GREGORI, Alexander (Kommunalstrasse 8A/10, Linz, A-4020, AT)
HAMBERGER, Peter (Eisbachweg 14, Zwettl/Rodl, A-4180, AT)
MAIRINGER, Martin (Altenbergerstrasse 49, Linz, A-4040, AT)
GREGORI, Alexander (Kommunalstrasse 8A/10, Linz, A-4020, AT)
HAMBERGER, Peter (Eisbachweg 14, Zwettl/Rodl, A-4180, AT)
| Patentansprüche
1. Drillleiter für eine Wicklung einer elektrischen Maschine, insbesondere für eine Transformatorwicklung, der aus einzelnen, gegeneinander isolierten, flachen Teilleitern (20), die in benachbart angeordneten Teilleiterstapeln (3, 4) gestapelt sind, gebildet ist, wobei Teilleiter (21), die an einem Ende (5, 6) eines Teileiterstapes (3, 4) liegen in einem Kröpfungsabschnitt (22, 23) gekröpft sind, wodurch ein Wechsel des Teilleiters (21) von dem einen zu dem anderen Teilleiterstapel hergestellt ist, dadurch gekennzeichnet, dass im jeweiligen Kröpfungsabschnitt (22, 23) zwischen benachbarten Breitflächen des Teilleiters (21) und dem Teileiterstapel (3,4) ein Isolationselement (11, 12) angeordnet ist.
2. Drillleiter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Isolationselement (11, 12) ein flächenförmig ausgebildetes Isolierstück ist.
3. Drillleiter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Isolierstück (11, 12) rechteckig ausgebildet ist und eine Breite aufweist, die größer als die Breite des Teilleiters (21) ist, und eine Länge aufweist, die größer als die Länge eines Kröpfungsabschnittes (22, 23) ist.
4. Drillleiter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Isolierstück (11, 12) in der Form eines
Sektors einer Ringfläche ausgebildet ist.
5. Drillleiter nach einem der Ansprüche 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Isolierstück (11, 12) zumindest auf einer zu einer Breitfläche (13, 14) eines Teilleiters (20, 21) gewandten Fläche zumindest abschnittsweise mit einem Klebstoff beschichtet ist.
6. Drillleiter nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Isolierstück (11, 12) durch einen Papierstreifen gebildet ist.
7. Drillleiter nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Isolierstück (11, 12) durch eine Folie oder ein Geflecht aus Aramidfasern gebildet ist .
8. Drillleiter nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Isolierstück (11, 12) eine Dicke aufweist, die kleiner als 0,15 mm ist.
9. Drillleiter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Isolationselement (11, 12) ein in einem Kröpfungsabschnitt (22, 23) auf einer Breitfläche (13, 14) zumindest abschnittsweise aufgetragener Isolierlack ist .
10. Drillleiter nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Isolierlack Festkörperpartikel enthält.
11. Drillleiter nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Festkörperpartikel etwa kugelförmige ausgebildet sind und einen mittleren Durchmesser von kleiner als 0,15 mm aufweisen. |
Beschreibung
Drillleiter für eine Wicklung einer elektrischen Maschine
Technisches Gebiet
Die Erfindung betrifft einen Drillleiter für eine Wicklung einer elektrischen Maschine, insbesondere eine
Transformatorwicklung, der aus einzelnen gegeneinander isolierten flachen Teilleitern, die in benachbart angeordneten Teilleiterstapeln gestapelt sind, gebildet ist, wobei Teilleiter, die an einem Ende eines Teileiterstapes liegen jeweils in einem Kröpfungsabschnitt gekröpft sind, wodurch ein Wechsel des Teilleiters von dem einen zu dem anderen Teilleiterstapel hergestellt ist.
Stand der Technik
Es ist bekannt, dass zur Verringerung von elektrischen Wirbelstromverlusten im Elektromaschinenbau bei Maschinen hoher Leistung anstelle von Leitern großen Querschnitts sogenannte Drillleiter verwendet werden. Ein Drillleiter ist aus Teil- oder Einzelleitern zusammen gesetzt, die gegeneinander isoliert sind. Die Teileiter sind in einer einem Geflecht ähnlichen Form miteinander verdrillt oder verseilt. Diese Verdrillung oder Verseilung wird in der Fachliteratur nach dem Erfinder auch als "Einzelleiter- Transposition nach Roebel", oder auch kurz "Verroebelung" bezeichnet .
Drillleiter werden auch bei der Herstellung von elektrischen Wicklungen für Leistungstransformatoren verwendet. Eine Unterspannungswicklung beziehungsweise eine Oberspannungswicklung eines Leistungstransformators kann beispielsweise aus sieben bis achtzig verseilten Teilleitern gebildet sein. Die Teilleiter bestehen aus flachen Profildrähten. Diese Profildrähte sind in zwei nebeneinander liegenden Teilleiterstapeln gestapelt. In jedem Teilleiterstapel liegen die Profildrähte mit ihren Breitseiten übereinander. Jeweils der zu oberst und der zu unterst liegende Profildraht ist in Richtung seiner Schmalseite in regelmäßig wiederkehrenden Abständen so gekröpft, so dass ein Wechsel von dem einen Teilleiterstapel zu dem anderen Teilleiterstapel stattfindet. Dieser Wechsel erfolgt ohne Wendung der Breitfläche, lediglich durch ein gleichsinnig um die Längserstreckung des Drillleiters herum erfolgtes Abbiegen, unter Beibehaltung der Teilleiterfolge, in sich wiederholenden Zyklen. Jeder Teilleiter führt einen Schraubengang aus und durchläuft auf diese Art alle Höhenschichten des Gesamtleiterstapels. Der Zusammenhalt der Einzelleiter im Gesamtleiterstapel erfolgt üblicherweise mit einer Umbandelung. Die gegenseitige elektrische Isolation der einzelnen Teilleiter besteht in der Regel aus einer Beschichtung des Metalldrahtes mit einem Isolierlack, z.B. mit einem Polyvinylacetal- oder Polyamidimid-Lack.
In der WO 94/07251 ist beispielsweise ein Drillleiter beschrieben, bei dem zum Zwecke der besseren Zirkulation des Kühlmittels an einer Flachseite eines Teilleiterstapels ein aus einem Isolierstoff bestehendes Distanzstück angeordnet ist .
Bei der Herstellung eines Drillleiters wird zur Ausbildung der Kröpfung ein so genanntes Roebelwerkzeug verwendet, welches die Teilleiter in regelmäßig wiederkehrenden Abständen biegt. Die mechanische Verformung eines Teilleiters führt zu einer Dehnung der Isolierlackschicht im
Kröpfungsabschnitt und vermindert die Isolationseigenschaft des Isolierlacks, da dessen Dicke sich entsprechend dem Biegeradius verringert. Um diese Schwächung der Isolationseigenschaft im Kröpfungsabschnitt auszugleichen, wurde bislang die Dicke des Isolierlacks groß genug gewählt, so dass trotz der durch die Kröpfung bedingten Schwächung die Isolationseigenschaft der Wicklung insgesamt gewährleistet ist .
Bei einer elektrischen Wicklung gibt die Dicke des
Isolierlacks den so genannten Füllfaktor vor, das ist der Anteil des stromführenden Materials bezogen auf den gesamten Platzbedarf der Wicklung. Je größer die Dicke des Isolierlacks ist, desto schlechter ist der Füllfaktor.
Bei einer Transformatorwicklung kann die Lackisolierung einen Anteil von etwa 8% des Gesamtvolumens des Drillleiters beanspruchen .
Bei der Herstellung einer elektrischen Wicklung ist man grundsätzlich bestrebt, einen möglichst hohen Füllfaktor zu erzielen .
Darstellungen der Erfindung
Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung einen Drillleiter anzugeben, so dass auf möglichst einfache Weise
ein besserer Füllfaktor einer elektrischen Wicklung, insbesondere einer Transformatorwicklung, möglich ist.
Diese Aufgabe wird durch einen Drillleiter mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand von abhängigen Ansprüchen.
Gemäß der Erfindung ist vorgesehen, dass nur im Kröpfungsbereich, in welchem die Isolationseigenschaft aufgrund der mechanischen Verformung geschwächt ist, zwischen benachbarten Breitflächen des gekröpften Teilleiters und des Teilleiterstapels ein zusätzliches Isolier -oder Isolationselement eingebracht wird. Durch dieses im Schwächungsabschnitt partiell eingebrachte Isolationselement wird erreicht, dass die durchgehende Dicke des Isolierlacks der Teilleiter geringer als bislang üblich gehalten werden kann. Mit anderen Worten, der Drillleiter kann aus Einzelleitern hergestellt werden, die eine vergleichsweise dünne Isolierlack-Dicke aufweisen. Dies hat den Vorteil, dass unter Beibehaltung der Isolationseigenschaft sich der
Füllfaktor der Wicklung verbessert. Ein besserer Füllfaktor bedeutet wiederum, dass die Abmessungen und der Materialeinsatz bei der Herstellung einer elektrischen Maschine geringer gehalten werden können. Bereits eine geringfügige Verringerung der Abmessungen führt bei einer großen elektrischen Maschine, wie beispielsweise bei einem Leistungstransformator, zu signifikanten Einsparungen bei weichmagnetischen Kern- und Leitermaterial. Die Materialeinsparung verringert die Herstellungskosten.
In einer bevorzugten Ausgestaltung besteht das Isolationselement einfach aus einem flachen Isolierstück, das im Kröpfungsbereich zwischen benachbarten Breitflächen des
gekröpften außen liegenden Teilleiters und dem Teilleiterstapel zwischengelegt ist. Als Material für das Isolierstück eigenen sich herkömmliche Isolationswerkstoffe. In einer sehr einfachen Ausführungsform kann das Isolierstück beispielsweise ein Streifen aus einem Isolationspapier sein. Dem Fachmann steht hierfür eine Vielzahl von Isolationswerkstoffen zur Auswahl.
In einer günstigen Ausführung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass das flache Isolierstück/Isolationspapier rechteckig ausgebildet ist. Ihre Breite ist größer als die Breite des Teilleiters; ihre Länge ist größer als die Länge des Kröpfungsabschnittes. Dadurch überragt das flache Isolierstück/Isolationspapier den isolationsschwachen Kröpfungsbereich. Dadurch wird trotz der bei Betrieb eines Leistungstransformators auftretenden Vibrationen eine zuverlässige Isolationswirkung erreicht. Die gute Isolationswirkung bleibt über eine lange Gebrauchsdauer erhalten .
Eine andere hinsichtlich des Materialeinsatzes vorteilhafte Ausführungsform kann dadurch gekennzeichnet sein, dass das Isolierstück in der Form eines Sektors einer Ringfläche ausgebildet ist.
Es kann günstig sein, wenn das Isolierstück zumindest auf einer Seite mit einem Klebstoff beschichtet ist. Dadurch wird erreicht, dass beim Wickeln der Transformatorwicklung auf einen Tragzylinder das zwischengelegte Isolierstück nicht verrutscht. Ferner ergibt sich ein Kostenvorteil, da die zusätzliche Isolierung durch automatische
Handhabungswerkzeuge einfach bei der Drillleiter-Fertigung in den Verbund der Teilleiter eingebracht werden kann.
Für die Beibehaltung guter Isolationseigenschaften über eine lange Gebrauchsdauer kann ferner es günstig sein, aromatische Polyamide als Isolationswerkstoff für das flache Isolierstück zu verwenden. Aramidfasern und Folien sind unter dem Markennamen Nomex™ und Kevlar™ handelsüblich.
Bei der Herstellung einer Wicklung für einen Leistungstransformator hat sich ein im Kröpfungsbereich zwischen gelegtes Isolationsplättchen oder Isolierstreifen, beispielsweise ein Isolier-Papierstreifen mit einer Dicke von kleiner als 0,15 mm als besonders kostengünstig erwiesen.
In einer anderen bevorzugten Variante der Erfindung kann vorgesehen sein, dass das Isolationselement aus einem
Isolierlack gebildet ist, der im Kröpfungsbereich zumindest teilflächig auf eine Breitfläche des gekröpften Teilleiters beziehungsweise des Teilleiterstapels aufgetragen wird. In einer einfachen Form kann dieser partielle Isolierlack- Auftrag ein Isolierlack-Punkt sein, der bevorzugt mittels einer automatischen Dosiervorrichtung aufgetragen werden kann. Es kann auch vorteilhaft sein im Kröpfungsbereich mehrere solcher Isolierlack-Punkte aufzutragen.
Hierbei kann besonders vorteilhaft sein, wenn eine Isolierlack-Dispersion verwendet wird, welche
Festkörperpartikel enthält. Diese Festkörperteilchen bestehen aus einem elektrischen Isolator. Im Spalt, der aus der gekröpften Breitfläche des außen liegenden Teilleiters und dem Teilleiterstapel gebildet wird, wirken diese
Festkörperteilchen als Distanz- oder Abstandshalter.
Als besonders günstig haben sich etwa kugelförmige Festkörperpartikel erwiesen, die einen mittleren Durchmesser von etwa 0,15 mm aufweisen.
Kurzbeschreibung der Zeichnungen
Zur weiteren Erläuterung der Erfindung wird im nachfolgenden Teil der Beschreibung auf die Zeichnungen Bezug genommen in denen weitere vorteilhafte Ausgestaltungen, Einzelheiten und Weiterbildungen der Erfindung zu entnehmen sind. Es zeigt:
Figur 1 einen erfindungsgemäßen Drillleiter in einem Ausführungsbeispiel in einer perspektivischen Ansicht;
Figur 2 eine Draufsicht auf Figur 1, in welcher gemäß einer ersten Variante der Erfindung das Isolierelement als rechteckförmiger Isolierstreifen ausgebildet ist;
Figur 3 eine Draufsicht auf Figur 1, in welcher gemäß einer zweiten Variante der Erfindung das Isolierelement aus einem im Kröpfungsbereich zusätzlich partiell aufgetragenen Isolierlack-Punkt gebildet ist;
Figur 4 eine Transformatorwicklung hergestellt mit einem Drillleiter gemäß Figur 1 in einer halbgeschnittenen Darstellung der Wicklung auf einem Transformatorschenkel;
Figur 5 einen Drillleiter in einer vergrößerten Darstellung in einem Schnitt entlang der Linie I-I in Figur 1 ;
Figur 6 eine Skizze des Kerns eines Dreischenkel- Transformators, in welcher die durch den erfindungsgemäßen Drillleiter ermöglichte Verringerung der Abmessungen angedeutet ist.
Ausführung der Erfindung
Die Figur 1 zeigt in einer perspektivischen Ansicht ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Drillleiters 10. Der dargestellte Drillleiter 10 besteht aus einundzwanzig verschränkten Teilleitern 20. Die Teilleiter 20 haben rechteckförmigen Querschnitt und sind mit Isolierlack beschichtet. Die Teilleiter 20 sind in zwei Teilleiterstapel 3 und 4 gestapelt. Sie liegen mit ihren Breitseiten übereinander. Ihre zugewandten Flachseiten liegen im Stapel ebenfalls aneinander.
Wie aus der Draufsicht der Figur 2 bzw. 3 zu sehen, ist der am oberen Ende 5 des Gesamtleiterstapels 3, 4 liegende Teilleiter 21 gekröpft: ein erster Kröpfungsabschnitt 22 lenkt den Teilleiter 21 zunächst in Richtung des rechten Teilleiterstapels 4, dann ein zweiter Kröpfungsabschnitt 23 in Richtung der Längserstreckung 7. Durch diese quer zur Längserstreckung 7 verlaufende Kröpfung 1, 2 an den Enden 5 bzw. 6 findet ein übergang vom einen zum anderen
Teilleiterstapel statt (in Figur 1 und 2 wechselt der oben liegende Teilleiter 21 vom links liegenden Teilleiterstapel 3 zum rechts liegenden Teilleiterstapel 4) . In einem
Teilleiterstapel 3 bzw. 4 verlaufen die einzelnen Teilleiter 20 von der Seite des Stapels gesehen schräg zur Richtung des Pfeils 7: im Teilleiterstapel 3 vom unteren Ende 6 zum oberen Ende 5; im Teilleiterstapel 4 vom oberen Ende 5 schräg zum unteren Ende 6. In Figur 2 bzw. 3 ist die rechteckige
Querschnittsform im Teileiter 21 schraffiert gezeichnet; die Querschnittsform weist eine Breitseite 8 und eine Flachseite 9 auf.
An den Enden 5 bzw. 6 eines Teilleiterstapels ist erfindungsgemäß jeweils im Bereich der Kröpfungsabschnitte 22, 23 zusätzlich ein flächenförmig ausgebildetes Isolierstück 11, 12 angeordnet.
Die Figur 2 zeigt eine erste Variante der Erfindung, bei der das Isolierelement 11 beziehungsweise 12 ein Festkörper ist. In der Figur 2 ist das flache Isolierelement 11 unter die Kröpfung 1 und das Isolierelement 12 unter die Kröpfung 2 gelegt, sodass jede Breitfläche der Kröpfungsabschnitte 22, 23 zum Stapel 3 bzw. 4 jeweils eine verstärkte Isolation aufweist. Diese Isolierelemente oder Isolierstücke 11 bzw. 12 sind einseitig mit einem Klebstoff beschichtet und bestehen im vorliegenden Ausführungsbeispiel aus einem Isolations- Papierstreifen . Jedes Isolierstück 11 bzw. 12 kann aber auch aus einem anderen organischen oder auch aus einem anorganischen Werkstoff mit einem hohen elektrischen Widerstand hergestellt sein. Das Isolierstück kann ein Vlies, ein Glasfasergewebe oder ein eingelegtes Isoaltor-Plättchen sein. Je nach Anforderung kann das Isolierstück 11, 12 auch ein aroamtisches Polyamid sein. Ein Geflecht aus einer
Aramidfaser oder eine Folie ist beispielsweise unter der Markenbezeichnung Nomex™ der Firma DuPont im Handel erhältlich.
In der Figur 2 sind diese Isolierstücke 11 bzw. 12 in einer Draufsicht zu sehen. Die Kröpfungsabschnitte 22 bzw. 23 sind in dem gezeigten Ausführungsbeispiel mit einem rechteckförmigen Papierstreifen unterlegt. Die Breite der rechteckförmigen Isolierung ist größer als die Breite des Teilleiters 21 und länger als der Kröpfungsabschnitt. Das Isolierstück 11 bzw. 12 könnte aber auch anders geformt sein, beispielsweise die Form eines Segments einer Ringkreisfläche aufweisen oder auch trapezförmig sein.
Die Figur 3 zeigt eine zweite Variante der Erfindung, bei der das Isolierelement kein Festkörper ist, sondern ein bei der Wicklungsherstellung aufgetragener Isolierlack-Punkt 11 bzw. 12. Es versteht sich aber, dass auch mehrere solcher Isolierlack-Punkte 11, 12 vorgesehen sein können.
In der Figur 4 ist eine Transformatorwicklung in einer halbgeschnittenen Darstellung zu sehen. Sie besteht aus einer Unterspannungswicklung 17 und einer Oberspannungswicklung 18. Die Unterspannungswicklung 17 besteht aus einer ersten Lage 15 und einer zweiten Lagen 16 des Drillleiters 10. Mit dem Bezugszeichen 24 ist ein Kernschenkel des Trafos bezeichnet, mit dem Bezugszeichen 19 der äußere Durchmesser der Unterspannungswicklung 17. Wie unten stehend in einem
Beispiel näher erläutert, ermöglicht die Erfindung dass Wicklungsdurchmesser 19 auf den Wicklungsdurchmesser 19" verringert werden kann.
Die Figur 5 zeigt den Drillleiter 10 gemäß der Figur 4 vergrößert in einer geschnittenen Darstellung. Der Drillleiter 10 besteht wie bereits gesagt aus rechteckigen lacksisolierten Profildrähten 20. Diese sind in zwei
Teilleiterstapel 3 und 4 so angeordnet, dass gegenüberliegende Breitseiten 8 in einem Stapel aneinander anliegen. Ebenso liegen die Teilleiter 20 des einen Stapels mit den zum anderen Stapel gewandten Schmalseiten 9 aneinander an. Zwischen der Breitfläche 13 der äußeren Lage der Teilleiter 20 und der Breitfläche 14 des querenden Teilleiters 21 ist an dem einen Ende 5 und an dem anderen Ende 6 jeweils ein erfindungsgemäßes Isolierstück 11 bzw. 111 dazwischen gelegt. Das Isolierelement ist hier ein flächenförmiger Isolierstreifen, der breiter ist als die Breite eines Teilleiters. Auch am anderen Ende 6 des Teilleiterstapels befindet sich ein flächenförmiger Isolierstreifen 111. Der Drillleiter 10 ist mit einer aus einer Papierumwicklung gebildeten Bündelisolierung 25 umgeben.
Ein wesentlicher Vorteil der Erfindung ist darin zu sehen, dass durch die erfindungsgemäße partielle Isolation im Kröpfungsbereich ein Teilleiter verwendet werden kann, bei dem die Dicke der Lackisolation vergleichsweise gering ist.
Dadurch verbessert sich der Füllfaktor der Wicklung, also das Verhältnis des aktiven Cu-Leiterquerschnitts zum Gesamtquerschnitt .
Bei Transformatoren werden Drillleiter insbesondere für Unterspannungswicklungen eingesetzt, die nahe zum Kernschenkel angeordnet sind. Eine radiale Einsparung der Unterspannungswicklung wirkt sich auf die radial außen liegenden Wicklungen aus. Insgesamt schrumpft dank der Erfindung der Gesamtdurchmesser der Bewicklung eines Trafoschenkels. Damit kann der Abstand zwischen den Trafoschenkeln konstruktiv kleiner ausgeführt werden. Bei einem Leistungstransformator ergeben sich die in Figur 6
qualitativ skizzierten Einsparungen 26 im weichmagnetischen Kernmaterial, was im Folgenden anhand eines praktischen Beispiels verdeutlicht werden soll:
Ausgegangen wird von einem Leistungstransformator aus dem
Stand der Technik, bei dem die Wicklung aus einem Drillleiter gefertigt ist, der aus 70 Teilleitern gebildet ist. Die Lackisolierung eines Teilleiters ist 0,1 mm dick. Bei radialer Stapelrichtung ergibt sich für einen Drillleiter eine radiale Gesamt-Lackdicke zu: 36 * 0,1 mm = 3,6 mm.
Demgegenüber wird eine Wicklung mit einem erfindungsgemäßen Drillleiter gegenübergestellt. Dieser Drillleiter besteht ebenfalls aus 70 Teil- oder Einzelleitern. An beiden Enden 5 bzw. 6 des Teilleiterstapels 4,5 ist (wie in Figur 5 für eine Drillleiter bestehend aus 34 Einzelleiter gezeichnet) jeweils eine zusätzliche flächenförmige Isolierung 11, 111 von 0,1 mm Dicke angeordnet. Dadurch ist im Bereich der Kröpfung, wo die Lackisolation durch die Ausbildung der Kröpfung geschwächt ist, das geforderte Maß an Isolationseigenschaft wieder hergestellt, obwohl die Isolierlackschicht des Einzelleiters durchgehend nur halb so dick ist, nämlich 0,05 mm. Die gesamte Isolationsdicke errechnet sich hier wie folgt: 36 * 0,05 mm + 2 * 0,1 mm= 2 mm .
Die Differenz der Gesamt-Lackdicke ist 1,6 mm. Dies bedeutet, dass der Durchmesser der Unterspannungswicklung pro Drillleiterlage um 3,2 mm kleiner ausgeführt werden kann.
Durch diese radiale Verringerung der Wicklungsabmessung verringert sich auch die Abmessung des weichmagnetischen Kerns des Transformators. Als Folge davon ist bei der Herstellung weniger Material erforderlich. Dadurch ist der
Aufwand bei der Fertigung geringer. Die Erfindung ist natürlich nicht auf das erläuterte Ausführungsbeispiel eines Leistungstransformators beschränkt. Vielmehr ist der erfindungsgemäße Drillleiter auch bei der
Wicklungsherstellung anderer elektrischer Maschinen, wie beispielsweise einer Drosselspule, einsetzbar.
Zusammenstellung der verwendeten Bezugszeichen
I erste Kröpfung 2 zweite Kröpfung
3 Teilleiterstapel
4 Teilleiterstapel
5 oberes Ende
6 unters Ende 7 Pfeil, Längsrichtung
8 Breitseite
9 Schmal- oder Flachseite
10 Drillleiter
II Isolationselement 12 Isolationselement
13 Breitfläche
14 Breitfläche
15 Lage
16 Lage 17 Unterspannungswicklung 18 Oberspannungswicklung 19, 19* Durchmesser Unterspannungswicklung
20 Teilleiter
21 Teilleiter, querend 22 erster Kröpfungsabschnitt
23 zweiter Kröpfungsabschnitt
24 Kernschenkel
25 Bündelisolierung
26 Einsparung im Kern eines Transformators
III Isolationselement, Isolierstück
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