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Patent Searching and Data


Title:
CONTROLLING CHARGING STATIONS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/018270
Kind Code:
A2
Abstract:
The invention relates to a method and a device for controlling charging stations for electric vehicles. In order to minimize peak power requirements in at least two charging stations 10 combined into a group 12, actual charging parameters are exchanged 32 within the charging stations 10 within the group 12, a load prediction for the group 12 is created 34 depending on at least the actual charging parameters, and target charging parameters are determined 38 for the charging stations 10 of the group 12 depending on the load prediction.

Inventors:
DIEFENBACH, Ingo (Brunnenhäuser 15, Unna, 59425, DE)
GAUL, Armin (Hirschwiese 41, Selm, 59379, DE)
Application Number:
EP2010/059200
Publication Date:
February 17, 2011
Filing Date:
June 29, 2010
Export Citation:
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Assignee:
RWE AG (Opernplatz 1, Essen, 45128, DE)
DIEFENBACH, Ingo (Brunnenhäuser 15, Unna, 59425, DE)
GAUL, Armin (Hirschwiese 41, Selm, 59379, DE)
International Classes:
B60L11/18
Attorney, Agent or Firm:
COHAUSZ & FLORACK (24) (Bleichstraße 14, Düsseldorf, 40211, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Verfahren zur Steuerung von Ladestationen für

Elektrofahrzeuge mit den Schritten,

Gruppieren (30) von zumindest zwei Ladestationen (10) zu einer Gruppe (12),

Austauschen (32) zumindest von Ist-Ladeparametern der Ladestationen (10) innerhalb der Gruppe (12),

Erstellen (34) einer Lastprognose für die Gruppe (12) abhängig von zumindest den Ist-Ladeparametern,

- Bestimmen (38) von Soll-Ladeparametern für die

Ladestationen (10) der Gruppe (12) abhängig von der

Lastprognose .

2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Erstellen der Lastprognose zusätzlich abhängig zumindest von

einer Tagesganglinie zumindest einer Ladestation (10) in der Gruppe (12), und/oder

einer Wochenganglinie zumindest einer Ladestation (10) in der Gruppe (12) ist.

3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Erstellen (34) der Lastprognose zusätzlich abhängig von zumindest einer Ladeprognose eines

Elektrofahrzeugs ist, wobei die Ladeprognose eines

Elektrofahrzeugs zumindest eine Ladedauer und/oder eine Stromganglinie umfasst.

4. Verfahren nach einem der vorangehenden Anspr

gekennzeichnet, dass die Ist-Ladeparameter einer Ladestation (10) zumindest Informationen zu der aktuellen Ladestromstärke und/oder einem Laderegler eines an die Ladestation angeschlossenen Elektrofahrzeugs enthalten .

5

5. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ist-Ladeparameter in Abständen ausgetauscht (32) werden und dass die Lastprognose und/oder die Soll-Ladeparameter adaptiv abhängig von den

-0 aktuellen Ist-Ladeparametern verändert werden.

6. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Soll-Ladeparameter innerhalb der Gruppe (12) kommuniziert (40) werden und dass abhängig

L5 von den Soll-Ladeparametern eine Ladestation (10)

Ladeparameter mit einem Elektrofahrzeug aushandelt.

7. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Soll-Ladeparameter zumindest

20 Informationen zu einer maximalen Stromstärke, einer

Ladezeit, einer Ladedauer, einer Stromganglinie und/oder einer Energiemenge enthalten.

8. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch 25 gekennzeichnet, dass bei sich verändernden Soll- Ladeparametern die Ladeparameter während einer Ladephase mit dem Elektrofahrzeug neu ausgehandelt werden.

9. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch 30 gekennzeichnet, dass zu Beginn eines Ladevorgangs von einem Elektrofahrzeug an eine Ladestation (10) Informationen zu einer benötigten Energiemenge, einer bevorzugten Ladedauer, einer bevorzugten Ladezeit und/oder einem Laderegler übermittelt werden und dass von der Ladestation (10) abhangig von den Soll-Ladeparametern und den Informationen von dem Elektrofahrzeug zumindest eine maximale Ladestromstarke, ein Ladezeitraum, eine Ladedauer und/oder eine maximale Ladedauer bestimmt und an das Elektrofahrzeug kommuniziert wird.

10. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Gruppe (12) zumindest einer

Niederspannungstrafostation (6) einer

Niederspannungsebene zugeordnet ist.

11. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Soll-Ladeparameter abhangig von der verfugbaren elektrischen Leistung der

Niederspannungsebene und/oder der Mittelspannungsebene bestimmt werden. 12. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Gruppe (12) zumindest eine

Gruppen-ID aufweist.

13. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass die Gruppen-ID von einer

Niederspannungstrafostation (6) an daran angeschlossene Ladestationen (10) übermittelt wird und/oder dass eine Gruppen-ID zwischen an eine selbe

Niederspannungstrafostation (6) angeschlossenen

Ladestationen (10) ausgetauscht wird,

n

14. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb der Gruppe (12) m der Niederspannungstrafostation (6) oder m einer Ladestation

(10) die Lastprognose und die Soll-Ladeparameter bestimmt werden.

15. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Austauschen der Ist- Ladeparameter zumindest das Senden (32) der Ist- Ladeparameter an den Transformator der

Niederspannungsebene oder an eine Ladestation (10) der Gruppe (12) umfasst.

16. Ladestationen für Elektrofahrzeuge umfassend:

- Zuordnungsmittel (18) zum Gruppieren der Ladestation (10) zu einer Gruppe (12) mit zumindest zwei Ladestationen (10),

Kommunikationsmittel (16) zum Austauschen zumindest von Ist-Ladeparametern innerhalb der Gruppe (12), und zum Empfangen von Soll-Ladeparametern zum Bestimmen von

Ladeparametern für das Laden von Elektrofahrzeugen .

17. Ladestationen für Elektrofahrzeuge umfassend:

Zuordnungsmittel (18) zum Gruppieren der Ladestation (10) zu einer Gruppe (12) mit zumindest zwei Ladestationen

(10) ,

- Kommunikationsmittel (16) zum Empfangen zumindest von

Ist~Ladeparametern von Ladestationen (10) der Gruppe

(12),

- Rechenrαittel (20) zum Erstellen einer Lastprognose für die Gruppe (12) abhangig von zumindest den empfangenen

Ist-Ladeparametern, und zum Bestimmen von Soll- Ladeparametern für die Ladestationen (10) der Gruppe (12) abhängig von der Lastprognose,

wobei die Kommunikationsmittel (16) zum Aussenden der Soll-Ladeparameter an Ladestationen (10) der Gruppe (12) gebildet sind.

18. Niederspannungstransformatorstation umfassend:

Zuordnungsmittel zum Gruppieren von Ladestationen (10) zu einer Gruppe (12) mit zumindest zwei Ladestationen (10), - Kommunikationsmittel zum Empfangen zumindest von Ist- Ladeparametern von Ladestationen der Gruppe (12),

Rechenmittel (20) zum Erstellen einer Lastprognose für die Gruppe (12) abhängig von zumindest den empfangenen Ist-Ladeparametern, und zum Bestimmen von SoIl- Ladeparametern für die Ladestationen (10) der Gruppe (12) abhängig von der Lastprognose.

19. System umfassend zumindest eine Ladestation nach Anspruch 16 und eine Ladestation nach Anspruch 17 oder eine

Niederspannungstransformatorstation nach Anspruch 18.

Description:
Steuerung von Ladestationen

Der Gegenstand betrifft ein Verfahren zur Steuerung von Ladestationen sowie eine Ladestation und eine

Niederspannungstransformator .

Die Verbreitung elektrisch betriebener Fahrzeuge wird in naher Zukunft rapide zunehmen. Mit der Verbreitung von

Elektrofahrzeugen, die mit einem Elektromotor betrieben werden, muss jedoch sichergestellt werden, dass diese in einfachster Weise mit Energie versorgt werden können. Hierzu muss eine funktionierende Infrastruktur zur Verfügung gestellt werden.

Insbesondere muss die Möglichkeit gegeben werden, in öffentlichen Bereichen Energie für Elektrofahrzeuge zu beziehen. Bei den bisher verfügbaren Reichweiten von

Elektrofahrzeugen zwischen 50 und einigen 100 km ist es notwendig, dass auch außerhalb des häuslichen Umfeldes ein Laden der Fahrzeuge möglich ist. Hierfür müssen in

öffentlichen und semi-öffentlichen Bereichen, bspw.

Parkhäusern oder Firmenparkplätze, Ladestationen zur

Verfügung gestellt werden, um eine stete Verfügbarkeit von Energie für Elektrofahrzeuge durch ein Versorgungsnetz zur Verfügung zu stellen. Diese Verfügbarkeit ist ein

entscheidendes Kriterium für die Akzeptanz von

Elektrofahrzeugen.

Von entscheidender Bedeutung für die Akzeptanz von

Elektrofahrzeugen ist es jedoch auch, dass das Versorgungsnetz zu jeder Zeit Ladeenergie zur Verfügung stellt. Das bedeutet aber auch, dass die Netzkapazität der steigenden Energienachfrage durch Elektrofahrzeuge gewachsen sein muss. Die hierfür notwendigen Ladestationen sind

regelmäßig einer gemeinsamen Transformatorstation

(Trafostation) im Niederspannungsbereich zugeordnet.

Typischerweise haben Trafostationen im Niederspannungsbereich Stationsleistung zwischen 400 und 100OkVA. Diese

Stationsleistung muss für die Versorgung der ohnehin

vorhandenen Verbraucher, wie beispielsweise Haushalte sowie zusätzlich für die in dem Versorgungsbereich der Trafostation angeordneten Ladestationen ausreichen.

Bisher bekannte und für den Betrieb geeignete Ladestationen verfügen jedoch regelmäßig über zwei oder mehr Abgriffe an denen jeweils hohe Leistungen, z.B. 44kVA Leistung, zur

Verfügung gestellt werden kann. Unter dieser Prämisse kann bereits die maximale Stationsleistung beim gleichzeitigen Betrieb von 5 bis 10 Ladestationen innerhalb eines

Versorgungsbereichs einer Trafostation ausgeschöpft sein. Dies könnte jedoch zu Versorgungsengpässen führen.

Insbesondere muss die stete Versorgung der Haushalte mit elektrischer Energie sichergestellt sein. Diese Versorgung darf durch das Laden von Elektrofahrzeugen an Ladestationen nicht beeinträchtigt werden.

Aus diesem Grunde lag dem Gegenstand die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Verfügung zu stellen, welche eine Steuerung von Ladestationen ermöglichen, die eine Belastung des Versorgungsnetzes vermindert. Diese Aufgabe wird gegenständlich durch ein Verfahren nach Anspruch 1 gelöst. Dieses Verfahren beinhaltet ein

vorzugsweise automatisches Gruppieren von zumindest zwei Ladestationen zu einer Gruppe.

Wie bereits zuvor ausgeführt wurde, können mehrere

Ladestationen einer gemeinsamen Transformatorstation

zugeordnet sein. Eine einer Transformatorstation zugeordnete Mehrzahl von Ladestationen kann dabei eine Gruppe bilden. Auch andere Gruppierungen sind möglich, beispielsweise örtlich einander benachbarte Ladestationen oder

Ladestationen, die einem bestimmten Energieversorger oder Dienstleister zugeordnet sind. So ist es durchaus im Bereich des möglichen, dass innerhalb einer Trafostation verschiedene Gruppen von Ladestationen gebildet werden. Das Gruppieren kann statisch oder dynamisch sein. Beim statischen Gruppieren kann beim Anschluss einer Ladestation diese entweder manuell oder automatisch einer Gruppe von Ladestationen zugeordnet werden. Diese Zuordnung kann mittels einer

Ladestationserkennung erfolgen. Beim dynamischen Gruppieren kann während des Betriebes einer Ladestation diese

automatisch jeweils einer von verschiedenen Gruppen

zugeordnet werden. Darüber hinaus umfasst das Verfahren das Austauschen

zumindest von Ist-Ladeparametern der Ladestationen innerhalb der Gruppe. Ist-Ladeparameter können beispielsweise

Informationen zu der aktuell zur Verfügung gestellten elektrischen Leistung an einer Ladestation sein.

Beispielsweise kann ein Fahrzeug aktuell 1OkVA Leistung beziehen. Diese Information kann ein Ist-Ladeparameter sein. Andere Ist-Ladeparameter werden nachfolgend noch erläutert. Die Ist-Ladeparameter werden gegenständlich innerhalb der Gruppe ausgetauscht. Somit ist es möglich, dass in der Gruppe die Ist-Ladeparameter jeder der Ladestationen bekannt sind. Ein Ist-Ladeparameter kann auch eine Information sein, dass keine aktuelle Ladung durchgeführt wird und eine Ladestation OkVA Leistung bezieht.

Aus zumindest den Ist~Ladeparametern wird gegenständlich für die Gruppe zumindest eine Lastprognose erstellt. Eine

Lastprognose kann beispielsweise Informationen darüber enthalten, wie sich die elektrische Last innerhalb der

Gruppe, d.h. die von den Ladestationen abgerufene Energie, in Zukunft verändert. So kann beispielsweise anhand der Ist- Ladeparameter prognostiziert werden, welche Energie in einer halben Stunde, einer Stunde oder in zwei Stunden zur

Verfügung gestellt werden muss als auch, welche Kapazität in der Gruppe noch zur Verfügung steht. Bei den Ist- Ladeparametern kann beispielsweise auch eine Information über die aktuell zur Verfügung gestellte Leistung in Kombination mit der von einem Fahrzeug noch benötigten Energie enthalten. Aus diesen Informationen kann beispielsweise ermittelt werden, wie lange ein Ladevorgang noch andauern wird. Mit diesen Informationen kann in einer Lastprognose festgestellt werden, dass eine bestimmte Ladestation zu einer bestimmten Zeit keine weitere elektrische Energie abruft, da dann der aktuell laufende Ladevorgang abgeschlossen sein wird.

Mit Hilfe der erstellten Lastprognose ist es möglich, für die Ladestationen der Gruppe Soll-Ladeparameter zu bestimmen. Diese können aus der Lastprognose errechnet werden. Mit Hilfe der Soll-Ladeparameter ist es möglich, die zur Verfügung stehende Stationsleistung intelligent auf die in der Gruppe befindlichen Ladestationen aufzuteilen. Das intelligente Aufteilen kann darin bestehen, dass die abrufbare Leistung einer ]eden Ladestation auf einen bestimmten Höchstwert, reduziert wird. Auch kann m den Soll-Ladeparametern bestimmt werden, dass in einem ersten Zeitraum eine erste Leistung an einer Ladestation abgerufen werden darf und m einem zweiten Zeitraum eine zweite, von der ersten Leistung

unterschiedliche Leistung abgerufen werden darf. Beispielsweise sei folgendes Beispiel genannt. E±n

Elektrofahrzeug benotigt typischerweise 15kWh elektrische Energie für eine Reichweite von 100km. Diese 15kWh müssen von den Kunden täglich nachgeladen werden, wenn sie eine

Fahrleistung ca. 100km am Tag haben. Unter der Annahme, dass m einem Bereich einer Trafostation 120 Fahrzeuge mit 15kWh geladen werden müssen, ergibt sich ein Gesamtenergiebedarf von 1.800kWh/Tag.

Typischerweise befinden sich die Fahrzeuge 18 Stunden an einem Ort und werden nur 4 Stunden am Tag bewegt. Somit kann die benotigte Leistung von 15kWh über 18 Stunden am Tag nachgeladen werden. Ohne eine Lastprognose und das Bestimmen von Soll-Ladeparametern kann es vorkommen, dass nahezu alle Fahrzeuge zur selben Zeit elektrische Energie zum Laden abrufen. Insbesondere nach Feierabend, wenn die Kunden nach Hause kommen und ihre Fahrzeuge an die Ladestationen

anschließen, entsteht em abrupter Bedarf an elektrischer Leistung. Wurde die maximale Leistung unmittelbar zur

Verfugung gestellt, so musste der Tagesenergiebedarf von 1.80OkWh in ca . 1 Stunde zur Verfugung gestellt werden. Dies bedeutete einen Leistungsbedarf von 1.80OkVA, welche hoher wäre, als die Stationsleistung der Trafostation. Somit wäre ein Ausbau der Trafostationen notwendig, nur um die Elektrofahrzeuge laden zu können.

Bei einem intelligenten, gegenständlichen Ladeverfahren wird jedoch anhand der Lastprognose und mit Hilfe der Soll- Ladeparametern bestimmt, dass die Fahrzeuge nicht unmittelbar mit der gesamten zur Verfügung stehenden Leistung geladen werden, sondern über ihre gesamte Standzeit die benötigte Energie erhalten. So ist bei der Annahme eines

Tagesenergiebedarfs von 1.80OkWh und einer Standzeit von 18 Stunden ein momentaner Leistungsbedarf von lediglich 10OkVA (1.800kWh/18h) vorhanden. Somit wäre es möglich, eine

Vielzahl von Elektrofahrzeugen mit nur einer Trafostation aufzuladen, ohne dass die Trafostation an ihre

Leistungsgrenze stößt.

Mit Hilfe des gegenständlichen Verfahrens ist es somit möglich, den Bedarf eines Netzausbau zu reduzieren und gleichzeitig den Elektrofahrzeugen die benötigte Energie sicher zur Verfügung zu stellen.

Ein weiterer Gegenstand ist eine Ladestation für

Elektrofahrzeuge umfassend Zuordnungsmittel zum Gruppieren der Ladestation zu einer Gruppe mit zumindest zwei

Ladestationen und Kommunikationsmittel zum Austauschen zumindest von Ist-Ladeparametern innerhalb der Gruppe und zum Empfangen von Soll-Ladeparametern zum Bestimmen von

Ladeparametern für das Laden von Elektrofahrzeugen . Ein weiterer Gegenstand ist eine Ladestation für

Elektrofahrzeuge umfassend Zuordnungsmittel zum Gruppieren der Ladestation zu einer Gruppe mit zumindest zwei Ladestationen, Kommunikationsmittel zum Empfangen zumindest von Ist-Ladeparametern von Ladestationen der Gruppe,

Rechenmittel zum Erstellen einer Lastprognose für die Gruppe abhangig von zumindest den empfangenen Ist-Ladeparametern und zum Bestimmten von Soll-Ladeparametern für die Ladestationen der Gruppe abhangig von der Lastprognose, wobei die

Kommunikationsmittel zum Aussenden der Soll-Parameter an Ladestationen der Gruppe gebildet sind. Em weiterer Gegenstand ist eine

NiederspannungstransformationsStation umfassend

Zuordnungsmittel zum Gruppieren von Ladestationen zu einer Gruppe mit zumindest zwei Ladestationen, Kommunikationsmittel zum Empfangen zumindest von Ist-Ladeparametern von

Ladestationen der Gruppe, Rechenmittel zum Erstellen einer Lastprognose für die Gruppe abhangig von zumindest den empfangenen Ist-Ladeparametern, und zum Bestimmen von Soll- Ladeparametern für die Ladestationen der Gruppe abhangig von der Lastprognose.

Em weiterer Gegenstand ist ein System umfassend eine zuvor beschriebene Ladestation und/oder eine zuvor beschriebene NiederspannungstransforinatorStation . Gemäß einem vorteilhaften Ausfuhrungsbeispiel wird

vorgeschlagen, dass das Erstellen der Lastprognose zusätzlich abhangig zumindest von einer lagesganglime zumindest einer Ladestation in der Gruppe und/oder einer Wochenganglinie zumindest einer Ladestation m der Gruppe ist. Abhangig von Vergangenheitsdaten ist es möglich, den Energiebedarf im

Bereich einer Transformationsstation abzuschätzen. So ist es möglich, zu Prognostizieren, zu welchem Zeitpunkt welche Leistung mit welcher Wahrscheinlichkeit zur Verfügung gestellt werden muss. Auf historischen Daten basierende

Kenntnisse können in einer Tages-, einer Wochen-, einer

Monats-, oder einer Jahresganglinie zusammengefasst werden. Somit ist es mit Hilfe einer Tagesganglinie möglich, den wahrscheinlichsten Leistungsbedarfsverlauf innerhalb eines Tages zu bestimmen. Eine Wochenganglinie ermöglicht dies im Verlauf einer Woche. Mit Hilfe der Informationen, welche aus einer Ganglinie ermittelt werden können, kann beispielsweise zusammen mit den Ist-Ladeparametern festgestellt werden, welche elektrische Leistung in einer Stunde, in zwei Stunden oder in mehreren Stunden zur Verfügung gestellt werden muss. Wird erkannt, dass die benötigte Leistung der maximalen

Transformatorstationsleistung nahe kommt oder diese

überschreitet, so kann mit Hilfe der Soll-Ladeparameter ein solches Überschreiben verhindert werden, in dem in den Soll- Ladeparametern festgelegt wird, dass an einer Ladestation zu einem bestimmten Zeitpunkt nur eine bestimmte maximale

Leistung abgerufen werden darf. So kann beispielsweise festgelegt werden, dass zu einem bestimmten Zeitpunkt maximal 4kVA, 5kVA, lOkVA oder l5kVA oder andere Leistungen von der Ladestationen durch ein Elektrofahrzeug abgerufen werden darf. Innerhalb eines Fahrzeugs kann ein Laderegler Kenntnis über den Ladezustand einer Batterie haben. Darüber hinaus kann der Laderegler Kenntnisse über die momentan zur Verfügung

gestellte elektrische Leistung haben. Mit diesen

Informationen und beispielsweise einer weiteren Information über die Batterietemperatur kann ein Laderegler eine

Ladeprognose für ein Elektrofahzeug erstellen. Beispielsweise kann in einem Laderegler prognostiziert werden, wie lange ein Ladevorgang noch andauern wird, bis eine Batterie einen vordefinierten Ladezustand erreicht hat. Auch kann im

Ladereg] er bestimmt werden, wie eine Stromganglmie für das Laden des Elektrofahrzeugs über die verbleibende Ladedauer aussieht. Somit kann der Laderegler beispielsweise

feststellen, dass die benotigte Stromstarke zum Ende des Ladevorgangs geringer wird und sich somit eine fallende

Stromganglmie ergibt. Aus diesem Grunde wird gemäß einem vorteilhaften Ausfuhrungsbeispiel vorgeschlagen, dass das Erstellen der Lastprognose zusätzlich abhangig von zumindest einer Ladeprognose eines Elektrofahrzeugs ist, wobei die Ladeprognose eines Elektrofahrzeugs zumindest eine Ladedauer und/oder eine Stromganglmie umfasst. Diese Ladeprognose kann vorteilhafterweise von dem Laderegler bzw. dem

Elektrofahrzeug an die Ladestation übermittelt werden. Die Ladestation kann diese Information xn der Gruppe

kommunizieren, wodurch es möglich ist, dass mit Hilfe der Ladeprognose eine verbesserte Lastprognose erstellt werden kann .

Gemäß einem vorteilhaften Ausfuhrungsbeispiel wird

vorgeschlagen, dass die Ist-Ladeparameter von zumindest einer Ladestation zumindest Informationen zu der aktuellen

Ladestromstarke und/oder einem Laderegler eines an die

Ladestation angeschlossenen Elektrofahrzeugs enthalten. Mit

Hilfe der Informationen über die aktuelle Ladestromstarke ist es möglich, die von dem Elektrofahrzeug momentan abgerufene Ladeleistung zu bestimmen. Bestehen Kenntnisse über den verwendeten Laderegler, so kann beispielsweise darauf geschlossen werden, dass die Ladestrorαstarke sich über die Zeit verändert, wenn der Laderegler eine dynamische

Ladestromlinie realisiert. Auch erlaubt beispielsweise eine Information über den Laderegler einen Rückschluss darauf, ob der Laderegler eine Veränderung der Ladeparameter über den Ladezeitraum ermöglicht. In diesem Fall kann mit dieser

Information beim Bestimmen der Lastprognose oder beim

Bestimmen der Soll-Parameter die Möglichkeit geschaffen werden, den Ist-Parameter des zugehörigen Elektrofahrzeugs über den Ladezeitraum zu verändern, so dass ein

Elektrofahrzeug während des Ladens unterschiedliche

Ladeparameter zur Verfügung gestellt bekommt. Beispielsweise kann zu einem Zeitpunkt, zu dem eine geringe Last in der Gruppe besteht, ein Elektrofahrzeug mit einer hohen

Stromstärke und einer hohen Ladeleistung geladen werden sowie bei einer hohen Last in der Gruppe mit einer geringen

Stromstärke. Erlaubt der Laderegler eine Veränderung dieser Parameter und ergibt sich anhand der Lastprognose die

Notwendigkeit, diese Parameter zu verändern, so kann dies geschehen, sollten die Soll-Ladeparameter dies erfordern.

Gemäß einem vorteilhaften Ausführungsbeispiel wird

vorgeschlagen, dass die Ist-Parameter in Abständen

ausgetauscht werden und dass die Lastprognose und/oder die Soll-Parameter adaptiv abhängig von den aktuellen Ist- Parametern verändert werden. Somit ist es möglich, in

Abständen bevorzugt regelmäßig die Lastprognose und die SoIl- Parameter zu verändern und an die aktuellen Gegebenheiten innerhalb der Gruppe anzupassen. Verhält sich beispielsweise ein Fahrzeug nicht konform zu den Soll-Parametern,

beispielsweise wenn es eine zu hohe Stromstärke bezieht, kann dies in den Ist-Parametern festgestellt werden und die SoIl- Parameter können angepasst werden. Gemäß einem vorteilhaften Ausführungsbeispiel wird auch vorgeschlagen, dass die Soll-Ladeparameter innerhalb der

Gruppe kommuniziert werden und dass abhängig von den Soll- Ladeparametern eine Ladestation Ladeparameter mit einem

Elektrofahrzeug aushandelt. Ergibt sich in der Lastprognose, dass eine erhöhte Last in naher Zukunft wahrscheinlich ist, so kann der Soll-Ladeparameter diesem Rechnung tragen, und beispielsweise bestimmen, dass eine maximale Ladestromstärke von 16A erlaubt ist. Ist ein solcher Soll-Ladeparameter innerhalb der Gruppe kommuniziert worden und verbindet sich ein Elektrofahrzeug mit einer Ladestation, so kann in den Ladeparametern, welche die Ladestation mit dem

Elektrofahrzeug aushandelt, festgelegt werden, dass das

Elektrofahrzeug lediglich mit 16A laden darf. Das

Elektrofahrzeug bzw. der in dem Elektrofahrzeug angeordnete

Rechner kann diesen Ladeparameter akzeptieren und eine Ladung beginnen oder ablehnen. Wird dieser Ladeparameter abgelehnt, so wird die Ladung erst gar nicht gestartet. Mit Hilfe der Soll-Ladeparameter kann somit eine Überlast in der Gruppe vermieden werden.

Gemäß einem vorteilhaften Ausführungsbeispiel wird auch vorgeschlagen, dass die Soll-Ladeparameter zumindest

Informationen zu einer maximalen Stromstärke, einer Ladezeit, einer Ladedauer, einer Stromganglinie und/oder einer

Energiemenge enthalten. Wie zuvor erläutert, kann in den Soll-Ladeparametern beispielsweise eine maximale Stromstärke, beispielsweise 16A, 2OA, 3OA oder dergleichen festgelegt werden. Mit Hilfe der Soll-Ladeparameter kann jedoch auch eine Ladezeit bestimmt werden. So ist es beispielsweise möglich, zu bestimmen, dass eine Ladung nur in einem

bestimmten Zeitfenster stattfinden darf und nicht unmittelbar begonnen werden darf. So kann beispielsweise eine Nachtstunde zum Laden bestimmt werden. Auch eine Ladedauer kann bestimmt werden. So ist es beispielsweise möglich, dass wenn in zwei Stunden eine hohe Last erwartet wird, momentan jedoch eine geringe Last vorhanden ist, und das Fahrzeug lediglich eine geringe Energiemenge benötigt, dass eine Ladedauer von einer Stunde festgelegt wird und in dieser Stunde mit einer maximalen Stromstarke geladen wird. Auch kann eine

Stromganglime festgelegt werden, die beispielsweise

festlegt, dass zu Beginn eines Ladevorgangs, beispielsweise wenn m der Gruppe eine hohe Last vorliegt, nur mit einer geringen Stromstarke geladen werden darf und dass zum Ende eines Ladevorgangs, wenn prognostiziert wurde, das eine geringe Last m der Gruppe vorliegt, die Stromstarke erhöht wird. Schließlich kann auch die zu beziehende Energiemenge festgeJegt werden.

Wahrend einer Ladephase können sich Soll-Ladeparameter verandern. Bei geeigneten Laderegeln, die eine Veränderung von Ladeparametern ermöglichen, wird gemäß einem

vorteilhaften Ausfuhrungsbeispiel vorgeschlagen, dass bei sich verändernden Soll-Ladeparametern die Ladeparameter wahrend einer Ladephase mit dem Elektrofahrzeug neu

ausgehandelt werden. So kann beispielsweise bei einer unerwartet hohen Last mit einem Elektrofahrzeug aushandelt werden, dass dieses nur noch mit einer geringen Stromstarke ladt. Dies kann wahrend einer bereits laufenden Ladephase geschehen . Gemäß einem vorteilhaften Ausfuhrungsbeispiel wird

vorgeschlagen, dass zu Beginn eines Ladevorgangs von einem Elektrofahrzeug an eine Ladestation Informationen zu einer benotigten Energiemenge, einer bevorzugten Ladedauer, einer bevorzugten Ladezeit und/oder einem Laderegler übermittelt werden. Gegebenenfalls beherrschen diese Funktion nur neuere Fahrzeuge. In diesem Fall kann von der Ladestation eine

Annahme zu der Ladedauer und der Ladezeit als auch der

Stromganglmie machen. Auch kann von der Ladestation abhangig von den Soll-Ladeparametern und den Informationen von den Elektrofahrzeug zumindest eine maximale Ladestromstarke, ein Ladezeitraum, eine Ladedauer und/oder eine maximale Ladedauer bestimmt und an das Elektrofahrzeug kommuniziert werden. Dies kann abhangig von den Fähigkeiten des Ladereglers erfolgen. Dieses Aushandeln von Ladeparametern ermöglicht es, abhangig von den Fähigkeiten und Bedurfnissen des Elektrofahrzeugs und den Beschrankungen der Soll-Ladeparametern die optimalen Ladeparameter mit dem Elektrofahrzeug auszuhandeln. Hierbei kann zum Einen den Bedurfnissen des Elektrofahrzeugs nach einer bestimmten Energiemenge nachgekommen werden. Zum

Anderen kann beispielsweise vertraglich einem Kunden eine minimale Ladestromstarke von 2OA zugesichert worden sein. Ist dies der Fall, so muss dies bei dem Aushandeln der

Ladepararαeter unter Berücksichtigung der Soll-Ladeparametern berücksichtigt werden.

Gemäß einem vorteilhaften Ausfuhrungsbeispiel wird

vorgeschlagen, dass die Gruppe zumindest einem Transformator einer Niederspannungsebene zugeordnet ist. Beispielsweise kann ein solcher Transformator eine Leistung von 400 bis 1.00OkVA zur Verfugung stellen. Diese Stationsleistung muss intelligent auf die an diesen Transformator angeschlossenen Ladestationen verteilt werden, was durch Erstellen einer

Lastprognose und Bestimmen von Soll-Ladeparametern erfolgt. Somit kann in der Niederspannungsebene ein Überlastszenario vermieden werden.

Aus diesem Grunde wird auch vorgeschlagen, dass die Soll- Ladeparameter abhängig von der verfügbaren elektrischen

Leistung der Niederspannungsebene und/oder der

Mittelspannungsebene bestimmt werden. Beim Erstellen der Lastprognose und dem Bestimmen der Soll-Ladeparameter kann die verfügbare elektrische Leistung in der

Niederspannungsebene berücksichtigt werden. Darüber hinaus ist es jedoch auch möglich, dass die verfügbare Leistung der Mittelspannungsebene berücksichtigt werden kann. Somit kann in einer hierarchischen Struktur eine Überlast sowohl in der Niederspannungsebene als auch der Mittelspannungsebene durch Bestimmen der Soll-Ladeparameter vermieden werden.

Um die Ladestationen einer Gruppe zuordnen zu können, wird vorgeschlagen, dass die Gruppe zumindest eine Gruppen-ID aufweist. Mit Hilfe dieser Gruppen-ID ist es möglich, die Gruppe zu identifizieren und eine Kommunikation zwischen

Gruppenmitgliedern zu ermöglichen. Diese Kommunikation kann beispielsweise über ein Kommunikationsmedium, beispielsweise PLC, Nahfunk oder ein sonstiges Netzwerkmedium erfolgen. Auch kann eine Kommunikation über Mobilfunk, beispielsweise zwischen den Fahrzeugen bzw. den Ladereglern untereinander und der Ladestation oder den Ladestationen untereinander oder zwischen Fahrzeugen, Ladestationen und Trafostationen

erfolgen. Z.B. kann die Kommunikation über GSM, UMTS, GPRS, LTE oder ein sonstiges Mobilfunkprotokoll erfolgen. Die Kommunikationssprache kann beispielsweise SML sein. Andere

Kommunikationssprachen, wie DLMS, XML, HTML oder dergleichen sind ebenfalls möglich. Mit Hilfe der Gruppen-ID lassen sich die Stationen innerhalb der Gruppe eindeutig zu dieser Gruppe gehörend adressieren.

Gemäß einem vorteilhaften Ausfuhrungsbeispiel wird

vorgeschlagen, dass die Gruppen-ID von einer

Niederspannungstrafostation an die angeschlossenen

Ladestationen übermittelt wird und/oder dass eine Gruppen-ID zwischen an eine selbe Niederspannungstrafostation

angeschlossenen Ladestation ausgetauscht wird. Einerseits kann die Nieαerspannungstrafostation als sogenannter „Master" agieren und die Kommunikation mit den Stationen

gewährleisten. In diesem Fall muss die Trafostation mit den geeigneten Kommunikations- und Rechenmitteln ausgestattet sein. Außerdem kann m einer solchen Station dj e Bestimmung der Lastprognose und der Soll-Ladeparameter erfolgen.

Andererseits ist es jedoch auch möglich, dass innerhalb einer Gruppe von Ladestationen eine einzige Ladestation als „Master" agiert und die Uberwachungs- und Prognosefunktion übernimmt und alle anderen Stationen in der Gruppe von dieser „Master" Station Informationen erhalten.

Auch wäre es möglich, dass jede Ladestation innerhalb einer Gruppe mit allen anderen Ladestationen innerhalb der Gruppe kommuniziert und jede Ladestation für sich selber eine

Lastprognose und Soll-Parameter ermittelt. Diese

Informationen können innerhalb der Gruppe zirkuliert werden, wobei die Gruppen-ID verwendet wird, um die Kommunikation den Ladestationen zuordnen zu können. Daher wird gemäß einem vorteilhaften Ausfuhrungsbeispiel vorgeschlagen, dass innerhalb der Gruppe in der Niederspannungstrafostation oder in einer Ladestation die Lastprognose und die Soll-Ladeparameter bestimmt werden.

Gemäß einem vorteilhaften Ausführungsbeispiel wird auch vorgeschlagen, dass das Austauschen der Ist-Ladeparameter zumindest das Senden der Ist-Ladeparameter an die

Transformatorstation der Niederspannungsebene oder an eine Ladestation der Gruppe umfasst. Somit können die Ist- Ladeparameter entweder an die Niederspannungstrafostation oder an zumindest eine Ladestation in der Gruppe übermittelt werden .

Die zuvor genannten Verfahren können auch als

Computerprogramm oder als auf einem Speichermedium

gespeichertes Computerprogramm realisiert werden. Hierbei kann fahrzeugseitig, ladestationsseitig und/oder

transformatorstationsseitig ein Mikroprozessor zur

Durchführung der jeweiligen Verfahrensschritte durch ein Computerprogramm geeignet programmiert sein.

Die Merkmale der Verfahren und Vorrichtungen sind frei miteinander kombinierbar. Insbesondere können Merkmale der abhängigen Ansprüche unter Umgehung der Merkmale der

unabhängigen Ansprüche in Alleinstellung oder frei

miteinander kombiniert eigenständig erfinderisch sein.

Nachfolgend wird der Gegenstand anhand einer

Ausführungsbeispiele zeigenden Zeichnung näher erläutert. In der Zeichnung zeigen:

Fig. 1 einen hierarchischen Aufbaue eines

Energieversorgungsnetzes mit Mittelspannungsebene, Niederspannungsebene, Verbrauchern und

Ladestationen;

Fig. 2 schematisch einen Aufbau einer Ladestation gemäß einem Ausführungsbeispiel;

Fig. 3 schematisch einen Ablauf eines Verfahrens gemäß einem Ausführungsbeispiel. Fig. 1 zeigt eine Mittelspannungstransformatorstation 2 die an eine Hochspannungsebene 4 eines Energieversorgungsnetzes angeschlossen ist. Die Mittelspannungstransformatorstation 2 versorgt Niederspannungstransformationsstationen 6a, 6b mit elektrischer Energie. Am Ausgang der

Niederspannungstransformationsstationen 6 liegt eine Spannung von 230V/400V an, welche den Verbrauchern zur Verfügung gestellt wird. Die Leistung einer

Niederspannungstransformationsstation β beträgt in der Regel zwischen 400 und 1.00OkVA. Diese Leistung muss ausreichen, um alle Verbraucher, die an den Niederspannungstrafo

angeschlossen sind, mit Energie zu versorgen. Zu den

Verbrauchern gehören herkömmliche Hausverbraucher 8 und Ladestationen 10. Im Bereich einer Niederspannungstransformationsstation 6 können zukünftig, um eine ausreichende Versorgung von

Elektrofahrzeugen mit Ladepunkten zur Verfügung zu stellen, 100 oder mehr Ladestationen 10 angeschlossen sein. Greifen alle Ladestationen 10 zur selben Zeit elektrische Leistung von der Niederspannungstransformationsstation 6 ab, so kann es schnell dazu kommen, dass die

Niederspannungstransformationsstation 6 ihre Maximalleistung erreicht. Jedoch ist erkannt worden, dass Elektrofahrzeuge die meiste Zeit des Tages stehen und an eine Ladestation angeschlossen sind. Wird nun der Energiebedarf der

Elektrofahrzeuge im Verlauf der gesamten Standzeit gedeckt, so kann durch eine intelligente Steuerung die maximale

Leistung, die die Niederspannungstransformationsstation 6 zur Verfügung stellen muss, reduziert werden. Somit ist durch eine intelligente Aufteilung der Leistung auf die gesamte Standdauer der Elektrofahrzeuge eine Reduzierung der

Momentanieistung von über 1.00OkVA auf ca. 10OkVA möglich.

Dies ist dadurch möglich, dass die Ladestationen 10 zu

Gruppen 12 zusammengefasst werden, wobei eine Gruppe 12 einer Niederspannungstransformationsstation β zugeordnet sein kann. Innerhalb der Gruppe 12 wird durch Auswerten von Ist- Ladeparametern und durch Erkenntnisse über die zur Verfügung zu stellenden Leistung aus der Vergangenheit sowie durch aktuelle Ladeprognosen innerhalb der Fahrzeuge eine

Lastprognose erstellt, mit deren Hilfe Soll-Ladeparameter bestimmt werden, welche das Ladeverhalten der Fahrzeuge über die gesamte Standzeit regeln. Durch diese Regelung der

Ladeparameter über die gesamte Standzeit der Elektrofahrzeuge ist es möglich, von der Niederspannungstransformationsstation 6 nur eine relativ geringe Momentanleistung abzurufen, dies jedoch über einen längeren Zeitraum, so dass der

Gesamtenergiebedarf zum Laden aller in der Gruppe 12

vorhandenen Elektrofahrzeuge gedeckt wird. Darüber hinaus kann mittels der Lastprognose und der Soll-Ladeparameter auch eine Überlastung der Mittelspannungstrafostation 2 vermieden werden, in dem auch eine Lastprognose für die

Mittelspannungsebene erstellt wird und bei dem Bestimmen der Soll-Ladeparameter berücksichtigt wird. Für die Kommunikation innerhalb der Gruppe und den Austausch von Ist-Ladeparametern und Soll-Ladeparametern muss eine Ladestation 10 entsprechend ausgestattet sein.

Fig. 2 zeigt eine Ladestation 10 in einer schematischen

Schnittansicht. Die Ladestation 10 ist über ein Kabel 14 mit der Niederspannungstransformationsstation 6 verbunden.

Darüber hinaus ist die Ladestation 10 über das Kabel 14 mit allen anderen Ladestationen 10 der Gruppe 12 verbunden. Über das Kabel 14 kann eine Kommunikation zwischen den

Ladestationen 10 innerhalb der Gruppe 12 als auch zwischen den Ladestationen 10 und der

Niederspannungstransformationsstation 6 erfolgen. Die

Kommunikation kann dabei beispielsweise über Powerline- Communication erfolgen. Das Kommunikationsprotokoll kann beispielsweise SML, DLMS, XML, HTML oder ein sonstiger

Standard sein. Auch kann die Kommunikation kabellos, z.B. mittels WLAN oder Mobilfunk, erfolgen.

In der Ladestation 10 ist eine Kommunikationseinheit 16, eine Gruppierungseinheit 18, optional eine Recheneinheit 20 und eine Ladesteuerschaltung 22 angeordnet. Über einen

elektrischen Anschluss 24 und ein Ladekabel 26 kann ein

Elektrofahrzeug (nicht dargestellt) mit der Ladestation 10 verbunden werden.

Die Ladesteuerschaltung 22 ermöglicht eine Kommunikation über das Ladekabel 26 mit dem Elektrofahrzeug und das Aushandeln von Ladeparametern. Das Aushandeln von Ladeparametern kann zumindest das Aushandeln einer maximalen Ladestromstärke beinhalten. Darüber hinaus können weitere Ladeparameter, wie eine Ladedauer, eine Stromganglinie, eine minimal zulassige Ladestromstarke, eine maximal zulassige Ladestromstarke, ein Ladezeitraum, eine Information über einen Energiemix,

Vertragsdetails und dergleichen beinhalten. Die Ladeparameter können mitte] s der Ladesteuerschaltung 22 an das

Elektrofahrzeug übermittelt werden und mit dem

Elektrofahrzeug ausgehandelt werden. Außerdem ist es in der Ladesteuerschaltung 22 möglich, die Ist-Ladeparameter festzustellen, insbesondere die aktuelle Ladestromstarke.

Darüber hinaus kann in der Ladesteuerschaltung 22 oder in dem Elektrofahrzeug eine Ladeprognose erstellt werden, welche die Ladedauer und die benotigte Ladestromstarke prognostizieren kann, um das angeschlossene Elektrofahrzeug vollständig oder bis zur benotigten Menge aufzuladen. Die Ist-Ladeparameter als auch die Ladeprognose können von der Ladesteuerschaltung 22 an die Kommunikationseinheit 16 übermittelt werden.

Die Kommunikationseinheit 16 ermöglicht eine Kommunikation über das Kabel 14 oder ein sonstiges drahtgebundenes oder drahtloses Netzwerk zum Einen mit anderen Ladestationen 10 und zum Anderen mit der Niederspannungstransformationsstation 6. Über die Kornmunikationseinheit 16 können die Ist- Ladeparameter ausgesendet werden und es können SoIl- Ladeparameter empfangen werden.

Die Gruppierungseinheit 18 ermöglicht es, die Ladestation 10 einer Gruppe 12 zuzuordnen. Hierzu kann die

Gruppierungseinheit 18 eine Gruppen-ID empfangen und/oder aussenden, um somit seine Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe 12 zu kommunizieren. Schließlich kann eine optionale Recheneinheit 20 in der Ladestation 10 vorgesehen sein. In der optionalen

Recheneinheit 20 können beispielsweise eine Lastprognose als auch Soll-Ladeparameter errechnet werden. Die Recheneinheit 20 kann zum Einen optional in einer "Master" Ladestation 10 angeordnet sein, wobei in einer Gruppe 12 eine "Master" Ladestation 10 vorhanden ist. Auch ist es möglich, dass in jeder Ladestation 10 eine Recheneinheit 20 vorhanden ist, und jede Ladestation 10 autark für sich eine Lastprognose erstellt und Soll-Ladeparameter bestimmt. Hierzu ist ein

Austausch aller Informationen, insbesondere der Informationen zu den Ist-Ladeparametern zwischen allen Ladestationen 10 innerhalb der Gruppe 12 notwendig. Die Recheneinheit 20 kann zum Anderen in der Niederspannungstransformationsstation 6 angeordnet sein.

In der Fig. 3 ist der Ablauf des gegenständlichen Verfahrens gemäß einem Ausführungsbeispiel beschrieben. In einem ersten Schritt werden die Ladestationen 10 einer Gruppe 12 gruppiert 30. Hierzu kommunizieren die

Gruppierungseinheiten 18 Gruppen~IDs zwischen den

Ladestationen 10 derart, dass sich eine Gruppe 12 bildet. Nachdem eine Gruppe gruppiert (30) wurde, wird innerhalb der Gruppe ein Austausch 32 von Ist-Ladeparametern initiiert. Hierzu übermittelt jede Ladestation 10 der Gruppe 12 mittels der Kommunikationseinheit 16 den von der Ladesteuerschaltung 22 ermittelten Ist-Ladeparameter, der insbesondere die aktuelle Ladestromstärke beinhaltet. Die Ist-Ladeparameter aller Ladestationen 10 einer Gruppe 12 werden in zumindest einer Recheneinheit 20 empfangen. In der Recheneinheit 20 wird zumindest mit Hilfe der Ist-Ladeparameter eine Lastprognose erstellt 34.

Zum Erstellen 34 der Lastprognose kann zusätzlich eine

Tagesganglinie oder eine Wochenganglinie, eine

Monatsganglinie als auch eine Jahresganglinie aus einer

Datenbank 36 gezogen werden. Darüber hinaus kann für das Erstellen 34 der Lastprognose von den Ladestationen 10 eine Ladeprognose empfangen werden. Die Ladeprognose kann

beispielsweise mittels der Ladesteuerschaltung 22 oder mittels eines Ladereglers in dem Elektrofahrzeug erstellt werden .

Nachdem die Lastprognose erstellt 34 wurde, werden SoIl- Ladeparameter bestimmt 38. Das Bestimmen 38 der Soll- Ladeparameter kann beispielsweise das Bestimmen 38 von maximalen Ladestromstärken, Ladedauern, Ladezeiträumen, Stromganglinie und/oder dergleichen beinhalten. Die

bestimmten Soll-Ladeparameter werden an die Ladestationen 10 der Gruppe 12 kommuniziert 40. Die Ladestationen 10 empfangen die Soll-Ladeparameter mittels ihrer Kommunikationseinheiten 16 und setzen diese mittels der Ladesteuerschaltung 22 um, in dem entsprechende Ladeparameter zum Laden von

Elektrofahrzeugen mit den Elektrofahrzeugen ausgehandelt werden.

In Abständen werden die Ist-Ladeparameter ausgetauscht 32 und es werden neue Lastprognosen erstellt 34 und die Soll- Ladeparameter bestimmt 38, so dass stets auf aktuelle

Leistungsanforderungen reagiert werden kann. Mittels des gegenständlichen Verfahrens und der

gegenständlichen Vorrichtung ist es möglich, die Anforderung an ein Energieversorgungsnetz für das Laden von

Elektrofahrzeugen zu reduzieren, indem elektrische Leistung anhand von Lastprognosen zeitlich verteilt zur Verfügung gestellt wird.