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Patent Searching and Data


Title:
CONTROL BARRIER
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2017/198259
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a control barrier, formed by individual transportable control barrier elements (2, 2a) that can be coupled to one another, wherein each control barrier element (2, 2a) comprises a base plate (3), a wall (4) and at least one separating element (7), wherein the wall (4) and the separating element (7) are arranged upright in relation to the base plate (3), wherein the wall (4) and the base plate (3) border a corridor (K) with a path (L) for pedestrians. The at least one separating element (7) protrudes into the corridor (K), such that pedestrians have to pass around the at least one separating element (7), in order to pass through the corridor (K), and wherein the separating element (7) is detachably connected to the wall (4) and/or the base plate (3) for the transportation of the control barrier element (2, 2a). Two respective control barrier elements (2, 2a) are arranged opposite one another, such that the base plates (3) thereof are facing one another and the walls (4) thereof form a longitudinal left and right boundary of the corridor (K), wherein the respective separating elements (7) are arranged offset to one another in the longitudinal direction of the corridor (K), such that a path (L) within the corridor (K) has multiple changes of direction.

Inventors:
RICHTERICH, Michael (Heerener Straße 107B, Kamen, 59174, DE)
Application Number:
DE2017/100410
Publication Date:
November 23, 2017
Filing Date:
May 16, 2017
Export Citation:
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Assignee:
H.M.R. HANDELS GMBH (Gutenbergstraße 1, Kamen, 59174, DE)
International Classes:
E01F13/02
Attorney, Agent or Firm:
BOCKERMANN KSOLL GRIEPENSTROH OSTERHOFF PATENTANWÄLTE (Bergstraße 159, Bochum, 44791, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1 . Schleuse aus einzelnen, miteinander koppelbaren, transportablen Schleusenelementen (2, 2a), wobei jedes Schleusenelement (2, 2a) eine Bodenplatte (3), eine Wand (4) und wenigstens ein Trennelement (7) umfasst, wobei die Wand (4) und das Trennelement (7) aufrecht gegenüber der Bodenplatte (3) angeordnet sind, wobei die Wand (4) die Bodenplatte (3) einen Korridor (K) mit einem Laufweg (L) für Fußgänger begrenzen, wobei das wenigstens eine Trennelement (7) in den Korridor (K) ragt, so dass Fußgänger das wenigstens Trennelement (7) umgehen müssen, um den Korridor (K) zu passieren, und wobei das Trennelement (7) für den Transport des Schleusenelements (2, 2a) lösbar mit der Wand (4) und/oder der Bodenplatte (3) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils zwei Schleusenelemente (2, 2a) gegenüberliegend angeordnet sind, so dass ihre Bodenplatten (3) einander zugewandt sind und ihre Wände (4) eine längsseitige linke und rechte Begrenzung des Korridors (K) bilden, und wobei die jeweiligen Trennelemente (7) in Längsrichtung des Korridors (K) versetzt zueinander angeordnet sind, so dass ein Laufweg (L) innerhalb des Korridors (K) mehrere Richtungswechsel aufweist.

2. Schleuse nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass sich das wenigstens eine Trennelement (7) über weniger als die gesamte Breite einer Bodenplatte (3) erstreckt.

3. Schleuse nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass sich das wenigstens eine Trennelement (7) über die gesamte Breite einer Bodenplatte (3) erstreckt.

4. Schleuse nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass sich das wenigstens eine Trennelement (7) über die Breite einer Bodenplatte (3) hinaus erstreckt.

5. Schleuse nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass mit jedem Schleusenelement (2, 2a) ein einziges Trennelement (7) lösbar verbindbar ist.

6. Schleuse nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein einziges Trennelement (7) an einem Ende (E) eines Schleusenelements (2, 2a) lösbar verbindbar ist.

7. Schleuse nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass, dass ein einziges Trennelement (7) beabstandet vom Ende (E) des Schleusenelements (2, 2a) lösbar verbindbar ist.

8. Schleuse nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Trennelement (7) über eine Steckverbindung mit der Bodenplatte (3) koppelbar ist und mit der Wand (4) verschraubbar ist.

9. Schleuse nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass ein einheitliches Trennelement (7) linkseitig und rechtseitig des Korridors (K) mit der Wand (4) verbindbar ist.

10. Schleuse nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass in Längsrichtung des Korridors (K) und/oder in Querrichtung des Korridors (K) benachbarte Bodenplatten (3) über Verbinder (8, 9) lösbar miteinander koppelbar sind.

1 1 . Schleuse nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass ein Verbinder (8, 9) von unten in zwei oder vier einander benachbarte Bodenplatten (3) fasst.

12. Schleuse nach einem der Ansprüche 1 bis 1 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das Schleusenelement (2, 2a) jeweils einen Horizontalrahmen (10) und einen hiervon getragenen Vertikalrahmen (1 1 ) umfasst, der auf einer Längsseite der Schleuse (1 ) von Stützen (5) gehalten wird, die sich schräg von dem Horizontalrahmen (10) zum Vertikalrahmen (1 1 ) erstrecken, wobei die Stützen (5) gelenkig mit dem Horizontalrahmen (10) und dem Vertikalrahmen (1 1 ) verbunden sind, so dass bei entferntem Trennelement (7) beim Lösen der Verbindung zwischen Horizontalrahmen (10) und Vertikalrahmen (1 1 ) der Vertikalrahmen (1 1 ) auf den Horizontalrahmen (10) klappbar ist.

13. Schleuse nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Stützen (5) und dem Vertikalrahmen (1 1 ) ein Stufenelement (6) angeordnet ist. das in einer eingeklappten Position von einem an wenigstens einer der Stützen (5) angeordneten Halteelement gehalten ist.

14. Schleuse nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass ein Horizontalrahmen (10) des Schleusenelements (2, 2a) auf einer Längsseite mit wenigstens einer Transportrolle versehen ist, die sich in liegender Position des Vertikalrahmens (1 1 ) im Abstand von einem Untergrund des Vertikalrahmens (1 1 ) befindet.

15. Schleuse nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Wand (4) eine von dem Trennelement (7) abweichende Höhe besitzt.

16. Schleuse nach einem der der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenplatte (3) mit einer rutschhemmenden Oberflächenbeschichtung versehen ist.

17. Schleuse nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass an einem Eingang und/oder Ausgang des Korridors (K) eine Rampe lösbar mit der Bodenplatte (3) koppelbar ist.

18. Schleuse nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Trennelemente (7) einer entgegen der Laufrichtung durch den Korridor weisende Vorderseite und eine entgegengesetzte Rückseite besitzen, wobei die Vorderseite geschlossen und im Wesentlichen eben ist.

19. Transportables Schleusenelement (2, 2a) für eine Schleuse (1 ) mit den Merkmalen eines der vorhergehenden Ansprüche, wobei jedes Schleusenelement (2, 2a) eine Bodenplatte (3), eine Wand (4) und wenigstens ein Trennelement (7) umfasst, wobei die Wand (4) und das Trennelement (7) aufrecht gegenüber der Bodenplatte (3) angeordnet sind, wobei die Wand (4) und die Bodenplatte (3) dafür vorgesehen sind, einen Korridor (K) für Fußgänger begrenzen, wobei das wenigstens eine Trennelement (7) in den Korridor (K) ragt, so dass Fußgänger das wenigstens Trennelement (7) umgehen müssen, um den Korridor (K) zu passieren, und wobei das Trennelement (7) für den Transport des Schleusenelements (2, 2a) lösbar mit der Wand und/oder der Bodenplatte (3) verbunden ist.

Description:
Schleuse

Die Erfindung betrifft eine Schleuse für Personen.

Es zählt zum Stand der Technik, zum Zwecke von Zugangskontrollen, Personenströme zu vereinzeln, indem einzelne Gassen gebildet werden. Solche Gassen werden auch als Schleusen bezeichnet. Stationäre Schleusen sind beispielsweise bei Zugängen zu U-Bahnen vorgesehen. Es gibt auch Situationen, bei denen Schleusen mobil errichtet werden müssen. Üblicherweise werden hierzu Absperrgitter errichtet, zwischen denen die zu überprüfenden Personen hindurchgeleitet werden. Die Kontrolle erfolgt am Ende eines solchen Korridors. Wenn ein solcher Korridor nicht rückwärtig abgeriegelt wird, kann es unter dem hohen Druck der nachfolgenden Menschenmenge zu gefährlichen Situationen für Personen im Bereich der Schleuse kommen. Nachfolgende Personen können die Gefahr nicht einschätzen und drängeln. Eine Gefährdung besteht insbesondere für Kinder, die von nachfolgenden Personen nicht gesehen werden können. Häufig werden Kinder auf den Arm genommen, damit diese nicht erdrückt werden. Je größer die wartende Menge und je länger die Wartezeit ist, desto gefährlicher ist die Situation im Bereich derartiger Schleusen.

Im Stand der Technik sind sogenannte Umlaufsperren bekannt. Hierbei handelt es sich um stationäre Einrichtungen, die z. B. an Fahrradwegen und Fußwegen vorgesehen sind, um zu verhindern, dass Fahrradfahrer ohne abzubremsen an eine vorfahrtberechtigte Straße heranfahren. Solche Umlaufsperren sind beispielsweise auch in Wartebereichen von Freizeitparks bekannt. Hierbei handelt es sich immer um stationäre Einheiten, die fest verankert sind. Eine feste Verankerung ist auch zwingend erforderlich, da durch drückende Menschenmassen erhebliche Kräfte ausgeübt werden. Bei mobil errichteten Schleusen bzw. Korridoren kommt das Problem hinzu, dass der Druck der Menschenmassen die Schleuse seitlich auseinanderdrücken kann. Oftmals ist eine Verankerung einer solchen Schleuse ohne Beschädigung des Untergrundes nicht möglich. Die Verbindung der parallel zueinander verlaufenden Seitenwände würde hingegen zusätzliche Stolperfallen im Bodenbereich mit sich bringen.

Der Erfindung liegt hiervon ausgehend die Aufgabe zugrunde, eine mobile Schleuse aufzuzeigen, welche einen besseren Schutz für die Personen in der Schleuse ermöglicht.

Diese Aufgabe ist bei einer Schleuse mit den Merkmalen des Schutzanspruchs 1 gelöst.

Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.

Die erfindungsgemäße Schleuse besteht aus einzelnen, miteinander koppelbaren, transportablen Schleusenelementen. Jedes Schleusenelement besitzt eine Bodenplatte, eine Wand und wenigstens ein Trennelement. Die Wand und das Trennelement sind aufrecht gegenüber der Bodenplatte angeordnet, d. h. im Wesentlichen L-förmig positionierbar. Die Wand und die Bodenplatte begrenzen einen Korridor mit einem Laufweg für Fußgänger. Der Korridor befindet sich oberhalb der Bodenplatte. Das Trennelement ist dafür vorgesehen, in den Korridor zu ragen, so dass Fußgänger das wenigstens eine Trennelement umgehen müssen, um den Korridor zu passieren. Für den Transport ist das Trennelement lösbar mit der Wand und/oder der Bodenplatte verbunden. Vorzugsweise kann die Wand von der Bodenplatte getrennt werden oder alternativ über eine gelenkige Verbindung auf die Bodenplatte abgeklappt werden.

Die erfindungsgemäße Schleuse zeichnet sich maßgeblich dadurch aus, dass durch das Trennelement ein Laufweg für Fußgänger geschaffen wird, welcher mehrere Richtungswechsel erforderlich macht. Eine solche Schleuse kann sehr lang sein und aus mehreren hintereinander angeordneten Schleusenelementen bestehen. Ein einzelnes Schleusenelement stellt nur eine randseitige Wand zur Verfügung und damit nur eine einseitige Begrenzung des Korridors. Die Vorteile der Erfindung werden allerdings auch dann erreicht, wenn ein solches einzelnes Schleusenelement beispielsweise an einer anderen, z. B. feststehenden Wand positioniert wird, so dass eine z. B. feststehende Wand die zweite Begrenzung des Korridors bildet. Die Trennelemente erstrecken sich in diesem Fall nicht über die gesamte Bodenplatte, sondern beispielsweise nur über die Hälfte der Bodenplatte. Dies führt zwar dazu, dass ein Teil des Korridors ohne Richtungswechsel passiert werden kann, allerdings schaffen die Trennelemente Schutzzonen für Kinder oder Personen, die dem Druck nachfolgender Menschenmassen nicht mehr standhalten können. Es handelt sich in diesem Fall um eine Schleuse mit Schutzzonen.

Erfindungsgemäß sind zwei Schleusenelemente gegenüberliegend angeordnet, so dass ihre Bodenplatten einander zugewandt sind und ihre jeweiligen Wände eine längsseitige linke und rechte Begrenzung des Korridors bilden. Die jeweiligen Trennelemente sind in Längsrichtung des Korridors versetzt zueinander angeordnet, so dass ein Laufweg innerhalb des Korridors mehrere Richtungswechsel erforderlich macht. Die Trennelemente können sich über die gesamte Breite der Bodenplatte erstrecken. Dadurch gibt es keinen direkten geraden Laufweg mehr vom Eingang zum Ausgang der Schleuse. Die Schutzfunktion für Kinder und schwache Menschen ist wesentlich besser, weil sich auch schwächere Personen einfacher in den Laufweg wieder eingliedern können.

Die erfindungsgemäße Schleuse besitzt vorzugweise mehrere Trennelemente, wobei jedem Schleusenelement vorzugsweise ein einziges Trennelement lösbar zugeordnet ist. Ein solches Trennelement erstreckt sich vorzugsweise über die gesamte Breite einer Bodenplatte, sofern zwei Bodenplatten benachbart angeordnet werden und ein entsprechend breiter Durchgang für den Laufweg verbleibt. Die Trennelemente können je nach Bedarf eine Breite besitzen, die größer ist als die Breite einer Bodenplatte, so dass der freie Durchgang verkleinert wird, oder bei Bedarf eine Breite besitzen, die kleiner ist als die Breite der Bodenplatte, um den Durchgang zu vergrößern, z.B. für Kinderwagen oder Rollstuhlfahrer.

Die Verbindung des Trennelements mit dem Schleusenelement ist lösbar. Die Verbindung kann vorzugsweise an einem Ende des Schleusenelements angeordnet sein. Denkbar ist auch, ein einziges Trennelement beabstandet vom Ende des Schleusenelements lösbar an dem Schleusenelement zu befestigen, beispielsweise in die Bodenplatte zu stecken und mit der Wand zu verschrauben. Ein solches Trennelement kann insbesondere in der Mitte der Bodenplatte, d. h. im gleichmäßigen Abstand von beiden Enden des Schleusenelements angeordnet sein.

In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung sind benachbarte Bodenplatten über Verbinder miteinander lösbar koppelbar. Ein solcher Verbinder kann von unten in zwei oder vier einander benachbarte Bodenplatten fassen. Durch die Verbinder wird verhindert, dass sich die einzelnen Schleusenelemente in Querrichtung des Korridors oder auch in Längsrichtung des Korridors verschieben. Ein solcher Verbinder kann in einfacher Ausführungsform eine Art Kralle mit mehreren nach oben ragenden Fingern sein. Die Finger können in dafür vorgesehene Aussparungen unterhalb der Bodenplatte fassen oder einfach hinter einen Rahmen der Bodenplatte fassen. Auf diese Weise ist es nicht erforderlich, die Schleuse mit dem Untergrund zu verbinden. Durch ihr eigenes Gewicht und durch das der darauf stehenden Personen wird die Position des einzelnen Schleusenelementes fixiert. Die Verbinder machen ein Auseinandergleiten der Bodenplatten unmöglich. Es können keine Spalten und dadurch keine Stolperfallen entstehen. Die Verbinder können als nach oben offener Konus gestaltet sein, so dass die Schleusenelemente in den Konus gleiten und gegeneinander gezogen werden.

Die Schleuse kann bei Bedarf zusätzlich am Untergrund gesichert werden. Zu diesem Zweck können außerhalb des Korridors Verankerungen zwischen den Schleusenelementen und dem Untergrund angebracht werden, z.B. in Form von Erdnägeln oder Ankerschrauben. Diese Verankerungen können durch dafür vorgesehene Öffnungen in der Bodenbaugruppe gesteckt werden. Eine solche zusätzliche Sicherung kann z.B. bei einer mobilen Schleuse erforderlich sein, die an einer Hanglage errichtet werden soll. Grundsätzlich sind horizontale Aufstellflächen für die Schleuse zu bevorzugen. Bei Bedarf ist selbstverständlich auch eine Verankerung mit einer horizontalen Aufstellfläche möglich, um die Schleuse zusätzlich zu sichern.

In vorteilhafter Weiterbildung ist ein einzelnes Schleusenelement jeweils von einem Horizontalrahmen und einem hiervon getragenen Vertikalrahmen gebildet, der auf einer Längsseite der Schleuse von Stützen gehalten wird, die sich schräg von dem Horizontalrahmen zum Vertikalrahmen erstrecken. Die Stützen sind dabei gelenkig mit dem Horizontalrahmen und dem Vertikalrahmen verbunden, so dass bei entferntem Trennelement und beim Lösen einer Verbindung zwischen dem Horizontalrahmen und dem Vertikalrahmen der Vertikalrahmen auf den Horizontalrahmen klappbar ist. Ein solches zusammenklappbares Schleusenelement benötigt beim Transport wesentlich weniger Stauraum und ist daher auch bedeutend leicht transportierbar. Die gelenkige Verbindung vereinfacht die Montage des Vertikalrahmens relativ zum Horizontalrahmen. Steck- und Schraubverbindungen können so ausgeführt werden, dass die Personen in dem Korridor keine Möglichkeit haben, die Verbindungen zu manipulieren, insbesondere zu lösen, so dass die Sicherheit der durchzuleitenden Personen gewährleistet ist.

Es wird als besonders vorteilhaft angesehen, wenn zwischen den Stützen und dem Vertikalrahmen ein Stufenelement angeordnet ist. Das Stufenelement ermöglicht es dem Kontrollpersonal, das sich außerhalb der Schleuse befindet, sich auf das Stufenelement zu stellen. Das Stufenelement befindet sich z.B. in halber Höhe einer Seitenwand. Auf diese Weise ist es möglich, Personen, die sich innerhalb der Schleuse befinden, von beiden Seiten her zu kontrollieren und dadurch wesentlich schneller abzufertigen als nur über den Ausgang der Schleuse. Beispielsweise können Personaldaten oder Tickets schon vorher kontrolliert werden oder andere vorbereitende Maßnahmen für die Kontrolle am Ausgang der Schleuse vorgenommen werden. Die Stufenelemente ermöglichen es auch, im Notfall Personen aus der Schleuse nach oben und zur Seite herauszuziehen, was insbesondere bei Schleusenelementen mit sehr hohen Seitenwänden ein wesentlicher Sicherheitsgewinn ist.

Die Stufenelemente dienen auch zur Aussteifung eines Schleusenelements. Es kann fest, d.h. klemmend aber auch wieder lösbar zwischen der Wand und den Streben, die oberhalb des Stufenelements mit der Wand verbunden sind, montiert sein. Dadurch wird die Wand seitlich gestützt. Die Stufenelemente dienen daher gleichzeitig als Querstrebe.

Es zeigt:

Figur 1 einen Teilbereich einer Schleuse in einer Ansicht von oben und

Figur 2 einen Schnitt entlang der Linie II-II durch die Schleuse der Figur 1 .

Figur 1 zeigt eine Schleuse 1 , aus einzelnen miteinander koppelbaren Schleusenelementen 2. Jedes Schleusenelement 2 besitzt eine Bodenplatte 3 und eine Wand 4. Die Bodenplatten 3 sind horizontal auf dem Boden platziert. Die Wand 4 steht senkrecht zur Bodenplatte 3. Die Wand 4 und die Bodenplatte 3 eines Schleusenelements 2 sind gelenkig miteinander verbunden, so dass jedes Schleusenelement 2 für den Transport zusammengeklappt werden kann. Hierzu werden Stützen 5 gelöst, welche das obere Ende der Wand 4 mit der Bodenplatte 3 verbinden. Die Stützen 5 verbleiben an dem zusammengeklappten Schleusenelement 2, so dass die gesamte Anordnung flach zusammengeklappt werden kann. Figur 2 zeigt, dass sich zwischen den Stützen 5 und einer Außenseite der Wand ein Stufenelement 6 befindet. Das Stufenelement 6 ist im Wesentlichen horizontal angeordnet und ermöglicht es, dass sich Personen von außen auf das Stufenelement 6 stellen können, um Personen im Inneren der Schleuse 1 zu erreichen.

Die Darstellung der Figuren 1 und 2 zeigt, dass jeweils zwei Schleusenelemente 2 einander gegenüberliegend angeordnet sind. Die paarweise angeordneten Schleusenelemente 2 begrenzen daher einen Längenabschnitt eines Korridors K, der sich zwischen den einander gegenüberliegenden Wänden 4 oberhalb der geschlossenen Bodenplatten 3 befindet. Der Korridor K ist allerdings nicht ungehindert passierbar. Vielmehr sind Trennelemente 7 vorgesehen, die einerseits mit einer der beiden Wände und andererseits mit der Bodenplatte 3 eines Schleusenelementes 2 verbunden sind. Dadurch ergibt sich ein schlangenlinienförmiger Laufweg L, der mehrere Richtungswechsel innerhalb des Korridors K erforderlich macht. Der eingezeichnete Pfeil verdeutlicht den Laufweg L innerhalb des Korridors.

Die Trennelemente 7 sind lösbar mit den Bodenplatten 3 und den Wänden 4 verbunden. Bei diesem Ausführungsbeispiel sind sie jeweils an einem Ende der Schleusenelemente 2 angeordnet.

An dem Schleusenelement 2a am Eingang E der Schleuse 1 wurde auf ein Trennelement verzichtet. Im Übrigen ist der Aufbau des Schleusenelementes 2a identisch zu den anderen Schleusenelementen. Die Schleusenelemente 2, 2a sind in ihrer modularen Bauweise sehr flexibel einsetzbar.

Die einzelnen Schleusenelemente 2, 2a werden im Bereich der Bodenplatte 3 über Verbinder 8 miteinander gekoppelt. Die Verbinder 8 befinden sich im Stoßbereich zweier benachbarter Bodenplatten 3 unterhalb der Bodenplatten 3. Figur 2 zeigt, dass die Verbinder von unten in die einander benachbarten Bodenplatten fassen. Auf diese Weise können auch vier einander benachbarte Bodenplatten 3 miteinander gekoppelt sein. Im Endbereich der Anordnung können auch halbe Verbinder 9 vorgesehen sein, die genauso funktionieren wie Verbinder 8 für vier benachbarte Bodenplatten 3, jedoch in ihren Abmessungen so bemessen sind, dass lediglich zwei Bodenplatten miteinander verbunden sind. Zusätzlich sind benachbarte Schleusenelemente 2, 2a im Bereich ihrer Wände 4 miteinander koppelbar, insbesondere verschraubbar.

Die einzelnen Schleusenelemente 2, 2a sind vorzugsweise rahmenartig aufgebaut und besitzen jeweils einen Horizontalrahmen 10 und einen hiervon getragenen Vertikalrahmen 1 1 , der wiederum über die Stützen 5 mit dem Horizontalrahmen 10 verbunden ist. Die dadurch entstehende Fachwerkstruktur wird durch Platten gefüllt. Insbesondere kann es sich hierbei um Metallplatten handeln. Es sind aber auch Kunststoffplatten oder Holzplatten möglich. Hybridwerkstoffe kommen ebenso in Frage. Wesentlich ist, dass eine Gefährdung von Personen, die durch die Schleuse 1 geführt werden, vermieden wird. Zu diesem sind insbesondere die Trennelemente 7 fest verankert und mit glatten Oberflächen versehen, die vor Verletzungen schützen und die sich zudem leicht reinigen lassen.

Figur 2 zeigt, dass auch das Trennelement 7 rahmenartig aufgebaut ist. Es sind vier Löcher 12 in dem Trennelement 7 vorgesehen. Über diese Löcher kann das Trennelement 7 fest mit der Rahmenstruktur des Vertikalrahmens 1 1 und des Horizontalrahmens 10 verbunden werden. Ein solches Trennelement 7 kann ebenso auf der gegenüberliegenden Seite des Korridors 10 verwendet werden, so dass möglichst viele Gleichteile zum Einsatz kommen, was nicht nur die Herstellung, sondern auch die Montage vereinfacht.

Bezugszeichen:

1 - Schleuse

2 - Schleusenelement 2a - Schleusenelement

3 - Bodenplatte

4 - Wand

5 - Stütze

6 - Stufenelement

7 - Trennelement

8 - Verbinder

9 - Verbinder

10 - Horizontalrahmen

1 1 - Vertikalrahmen

12 - Loch

E - Ende von 2, 2a K - Korridor

L - Laufrichtung