KRIECHBAUM, Thomas (Gymnasiumstr. 11/1/4, Grieskirchen, A-4710, AT)
WOLKERSTORFER, Christoph (Volksgartenstrasse 11, A -4600 WeIs, AT)
KRIECHBAUM, Thomas (Gymnasiumstr. 11/1/4, Grieskirchen, A-4710, AT)
| P a t e n t a n s p r fl c h e 1. Fördervorrichtung (1) mit einem Rahmen (S), zumindest einer Förderzone (4a, 4b), Trag- und Antriebsrollen (9, 10) und einem um die Trag- und Antriebsrollen (9, 10) ge- führten, endlos umlaufenden Transportband (11), welches ein unteres Trum (24) und ein oberes Trum (13) aufweist, wobei das untere Trum (24) eine Rücklaufebene (26) und das obere Trum (13) eine Förderebene (14) zum Transport von Stückgütern (2) ausbildet, und die Förderzone (4a, 4b) in ihren gegenüberliegenden Endbereichen (8a, 8b) jeweils eine Tragrolle (9) und zwischen den Tragrollen (9) zumindest eine Antriebsrolle (10) mit einem Rollenkörper (18) sowie ein, das Transportband (11) mit seinem unteren Trum (24) gegen den Rollenkörper (18) andrückendes Anpresselement (12) umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass das obere Trum (13) einerseits um die in den gegenüberliegenden Endbereichen (8a, 8b) angeordneten Tragrollen (9) umgelenkt und andererseits auf dem Rollenkörper (18) anliegend geführt ist 2. Fördervorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Anpresselement (12) und dem Rahmen (5) eine Stelleinheit (22; SO; 70) vorgesehen ist. 3. Fördervorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Stelleinheit (22; 50; 70) eine Lagervorrichtung (28; 51; 71) und eine Anpressvorrichtung (29; 52; 72) aufweist, wobei die Anpressvorrichtung (29; 52; 72) zumindest ein das Anpresselement (12) relativ zum Rahmen (5) verstellendes Betätigungselement (35; 57; 77) aufweist. 4. Fördervorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagervorrichtung (28; 71) eine am Rahmen (5) befestigte Halterung (32; 73) und eine Führung (33; 74) aufweist, wobei das Anpresselement (12) relativ zur Halterung (32; 73) entlang der Führung (33; 74) verstellbar ist. 5. Fördervorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagervorrichtung (51) einen, um eine parallel zur Antriebsrolle (10) verlaufende Lagerachse (54) verschwenkbaren Lagerarm (55) aufweist, wobei das Anpresselement (12) gelenkig mit dem Lagerarm (55) verbunden ist. 6. Fördervorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das Anpresselement (12) eine Eingriffsoberfläche (23) mit zumindest einem Aufhahmebereich (88) aufweist. 7. Fördervorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass eine Führungsachse (34) des Anpresselementes (12) und eine Rollenachse (53) der Antriebsrollen (10) in der Senkrechten vertikal übereinander angeordnet sind. 8. Fördervorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Förder- Vorrichtung (1) in Förderrichtung (3) in mehrere Förderzonen (4a, 4b) unterteilt ist und jede Förderzone (4a, 4b) einen Stauplatz bildet. 9. Fördervorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Förderzone (4a, 4b) die in Förderrichtung (3) in den gegenüberliegenden Endbereichen (8a, 8b) an- geordneten, ersten Tragrollen (9), die Antriebsrolle (10) sowie jeweils zwischen der Antriebsrolle (10) und den ersten Tragrollen (9) zweite Tragrollen (9) aufweist und dass das untere Trum (24) des Transportbandes (11) tangential um den Rollenkörper (18)geführt wird, wobei die Rücklaufebene (26) zwischen der Antriebsrolle (10) und den ersten Tragrollen (9) in einem Abstand unterhalb der der zweiten Tragrollen (9) verläuft. 10. Fördervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsrolle (10) im Rahmen (5) gehalten und das Anpresselement (12) über die Stelleinheit (22; 50; 70) relativ zur Antriebsrolle (10) verstellbar ist. 11. Fördervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Anpresselement (12) und/oder die Stelleinheit (22; 50; 70) ausschließlich unterhalb der Rücklaufebene (26) angeordnet ist 12. Fördervorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass ein in För- demchtung (3) gemessener Abstand zwischen den Tragrollen (9), welche in den gegenüberliegenden Endbereichen (8a, 8b) der Förderzone (4a, 4b) angeordnet sind, etwa der Stückgutlänge eines Stückgutes (2) entspricht. 13. Fördervorrichtung nach Anspruch 1 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass ein in Förderrichtung (3) gemessener Abstand zwischen einer der Tragrollen (9), welche in den gegenüberliegenden Endbereichen (8a, 8b) der Förderzone (4a, 4b) angeordnet sind, und der Antriebsrolle (10) kleiner ist als die Stückgutlänge eines Stückgutes (2). |
Die Erfindung betrifft eine Fördervorrichtung, wie im Oberbegriff des Anspruches 1 be- schrieben.
Die DE 43 00271 Al offenbart eine Fördervorrichtung mit einem Rahmen, Trag- und Antriebsrollen und einem um die Trag- und Antriebsrollen geführten, endlos umlaufenden Transportband, welches ein unteres Trum und ein oberes Trum aufweist. Die Antriebsrollen sind paarweise übereinander zwischen den Tragrollen angeordnet und werden durch separate Stelleinheiten gegen die Ober- und Unterseite vom unteren Trum angedrückt. Um mit dieser bekannten Fördervorrichtung ein beschränktes Sortiment Stückgüter unterschiedlichen Fördergewichtes und/oder unterschiedlicher Abmessungen fördern zu können, ist das Transportband an seiner Lauffläche mit einem umlaufenden Führungssteg versehen. Bedingt durch die- se bauliche Maßnahme sind zwangsweise mehrere Antriebsrollen, Antriebe und Stelleinheiten erforderlich, was einerseits zu höheren Betriebskosten und andererseits zu einem komplexeren Aufbau der Fördervorrichtung führt Zudem kann das obere Trum zwischen den Tragrollen durchhängen, wenn auch nur eine geringfügige Überschreitung vom maximal zulässigen Fördergewicht auftritt.
Ein Kurvengurtförderer ist aus der DE 4244 170 Al bekannt, bei welchem ein endlos umlaufendes Transportband um Trag- und Antriebsrollen geführt wird. Die Antriebsrolle ist unterhalb einer Tragrolle angeordnet, wobei die Antriebsrolle durch eine Stelleinheit auf das untere Trum angedrückt wird. Die zusätzliche Tragrolle zwischen den in den Endbereichen einer Förderzone angeordneten Tragrollen führt zu einem komplexeren Aufbau des Kurvengurtförderers.
Aus der US 7,364,035 B2 ist eine Fördervorrichtung bekannt, die als Stauförderer ausgebildet ist und in Förderrichtung der Stückgüter eine Vielzahl von Förderzonen sowie einen sich ent- lang der Förderzonen über die gesamte Länge der Fördervorrichtung erstreckenden, kontinuierlich umlaufenden Antriebsriemen aufweist. Jede Förderzone umfasst relativ zur Förderrich- tung in ihrem ersten Endbereich eine Antriebsrolle und in ihrem zweiten Endbereich eine Tragrolle sowie zwischen den Endbereichen weitere Tragrollen und ein um diese Rollen ge- führtes, endlos umlaufendes Transportband für den Transport der Stückgüter. Die Antriebsrolle weist eine Kupplungsrolle und einen Rollenkörper auf, die je auf einer feststehenden Achse drehbar gelagert sind. Die Kupplungsrolle wird durch den Antriebsriemen kontinuierlich angetrieben und ist über eine elektromagnetische Kupplung mit dem antreibbaren Rollenkörper S kuppelbar. Hierzu wird der Antriebsriemen im Bereich der Antriebsrolle in jeder Förderzone mittels einer Andrückrolle gegen die Kupplungsrolle angedrückt
Die US 6,811,018 B2 und US 2007/0119690 Al zeigen jeweils eine Fördervorrichtung, die als Stauförderer ausgebildet ist und in Förderrichtung der Stückgüter eine Vielzahl von För- 0 derzonen aufweist. Jede Förderzone umfasst relativ zur Förderrichtung in ihrem ersten Endbereich eine Antriebsrolle und in ihrem zweiten Endbereich eine Tragrolle sowie zwischen den Endbereichen weitere Tragrollen und ein um diese Rollen geführtes, endlos umlaufendes Transportband für den Transport der Stückgüter.
S Bei diesen bekannten Fördervorrichtungen wird das Transportband mit einer Vorspannkraft um die Antriebsrolle und die Tragrolle gespannt, die ausreichend hoch gewählt werden muss, damit das Antriebsmoment von der Antriebsrolle auf das Transportband übertragen wird. Andererseits darf die Antriebsrolle nicht mit einer zu hohen Vorspannkraft beansprucht werden, ansonsten auf die Antriebsrolle eine unzulässige Biegebeanspruchung ausgeübt wird. Ein we-0 sentlicher Nachteil der bekannten Fördervorrichtungen liegt auch darin, dass zum Ausbau der Antriebsrolle das Transportband entspannt werden muss. Mit anderen Worten muss nach dem Austausch der Antriebsrolle die Vorspannkraft im Transportband neuerlich eingestellt werden, was sehr zeit- und kostenintensiv ist. 5 Die EP 1 223 120 A2 offenbart eine Fördervorrichtung mit einem Rahmen, einer Vielzahl von Förderzonen, wovon eine jede Förderzone in ihren gegenüberliegenden Endbereichen Antriebsrollen und zwischen den Endbereichen eine weitere Antriebsrolle sowie ein, um die Antriebsrollen geführtes, endlos umlaufendes Transportband umfasst. Die hohe Anzahl von Antriebsrollen führt zu einer sehr komplexen Bauweise der bekannten Fördervorrichtung. 0
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine einfach aufgebaute Fördervorrichtung zu schaffen, die auch bei niedriger Vorspannung im Transportband einen zuverlässigen Betrieb erlaubt. Die Aufgabe der Erfindung wird durch die Merkmale des Anspruches 1 gelöst. Von Vorteil ist, dass die zur Übertragung eines Drehmomentes notwendige Reibkraft zwischen der Unterseite der Antriebsrolle und dem Transportband nicht aus der Vorspannkraft im Zugmittel resultiert, sondern alleinig durch die vom Anpresselement auf das untere Trum des Transport- bandes ausgeübte Anpresskraft. Das Anpresselement steht mit dem unteren Trum des Transportbandes ständig im Eingriff, um den notwendigen Reibschluss zur Übertragung eines Drehmomentes (Antriebskraft) von der Antriebsrolle auf das Transportband zu erzeugen. Die Antriebsrolle wird gegenüber solchen aus dem Stand der Technik bekannten Fördervorrichtungen, wo die Antriebsrolle innerhalb einer Förderzone in einem der gegenüberliegenden Endbereiche angeordnet ist und der Vorspannkraft im Zugmittel Stand halten muss, einer wesentlich geringeren Biegebeanspruchung ausgesetzt. Die Antriebsrolle wird gemäß der Erfindung im Vergleich zur Vorspannkraft im Transportband mit einer niedrigeren Anpresskraft belastet und damit die Biegebeanspruchung auf die Antriebsrolle wesentlich reduziert. Dadurch kann die Nennbreite der Fördervorrichtung erhöht werden, ohne den konstruktiven Aufbau der Antriebsrolle verändern zu müssen. Nach der erfindungsgemäßen Ausführung sind innerhalb einer Förderzone in den gegenüberliegenden Endbereichen frei drehbare (nicht motorisch angetriebene) Tragrollen vorgesehen, welche ausschließlich der Umlenkung des endlos umlaufenden, antreibbaren Transportbandes dienen, während der Antrieb des Transportbandes durch die zwischen den Tragrollen angeordnete Antriebsrolle erreicht wird. Nach- dem die Antriebskraft nicht durch Umschlingung einer, in einem der Endbereiche der Förderzone angeordnete Antriebsrolle übertragen wird, kann die Vorspannung im Transportband niedrig gewählt werden. Ferner ist es beispielsweise zu Wartungszwecken möglich, die Antriebsrolle aus einer Förderzone zu entfernen, ohne dabei die Vorspannung im Transportband zu verändern. Ein langwieriges Einstellen der Vorspannung im Transportband, insbesondere durch Messen der Eigenschwingungsfrequenz, durch Fachpersonal kann entfallen. Die Anordnung der Antriebsrolle zwischen dem unteren und oberen Trum des Transportbandes einerseits und zwischen den Tragrollen in den Endbereichen der Förderzone andererseits hat zudem den Vorteil, dass das Stückgut mit seinem Gewicht auch auf der Antriebsrolle auf lastet und damit der Reibschluss zwischen dem oberen Trum und der Oberseite der Antriebsrolle erhöht wird, sobald ein Stückgut entlang einer Förderzone transportiert wird. Es besteht also eine Antriebskoppelung zwischen der Antriebsrolle und dem Transportband sowohl am unteren Trum als auch am oberen Trum. Somit ermöglicht die Antriebsrolle nicht nur eine Stützfunktion für das Stückgut, sondern auch eine zuverlässige Antriebsfunktion. Die Fördervor- richtung kann daher je nach Anwendung im einfachsten Fall ausschließlich eine Antriebsrolle und zwei Tragrollen umfassen. Auch kann an einer bestehenden Fördervorrichtung sehr einfach die erfindungsgemäße Anordnung der Trag- und Antriebsrolle geändert und das Anpresselement nachgeröstet werden.
Eine optimale Einstellung einer Anstellkraft des Anpresselementes auf das Transportband wird erreicht, wenn für das Anpresselement eine Stelleinheit vorgesehen ist, wie im Anspruch 2 beschrieben. Mittels der Stelleinheit wird das Anpresselement auch bei durch Verschleiß oder Längendehnungen bei Temperaturunterschieden hervorgerufene Maßänderungen oder fertigungsbedingte Toleranzabweichungen des Transportbandes stets mit einer definierten Anstellkraft gegen das untere Trum angestellt und damit ein ausreichend hoher Reibschluss zwischen dem unteren Trum und der Antriebsrolle hergestellt.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Stelleinheit sind in den Ansprüchen 3 bis S beschrieben. Die Stelleinheit wird vorzugsweise ohne Hilfsenergie, insbesondere elektrische Energie, betätigt. Dadurch kann die erfindungsgemäße Fördervorrichtung sehr wirtschaftlich betrieben werden. Der Reibschluss zwischen der Antriebsrolle und dem Transportband, wird bei bekanntem Reibungsbeiwert zwischen der Oberfläche der Antriebsrolle, dem Transportband und dem Anpresselement direkt abhängig von der Anstellkraft des Anpresselementes auf das untere Trum des Transportbandes eingestellt. Somit kann alleinig durch Auslegung der Anstellkraft und der dadurch definierten Anpresskraft, mit der das untere Trum gegen einen Eingriffsabschnitt der Antriebsrolle gelegt wird, der Reibschluss zwischen der Antriebsrolle und dem Transportband optimiert und die Fördervorrichtung, ohne wesentliche Vergrößerung und Änderung des Grundaufbaus der Stelleinheit, sehr einfach an unterschiedliche Gewichtsklassen der Stückgüter angepasst werden. Ist das Anpresselement gelenkig mit einem um eine horizontale Achse schwenkbaren Lagerarm verbunden, wird eine gezielte Bewegung des Anpresselementes entlang einer bogenförmigen Bewegungsbahn ohne komplexe, zusätzliche Führungen erreicht und somit eine besonders wirtschaftliche und störunanfällige Stelleinheit geschaffen.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist auch in Anspruch 6 beschrieben, da von den Aufhahmebereichen beispielsweise durch Abrieb am Transportband oder dem Stückgut entstandene Schmutzpartikel (Verunreinigung) zumindest temporär aufgenommen werden. Da- durch wird über die gesamte Einsatzdauer der Fördervorrichtung eine zuverlässige Reib* Schlussverbindung zwischen dem Anpresselement und dem unteren Trum des Transportbandes erreicht und das Antriebsmoment von der Antriebsrolle auf das Transportband zuverlässig übertragen.
Eine besonders günstige Anordnung des Anpresselementes und der Antriebsrolle ist im Anspruch 7 beschrieben. Durch diese Anordnung wird - im Berührungsbereich zwischen dem Anpresselement, dem Transportband und der Antriebsrolle - die Anstellkraft vom Anpresselement auf das untere Trum des Transportbandes exakt entlang einer parallel zur Rollenachse verlaufenden Scheitellinie an der Unterseite der Antriebsrolle eingeleitet und dabei das untere Trum des Transportbandes mit einer hohen Anpresskraft gegen die Antriebsrolle gedrückt, sodass ein hohes Antriebsmoment von der Antriebsrolle auf das Transportband übertragen werden kann.
Gemäß der Ausführung nach Anspruch 8 kann die Fördervorrichtung besonders vorteilhaft als Stauförderer ausgebildet werden.
Vorteilhaft ist auch die Weiterbildung nach Anspruch 9 von Vorteil, da das Transportband an den in den Endbereichen angeordneten Tragrollen umgelenkt und sich mit seinem oberen Trum auf den zwischen den Endbereichen angeordneten, weiteren Tragrollen und der Antriebsrolle abstützt, während das untere Trum ausschließlich gegen die Antriebsrolle angelegt wird. Dadurch kann der Verschleiß durch Abrieb an der Lauffläche des Transportbandes niedrig gehalten werden. Dazu können die Durchmesser der Trag- und Antriebsrollen derart ausgebildet werden, dass das untere Trum zwischen den ersten Tragrollen, welche in den Endbe- reichen der Förderzone angeordnet sind, ausschließlich die zumindest eine Antriebsrolle tangential berührt.
Eine einfache Bauweise der Fördervorrichtung ergibt sich durch die Ausfuhrungen nach den Ansprüchen 10 und 11.
Schließlich wird durch die Ausgestaltungen gemäß den Ansprüchen 12 und 13 sichergestellt, dass das Stückgut auf dem Transportweg zwischen dem ersten Endbereich und zweiten Endbereich mit seinem Gewicht entweder auf zumindest einer der Tragrollen, welche in den End- bereichen angeordnet sind, und der Antriebsrolle oder auf beiden Tragrollen, welche in den Endbereichen angeordnet sind, und der Antriebsrolle auf lastet.
Zum besseren Verständnis der Erfindung wird diese anhand der nachfolgenden Figuren näher erläutert.
Es zeigen jeweils in stark vereinfachter Darstellung:
Fig. 1 eine erfindungsgemäßen Fördervorrichtung mit einer ersten Ausführungsvariante einer Stelleinheit in Draufsicht;
Fig. 2 die Fördervorrichtung geschnitten gemäß den Linien II - II in Fig. 1 ;
Fig. 3 die Fördervorrichtung geschnitten gemäß den Linien III - III in Fig. 1 ;
Fig. 3a eine Ausschnittsvergrößerung aus Fig. 3;
Fig. 4 die Fördervorrichtung geschnitten gemäß den Linien FV - 1 V in Fig. 1 ;
Fig. S eine erfindungsgemäßen Fördervorrichtung mit einer zweiten Ausführungsvariante einer Stelleinheit in Draufsicht;
Fig. 6 eine Seitenansicht der Stelleinheit gemäß der Ausführung in Fig. S;
Fig. 7 eine erfindungsgemäßen Fördervorrichtung mit einer dritten Ausführungsvariante einer Stelleinheit in Draufsicht;
Fig. 8 eine Seitenansicht der Stelleinheit gemäß der Ausführung in Fig. 7.
Einführend sei festgehalten, dass in den unterschiedlich beschriebenen Ausführungsformen gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen versehen werden, wobei die in der gesamten Beschreibung enthaltenen Offenbarungen sinngemäß auf gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen übertragen wer- den können. Auch sind die in der Beschreibung gewählten Lageangaben, wie z.B. oben, unten, seitlich usw. auf die unmittelbar beschriebene sowie dargestellte Figur bezogen und sind bei einer Lageänderung sinngemäß auf die neue Lage zu übertragen.
In den gemeinsam beschriebenen Fig. 1 bis 3 ist ein Ausschnitt aus einer Fördervorrichtung 1 zum Transport von Stückgütern 2 in einer ersten Ausführungsform gezeigt. Die Fördervorrichtung 1 weist zumindest einen Förderabschnitt auf. Nach gezeigter Ausführung ist die Fördervorrichtung 1 längs eines Transportweges der Stückgüter 2 in Förderrichtung 3 in mehrere hintereinander ausgebildete Förderzonen 4a, 4b unterteilt Ist die Fördervorrichtung 1 ein Stauförderer, bilden die Förderzonen 4a, 4b Stauplätze, deren Länge in etwa einer Stückgutlänge entspricht.
Die Fördervorrichtung 1 weist einen Rahmen 5 mit zwei in Förderrichtung 3 verlaufenden und den Transportweg seitlich begrenzenden Längsträgern 6 auf, die über mehrere in Förder- richtung 3 gesehen, voneinander beabstandet angeordnete, schematisch dargestellte Querträger 7 verbunden sind und somit auf Abstand gehalten werden. Die Längsträger 6 sind im Querschnitt beispielsweise C-förmig gestaltet.
Jede Förderzone 4a, 4b weist zumindest in ihren relativ zur Förderrichtung 3 gegenüberlie- genden Endbereichen 8a, 8b am Rahmen 5 drehbar gelagerte Tragrollen 9, mindestens eine zwischen diesen am Rahmen S drehbar gelagerte Antriebsrolle 10 und ein um die Trag- und Antriebsrollen 9, 10 geführtes, endlos umlaufendes Transportband 11 sowie ein noch näher zu beschreibendes Anpresselement 12 (Führungselement) auf. Wie in den Fig. gezeigt, sind entsprechend der Länge einer Förderzone 4a, 4b auch noch zwischen den gegenüberliegenden Endbereichen 8a, 8b Tragrollen 9 vorgesehen. Anstatt der zwischen den gegenüberliegenden Endbereichen 8a, 8b vorgesehenen Tragrollen 9 können auch Gleitbleche angeordnet werden. Nach beiden Ausführungen liegt das obere Trum 13 auf einer entweder von den Tragrollen 9 oder den Gleitblechen ausgebildeten Auflagefläche auf. Die Tragrollen 9 als solche sind nicht angetrieben und frei drehbar. Das von der Antriebsrolle 10 angetriebene Transportband 11 bildet an seinem oberen Trum 13 eine Förderebene 14 für den Transport der Stückgüter 2 entlang der Förderzonen 4a, 4b aus. Ist die Fördervorrichtung 1 ein Stauförderer, ist zusätzlich in jeder Förderzone 4a, 4b ein das Stückgut 2, z.B. ein Ladehilfsmittel, wie Karton, Palette, Kiste, etc. erfassender, mechanischer oder akustischer, optischer (berührungslos wirkender) Sensor 15 vorgesehen. Der mechanische Sensor ist beispielsweise durch eine in den Transportweg der Stückgüter 2 hineinragende Schaltklappe gebildet. Der gezeigte Sensor ist beispielsweise durch eine photoelektrische Zelle, insbesondere eine Lichtschranke, gebildet. Mittels der Sensoren IS werden die Stückgüter 2 erfasst und Sensorsignale an eine in Fig. 4 schematisch dargestellte Steuervorrichtung 20 gesendet, welche die Antriebsrolle 10 ansteuert.
Wie in Fig. 1 und 2 ersichtlich, weist die Fördervorrichtung 1 ein unterhalb der Förderebene 14 angeordnetes und sich entlang der Förderzonen 4a, 4b über die gesamte Länge der Fördervorrichtung 1 erstreckendes Antriebsmittel (Zugmittel) auf. Das Antriebsmittel ist beispielsweise durch einen kontinuierlich umlaufenden Antriebsriemen 16 gebildet, welcher vorzugsweise von einem Elektroantrieb angetrieben wird.
Die Antriebsrolle 10, wie sie in Fig. 4 dargestellt ist, weist nach diesem Ausfuhrungsbeispiel eine hohlen Kupplungsrolle 17 und einen hohlen Rollenkörper 18 auf, die je auf einer feststehenden und am Rahmen 5 gehaltenen Achse drehbar gelagert sind. Die Kupplungsrolle 17 wird durch den Antriebsriemen 16 kontinuierlich angetrieben und ist über eine mechanisch, insbesondere reibschlüssig wirkende Kupplung (nicht gezeigt) mit dem antreibbaren Rollenkörper 18 kuppelbar. Die Kupplung weist über eine elektrisch betätigbare Verstellvorrichtung relativ zueinander verstellbare Kupplungsteile auf, wobei die Verstellvorrichtung von der Steuervorrichtung 20 angesteuert wird. Die Kupplungsrolle 17 umfasst einen Ringmagneten, eine Spule (Verstellvorrichtung) und an einer, dem antreibbaren Rollenkörper 18 zugekehrten Stirnfläche einen Reibbelag (erster Kupplungsteil). Der antreibbare Rollenkörper 18 umfasst einen auf einer Verzahnung axial verschiebbaren Anker (zweiter Kupplungsteil), der mit dem Rollenkörper 18 drehfest verbunden ist. Soll der Rollenkörper 18 angetrieben werden, wird die Spule des Ringmagneten erregt, wodurch der Anker am Reibbelag anliegt und über Reib- schluss zwischen dem Reibbelag und dem Anker das Antriebsmoment von der Kupplungsrol- Ie 17 auf den Rollenkörper 18 überträgt Die Antriebsrolle 10 kann außer der elektrisch betätigbaren Kupplung femer mit einer elektrisch betätigbaren Bremsvorrichtung ausgestattet sein, die ihrerseits von der Steuervorrichtung 20 angesteuert wird. Eine solche Antriebsrolle 10 ist beispielsweise aus der EP 1 132 321 Bl bekannt. Nach einer anderen Ausführung, kann die Antriebsrolle 10 durch eine motorbetriebene Rolle gebildet sein, die einen auf einer Achse über eine Antriebseinheit, insbesondere einen Gleichstrom- oder Wechselstrommotor, drehbar gelagerten hohlen Rollenkörper 18 aufweist. Eine Kupplungsrolle und ein Antriebsriemen, wie sie nach obiger Ausführung notwendig ist, kön- nen nach dieser Ausführung entfallen. Eine solche Antriebsrolle 10 ist beispielsweise aus der EP 1 671 901 Bl, US 6,244,427 Bl oder US 6,710,505 Bl bekannt
Der endlos umlaufende Antriebsriemen 16 ist im Bereich einer jeden Antriebsrolle 10 durch die Kupplungsrolle 17 und Andrückrollen 19 ausgelenkt und umschließt die Kupplungsrolle 17 in einem Winkel zwischen 10 ° und 30 °.
Sollen die Stückgüter 2 entlang der Fördervorrichtung 1 gestaut werden, wird vorerst ein erstes Stückgut 2 in der Förderzone 4b gestoppt, wie in der Fig. 3 eingetragen, und vom Sensor 15 das erste Stückgut 2 erfasst sowie ein Sensorsignal an die Steuervorrichtung 20 gesendet. Die Kupplung in der Förderzone 4a erhält von der Steuervorrichtung 20 ein Steuersignal, mit welchem die Kupplung in ihre eingekuppelte Schaltstellung geschalten wird. Wird ein zweites Stückgut 2 in der Förderzone 4a antransportiert, wird vom Sensor 15 das zweite Stückgut 2 erfasst sowie ein Sensorsignal an die Steuervorrichtung 20 gesendet. Die Steuervorrichtung 20 verarbeitet die Steuersignale der Förderzonen 4a, 4b und erhält die Kupplung in der För- derzone 4a ein Steuersignal, durch welches die Kupplung in ihre ausgekuppelte Schaltstellung geschalten wird. Dabei wird der antreibbare Rollenkörper 18 von der kontinuierlich angetriebenen Kupplungsrolle 17 abgekoppelt und somit der Rollenkörper 18 und das zweite Stückgut 2 in der Förderzone 4a in Stillstand versetzt. Dieser Vorgang kann entlang der Fördervorrichtung 1 beliebig fortgesetzt werden.
Es sei daraufhingewiesen, daß die Stückgüter 2 entlang der Fördervorrichtung 1 entweder aneinanderstoßend aufgestaut oder relativ zur Förderrichtung 3 mit gegenseitigem Abstand aufgestaut werden können. Dies ist dem Fachmann als staudruckloses Speichern und Fördern von Stückgütern 2 geläufig.
In den gemeinsam beschriebenen Fig. 3, 3a und 4 ist eine erste Ausführung einer Stelleinheit 22 gezeigt, mittels welcher das Anpresselement 12 (Führungselement) mit seiner zylindrischen, glatte Eingriffsfläche 23 gegen das untere Trum 24 des Transportbandes 11 angestellt und dabei das untere Trum 24 gegen einen Eingriffsabschnitt 25 an der Antriebsrolle 10 angedrückt wird. Das untere Trum 24 bildet eine Rücklaufebene 26 aus und ist die Stelleinheit 22 unterhalb der Rücklaufebene 26 angeordnet. Die Stelleinheit 22 ist auf einem Montageträger 27 gelagert, die mit den Längsträgem 6 des Rahmens 5 verbunden ist.
Die Stelleinheit 22 weist eine Lagervorrichtung 28 und eine Anpressvorrichtung 29 auf. Die Lagervorrichtung 28 ist durch eine ortsfeste Halterung 32 und eine an dieser angeordnete Führung 33 gebildet. Die Halterung 32 umfasst um die Breite des Anpresselementes 12 voneinander distanziert am Montageträger 27 befestigte Laschen, in denen jeweils die Führung 33 angeordnet ist. Die Führungen 33 erstrecken sich als Langloch zwischen dem unteren und oberen Ende der Laschen bevorzugt vertikal zur Förderebene 14. Das Anpresselement 12 ist nach gezeigter Ausführung durch eine Stützrolle gebildet, welche auf einer Lagerachse 34 über Wälzlager, beispielsweise Kugellager, oder Gleitlager drehbar gelagert ist. Die Stützrolle ist frei drehbar und nicht angetrieben.
Die gegenüberliegenden Enden der Lagerachse 34 sind über Verbindungsachsen 36 mit den Betätigungselementen 35 der Anpressvorrichtung 29 verbunden. Die Verbindungsachsen 36 durchsetzten dabei die Führungen 33. Das Anpresselement 12 ist in axialer Richtung daher über die Verbindungsachsen 36 an den Betätigungselementen 35 gehalten. Nach gezeigter Ausführung bilden Schrauben 37 an deren Schaft jeweils die Verbindungsachsen 36. Vorzugsweise ist auf jeder Verbindungsachse 36 zwischen der Stirnseite der Lagerachse 34 und dem Betätigungselement 35 eine Führungsbuchse 45 angeordnet, sodass das Anpresselement 12 an den Führungen 33 in Förderrichtung 3 im Wesentlichen ohne Spiel geführt ist
Nach einer anderen, nicht gezeigten Ausführung sind die gegenüberliegenden Enden der Lagerachse 34 mit den Betätigungselementen 35 verbunden und durchsetzten dabei die Führungen 33 in der Halterung 32 sowie eine Lagerbohrung 38 in den Betätigungselementen 35. Das Anpresselement 12 ist in axialer Richtung durch, an den Betätigungselementen 35 vorragenden Enden der Lagerachse 34 angeordnete Sicherungselemente gehalten.
Eine Lagerachse 34 (Führungsachse) des Anpresselementes 12 und eine Rollenachse 53 der Antriebsrolle 10 verlaufen parallel zueinander und sind in der Senkrechten vertikal übereinander angeordnet. Die Anpressvorrichtung 29 umfasst die, jeweils über eine Lagerbohrung 38 bzw. ein Lagerauge mit der Verbindungsachse 36 oder den Enden der Lagerachse 34 verbundenen Betätigungselemente 35 und die Betätigungselemente 35 umgebende Federn 39 sowie mit dem jeweiligen Betätigungselement 35 fest verbundene Auflagen 40, an der die Federn 39 abgestützt sind. Die Betätigungselemente 35 sind plattenförmig gestaltet und in Führungen 41 gelagert, die nach gezeigter Ausführung durch im Montageträger 27 vorgesehene Führungsschlitze gebildet sind. Die Betätigungselemente 35 sind jeweils mit einer Freistellung 31 versehen, um eine einfachere Montage der Stelleinheit 22 zu ermöglichen.
Wie in der Fig. 4 ersichtlich, ist die Feder 39 zwischen der Auflage 40 und dem Montageträger 27 vorgespannt, sodass das Anpresselement 12 mit einer in senkrechter Richtung auf die Förderebene 14 definierten Anstellkraft beaufschlagt und dabei das untere Trum 24 vom Anpresselement 12 gegen den Eingriffsabschnitt 25 der Antriebsrolle 10 mit einer annähernd konstanten Anpresskraft angedrückt wird.
Wie in Fig. 4 ersichtlich, kann zur Seitenführung des Transportbandes 11 zwischen diesem und der Antriebsrolle 10 eine Führungsanordnung 42 vorgesehen sein, welche durch formschlüssig ineinander eingreifende Führungsteile 43, 44 gebildet ist. Der erste Führungsteil 43 erstreckt sich, an einer der Antriebsrolle 10 zugewandten Lauffläche über die gesamte Länge des Transportbandes 11 und weist von der Lauffläche in Richtung der Antriebsrolle 10 geneigt aufeinander zulaufende Seitenführungsflächen auf. Der zweite Führungsteil 43 ist durch eine an Antriebsrolle 10 vertieft umlaufende Führungsnut gebildet, in welche der erste Führungsteil 43 vorragt.
In den gemeinsam beschriebenen Fig. 5 und 6 ist eine zweite Ausführung einer Stelleinheit 50 gezeigt, mittels welcher das Anpresselement 12 (Führungselement) mit seiner zylindrischen, glatten Eingriffsfläche 23 gegen das untere Trum 24 des Transportbandes 11 angestellt und dabei das untere Trum 24 gegen einen Eingriffsabschnitt 25 an der Antriebsrolle 10 angedrückt wird. Das untere Trum 24 bildet eine Rücklaufebene 26 aus und ist die Stelleinheit 50 unterhalb der Rücklaufebene 26 angeordnet. Die Stelleinheit 50 ist auf dem Montageträger 27 gelagert, die mit den Längsträgern 6 des Rahmens 5 verbunden ist. Die Stelleinheit SO weist eine Lagervorrichtung 51 und eine Anpressvorrichtung 52 auf. Die Lagervorrichtung 51 weist um eine parallel und exzentrisch zu einer Rollenachse 53 der Antriebsrolle 10 verlaufende Lagerachse 54 verschwenkbare, laschenartige Lagerarme 55 auf, welche jeweils mit ihrem ersten Ende auf einer Stange 56 angeordnet und mit ihrem zweiten Ende gelenkig mit einem Betätigungselement 57 der Anpressvorrichtung 52 verbunden sind. Die Lagerarme 55 sind zumindest um die Breite des Anpresselementes 12 voneinander distanziert auf der Stange 56 angeordnet. Die Stange 56 ist mit den Längsträgern 6 des Rahmens 5 verbunden. Die Lagerarme 55 können entweder mit der Stange 56 drehfest verbunden werden, insbesondere verschweißt, oder auf der Stange 56 drehbar gelagert sein. Nach ersterer Ausführung muss die Stange 56 zwischen den Längsträger 6 drehbar gelagert sein, während nach der zweiten Ausführung zwischen der Stange 56 und den Lagerarmen 55 eine Gelenkverbindung erforderlich ist, insbesondere sind die Lagerarme 55 an ihrem ersten Ende mit Lagerbuchsen versehen.
Die Anpressvorrichtung 52 umfasst den Enden des Anpresselementes 12 zugeordnete Betätigungselemente 57 und auf diesen angeordnet, eine Feder 58 und eine Auflage 59, an letzterer die Feder 58 abgestützt ist. Die Betätigungselemente 57 umfassen jeweils eine Lagerbohrung 60. Wie in der Fig. 6 ersichtlich, ist die Auflage 59 gegen eine Schraubenmutter 61 abgestützt.
Die gegenüberliegenden Enden der Lagerachse 34 des Anpresselementes 12 sind über nur in Fig. 5 eingetragene Verbindungsachsen 62 gelenkig mit den Betätigungselementen 57 und den Lagerarmen 55 verbunden, wobei die Verbindungsachsen 62 jeweils die Lagerbohrungen 60, 63 bzw. Lageraugen der Betätigungselemente 57 und Lagerarme 55 durchsetzen. Das Anpresselement 12 ist in axialer Richtung durch Schrauben 64 gehalten, deren Schaft jeweils die Verbindungsachsen 62 bildet
Das Anpresselement 12 ist nach gezeigter Ausführung durch eine Stützrolle gebildet, welche auf der Lagerachse 34 über Wälzlager, beispielsweise Kugellager, oder Gleitlager drehbar gelagert ist. Die Stützrolle ist frei drehbar und nicht angetrieben.
Nach einer anderen, nicht gezeigten Ausführung sind die gegenüberliegenden Enden der Lagerachse 34 mit den Betätigungselementen 35 verbunden und durchsetzten dabei die Lagerbohrungen 60, 63 bzw. Lageraugen der Betätigungselemente 57 und Lagerarme 55. Das An- presselement 12 ist in axialer Richtung durch, an den Betätigungselementen 57 vorragenden Enden der Lagerachse 34 angeordnete Sicherungselemente gehalten.
Eine Lagerachse 34 (Führungsachse) des Anpresselementes 12 und eine Rollenachse 53 der Antriebsrolle 10 verlaufen parallel zueinander und sind in vertikaler Richtung übereinander angeordnet.
Die Betätigungselemente 57 weisen jeweils einen zylindrischen Schaft auf, der in einer Führung 65 gelagert ist, die nach gezeigter Ausführung durch im Montageträger 27 vorgesehene Führungsbohrungen gebildet sind. Zusätzlich können die Betätigungselemente 57 mit einem Anschlagelement 66 versehen sein, welches nach gezeigter Ausführung durch eine Schraubenmutter und eine Kontermutter gebildet ist. Durch das Anschlagelement 66 kann der Verstellweg des Betätigungselementes 57 in senkrechter Richtung auf die Förderebene 14 begrenzt werden.
Die Feder 58 ist zwischen der Auflage 59 und dem Montageträger 27 vorgespannt, sodass das Anpresselement 12 mit einer in senkrechter Richtung auf die Förderebene 14 definierten Anstellkraft beaufschlagt und dabei das untere Trum 24 vom Anpresselement 12 gegen den Eingriffsabschnitt 25 der Antriebsrolle 10 mit einer annähernd konstanten Andrückkraft ange- drückt wird.
In den gemeinsam beschriebenen Fig. 7 und 8 ist eine dritte Ausführung einer Stelleinheit 70 gezeigt, mittels welcher das Anpresselement 12 (Führungselement) mit seiner zylindrischen, glatten Eingriffsfläche 23 gegen das untere Trum 24 des Transportbandes 11 angestellt und dabei das untere Trum 24 gegen einen Eingriffsabschnitt 25 an der Antriebsrolle 10 angedrückt wird. Das untere Trum 24 bildet eine Rücklaufebene 26 aus und ist die Stelleinheit 70 unterhalb der Rücklaufebene 26 angeordnet. Die Stelleinheit 70 ist auf dem Montageträger 27 gelagert, die mit den Längsträgem 6 des Rahmens 5 verbunden ist.
Die Stelleinheit 70 weist eine Lagervorrichtung 71 und eine Anpressvorrichtung 72 auf. Die Lagervorrichtung 71 ist durch eine ortsfeste Halterung 73 und eine an dieser angeordnete Führung 74 gebildet. Die Halterung 73 weist zumindest um die Breite des Anpresselementes 12 voneinander distanziert auf dem Montageträger 27 angeordnete, laschenartige Lagerarme 75 auf, welche jeweils mit einer sich als Langloch zwischen deren unteren und oberen Ende bevorzugt vertikal zur Förderebene 14 erstreckende Führungen 74 versehen sind. Das Anpresselement 12 ist nach gezeigter Ausführung durch eine Stützrolle gebildet, welche auf einer Lagerachse 34 über Wälzlager, beispielsweise Kugellager, oder Gleitlager drehbar gelagert S ist. Die Stützrolle ist frei drehbar und nicht angetrieben.
Die gegenüberliegenden Enden der Lagerachse 34 des Anpresselementes 12 sind über nur in Fig. 7 eingetragene Verbindungsachsen 76 mit den Betätigungselementen 77 verbunden, wobei die Verbindungsachsen 76 jeweils die Führungen 74 und die Lagerbohrungen 81 bzw.0 Lageraugen der Betätigungselemente 77 durchsetzen. Das Anpresselement 12 ist in axialer
Richtung durch Schrauben 78 gehalten, deren Schaft jeweils die Verbindungsachsen 76 bildet. Vorzugsweise sind an den Verbindungsachsen 76 nicht gezeigte Führungsbuchsen angeordnet, sodass das Anpresselement 12 an den Führungen 76 in Förderrichtung 3 im Wesentlichen ohne Spiel geführt ist. 5
Nach einer anderen, nicht gezeigten Ausführung sind die gegenüberliegenden Enden der Lagerachse 34 mit den Betätigungselementen 77 verbunden und durchsetzten dabei die Führungen 74 in der Halterung 73 sowie eine Lagerbohrung 81 in den Betätigungselementen 77. Das Anpresselement 12 ist in axialer Richtung durch, an den Betätigungselementen 77 vorragen-0 den Enden der Lagerachse 34 angeordnete Sicherungselemente gehalten.
Eine Lagerachse 34 (Führungsachse) des Anpresselementes 12 und eine Rollenachse 53 der Antriebsrolle 10 verlaufen parallel zueinander und sind in der Senkrechten vertikal übereinander angeordnet 5
Die Anpressvorrichtung 72 umfasst den Enden des Anpresselementes 12 zugeordnete Betätigungselemente 77 und auf diesen angeordnet, eine Feder 79 und eine Auflage 80, an letzterer die Feder 79 abgestützt ist. Die Betätigungselemente 77 umfassen jeweils eine Lagerbohrung 81. Wie in der Fig. 6 ersichtlich, ist die Auflage 80 gegen eine Schraubenmutter 82 abgestützt.
Die Betätigungselemente 77 weisen jeweils einen zylindrischen Schaft auf, der in einer Führung 84 gelagert ist, die nach gezeigter Ausführung durch im Montageträger 27 vorgesehene Führungsbohrungen gebildet sind. Zusätzlich können die Betätigungselemente 77 mit einem Anschlagelement 85 versehen sein, wie oben beschrieben.
Die Feder 79 ist zwischen der Auflage 80 und dem Montageträger 27 vorgespannt, sodass das Anpresselement 12 mit einer in senkrechter Richtung auf die Förderebene 14 definierten Anstellkraft beaufschlagt und dabei das untere Trum 24 vom Anpresselement 12 gegen den Eingriffsabschnitt 25 der Antriebsrolle 10 mit einer annähernd konstanten Andrückkraft angedrückt wird.
Die Stelleinheit 22; 50; 70 ermöglicht durch die Anpressvorrichtung 29; 52; 72 die selbsttätige Nachstellung (ohne Hilfsenergie) des Anpresselementes 12 in senkrechter Richtung auf die Förderebene 14. Das Anpresselement 12 wird mit einer zylindrischen Eingriffsfläche 23 gegen das untere Trum 24 des Transportbandes 11 angestellt und dabei das untere Trum 24 gegen einen Eingriffsabschnitt 25 an der Antriebsrolle 9 mit einer definierten (konstanten) An- drückkraft angelegt Dadurch können durch Verschleiß, Längenausdehnungen bedingte oder fertigungsbedingte Dickenabweichung des Transportbandes 11 ausgeglichen werden und ist stets ein ausreichend hoher Reibschluss zwischen dem unteren Trum 24 des Transportbandes 11 und der Antriebsrolle 9 hergestellt. Sohin kann ein hohes Drehmoment, insbesondere das Antriebs- und/oder Bremsmoment, von der Antriebsrolle 10 auf das Transportband 11 über- tragen werden, auch wenn das Transportband 11 mit seinem unteren Trum 24 im Wesentlichen nur tangential an die Antriebsrolle 10 angelegt und die Antriebsrolle 10 in einem Winkel 86 zwischen 0 ° und 15 ° umschließt.
Darüber hinaus ist ein Durchmesser 87 der Antriebsrolle 10 zumindest im Eingriffsabschnitt 25 für das untere Trum 24 größer als der Durchmesser zumindest der zwischen den Endbereichen 8a, 8b angeordneten Tragrollen 9. Das untere Trum 24 wird von der Antriebsrolle 10 relativ zu den Tragrollen 9 ausgelenkt, derart, dass die zwischen den Endbereichen 8a, 8b angeordneten Tragrollen 9 an ihrer Unterseite nicht berührt werden, daher ein Luftspalt zwischen den Tragrollen 9 und dem unteren Trum 24 ausgebildet ist. Andererseits ist es auch möglich, dass die relativ zur Förderrichtung 3 in den gegenüberliegenden Endbereichen 8a, 8b einer Förderzone 4a, 4b angeordneten Tragrollen 9 und die Antriebsrolle 10 denselben Durchmesser aufweisen, der größer ist als der Durchmesser der zwischen den Enden angeordneten Tragrollen 9. Eine der in den Endbereichen 8a, 8b angeordneten Tragrollen 9 ist zum Spannen des Transportbandes 11 verstellbar am Rahmen 2 gelagert. Die Vorspannung im Transportband 11 kann aus oben genannten Gründen niedrig gewählt werden.
Wie in Fig. 3a in strichlierter Linie eingetragen, kann das Anpresselement 12 an ihrer zylindrischen Eingrifϊsoberfläche 23 mit einem oder mehreren vertieft angeordneten Aumahmebe- reich 88 versehen werden. Die Aumahmebereiche 88 können, wie gezeigt, durch über den Umfang der Eingriffsoberfläche 23 parallel nebeneinander oder eine entlang einer Schraubenlinie verlaufende Aufhahmenut(en) gebildet sein. Wie nicht gezeigt, können die Aufhahmenu- ten andererseits auch diametral gegenüberliegen und parallel zur Längsachse des Anpresselementes 12 verlaufen. Genauso gut können sich erste Aufhahmenuten über den Umfang und zweite Aufhahmenuten parallel zur Längsachse des Anpresselementes 12 erstrecken. Ferner können die Aumahmebereiche 88 durch ein Oberflächenprofil mit regelmäßig oder unregelmäßig über die Eingriffsoberfläche 23 verteilt angeordneten Profilspitzen und Profiltälem gebildet sein, wobei die Profiltäler die Aumahmebereiche 88 bilden und durch die Profilspitzen begrenzt sind. Durch diese Maßnahmen kann die Verschmutzung an der Eingriffsoberflä- che 23 vermindert werden.
Das oben beschriebene Anpresselement 12 ist entweder vollständig oder an seinem äußeren Umfangsabschnitt aus Metall oder aus einem Kunststoff, beispielsweise Polyurethan- Elastomer. Diese zeichnen sich durch ihre schmutzabweisende Eigenschaft, sehr hohe mechanische Festigkeit, hohe Verschleißfestigkeit und gute Beständigkeit gegen öle und Fette aus.
In den oben beschriebenen Fig. 1 bis 8 sind bevorzugte Ausführungen von Fördervorrichtun- gen 1 gezeigt, welche jeweils mit einer Stelleinheit 22; 50; 70 ausgestattet sind. Im Rahmen der Erfindung ist es aber genauso gut möglich, dass das Anpresselement 12 ausschließlich über eine Lagervorrichtung einer Stelleinheit ortsfest am Rahmen 5 gelagert ist und mit einer voreingestellten Anstellkraft an das untere Trum 24 angelegt und dabei das untere Trum 24 mit einer Anpresskraft gegen den Eingriffsabschnitt 25 der Antriebsrolle 10 angedrückt ist. Treten beispielsweise durch Verschleiß hervorgerufene Maßänderungen des Transportbandes 11 auf, muss das Anpresselement 12 relativ zur Lagervorrichtung auf das untere Trum 24 manuell zugestellt und eine Anstellkraft eingestellt werden. Hierzu ist die Lagervorrichtung beispielsweise gemäß einer der obigen, ersten oder dritten Ausführung gestaltet und mit einer Führung 33; 74 versehen, entlang welcher das Anpresselement 12 verstellbar ist. Da nach dieser Ausführung der Stelleinheit eine Anpressvorrichtung entfällt, ist eine manuelle Nachstellung des Anpresselementes 12 erforderlich.
Nach einer anderen Ausführung ist das Anpresselement 12 vollständig oder an seinem äußeren Umfangsabschnitt aus einem elastischen Kunststoff, insbesondere einem Elastomer, oder Gummi und wird die Anstellkraft alleinig durch die elastische Materialverformung in radialer Richtung erzeugt, wenn das Anpresselement 12 auf das untere Trum 24 zugestellt wurde.
Auch wenn in den obigen Ausführungen das Anpresselement 12 stets als eine hohlzylindri- sche Stützrolle gezeigt wurde, die sich parallel zur Rollenachse 53 durchgehend über die gesamte Länge des Eingriffsabschnittes 25 erstreckt, ist es genauso gut möglich, dass das Anpresselement 12 über die Länge des Eingriffsabschnittes 25 mehrere in äquidistaήten Abständen auf der parallel zur Rollenachse 53 verlaufenden Lagerachse 34 angeordnete, frei drehba- re (ringförmige) Stützrollen aufweist, welche zylindrische Eingriffsflächen ausbilden.
Ferner ist es auch möglich, dass eine Lagerachse 34 vom unterhalb der Rücklaufebene 26 angeordneten Anpresselement 12 und eine Rollenachse 53 der Antriebsrolle 10 nicht in der Senkrechten vertikal übereinander vorgesehen sind. Daher ist das Anpresselement 12 relativ zur Antriebsrolle 10 auf die linke oder rechte Seite und in vertikaler Richtung auf die Förderebene 14 nach oben versetzt angeordnet, sodass das untere Trum 24 vom Anpresselement 12 ausgelenkt wird. Ist das Anpresselement 12 eine Stützrolle, so umschließt das untere Trum 24 die Stützrolle in einem Winkel zwischen 5 ° und 30 °, insbesondere zwischen 10° und 20 °.
Es sei auch noch erwähnt, dass innerhalb einer Förderzone 4a, 4b zwischen den in den Endbereichen 8a, 8b angeordneten Tragrollen 9, mehr als eine Antriebsrolle 10, beispielsweise zwei oder drei Antriebsrollen 10 vorgesehen werden können. Die Positionierung der Antriebsrol- le(n) 10 kann daher an beliebiger Stelle zwischen den in den Endbereichen 8a, 8b angeordneten Tragrollen 9 erfolgen. Die Anzahl der zu verwendeten Antriebsrollen 10 wird beispiels- weise durch das Gewicht des zu transportierenden Stückgutes 2 und/oder die erforderlichen Beschleunigungswerte bestimmt. Dabei wird das untere Trum 24 über zumindest ein Anpresselement 12 gegen den Eingriffsabschnitt 25 an jeder Antriebsrolle 10 angedrückt. Auch kann jeder Antriebsrolle 10 ein Anpresselement 12 zugeordnet werden. Eine optimale Einstel- lung der Anstellkraft der/des Anpresselemente(s) auf das Transportband 11 wird erreicht, wenn für das/die Anpresselement(e) eine Stelleinheit(en) vorgesehen ist.
Die Ausfuhrungsbeispiele zeigen mögliche Ausführungsvarianten der Stelleinheit, wobei an dieser Stelle bemerkt sei, dass die Erfindung nicht auf die speziell dargestellten Ausführungsvarianten derselben eingeschränkt ist, sondern vielmehr auch diverse Kombinationen der einzelnen Ausführungsvarianten untereinander möglich sind und diese Variationsmöglichkeit aufgrund der Lehre zum technischen Handeln durch gegenständliche Erfindung im Können des auf diesem technischen Gebiet tätigen Fachmannes liegt. Es sind also auch sämtliche denkbaren Ausführungsvarianten, die durch Kombinationen einzelner Details der dargestellten und beschriebenen Ausführungsvariante möglich sind, vom Schutzumfang mit umfasst.
Der Ordnung halber sei abschließend daraufhingewiesen, dass zum besseren Verständnis des Auf baus der Fördervorrichtung 1 diese bzw. deren Bestandteile teilweise unmaßstäblich und/oder vergrößert und/oder verkleinert dargestellt wurden.
B e z u g s » z e i c h e n a u fs t e l l u n g
1 Fördervorrichtung 41 Führung 2 Stückgut 42 Führungsanordnung 3 Förderrichtung 43 Führungsteila, 4b Förderzone 44 Führungsteil 5 Rahmen 45 Führungsbuchse
6 Längsträger 46 7 Querträger 47 a, 8b Endbereich 48 9 Tragrolle 49 10 Antriebsrolle 50 Stelleinheit
11 Transportband 51 Lagervorrichtung 12 Führungselement 52 Anpressvorrichtung 13 oberes Trum 53 Rollenachse 14 Förderebene 54 Lagerachse 15 Sensor 55 Lagerarm
16 Antriebsriemen 56 Stange 17 Kupplungsrolle 57 Betätigungselement 18 Rollenkörper 58 Feder 19 Andrückrolle 59 Auflage 20 Steuervorrichtung 60 Lagerbohrung
21 61 Schraubenmutter 22 Stelleinheit 62 Verbindungsachse 23 Eingriffsfläche 63 Lagerbohrung 24 unteres Trum 64 Schraube 25 Eingriffsabschnitt 65 Führung
26 Rücklaufebene 66 Anschlagelement 27 Montageträger 67 28 Lagervorrichtung 68 29 Anpressvorrichtung 69 30 70 Stelleinheit
31 Freistellung 71 Lagervorrichtung 32 Halterung 72 Anpressvorrichtung 33 Führung 73 Halterung 34 Lagerachse 74 Führung 35 Betätigungselement 75 Lagerarm
36 Verbindungsachse 76 Verbindungsachse 37 Schraube 77 Betätigungselement 38 Lagerbohrung 78 Schraube 39 Feder 79 Feder 40 Auflage 80 Auflage 81 Lagerbohrung
82 Schraubenmutter 83
84 Führung 85 Anschlagelement
86 Winkel
87 Durchmesser
88 Aufhahmebereich
