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Patent Searching and Data


Title:
CONTROL
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2003/080496
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a control for hydraulically actuated consumers, especially a winch, whereby a hydraulic drive of the consumer is linked with a pump or a reservoir by means of a continuously adjustable main valve (18). The control is provided with a hydraulically actuated brake device (8) for immobilizing the consumer. The main valve can be actuated by means of a manually actuated pre-control (64) or a remote control. According to the invention, the brake device is released via a brake lift valve that impinges, either when pre-controlled or when manually pre-controlled, the brake device with the same brake lift pressure that is preferably tapped upstream of the main valve.

Inventors:
Habermann, Heinz (Gerbergasse 5, Lohr am Main, 97816, DE)
Application Number:
PCT/DE2003/000312
Publication Date:
October 02, 2003
Filing Date:
February 04, 2003
Export Citation:
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Assignee:
BOSCH REXROTH AG (Heidehofstrasse 31, Stuttgart, 70184, DE)
International Classes:
B66D1/44; B66D1/50; B66D5/26; F15B11/08; (IPC1-7): B66D1/44; B66D1/50; B66D1/08; B66D5/26
Attorney, Agent or Firm:
Winter, Brandl Fürniss Hübner Röss Kaiser Polte (Bavariaring 10, München, 80336, DE)
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Claims:
Patentansprüche
1. Steuerung für einen hydraulisch angesteuerten Ver braucher, insbesondere eine Winde, mit einer Pumpe zur Versorgung eines Antriebs (4) des Verbrauchers (2) mit Druckmittel, einem Hauptventil (18) zur Steuerung der Druckmittelströmung zum oder vom An trieb (4) und einer hydraulisch betätigten Bremsein richtung (8) für den Verbraucher (2), wobei dem Hauptventil (18) eine mittels einer Handhabe (66) verstellbare Vorsteuerung (64) zugeordnet ist, über die Steuerräume des Hauptventils (18) mit einem Steu erdruck beaufschlagbar sind, und mit einer Fernsteue rung, über die das Hauptventil (18) alternativ zur Vorsteuerung (64) ansteuerbar ist, gekennzeichnet durch ein Bremslüftungsventil (94), über das ein in Richtung einer Bremslüftung wirksamer Bremssteuerraum (12) der Bremseinrichtung (8) sowohl bei einer An steuerung des Hauptventils (18) über die Fernsteue rung als auch über die Vorsteuerung (64) mit einem vorzugsweise stromaufwärts des Hauptventils (18) ab gegriffenenBremslüftungsdruck beaufschlagbar ist.
2. Steuerung nach Patentanspruch 1, wobei das Bremslüf tungsventil (94) zur Bremslüftung mittels eines Bremssteuerdruckes betätigbar ist, der dem Steuer druck zum Ansteuern des Hauptventils (18) entspricht.
3. Steuerung nach Patentanspruch 2, wobei das Bremslüf tungsventil ein 3/2Wegeventil (94) ist, das in einer federvorgespannten Grundstellung den Bremssteuerraum (12) entlastet und das durch den Bremssteuerdruck in eine Position umschaltbar ist, in der der Bremssteu erraum (12) mit dem Bremslüftungsdruck beaufschlagt ist.
4. Steuerung nach einem der vorhergehenden Patentansprü che, wobei der Bremslüftungsdruck etwa dem Pumpen druck entspricht.
5. Steuerung nach einem der vorhergehenden Patentansprü che, wobei der Bremssteuerdruck dem Steuerdruck zur Ansteuerung des als Hydromotor (4) mit veränderlichem Schluckvermögen ausgeführten Antriebs entspricht.
6. Steuerung nach einem der vorhergehenden Patentansprü che, wobei die Vorsteuerung ein Wegeventil (64) mit zumindest zwei Vorsteueranschlüssen (60,62) hat, die über Steuerkanäle (40,42) mit jeweils einem Steuer raum des Hauptventils (18) verbunden sind, wobei der höhere an den Vorsteueranschlüssen (60,62) anliegen de oder über die Fernsteuerung aufgeschaltete Steuer druck über eine Wechselventilanordnung (44,46, 48) als Bremssteuerdruck abgreifbar ist.
7. Steuerung nach einem der vorhergehenden Patentansprü che, wobei eine Steuerfeder des Bremslüftungsventils einstellbar ausgeführt ist.
8. Steuerung nach Patentanspruch 6, wobei das Wegeventil (64) über einen Stellhebel (66) in eine Fieren, Hie venund optional eine Mooringschaltposition ver stellbar ist.
Description:
Beschreibung Steuerung

Die Erfindung betrifft eine Steuerung für einen hy- draulisch betätigten Verbraucher, insbesondere eine Winde gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.

Eine derartige Steuerung wird insbesondere bei der Ansteuerung von Winden zum Hieven und Fieren von Trossen eines Schiffes verwendet. In der WO 00/57067 Al ist eine Windensteuerung offenbart, bei der eine Winde zum Hie- ven/Fieren der Trosse über einen Hydromotor angetrieben wird. Dieser wird seinerseits über eine Verstell-pumpe angetrieben, wobei die Druckmittelströmung von der Ver- stellpumpe zum Hy-dromotor und vom Hydromotor zu einem Rücklauf (Tank) über ein proportional ver-stellbares Hauptventil gesteuert wird. Dieses Hauptventil ist mit einer handbetätigten Vorsteuerung ausgeführt, über die die Betriebszustände"Hieven","Fieren"und-op-tional- "Mooring"einstellbar sind.

Die bekannte Windensteuerung hat des weiteren einen Anschluß für eine Fernsteue-rung, über die das Hauptven- til auch bei unbetätigter Vorsteuerung ansteuerbar ist.

In der Neutralstellung des Hauptventils, d. h. bei unbetä- tigter Winde wird deren Drehpo-sition über eine hydrau- lisch betätigte Bremseinrichtung fixiert. Diese hat einen in Richtung Bremseingriff federvorgespannten Hydrozylin- der. Das Belüften der Bremse erfolgt durch Druckbeauf- schlagung eines entgegen der Feder wirksamen Druckrau-mes des Hydrozylinders.

Bei dieser bekannten Konstruktion kann es beim Hieven einer Leertrosse (Lastdruck gegen Null) und schlagartigem Ansteuern des Hauptventils über die Fernsteuerung vorkom-

men, daß der am Hydrozylinder zum Belüften der Bremse anliegende Druck zwischen einem Maximalwert und Null schwingt. Ein derartiges Schwingungsverhal-ten des Brems- lüftungsdruckes ist in Figur 1 dargestellt, auf die bereits jetzt Bezug genommen wird. Erstaunlicherweise tritt dieses Schwingen des Bremslüftungsdruk-kes nur bei Ansteuerung über die Fernsteuerung auf-bei einer An- steuerung des Hauptventils über die handbetätigte Vor- steuerung konnten derartige Schwingungen nicht beobachtet werden.

Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrun- de, eine Steuerung für einen hydraulisch betätigten Verbraucher, insbesondere für eine Winde zu schaffen, bei der das Lüften einer der Winde zugeordneten Bremseinrich- tung auch bei geringem Lastdruck im wesentlichen schwin- gungsfrei durchführbar ist.

Diese Aufgabe wird durch eine Steuerung mit den Merk- malen des Patentanspruches 1 gelöst.

Erfindungsgemäß ist die Steuerung mit einem Bremslüf- tungsventil versehen, über den ein in Richtung einer Bremslüftung wirksamer Bremssteuerraum der Bremsein- richtung sowohl bei Ansteuerung des Hauptventils über die Fernsteuerung als auch über das Vorsteuergerät mit einem stromaufwärts des Hauptventils abgegriffenen Bremslüf- tungssteuerdruck beaufschlagbar ist.

Erfindungsgemäß erfolgt die Ansteuerung der Bremsein- richtung somit unabhängig vom Betriebsmodus (Fernsteuerung/Handbetätigung) über den gleichen Brems- lüf-tungsdruck, der unabhängig ist vom Druckabfall am Hauptventil oder von der Ab-stimmung der Steuerkanten der Vorsteuerung und des Hauptventils ist.

Im Gegensatz zu dieser erfindungsgemäßen Lösung wurde der Bremslüftungsdruck bei der bekannten Lösung im Falle einer Ansteuerung über eine Fernsteuerung stromabwärts des Hauptventils abgegriffen-es zeigte sich überra- schenderweise, daß die Schwingungen beim Abgreifen des Bremsdruckes stromaufwärts des Haupt-ventils nicht mehr auftreten.

Erfindungsgemäß wird es bevorzugt, wenn der zum Betä- tigen des Bremslüftungs-ventils erforderliche Bremssteu- erdruck dem Steuerdruck zum Ansteuern des Haupt-ventils entspricht. D. h. der über die Fernsteuerung oder die Vorsteuerung aufge-brachte Steuerdruck wird dann auch zum Umschalten des Bremslüftungsventils her-angezogen.

Dieses Bremslüftungsventil wird vorzugsweise als 3/2- Wegeventil ausgeführt, das in einer federvorgespannten Grundstellung den in Richtung Bremslüftung wirksamen Steuerraum der Bremseinrichtung entlastet und das durch den vorgenannten Brems-steuerdruck in eine Position umschaltbar ist, in der der Bremssteuerraum mit dem Bremslüftungsdruck beaufschlagt ist.

Dieser Bremslüftungsdruck entspricht bei einem beson- ders bevorzugten Ausfüh-rungsbeispiel im wesentlichen dem über die Verstellpumpe aufgebrachten Pumpen-druck.

Die Ansteuerung der einzelnen Elemente der Winden- steuerung ist besonders ein-fach, wenn ein Steuerdruck zur Ansteuerung des als Hydromotor mit veränderlichen Schluckvermögen ausgeführten Antriebs ebenfalls dem Steuerdruck zur Betätigung des Bremslüftungsventils und des Hauptventils entspricht.

Bei einer vorteilhaften Variante der Erfindung hat die Vorsteuerung ein per se be-kanntes Wegeventil mit

zumindest zwei Ausgangsanschlüssen, die über Steuerlei- tungen mit jeweils einem Steuerraum des Hauptventils verbunden sind. Der höhere an den Ausgangsanschlüssen anliegende oder über die Fernsteuerung aufgeschal-tete Steuerdruck wird über eine Wechselventilanordnung als Bremssteuerdruck und/oder als Steuerdruck zum Ansteuern des Hydromotors abgegriffen.

Der Grenzdruck, bei dem das Bremslüftungsventil zum Belüften der Bremseinrich-tung umgeschaltet wird, läßt sich über eine einstellbare Steuerfeder des Bremslüf- tungsventils an unterschiedliche Betriebsbedingungen anpassen.

Das Wegeventil der Vorsteuerung kann vorzugsweise in eine Fieren-/Hieven-und Mooringschaltposition verstellt werden, so daß im Handbetrieb alle drei Betriebszu-stände einstellbar sind, während per Fernbedienung nur die Betriebszustände"Hie-ven"und"Fieren"einstellbar sind.

Sonstige vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der weiteren Unteransprüche.

Im folgenden wird ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand sche-matischer Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen : Figur 1 einen Bremsdruck in Abhängigkeit von der Zeit beim Hieven einer Leertrosse mit einer herkömmlichen Windensteuerung ; Figur 2 ein Schaltschema einer erfindungsgemäßen Win- densteuerung mit Bremslüf-tungsventil und Figur 3 den Bremsdruck in Abhängigkeit von der Zeit bei einer erfindungsgemäßen Windensteuerung.

Figur 2 zeigt das Schaltbild einer Windensteuerung, über die eine Winde zum Hieven oder Fieren einer Trosse ansteuerbar ist. Das Grundkonzept der in Figur 2 darge- stellten Windensteuerung entspricht der in der Druck- schrift WO 00/57067 AI be-schriebenen Windensteuerung, so daß im folgenden nur die zum Verständnis we-sentlichen Bauelemente beschrieben werden und im übrigen auf die Offenbarung der vorgenannten Druckschrift verwiesen wird.

Der Antrieb der Winde 2 erfolgt über einen Hydromotor 4 mit veränderlichen Schluckvolumen, der über ein Getrie- be 6 mit der Winde 2 verbunden ist. Diese läßt sich über eine Bremseinrichtung 8 in einer vorbestimmten Drehposi- tion zum Halten der Trosse festlegen. Erfindungsgemäß hat diese Bremseinrichtung 8 einen Hydro-zylinder 10, der über eine Feder in Richtung Bremseingriff vorgespannt ist und durch Druckbeaufschlagung eines Ringraumes 12 in Richtung Bremslüftung mit Druckmittel beaufschlagt werden kann.

Die Verbindung der Anschlüsse 14,16 des Hydromotors 4 mit einer den Druck einer Verstellpumpe (nicht darge- stellt) führenden Druckleitung 19 bzw. einer Rücklauf- oder Tankleitung 21 erfolgt über ein vorgesteuertes Hauptventil 18, dessen Ventil-schieber aus seiner feder- vorgespannten Grundposition nach rechts (Figur 2) in Richtung"Hieven"und nach links in Richtung"Fieren" stetig verstellbar ist. Dieses Hauptventil 18 hat zwei Tankanschlüsse 20,22, einen Druckanschluß 24, einen mit dem Anschluß 14 des Hydromotors verbundenen Arbeitsan- schluß 26, einen mit dem Anschluß 16 des Hydromotors verbundenen Arbeitsanschluß 28 und einen Steuer-anschluß 30.

Der Tankanschluß 22 ist über ein Ablaufventil 32 mit der Tankleitung 21 verbunden. Dieses Ablaufventil 32 wird in Schließrichtung von der Kraft einer Feder und einem in einer Steuerleitung 34 anliegenden Steuerdruck und in Öffnungsrichtung von dem am Anschluß 14 des Hydromotors anliegenden Druck beaufschlagt.

In einer den Druckanschluß 24 mit der Druckleitung 19 verbindenden Zulaufleitung 36 ist eine Druckwaage 38 vorgesehen, die in Schließrichtung von einem Druck strom- aufwärts einer durch das Hauptventil 18 ausgebildeten Zumeßblende und in Öffnungsrichtung vom Druck am Steuer- anschluß 30 beaufschlagt ist-dieser Druck entspricht dem Druck stromabwärts der Zumeßblende.

Die beiden Steuerräume des Hauptventils 18 sind über Steuerkanäle 40,42 mit Aus-gangsanschlüssen von Wechsel- ventilen 44,46 verbunden, wobei diese Ausgangs-an- schlüsse über ein drittes Wechselventil 48 und eine Motorsteuerleitung 50 mit ei-nem Steueranschluß 52 des Hydromotors 4 verbunden sind. Über den in der Motor- steuerleitung 50 anliegenden Steuerdruck kann ein Motor- regelventil 54 des Hydro-motors 4 zur Veränderung des Schluckvolumens angesteuert werden.

Die Eingangsanschlüsse der beiden Wechselventils 44, 48 sind mit zwei Fernsteuer-anschlüssen 56 bzw. 58 und mit zwei Vorsteueranschlüssen 60,62 eines Wegeven-tils 64 verbunden. Dieses läßt sich aus seiner federvorge- spannten Grundposition mittels eines Stellhebels 66 in die Schaltpositionen"Fieren","Hieven"und"Mooring" verschieben.

Das Wegeventil 64 hat des weiteren einen Eingangsan- schluß 70 und einen Aus-gangsanschluß 72. Der Eingangsan- schluß 70 ist über ein Druckreduzierventil 74 und einen

Druckkanal 76 mit der Zulaufleitung 36 verbunden. In dem Druckkanal 76 sind ein Mengenregler 78, ein in Richtung zum Druckreduzierventil 74 öffnendes Rück-schlagventil 80 und ein weiteres Druckreduzierventil 82 vorgesehen.

Letzteres ist in Öffnungsrichtung von dem Druck am Aus- gang des Druckreduzierventils 74 und in Schließrichtung von der Kraft einer Feder beaufschlagt. Das Druckredu- zierventil 74 wird über eine Steuerkurve 84 des Stellhe- bels 66 verstellt, wobei in einer Neutralpo-sition ein Ausgangsanschluß des Druckreduzierventils 74 über einen Leckagekanal 86 mit einer Leckageleitung 88 verbunden ist.

Im Bereich zwischen dem Mengenregler 78 und dem wei- teren Druckreduzierventil 82 zweigt ein Bremsdruckkanal 90 ab, der zu einem Anschluß 92 eines Bremslüftungs- ventils 94 geführt ist. Dieses ist als 3/2-Wegeventil ausgeführt, das in seiner feder-vorgespannten Grundposi- tion den Anschluß 92 absperrt und eine mit dem Ringraum 12 verbundene Bremslüftungsleitung 96 über eine Entla- stungsleitung 98 mit der Leckageleitung 88 oder der Tankleitung 21 verbindet. Der in Gegenrichtung zur Fe-der des Bremslüftungsventils 94 wirksame Steuerraum wird über einen Kanal 100 mit dem Druck in der Motorsteuerleitung 50 beaufschlagt, über den auch des Motorre-gelventil 54 angesteuert ist und der dem größeren der an den beiden Wechselventi-len 44 und 48 anliegenden Drücke entspricht.

Wie in Figur 2 angedeutet, kann das Wegeventil 64 auch ohne die Schaltpositon"Mooring"ausgeführt sein.

Bei deiner derartigen Variante würden dann auch der Mengenregler 78 und das Rückschlagventil 80 wegfallen.

Bei einer weiteren Variante der Windensteuerung könn- te anstelle des extern verlau-fenden Leckagekanals 86 auch ein interner Leckagekanal 86'verwendet werden.

Zum Hieven der Trosse wird der Stellhebel 66 nach rechts in den schraffierten Hie-ven-Bereich verschwenkt und entsprechend der Kolben des Wegeventils 64 nach rechts verschoben. Gleichzeitig wird über die Steuerkurve 84 das Druckreduzierventil 74 betätigt, so daß der Ein- gangsanschluß 70 über das weitere Druckreduzierventil 82 mit dem Druckkanal 76 und damit mit der den Pumpendruck führenden Druckleitung 19 verbunden ist. In der Hieven- Position ist der druckbeaufschlagte Einganganschluß 70 mit dem Vorsteueranschluß 62 verbunden, während der andere Vorsteueran-schluß 60 mit dem Ausgangsanschluß 72 und damit dem Leckagekanal 86 verbun-den ist. Der dem Druck am Eingangsanschluß 70 entsprechende Steuerdruck wird über das Wechselventil 46 und den Steuerkanal 42 abgegriffen und liegt an dem in Figur 2 rechten Steuer- raum des Hauptventils 18 an-dies wird entsprechend des anliegenden Steuerdruckes aus der dargestellten Grundpo- sition nach links in eine Hieven-Position verfahren und entsprechend die Zumeßblende aufgesteuert. In der Hieven- Position ist der Druckanschluß 24 mit dem Arbeitsanschluß 28 sowie der Ar-beitsanschluß 26 mit dem Tankanschluß 20 verbunden, so daß der Anschluß 16 des Hydromotors 4 als Zulaufanschluß und der Anschluß 14 als Ablaufanschluß wirkt. Der am Vorsteueranschluß 62 anliegende Steuerdruck wird über die beiden Wech-selventile 46 und 48 auch in die Motorsteuerleitung 50 gemeldet, so daß das Schluckvo- lumen des Hydromotors 4 entsprechend des Steuerdruckes über das Mo-torregelventil 54 verstellt wird. Der in der Motorsteuerleitung 50 anliegende Druck liegt über den Kanal 100 auch am Steuerraum des Bremslüftungsventils 94 an. Durch diesen Steuerdruck wird das Bremslüftungsventil 54 aus seiner dargestellten Grundposition in seine Schaltposition verschoben, in der der Anschluß 92 mit der Bremslüftungsleitung 96 verbunden ist. Entsprechend liegt im Ringraum 12 des Hy-drozylinders 10 ein dem Pumpendruck

entsprechender Bremslüftungsdruck an-die Bremseinrich- tung 8 wird außer Eingriff gebracht und die Winde 2 entsprechend der Drehrichtung des Hydromotors 4 zum Hieven der Trosse angesteuert.

Bei Verwendung einer Fernsteuerung verbleibt der Stellhebel 66 in seiner darge-stellten Grundposition.

Über das Steuergerät der Fernsteuerung werden die beiden Fernsteueranschlüsse 56,58 mit einer Steuerdruckdiffe- renz beaufschlagt, wobei der höhere Steuerdruck über die Wechselventile 44,46 und 48 zur Ansteuerung des Haupt- ventils 18, des Motorregelventils 54 und des Bremslüf- tungsventils 94 abgegrif-fen wird. Zum Hieven der Trosse mittels der Fernsteuerung liegt dann entsprechend am Fernsteueranschluß 58 ein höherer Steuerdruck an, der über das Wechselventil 46 und ein Steuerkanal 52 in den rechten Steuerraum des Hauptventils 18 gemeldet wird- der Ventilschieber des Hauptventils 18 wird in der vorbe- schriebenen Weise nach links in eine Hieven-Position verschoben und der Hydromotor entsprechend angesteuert.

Der am Ausgang des Wechselventils 46 anliegende Druck wird über das weitere Wechselventil 48 in die Motorsteu- erleitung 50 gemeldet, so daß das Motorregelventil 54 zur Veränderung des Schluckvolumens entsprechend angesteu-ert wird ; des weiteren wird-wie bei der Handsteuerung-das Bremslüftungsventil 94 in seine Schaltposition gebracht, so daß die Bremslüftungsleitung 96 über das Bremslüf- tungsventil 54, den Bremsdruckkanal 90, den Mengenregler 78, das Rück-schlagventil 80 und die Zulaufleitung 36 zum Lüften der Bremse mit der Druckleitung 19 verbunden ist.

Die Ansteuerung der Betreibszustänfe"Fieren"und "Mooring"erfolgt entsprechend.

Durch die Verwendung des Bremslüftungsventils 94, über das sowohl bei Verwen-dung einer Fernsteuerung als

auch bei Handbetätigung stets der gleiche Bremslüf-tungs- druck aufgeschaltet wird, können überraschenderweise die eingangs beschrie-benen Schwankungen beim Hieven einer Leertrosse ausgeschlossen oder zumin-dest auf ein ak- zeptables Maß abgesenkt werden.

Figur 3 zeigt den sich bei Verwendung einer Fern- steuerung einstellenden Bremslüf-tungsdruck, wenn eine Leertrosse mittels der Winde 2 eingeholt wird. Bei Auf- schalten des vorbeschriebenen Steuerdruckes mittels der Fernsteuerung steigt der Bremslüf-tungsdruck in sehr kurzer Zeit auf seinen gewünschten Maximalwert (etwa Pumpen-druck) an, wobei nach einem sehr kurzen Einschwin- gen ein konstanter Bremslüf-tungsdruck anliegt. Diese Kennlinie des Bremslüftungsdruckes unterscheidet sich praktisch nicht von derjenigen bei der Ansteuerung des Hauptventils 18 über den Stellhebel 66.

Durch die erfindungsgemäße Lösung läßt sich das An- sprechverhalten der Winde 2 auch bei geringen Lastdrücken und sehr schnellem, schlagartigen Aufbringen des Steuer- druckes mittels einer Fernsteuerung verbessern..

Bei dem in Figur 2 dargestellten Ausführungsbeispiel ist das Bremslüftungsventil 94 über eine Steuerfeder in diejenige Position vorgespannt, in der der Ringraum 12 mit der Leckageleitung 88 oder der Tankleitung 21 verbun- den ist. Der Schaltpunkt des Bremslüftungsventils 94 läßt sich verändern, wenn diese Steuerfeder mit einer Ein- richtung zur Veränderung der Vorspannung ausgeführt ist.

Offenbart ist eine Steuerung für einen hydraulisch betätigten Verbraucher, insbeson-dere eine Winde, bei der ein hydraulischer Antrieb des Verbrauchers mittels eines stetig verstellbaren Hauptventils mit einer Pumpe oder einem Tank verbindbar ist. Die Steuerung hat zur Festle-

gung des Verbrauchers eine hydraulisch betätigte Brems- einrichtung. Das Hauptventil läßt sich mittels einer handbetätigten Vorsteue-rung oder einer Fernsteuerung ansteuern. Erfindungsgemäß erfolgt das Lüften der Brems- einrichtung über ein Bremslüftungsventil, das sowohl bei Verwendung einer Vorsteuerung als auch bei Ansteuerung über die handbetätigte Vorsteuerung, die Bremseinrichtung mit dem gleichen Bremslüftungsdruck beaufschlagt, der vorzugs-weise stromaufwärts des Hauptventils abgegriffen wird.

Bezugszeichenliste : 2 Winde 4 Hydromotor 6 Getriebe 8 Bremseinrichtung 10 Hydrozylinder 12 Ringraum 14 Anschluss 16 Anschluss 18 Hauptventil 19 Druckleitung 20 Tankanschluß 21 Tankleitung 22 Tankanschluß 24 Druckanschluß 26 Arbeitsanschluss 28 Arbeitsanschluss 30 Steueranschluß 32 Ablaufventil 34 Steuerleitung 36 Zulaufleitung 38 Druckwaage 40 Steuerkanal 42 Steuerkanal 44 Wechselventil 46 Wechselventil 48 drittes Wechselventil 50 Motorsteuerleitung 52 Steueranschluß 54 Motorregelventil 56 Fernsteueranschluss 58 Fernsteueranschluss 60 Vorsteueranschluss 62 Vorsteueranschluss

64 Wegeventil 66 Stellhebel 70 Eingangsanschluß 72 Ausgangsanschluß 74 Druckreduzierventil 76 Druckkanal 78 Mengenregler 80 Rückschlagventil 82 weiteres Druckreduzierventil 84 Steuerkurve 86 Leckagekanal 88 Leckageleitung 90 Bremsdruckkanal 92 Anschluß 94 Bremslüftungsventil 96 Bremslüftungsleitung 98 Entlastungsleitung 100 Kanal