VOGEL, Carsten (Eggerstedt Straße 66, Hamburg, 22765, DE)
SCHULZ, Stefan (Holunderweg 4, Himmelpforten, 21709, DE)
BERKHAHN, Sven-Olaf (Brackeler Straße 14d, Ohlendorf, 21220, DE)
VOGEL, Carsten (Eggerstedt Straße 66, Hamburg, 22765, DE)
SCHULZ, Stefan (Holunderweg 4, Himmelpforten, 21709, DE)
| P a t e n t a n s p r ü c h e Steuervorrichtung (10) für eine Kabine eines Luft- oder Raumfahrzeuges , welche ein erstes Steuermittel (11) zum Ansteuern zumindest einer Kamera (21-23) mittels zumindest eines ersten Steuersignals (Sl) aufweist, welches dazu eingerichtet ist, das erste Steuersignal (Sl) in Abhängigkeit von zumindest einem zweiten Steuersignal (S2) zum Ansteuern zumindest einer Beleuchtungseinrichtung (31-33) der Kabine bereitzustellen . Steuervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , dass das erste Steuermittel (11) das erste Steuersignal (Sl) in Abhängigkeit des zweiten Steuersignals (S2) derart bereitstellt, dass eine durch die Ansteuerung der Beleuchtungseinrichtung (31-33) verursachbare Störung bei einer Aufnahme der Kamera (21-23) vermieden wird. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet , dass ein zweites Steuermittel (12) zum Ansteuern der zumindest einen Beleuchtungseinrichtung (31-33) der Kabine vorgesehen ist. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet , dass das erste Steuermittel (11) und das zweite Steuermittel (12) dazu eingerichtet sind, das erste Steuersignal (Sl) zur Einstellung der Abtastrate der zumindest einen Kamera (21-23) und das zweite Steuersignal (S2) zur Einstellung einer Pulsweitenmodulation der zumindest einen Beleuchtungseinrichtung (31-33) derart bereitzustellen, dass die Abtastrate der zumindest einen Kamera (21-23) und die Pulsweitenmodulation der zumindest einen Beleuchtungseinrichtung (31-33) synchronisiert sind. Vorrichtung nach Anspruch 4 , dadurch gekennzeichnet , dass das erste Steuermittel (11) und das zweite Steuermittel (12) das erste Steuersignal (Sl) und das zweite Steuersignal (S2) derart bereitstellen, dass di Abtastrate als ein Nicht-Vielfaches der Frequenz der Pulsweitenmodulation ausgebildet ist. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet , dass das zweite Steuermittel (12) das zweite Steuersignal (S2) mit einem ersten Signalanteil und einem zweiten Signalanteil ausbildet, wobei der erste Signalanteil dazu geeignet ist, eine Frequenz der Pulsweitenmodulation zur Einstellung einer Lichtmenge des durch die zumindest eine Beleuchtungseinrichtung (31-33) abgestrahlten Lichtes einzustellen, und wobei der zweite Signalanteil dazu geeignet ist, einen Farbvektor zur Einstellung einer Farbe des durch die zumindest eine Beleuchtungseinrichtung (31-33) abgestrahlten Lichtes für die zumindest eine Beleuchtungseinrichtung (31-33) einzustellen. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass die jeweilige Kamera (21-23) zumindest ein Filtermittel zur Kompensation einer nicht-linearen Farbcharakteristik der Kamera (21-23) aufweist, wobei das zweite Steuermittel (12) dazu eingerichtet ist, das jeweilige Filtermittel der jeweiligen Kamera (21-23) mittels des zweiten Signalanteils des zweiten Steuersignals (S2) anzusteuern, welcher einen Farb- Kompensations-Vektor umfasst. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet , dass das zweite Steuermittel (12) das zweite Steuersignal (S2) mit dem ersten Signalanteil, dem zweiten Signalanteil und einem dritten Signalanteil ausbildet, wobei der dritte Signalanteil zum Umschalten zwischen einem Schwarz-Weiß-Modus und einem Farbmodus der jeweiligen Kamera (21-23) geeignet ist. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass ein drittes Steuermittel (13) vorgesehen ist, welches dazu eingerichtet ist, die Kabine in verschiedene Beleuchtungszonen mit jeweils zumindest einer Beleuchtungseinrichtung (21-23) einzuteilen und abhängig davon das erste Steuermittel (11) und das zweite Steuermittel (12) in Abhängigkeit eines dritten Steuersignals (S3) anzusteuern. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet , dass das dritte Steuermittel (13) mit einer Nachschlagtabelle (14) zur Bereitstellung des dritten Steuersignals (S3) gekoppelt ist, welche Zuordnungen des ersten Steuersignals (Sl) zu dem zweiten Steuersignal (S2) und zu der jeweiligen Beleuchtungseinrichtung (31- 33) oder zu der jeweiligen Beleuchtungszone speichert. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet , dass das erste Steuermittel (11) und das zweite Steuermittel (12) ein jeweiliges erstes Steuersignal (Sl) und ein jeweiliges zweites Steuersignal (S2) in Abhängigkeit des dritten Steuersignals (S3) für die entsprechende Beleuchtungszone bereitstellen. 12. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass die jeweilige Beleuchtungseinrichtung (31-33) eine Mehrzahl jeweils farbspezifischer Leuchtdioden aufweist und die jeweilige Kamera (21-23) eine Mehrzahl jeweiliger farbspezifischer Sensoren aufweist. 13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet , dass das erste Steuermittel (11) und das zweite Steuermittel (12) das erste Steuersignal (Sl) und das zweite Steuersignal (S2) derart ausbilden, dass das Einschalten einer jeweiligen farbspezifischen Leuchtdiode ein Einschalten des entsprechenden farbspezifischen Sensors triggert. 14. Kabinen-Managementsystem (40) für ein Luft- oder Raumfahrzeug, mit: einer Steuervorrichtung (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche, welche mit einer Mehrzahl von Kameras (21-23) mittels eines ersten Busses (50) und mit einer Mehrzahl von Beleuchtungseinrichtungen (31-33) mittels eines zweiten Busses (60) koppelbar ist. 15. Verfahren zum Steuern zumindest einer Kamera (21-23) für eine Kabine eines Luft- oder Raumfahrzeuges mit den Schritten: Bereitstellen eines ersten Steuersignals (Sl) in Abhängigkeit von zumindest einem zweiten Steuersignal (S2) zum Ansteuern zumindest einer Beleuchtungseinrichtung (31-33) der Kabine; und Ansteuern der zumindest einen Kamera (21-23) mittels des bereitgestellten zumindest einen ersten Steuersignals (Sl) . |
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine
Steuervorrichtung für eine Kabine eines Luft- oder
Raumfahrzeuges, auf ein Kabinenmanagementsystem und auf ein Verfahren zum Steuern einer Kabine eines Luft- oder
Raumfahrzeuges.
Obwohl auf beliebige Luft- oder Raumfahrzeuge anwendbar, werden die vorliegende Erfindung sowie die ihr
zugrundeliegende Problematik in Bezug auf Passagierflugzeuge näher erläutert.
In einer herkömmlichen Flugzeugkabine existieren eine
Mehrzahl von Kameras und Beleuchtungseinrichtungen, wie Leuchtdioden oder Leuchtstoffröhren. Die Kameras sind
beispielsweise einem Kabinenüberwachungssystem (Cabin Video
Monitoring System; CVMS) oder einem Cockpittür-Kontrollsystem (Cockpit Door Surveillance System; CDSS) zugeordnet, welche die Funktion erfüllen, die Kabine und den Bereich der
Cockpittüre mittels der Kameras zu überwachen. Der durch die Kameras aufgenommene Video-Datenstrom wird den Flugbegleitern auf einem Flugbegleiterendgerät (Flight Attendance Panel; FAP) bereitgestellt. Des Weiteren kann der aufgenommene Videodatenstrom auch auf einem Cockpit-Display dargestellt werden . Die Anmelderin hat festgestellt, dass Störungen, wie Interferenzen oder Alias-Effekte, bei dem aufgenommenen
Videostrom vorkommen. Die durch die Kameras abgetasteten Video-Datenströme
beinhalten diese Störungen aufgrund der Pulsweitenmodulation der Beleuchtungseinrichtungen der Flugzeugkabine.
In der A 350 wurde die Steuerung des CDSS und des CVMS erstmals in das Kabinen-Managementsystem, das so genannten Cabin Intercommunication Data System (CIDS) , integriert. Des Weiteren hostet das CIDS auch die Steuerung der Beleuchtung der Flugzeugkabine. In der A 380 sind die Steuerung der CVMS/CDSS und der
Kabinenbeleuchtung getrennte Systeme, so dass eine durch eine Ansteuerung der Beleuchtungseinrichtung verursachte Störung, wie beispielsweise Interferenz oder Alias-Effekte, bei einer Aufnahme der jeweiligen Kamera nicht vermieden werden können.
Demnach ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die vorgenannten Nachteile zu beseitigen oder zumindest zu verringern . Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 und durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Patentanspruchs 15 gelöst.
Demgemäß wird eine Steuervorrichtung für eine Kabine eines Luft- oder Raumfahrzeuges vorgeschlagen, welche ein erstes Steuermittel zum Ansteuern zumindest einer Kamera mittels zumindest eines ersten Steuersignals aufweist, das dazu eingerichtet ist, das erste Steuersignal in Abhängigkeit von zumindest einem zweiten Steuersignal zum Ansteuern zumindest einer Beleuchtungseinrichtung der Kabine bereitzustellen. Weiter wird ein Kabinen-Managementsystem für ein Luft- oder Raumfahrzeug vorgeschlagen, das eine wie oben erläuterte Steuervorrichtung hat, welche mit einer Mehrzahl von Kameras mittels eines ersten Busses und mit einer Mehrzahl von
Beleuchtungseinrichtungen mittels eines zweiten Busses koppelbar ist.
Weiterhin wird ein Luft- oder Raumfahrzeug vorgeschlagen, das ein wie oben erläutertes Kabinen-Managementsystem hat.
Des Weiteren wird ein Verfahren zum Steuern zumindest einer Kamera für eine Kabine eines Luft- oder Raumfahrzeuges vorgeschlagen, das folgende Schritte hat:
Bereitstellen eines ersten Steuersignals in Abhängigkeit von zumindest einem zweiten Steuersignal zum Ansteuern zumindest einer Beleuchtungseinrichtung der Kabine, und
Ansteuern der zumindest einen Kamera mittels des
bereitgestellten zumindest einen ersten Steuersignals. Ferner wird ein Computerprogrammprodukt vorgeschlagen, welches auf einer programmgesteuerten Einrichtung die
Durchführung eines wie oben beschriebenen Verfahrens zum Steuern zumindest einer Kamera für eine Kabine eines Luftoder Raumfahrzeuges veranlasst.
Ein Vorteil der vorliegenden Erfindung liegt darin, dass das erste Steuersignal zum Steuern der Kameras in Abhängigkeit des zweiten Steuersignals zum Ansteuern der
Beleuchtungseinrichtung generiert wird. Durch diese
Abhängigkeit können durch die Ansteuerung der
Beleuchtungseinrichtung potenziell verursachbare Störungen bei der Aufnahme oder Abtastungen durch die Kamera oder die Kameras vermieden werden. In den Unteransprüchen finden sich vorteilhafte
Ausgestaltungen und Verbesserungen der Erfindung. Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung stellt das erste
Steuermittel das erste Steuersignal in Abhängigkeit des zweiten Steuersignals derart bereitstellt, dass eine durch die Ansteuerung der Beleuchtungseinrichtung potenziell verursachbare Störung bei einer Aufnahme der Kamera vermieden wird.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung ist ein zweites Steuermittel zum Ansteuern der zumindest einen
Beleuchtungseinrichtung der Kabine vorgesehen ist.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung sind das erste Steuermittel und das zweite Steuermittel dazu eingerichtet, das erste Steuersignal zur Einstellung der Abtastrate der zumindest einen Kamera und das zweite Steuersignal zur
Einstellung einer Pulsweitenmodulation der zumindest einen Beleuchtungseinrichtung derart bereitzustellen, dass die Abtastrate der zumindest einen Kamera und die
Pulsweitenmodulation der zumindest einen
Beleuchtungseinrichtung synchronisiert sind.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung stellen das erste Steuermittel und das zweite Steuermittel das erste Steuersignal und das zweite Steuersignal derart bereit, dass die Abtastrate als ein Nicht-Vielfaches der Frequenz der Pulsweitenmodulation ausgebildet ist.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung bildet das zweite Steuermittel das zweite Steuersignal mit einem ersten Signalanteil und einem zweiten Signalanteil aus. Der erste Signalanteil ist dazu geeignet, eine Frequenz der
Pulsweitenmodulation zur Einstellung einer Lichtmenge des durch die zumindest eine Beleuchtungseinrichtung
abgestrahlten Lichtes einzustellen. Weiterhin ist der zweite Signalanteil dazu geeignet, einen Farbvektor zur Einstellung einer Farbe des durch die zumindest eine Beleuchtungseinrichtung abgestrahlten Lichtes für die
zumindest eine Beleuchtungseinrichtung einzustellen.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung hat die jeweilige Kamera zumindest ein Filtermittel zur Kompensation einer nicht-linearen Farbcharakteristik der Kamera.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung ist das zweite Steuermittel dazu eingerichtet, das jeweilige Filtermittel der jeweiligen Kamera mittels des zweiten Signalanteils des zweiten Steuersignals anzusteuern. Dieser zweite Signalanteil umfasst einen Farb-Kompensations-Vektor .
Das Licht der Beleuchtungseinrichtungen, insbesondere das Licht von LEDs, kann auch für farbige Lichteffekte, so genannte weiche Lichteffekte, genutzt werden. Die farbig beleuchtete Kabine hat, wie oben ausgeführt, auch Effekte auf die Aufnahmequalität der Kameras oder Videokameras aufgrund der nichtlinearen Farbcharakteristik der Kameras. Durch die Verwendung oben erwähnter Filter, insbesondere elektronischer Filter, kann eine solche nichtlineare Farbcharakteristik vorteilhafterweise kompensiert werden. Diese Farbkompensation wird insbesondere durch ein Referenzsignal, dem dritten
Steuersignal, automatisch durchgeführt. Dieses dritte
Steuersignal ist damit vorteilhafterweise dazu geeignet, die Generierung des ersten und zweiten Steuersignals zu steuern.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung bildet das zweite Steuermittel das zweite Steuersignal mit dem ersten Signalanteil, dem zweiten Signalanteil und einem dritten
Signalanteil aus. Der dritte Signalanteil ist zum Umschalten zwischen einem Schwarz-Weiß-Modus und einem Farbmodus der jeweiligen Kamera geeignet. Vorteilhafterweise kann in dunklen Umgebungen automatisch in den Schwarz-Weiß-Modus der Kameras geschaltet werden. Wird die dunkle Umgebung aufgrund einer Beleuchtung der Beleuchtungseinrichtung wieder heller, kann mittels des dritten Signalanteils auch automatisch in den Farbmodus zurückgeschaltet werden. Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung ist ein drittes Mittel vorgesehen, welches dazu eingerichtet ist, die Kabine in verschiedene Beleuchtungszonen mit jeweils
zumindest einer Beleuchtungseinrichtung einzuteilen und abhängig davon das erste Steuermittel und das zweite
Steuermittel mittels eines dritten Steuersignals anzusteuern.
Die verschiedenen Beleuchtungszonen sind beispielsweise unterteilt in Erste Klasse, Business-Klasse, Economic-Klasse, Türbereich und dergleichen. Dabei ist das dritte Mittel vorzugsweise als Cabin Assignment Module (CAM) ausgestaltet.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung ist das dritte Steuermittel mit einer Nachschlagtabelle zur Bereitstellung des dritten Steuersignals gekoppelt, welche Zuordnungen des ersten Steuersignals zu dem zweiten Steuersignal und zu der jeweiligen Beleuchtungseinrichtung oder zu der jeweiligen Beleuchtungszone speichert.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung stellen das erste Steuermittel und das zweite Steuermittel ein jeweiliges erstes Steuersignal und ein jeweiliges zweites Steuersignal in Abhängigkeit des dritten Steuersignals für die
entsprechende Beleuchtungszone bereit. Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung hat die jeweilige Beleuchtungseinrichtung eine Mehrzahl jeweils farbspezifischer Leuchtdioden.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung hat die jeweilige Kamera eine Mehrzahl jeweiliger farbspezifischer Sensoren aufweist. Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung bilden das erste Steuermittel und das zweite Steuermittel das erste Steuersignal und das zweite Steuersignal derart aus, dass das Einschalten einer jeweiligen farbspezifischen Leuchtdiode ein Einschalten des entsprechenden farbspezifischen Sensors triggert .
Beispielsweise kann dadurch die Belichtungszeit der Kameras individuell gesteuert werden, z.B. für auf Rot spezifische Sensoren kann eine längere Einschaltzeit eingestellt werden als für auf Blau spezifische Sensoren.
Das jeweilige Mittel, das erste bis dritte Steuermittel, kann hardwaretechnisch oder auch softwaretechnisch implementiert sein. Bei einer hardwaretechnischen Implementierung kann das jeweilige Mittel als Vorrichtung, zum Bespiel als Computer oder Mikroprozessor, Einrichtung oder auch als Teil eines Systems, zum Bespiel als Computer-System, ausgebildet sein. Bei einer softwaretechnischen Implementierung kann das jeweilige Mittel als Computerprogrammprodukt, als eine
Funktion, als eine Routine, als Teil eines Programmcodes oder als ausführbares Objekt ausgebildet sein.
Die Erfindung wird im Folgenden anhand von
Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die beiliegenden Figuren der Zeichnung näher erläutert.
Von den Figuren zeigen:
Fig. 1 ein schematisches Blockschaltbild eines ersten
Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen
Steuervorrichtung;
Fig. 2 ein schematisches Blockschaltbild eines zweiten
Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen
Steuervorrichtung; und Fig. 3 ein schematisches Ablaufdiagramm eines
Ausführungsbeispiels eines Verfahrens zum Steuern zumindest einer Kamera für eine Kabine eines Luftoder Raumfahrzeuges .
In den Figuren bezeichnen dieselben Bezugszeichen gleiche oder funktionsgleiche Komponenten, soweit nichts
Gegenteiliges angegeben ist.
In Fig. 1 ist ein schematisches Blockschaltbild eines ersten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen
Steuervorrichtung 10 dargestellt. Die Vorrichtung 10 hat ein erstes Steuermittel 11 zum
Ansteuern zumindest einer Kamera 21-23. Die Steuervorrichtung 10 ist mit den Kameras 21-23 mittels eines ersten Busses 50 gekoppelt. Das erste Steuersignal Sl wird von der
Steuervorrichtung 10, insbesondere dem ersten Steuermittel 11, über den Bus 50 an die Kameras 21-23 übertragen. Dabei ist das erste Steuermittel 11 dazu eingerichtet, das erste Steuersignal Sl in Abhängigkeit von zumindest einem zweiten Steuersignal S2 zum Ansteuern zumindest einer
Beleuchtungseinrichtung 31-33 der Kabine bereitzustellen oder zu generieren. Weiter wird das erste Steuersignal Sl derart generiert, dass eine durch die Ansteuerung der
Beleuchtungseinrichtung 31-33 oder Beieuchtungseinrichtungen potenziell verursachbare Störung bei einer Aufnahme durch die jeweilige Kamera 21-23 vermieden wird.
Fig. 2 zeigt ein schematisches Blockschaltbild eines zweiten Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Steuervorrichtung 10. Die erfindungsgemäße Steuervorrichtung 10 nach Fig. 2 weist ein erstes Steuermittel 11, ein zweites Steuermittel 12 und ein drittes Steuermittel 13 auf. Die Steuervorrichtung 10 ist beispielsweise als CIDS-Director ausgebildet. Das erste Steuermittel 11 ist beispielsweise als Video-Controller ausgebildet. Das zweite Steuermittel 12 ist beispielsweise eine Cabin Illumination Application. Weiter ist das dritte Steuermittel 13 vorzugsweise ein Cabin Assignment Module. Des Weiteren kann die erfindungsgemäße Steuervorrichtung 40 Teil des Kabinen-Managementsystems (CIDS) sein.
Das zweite Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 weist sämtliche Merkmale des ersten Ausführungsbeispiels nach Fig. 1 auf, welche hiermit zur Vermeidung von Wiederholungen nicht erneut erläutert werden.
Somit wird insbesondere die Funktion des ersten Steuermittels 11 nicht erneut ausgeführt. Das zweite Steuermittel 12 ist zum Ansteuern der
Beleuchtungseinrichtungen 31-33 in der Kabine geeignet. Dazu ist das zweite Steuermittel 12 mittels eines zweiten Busses 60 mit den Beleuchtungseinrichtungen 31-33 gekoppelt. Die jeweilige Beleuchtungseinrichtung 31-33 kann als eine LED, eine Anordnung einer Mehrzahl von LEDs oder als
Leuchtstoffröhre ausgebildet sein. Bei der Ausbildung als Anordnung einer Mehrzahl von LEDs können die LEDs auch als verschiedenfarbige LEDs ausgebildet sein. Vorzugsweise sind das erste Steuermittel 11 und das zweite
Steuermittel 12 dazu eingerichtet, das erste Steuersignal Sl zur Einstellung der Abtastrate der Kameras 21-23 und das zweite Steuersignal zur Einstellung der Pulsweitenmodulation der Beleuchtungseinrichtungen 31-33 derart bereitzustellen, dass die Abtastrate und die Pulsweitenmodulation
synchronisiert sind. Insbesondere ist die Abtastrate dabei ein Nicht-Vielfaches der Frequenz der Pulsweitenmodulation.
Des Weiteren bildet das zweite Steuermittel 12 das zweite Steuersignal S2 mit einem ersten Signalanteil und einem zweiten Signalanteil aus. Das erste Signalanteil ist dabei dazu geeignet, eine Frequenz der Pulsweitenmodulation zur Einstellung einer Lichtmenge, insbesondere der Helligkeit, des durch die Beieuchtungseinrichtungen 31-33 abgestrahlten Lichtes einzustellen. Dahingegen ist der zweite Signalanteil insbesondere dazu geeignet, einen Farbvektor zur Einstellung der Farbe des durch die Beleuchtungseinrichtungen 31-33 abgestrahlten Lichtes einzustellen.
Wie oben bereits ausgeführt, kann die jeweilige Kamera 21-23 ein Filtermittel, insbesondere ein elektronisches Filter, zur Kompensation einer nichtlinearen Farbcharakteristik
aufweisen. In einem solchen Fall ist das zweite Steuermittel
12 vorzugsweise dazu eingerichtet, das jeweilige Filtermittel mittels des zweiten Signalanteils des zweiten Steuersignals S2 anzusteuern. Dann umfasst der zweite Signalanteil
vorzugsweise einen Farb-Kompensationsvektor zur Kompensation oben erwähnter nicht-linearer Farbcharakteristik.
Des Weiteren kann das zweite Steuermittel 12 das zweite
Steuersignal S2 mit einem weiteren Signalanteil ausbilden. Der weitere Signalanteil ist insbesondere zum Umschalten zwischen einem Schwarz-Weiß-Modus und einem Farbmodus der jeweiligen Kamera 21-23 geeignet.
Wie oben bereits ausgeführt, ist das dritte Steuermittel 13, das Cabin Assignment Module, dazu eingerichtet, die Kabine in verschiedenen Beleuchtungszonen mit jeweils mehreren
Beieuchtungseinrichtungen 21-23 einzuteilen. Abhängig davon steuert das dritte Steuermittel 13 das erste Steuermittel 11 und das zweite Steuermittel 12 mittels eines dritten
Steuersignals S3 an. Des Weiteren ist das dritte Steuermittel
13 vorzugsweise mit einer Nachschlagtabelle 14 zur
Bereitstellung dieses dritten Steuersignals S3 gekoppelt. Weiter kann die Nachschlagtabelle 14 auch Teil des dritten Steuermittels 13 sein, wie in Fig. 2 gezeigt. Die
Nachschlagtabelle 14 speichert Zuordnungen des ersten
Steuersignals Sl zu dem zweiten Steuersignal S2 und zu der jeweiligen Beleuchtungseinrichtung 31-33 oder zur jeweiligen Beleuchtungszone. Es kann zu der jeweiligen
Beleuchtungseinrichtung 31-33 bzw. zu den jeweiligen
Beleuchtungszonen ein passendes Paar von ersten und zweiten Steuersignalen Sl und S2 bereitgestellt werden. In
Abhängigkeit dieses dritten Steuersignals S3 stellen das erste Steuermittel 11 und das zweite Steuermittel 12 ein jeweiliges erstes Steuersignal Sl und ein jeweiliges zweites Steuersignal S2 bereit und übertragen diese über die Busse 50 und 60.
Zusammenfassend werden die Steuersignal S2 und S3 für das erste Steuermittel 11 bereitgestellt, welches in Abhängigkeit derer das erste Steuersignal Sl generiert. Die Kabinen- Videoüberwachungsanwendung (Cabin Video Monitoring
Application) als erstes Steuermittel 11 der Steuervorrichtung 10 als CIDS-Director berechnet die Abtastrate den
Farbkompensationsvektor und das Schwarz-Weiß-Modus- Umschaltsignal für die Kameras 21-23. Die drei Letztgenannten bilden das erste Steuersignal Sl aus. Die Berechnung dieses ersten Steuersignals Sl kann für die jeweiligen Kameras in jeder Beleuchtungszone individuell berechnet werden. Die Zuordnungen, welche Kameras in welcher Beleuchtungs- oder Kabinenzone angeordnet sind, sind in dem dritten Steuermittel 13, dem Cabin Assignment Module, abgespeichert. Die Kabinen- Vxdeoüberwachungsapplikation sendet dieses erste Steuersignal Sl über den ersten Bus 50, insbesondere ein Kabinen- Videonetzwerk, an die Kameras 21-23. Die Kameras 21-23
empfangen das erste Steuersignal Sl und setzen in
Abhängigkeit davon ihre Abtastrate, den
Farbkompensationsfilter und den Schwarz-Weiß-Modus
entsprechend. Die Kameras 21-23 nehmen dann die
Videodatenrahmen mit der definierten Abtastrate auf, führen eine Datenverarbeitung mit dem definierten Filter durch und setzen dann den Schwarz-Weiß-Modus entsprechend. Letztendlich wird dieser Videodatenstrom zur Überwachung dem
Flugbegleiterendgerät 70 und einem potenziellen Cockpit- Display bereitgestellt. Weiter ist in Fig. 3 ein schematisches Ablaufdiagramm eines AusführungsbeiSpiels des erfindungsgemäßen Verfahrens zum Steuern zumindest einer Kamera 21-23 für eine Kabine eines Luft- oder Raumfahrzeuges dargestellt.
Nachfolgend wird das Verfahren gemäß Fig. 3 unter Bezugnahme auf Fig. 1 näher erläutert. Das Ausführungsbeispiel des Verfahrens gemäß Fig. 3 hat die Verfahrensschritte 301 und 302:
Verfahrensschritt 301: Ein erstes Steuersignal Sl für die zumindest eine Kamera 21- 23 wird in Abhängigkeit von zumindest einem zweiten
Steuersignal S2 bereitgestellt. Das zweite Steuersignal S2 ist zum Ansteuern zumindest einer Beleuchtungseinrichtung 31- 33 der Kabine geeignet.
Verfahrensschritt 302:
Die zumindest eine Kamera 21-23 wird mittels des
bereitgestellten zumindest einen ersten Steuersignals
angesteuert .
B e z u g s z e i c h e n l i s t e
10 Steuervorrichtung, insbesondere CIDS-Director
11 erstes Steuermittel, insbesondere Video-Controller 12 zweites Steuermittel, insbesondere Illumination
Application
13 drittes Steuermittel, insbesondere Cabin Assignment
Module
14 Nachschlagtabelle
21-23 Kamera
31-33 Beleuchtungseinrichtung
40 Kabinen-Managementsystem
50 Bus
60 Bus
70 Flugbegleiterendgerät, insbesondere Flight
Attendant Panel
51 erstes Steuersignal
52 zweites Steuersignal
53 drittes Steuersignal
301, 302 Verfahrensschritt
