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Title:
CONTROL DEVICE FOR CONTROLLING A FLUID FLOW, IN PARTICULAR STOPCOCK, FLUID-CONDUCTING SYSTEM, AND METHOD FOR CONTROLLING A FLUID STREAM
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/065332
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates, inter alia, to a fluid-conducting system comprising: a control device (1), in particular a stopcock; a first fluid-conducting element, in particular a first hose; and a second fluid-conducting element, in particular a second hose. The first fluid-conducting element is arranged, preferably in a vacuum-tight and/or fluid-tight manner, at the inlet region, and the second fluid-conducting element is arranged, preferably in a vacuum-tight and/or fluid-tight manner, at the outlet region. A fluid flow volume and/or a fluid flow quantity through the first fluid-conducting element and/or through the second fluid-conducting element is controlled by rotating the adjustment device about the main body centre axis inside the adjustment chamber.

Inventors:
LOSKE, Dirk (Friedrich Rodehorst Straße 13, Hemmingen, 30966, DE)
Application Number:
EP2017/074887
Publication Date:
April 12, 2018
Filing Date:
September 29, 2017
Export Citation:
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Assignee:
GRÜNING & LOSKE GMBH (Magdeburger Straße 1, Laatzen, 30880, DE)
International Classes:
F16K35/02; F16K5/04; F16K27/06; F16K35/04; F16L15/00; F16L37/107; F16L37/248
Foreign References:
GB867642A1961-05-10
EP1546592A12005-06-29
US4890817A1990-01-02
US6371444B12002-04-16
EP1138990A22001-10-04
EP0768099A11997-04-16
US4207923A1980-06-17
EP0784172A11997-07-16
US1333048A1920-03-09
US20100084595A12010-04-08
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
EISENFÜHR SPEISER PATENTANWÄLTE RECHTSANWÄLTE PARTGMBB (Johannes-Brahms-Platz 1, Hamburg, 20355, DE)
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Claims:
Ansprüche

Reguliervorrichtung (1 ) zum Regulieren eines Fluiddurchflusses, insbesondere Sperrhahn, umfassend

ein Gehäuse (10) aufweisend einen Eintrittsbereich (100), einen

Austrittsbereich (140) und eine Einstellkammer (120), wobei

o die Einstellkammer (120) eine radiale Umwandung (122) mit einem im

Wesentlichen kreisrunden Querschnitt im Wesentlichen orthogonal zu einer Einstellkammermittelachse aufweist,

o die Einstellkammer (120) eine Eintrittsöffnung (128), an der der

Eintrittsbereich (100) angeordnet ist, und eine Austrittsöffnung (130), an der der Austrittsbereich (140) angeordnet ist, aufweist, und

o die Eintrittsöffnung (128) und/oder die Austrittsöffnung (130) in der radialen Umwandung (122) der Einstellkammer (120) angeordnet ist bzw. sind,

eine Einsteilvorrichtung (20) mit einem Grundkörper (200) aufweisend einen im Wesentlichen kreisförmigen Querschnitt im Wesentlichen orthogonal zu einer Grundkörpermittelachse und eine radiale Außenumfangsfläche, wobei o eine Durchgangsöffnung (204) mit einem ersten Durchgangsende (205) und einem zweiten Durchgangsende durch den Grundkörper (200) hindurchführt, und

o die radiale Außenumfangsfläche eine Dichtung (202), insbesondere eine

2K-Dichtung, aufweist,

wobei die Einsteilvorrichtung (20) drehbar innerhalb der Einstellkammer (120) angeordnet ist, wobei die radiale Umwandung (122) und die radiale Außenumfangsfläche eine im Wesentlichen fluiddichte Passung ausbilden, wobei in einer Durchlassposition das erste Durchgangsende (205) an der Eintrittsöffnung (128) und das zweite Durchgangsende an der Austrittsöffnung (130) angeordnet sind, so dass ein Fluid vom Eintrittsbereich (100) zum Austrittsbereich (140) fließen kann, und wobei in einer Schließposition das erste Durchgangsende (205) und/oder das zweite Durchgangsende im Bereich der radialen Umwandung (122) anordenbar ist bzw. sind.

Reguliervorrichtung (1 ) gemäß dem vorhergehenden Anspruch, wobei das Gehäuse (10) und/oder die Einsteilvorrichtung (20) aus einem Kunststoff besteht bzw. bestehen oder einen Kunststoff umfasst bzw. umfassen. Reguliervorrichtung (1 ) gemäß mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Kunststoff ein temperaturbeständiger Kunststoff ist, vorzugsweise ein temperaturbeständiger Kunststoff bis 120 °C, ferner vorzugsweise bis 150 °C und insbesondere bevorzugt bis 180 °C.

Reguliervorrichtung (1 ) gemäß mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die radiale Umwandung (122) und die Außenumfangsfläche eine im Wesentlichen zylinderförmige Geometrie ausbilden, oder die radiale Umwandung (122) und die Außenumfangsfläche eine im Wesentlichen kugelförmige Geometrie ausbilden.

Reguliervorrichtung (1 ) gemäß mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Eintrittsbereich (100) und/oder die Eintrittsöffnung (128) und/oder die Austrittsöffnung (130) und/oder der Austrittsbereich (140) eine Mittelachse aufweisen und koaxial angeordnet sind.

Reguliervorrichtung (1 ) gemäß mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Durchgangsöffnung koaxial zum Eintrittsbereich (100) und/oder zur Eintrittsöffnung (128) und/oder zur Austrittsöffnung (130) und/oder zum Austrittsbereich (140) anordenbar ist.

Reguliervorrichtung (1 ) gemäß mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Reguliervorrichtung (1 ) vakuumfest und/oder druckfest ausgebildet ist.

Reguliervorrichtung (1 ) gemäß mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, umfassend ein Eintrittskupplungselement (30), wobei das Eintrittskupplungselement (30) mit einem Eintrittsbereichsende (302) an dem Eintrittsbereich (100) anordenbar ist, und/oder ein Austrittskupplungselement (40), wobei das Austrittskupplungselement (40) mit einem Austrittsbereichssende an dem Austrittsbereich (140) anordenbar ist, und wobei vorzugsweise ein elastisches und/oder starres Rohrelement an einem dem Eintrittsbereichsende gegenüberliegenden Eintrittsanschlussende (300) des Eintrittskupplungselements (30) und/oder an einem dem Austrittsbereichsende gegenüberliegenden Austrittsanschlussende des Austrittskupplungselements (40) anordenbar ist.

9. Reguliervorrichtung (1 ) gemäß mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Eintrittskupplungselement (30) vakuumfest und/oder druckfest an dem Eintrittsbereich (100) anordenbar ist, und/oder das Austrittskupplungselement (40) vakuumfest und/oder druckfest an dem Austrittsbereich (140) anordenbar ist.

10. Reguliervorrichtung (1 ) gemäß mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Eintrittskupplungselement (30) an dem Eintrittsbereich (100) mittels eines Bajonettverschlusses befestigt ist, und/oder das Austrittskupplungselement (40) an dem Austrittsbereich (140) mittels eines Bajonettverschlusses befestigt ist.

1 1. Reguliervorrichtung (1 ) gemäß mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Eintrittskupplungselement (30) an dem Eintrittsbereich (100) mittels einer Schraubverbindung befestigt ist, und/oder das Austrittskupplungselement (40) an dem Austrittsbereich (140) mittels einer Schraubverbindung befestigt ist.

12. Reguliervorrichtung (1 ) gemäß mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Einsteilvorrichtung (20) mindestens zwei vordefinierbare Einraststellungen aufweist, wobei eine Einraststellung eine Drehposition der Einsteilvorrichtung (20) relativ zur Einstellkammer (120) vorgibt und die Einsteilvorrichtung (20) in dieser Drehposition lösbar fixiert ist.

Reguliervorrichtung (1 ) gemäß mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Einsteilvorrichtung (20) mindestens fünf Einraststellungen umfasst, wobei

sich in einer ersten Einraststellung die Einsteilvorrichtung (20) in einer Schließposition befindet, und/oder

in einer zweiten Einraststellung eine Durchflussquerschnittsfläche zwischen dem Eintrittsbereich (100) und dem Austrittsbereich (140) weniger als 25% der

Querschnittsfläche der Durchgangsöffnung (204) beträgt, und/oder in einer dritten Einraststellung die Durchflussquerschnittsfläche zwischen dem

Eintrittsbereich (100) und dem Austrittsbereich (140) weniger als 50% der

Querschnittsfläche der Durchgangsöffnung (204) beträgt, und/oder in einer vierten Einraststellung die Durchflussquerschnittsfläche zwischen dem

Eintrittsbereich (100) und dem Austrittsbereich (140) weniger als 75% der

Querschnittsfläche der Durchgangsöffnung (204) beträgt, und/oder in einer fünften Einraststellung die Durchflussquerschnittsfläche zwischen dem Eintrittsbereich (100) und dem Austrittsbereich (140) 100% oder weniger als 100% der Querschnittsfläche der Durchgangsöffnung (204) beträgt.

Fluidleitungssystem, umfassend

eine Reguliervorrichtung (1 ), insbesondere einen Sperrhahn, gemäß mindestens einem der Ansprüche 1-13,

ein erstes Fluidleitungselement, insbesondere einen ersten Schlauch, und ein zweites Fluidleitungselement, insbesondere einen zweiten Schlauch, wobei das erste Fluidleitungselement an dem Eintrittsbereich (100), vorzugsweise vakuumdicht und/oder fluiddicht, angeordnet ist, und

das zweite Fluidleitungselement an dem Austrittsbereich (140), vorzugsweise vakuumdicht und/oder fluiddicht, angeordnet ist,

wobei durch eine Drehung der Einsteilvorrichtung (20) um die Grundkörpermittelachse innerhalb der Einstellkammer (120) ein Fluiddurchflussvolumen und/oder eine Fluiddurchflussmenge durch das erste Fluidleitungselement und/oder durch das zweite Fluidleitungselement reguliert wird.

15. Verfahren zum Regulieren eines Fluidflusses, umfassend

Bereitstellen einer Reguliervorrichtung (1 ), insbesondere eines Sperrhahns, gemäß mindestens einem der Ansprüche 1-13,

Anschließen einer Fluidzuführung an den Eintrittsbereich (100),

Anschließen einer Fluidabführung an den Austrittsbereich (140),

- Zuführen eines Fluids zu dem Eintrittsbereich (100),

Regulieren eines Fluiddurchflussvolumens und/oder einer Fluiddurchflussmenge vom Eintrittsbereich (100) zum Austrittsbereich (140) mittels Drehen der Einsteilvorrichtung (20) um die Grundkörpermittelachse.

Description:
Reguliervorrichtung zum Regulieren eines Fluiddurchflusses, insbesondere Sperrhahn, Fluidleitungssystem und Verfahren zum Regulieren eines Fluidstroms

Die Erfindung betrifft eine Reguliervorrichtung zum Regulieren eines Fluiddurchflusses, insbesondere Sperrhahn, ein Fluidleitungssystem umfassend eine Reguliervorrichtung, sowie ein Verfahren zum Regulieren eines Fluidstroms.

Reguliervorrichtungen werden insbesondere zur Regulierung eines Fluiddurchflusses durch ein Fluidleitungssystem, beispielsweise eine Schlauchanordnung, verwendet, wobei vorzugsweise eine Fluiddurchflussmenge und/oder ein Fluiddurchflussvolumen reguliert wird. Dabei ist es in der Regel erforderlich, dass die Reguliervorrichtung trotz der regulierenden Eigenschaften fluiddicht gestaltet ist, sodass im Wesentlichen kein Fluid, insbesondere unbeabsichtigt, im Bereich bzw. im Umfeld der Reguliervorrichtung aus dem Fluidleitungssystem entweichen kann und sich der Fluiddurchfluss somit im Wesentlichen innerhalb des Fluidleitungssystem befindet. Darüber hinaus ist es häufig eine Anforderung, dass die Reguliervorrichtung steuerbar ist. Die Steuerung einer Reguliervorrichtung kann vorzugsweise entweder manuell durch einen Bediener oder halbautomatisch bis automatisch beispielsweise durch eine elektrische und/oder elektronische Steuerung erfolgen.

Einfache Reguliervorrichtungen können beispielsweise eine binäre Steuerungslogik aufweisen, wobei diese eine Schließposition und eine Durchflussposition aufweist. In der Schließposition weist die Reguliervorrichtung im Wesentlichen keinen Durchfluss von einem Eingang zu einem Ausgang auf. In der Durchflussposition wiederum weist die Reguliervorrichtung einen Durchfluss von einem Eingang zu einem Ausgang auf. Darüber hinaus können Reguliervorrichtungen mehr als diese zwei Regulierzustände aufweisen. Beispielsweise kann eine Reguliervorrichtung zwischen der Schließposition und der Durchflussposition weitere Positionen aufweisen, in denen die Durchflussmenge und/oder das Durchflussvolumen gezielt eingestellt werden kann bzw. können. Ferner kann eine kontinuierliche Einstellung der Durchflussmenge und/oder des Durchflussvolumens ermöglicht werden. Neben der Dichtigkeit und der Möglichkeit zum Steuern der Reguliervorrichtung ist es oftmals ferner eine Anforderung an Reguliervorrichtungen, dass diese für spezielle Einsatzbereiche anwendbar sind. Beispielsweise stellt das zu fördernde Fluid hinsichtlich physikalischer Eigenschaften Anforderungen an die Ausgestaltung der Reguliervorrichtung bzw. an das Material der Reguliervorrichtung. Die existierenden Reguliervorrichtungen sowie Verfahren zum Betrieb solcher Reguliervorrichtungen bieten verschiedene Vorteile, jedoch sind weitere Verbesserungen wünschenswert.

Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Lösung bereitzustellen, welche einen oder mehrere Nachteile bestehender Reguliervorrichtungen vermindert oder beseitigt. Insbesondere ist es eine Aufgabe der Erfindung, eine Lösung bereitzustellen, die eine verbesserte Regulierung einer Fluidförderung ermöglicht. Es ist darüber hinaus eine Aufgabe der Erfindung, eine Lösung bereitzustellen, die eine kostengünstigere Regulierung eines Fluiddurchflusses ermöglicht.

Gemäß einem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird die eingangs genannte Aufgabe gelöst durch eine Reguliervorrichtung zum Regulieren eines Fluiddurchflusses, insbesondere Sperrhahn, umfassend ein Gehäuse aufweisend einen Eintrittsbereich, einen Austrittsbereich und eine Einstellkammer, wobei die Einstellkammer eine radiale Umwandung mit einem im Wesentlichen kreisrunden Querschnitt im Wesentlichen orthogonal zu einer Einstellkammermittelachse aufweist, die Einstellkammer eine Eintrittsöffnung, an der der Eintrittsbereich angeordnet ist, und eine Austrittsöffnung, an der der Austrittsbereich angeordnet ist, aufweist, und die Eintrittsöffnung und/oder die Austrittsöffnung in der radialen Umwandung der Einstellkammer angeordnet ist bzw. sind, eine Einsteilvorrichtung mit einem Grundkörper aufweisend einen im Wesentlichen kreisförmigen Querschnitt im Wesentlichen orthogonal zu einer Grundkörpermittelachse und einer radialen Außenumfangsfläche, wobei eine Durchgangsöffnung mit einem ersten Durchgangsende und einem zweiten Durchgangsende durch den Grundkörper hindurchführt, und die radiale Außenumfangsfläche eine Dichtung, insbesondere eine 2K- Dichtung (bevorzugte Materialien für die 2K-Dichtung: Nitrile Butadiene Rubber / Nitrilkautschuk (NBR), Ethylen-Prophylen-Dien-Kautschuk (EPDM) und/oder Thermoplast - Elastomer (TPE)), aufweist, wobei die Einsteilvorrichtung drehbar innerhalb der Einstellkammer angeordnet ist, wobei die radiale Umwandung und die radiale Außenumfangsfläche eine im Wesentlichen fluiddichte Passung ausbilden, wobei in einer Durchlassposition das erste Durchgangsende an der Eintrittsöffnung und das zweite Durchgangsende an der Austrittsöffnung angeordnet sind, so dass ein Fluid vom Eintrittsbereich zum Austrittsbereich fließen kann, und wobei in einer Schließposition das erste Durchgangsende und/oder das zweite Durchgangsende im Bereich der radialen Umwandung anordenbar ist bzw. sind.

Die Reguliervorrichtung umfasst zumindest das Gehäuse und die Einsteilvorrichtung. Der Grundkörper der Einsteilvorrichtung ist vorzugsweise koaxial innerhalb der Einstellkammer des Gehäuses angeordnet. Die Anordnung der Einsteilvorrichtung und insbesondere des Grundkörpers der Einsteilvorrichtung innerhalb der Einstellkammer sowie die Anordnung der Durchgangsöffnung innerhalb des Grundkörpers der Einsteilvorrichtung ermöglicht die Einstellung der Einsteilvorrichtung in eine Durchlassposition sowie in eine Schließposition. In der Durchlassposition ist die Durchgangsöffnung derart relativ zur Eintrittsöffnung und zur Austrittsöffnung angeordnet, dass diese vorzugsweise eine gemeinsame Durchtrittsachse aufweisen.

Alternativ vorzugsweise weisen die Durchgangsöffnung, die Eintrittsöffnung und die Austrittsöffnung einen gemeinsamen Durchgang auf, wobei dieser gemeinsame Durchgang nicht zwingendermaßen auf einer Durchtrittsachse zu liegen hat. Der im Vorherigen genannte Durchgang kann beispielsweise auch Kurven und/oder andere Richtungsänderungen umfassen. Insbesondere ist die Einsteilvorrichtung in einer Schließposition innerhalb der Einstellkammer anordenbar, in der die die Dichtung aufweisende radiale Außenumfangsfläche des Grundkörpers der Einsteilvorrichtung derart an der Eintrittsöffnung und/oder der Austrittsöffnung angeordnet ist, dass die Eintrittsöffnung und/oder die Austrittsöffnung vollständig an dieser radialen Außenumfangsfläche angeordnet ist bzw. sind und somit in der Schließposition von der radialen Außenumfangsfläche verdeckt sind. In der Schließposition kann im Wesentlichen kein Fluid von der Eintrittsöffnung durch die Durchgangsöffnung zur Austrittsöffnung gelangen. Die Eintrittsöffnung und die Austrittsöffnung können an der Einstellkammer derart angeordnet sein, dass diese koaxial ausgerichtete Durchtrittsrichtungen aufweisen. Alternativ vorzugsweise weisen die Eintrittsöffnung und die Austrittsöffnung Durchtrittsrichtungen auf, die nicht koaxial und ferner vorzugsweise nicht parallel ausgerichtet sind. Insbesondere ist es bevorzugt, dass die Eintrittsöffnung und die Austrittsöffnung Durchtrittsrichtungen aufweisen, die orthogonal zueinander ausgerichtet sind. Ferner ist es bevorzugt, dass die Durchtrittsrichtung der Eintrittsöffnung oder der Austrittsöffnung parallel, insbesondere koaxial, zur Grundkörpermittelachse angeordnet ist. Die Eintrittsöffnung und/oder die Austrittsöffnung und/oder die Durchgangsöffnung kann bzw. können jeweils einen Querschnitt orthogonal zu ihrer Durchtrittsrichtung aufweisen, der vorzugsweise rund und/oder eckig, insbesondere drei oder mehreckig, schlitzförmig und/oder geometrisch Undefiniert gestaltet ist. Vorzugsweise weisen die Eintrittsöffnung und/oder die Austrittsöffnung und/oder die Durchgangsöffnung jeweils einen Querschnitt auf, der in Bezug auf Form und/oder Abmessungen gleich ist.

Die Durchgangsöffnung weist insbesondere orthogonal zur Durchtrittsrichtung einen Durchmesser auf, der geringer ist als der Durchmesser orthogonal zur Mittelachse des Grundkörpers der Einsteilvorrichtung. Vorzugsweise ist der Durchmesser der Durchgangsöffnung weniger als 10%, oder mehr als 10%, oder mehr als 20%, oder mehr als 30%, oder mehr als 40%, oder mehr als 50%, oder mehr als 60%, oder mehr als 70%, oder mehr als 80%, oder mehr als 90% kleiner als der Durchmesser des Grundkörpers.

Das Gehäuse ist vorzugsweise einstückig ausgebildet und beispielsweise mittels eines Spritzgießverfahrens und/oder eines generativen und/oder spanenden und/oder urformenden Fertigungsverfahrens herstellbar. Ferner vorzugsweise ist das Gehäuse mehrstückig ausgebildet, so dass beispielsweise der Eintrittsbereich und/oder der Austrittsbereich mittels eines Fügeverfahrens an dem Gehäuse angeordnet ist bzw. sind. Ferner vorzugsweise kann das Gehäuse seinerseits mehrstückig ausgebildet sein. Dies gilt, mutatis mutandis, auch für die Einsteilvorrichtung, wobei hier alternativ oder zusätzlich auch Zweikomponentenspritzgießverfahren besonders bevorzugt ist, um insbesondere den Grundkörper und die an diesem angeordnete Dichtung in einem Verfahren herzustellen.

In einer bevorzugten Ausführungsvariante der Reguliervorrichtung ist vorgesehen, dass das Gehäuse und/oder die Einsteilvorrichtung aus einem Kunststoff besteht bzw. bestehen, oder einen Kunststoff umfasst bzw. umfassen. Insbesondere ist es bevorzugt, dass der Kunststoff ein temperaturbeständiger Kunststoff ist, vorzugsweise ein temperaturbeständiger Kunststoff bis 120°C, ferner vorzugsweise bis 150°C und insbesondere bevorzugt bis 180°C. Als Temperaturbeständigkeit wird vorliegend insbesondere die Eigenschaft eines Materials bezeichnet, im Wesentlichen konstante Materialeigenschaften, insbesondere in Bezug auf die Festigkeit und/oder die Härte, bis zu definierten Temperaturen aufzuweisen. Erreicht die Temperatur eines Materials eine Grenztemperatur, bis zu der das Material temperaturbeständig ist, ändern sich in der Regel die temperaturabhängigen Eigenschaften vornehmlich derart, dass das Material nicht mehr oder lediglich in verminderter Weise den spezifizierten Anforderungen genügt. Bevorzugt werden in diesem Zusammenhang die Kunststoffe Polyoxymethylen (POM), Polyacetal, Polyamid (PA), Polyethylen (PE), Polyphthalamid (PPA) und/oder Polyurethan (PU) eingesetzt.

Eine weitere bevorzugte Fortbildung der Reguliervorrichtung zeichnet sich dadurch aus, dass die radiale Umwandung und die Außenumfangsfläche eine im Wesentlichen zylinderförmige Geometrie ausbilden, oder die radiale Umwandung und die Außenumfangsfläche eine im Wesentlichen kugelförmige Geometrie ausbilden. Da zumindest abschnittsweise die Außenumfangsfläche und die radiale Umwandung die gleiche Geometrie aufzuweisen haben, ist es in dieser Fortbildung der Reguliervorrichtung insbesondere bevorzugt, dass diese Geometrien zylinderförmig sind. Eine zylinderförmige Geometrie der radialen Umwandung und der Außenumfangsfläche haben insbesondere den Vorteil, dass die Einsteilvorrichtung innerhalb der Einstellkammer einfach angeordnet werden kann und somit ein einfacher Aufbau der Reguliervorrichtung resultiert. Vorzugsweise ist der Innendurchmesser der Einstellkammer geringfügig größer als der Außendurchmesser des Grundkörpers der Einsteilvorrichtung. Insbesondere ist der Innendurchmesser der Einstellkammer und der Außendurchmesser des Grundkörpers derart ausgebildet, dass mit der erfindungsgemäß angeordneten Dichtung eine fluiddichte Passung ausgebildet wird.

Eine kugelförmige Geometrie der Außenumfangsfläche und der radialen Umwandung ermöglichen insbesondere in Bezug auf die Vakuumfestigkeit besondere Vorteile. Darüber hinaus resultiert ein kugelförmiger Grundkörper der Einsteilvorrichtung in einer Vielzahl möglicher Verstellrichtungen. Vorzugsweise ist das Gehäuse bei der Anordnung eines kugelförmigen Grundkörpers zweigeteilt. Ferner ist vorzugsweise vorgesehen, dass der Eintrittsbereich und/oder die Eintrittsöffnung und/oder die Austrittsöffnung und/oder der Austrittsbereich eine Mittelachse aufweisen und koaxial angeordnet sind. Dies heißt insbesondere, dass der Eintrittsbereich und/oder die Eintrittsöffnung und/oder die Austrittsöffnung und/oder der Austrittsbereich jeweils eine Mittelachse aufweisen, wobei diese Mittelachsen koaxial angeordnet sind. Es ist ferner bevorzugt, dass die Durchgangsöffnung koaxial zum Eintrittsbereich und/oder zur Eintrittsöffnung und/oder zur Austrittsöffnung und/oder zum Austrittsbereich anordenbar ist. Insbesondere ist es bevorzugt, dass die Durchgangsöffnung einen Querschnitt orthogonal zur Durchtrittsrichtung aufweist, wobei dieser Querschnitt in Form und/oder Größe gleich dem Querschnitt orthogonal zur Durchtrittsrichtung der Eintrittsöffnung und/oder der Austrittsöffnung ausgebildet ist.

Eine weitere besonders bevorzugte Ausführungsvariante der Reguliervorrichtung sieht vor, dass die Reguliervorrichtung vakuumfest und/oder druckfest ausgebildet ist. Durch eine entsprechend passgenaue Ausbildung der Einsteilvorrichtung und beispielsweise einer entsprechend angeordneten Dichtung an der radialen Außenumfangsfläche des Grundkörpers der Einsteilvorrichtung sowie einer entsprechenden Anordnung der Einsteilvorrichtung innerhalb der Einstellkammer, kann eine vakuumfeste und/oder druckfeste Ausbildung der Reguliervorrichtung gewährleistet werden. Um die Funktionalität der Reguliervorrichtung zu gewährleisten, weist eine an der radialen Außenumfangsfläche angeordnete Dichtung insbesondere im Bereich der Eintritte in die Durchgangsöffnung Aussparungen auf. Zusätzlich oder alternativ vorzugsweise ist eine Dichtung an der radialen Umwandung der Einstellkammer angeordnet, so dass ein Großteil der Wandung des die Einstellkammer ausbildenden Hohlraumes eine Dichtung aufweist. Um die Funktionalität der Reguliervorrichtung zu gewährleisten, verschließt die Dichtung im Wesentlichen nicht die Austrittsöffnung und die Eintrittsöffnung.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsvariante der Reguliervorrichtung ist vorgesehen, dass diese ein Eintrittskupplungselement umfasst, wobei das Eintrittskupplungselement mit einem Eintrittsbereichsende an dem Eintrittsbereich anordenbar ist, und/oder ein Austrittskupplungselement, wobei das Austrittskupplungselement mit einem Austrittsbereichsende an dem Austrittsbereich anordenbar ist, und wobei vorzugsweise ein elastisches und/oder starres Rohrelement an einem dem Eintrittsbereichsende gegenüberliegenden Eintrittsanschlussende des Eintrittskupplungselements und/oder an einem dem Austrittsbereichsende gegenüberliegenden Austrittsanschlussende des Austrittskupplungselements anordenbar ist. Durch derartige Eintrittskupplungselemente bzw. Austrittskupplungselemente kann eine einfache Verbindung der Reguliervorrichtung zu einer Fluidfördereinrichtung und/oder -elementen bereitgestellt werden. Ferner ist vorzugsweise vorgesehen, dass das Eintrittskupplungselement vakuumfest und/oder druckfest an dem Eintrittsbereich anordenbar ist, und/oder das Austrittskupplungselement vakuumfest und/oder druckfest an dem Austrittsbereich anordenbar ist. Insbesondere kann durch derartige Eintrittskupplungselemente und/oder Austrittskupplungselement eine vakuumdichte und/oder druckfeste und/oder fluiddichte Kopplung eines Fluidförderelements und/oder einer Fluidfördereinrichtung mit der Reguliervorrichtung gewährleistet werden.

Eine weitere besonders bevorzugte Ausführungsvariante der Reguliervorrichtung sieht vor, dass das Eintrittskupplungselement an dem Eintrittsbereich mittels eines Bajonettverschlusses befestigt ist, und/oder das Austrittskupplungselement an dem Austrittsbereich mittels eines Bajonettverschlusses befestigt ist. Ein Bajonettverschluss ist eine schnell herstellbare und in der Regel auch schnell lösbare mechanische Verbindung zweier im Wesentlichen zylindrischer Elemente. Die Elemente werden insbesondere durch ein Ineinanderanordnen und ein Drehen um mindestens eine ihrer Rotationsachsen verbunden und so auch wieder voneinander getrennt. Das Element, in dem das jeweils andere Element angeordnet wird, besitzt vorzugsweise einen Längsschlitz, an dessen Ende sich rechtwinklig ein kurzer Querschlitz ansetzt. Das andere Element weist hingegen ein Verschlusselement auf, das angeordnet und ausgebildet ist, in den Querschlitz eingeführt zu werden und somit eine feste Verbindung durch ein Drehen zu bewirken. Die Verbindung erfolgt demnach vorzugsweise über eine Steckdrehbewegung. Zur Sicherung einer derartigen Verbindung kann zusätzlich ein Rastelement verwendet werden. Darüber hinaus können die Querschlitze so angeordnet sein, dass durch das Drehen eine weitere Verfestigung insbesondere in Steckrichtung der Verbindung erfolgt.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsvariante der Reguliervorrichtung ist vorgesehen, dass das Eintrittskupplungselement an dem Eintrittsbereich mittels einer Schraubverbindung befestigt ist, und/oder das Austrittskupplungselement an dem Austrittsbereich mittels einer Schraubverbindung befestigt ist. Eine weitere bevorzugte Fortbildung der Reguliervorrichtung zeichnet sich dadurch aus, dass die Einstellvorrichtung mindestens zwei vordefinierbare Einraststellungen aufweist, wobei eine Einraststellung eine Drehposition der Einstellvorrichtung, insbesondere der Durchgangsöffnung, relativ zur Einstellkammer vorgibt und die Einstellvorrichtung in dieser Drehposition lösbar fixiert ist. Ferner ist vorzugsweise vorgesehen, dass die Einsteilvorrichtung mindestens fünf Einraststellungen umfasst, wobei sich in einer ersten Einraststellung die Einsteilvorrichtung in einer Schließposition befindet, und/oder in einer zweiten Einraststellung eine Durchflussquerschnittsfläche zwischen dem Eintrittsbereich und dem Austrittsbereich weniger als 25% der Querschnittsfläche der Durchgangsöffnung beträgt, und/oder in einer dritten Einraststellung die Durchflussquerschnittsfläche zwischen dem Eintrittsbereich und dem Austrittsbereich weniger als 50% der Querschnittsfläche der Durchgangsöffnung beträgt, und/oder in einer vierten Einraststellung die Durchflussquerschnittsfläche zwischen dem Eintrittsbereich und dem Austrittsbereich weniger als 75% der Querschnittsfläche der Durchgangsöffnung beträgt, und/oder in einer fünften Einraststellung die Durchflussquerschnittsfläche zwischen dem Eintrittsbereich und dem Austrittsbereich 100% oder weniger als 100% der Querschnittsfläche der Durchgangsöffnung beträgt.

Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung wird die eingangs genannte Aufgabe gelöst durch ein Fluidleitungssystem, umfassend eine Reguliervorrichtung gemäß mindestens einer der im Vorherigen beschriebenen Ausführungsvarianten, ein erstes Fluidleitungselement, insbesondere einen ersten Schlauch, und ein zweites Fluidleitungselement, insbesondere einen zweiten Schlauch, wobei das erste Fluidleitungselement an dem Eintrittsbereich, vorzugsweise vakuumdicht und/oder fluiddicht, angeordnet ist und das zweite Fluidleitungselement an dem Austrittsbereich, vorzugsweise vakuumdicht und/oder fluiddicht, angeordnet ist, wobei durch eine Drehung der Einsteilvorrichtung um die Grundkörpermittelachse innerhalb der Einstellkammer ein Fluiddurchflussvolumen und/oder eine Fluiddurchflussmenge durch das erste Fluidleitungselement und/oder durch das zweite Fluidleitungselement reguliert wird.

Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird die eingangs genannte Aufgabe gelöst durch ein Verfahren zum Regulieren eines Fluiddurchflusses, umfassend Bereitstellen einer Reguliervorrichtung, insbesondere eines Sperrhahns, gemäß mindestens einer der im Vorherigen beschriebenen Ausführungsvarianten, Anschließen einer Fluidzuführung an den Eintrittsbereich, Anschließen einer Fluidabführung an den Austrittsbereich, Zuführen eines Fluids zu dem Eintrittsbereich, Regulieren eines Fluiddurchflussvolumens und/oder einer Fluiddurchflussmenge vom Eintrittsbereich zum Austrittsbereich mittels Drehen der Einsteilvorrichtung um die Grundkörpermittelachse.

Das erfindungsgemäße Verfahren und seinen möglichen Fortbildungen weisen Merkmale bzw. Verfahrensschritte auf, die sie insbesondere dafür geeignet machen, für eine erfindungsgemäße Reguliervorrichtung und ihre Fortbildung verwendet zu werden. Für weitere Vorteile, Ausführungsvarianten und Ausführungsdetails dieser weiteren Aspekte und ihrer möglichen Fortbildungen wird auch auf die zuvor erfolgte Beschreibung zu den entsprechenden Merkmalen und Fortbildungen der Reguliervorrichtung verwiesen.

Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung werden beispielhaft anhand der beiliegenden Figuren erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 : eine dreidimensionale Ansicht einer beispielhaften Ausführungsform eines

Gehäuses einer Reguliervorrichtung;

Fig. 2: eine dreidimensionale Ansicht einer beispielhaften Ausführungsform einer

Einsteilvorrichtung einer Reguliervorrichtung; Fig. 3: eine dreidimensionale Ansicht einer beispielhaften Ausführungsform eines

Eintrittskupplungselements einer Reguliervorrichtung;

Fig. 4: eine dreidimensionale, teiltransparente Ansicht einer beispielhaften

Ausführungsform einer Reguliervorrichtung;

Fig. 5: eine dreidimensionale Teilansicht einer Reguliervorrichtung gemäß Figur 4; Fig. 6: eine weitere dreidimensionale Teilansicht einer Reguliervorrichtung gemäß

Figur 4;

Fig. 7: eine weitere dreidimensionale Teilansicht einer Reguliervorrichtung gemäß

Figur 4.

In den Figuren sind gleiche oder im Wesentlichen funktionsgleiche bzw. -ähnliche Elemente mit den gleichen Bezugszeichen bezeichnet.

Figur 1 zeigt eine dreidimensionale Ansicht einer beispielhaften Ausführungsform eines Gehäuses einer Reguliervorrichtung. Das Gehäuse 10 erstreckt sich von einem Eintrittsanschlussende 104 zu einem Austrittsanschlussende 144. Angrenzend an das Eintrittsanschlussende 104 ist der Eintrittsbereich 100 des Gehäuses 10 angeordnet. An dem Ende des Eintrittsbereiches 100, welches dem Eintrittsanschlussende 104 abgewandt ist, ist die Einstellkammer 120 angeordnet. Der Eintrittsbereich 100 weist eine im Wesentlichen rohrförmige Geometrie auf, die durch eine Umwandung 102 ausgebildet wird. Die erste Öffnung der rohrförmigen Geometrie des Eintrittsbereichs 100 ist an dem Eintrittsanschlussende 104 angeordnet. Eine dieser ersten Öffnung gegenüberliegende zweite Öffnung des Eintrittsbereichs 100 ist an der Einstellkammer 120 angeordnet, insbesondere ist diese Öffnung des Eintrittsbereiches 100 an einer Eintrittsöffnung (nicht gezeigt) der Einstellkammer 120 angeordnet. Insbesondere ist die Anordnung des Eintrittsbereichs 100 an der Einstellkammer 120 derart ausgebildet, dass ein Fluid von dem Eintrittsbereich 100 in die Einstellkammer 120 fließen könnte und die Verbindung zwischen der Umwandung 102 des Eintrittsbereichs und der Umwandung 122 der Einstellkammer 120 fluiddicht, insbesondere vakuumdicht, gestaltet ist. Es ist insbesondere bevorzugt, dass die nicht gezeigte Eintrittsöffnung an der Einstellkammer 120 den gleichen Ouerschnitt in Bezug auf Form und/oder Größe aufweist, wie der Innendurchmesser des Eintrittsbereiches 100.

Die Einstellkammer 120 weist ebenfalls eine rohrförmige Geometrie auf, die durch die radiale Umwandung 122 ausgebildet wird, wodurch eine Innenumfangsfläche 124 gebildet wird. Die nicht gezeigte Eintrittsöffnung befindet sich an bzw. in der radialen Umwandung 122 der Einstellkammer 120. Infolgedessen ist der Eintrittsbereich 100 an einer radialen Außenumfangsfläche der Einstellkammer 120 angeordnet. Eine Mittelachse M der Einstellkammer 120 ist demnach orthogonal zu einer Mittelachse des Eintrittsbereichs 100 ausgerichtet. An der der Eintrittsöffnung gegenüberliegenden Seite der Einstellkammer 120 ist eine nicht gezeigte Austrittsöffnung angeordnet, wobei an dieser Austrittsöffnung der Austrittsbereich 140 angeordnet ist. Der Austrittsbereich 140 weist analog zum Eintrittsbereich eine rohrförmige Geometrie auf, die durch die radiale Umwandung 142 ausgebildet wird. Der Austrittsbereich 140 grenzt mit dem Ende, das der Einstellkammer 120 abgewandt ist, dem Austrittsanschlussende 144 zu bzw. bildet dieses aus. Die Anordnung des Austrittsbereiches an der Einstellkammer 120 ist analog zur Anordnung des Eintrittsbereiches 100 an der Einstellkammer 120 ausgebildet. Insbesondere sind in dieser Ausführungsvariante des Gehäuses 10 die Mittelachsen des Eintrittsbereiches 100 und des Austrittsbereiches 140 koaxial zueinander angeordnet. Ferner vorzugsweise sind die Mittelachsen des Eintrittsbereiches 100 und/oder des Austrittsbereiches 140 koaxial zur Eintrittsöffnung und/oder Austrittsöffnung angeordnet.

Der Eintrittsbereich 100 weist an einem Bereich, welcher an das Eintrittsanschlussende 104 angrenzt, eine Dichtung 108 auf. Darüber hinaus weist der Eintrittsbereich 100 in einem Bereich zwischen der Dichtung 108 und der Einstellkammer 120 einen stationären Teil eines Bajonettverschlusses 106 auf. Der Austrittsbereich 140 weist ebenfalls in einem Bereich angrenzend an das Austrittsanschlussende 144 eine Dichtung 148 auf. Der Austrittsbereich 140 weist darüber hinaus einen stationären Teil eines Bajonettverschlusses 146 zwischen der Dichtung 148 und der Einstellkammer 120 auf. Figur 2 zeigt eine dreidimensionale Ansicht einer beispielhaften Ausführungsform einer Einsteilvorrichtung einer Reguliervorrichtung. Figur 2 zeigt insbesondere eine Einsteilvorrichtung 20 mit einem Grundkörper 200 und einer durch den Grundkörper 200 durchgehenden Durchgangsöffnung 204. Die Durchgangsöffnung 204 erstreckt sich von einem ersten Durchgangsende 206 zu einem zweiten Durchgangsende (nicht gezeigt). Die Durchgangsöffnung 204 ist derart angeordnet, dass eine Mittelachse der Durchgangsöffnung 204 orthogonal zu einer Mittelachse des zylindrisch ausgebildeten Grundkörpers 200 verläuft. Insbesondere ist die Durchgangsöffnung 204 derart angeordnet, dass die Mittelachse der Durchgangsöffnung 204 und die Mittelachse des Grundkörpers 200 einen Schnittpunkt aufweisen. Die Durchgangsöffnung 204 weist einen Durchmesser orthogonal zur Durchtrittsrichtung auf, der kleiner ist als der Durchmesser des Grundkörpers 200.

An der äußeren Umfangsfläche des Grundkörpers 200 ist eine Dichtung 202 angeordnet, wobei die Dichtung 202 im Bereich der Eintritte in die Durchgangsöffnung 204 eine flächige Aussparung vorzugsweise in Größe des Querschnitts orthogonal zur Durchtrittsrichtung der Durchgangsöffnung 204 aufweist. Darüber hinaus weist die Einsteilvorrichtung 20 an einem stirnseitigen Ende Rastelemente 212 auf. An dem diesen gegenüberliegenden Ende der Einsteilvorrichtung 20 ist ein Drehgriff 210 angeordnet, der darüber hinaus Sicherungselemente 208 aufweist. Diese Sicherungselemente 208 sind ausgebildet und angeordnet, mit einem Flansch 126 des in Figur 1 gezeigten Gehäuses zu korrespondieren. Dies erfolgt insbesondere nachdem die Einsteilvorrichtung 20 mit ihrem Grundkörper 200 innerhalb der Einstellkammer 120 angeordnet ist, wie es in Figur 4 gezeigt ist und in der Beschreibung zu dieser Figur erläutert ist.

Figur 3 zeigt eine dreidimensionale Ansicht einer beispielhaften Ausführungsform eines Eintrittskupplungselements für eine Reguliervorrichtung. Das Eintrittskupplungselement 30 erstreckt sich von einem Schlauchanschlussende 300 zu einem Eintrittsbereichsende 302 und weist zwischen diesen zwei Enden 300, 302 einen Schlauchanschlussbereich 304, der an das Schlauchanschlussende 300 angrenzt, einen daran angeordneten Zwischenbereich 306, und einen an dem Zwischenbereich 306 angeordneten Verschlussbereich 308, welcher an das Eintrittsbereichsende 302 angrenzt, auf. An dem Schlauchanschlussbereich 304 sind drei Radialabsätze 312 angeordnet, die als ringförmige Geometrien ausgebildet sind und auf der äußeren Umfangsfläche des Schlauchanschlussbereichs koaxial angeordnet sind. Der Außendurchmesser dieser ringförmig ausgebildeten Radialabsätze ist geringfügig größer als der Außendurchmesser des Schlauchanschlussbereichs 304.

Der Außendurchmesser des Zwischenbereiches 306 ist größer als der Außendurchmesser des Schlauchanschlussbereiches 304 und auch größer als der Außendurchmesser der Radialabsätze 312. Der Durchmesser des Verschlussbereiches 308, insbesondere der Innendurchmesser des Verschlussbereiches 308, ist so ausgebildet, dass ein Eintrittsbereich oder ein Austrittsbereich eines Gehäuses einer Reguliervorrichtung innerhalb dieses Verschlussbereiches 308 anordenbar ist. Das Eintrittskupplungselement 30 weist darüber hinaus die Gegenstücke zu den stationären Teilen des Bajonettverschlusses 106, 146 des in Figur 1 gezeigten Gehäuses 10 auf. Insbesondere weist das Eintrittskupplungselement 30 hierfür eine erste Bajonettverschlussöffnung 314 und eine zweite Bajonettverschlussöffnung 316 auf. Darüber hinaus weist das Eintrittskupplungselement einen Bajonettverschlussvorsprung 318 auf.

Figur 4 zeigt eine dreidimensionale, teiltransparente Ansicht einer beispielhaften Ausführungsform einer Reguliervorrichtung. Die Reguliervorrichtung 1 weist das Gehäuse 10, die Einsteilvorrichtung 20 sowie ein Eintrittskupplungselement 30 und ein Austrittskupplungselement 40 auf. In dieser transparenten Darstellung der Reguliervorrichtung 1 ist insbesondere die Eintrittsöffnung 128 und die Austrittsöffnung 130 dargestellt, welche sich durch die radiale Umwandung der Einstellkammer 120 erstrecken und koaxial angeordnete Durchtrittsrichtungen aufweisen. Vorliegend ist die Reguliervorrichtung in einer Durchlassposition, in dem die Einsteilvorrichtung 20 bzw. der Grundkörper 200 mit seiner Durchgangsöffnung 204 derart angeordnet ist, dass die Eintritte der Durchgangsöffnung an der Eintrittsöffnung 128 und der Austrittsöffnung 130 angeordnet sind. Somit kann ein Fluid, welches am ersten Anschlussende 2 in die Reguliervorrichtung 1 eintritt durch das Eintrittskupplungselement 30, den Eintrittsbereich 100, die Eintrittsöffnung 128, die Durchgangsöffnung 204, die Austrittsöffnung 130, den Austrittsbereich 140 sowie durch das Austrittskupplungselement 40 hindurch strömen und am zweiten Anschlussende 4 aus der Reguliervorrichtung 1 austreten.

Wenn nun die Einsteilvorrichtung 20 um die Mittelachse des Grundkörpers 200 gedreht wird reduziert sich der Durchflussquerschnitt für ein durchfließendes Fluid dadurch, dass die Eintritte der Durchgangsöffnung 204 nur noch teilweise an die Eintrittsöffnung 128 bzw. die Austrittsöffnung 130 angrenzen. Wenn die Einsteilvorrichtung 20 beispielsweise um 90° um die Mittelachse des Grundkörpers gedreht wird, ist ersichtlich, dass die Eintritte der Durchgangsöffnung 204 nicht an der Eintrittsöffnung 128 und der Austrittsöffnung 130 angeordnet sind. In diesem Fall kann im Wesentlichen kein Fluid von dem ersten Anschlussende 2 zu dem zweiten Anschlussende 4 durch die Reguliervorrichtung 1 hindurchtreten.

Axial zur Mittelachse der Einstellkammer 120 ist die Einsteilvorrichtung im Wesentlichen nicht beweglich innerhalb der Einstellkammer 120 angeordnet. Dies wird unter anderem durch Sicherungselemente 208 erreicht, die fest an dem Drehgriff, der fest mit dem Grundkörper verbunden ist, angeordnet sind. Die Sicherungselemente 208 bilden mit dem Flansch 126 am Gehäuse 10 eine Schnappverbindung aus. Durch die Schnappverbindung ist die Einsteilvorrichtung 20 einerseits in axialer Richtung fixiert, andererseits in radialer Richtung zu der Mittelachse M der Einstellkammer 120 bewegbar und somit drehbar angeordnet.

Figur 5 zeigt eine dreidimensionale Teilansicht einer Reguliervorrichtung gemäß Figur 4. Insbesondere zeigt Figur 5 die Reguliervorrichtung 1 mit einem Eintrittskupplungselement 30 in einem Montagezustand, bevor das Eintrittskupplungselement 30 mittels des Bajonettverschlusses an dem Gehäuse 10 befestigt wird. Figur 6 zeigt eine weitere dreidimensionale Teilansicht einer Reguliervorrichtung gemäß Figur 4. Figur 6 zeigt insbesondere wie das Eintrittskupplungselement 30 an dem Gehäuse 10 angeordnet ist, jedoch noch nicht gesichert ist. Figur 7 zeigt eine weitere dreidimensionale Teilansicht einer Reguliervorrichtung gemäß Figur 4. Insbesondere zeigt Figur 7 das Eintrittskupplungselement 30 in einer gesicherten Position, wobei das Eintrittskupplungselement 30 in dieser Position vorzugsweise eingerastet ist, sodass ein Lösen lediglich mit einer vorgegebenen Kraft möglich ist. Insbesondere ist es bevorzugt, dass diese Verbindung, durch die zuvor genannten Dichtungen 108, 148 an dem Gehäuse 10, fluiddicht bzw. vakuumdicht ausgebildet ist.

Durch die erfindungsgemäße Reguliervorrichtung 1 kann eine besonders vorteilhafte und kostengünstige Regulierung eines Fluidstroms realisiert werden. Durch den einfachen Aufbau der Reguliervorrichtung 1 mit einem Gehäuse 10, welches insbesondere auch aus Kunststoff hergestellt sein kann, und einer Einsteilvorrichtung 20, welche ebenfalls aus Kunststoff hergestellt sein kann, ist eine besonders effiziente Regulierung eines Fluidstroms möglich. Darüber hinaus besteht durch die Anordnung unterschiedlich ausgebildeter Kupplungselemente am Eintrittsbereich 100 oder am Austrittsbereich 140 die Möglichkeit, unterschiedliche Fluidförderelemente, beispielsweise Schläuche und/oder Rohre, an die Reguliervorrichtung 1 anzuschließen.

BEZUGSZEICHEN

1 Reguliervorrichtung

2 erstes Anschlussende

4 zweites Anschlussende

10 Gehäuse Reguliervorrichtung

20 Einsteilvorrichtung

30 Eintrittskupplungselement

40 Austrittskupplungselement

100 Eintrittsbereich

102 Umwandung Eintrittsbereich

104 Eintrittsanschlussende

106 Stationärer Teil des Bajonettverschluss

108 Dichtung

120 Einstellkammer

122 radiale Umwandung

124 Innenumfangsfläche

126 Flansch

128 Eintrittsöffnung

130 Austrittsöffnung

140 Austrittsbereich

142 Umwandung Austrittsbereich

144 Austrittsanschlussende

146 Stationärer Teil des Bajonettverschluss

148 Dichtung

200 Grundkörper Einsteilvorrichtung

202 Dichtung

204 Durchgangsöffnung erstes Durchgangsende

Sichern ngselemente

Drehgriff

Rastelement

Schlauchanschlussende

Eintrittsbereichsende

Schlauchanschlussbereich

Zwischenbereich

Verschlussbereich

Radialabsatz

erste Bajonettverschlussöffnung zweite Bajonettverschlussöffnung

Bajonettverschlussvorsprung

Mittelachse der Einstellkammer