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Title:
CONTROL DEVICE AND METHOD FOR CONTROLLING A SHUNTING CONVEYING SYSTEM
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2012/152754
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a control device for controlling a shunting conveying system which makes it possible to determine the position of a conveying carriage (20) of the conveying system in a comparatively simple and thus cost-effective manner and in a manner which is, at the same time, particularly robust in operational practice. According to the invention, the control device has, for this purpose, a stationary sensor device (30) for electronically measuring the distance (d) to a conveying carriage (20) of the conveying system. The invention also relates to a method for controlling a shunting conveying system.

Inventors:
PHILIPPS, Holger (Im Weingarten 32, Wolfenbüttel, 38300, DE)
Application Number:
EP2012/058369
Publication Date:
November 15, 2012
Filing Date:
May 07, 2012
Export Citation:
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Assignee:
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT (Wittelsbacherplatz 2, München, 80333, DE)
PHILIPPS, Holger (Im Weingarten 32, Wolfenbüttel, 38300, DE)
International Classes:
B61J3/06; B61L17/02
Foreign References:
DE19855930A11999-06-10
DE10301980A12004-07-29
DE1144953B1963-03-07
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT (Postfach 22 16 34, München, 80506, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Steuereinrichtung zum Steuern einer rangiertechnischen Förderanlage,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

die Steuereinrichtung eine stationäre Sensoreinrichtung (30) zur elektronischen Messung der Distanz (d) zu einem Förderwagen (20) der Förderanlage aufweist. 2. Steuereinrichtung nach Anspruch 1,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

die stationäre Sensoreinrichtung (30) zur optischen, insbesondere laserbasierten Messung der Distanz (d) zu dem Förderwagen (20) ausgebildet ist.

3. Steuereinrichtung nach Anspruch 1 oder 2,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

die stationäre Sensoreinrichtung (30) im Bereich einer Ruheposition (55), insbesondere im Bereich einer Garage (50) des Förderwagens (20) angeordnet ist.

4. Steuereinrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

bei einem Förderwagen (20), der mittels eines über eine Seil- Scheibe geführten Seils bewegt wird, die Steuereinrichtung zum Kalibrieren einer aus der Bewegung der Seilscheibe abgeleiteten Position des Förderwagens (20) anhand der durch die stationäre Sensoreinrichtung (30) gemessenen Distanz (d) ausgebildet ist.

5. Steuereinrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die stationäre Sensoreinrichtung (30) zur zyklischen elektronischen Messung der Distanz (d) zu dem Förderwagen (20) ausgebildet ist. 6. Verfahren zum Steuern einer rangiertechnischen Förderanlage, bei dem

- mittels einer stationären Sensoreinrichtung (30) eine

elektronische Messung der Distanz (d) zu einem Förderwagen (20) der Förderanlage durchgeführt wird und

- die Förderanlage unter Berücksichtigung der gemessenen

Distanz (d) gesteuert wird.

7. Verfahren nach Anspruch 6,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

mittels der stationären Sensoreinrichtung (30) eine optische, insbesondere laserbasierte Messung der Distanz (d) zu dem Förderwagen (20) durchgeführt wird.

8. Verfahren nach Anspruch 6 oder 7,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

die Messung der Distanz (d) zu dem Förderwagen (20) der Förderanlage mittels einer im Bereich einer Ruheposition (55) , insbesondere im Bereich einer Garage (50) des Förderwagens (20) angeordneten stationären Sensoreinrichtung (30) durchge- führt wird.

9. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 8,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

bei einem Förderwagen (20), der mittels eines über eine Seil- Scheibe geführten Seils bewegt wird, eine aus der Bewegung der Seilscheibe abgeleitete Position des Förderwagens (20) anhand der durch die stationäre Sensoreinrichtung (30) gemes¬ senen Distanz (d) kalibriert wird.

10. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 9,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

mittels der stationären Sensoreinrichtung (30) eine zyklische elektronische Messung der Distanz (d) zu dem Förderwagen (20) durchgeführt wird.

Description:
Beschreibung

Steuereinrichtung sowie Verfahren zum Steuern einer rangiertechnischen Förderanlage

Rangiertechnische Förderanlagen, die auch als Eisenbahnwagenförderanlagen bezeichnet werden, werden in Rangieranlagen des Eisenbahnwesens, d.h. beispielsweise in Ablaufanlagen, insbe ¬ sondere dazu verwendet, die in ein Richtungsgleis einlaufen- den Wagen oder Wagengruppen derart zu fördern beziehungsweise zusammenzuschieben, dass die getrennten Wagen beziehungsweise Wagengruppen anschließend ohne zusätzlichen Einsatz einer Rangierlok gekuppelt werden können. Entsprechende Förderanla ¬ gen weisen üblicherweise Förderwagen auf, die sich in den Richtungsgleisen jeweils einzeln oder abschnittsweise gestaf ¬ felt bewegen. Grundlegende Voraussetzung für eine Steuerung einer rangiertechnischen Förderanlage ist es hierbei, dass der Steuereinrichtung die Position des jeweiligen Förderwagens bekannt ist.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Steuereinrichtung zum Steuern einer rangiertechnischen Förderanlage anzugeben, die ein vergleichsweise einfach und da ¬ mit kostengünstig zu realisierendes sowie zugleich in der be- trieblichen Praxis besonders robustes Verfahren zur Bestimmung der Position eines Förderwagens der Förderanlage ermög ¬ licht .

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine Steuer- einrichtung zum Steuern einer rangiertechnischen Förderanlage, wobei die Steuereinrichtung eine stationäre Sensoreinrichtung zur elektronischen Messung der Distanz zu einem Förderwagen der Förderanlage aufweist. Dabei bezeichnet der Beg ¬ riff der elektronischen Messung der Distanz eine Distanz- be- ziehungsweise Entfernungsmessung mittels elektromagnetischer Wellen. Dies schließt insbesondere eine Messung gemäß dem Prinzip der LaufZeitmessung ein. Die Sensoreinrichtung ist dahingehend stationär, dass sie fest beziehungsweise unbeweglich im Bereich des jeweiligen Gleises angeordnet ist. Im Vergleich zu einer grundsätzlich ebenfalls denkbaren Montage einer Sensoreinrichtung an dem Förderwagen bietet dies den Vorteil, dass eine einfachere Stromversorgung und Datenübertragung der Messwerte der Sensoreinrichtung ermöglicht wird. Darüber hinaus ist eine sta ¬ tionäre Sensoreinrichtung auch dahingehend vorteilhaft, dass hierdurch Beeinträchtigungen durch Vibrationen beziehungsweise Erschütterungen sowie durch Witterungseinflüsse vermieden beziehungsweise zumindest weitgehend reduziert werden können.

Die erfindungsgemäße Steuereinrichtung weist des Weiteren den Vorteil auf, dass eine elektronische Messung der Distanz zu dem Förderwagen eine sehr genaue Bestimmung der Position des Förderwagens ermöglicht. Darüber hinaus kann hierbei vorteil ¬ hafterweise auf zusätzliche Sensorkomponenten entlang des Gleises, etwa in Form von Näherungssensoren, zur Bestimmung der Position des Förderwagens verzichtet werden. Es sei darauf hingewiesen, dass eine rangiertechnische För ¬ deranlage üblicherweise eine Mehrzahl von Förderwagen auf ¬ weist. In diesem Fall ist die Steuereinrichtung vorzugsweise derart ausgebildet, dass jedem der Förderwagen eine stationä ¬ re Sensoreinrichtung zur elektronischen Messung der Distanz zu dem jeweiligen Förderwagen zugeordnet ist.

Im Rahmen der erfindungsgemäßen Steuereinrichtung kann die elektronische Messung der Distanz zu dem Förderwagen grundsätzlich auf verschiedene Arten und Weisen erfolgen. So kann die stationäre Sensoreinrichtung beispielsweise zur Messung der Distanz zu dem Förderwagen mittels Radar ausgebildet sein . Gemäß einer besonders bevorzugten Weiterbildung der erfindungsgemäßen Steuereinrichtung ist die stationäre Sensoreinrichtung zur optischen, insbesondere laserbasierten Messung der Distanz zu dem Förderwagen ausgebildet. Dies ist vorteil ¬ haft, da entsprechende Laserabstandsmessgeräte am Markt ver- gleichsweise kostengünstig und mit Reichweiten von mehreren hundert Metern bis zu mehreren Kilometern verfügbar sind. Eine laserbasierte Messung der Distanz zu dem Förderwagen ist hierbei mit sehr großer Genauigkeit möglich, wobei eine ent ¬ sprechende Messung darüber hinaus gegenüber Störeinflüssen, wie beispielsweise Reflektionen oder Bewegungen von Förderwagen in Nachbargleisen, besonders unempfindlich ist.

Grundsätzlich kann die stationäre Sensoreinrichtung an einer beliebigen Stelle im Gleisbereich angeordnet sein, die eine elektronische Messung der Distanz zu dem Förderwagen über den gesamten im jeweiligen Fall abzudeckenden Bereich des Gleises erlaubt .

Vorzugsweise ist die erfindungsgemäße Steuereinrichtung der- art ausgestaltet, dass die stationäre Sensoreinrichtung im

Bereich einer Ruheposition, insbesondere im Bereich einer Garage des Förderwagens angeordnet ist. Dies bietet den Vor ¬ teil, dass die stationäre Sensoreinrichtung im Bereich der Ruheposition des Förderwagens, die insbesondere einer Gara- genposition entsprechen kann, gegenüber Störeinflüssen besonders gut geschützt ist. So kann hierdurch einerseits ein vib ¬ rationsfreier Betrieb erreicht werden; andererseits ermög ¬ licht eine Anordnung der stationären Sensoreinrichtung im Bereich der Ruheposition des Förderwagens auch auf besonders einfache Art und Weise einen Schutz der stationären Sensoreinrichtung gegenüber Umwelteinflüssen, wie beispielsweise Schnee, oder auch gegenüber mechanischen Belastungen oder Beschädigungen. Darüber hinaus ergibt sich bei einer Montage der stationären Sensoreinrichtung im Bereich der Ruheposition des Förderwagens der Vorteil, dass hierdurch auf besonders einfache Art und Weise ein Nullpunkt beziehungsweise Bezugs ¬ punkt für die Distanzmessung vorgegeben wird. Im Rahmen der erfindungsgemäßen Steuereinrichtung ist es grundsätzlich möglich, dass die Bestimmung der Position des Förderwagens ausschließlich durch die elektronische Messung der Distanz zwischen der stationären Sensoreinrichtung und dem Förderwagen erfolgt.

Gemäß einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform ist die erfindungsgemäße Steuereinrichtung derart weiterge ¬ bildet, dass bei einem Förderwagen, der mittels eines über eine Seilscheibe geführten Seils bewegt wird, die Steuerein- richtung zum Kalibrieren einer aus der Bewegung der Seilscheibe abgeleiteten Position des Förderwagens anhand der durch die stationäre Sensoreinrichtung gemessenen Distanz ausgebildet ist. In diesem Fall dient die stationäre Sensor ¬ einrichtung somit zusätzlich oder auch ausschließlich zur Ka- librierung der aus der Bewegung der Seilscheibe abgeleiteten Position des Förderwagens. Eine entsprechende Ausführung der Steuereinrichtung ist einerseits dahingehend vorteilhaft, dass eine weitgehend redundante Bestimmung der Position des Förderwagens möglich ist und hierdurch die Ausfallsicherheit der Steuereinrichtung beziehungsweise der rangiertechnischen Förderanlage erhöht wird. Andererseits können hierdurch auch für den Fall, dass eine stationäre Sensoreinrichtung zur elektronischen Messung der Distanz zu dem Förderwagen aufgrund der jeweiligen Gegebenheiten allein nicht für eine zu- verlässige und durchgängige Bestimmung der Position des För ¬ derwagens ausreichend ist, die Vorteile einer entsprechenden elektronischen Messung der Distanz zu dem Förderwagen genutzt werden. Dies betrifft beispielsweise den Fall, dass der je- weilige Förderwagen in einem gebogenen Richtungsgleis betrie ¬ ben wird oder die Reichweite der stationären Sensoreinrichtung nicht ausreichend ist, um die gesamte Länge des von dem Förderwagen befahrenen beziehungsweise abgedeckten Gleises zuverlässig zu erfassen. Hierbei ist insbesondere auch zu be- achten, dass eine Bestimmung der Position des Förderwagens allein basierend auf der Bewegung der Seilscheibe in der Re ¬ gel nicht ausreichend ist, da es hierbei beispielsweise auf ¬ grund einer Dehnung oder auch eines Rutschens des Seils zu ¬ mindest langfristig zu Abweichungen beziehungsweise Fehlmes- sungen kommt. Durch eine Kalibrierung der aus der Bewegung der Seilscheibe abgeleiteten Position des Förderwagens anhand der durch die stationäre Sensoreinrichtung gemessenen Distanz ist es nun gerade möglich, entsprechende Störungen oder zeit ¬ liche Veränderungen in der Genauigkeit der Positionsermitt- lung des Förderwagens zu vermeiden.

Vorzugsweise kann die erfindungsgemäße Steuereinrichtung auch derart ausgeprägt sein, dass die stationäre Sensoreinrichtung zur zyklischen elektronischen Messung der Distanz zu dem För- derwagen ausgebildet ist. Dies ist vorteilhaft, da hierdurch gewährleistet wird, dass die Position des Förderwagens in re ¬ gelmäßigen zeitlichen Abständen zwecks Steuerung der Förderanlage beziehungsweise des Förderwagens zur Verfügung steht. Hinsichtlich des Verfahrens zum Steuern einer rangiertechnischen Förderanlage liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein vergleichsweise einfach und damit kosten ¬ günstig zu realisierendes sowie zugleich in der betrieblichen Praxis besonders robustes Verfahren zur Bestimmung der Posi ¬ tion eines Förderwagens der Förderanlage anzugeben.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein Verfahren zum Steuern einer rangiertechnischen Förderanlage, bei dem mittels einer stationären Sensoreinrichtung eine elektronische Messung der Distanz zu einem Förderwagen der Förderanlage durchgeführt wird und die Förderanlage unter Berücksichti ¬ gung der gemessenen Distanz gesteuert wird. Dabei schließt eine Steuerung der Förderanlage insbesondere eine Steuerung des Förderwagens ein.

Die Vorteile des erfindungsgemäßen Verfahrens entsprechen denjenigen der erfindungsgemäßen Steuereinrichtung, so dass diesbezüglich auf die entsprechenden vorstehenden Ausführungen verwiesen wird. Gleiches gilt analog hinsichtlich der im Folgenden genannten bevorzugten Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Verfahrens in Bezug auf die entsprechenden bevorzugten Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Steuerein- richtung, so dass auch diesbezüglich auf die entsprechenden vorstehenden Erläuterungen verwiesen wird.

Vorteilhafterweise ist das erfindungsgemäße Verfahren derart weitergebildet, dass mittels der stationären Sensoreinrich- tung eine optische, insbesondere laserbasierte Messung der Distanz zu dem Förderwagen durchgeführt wird.

Vorzugsweise kann das erfindungsgemäße Verfahren auch derart ablaufen, dass die Messung der Distanz zu dem Förderwagen der Förderanlage mittels einer im Bereich einer Ruheposition, insbesondere im Bereich einer Garage des Förderwagens ange ¬ ordneten stationären Sensoreinrichtung durchgeführt wird. Gemäß einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform ist das erfindungsgemäße Verfahren derart ausgestaltet, dass bei einem Förderwagen, der mittels eines über eine Seilschei ¬ be geführten Seils bewegt wird, eine aus der Bewegung der Seilscheibe abgeleitete Position des Förderwagens anhand der durch die stationäre Sensoreinrichtung gemessenen Distanz kalibriert wird.

Vorzugsweise kann das erfindungsgemäße Verfahren weiterhin derart weitergebildet sein, dass mittels der stationären Sen ¬ soreinrichtung eine zyklische elektronische Messung der Dis ¬ tanz zu dem Förderwagen durchgeführt wird.

Im Folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbei- spiels näher erläutert. Hierzu zeigt die

Figur zur Erläuterung eines Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Verfahrens in einer schematischen Skizze ein Ausführungsbeispiel der er- findungsgemäßen Steuereinrichtung.

In der Figur ist ein Gleis 10 erkennbar, bei dem es sich im Rahmen des beschriebenen Ausführungsbeispiels um ein Teil ¬ stück eines Richtungsgleises einer Rangieranlage in Form ei- ner Ablaufanläge handeln soll. Zwischen den Schienen des

Gleises 10 ist ein Förderwagen 20 einer rangiertechnischen Förderanlage angeordnet. Aufgabe des Förderwagens 20 ist es, in das Gleis 10 einlaufende Wagen, bei denen es sich übli ¬ cherweise um Güterwagen handeln wird, derart zu einem kuppel- reifen Verbund zusammenzuschieben beziehungsweise zusammenzu ¬ drücken, dass ein Kuppeln der Wagen beziehungsweise Wagengruppen ohne den zusätzlichen Einsatz einer Rangierlok möglich ist. Für den Betrieb des Förderwagens 20 beziehungsweise der ge ¬ samten rangiertechnischen Förderanlage, die üblicherweise ei ¬ ne Vielzahl von Förderwagen umfassen wird, ist es notwendig, dass die Position des Förderwagens 20 bekannt ist. So ist ei- ne entsprechende Positionsinformation beispielsweise dafür erforderlich, den Förderwagen 20 präzise zu Startpositionen zu steuern sowie Förderarme des Förderwagens 20 positionsab ¬ hängig ein- und ausfahren zu können.

Zum Zweck der Bestimmung der Position des Förderwagens 20 weist die in der Figur dargestellte Anordnung eine stationäre Sensoreinrichtung 30 zur elektronischen Messung der Distanz d zu dem Förderwagen 20 auf. Im Rahmen des beschriebenen Ausführungsbeispiels ist die stationäre Sensoreinrichtung 30 hierbei in Form eines Laserabstandsmessgerätes zur laserba ¬ sierten Messung der Distanz d zu dem Förderwagen 20 ausgebildet. Da die Position der stationären Sensoreinrichtung 30 unveränderlich ist, korrespondiert die Distanz d hierbei unmit ¬ telbar zu einer Position des Förderwagens 20, so dass die Distanz d selbst ein Maß für die Position des Förderwagens 20 ist .

In der Figur ist die elektronische Messung der Distanz d zu dem Förderwagen 20 durch die stationäre Sensoreinrichtung 30 durch einen gestrichelten Laserstrahl 40 angedeutet. Unter

Verwendung des Laserstrahls 40 ist es der stationären Sensoreinrichtung 30, beispielsweise durch eine Messung der Lauf ¬ zeit oder der Phasenlage, möglich, die Distanz d zu dem Förderwagen 20 und damit dessen Position mit hoher Genauigkeit zu bestimmen.

Weiterhin ist in der Figur eine Garage 50 des Förderwagens 20 erkennbar, in der sich dessen gestrichelt angedeutete Ruhepo ¬ sition 55 befindet. Die stationäre Sensoreinrichtung 30 ist unmittelbar am Ende der Ruheposition 55, die der Förderwagen 20 in der Garage 50 einnimmt, angeordnet, so dass die Distanz d zwischen der stationären Sensoreinrichtung 30 und dem Förderwagen 20 in der Ruheposition 55 im Wesentlichen null be- trägt .

Die Anordnung der stationären Sensoreinrichtung 30 im Bereich der Ruheposition 55 des Förderwagens 20, d.h. insbesondere im Bereich der beziehungsweise in der Garage 50, weist den Vor- teil auf, dass hierdurch ein vibrationsfreier Betrieb der stationären Sensoreinrichtung 30 ermöglicht wird. Darüber hinaus ist die stationäre Sensoreinrichtung 30 in der Garage 50 des Förderwagens 20 - bei einer entsprechenden konstrukti ¬ ven Ausbildung der Garage 50 - bestmöglich und besonders auf- wandsarm gegenüber Umwelteinflüssen sowie in Bezug auf mögliche Beschädigungen geschützt.

Die elektronische Messung der Distanz d zu dem Förderwagen 20 wird von der stationären Sensoreinrichtung 30 zyklisch durch- geführt, wobei die jeweiligen Messwerte über eine Kommunika ¬ tionsverbindung 60, die drahtgebunden oder auch drahtlos ausgeführt sein kann, an einen Steuerrechner 70 übermittelt werden. Der Steuerrechner 70 dient der eigentlichen Steuerung des Förderwagens 20 und stellt somit ebenso wie die stationä- re Sensoreinrichtung 30 eine Komponente einer Steuereinrichtung zum Steuern der rangiertechnischen Förderanlage beziehungsweise des Förderwagens 20 dar. In der Regel wird der Steuerrechner 70 hierbei in die Gesamtsteuerung der Rangieranlage eingebunden sein und insbesondere der Steuerung einer Vielzahl von Förderwagen der Förderanlage dienen.

Entsprechend der Darstellung der Figur ist es grundsätzlich möglich, dass die Position des Förderwagens 20 allein aus der laserbasierten Messung der Distanz d bestimmt wird. Insbeson- dere für den Fall, dass das Gleis 10 gebogen ist oder die Reichweite des Laserstrahls 40 für eine zuverlässige und prä ¬ zise Messung der Distanz d über den gesamten Bereich des von dem Förderwagen 20 befahrenen Gleises 10 nicht ausreichend ist, kann die stationäre Sensoreinrichtung 30 jedoch auch zusätzlich oder gegebenenfalls auch ausschließlich zu Kalibrierungszwecken verwendet werden. So werden Förderwagen üblicherweise mittels eines über eine Seilscheibe geführten Seils bewegt. Dies ermöglicht es, aus der Bewegung der Seilscheibe die jeweilige Position des Förderwagens 20 abzuleiten. Diese aus der Bewegung der Seilscheibe abgeleitete Position des Förderwagens 20 kann vorteilhafterweise anhand der durch die stationäre Sensoreinrichtung 30 gemessene Distanz d kalib ¬ riert werden. Hierdurch werden im zeitlichen Verlauf zuneh- mende Messungenauigkeiten, die beispielsweise durch ein Dehnen oder Rutschen des Seils verursacht sein können, vorteil ¬ hafterweise korrigiert beziehungsweise vermieden.

Es sei darauf hingewiesen, dass es sich bei der Figur ledig- lieh um eine schematische Skizze zum Zwecke der Erläuterung des Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Steuereinrichtung sowie des Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Ver ¬ fahrens handelt. So sind beispielsweise der mechanische An ¬ trieb und die Förderarme des Förderwagens 20 sowie Kommunika- tionsverbindungen zur Steuerung des Förderwagens 20 durch den Steuerrechner 70 in der Figur aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht dargestellt.

Entsprechend den vorstehenden Ausführungen in Zusammenhang mit dem beschriebenen Ausführungsbeispielen weisen die erfindungsgemäße Steuereinrichtung sowie das erfindungsgemäße Ver ¬ fahren insbesondere den Vorteil auf, dass mittels der statio ¬ nären Sensoreinrichtung 30 zur elektronischen Messung der Distanz d zu dem Förderwagen 20 eine exakte Bestimmung der Position des Förderwagens 20 auf vergleichsweise einfache und damit auch kostengünstige Art und Weise ermöglicht wird. Ins ¬ besondere können hierbei weitere Komponenten entlang des Gleises 10, wie beispielsweise zusätzliche Näherungssensoren zum Detektieren des Förderwagens 20 an einzelnen Punkten des Gleises 10, vorteilhafterweise entfallen. Dies hat unmittel ¬ bar zur Folge, dass sich auch die Montagekosten sowie der Aufwand und die Kosten für die Verlegung von Kabeln verringern. Darüber hinaus ist eine elektronische Messung der Dis- tanz d zu dem Förderwagen 20 im Hinblick auf die in der betrieblichen Praxis auftretenden Belastungen und Umwelteinflüsse besonders robust, wodurch eine hohe Zuverlässigkeit und Ausfallsicherheit resultiert.