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Patent Searching and Data


Title:
CONTROL DEVICE AND METHOD FOR THE OPERATION THEREOF
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/057878
Kind Code:
A2
Abstract:
The invention relates to, among other things, a control apparatus (10) having a control lever (20), in particular for controlling a locomotive or a traction vehicle, and having a sensor device (100) for detecting the operating position (V) of the control lever. According to the invention, the sensor apparatus has an angle measurement device (80) which is suitable for measuring the adjustment angle (α) of the control lever, forming a digitalized angle value D(α), wherein the measurement range of the angle measurement device is greater than the adjustment angle range (Δα) of the control lever and an evaluation device (90) is connected to the angle measurement device which determines the operating position of the control lever based on the digitalized angle value of the angle measurement apparatus.

Inventors:
WEBER, Matthias, Alexander (Nürnberger Straße 47a, Erlangen, 91052, DE)
Application Number:
EP2010/065639
Publication Date:
May 19, 2011
Filing Date:
October 18, 2010
Export Citation:
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Assignee:
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT (Wittelsbacherplatz 2, München, 80333, DE)
WEBER, Matthias, Alexander (Nürnberger Straße 47a, Erlangen, 91052, DE)
Attorney, Agent or Firm:
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT (Postfach 22 16 34, München, 80506, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Bedieneinrichtung (10) mit einem Bedienhebel (20), insbe¬ sondere zum Steuern einer Lokomotive oder eines Triebfahr- zeugs, und mit einer Sensoreinrichtung (100) zum Erfassen der Bedienstellung (V) des Bedienhebels,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

die Sensoreinrichtung eine Winkelmesseinrichtung (80) aufweist, die geeignet ist, den Verstellwinkel ( ) des Be- dienhebels unter Bildung eines digitalisierten Winkelwerts

D ( ) zu messen, wobei der Messbereich der Winkelmesseinrichtung größer als der Verstellwinkelbereich (Δ ) des Bedienhebels ist, und

mit der Winkelmesseinrichtung eine Auswerteinrichtung (90) in Verbindung steht, die anhand des digitalisierten Winkelwerts der Winkelmesseinrichtung die Bedienstellung des Bedienhebels bestimmt.

2. Bedieneinrichtung nach Anspruch 1,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

die Auswerteinrichtung ein Zuordnungsmodul (ZM) aufweist, das die von der Winkelmesseinrichtung gelieferten digitalisierten Winkelwerte jeweils auf einen Winkel (φ) des Einheitskreises - nachfolgend Einheitskreiswinkel genannt - abbildet,

in der Auswerteinrichtung ein hebelspezifisches Konfigura¬ tionsmodul (KM) gespeichert ist, in dem jedem Einheits¬ kreiswinkel des Bedienhebels jeweils die zugehörige Be¬ dienstellung des Bedienhebels zugeordnet ist, und

- die Auswerteinrichtung derart ausgestaltet ist, dass sie mit dem Zuordnungsmodul den jeweiligen Einheitskreiswinkel ermittelt und mit dem Konfigurationsmodul und dem ermit- telten Einheitskreiswinkel des Bedienhebels die jeweilige Bedienstellung des Bedienhebels bestimmt.

3. Bedieneinrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

das Zuordnungsmodul und das Konfigurationsmoduls durch Soft¬ waremodule, insbesondere in Form von Dateien, gebildet wer¬ den . 4. Bedieneinrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

die Winkelauflösung der Winkelmesseinrichtung derart eingestellt ist, dass die digitalisierten Winkelwerte den Winkel¬ bereich des Einheitskreises von 360 Grad abdecken können.

5. Bedieneinrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

die Winkelmesseinrichtung Verstellwinkel im gesamten Winkelbereich des Einheitskreises von 360 Grad messen kann.

6. Bedieneinrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

die Auswerteinrichtung eine Datenverarbeitungseinrichtung um- fasst .

7. Fahrzeug, insbesondere Schienenfahrzeug, mit einer Bedien¬ einrichtung nach einem voranstehenden Ansprüche.

8. Verfahren zum Bestimmen der Bedienstellung (V) eines Be- dienhebels (20) einer Bedieneinrichtung (10),

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

mit einer Winkelmesseinrichtung (80) der Verstellwinkel ( ) des Bedienhebels unter Bildung eines digitalisierten Winkelwerts (D( )) gemessen wird, wobei der Messbereich der Winkelmesseinrichtung größer als der Verstellwinkelbereich (Δ ) des Bedienhebels ist, und

mit einer Auswerteinrichtung anhand des digitalisierten Winkelwerts der Winkelmesseinrichtung die Bedienstellung des Bedienhebels bestimmt wird.

Verfahren nach Anspruch 8,

a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

die von der Winkelmesseinrichtung gelieferten digitalisierten Winkelwerte jeweils auf einen Winkel des Einheits¬ kreises - nachfolgend Einheitskreiswinkel genannt - abge¬ bildet werden und

mit dem jeweils abgebildeten Einheitskreiswinkel die Be¬ dienstellung des Bedienhebels bestimmt wird, indem ein he¬ belspezifisches Konfigurationsmodul ausgelesen wird, in dem jedem Einheitskreiswinkel des Bedienhebels jeweils die zugehörige Bedienstellung des Bedienhebels zugeordnet ist. 10. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche 8-9, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

die Winkelauflösung der Winkelmesseinrichtung derart eingestellt wird, dass die digitalisierten Winkelwerte den Winkel¬ bereich des Einheitskreises von 360 Grad abdecken können.

11. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche 8-9, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

mit der Winkelmesseinrichtung Verstellwinkel im gesamten Winkelbereich des Einheitskreises von 360 Grad gemessen werden.

Description:
Beschreibung

Bedieneinrichtung und Verfahren zu deren Betrieb Die Erfindung bezieht sich auf eine Bedieneinrichtung mit einem Bedienhebel, insbesondere zum Steuern einer Lokomotive oder eines Triebfahrzeugs, und mit einer Sensoreinrichtung zum Erfassen der Bedienstellung des Bedienhebels. In Schienenfahrzeugen, beispielsweise Lokomotiven oder Triebfahrzeugen, gelangen üblicherweise Bedienhebel zum Einsatz, bei denen durch ein Verstellen des Auslenkwinkels des Bedienhebels die durchzuführende Bedienfunktion bedienerseitig aus ¬ gewählt wird. Auslenkwinkel, denen eine bestimmte Bedienfunk- tion zugeordnet ist, werden beispielsweise durch eine Rast ¬ scheibe fixiert. Zur analogen Positionserfassung des Bedienhebels - beispielsweise zu Überwachungszwecken - wird übli ¬ cherweise eine Winkelmesseinrichtung eingesetzt, deren Mess ¬ bereich herstellerseitig, beispielsweise über ein an den Be- dienhebel angepasstes Umsetzgetriebe, an den maximalen

Schwenkwinkel des Bedienhebels angepasst ist. Dies hat den Vorteil, dass eine maximale Messgenauigkeit bei der Winkel ¬ messung erreicht wird; nachteilig ist jedoch, dass im Falle eines Komponentenwechsels, beispielsweise bei einem Austausch des Bedienhebels, umfangreiche Anpassarbeiten erforderlich sind, wenn sich der Verstellwinkelbereich des alten auszutauschenden Bedienhebels von dem des neuen Bedienhebels unter ¬ scheidet; beispielsweise muss ein neues Umsetzgetriebe einge ¬ setzt werden.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Bedieneinrich ¬ tung anzugeben, die besonders wartungsfreundlich ist und ei- nen Austausch von Komponenten mit geringem Aufwand ermöglicht .

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Bedieneinrich- tung mit den Merkmalen gemäß Patentanspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Bedieneinrichtung sind in Unteransprüchen angegeben.

Danach ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass die Sensorein- richtung eine Winkelmesseinrichtung aufweist, die geeignet ist, den Verstellwinkel des Bedienhebels unter Bildung eines digitalisierten Winkelwerts zu messen, wobei der Messbereich der Winkelmesseinrichtung größer als der Verstellwinkelbereich des Bedienhebels ist, und dass mit der Winkelmessein- richtung eine Auswerteinrichtung in Verbindung steht, die anhand des digitalisierten Winkelwerts der Winkelmesseinrichtung die Bedienstellung des Bedienhebels bestimmt.

Ein wesentlicher Vorteil der erfindungsgemäßen Bedieneinrich- tung ist darin zu sehen, dass diese einen Einsatz unterschiedlicher Bedienhebel mit unterschiedlichen Verstellwinkelbereichen ermöglicht; denn aufgrund des erfindungsgemäß vorgesehenen Messbereichs der Winkelmesseinrichtung, der größer als der Verstellwinkelbereich des Bedienteils ist, ist es möglich, Bedienhebel mit unterschiedlichen Verstellwinkelbe ¬ reichen einzusetzen, wenn ein Austausch, beispielsweise zu Zwecken der Wartung oder der Reparatur, erforderlich ist. Die Umrechnung und Auswertung der Messergebnisse der Winkelmess ¬ einrichtung kann elektronisch erfolgen, weil die Winkelmess- einrichtung digitalisierte Winkelwerte liefert.

Gemäß einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der Bedieneinrichtung ist vorgesehen, dass die Auswerteinrichtung ein Zuordnungsmodul aufweist, das die von der Winkelmesseinrich ¬ tung gelieferten digitalisierten Winkelwerte jeweils auf einen Winkel des 360 ° -Einheitskreises - nachfolgend Einheits ¬ kreiswinkel genannt - abbildet. In der Auswerteinrichtung ist ein hebelspezifisches Konfigurationsmodul gespeichert, in dem jedem Einheitskreiswinkel des Bedienhebels jeweils die zuge ¬ hörige Bedienstellung des Bedienhebels zugeordnet ist. Die Auswerteinrichtung ist außerdem derart ausgestaltet, dass sie mit dem Zuordnungsmodul den jeweiligen Einheitskreiswinkel ermittelt und mit dem Konfigurationsmodul und dem ermittelten Einheitskreiswinkel des Bedienhebels die jeweilige Bedien ¬ stellung des Bedienhebels bestimmt. Ein besonderes Kennzei ¬ chen dieser Variante ist, dass separate Module verwendet wer ¬ den, nämlich ein Zuordnungsmodul und ein Konfigurationsmodul. Die Funktion des Zuordnungsmoduls besteht darin, die von der Winkelmesseinrichtung gelieferten digitalen Winkelwerte in Einheitskreiswinkel umzuwandeln, die messeinrichtungsunabhän- gig sind. Das Zuordnungsmodul beschreibt somit die Arbeits ¬ weise der Winkelmesseinrichtung und erzeugt ausgangsseitig messeinrichtungsunabhängige Messwerte. Die Funktion des Zu ¬ ordnungsmoduls besteht darin, die Arbeitsweise des Bedienhe ¬ bels abzubilden und für die jeweiligen Einheitskreiswinkel anzugeben, welche Bedienstellung des Bedienhebels erreicht ist. Das Zuordnungsmodul beschreibt somit die Arbeitsweise des Bedienhebels und ist unabhängig von der verwendeten Winkelmesseinrichtung, da das Zuordnungsmodul auf der Basis der Einheitskreiswinkel arbeitet, die - wie bereits erwähnt - un ¬ abhängig von der eingesetzten Winkelmesseinrichtung sind. Durch die Verwendung separater Module ist es möglich, eine sehr einfache Anpassung der Bedieneinrichtung vorzunehmen, wenn einzelne Komponenten, wie beispielsweise der Bedienhebel oder die Winkelmesseinrichtung, durch einen anderen Bedienhebel oder eine andere Winkelmesseinrichtung ersetzt werden, da nur eine Anpassung des entsprechenden Moduls, also des Zuord ¬ nungsmoduls oder des Konfigurationsmoduls, erforderlich ist.

Das Zuordnungsmodul und das Konfigurationsmodul werden vor- zugsweise durch Softwaremodule, beispielsweise in Form von

Dateien, gebildet. Derartige Softwaremodule können beispiels ¬ weise von den Lieferanten der Winkelmesseinrichtung oder des Bedienhebels mitgeliefert werden, um eine einfache Installa ¬ tion oder Austausch der von ihnen gelieferten Komponenten zu ermöglichen.

Im Übrigen wird es als vorteilhaft angesehen, wenn die Winkelauflösung der Winkelmesseinrichtung derart eingestellt ist, dass die digitalisierten Winkelwerte den kompletten Win- kelbereich des Einheitskreises von 360° abdecken können. Vorzugsweise kann die Winkelmesseinrichtung also Verstellwinkel in dem gesamten Winkelbereich des Einheitskreises von 360° messen. Bei einer solchen Ausgestaltung der Bedieneinrichtung ist sichergestellt, dass Bedienhebel mit völlig beliebigen Verstellwinkelbereichen eingesetzt werden können und dass stets eine Auswertung und Bestimmung der jeweiligen Bedienstellungen möglich ist.

Die Auswerteinrichtung kann beispielsweise durch eine Daten- Verarbeitungsanlage gebildet sein.

Die Erfindung bezieht sich darüber hinaus auf ein Schienenfahrzeug, insbesondere eine Lokomotive oder ein Triebfahr ¬ zeug, mit einer Bedieneinrichtung, wie sie oben beschrieben ist. Die Erfindung bezieht sich darüber hinaus auf ein Verfahren zum Bestimmen der Bedienstellung eines Bedienhebels einer Bedieneinrichtung . Bezüglich eines solchen Verfahrens ist erfindungsgemäß vorge ¬ sehen, dass mit einer Winkelmesseinrichtung der Verstellwinkel des Bedienhebels unter Bildung eines digitalisierten Winkelwerts gemessen wird, wobei der Messbereich der Winkelmess ¬ einrichtung größer als der Verstellwinkelbereich des Bedien- hebels ist, und dass mit einer Auswerteinrichtung anhand des digitalisierten Winkelwerts der Winkelmesseinrichtung die Bedienstellung des Bedienhebels bestimmt wird.

Bezüglich der Vorteile des erfindungsgemäßen Verfahrens sei auf die obigen Ausführungen im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Bedieneinrichtung verwiesen, da die Vorteile der erfindungsgemäßen Bedieneinrichtung denen des erfindungsgemäßen Verfahrens im Wesentlichen entsprechen. Vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Verfahrens sind in Unter- ansprüchen angegeben.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispie ¬ len näher erläutert; dabei zeigen beispielhaft: Figur 1 ein Ausführungsbeispiel für eine erfindungsgemäße

Bedieneinrichtung, anhand derer auch das erfindungsgemäße Verfahren beispielhaft erläutert wird, und Figur 2 die Arbeitsweise einer Auswerteinrichtung der Bedieneinrichtung gemäß Figur 1, wenn ein Bedienhebel der Bedieneinrichtung durch einen neuen Bedienhebel mit einem anderen Verstellwinkelbereich ausgetauscht wird. In den Figuren werden der Übersicht halber für identische oder vergleichbare Komponenten stets dieselben Bezugszeichen verwendet . In der Figur 1 erkennt man eine Bedieneinrichtung 10 mit einem Bedienhebel 20, der um eine Hebelachse 30 verschwenkt werden kann. Der mögliche Verstellwinkelbereich des Bedienhebels 20 ist in der Figur 1 mit dem Bezugszeichen Δ gekennzeichnet. Es lässt sich erkennen, dass der Bedienhebel zwi- sehen einem Winkel min bis zu einem Winkel max verschwenkt werden kann.

Mit dem Bedienhebel 20 steht eine Rastscheibe 40 in Verbin ¬ dung, die mit Ausnehmungen 50, 51 und 52 ausgestattet ist. Die Ausnehmungen 50, 51 und 52 wirken mit einem Arretierungs ¬ element 60 zusammen, das durch eine Feder 70 druckbelastet ist und in der Figur 1 nach oben gedrückt wird. Durch die Ausnehmungen 50, 51 und 52 werden Bedienstellungen des Bedienhebels 20 vorgegeben: Wird nämlich die Rastscheibe 40 derart verschwenkt, dass das Arretierungselement 60 in eine der Ausnehmungen eingreifen kann, so wird durch die Feder 70 die jeweilige Bedienstellung des Bedienhebels 20 federnd ar ¬ retiert . Mit dem Bedienhebel 20 bzw. mit der Rastscheibe 40 steht eine Winkelmesseinrichtung 80 in Verbindung, die den jeweiligen Verstellwinkel des Bedienhebels 20 misst und ausgangsseitig digitalisierte Winkelwerte D( ) erzeugt. Mit der Winkelmesseinrichtung 80 steht ausgangsseitig eine

Auswerteinrichtung 90 in Verbindung, zu der die digitalisierten Winkelwerte D( ) gelangen. Zur Verarbeitung der digitalisierten Winkelwerte D( ) weist die Auswerteinrichtung 90 ein winkelmesseinrichtungsspezifisches Zuordnungsmodul ZM auf, das die zur Auswerteinrichtung 90 gelangenden digitalisierten Winkelwerte D( ) verarbeitet. Dem winkelmesseinrichtungsspezifischen Zuordnungsmodul ZM nachgeordnet ist ein hebelspezifisches Konfigurationsmodul KM, das ausgangsseitig ein Signal für die Bedienstellung V(cp) des Bedienhebels 20 erzeugt. Die Winkelmesseinrichtung 80 und die Auswerteinrichtung 90 bilden eine Sensoreinrichtung 100 der Bedieneinrichtung 10.

Die Bedieneinrichtung 10 kann beispielsweise wie folgt be ¬ trieben werden:

Die von der Winkelmesseinrichtung 80 gebildeten digitalisierten Winkelwerte D( ) gelangen zu dem winkelmesseinrichtungs- spezifischen Zuordnungsmodul ZM und werden von diesem verarbeitet. In diesem Verarbeitungsschritt erzeugt das Zuord- nungsmodul ZM einen Einheitskreiswinkel φ, der dem von der Winkelmesseinrichtung 80 gelieferten digitalen Winkelwert D( ) auf dem 360 ° -Einheitskreis entspricht.

Der von dem Zuordnungsmodul ZM erzeugte Einheitskreiswinkel φ wird zu dem Konfigurationsmodul KM übertragen, in dem für je ¬ den Einheitskreiswinkel φ des Bedienhebels 20 jeweils die zu ¬ gehörige Bedienstellung V(cp) des Bedienhebels zugeordnet ist. Das Konfigurationsmodul KM ordnet somit dem von dem Zuord ¬ nungsmodul ZM empfangenen Einheitskreiswinkel φ die hinter- legte Bedienstellung V(cp) zu und gibt diese in Form eines entsprechenden Ausgangssignals ausgangsseitig am Ausgang der Auswerteinrichtung 90 ab. In der Figur 2 ist schematisch dargestellt, wie das Zuord ¬ nungsmodul ZM die Zuordnung zwischen den digitalisierten Winkelwerten D( ) und dem Einheitskreiswinkel φ durchführt. Es lässt sich der Einheitskreis K erkennen, auf dem Einheits- kreiswinkel φ in Form von Punkten gekennzeichnet sind. Den Einheitskreiswinkeln φ zugeordnet sind Winkelwerte, die von der Winkelmesseinrichtung 80 geliefert werden. Je nach dem eingesetzten Bedienhebel 20 kann der Verstellwinkelbereich Δ gemäß Figur 1 unterschiedlich groß sein; auch können sich die Startwinkel min, bei denen ein Verschwenken des Bedienhebels 20 beginnt, unterscheiden.

In der Figur 2 sind beispielhaft für zwei unterschiedliche Bedienhebel jeweils der Startwinkel und der Verstellwinkelbe- reich durch gestrichelte Linien dargestellt; dabei bezeichnet Δβ den Verstellwinkelbereich eines ersten Bedienhebels, ßo den Startwinkel dieses ersten Bedienhebels, Δγ den Verstell ¬ winkelbereich eines zweiten, anderen Bedienhebels und γο den Startwinkel dieses zweiten anderen Bedienhebels.

Es lässt sich erkennen, dass die Verstellwinkelbereiche sowie die Startwinkel auf Einheitskreiswinkel des 360 ° -Einheits ¬ kreises abgebildet werden. Die Zuordnung zwischen den Verstellwinkeln bzw. den digitalisierten Winkelwerten D( ) und den Einheitskreiswinkeln φ ist unabhängig von dem eingesetzten Bedienhebel und wird lediglich durch die Funktionsweise der Winkelmesseinrichtung 80 bestimmt. Durch die Zuordnung der Verstellwinkel zu Einheitskreiswinkeln φ wird somit ei ¬ ne Vorauswertung durchgeführt, die lediglich von der Arbeits- weise der Winkelmesseinrichtung 80 bestimmt ist und bedienhe- belunabhängig ist. Der Einfluss des Bedienhebels 20 auf die jeweilige Bedienstellung wird durch das hebelspezifische Kon ¬ figurationsmodul KM berücksichtigt, das die jeweilige Bedien- Stellung in Abhängigkeit von dem ermittelten Einheitskreiswinkel φ angibt. Das hebelspezifische Konfigurationsmodul KM ist somit unabhängig von der eingesetzten Winkelmesseinrichtung 80, da deren Arbeitsweise durch das Zuordnungsmodul ZM beschrieben wird.

Durch die Trennung des Zuordnungsmoduls ZM und des Konfigura ¬ tionsmoduls KM ist es nun möglich, ohne großen Aufwand einen Austausch der Winkelmesseinrichtung 80 oder einen Austausch des Bedienhebels 20 vorzunehmen. Wird beispielsweise der Be ¬ dienhebel 20 durch einen anderen Bedienhebel mit einem ande ¬ ren Verstellwinkelbereich Δ ausgetauscht, so muss die Aus ¬ werteinrichtung 90 lediglich ein Konfigurationsmodul KM laden bzw. berücksichtigen, das die Funktionsweise des Bedienhebels 20 beschreibt. Das Zuordnungsmodul ZM kann dabei unverändert bleiben, da die Winkelmesseinrichtung 80 als solche nicht verändert wird.

Wird hingegen die Winkelmesseinrichtung 80 durch eine andere Winkelmesseinrichtung ausgetauscht, wobei der Bedienhebel 20 unverändert bleibt, so muss in der Auswerteinrichtung 90 nur ein neues Zuordnungsmodul ZM installiert werden, das die Ar ¬ beitsweise der neuen Winkelmesseinrichtung 80 berücksichtigt und eine korrekte Zuordnung der digitalisierten Winkelwerte D( ) zu Einheitskreiswinkeln φ ermöglicht. Das Konfigurati ¬ onsmodul KM kann an dieser Stelle unverändert bleiben, da sich an dem Bedienhebel 20 und somit an der Zuordnung zwischen den Einheitswinkeln φ und der jeweiligen Bedienstellung nichts ändert.

Zusammengefasst ist damit festzustellen, dass durch die Ver ¬ wendung von Zuordnungsmodulen, die die Funktionsweise der Winkelmesseinrichtung 80 beschreiben, und Konfigurationsmodu- len KM, die die Arbeitsweise des Bedienhebels beschreiben, ein einfaches Austauschen und Modifizieren von einzelnen Komponenten der Bedieneinrichtung 10 möglich ist. Durch die beschriebene Verwendung von Zuordnungsmodulen ZM und Konfigurationsmodulen KM lässt sich also mit anderen Worten erreichen, dass unabhängig von einer spezifischen Bedienfunktion jede Hebelstellung eines Bedienhebels einen zugeord ¬ neten festen Einheitskreiswinkel oder Einheitskreiswinkelbe- reich aufweist. Unabhängig von spezifischen Auslenkwinkeln werden also für alle Bedienhebel in gleicher Lage identische Einheitskreiswinkel erzeugt, so dass unter Verwendung eines beispielsweise vom Hersteller des Bedienhebels 20 gelieferten Konfigurationsmoduls KM eine einfache Parametrierung der Be- dieneinrichtung 10 hinsichtlich des verwendeten Bedienhebels 20 möglich ist. Soll der Bedienhebel 20 durch einen anderen Bedienhebel ausgetauscht werden, so ist nach einem mechani ¬ schen Austausch des Bedienhebels lediglich das alte Konfigu ¬ rationsmodul durch ein neues Konfigurationsmodul zu ersetzen, das die Arbeitsweise des Bedienhebels 20 hinsichtlich seiner bereitgestellten Bedienstellungen charakterisiert. Die übrigen Komponenten der Auswerteinrichtung 90, insbesondere das Zuordnungsmodul ZM, das die Funktionsweise der Winkelmessein ¬ richtung 80 charakterisiert, können unverändert bleiben.

Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass sich durch die beschriebene Vereinheitlichung bzw. Modularisierung der Auswerteinrichtung 90 der Anpassungsaufwand verringert, wenn Teile der Bedieneinrichtung 10 durch andere Teile, beispiels- weise einen anderen Bedienhebel oder eine andere Winkelmess ¬ einrichtung, ersetzt werden; denn es müssen auswerteinrich- tungsseitig lediglich die entsprechende Module, die die aus ¬ getauschten Teile beschreiben, aktualisiert werden. Bezugs zeichenliste

10 Bedieneinrichtung

20 Bedienhebel

30 Hebelachse

40 Rastscheibe

50 Ausnehmung

51 Ausnehmung

52 Ausnehmung

60 Arretierungselement

70 Feder

80 Winkelmesseinrichtung

90 Auswerteinrichtung

100 Sensoreinrichtung α Verstellwinkel

Δ Verstellwinkelbereich

Δβ Verstellwinkelbereich ß o Startwinkel

Δγ Verstellwinkelbereich

Yo Startwinkel

amin Winkel

max Winkel

φ Einheitskreiswinkel

D( ) Winkelwert

K Einheitskreis

V(cp) Bedienstellung

KM Konfigurationsmodul

ZM Zuordnungsmodul