.1 durch einen Doppelpfeil angedeutet, können das hintere obere und untere Gehäuseteil 2.03, 2.U3 vertauscht bzw. das hintere untere Gehäuseteil 2. U 3 zweifach verwendet werden, um den Austrittsflansch auf der gegenüberliegenden bzw. beiden Seite(n) anzuordnen, was - ebenso wie die entsprechende Möglichkeit beim vorderen obere und untere Gehäuseteil 2.01, 2.U1 - die Variantenzahl nochmals erhöht.
Bezugszeichenliste
1 Strömungsmaschine (Axialexpander)
2 Gehäuse
2.01 vorderes oberes Gehäuseteil 2.02 oberes Zwischenstück
2.03 hinteres oberes Gehäuseteil
2.U1 vorderes unteres Gehäuseteil
2.U2 unteres Zwischenstück
2.U3 hinteres unteres Gehäuseteil 3 Lager(bock)
4 Eintrittsflansch
5 Austrittsflansch
Next Patent: METHOD FOR PRODUCING A PLAIN BEARING BUSHING AND PLAIN BEARING BUSHING
