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Title:
CONTROL VALVE FOR CONTROLLING A FLUID FLOW
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2016/173592
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a control valve for controlling a fluid flow, in particular a coolant flow in a coolant circuit of an internal combustion engine, comprising a valve element (1) which is provided with at least one opening, and which can move relative to a valve housing (4). With a movement of the valve element (1), the at least one opening can be brought into a position in which it overlaps a conduit cross-section (6) defined on the valve housing (4) side, in order to permit a flow of fluid. In addition, a sealing element (9) is provided which is accommodated on the valve housing (4) such that it radially surrounds the conduit cross-section (6), and a sealing surface (11) of which can be brought into contact with a surface (2) of the valve element (1), thus bridging a gap (12) that extends between the surface (2) of the valve element (1) and the valve housing (4) in the region of the sealing element (9). In order to provide a control valve that is characterised by minimal friction losses over the working range thereof, the extent of the gap (12) changes according to the movement of the valve element (1) in relation to the valve housing (4). In addition, the extent of the gap (12) reaches a maximum in the region in which the at least one opening overlaps the conduit cross-section (6), at which extent the sealing element (9) comprising its sealing surface (11) is raised from the surface (2) of the valve element (1).

Inventors:
HURST, Sebastian (Daimlerstr. 8, Herzogenaurach, 91074, DE)
Application Number:
DE2016/200173
Publication Date:
November 03, 2016
Filing Date:
April 07, 2016
Export Citation:
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Assignee:
SCHAEFFLER TECHNOLOGIES AG & CO. KG (Industriestraße 1-3, Herzogenaurach, 91074, DE)
International Classes:
F16K39/06; F16K5/20
Foreign References:
DE102009025360A12010-12-23
EP1258662A22002-11-20
EP0547381A11993-06-23
DE2556729C21984-07-12
DE102009025360A12010-12-23
DE10124323C12002-12-19
DE102010026368A12012-01-12
EP0547381A11993-06-23
DE2556729C21984-07-12
DE2818935A11978-11-02
GB2352494B2003-04-23
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Claims:
Patentansprüche

1 . Regelventil zur Regelung eines Fluidflusses, umfassend ein Ventilelement (1 ), das mit einem Durchbruch ausgestattet und relativ zu einem Ventilgehäuse (4) bewegbar ist, wobei der Durchbruch durch Bewegung des Ventilelements (1 ) in Überdeckung mit einem seitens des Ventilgehäuses (4) definierten Lei- tungsquerschnitt (6) bringbar ist, um ein Strömen von Fluid zu ermöglichen, und wobei ein Dichtelement (9) vorgesehen ist, das am Ventilgehäuse (4) den Leitungsquerschnitt (6) radial umgebend aufgenommen und an einer Dichtflä- che (1 1 ) mit einer Oberfläche (2) des Ventilelements (1 ) unter Überbrückung eines Spalts (12) in Kontakt bringbar ist, der sich zwischen der Oberfläche (2) des Ventilelements (1) und dem Ventilgehäuse (4) im Bereich des Dichtele- ments (9) erstreckt, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Erstreckung des Spalts (12) in Abhängigkeit der Bewegung des Ventilelements (1 ) zum Ventil- gehäuse (4) verändert und dass sich im Bereich der Überdeckung des Durch- bruchs mit dem Leitungsquerschnitt (6) eine maximale Erstreckung des Spalts (12) einstellt, bei der das Dichtelement (9) mit seiner Dichtfläche (1 1) von der Oberfläche (2) des Ventilelements (1 ) abgehoben ist. 2. Regelventil nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Verände- rung der Erstreckung des Spalts (12) durch eine ungleichmäßige Gestaltung der Oberfläche (2) verwirklicht ist, indem auf einem Grundkörper (14) des Ven- tilelements (1 ) abseits des zumindest einen Durchbruchs eine zusätzliche, ei- ne Abmessung des Ventilelements (1 ) in Richtung des Ventilgehäuses (4) vergrößernde Kontur (15) aufgesetzt ist

3. Regelventil nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche (2) des Ventilelements (1 ) als Kugeloberfläche oder als Teil einer Kugelober- fläche gestaltet ist.

4. Regelventil nach Anspruch 2 und 3. dadurch gekennzeichnet, dass der

Grundkörper (14) als erste Kugel oder als Teil einer ersten Kugel vorliegt, auf welcher Kugel oder auf welchem Teil der Kugel die Kontur (15) in Form eines Teils einer zweiten Kugel aufgesetzt ist.

5. Regelventil nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass Übergänge zwischen unterschiedlichen Abmessungen (13, 16) des Ventilelements (1) in Richtung des Ventilgehäuses (4) jeweils über Rampen (19 bis 22) gestaltet sind.

6. Regelventil nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Leitungs- querschnitt (6) durch einen Stutzen (7) des Ventilgehäuses (4) definiert ist.

7. Regelventil nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Stutzen (7) und ein weiterer Teil des Ventilgehäuses (4) einen zwischenliegenden Raum (8) definieren, in dem ein das Dichtelement (9) in Richtung des Ventilelements (1 ) vorspannendes Federelement (10) aufgenommen ist, wobei ein mechani- scher Anschlag (17) für das Dichtelement (9) vorgesehen ist, der das Dicht- element (9) bei Vorliegen der maximalen Erstreckung des Spalts (12) an einer Anlage an der Oberfläche (2) hindert.

8. Regelventil nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Durch- bruch im Ventilelement (1) als Langloch (3) gestaltet ist.

9. Regelventil nach Anspruch 5 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass die

Rampen (19 bis 22) jeweils beidseitig des Langlochs (3) vorgesehen sind, wo- bei auf eine geringere Abmessung (13) des Ventilelements (1 ) reduzierende Rampen (19, 20) ab Beginn einer Überschneidung des Langlochs (3) mit dem Leitungsquerschnitt (6) bis zur vollständigen Freigabe des Leitungsquerschnitt (6) verlaufen, während auf eine größere Abmessung (16) des Ventilelements (1) vergrößernde Rampen (21 , 22) ab Ende der vollständigen Freigabe des Leitungsquerschnitts (6) durch das Langloch (3) bis zum Ende der Über- schneidung des Langlochs (3) mit dem Leitungsquerschnitt (6) verlaufen.

10. Fluidkreislauf, umfassend ein Regelventil nach einem oder mehreren der An- sprüche 1 bis 9.

Description:
Regelventil zur Regelung eines Fluidflusses

Die Erfindung betrifft ein Regelventil zur Regelung eines Fluidflusses, insbesonde- re eines Kühlmittelflusses in einem Kühlmittelkreislauf einer Brennkraftmaschine, umfassend ein Ventilelement, das mit zumindest einem Durchbruch ausgestattet und relativ zu einem Ventilgehäuse bewegbar ist, wobei der Durchbruch durch Bewegung des Ventilelements in Überdeckung mit einem seitens des Ventilge- häuses definierten Leitungsquerschnitt bringbar ist, um ein Strömen von Fluid zu ermöglichen, und wobei ein Dichtelement vorgesehen ist, das am Ventilgehäuse den Leitungsquerschnitt radial umgebend aufgenommen und an einer Dichtfläche mit einer Oberfläche des Ventilelements unter Überbrückung eines Spalts in Kon- takt bringbar ist, der sich zwischen der Oberfläche des Ventilelements und dem Ventilgehäuse im Bereich des Dichtelements erstreckt. Aus der DE 10 2009 025 360 A1 geht ein Regelventil hervor, das ein quer zu ei- nem Ventilgehäuse verschiebbares Ventilelement mit einem Durchbruch umfasst. Dabei kann dieses Ventilelement mit seinem Durchbruch durch entsprechende Verschiebung in Überdeckung mit einem Leitungsquerschnitt des Ventilgehäuses gebracht werden, um ein Strömen von Fluid aus dem Leitungsquerschnitt zu er- möglichen. Im Bereich des Leitungsquerschnitts ist das Ventilgehäuse zudem mit einem Dichtelement versehen, das mit einer Dichtfläche an eine Oberfläche des Ventilgliedes andrückt und dabei eine Abdichtung eines sich zwischen der Ober- fläche des Ventilelements und dem Ventilgehäuse erstreckenden Spalts vornimmt. Weitere Absperr- bzw. Drehschieberventile sind bekannt aus DE 101 24 323 C1 , DE 10 2010 026 368 A1 , EP 0 547 381 A1 , DE 25 56 729 C2, DE 28 18 935 A1 und GB 2 352 494 B.

Ausgehend vom vorstehend beschriebenen Stand der Technik ist es nun die Auf- gäbe der vorliegenden Erfindung, ein Regelventil zu schaffen, das sich über sei- nen Arbeitsbereich durch möglichst geringe Reibverluste auszeichnet.

Diese Aufgabe wird ausgehend vom Oberbegriff des Anspruchs 1 in Verbindung mit dessen kennzeichnenden Merkmalen gelöst. Die abhängigen Ansprüche ge- ben jeweils vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung wieder.

Gemäß der Erfindung umfasst ein Regelventil ein Ventilelement, das mit zumin- dest einem Durchbruch ausgestattet ist und relativ zu einem Ventilgehäuse be- wegt werden kann. Dabei kann der Durchbruch durch Bewegung des Ventilele- ments in Überdeckung mit einem seitens des Ventilgehäuses definierten Lei- tungsquerschnitt gebracht werden, um ein Strömen von Fluid zu ermöglichen. Des Weiteren ist ein Dichtelement vorgesehen, das am Ventilgehäuse den Leitungs- querschnitt radial umgebend aufgenommen ist und an einer Dichtfläche mit einer Oberfläche des Ventilelements unter Überbrückung eines Spalts in Kontakt ge- bracht werden kann, wobei sich der Spalt zwischen der Oberfläche des Ventilele- ments und dem Ventilgehäuse im Bereich des Dichtelements erstreckt. Eine Regelung des jeweiligen Fluidflusses erfolgt also über das Regelventil durch entsprechende Positionierung des Durchbruchs zum Leitungsquerschnitt, da erst ab einer Überschneidung des Durchbruchs mit dem Leitungsquerschnitt ein Durchströmen des Ventilelements mit dem Fluid über den Durchbruch ermöglicht wird. Ein Volumenstrom an Fluid wird dabei über den Grad der Überschneidung des Durchbruchs mit dem Leitungsquerschnitt geregelt, wobei ein maximaler Vo- lumenstrom bei vollständiger Freigabe des Leitungsquerschnitts durch das Ventil- element darstellbar ist. Bei dem Leitungsquerschnitt kann es sich im Bereich des Regelventils um einen Zulauf oder auch einen Ablauf für Fluid handeln. Das Fluid kann also ab Überschneidung von Durchbruch und Leitungsquerschnitt aus die- sem über den Durchbruch ausströmen oder über den Durchbruch in den Lei- tungsquerschnitt einströmen. Insbesondere im letztgenannten Fall kann sich ein Ablauf dann aber auch noch zu mehreren Leitungen aufzweigen.

Das Dichtungselement ist seitens des Ventilgehäuses aufgenommen und um- schließt den Leitungsquerschnitt radial, d.h. das Dichtelement umgibt den Lei- tungsquerschnitt quer zu einer Strömungsrichtung des Fluids, um eine Mündung des Leitungsquerschnitts bei Anlage des Dichtelements an der Oberfläche des Ventilelements entsprechend gegenüber einer Umgebung abzudichten. Insofern ist das Dichtelement bevorzugt als ringförmige oder hohlzylindrische Dichtung ausgeführt, die mit einer kreisförmigen Dichtfläche an der Oberfläche des Ventil- elements zur Anlage kommen kann. Die Abdichtung findet dabei dadurch statt, dass das Dichtelement einen Spalt überbrückt, der zwischen der Oberfläche des Ventilelements und dem Ventilgehäuse im Bereich des Dichtelements vorherrscht und ansonsten ein ungewolltes Zu- oder Abströmen von Fluid ermöglichen würde.

Das Ventilelement kann zur Einstellung der Überschneidung des Durchbruchs mit dem Leitungsquerschnitt gezielt zu dem Ventilgehäuse bewegt werden. Diese Bewegung kann dabei als translatorische oder aber auch als rotatorische Bewe- gung vorliegen, wobei das Ventilelement im letztgenannten Fall dann bevorzugt mit einer kugelähnlichen Oberfläche ausgeführt ist.

Das Regelventil ist bevorzugt Teil eines Kühlmittelkreislaufs einer Brennkraftma- schine und dient hier der Verteilung eines bereitgestellten Volumenstroms an

Kühlmittel an die relevanten Wärmequellen und—senken. Alternativ dazu kann ein erfindungsgemäßes Regelventil aber auch in einem ölkreislauf einer Brennkraft- maschine oder aber auch in einem anderen Bereich, wie beispielsweise im Be- reich der Flugzeuge, Landmaschinen, Stationäranwendungen, etc., Anwendung finden.

Die Erfindung umfasst nun die technische Lehre, dass sich die Erstreckung des Spalts in Abhängigkeit der Bewegung des Ventilelements zum Ventilgehäuse ver- ändert und dass sich im Bereich der Überdeckung des Durchbruchs mit dem Lei- tungsquerschnitt eine maximale Erstreckung des Spalts einstellt, bei der das

Dichtelement mit seiner Dichtfläche von der Oberfläche des Ventilelements abge- hoben ist. Mit anderen Worten variiert also ein Abstand zwischen der Oberfläche des Ventilelements und dem Ventilgehäuse im Bereich des Dichtelements je nach Stellung des Durchbruchs zum Leitungsquerschnitt, wobei im Bereich einer Über- deckung ein maximaler Abstand zwischen Ventilgehäuse und Oberfläche des Ventilelements vorherrscht, bei welchem maximalen Abstand das Dichtelement nicht mehr an seiner Dichtfläche mit der Oberfläche des Ventilelements in Kontakt steht. Eine derartige Ausgestaltung eines Regelventils hat den Vorteil, dass bei fehlen- der Anlage des Dichtelements an der Oberfläche des Ventilelements Reibungsver- luste beim Bewegen des Ventilelements entfallen, die ihre Ursache ansonsten in dem Abgleiten des Dichtelements an der Oberfläche des Ventilelements haben. Insofern können über den Arbeitsbereich des Regelventils auftretende Reibmo- mente insgesamt verringert werden, was den Wirkungsgrad des Regelventils ent- sprechend verbessert. Dadurch, dass das Abheben des Dichtelements von der Oberfläche des Ventilelements in den Bereich der Überschneidung des Durch- bruchs mit dem Leitungsquerschnitt gelegt ist, bei dem also ein Ein- oder Aus- strömen von Fluid in bzw. aus dem Leitungsquerschnitt erwünscht ist, ist die dann entfallende Abdichtung über das Dichtelement unproblematisch. Die Reduzierung von Reibmomenten wird also gezielt in einen Bewegungsbereich des Ventilele- ments zum Ventilgehäuse gelegt, in dem keine Abdichtung über das Dichtelement zu erfolgen hat.

Im Fall der DE 10 2009 025 360 A1 liegt das Dichtelement hingegen permanent mit seiner Dichtfläche an der Oberfläche des Ventilelements an, so dass bei der Querverschiebung des Ventilelements zum Ventilgehäuse stets eine gewisse Rei- bung aufgrund des Kontakts zwischen Dichtelement und Ventilelement auftritt. Dementsprechend sind Reibverluste dieses Regelventils über den Arbeitsbereich gesehen erhöht.

Wesentlich für die Erfindung ist, dass sich eine Erstreckung des Spalts in Abhän- gigkeit der Bewegung des Ventilelements zum Ventilgehäuse verändert, wobei im Bereich der Überdeckung von Durchbruch und Leitungsquerschnitt ein maximaler Wert der Erstreckung erreicht wird, bei dem das Dichtelement nicht mehr an der Oberfläche des Ventilelements anliegen kann. Abseits der Überdeckung liegt dann aber eine Erstreckung des Spalts vor, bei der das Dichtelement mit seiner Dicht- fläche an der Oberfläche des Ventilelements anliegt und somit für die Abdichtung sorgt.

Entsprechend einer Ausführungsform der Erfindung ist die Veränderung der Er- Streckung des Spalts durch eine ungleichmäßige Gestaltung der Oberfläche des Ventüelements verwirklicht, indem auf einem Grundkörper des Ventilelements ab- seits des Durchbruchs eine zusätzliche, eine Abmessung des Ventilelements in Richtung des Ventilgehäuses vergrößernde Kontur aufgesetzt ist. Die Variation des sich zwischen Ventilgehäuse und Ventilelement einstellenden Spalts ist also seitens des Ventilelements durch eine entsprechende Gestaltung der Oberfläche realisiert.

Gemäß einer weiteren Ausgestaltungsmöglichkeit der Erfindung ist die Oberfläche des Ventilelements als Kugeloberfläche oder als Teil einer Kugeloberfläche gestal- tet. In Weiterbildung dieser Ausgestaltungsmöglichkeit in Kombination mit der vor- hergehenden Ausführungsform liegt der Grundkörper dann als erste Kugel oder als Teil einer ersten Kugel vor, auf der bzw. auf dem die Kontur in Form eines Teils einer zweiten Kugel aufgesetzt ist. Hierdurch kann die sich ändernde Ober- fläche des Ventilelements auf zuverlässige Art und Weise realisiert werden. Die im Bereich des Durchbruchs vorzunehmende Aussparung der Kontur kann dabei durch entsprechende mechanische Bearbeitung eines kugelförmigen Grundkör- pers verwirklicht sein. Es ist eine weitere Ausführungsform der Erfindung, dass Übergänge zwischen un- terschiedlichen Abmessungen des Ventilelements in Richtung des Ventilgehäuses jeweils über Rampen gestaltet sind. Hierdurch kann ein entsprechender Übergang geschaffen werden, so dass ein Verkanten und Verklemmen des Dichtelements beim Wechsel zwischen der Anlage am Ventilelement und dem Abheben vom Ventilelement zuverlässig unterbunden wird.

Gemäß einer weiteren Ausgestaltungsmöglichkeit der Erfindung ist der Leitungs- querschnitt durch einen Stutzen des Ventilgehäuses definiert. Dabei fungiert die- ser Stutzen als Zu- oder Ablauf für das Fluid. In Weiterbildung der vorgenannten Ausgestaltungsmöglichkeit definieren der Stutzen und ein weiterer Teil des Ventil- gehäuses einen zwischenliegenden Raum, in dem ein das Dichtelement in Rich- tung des Ventilelements vorspannendes Federelement aufgenommen ist. Dabei ist zudem ein mechanischer Anschlag für das Dichtelement vorgesehen, der das Dichtelement bei Vorliegen der maximalen Erstreckung des Spalts an einer Anla- ge an der Oberfläche hindert. Über das Federelement wird also abseits der Über- deckung von Durchbruch und Leitungsquerschnitt stets eine zuverlässige Anlage und damit Abdichtung des Dichtelements am Ventilelement gewährleistet, wobei mit Vorliegen der maximalen Erstreckung des Spalts das Dichtelement durch den Anschlag an einem weiteren Verschieben in Richtung der Oberfläche und der dor- tigen Anlage gehindert wird.

Erfindungsgemäß ist der Durchbruch im Ventilelement bevorzugt als Langloch ge- staltet, so dass ein entsprechender Überschneidungsbereich im Zuge der Bewe- gung des Ventilelements zum Ventilgehäuse definiert werden kann. In Weiterbil- dung der Erfindung sind die Rampen jeweils beidseitig des Langlochs vorgesehen, wobei auf eine geringere Abmessung des Ventilelements reduzierende Rampen ab Beginn einer Überschneidung des Langlochs mit dem Leitungsquerschnitt bis zur vollständigen Freigabe des Leitungsquerschnitt verlaufen, während auf eine größere Abmessung des Ventilelements vergrößernde Rampen ab Ende der voll- ständigen Freigabe des Leitungsquerschnitts durch das Langloch bis zum Ende der Überschneidung des Langlochs mit dem Leitungsquerschnitt verlaufen. Hier- durch werden geeignete Übergänge für das Abheben des Dichtelements von der Oberfläche des Ventilelements sowie auch dessen anschließend wiedererfolgende Anlage geschaffen.

Erfindungsgemäß sollte ein Überschneidungsbereich des Durchbruchs mit dem Leitungsquerschnitt in Bewegungsrichtung des Ventilelements zum Ventilgehäuse ausreichend groß sein, so dass sich ein entsprechender Bereich im Zuge der Be- wegung des Ventilelements zum Ventilgehäuse einstellt, in dem das Dichtelement von der Oberfläche abgehoben ist.

Eine vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung, die nachfolgend erläutert wird, ist in den Zeichnungen dargestellt. Es zeigt:

Figur 1 eine schematische Draufsicht auf ein Regelventil; Figur 2 eine schematische Schnittdarstellung des Regelventils aus Figur 1 mit abgewickeltem Umfang eines Ventilelements und

Figur 3 eine weitere Schnittdarstellung des Regelventils der Erfindung, ge- zeigt in einer zu den Figuren 1 und 2 abweichenden Stellung.

Figur 1 zeigt eine schematische Draufsicht eines Regelventils, das zur Regelung eines Fluidflusses Anwendung findet. Hierbei ist dieses Regelventil insbesondere für die Verwendung in einem Kühlmittelkreislauf einer Brennkraftmaschine ge- dacht, um hier einen Volumenstrom an Kühlmittel völlig oder auch nur teilweise abzudrosseln bzw. an die relevanten Wärmequellen und—senken zu verteilen. Generell kann das erfindungsgemäße Regelventil aber auch Anwendung in sons- tigen Fluidkreislaufen finden, wie beispielsweise einem Ölkreislauf einer Brenn- kraftmaschine.

Wie zu erkennen ist, umfasst das Regelventil ein Ventilelement 1 , das mit einer kugelähnlichen Oberfläche 2 ausgestattet ist, die in einem Bereich mit einem Durchbruch in Form eines Langlochs 3 durchsetzt ist. Über das Langloch 3 wird ein zum Ventilelement 1 umliegender Bereich mit einem - vorliegend nicht zu se- henden - Innenbereich des Ventilelements 1 verbunden, der mit Fluid gespeist werden kann. Insofern fungiert der Innenbereich des Ventilelements 1 als Zulauf für Fluid.

Das Ventilelement 1 kann durch entsprechende Aktuierung relativ zu einem in den Figuren 2 und 3 zu sehenden Ventilgehäuse 4 bewegt werden, indem das Ventil- element 1 um eine in Figur 1 dargestellte Rotationsachse 5 rotiert wird. Entspre- chend der Bewegung des Ventilelements 1 zum Ventilgehäuse 4 wird dabei das Langloch 3 in Überdeckung mit einem Leitungsquerschnitt 6 gebracht, der durch einen Stutzen 7 des Ventilgehäuses 4 definiert ist und einen Ablauf für das Fluid bildet. Der Stutzen 7 ist in den Figuren 2 und 3 jeweils zu sehen.

Wie in Figur 2 und auch in Figur 3 zu erkennen ist, schließen der Stutzen 7 und der übrige Teil des Ventilgehäuses 4 einen zwischenliegenden Raum 8 ein, in dem ein hohlzylindrisches Dichtelement 9 verschiebbar geführt ist. Das Dichtele- ment 9 umgibt den Leitungsquerschnitt 6 radial und ist über ein ebenfalls im Raum 8 aufgenommenes Federelement 10 in Richtung der Oberfläche des Ventilele- ments 1 vorgespannt. Bei Anlage des Dichtelements 9 mit einer ringförmigen Dichtfläche 1 1 an der Oberfläche 2 des Ventilelements 1 wird der Übergang des Leitungsquerschnitts 6 zum Ventilelement 1 gegenüber einem Spalt 12 abgedich- tet, der zwischen der Oberfläche 2 des Ventilelements 1 und dem Ventilgehäuse 4 im Bereich des Dichtelements 9 vorherrscht. Als Besonderheit ist nun die Oberfläche 2 des Ventilelements 1 ungleichmäßig gestaltet, wie anhand von Figur 2 und auch Figur 3 zu erkennen ist, in denen je- weils ein Umfang der Oberfläche 2 abgewickelt dargestellt ist. Dies ist dadurch er- reicht, dass auf einen eine erste Abmessung 13 definierenden, kugelförmigen Grundkörper 14 eine Kontur 15 aufgesetzt ist, die eine zweite Abmessung 16 defi- niert und als Teil einer weiteren Kugel vorliegt. Dabei ist die Kontur 15 im Bereich des Langlochs 3 ausgespart, so dass sich die Oberfläche im Bereich des Lang- lochs 3 von der Abmessung 16 auf die Abmessung 13 reduziert. Dies hat bei der jeweiligen Positionierung des Ventilelements 1 mit seiner Oberfläche 2 zum Ven- tilgehäuse 4 auch eine entsprechende Veränderung des Spalts 12 zur Folge.

In den Figuren 1 und 2 ist das Ventilelement 1 relativ zum Ventilgehäuse 4 in eine Position gebracht, in der der Leitungsquerschnitt 6 vollständig mit dem Langloch 3 überdeckt. In dieser Position soll ein vollständiger Fluidfluss zwischen Zu- und Ab- lauf stattfinden, so dass in diesem Bereich eine Abdichtung des Spalts 12 durch das Dichtelement 9 nicht notwendig ist. Um in diesem Bereich die Reibung zwi- schen dem Ventilelement 1 und dem Ventilgehäuse 4 im Zuge einer Bewegung des Ventilelements 1 möglichst gering zu halten, wird das Dichtelement 9 an einer Anlage mit seiner Dichtfläche 1 1 an der Oberfläche 2 des Ventilelements 1 gehin- dert. Dies ist vorliegend dadurch erreicht, dass sich der Spalt 12 ab einer vollstän- digen Freigabe des Leitungsquerschnitts 5 durch das Langloch 3 auf ein maxima- les Maß vergrößert hat, das das Dichtelement 9 nicht überbrücken kann. Konkret wird dies durch einen mechanischen Anschlag 17 seitens des Ventilgehäuses 4 erreicht, an dem das Dichtelement 9 mit einem ringförmigen Steg 18 zur Anlage kommt und an einem weiteren Folgen an der Oberfläche 2 gehindert wird.

Aufgrund des fehlenden Kontakts des Dichtelements 9 mit der Oberfläche 2 ab Überdeckung des Ventilelements 1 mit seiner auf die Abmessung 13 reduzierten Oberfläche 2 kann das Ventilelement 1 ohne Reibkontakt zum Ventilgehäuse 4 bewegt werden. Da in diesem Fall sowieso ein Strömen von Fluid zwischen dem Innenbereich des Ventilelements 1 und dem Leitungsquerschnitt 6 erwünscht ist, ist in diesem Bereich eine Abdichtung des Spalts über das Ventilelement 9 nicht notwendig.

Um ein Verkanten des Dichtelements 9 beim Abheben und auch beim Wiederan- legen an der Oberfläche 2 des Ventilelements 1 zu verhindern, ist die Oberfläche 2 des Ventilelements 1 mit Rampen 19, 20, 21 und 22 versehen, die jeweils seit- lich zum Langloch 3 an der Oberfläche 2 des Ventilelements 1 ausgestaltet sind. Dabei reduzieren die Rampen 19 und 20 von der Kontur 15 und damit der Abmes- sung 16 auf den Grundkörper 14 und damit die Abmessung 13, während die Rampen 21 und 22 dann wieder eine Erstreckung des Ventilelements 1 in Rich- tung des Ventilgehäuses 4 entsprechend auf die Abmessung 16 vergrößern. Da- bei beginnen die Rampen 19 und 20 ab Beginn einer Überschneidung des Lang- lochs 3 mit dem Leitungsquerschnitt 6 bis zur vollständigen Freigabe desselbigen durch das Langloch 3. während die Rampen 21 und 22 ab Ende der vollständigen Freigabe des Leitungsquerschnitts 6 durch das Langloch 3 bis hin zum Ende der Überschneidung zwischen Langloch 3 und Leitungsquerschnitt 6 an der Oberflä- che 2 verlaufen. Steigungen der Rampen 19, 20 sowie der Rampen 21 und 22 sind dabei so zu wählen, dass es eben nicht zu einem Verkanten des Dichtele- ments 9 beim Abheben und auch bei der Wiederanlage an der Oberfläche 2 kom- men kann.

In Figur 3 ist das Regelventil für eine Stellung des Ventilelements 1 zum Ventilge- häuse 4 dargestellt, in der das Langloch 3 noch nicht mit dem Leitungsquerschnitt 6 überdeckt. Dabei ist zu erkennen, dass das Dichtelement 9 mit seiner Dichtflä- che 11 an der Oberfläche 2 des Ventilelements anliegt und somit den Spalt 12 entsprechend abdichtet. Dies ist dadurch erreicht, dass die Oberfläche 2 des Ven- tilelements 1 in dieser Position auf der Abmessung 16 liegt und der Spalt 12 in der Folge klein genug ist, so dass das Dichtelement 9 an der Oberfläche 2 anliegen kann. Infolge der Abdichtung und auch der fehlenden Überdeckung des Leitungs- querschnitts 6 mit dem Langloch 3 wird in diesem Fall ein Strömen von Fluid in den Leitungsquerschnitt 6 und damit zum Ablauf unterbunden.

Mittels der erfindungsgemäßen Ausgestaltung eines Regelventils können Rei- bungsverluste des Regelventils über dessen Arbeitsbereich reduziert werden.

Bezugszeichenliste

1 Ventilelement

2 Oberfläche

3 Langloch

4 Ventilgehäuse

5 Rotationsachse

6 Leitungsquerschnitt

7 Stutzen

8 Raum

9 Dichtelement

10 Federelement

1 1 Dichtfläche

12 Spalt

13 Abmessung

14 Grundkörper

15 Kontur

16 Abmessung

17 Anschlag

18 Steg

19 Rampe

20 Rampe

21 Rampe

22 Rampe