| JP3495614 | COOKING APPARATUS |
| JP59189227 | NAMEPLATE FIXING DEVICE FOR HEAT COOKING OVEN |
| JP60164135 | FLOOR SETTING TYPE COOKING APPLIANCE |
Reinker, Bernward (Franz-Schubert-Str. 1, Regenstauf, 93128, DE)
Stitzl, Bernd (Calle Sagrada Familia, num.1 Casa, 5° lzda Zaragoza, 50012, ES)
Blumenthal, Peter (Gmelchstr. 24, Traunstein, 83278, DE)
Reinker, Bernward (Franz-Schubert-Str. 1, Regenstauf, 93128, DE)
Stitzl, Bernd (Calle Sagrada Familia, num.1 Casa, 5° lzda Zaragoza, 50012, ES)
| 1. | Bedieneinheit für ein elektrisches Haushaltsgerät zum Einstellen von Betriebs funktionen undparametern mit wenigstens einem auf einer Platte (4) magne tisch gehalterten Bedienknebel (10), der zum Auswählen einer Betriebsfunktion, wie der Auswahl einer Kochstelle (8), aus einer Ausgangsstellung (28) in eine Auswahistellung (30) schiebbar ist und der zum Einstellen des Betriebsparame ters, wie einer Heizstufe, um eine Knebelachse (12) drehbar ist, dadurch ge kennzeichnet, dass zur magnetischen Halterung des Bedienknebels (10) im Be reich der Platte (4) eine Magnetanordnung mit mehreren ortsfest angeordneten Magneten (24,26) vorgesehen ist, die auf wenigstens einen Permanentmagne ten (14) undloder ein ferromagnetisches Element (18) des Bedienknebels (10) eine magnetische Anziehungskraft ausübt und Drehund Verschiebebewegun gen des Bedienknebels (10) ermöglicht. |
| 2. | Bedieneinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine optische und/oder akustische Signaleinrichtung (31) die Auswahlstellung (30) des Bedien knebels (10) anzeigt. |
| 3. | Bedieneinheit nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Be dienknebel (10) ausgelegt ist, um aus der Auswahistellung (30) selbsttätig in die Ausgangsstellung (28) zurückzugleiten. |
| 4. | Bedieneinheit nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Be dienknebel (10) ausgelegt ist, um aus der Auswahlstellung (30) durch Zurück schieben in die Ausgangsstellung (28) gebracht zu werden. |
| 5. | Bedieneinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn zeichnet, dass die ortsfest angeordneten Magnete (24,26) der Magnetanord nung einen Zentralmagneten (24) und eine Anzahl von, insbesondere wenigs tens drei, jeweils um diesen verteilte Kranzmagneten (26) aufweisen. |
| 6. | Bedieneinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn zeichnet, dass der Bedienknebel (10) einen Haltemagneten (14) sowie eine fer romagnetischen Scheibe (18) mit wenigstens drei Armen (22) an einer Unterseite (16) des Bedienknebels (10) aufweist. |
| 7. | Bedieneinheit nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die ferromagne tische Scheibe als Polspinne (18) aus Weicheisen gebildet ist. |
| 8. | Bedieneinheit nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die An zahl und die Anordnung von Armen (22) der Polspinne (18) der Anzahl von Kranzmagneten (26) entspricht. |
| 9. | Bedieneinheit nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass zur Ausübung der magnetischen Anziehungskraft der Zentralmagnet (24) bzw. die Kranzmagnete (26) dem Haltemagneten (14) des Bedienknebels (10) ge genpolig gegenüberliegen. |
| 10. | Bedieneinheit nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass zur Erzeugung von abstoßend wirkenden Magnetkräften die Arme (22) der fer romagnetischen Polspinne bzw. Scheibe (18) den Kranzmagneten (26) bzw. dem Zentralmagneten (24) gleichpolig gegenüberliegen. |
| 11. | Bedieneinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn zeichnet, dass der Bedienknebel (10) zum Einstellen von wenigstens zwei Be triebsfunktionen ausgelegt ist. |
| 12. | Bedieneinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn zeichnet, dass entlang der Platte (4) beabstandet vom Umfang des Zentralmag neten (24) ein Aktivierungsbereich (32) zur Aktivierung der ausgewählten Be dienfunktion (8) vorgesehen ist. |
| 13. | Bedieneinheit nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Aktivie rungsbereich (32) durch eine zum Zentralmagneten (24) benachbarte erste Be grenzung (33) und durch eine zum Zentralmagneten (24) weiter beabstandete zweite Begrenzung (34) begrenzt ist. |
| 14. | Bedieneinheit nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Be grenzung (33) des Aktivierungsbereiches (32) über einen Abstand (a1) von we nigstens 5 mm vom Umfang des Zentralmagneten (24) entfernt. |
| 15. | Bedieneinheit nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Begrenzung (34) des Aktivierungsbereiches (32) über einen Abstand (a2) bis zu 15 mm vom Umfang des Zentralmagneten (24) entfernt ist. |
| 16. | Bedieneinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn zeichnet, dass die Auswahl der Betriebsfunktion (8) durch den Bedienknebel (10) nur dann erfasst ist, wenn der Bedienknebel (10) nach einem vorgegebenen Zeitintervall wieder in die Ausgangsstellung (28) zurückgestellt ist. |
| 17. | Bedieneinheit nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass das vorgege bene Zeitintervall zwischen zwei und fünf Sekunden liegt. |
| 18. | Bedieneinheit nach einem der Ansprüche 5 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Kranzmagnete (26) gleichmäßig um den Umfang des Zentralmagneten (24) verteilt sind. |
Eine gattungsgemäße Bedieneinheit für ein elektrisches Haushaltsgerät ist in der EP 0 962 707 A1 beschrieben. Ein an einer Bedienfläche gehalterter Bedienknebel dient zum Einstellen von Betriebsfunktionen, bspw. zum Auswählen einer bestimmten Kochstelle eines elektrischen Herdes und kann zu diesem Zweck aus einer Ausgangsstellung in eine Auswahlstellung geschoben bzw. geschwenkt werden. Zum Einstellen eines Betriebsparameters, bspw. einer Heizstufe kann der Bedienknebel weiterhin um eine Knebelachse gedreht werden. Eine Ausführungsform dieser gattungsgemäßen Bedieneinheit sieht eine geschlossene Bedienfläche vor, an welcher der B edienknebel a bnehmbar m ittels M agnetkraft g ehaltert ist. Die maximal zulässigen Verschiebewege sind hierbei durch einen in eine Führungskulisse der Bedienfläche eingreifenden und dort entlang gleitenden Führungszapfen des Bedienknebels vorgegeben.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Bedieneinheit nach dem O- berbegriff des Patentanspruchs 1 so zu verbessern, dass sich eine leichte Bedienbarkeit sowie eine einfach aufgebaute und in der Funktion verbesserte Koppelung mit dem Haushaltsgerät ergibt.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe bei einer Bedieneinheit nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 dadurch gelöst, dass zur magnetischen Halterung des Bedienknebels im Bereich der Platte eine Magnetanordnung mit mehreren ortsfest angeordneten Magneten vorgesehen ist, die auf wenigstens einen Permanentmagneten und/oder ein ferromagne- tisches Element des Bedienknebels eine magnetische Anziehungskraft ausübt und Dreh- und Verschiebebewegungen des Bedienknebels ermöglicht. Mit einer solchen erfin-
dungsgemäßen Bedieneinheit ist eine einfache und übersichtliche Bedienung des elektri- schen Haushaltsgeräts ermöglicht. So kann durch Verschieben des Bedienknebels aus einer Ausgangsstellung in eine Auswahlstellung eine Betriebsfunktion ausgewählt wer- den, d ie b eispielsweise i n d er A uswahl e iner b estimmten K ochstelle e ines elektrischen Herdes besteht. Durch Drehen des Bedienknebels in herkömmlicher Art und Weise kann ein Betriebsparameter der zuvor ausgewählten Betriebsfunktion beeinflusst werden.
Durch Drehen des Bedienknebels um seine Knebelachse kann beispielsweise eine Heiz- stufe der zuvor ausgewählten Kochstelle beeinflusst werden. Der Bedienknebel kann vom ersten Bedienschritt, der Auswahl der Betriebsfunktion bis zum zweiten Bedienschritt, dem Einstellen des Betriebsparameters der ausgewählten Betriebsfunktion, unverändert in der Hand einer Bedienperson verbleiben. Ein Griffwechsel oder die Betätigung eines Zusatzelementes der Bedieneinheit ist nicht erforderlich. Zudem ist jedem Bedienschritt eine eigene, charakteristische Bewegungsart des Bedienknebels zugeordnet. Durch die zusammenwirkenden Permanentmagneten der Bedienfläche und des Bedienknebels kann dieser von der Platte abgezogen werden und nahezu beliebig auf der Platte ver- schoben und/oder verdreht werden. Die Platte kann völlig plan ausgestaltet sein und kann auf diese Weise optimal von anhaftendem Schmutz gereinigt werden. Alle möglichen Verschiebe-und Drehbewegungen des Bedienknebels werden ausschließlich durch die Gestaltung der zusammenwirkenden magnetischen Elemente definiert.
Eine Anschlagsstellung in jeweils einer der Auswahlstellungen kann gemäß einer Ausge- staltung der Erfindung durch ein optisches und/oder akustische Signal angezeigt werden.
Auf diese Weise wird der Bedienperson angezeigt, dass sich der Bedienknebel in der Auswahlstellung befindet und nicht weiter über diese hinausgeschoben werden sollte.
Eine Sicherheitsfunktion kann beispielsweise darin bestehen, dass die zuvor angewählte Betriebsfunktion bei Abnehmen des Bedienknebels oder bei zu weitem Schieben über seine Anschlagstellung hinaus abgeschaltet wird.
Die Abtastung und Erfassung der Verschiebe-und Drehbewegungen des Bedienknebels kann in an sich bekannter Weise auf induktivem, auf optischem oder auf magnetischem Wege erfolgen. Die erwähnten Abtastverfahren können ggf. auch miteinander kombiniert werden.
Eine erste Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass der Bedienknebel aus jeder der Auswahistelllungen selbsttätig in die Ausgangsstellung zurückgleitet. Eine alternative Ausgestaltung kann darin bestehen, dass der Bedienknebel in jeder oder nur in einigen der Auswahlstellungen verbleibt und aus diesen durch Zurückschieben in die Ausgangs- stellung gebracht werden muss. Diese alternativen Konfigurationen können jeweils durch geeignete Gestaltungen und Anordnungen der miteinander kommunizierenden magneti- schen Elemente realisiert werden.
Vorzugsweise sind im Bereich der Platte ein Zentralmagnet und mehrere in einem vorge- gebenenAbstand jeweils gleichmäßig ringförmig um diesen gruppierte Kranzmagneten vorgesehen. Jeder der Kranzmagneten definiert eine der möglichen Auswahlstellungen, in die der Bedienknebel geschoben werden kann. Bei vier vorhandenen Betriebsfunktio- nen, beispielsweise vier Kochstellen eines elektrischen Herdes, sind wenigstens vier ver- schiedene Auswahistellungen notwendig. In einer vorteilhaften W eiterbildung d er E rfin- dung können jedoch zusätzliche Auswahistellungen vorgesehen sein, die mit Zusatzfunk- tionen belegt sind. So können beispielsweise bei einem elektrischen Herd sechs Aus- wahistellungen zur Auswahl von vier Kochstellen sowie zur Steuerung von Zusatzfunktio- nen vorgesehen sein. Solche Zusatzfunktionen können beispielsweise eine Timersteue- rung, eine zentrale Zonenzuschaltung oder dergleichen sein. Sind sechs solcher Aus- wahlstellungen vorgesehen, sind entsprechend sechs um den Zentralmagneten gruppier- te Kranzmagneten notwendig.
Eine Ausgestaltung der Erfindung sieht an einer Unterseite des Bedienknebels einen Hal- temagneten sowie eine ferromagnetische Scheibe mit wenigstens drei Armen vor. Vor- zugsweise weist die ferromagnetische Scheibe, die beispielsweise als Polspinne aus Weicheisen ausgebildet sein kann, ebenso viele Arme auf, wie Kranzmagneten in bzw. an der Bedienfläche vorhanden sind. Die Polspinne aus Weicheisen bewirkt eine Magne- tisierung der Arme in einer zur Unterseite des Haltemagneten entgegengesetzten Polung.
Auf diese Weise können die Positionierungen der Arme auf den entsprechenden Kranz- magneten eine Abstoßung oder Anziehung bewirken, je nachdem wie die Kranzmagneten orientiert sind. Vorzugsweise sind die Kranzmagneten in gleicher Polung angeordnet wie der Zentralmagnet der Bedienfläche. Auf diese Weise kann der Bedienknebel mit seinen Haltemagneten auf einen der Kranzmagneten geschoben werden und unterliegt dabei einer magnetischen Anziehung. Da die Polspinne aus Weicheisen vorzugsweise die ent-
gegengesetzte Polung wie die Unterseite des Bedienknebels aufweist, wird beim Drehen des Bedienknebels eine Rastung bewirkt, die durch die abstoßenden Kräfte beim Über- streichen d er A rme d er P olspinne ü ber d ie K ranzmagneten b zw. d en Zentralmagneten bewirkt wird.
Zur Steuerung von zwei oder drei Betriebsfunktionen kann wahlweise jeweils ein Bedien- knebel vorgesehen s ein, der dem entsprechend zwei oder drei Auswahlstellungen auf- weist. Ebenso kann ein Bedienknebel mehrere Auswahlstellungen, beispielsweise sechs oder acht, aufweisen, so dass zur umfassenden Steuerung eines elektrischen Geräts ein Bedienknebel ausreichen kann.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn in einem Abstand vom Außenumfang des Zentralmag- neten ein Aktivierungsbereich vorgesehen ist, in den der Bedienknebel zum Auswählen der Bedienfunktion geschoben werden muß. Der Abstand zum Aktivierungsbereich ver- hindert, dass der Bedienknebel bei einer Drehbewegung in seiner Ausgangsstellung un- beabsichtigt in die Auswahlstellung verschoben wird. Daher ist eine gewisse exzentrische Drehbewegung des Bedienknebels in seiner Ausgangsstellung ermöglicht, ohne unbeab- sichtigt eine Auswahlstellung auszuwählen. Als besonders vorteilhaft hat sich ein Abstand zwischen dem Aktivierungsbereich und dem Zentralmagneten von zumindest 5 mm er- wiesen.
Ferner ist es von Vorteil, wenn eine äußere Begrenzung des Aktivierungsbereiches etwa bis zu 15 mm von dem Umfang des Zentralmagneten beabstandet ist. Dadurch sind noch ausreichend große magnetische Rückstellkräfte des Zentralmagneten gewährleistet, um ein Zurückstellen des Bedienknebels vom Aktivierungsbereich in die Ausgangsstellung zu unterstützen. Außerdem ergibt sich daraus für die Bedienperson eine kurze und daher komfortable Auslenkweglänge des Bedienknebels. Zugleich ist der Platzbedarf der ge- samten Bedieneinheit in dem Haushaltsgerät hinreichend reduziert. Die flächige Ausbil- dung des Aktivierungsbereiches gewährleistet zudem ein zuverlässiges Erfassen einer Verschiebebewegung des Bedienknebels. Dies ist insbesondere bei einer nur in Zeitinter- vallen erfolgenden induktiven und/oder optischen Abtastung des Bedienknebels von Be- deutung.
Sicherheitstechnisch vorteilhaft kann die mit dem Bedienknebel vorgenommene Auswahl einer Betriebsfunktion nur dann erfasst werden, wenn der Bedienknebel nach Ablauf ei- nes vorgegebenen Zeitintervalles wieder in seine Ausgangsstellung zurückgestellt wird.
Ist dies nicht der Fall, kann von einer Störung des Auswahivorgangs ausgegangen wer- den. Das Zeitintervall liegt bevorzugt zwischen zwei bis fünf Sekunden.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen der erfindungsgemä- ßen Bedieneinheit am Beispiel eines Kochfeldes beschrieben. Es zeigen : Figur 1 eine perspektivische Ansicht eines Kochfeldes mit einer Bedieneinheit, Figur 2 eine schematische Schnittansicht eines Bedienknebels der Bedieneinheit, Figur 3 eine Explosionsdarstellung der erfindungsgemäßen Bedieneinheit zur Ver- deutlichung der zusammen wirkenden magnetischen Elemente der Bedienflä- che und des Bedienknebels, Figuren 4 und 5 schematische Darstellungen der zusammen wirkenden magnetischen Elemente der Bedienfläche und des Bedienknebels und Figuren 6 und 7 Prinzipdarstellungen verschiedener Betätigungsvarianten der Bedienein- heit.
Figur 1 zeigt eine perspektivische Ansicht eines Kochfeldes 2 mit einer daran angeordne- ten Bedieneinheit in Gestalt eines Bedienknebels 10. Das Kochfeld 2 weist eine Glaske- ramikplatte 4 auf, die frontseitig in einer Plattenfacette 6 endet. Auf der Glaskeramikplatte 4 sind im gezeigten Ausführungsbeispiel vier in an sich bekannter Weise beheizbare Kochstellen 8 vorgesehen, die mit Dekor entsprechend markiert sein können. In der frontseitigen Plattenfacette 6 oder auf der Oberfläche der Glaskeramikplatte 4 kann ein Anzeigeelement bzw. können mehrere Anzeigeelemente (nicht dargestellt) angebracht sein, die angewählte Betriebsfunktionen bzw. Betriebsparameter anzeigen. In einem mit- tigen vorderen Bereich der Glaskeramikplatte nahe der Plattenfacette 6 ist ein Bedien- knebel 10 angeordnet, der um eine Knebelachse 12 gedreht und in verschiedene definier-
te Richtungen aus einer mittleren Ausgangsstellung in Auswahlstellungen verschoben werden kann.
Figur 2 zeigt eine schematische Schnittdarstellung der Glaskeramikplatte 4 mit dem dar- auf aufgebrachten Bedienknebel 10. Dieser ist mittels Magnetkraft auf der Glaskeramik- platte 4 gehaltert und kann parallel zu deren Oberfläche verschoben bzw. um seine Kne- belachse 12 gedreht werden. Erfindungsgemäß sind die Verschiebebewegungen des Bedienknebels 10 in seinen verschiedenen Auswahlstellungen sowie die mögliche Dreh- bewegungen um seine Knebelachse 12 ausschließlich durch die Anordnung von Perma- nentmagneten bzw. eines oder mehrerer magnetischer Elemente im Bedienknebel 10 definiert. An der Unterseite der Glaskeramikplatte 4 ist ein Zentralmagnet 24 angeordnet, um den in einem definierten Abstand mehrere Kranzmagneten 26 gruppiert sind. Der Zentralmagnet 24 weist eine stärkere Magnetisierung auf als die Kranzmagneten 26, was durch die unterschiedliche Größe angedeutet ist. An einer Knebelunterseite 16 des Be- dienknebels 10 ist mittig ein Haltemagnet 14 angebracht, der eine entgegengesetzte Po- lung zum Zentralmagneten 24 und vorzugsweise ungefähr eine gleiche Größe wie dieser aufweist. Ausgehend von einer der Knebelunterseite 16 abgewandten Oberseite des Hal- temagneten 14 ist eine Polspinne 18 in Gestalt einer sternförmigen Scheibe mit nach au- ßen weisenden Armen 22 angebracht, die vorzugsweise aus Weicheisen besteht und damit die gleiche Polung wie die Oberseite des Haltemagneten 14 aufweist. Da die Kranzmagneten 26 vorzugsweise in gleicher Polungsrichtung montiert sind wie der Zent- ralmagnet 24, bestehen zwischen den Armen 22 der Polspinne 18 und den Oberseiten der Kranzmagneten 26 jeweils abstoßende magnetische Kräfte.
Die E rfassung d er V erschiebebewegungen d es B edienknebels 1 0 zur Auswahl der zur Verfügung stehenden Betriebsfunktionen sowie der Drehbewegungen zur Auswahl der zur Verfügung stehenden Betriebsparameter des elektrischen Haushaltsgeräts kann in bekannter Weise, bspw. mittels induktiver und/oder optischer Abtastung erfolgen. Diese Abtastverfahren ermöglichen jeweils eine präzise berührungsfreie Signalübertragung und damit eine zuverlässige Bedienung des elektrischen Haushaltsgeräts.
Figur 3 zeigt eine schematische Explosionsdarstellung des von der Oberfläche der Glas- keramikplatte 4 abgehobenen Bedienknebels 10. In dieser perspektivischen Darstellung sind die Gruppierung der Permanentmagneten unterhalb der Glaskeramikplatte 4 sowie
die Anordnung der magnetischen Elemente des Bedienknebels 10 gut erkennbar. Im ge- zeigten Ausführungsbeispiels sind sechs jeweils gleichmäßig in gleichem Abstand um den Zentralmagneten 24 gruppierte Kranzmagneten 26 vorgesehen, deren Nordpol N nach oben in Richtung zum Bedienknebel 10 und deren Südpol S in entgegengesetzte Richtung weist. Der Zentralmagnet 24 weist die gleiche Polung mit dem Nordpol N nach oben auf. Der Südpol S des Haltemagneten 14 des Bedienknebels 10 weist zur Knebel- unterseite 16 und wird daher vom Zentralmagneten 24 angezogen. Die von einem Zent- ralbereich 20 auf dem Nordpol N des Haltemagneten 14 aufliegenden und seitlich nach unten gezogenen Armen 22 der Polspinne 18 weisen eine gleich gerichtete Polung auf wie die Oberseite des Haltemagneten 14 und werden daher von den Kranzmagneten 26 jeweils abgestoßen. Diese abstoßenden Wirkung zwischen den Armen 22 und den Kranzmagneten 26 bewirkt somit eine Anzahl von Raststellungen des um seine Knebel- achse 12 gedrehten Bedienknebels 10. Im gezeigten Ausführungsbeispiel sind dies sechs Raststufen. Der Bedienknebel kann wahlweise mit seinem Haltemagneten 14 über einen der Kranzmagneten 26 geschoben werden u nd b efindet s ich d amit i n e iner v on s echs Auswahistellungen. Je nach dem gewählten Abstand zwischen den Kranzmagneten 26 und dem Zentralmagneten 24 gleitet der Bedienknebel 10 nach dem Loslassen selbsttätig in seine Ausgangsstellung zurück, in der sich Haltemagnet 14 und Zentralmagnet 24 de- ckungsgleich übereinander befinden. Bei ausreichend groß gewähltem Abstand zwischen Zentralmagnet 24 und Kranzmagneten 26 wird die vom Zentralmagneten auf den Halte- magneten 14 ausgeübte magnetische Kraft zu schwach, so dass dieser in seiner gewähl- ten Auswahlstellung verbleibt und in die Ausgangsstellung zurückgeschoben werden muss.
Die Figuren 4 und'5 verdeutlichen in schematischen Darstellungen die Anordnung der Polspinne 18 relativ zu den Magneten 24,26 der Bedienfläche. Die Polspinne 4 befindet sich dabei mit ihrem Zentralbereich 20, unter dem der Haltemagnete 14 angeordnet ist, jeweils über dem obersten von sechs Kranzmagneten 26. In Figur 4 ist die Situation einer abstoßenden magnetischen Kraft zwischen den beiden dem obersten benachbarten Kranzmagneten 26 und den Armen 22 der Polspinne 18 gezeigt. Figur 5 verdeutlicht eine Ruheposition des Bedienknebeis, bei dem sich die Arme 22 der Polspinne 18 jeweils in Zwischenräumen zwischen benachbarten Kranzmagneten 26 der Bedienfläche befinden.
Ein typischer Auslenkweg kann zwischen 3 und 20 mm liegen.
In der Figur 5 ist mit gestrichelten Linien ein Aktivierungsbereich 32 dargestellt. Innerhalb des Aktivierungsbereiches 32 sind die sechs Kranzmagnete 26 angeordnet. Eine innere erste Begrenzung 33 des ringförmigen Aktivierungsbereiches 32 erstreckt sich in einem Abstand a1 von 5 mm konzentrisch um den Zentralmagneten 24. Zum Auswählen einer der den Kranzmagneten 26 zugeordneten Auswahlstellungen 30 muss der Bedienknebel 10 in den Aktivierungsbereich 32 geschoben werden. Der Abstand a1 ist derart bemes- sen, dass exzentrische Drehbewegungen des Bedienknebels in seiner Ausgangsstellung kein unbeabsichtigtes Auslenken des Bedienknebels 10 zu den Kranzmagneten 26 erge- ben. Eine äußere zweite Begrenzung 34 des Aktivierungsbereiches 32 erstreckt sich ge- mäß der Figur 5 konzentrisch um die innere Begrenzung 33 und ist über einen Abstand a2 von 15 mm in radialer Richtung von dem Außenumfang des Zentralmagneten 24 beabstandet. Befindet s ich d er B edienknebel 1 0 zwischen den ersten und zweiten Be- grenzungen 33, 34 des Aktivierungsbereiches 32, so sind die magnetischen Rückstell- kräfte d es Zentralmagneten 24 n och a usreichend g roß, u m e ine Rückstellung des Be- dienknebels 10 in seine Ausgangsstellung 28 zu unterstützen.
Aus s icherheitstechnischen G ründen d arf g emäß d em A usführungsbeispiel d er F igur 5 der gesamte Auswahivorgang des Bedienknebels nicht länger als 2 Sekunden andauern.
Bei einem Überschreiten des Zeitintervalls wird die Auswahl der Betriebsfunktion, etwa die Auswahl einer der Kochstellen 8, nicht erfasst.
Während des Auslenkvorgangs ist eine optische und/oder akustische Quittierung mittels einer Signaleinrichtung 31, wie in Figur 6 und 7 gezeigt, bei einer festgelegten Auslenk- weite sinnvoll. Sie fordert den Benutzer auf, den Bedienknebel nicht noch weiter auszu- lenken, sondern ihn in dieser Stellung zu belassen oder in seine Mittenposition selbsttätig durch magnetische Zurückstellkräfte zurückgleiten zu lassen. Bei einer optischen Quittie- rung wird vorzugsweise ein ringförmiges Leuchtsegment 31 bei der festgelegten Aus- lenkweite und Auslenkrichtung als optischer Anschlag benutzt. Das Leuchtsegment leuchtet bevorzugt in dem Augenblick auf, wo der Rand des Bedienknebels die festgeleg- te Auslenkweite gerade erreicht hat. Die Lichtmarke unter der Glaskeramikabdeckung wird dabei gerade vom Rand des Bedienknebels erreicht, ohne sie zu überdecken. Unter- stützend kann in diesem Augenblick e in k urzer S ignalton e ingesetzt w erden. B ei e iner ausschließlich vorgesehenen akustischen Quittierung wird die gleiche Funktionalität ohne Lichtmarke erfüllt. Beide Quittierungsarten können auch gemischt zur Anwendung kom-
men, um z. B. Hauptauslenkrichtungen von untergeordneten Auslenkrichtungen zu unter- scheiden. In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung wird die Lichtmarkierung zur Auswahl v on K ochstellen v erwendet u nd I euchtet s o I ange, b is e ine a ndere K ochstelle angewählt wird. Anschließend kann durch Drehen des Bedienknebels in der Mittenpositi- on die Kochstufe der gewählten und angezeigten Kochstelle eingestellt und jederzeit oh- ne vorheriges Auslenken direkt verändert werden.
Zum Bedienen der Bedieneinheit kann der Drehknebel beispielsweise gemäß Figur 6 in einer Ansicht von oben aus der zentralen Ausgangsstellung 28 in sechs verschiedene Auswahistellungen 30 geschoben werden. In diesen Auswahlstellungen 30 kann der Be- dienknebel dann jeweils gedreht werden. Zur Verringerung der Heizstufe einer Kochstelle 8 kann der Bedienknebel somit in die entsprechende Auswahlstellung 30 geschoben und durch Drehen entgegen des Uhrzeigersinns gedreht werden. Aufgrund des ausreichen- den Abstandes zwischen Zentralmagneten und Kranzmagneten verbleibt der Bedienkne- bei in der jeweils gewählten Auswahlstellung 30 und kann dort gedreht werden.
Gemäß Figur 7 kann die Betätigung des Bedienknebels auf alternative Weise wie folgt erfolgen. Zur Auswahl einer Betriebsfunktion, also der gewünschten Kochstelle 8, wird der Bedienknebel von der Bedienperson aus der mittleren Ausgangsstellung 28 in die entsprechende Auswahistellung 30 geschoben. Nach erfolgter Auswahl einer der Koch- stellen 8 verschiebt die Bedienperson den Bedienknebel wieder in die zentrale Ausgangs- stellung 28 zurück. Die Einstellung des Betriebsparameters, also der Heizstufe der aus- gewählten Kochstelle 8, erfolgt anschließend durch das Drehen des Bedienknebels in der zentralen Ausgangsstellung 28. Zusätzlich oder alternativ kann auch vorgesehen sein, dass beispielsweise eine stufenweise Erhöhung oder Verringerung der Heizstufe einer ausgewählten Kochstelle 8 durch wiederholtes Schieben des Bedienknebels aus der Ausgangsstellung 28 in die entsprechende Auswahistellung 30 erfolgt.
In beiden gezeigten Varianten ist eine Verbindung der erfindungsgemäßen Funktionalität des Bedienknebels mit zusätzlichen Berührungssensoren möglich, um beispielsweise einen unabhängigen Hauptschalter zu realisieren. Das Abnehmen des Bedienknebels während des Betriebs könnte nach einer Warnphase alle Kochstellen abschalten und damit in den Hauptschalter einseitig eingreifen. Diese Warnung kann akustisch und/oder optisch erfolgen. Weitere Funktionen können in beiden Varianten durch mehrmaliges
Auslenken in die selbe Richtung auch in einem sogenannten Toggle-Modus belegt wer- den, wie beispielsweise eine Zonenzuschaltung.
Ein bedeutender Vorteil der erfindungsgemäßen Anordnung der Bedieneinheit liegt darin, dass der zentrale Bedienknebel leicht reinigbar und abnehmbar ist und auf diese Weise auch die Reinigung der völlig planen Glaskeramikplatte ermöglicht, die zudem keinerlei Durchbrüche oder Absätze aufweist. Der gesamte Bedienbereich mit seiner Bedruckung und den in seiner Nähe gruppierten Leuchtmarkierungen kann sehr klein und damit platz- sparend ausgeführt sein. Er ist ebenso leicht zu reinigen wie eine Kochmulde mit Berühr- steuerung, ohne dass damit deren Nachteile verbunden sind, wie beispielsweise den un- vermeidlichen Fingerabdrücken sowie den Wärmeeinflüssen bei der Berührung einer e- ventuell heißen Glaskeramikoberfläche.
Bezugszeichenliste 2 Kochfeld 4 Glaskeramikplatte 6 Plattenfacette 8 Kochstelle <BR> <BR> 10 Bedienknebel<BR> 12 Knebelachse 14 Haltemagnet 16 Knebelunterseite<BR> 18 Polspinne 20 Zentralbereich 22 Arm 24 Zentralmagnet 26 Kranzmagnet 28 Ausgangsstellung 30 Auswahlstellung 31 Signaleinrichtung 32 Aktivierungsbereich 33 Erste Begrenzung 34 Zweite Begrenzung N Nordpol (Magnet) S Südpol (Magnet)
