MAISCHBERGER, Johann (Marktstrasse 22, Dinkelscherben, 86424, DE)
PATENTANSPRüCHE
1.) Fördereinrichtung für Bauteile (4), insbesondere Fahrzeugkarosserien, wobei die Fördereinrichtung (11) mindestens ein Fördergerät (68) mit einer
Förderbahn (69) und mindestens einen Bauteilträger (10) aufweist, der auf oder in der Förderbahn (69) beweglich gelagert, geführt und angetrieben ist, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass der Bauteilträger (10) einen Längsholm (50) mit ein oder mehreren Tragelementen (59) aufweist, welche ein oder mehrere Bauteile (4) tragen und seitlich über den Längsholm (50) hinausragen.
2.) Fördereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass der Längsholm (50) einen einzelnen kippsicher geführten Strang aufweist .
3.) Fördereinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass der Längsholm (50) zentral gegenüber den beidseits überstehenden Tragelementen (59) angeordnet ist.
4.) Fördereinrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass die Fördereinrichtung (1) mehrere in Förderrichtung hintereinander angeordnete Fördergeräte (68) aufweist .
5. ) Fördereinrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass die Fördergeräte (68) miteinander eine durchgehende Förderbahn (69) bilden.
6.) Fördereinrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass der Abstand zwischen den Fördergeräten (68) kleiner als die tragende Holmlänge ist.
7. ) Fördereinrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass die Förderbahn (69) eine kippsichere Holmführung (70) für den Längsholm (50) aufweist.
8. ) Fördereinrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass das Fördergerät (68) eine Antriebsvorrichtung (71) für den Längsholm (50) aufweist.
9.) Fördereinrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass die Antriebsvorrichtung (71) in die Förderbahn {69) integriert ist.
10.) Fördereinrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass der Längsholm (50) eine Balken- oder Rohrform aufweist .
11.) Fördereinrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass der Längsholm (50) eine im wesentlichen rechteckige Querschnittsform aufweist.
12.) Fördereinrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass die Höhe des Längsholms (50) größer als die Breite ist.
13. ) Fördereinrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass der Längsholm (50) seitliche Führungsflächen (56) und eine untere Stützfläche (57) aufweist.
14. ) Fördereinrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass der Längsholm (50) als Einzelholm (51) oder als Gliederholm (52) ausgebildet ist.
15. ) Fördereinrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass der Gliederholm (52) mehrere getrennte Holmelemente (53) aufweist.
16. ) Fördereinrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass die Holmelemente (53) eine Holmverbindung (54,55) aufweisen.
17. ) Fördereinrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass die Holmverbindung als Verbindungsgelenk (54) oder als Koppelstange (55) ausgebildet ist.
18. ) Fördereinrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass zwei oder mehr Tragelemente (59) mit Abstand hintereinander am Längsholm (50) angeordnet sind.
19. ) Fördereinrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass das Tragelement (59) in der Position verstellbar am Längsholm (50) angeordnet ist.
20.) Fördereinrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass das Tragelement (59) drehfest oder mit einem Drehlager (65) schwenkbar am Längsholm (50) gelagert ist.
21.) Fördereinrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass der Längsholm (50) eine feste oder bewegliche Abstützung (64) mit einer Verstellung (67) zur Aufnahme des Tragelements (59) aufweist.
22. ) Fördereinrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass der Längsholm (50) an der Oberseite mindestens eine Adaptionsfläche (58) mit einem Verstellraster (67) zur Aufnahme des Tragelements (59) aufweist.
23.) Fördereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 21, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass der
Längsholm (50) mindestens ein Drehlager (65) mit einer schwenkbaren Stützplatte (66) und einem daran angeordneten Verstellraster (67) zur Aufnahme des Tragelements (59) aufweist.
24. ) Fördereinrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass das Tragelement (59) als röhr- oder balkenförmiger Querholm ausgebildet ist.
25.) Fördereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 23, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass das Tragelement (59) als Tragbügel (61) ausgebildet ist.
26.) Fördereinrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass das Tragelement (59) eine oder mehrere feste oder verstellbare Bauteilaufnahmen (63) aufweist.
27.) Fördereinrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass die Holmführung (70) mehrere mit Abstand hintereinander angeordnete Führungselemente (72) mit einer Seitenführung (74) und einer Stützführung (77) für den Längsholm (50) aufweist.
28.) Fördereinrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass die Seitenführung (74) und die Stützführung (77) frei drehbare Führungs- und Stützrollen (75,76,78) aufweisen.
29.) Fördereinrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass die Antriebsvorrichtung (71) ein durch die Holmführung (70) sich erstreckendes Treibelement (80) mit einem Antrieb (82) aufweist.
30.) Fördereinrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass das Treibelement (80) als flacher endloser und umlaufend angetriebener Gurt (81) ausgebildet ist, der um die Stützführung (77) gelegt ist.
31.) Fördereinrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass der Gurt (81) zwischen der Stützführung (77) und dem Längsholm (50) angeordnet ist.
32. ) Fördereinrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass der Gurt um die Stützführung (77) gelegt ist.
33.) Fördereinrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass die Antriebsvorrichtungen (71) der Fördergeräte (68) gemeinsam gesteuert sind.
34.) Verfahren zum Fördern von Bauteilen (4), insbesondere Fahrzeugkarosserien, mittels einer Fördereinrichtung (11) , die mindestens ein Fördergerät (68) mit einer Förderbahn (69) und mindestens einen Bauteilträger (10) aufweist, der auf der Förderbahn (69) beweglich gelagert, geführt und angetrieben wird, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass ein Längsholm (50) des Bauteilträgers (10) auf oder in der Förderbahn (69) mit direktem Eingriff beweglich gelagert, geführt und angetrieben wird, wobei die Bauteile (4) mit ein oder mehreren Tragelementen (59) aufgenommen werden, die seitlich über den Längsholm (50) hinausragen.
35.) Bearbeitungsstation für Bauteile (4), insbesondere Fahrzeugkarosserien, mit einer Bearbeitungseinrichtung (15) und mit einer Fördereinrichtung (11) zum Bauteiltransport, welche mindestens ein Fördergerät (68) mit einer Förderbahn (69) und mindestens einen Bauteilträger (10) aufweist, der auf der Förderbahn (69) beweglich gelagert, geführt und angetrieben ist, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass der Bauteilträger (10) einen Längsholm (50) mit ein oder mehreren
Tragelementen (59) aufweist, welche ein oder mehrere Bauteile (4) tragen und seitlich über den Längsholm (50) hinausragen.
36.) Bearbeitungsstation nach Anspruch 35, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass das Fördergerät (68) sich durch die Bearbeitungsstation (2,3) erstreckt und eine der Stationslänge entsprechende Länge aufweist.
37.) Bearbeitungsstation nach Anspruch 35 oder 36, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass die
Fördereinrichtung (11) nach einem der Ansprüche 2 bis 33 ausgebildet ist.
38.) Fertigungsanlage für Bauteile (4), insbesondere Rohbauanlage oder Montageanlage für
Fahrzeugkarosserien oder Karosserieteile, mit mehreren Bearbeitungsstationen (2,3) und mit einer Fördereinrichtung (11) zum Bauteiltransport, welche mindestens ein Fördergerät (68) mit einer Förderbahn (69) und mindestens einen Bauteilträger (10) aufweist, der auf der Förderbahn (69) beweglich gelagert, geführt und angetrieben ist, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass der Bauteilträger (10) einen Längsholm (50) mit ein oder mehreren Tragelementen (59) aufweist, welche ein oder mehrere Bauteile (4) tragen und seitlich über den Längsholm (50) hinausragen.
39.) Fertigungsanlage nach Anspruch 38, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass mehrere
Fördergeräte (68) hintereinander angeordnet sind und eine durchgehende Förderbahn (69) durch die Bearbeitungsstationen (2,3) bilden.
40.) Fertigungsanlage nach Anspruch 38 oder 39, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass in jeder Bearbeitungsstation (2,3) ein Fördergerät (68) angeordnet ist.
41.) Fertigungsanlage nach Anspruch 38, 39 oder 40, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass die Fördereinrichtung (11) und die Bearbeitungsstationen (2,3) nach einem der Ansprüche 2 bis 33, 35 und 36 ausgebildet sind. |
BESCHREIBUNG
Fördereinrichtung für Bauteile , insbesondere Fahr zeugkaros Serien
Die Erfindung betrifft eine Fördereinrichtung für Bauteile, insbesondere Fahrzeugkarosserien, mit den Merkmalen im Oberbegriff des Hauptanspruchs.
Derartige Fördereinrichtungen sind aus der Praxis bekannt. Sie bestehen aus Rollbahnen mit Führungen für paletten- oder rahmenartige Bauteilträger oder sog. Skids . Bisweilen werden auch plattenförmige Bauteilträger eingesetzt. Diese Fördereinrichtungen verursachen einen erheblichen Bau- , Kosten- und Platzaufwand und bringen Einschränkungen für Bearbeitungsprozesse an den Bauteilen mit sich.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine verbesserte Fördertechnik aufzuzeigen.
Die Erfindung löst diese Aufgabe mit den Merkmalen im Hauptanspruch .
Die beanspruchte Fördereinrichtung ist platzsparend und erfordert nur einen geringen Bau- und Kostenaufwand. Die Bauteilträger sind außerdem leichter als die vorbekannten Paletten und lassen sich einfacher handhaben. Er besteht auch aus weniger Teilen und ist wartungsarm. Die Fördereinrichtung kann kurvengängig sein und bei Bedarf eine Querförderbewegung ausführen.
Der gegenüber den vorbekannten Paletten, Platten oder Rahmen vorzugsweise wesentlich schmalere Längsholm mit den seitlich überstehenden Tragelementen bietet Platz und Zugriffsmöglichkeiten an der Unterseite der Bauteile, bei denen es sich vorzugsweise um Karosseriebauteile oder komplette Fahrzeugkarosserien handelt. Hierdurch können
auch im Bodenbereich von Fahrzeugkarosserien oder Karosseriebauteilen Spann- und Fügevorgänge oder andere Bearbeitungsprozesse stattfinden. Die bisher erforderlichen zusätzlichen Hub- und Drehbewegungen für den Zugang zu den eigentlichen Bearbeitungsstellen sind entbehrlich. Innerhalb einer Bearbeitungsstation, insbesondere einer Füge- oder Framingstation, können dadurch mehr Prozesse durchgeführt und eine erhöhte Wertschöpfung erzielt werden. Durch die bessere Stationsauslastung kann die Stationszahl in einer
Fertigungsanlage reduziert und eine weitere Steigerung der Wirtschaftlichkeit erreicht werden.
Außerdem wird durch den schlanken und skelettartigen Bauteilträger die Zugänglichkeit zu den transportierten Bauteilen insgesamt verbessert. Insbesondere können seitliche Hub- und Absteckvorrichtungen im Bodenbereich der Bauteile oder der Fahrzeugkarosserie zu Positionier- und Zentrierzwecken an dortigen Bezugsstellen besser angreifen. Auch der Aushub einer Fahrzeugkarosserie für Fügeprozesse wird erleichtert.
Die Fördereinrichtung ist hoch flexibel und kann an die Anlagenerfordernisse angepasst und bei Bedarf auch geändert werden. Hierfür ist es günstig, mehrere relativ kurze und vorzugsweise auf die Stationslänge angepasste Fördergeräte vorzusehen, die erst im Verbund miteinander die Förderbahn für die Bauteilträger bilden. Diese Anordnung von Einzelgeräten ist kostengünstiger als eine durchgehende einteilige Förderanlage und bietet bessere
Adaptions- und änderungsmöglichkeiten. Vorteilhafterweise kann dabei die Antriebsvorrichtung in die Holmführung integriert werden. Ein gurtförmiges Treibelement für den Holmvorschub ist eine besonders kostengünstige, platzsparende und betriebssichere Transportlösung.
Die Fördereinrichtung kann wahlweise als flurgebundener Förderer oder als Hängeförderer mit
Befestigungsmöglichkeit an der Decke oder einer Wand eines Gebäudes oder an einem portalartigen Gestell ausgebildet sein. Auch eine Montage auf Hebe- und/oder Dreheinrichtungen ist möglich.
Der Bauteilträger lässt sich an unterschiedliche Arten und Größen von Bauteilen anpassen. Hierfür können die Tragelemente ein- oder mehrachsig verstellbar am Längsholm angeordnet sein. über Bauteilaufnahmen an den Tragelementen und deren Eingriff an den Bauteilen können formfeste Bauteile zur Stabilisierung und Versteifung des Bauteilträgers benutzt werden. Dies ist für die Kurvengängigkeit eines Gliederholms günstig. Hierfür können auch die Tragelemente schwenkbar an den Holmelementen angeordnet sein. Die Bauteilaufnahmen können an den Tragelementen ihrerseits verstellbar und auch austauschbar angeordnet sein, um eine weitere Flexibilisierung und Bauteilanpassung zu erreichen. In der einfachsten Ausführungsform kann ein Bauteilträger aus einem Einzelholm und zwei Querholmen als Tragelementen bestehen.
in den Unteransprüchen sind weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung angegeben.
Die Erfindung ist in den Zeichnungen beispielsweise und schematisch dargestellt. Im einzelnen zeigen:
Figur 1 : Eine perspektivische Ansicht einer
Fördereinrichtung mit zwei Fördergeräten und zwei Bauteilträgern mit einer Fahrzeugkarosserie sowie einem angedeuteten Stationsumfeld,
Figur 2: eine vergrößerte perspektivische Ansicht eines Fördergeräts mit einem Bauteilträger und einer Fahrzeugkarosserie,
Figur 3: eine Seitenansicht einer Fügestation mit einem Fördergerät,
Figur 4: eine Frontansicht des Fördergeräts von Figur 2 ,
Figur 5: eine perspektivische Ansicht eines Fördergeräts ohne Bauteilträger,
Figur 6: eine Seitenansicht des Fördergeräts mit Bauteilträger,
Figur 7 : einen Querschnitt durch eine Holmführung und den Bauteilträger,
Figur 8 : eine perspektivische Ansicht eines
Holmelementes mit einem Tragelement und einem Drehlager,
Figur 9 bis 11: drei Varianten eines Gliederholms und
Figur 12 : eine Variante der Fördereinrichtung als
Hängeförderer .
Die Erfindung betrifft eine Fördereinrichtung (11) für Bauteile (4) sowie das zugehörige Förderverfahren und auch eine mit einer solchen Fördereinrichtung (11) ausgerüstete Bearbeitungstation (2,3) . Von der Erfindung umfasst wird auch eine Fertigungsanlage (1) mit ein oder mehreren solcher Bearbeitungsstationen (2,3) mit einer Fördereinrichtung (11) .
Die Bauteile (4) können von beliebiger Art, Zahl und Größe sein. In den gezeigten Ausführungsformen handelt es sich um Fahrzeugkarosserien (4) , sog. Rohkarosserien, die beispielsweise aus zwei Seitenwänden, einer Bodengruppe und Dachelementen bestehen. Die Fahrzeugkarosserie (4) kann lose durch Laschen oder dergleichen vorgefügt sein oder aus losen Karosseriebauteilen bestehen und in einer Bearbeitungsstation (2,3) zu ihrer Endform gefügt werden. Dies kann mehrstufig und in getrennten Stationen (2,3) mit einem Heften und nachfolgenden Ausschweißen geschehen.
In einer anderen Variante kann die Bearbeitung der Bauteile (4) in einer Montage oder in beliebigen anderen Prozessen bestehen. Bei einer Montage werden beispielsweise auf einer Bodengruppe einer Fahrzeugkarosserie weitere Bauteile nach und nach anmontiert, z.B. Vorder- und Hinterachse, Motorblock etc..
Figur 3 zeigt schematisch und ausschnittsweise eine der vorerwähnten Fügestationen (2,3) in Seitenansicht. Dies ist z.B. eine Geometrie- oder Framing-Station, in der die Fahrzeugkarosserie (4) bzw. deren Karosseriebauteile mittels einer Spanneinrichtung (17) in der gewünschten exakten Position und gegenseitigen Ausrichtung gespannt und von einer Bearbeitungseinrichtung (15) bearbeitet, insbesondere gefügt werden. Die beispielsweise lose vorgefügte Fahrzeugkarosserie (4) wird auf der Fördereinrichtung (11) in Pfeilrichtung in die Fügestation
(2,3) transportiert und in einer Transportstellung (14) in einer vorgegebenen Stellung positioniert. Hierfür kann eine Positioniereinrichtung (nicht dargestellt) vorhanden sein, welche die Position des Bauteilträgers (10) in Vorschubrichtung mit geeigneten Messelementen, z.B. Endschaltern, Näherungsinitiatoren oder einem Wegemesssystem erfasst, und die Vorschubbewegung an der gewünschten Stelle stoppt.
Alternativ kann auf der Fördereinrichtung (11) eine Bodengruppe eingebracht werden, wobei die anderen Karosseriebauteile, wie z.B. Seitenwände und Dachelemente, getrennt zugeführt und in der Station (2,3) positioniert werden.
Die Spanneinrichtung (17) kann in beliebiger Weise ausgebildet sein. In der bevorzugten Ausführungsform besteht sie aus einem oberen Spannrahmen (19) , der auf stationären Rahmenstützen (33) in der Station (2,3) abgestützt ist. Der bügel- oder haubenförmige Spannrahmen (19) trägt an seinen balkenförmigen Rahmenelementen mehrere Spanner (32) , welche die Bauteile (4) von oben greifen und spannen. Der Spannrahmen (19) kann etwa im mittleren Bereich quergeteilt sein und an der Verbindungsstelle (26) mit einer Verbindungseinrichtung (27) versehen sein. Die dadurch entstehenden front- und heckseitigen Spannrahmenteile (20,21) können über Dockinganschlüsse (25) von einer Handhabungseinrichtung (36) gehandhabt und bei Bedarf zur Anpassung an unterschiedliche Karosserievarianten ausgetauscht werden. Die Handhabungseinrichtung (36) besteht z.B. aus mehreren auf einem portalartigen Gestell erhaben angeordneten mehrachsigen Manipulatoren (37,38), vorzugsweise zumindest sechsachsigen Gelenkarmrobotern mit mehrachsigen Roboterhänden (39) . Die variantenbezogenen
Spannrahmenteile (20,21) können in Magazinen (41) im Arbeitsbereich der Manipulatoren (37,38) bevorratet
werden .
Die Spanneinrichtung (17) kann ferner ein oder mehrere seitlich neben der Fahrzeugkarosserie (4) angeordnete und flurgebundene Spanngeräte (30) aufweisen, die beispielsweise aus säulenartigen oder mehrachsig beweglichen Spannerträgern (31) mit ein oder mehreren Spannern (32) bestehen. Die Fügestation (2,3) besitzt ferner eine nicht im Einzelnen dargestellte Hubeinrichtung (43) , die mit einem Hubgerät nebst Bauteilaufnahmen die Fahrzeugkarosserie (4) an der Unterseite und an dortigen Bezugstellen formschlüssig erfasst und dabei unter Korrektur von Lagefehlern positioniert. Die Hubeinrichtung (43) hebt sie dann aus der Transportstellung (14) in eine Fügestellung (13) an, in der die Fahrzeugkarosserie (4) von den Spannern (32) gespannt wird und gefügt werden kann. Die Bearbeitungseinrichtung (15) kann hierfür ein oder mehrere Bearbeitungsgeräte (16), z.B. Fügeroboter, insbesondere Schweißroboter, aufweisen.
Die Fügestation (2,3) kann Bestandteil einer größeren Fertigungsanlage (1) sein, bei der es sich beispielsweise um eine Rohbauanlage handelt. Der übersicht halber sind die anderen Anlagenteile nicht dargestellt. Auch in Figur l sind zwei hintereinander angeordnete Bearbeitungs- und Fügestationen (2,3) nur schematisch angedeutet. Die Fertigungsanlage (1) kann eine zentrale Anlagensteuerung haben. In den Fügestationen (2,3) können Stationssteuerungen vorhanden sein.
Die Fördereinrichtung (11) besteht aus ein oder mehreren Fördergeräten (68) mit einer z.B. rinnenförmigen Förderbahn (69) und mindestens einem Bauteilträger (10) für ein oder mehrere Bauteile (4), der auf oder in der Förderbahn (69) beweglich gelagert, geführt und angetrieben ist. Die Fördereinrichtung (11) kann sich durch die gesamte Fertigungsanlage (1) oder nur durch ein
oder mehrere Bearbeitungsstationen (2,3) erstrecken.
In Figur 1 ist ein Ausschnitt der Fördereinrichtung (11) mit zwei fluchtend entlang der Transferlinie (12) hintereinander angeordneten Fördergeräten (68) dargestellt, die in ihrer Flucht miteinander eine Stationsübergreifende Förderbahn (69) bilden, auf oder in der mehrere Bauteilträger (10) hintereinander transportiert werden. Dies kann taktweise geschehen, wobei alle Bauteilträger (10) unter Beibehaltung ihres gegenseitigen Abstands gleichzeitig und um gleiche Strecken bewegt werden.
Wie Figur 1 bis 6 verdeutlichen, können die Bauteilträger (io) untereinander gleichartig ausgebildet sein und jeweils mindestens einen Längsholm (50) mit ein oder mehreren z.B. direkt angebundenen Tragelementen (59) aufweisen, welche jeweils ein oder mehrere Bauteile (4) tragen. Der Längsholm ist schmaler als die Tragelemente (59) , welche seitlich über den Längsholm (50) hinausragen. Der Längsholm (50) hat eine schlanke längliche Form, wobei auch das Fördergerät (68) schmal baut. In der Ausführungsform von Figur 1 bis 11 ragen die Tragelemente (59) beidseits über den hier zentral angeordneten Längsholm (50) hinaus und haben ebenfalls eine schlanke Formgebung. Hierdurch liegen große Teile im Bodenbereich der Fahrzeugkarosserie (4) oder im Randbereich der Bauteile frei und sind gut zugänglich. Im gezeigten Ausführungsbeispiel liegen die Bezugspunkte der Fahrzeugkarosserie (4) für die Hubeinrichtung (43) frei. In anderen Stations- und Prozessvarianten können an der Unterseite und im unteren bzw. unteren seitlichen Bauteiloder Karosseriebereich Bearbeitungsprozesse und insbesondere Fügeoperationen stattfinden. Durch die freie Lage ist auch ein Spannen problemlos möglich.
Der Bauteilträger (10) und insbesondere sein(e) Längsholm (e) (50) können in einem direkten gegenseitigen Eingriff oder einer anderen direkten Verbindung mit der Förderbahn (69) bzw. deren Holmführung (70) stehen. Der Eingriff kann formschlüssig sein. Je nach Grad des
Formschlusses kann der Eingriff quer zur Förderrichtung fest oder lösbar sein. über den Längsholm (50) und dessen Förderverbindung mit der Förderbahn (69) sowie die Aufnahme auf den Tragelementen (59) werden die Bauteile (4) transportiert.
In den gezeigten Ausführungsformen ist die Fördereinrichtung (11) als Einholm-Förderer ausgebildet. Hierbei hat der Längsholm (50) einen einzelnen Strang, der im Fördergerät (68) kippsicher geführt ist. In einer nicht dargestellten Variante kann der Längsholm (50) mehrere Stränge aufweisen, z.B. einen Hauptholm und einen über Ausleger angebundenen kleineren Holm, der zur Kippsicherung dient.
Der ein- oder mehrsträngige Holm (50) ist bei der Variante von Figur 1 bis 11 zentral gegenüber den beidseits überstehenden Tragelementen (59) angeordnet. Die Konfiguration der Tragelemente (59) und der Aufnahmepunkte für die Bauteile (4) bzw. die Fahrzeugkarosserie sind dabei so gewählt, dass auch der Schwerpunkt der Bauteile (4) bzw. der Fahrzeugkarosserie in etwa mittig über dem Längsholm (50) liegt.
Der Längsholm (50) kann einteilig oder mehrteilig sein. In Figur 1 bis 6 ist eine Variante mit einem Einzelholm (51) dargestellt, der starr und einteilig ausgebildet ist. Figur 9 bis 11 zeigen Varianten mit einem Gliederholm (52) , der aus zwei oder mehr Holmelementen (53) besteht. Die Holmelemente (53) können untereinander gleichartig ausgebildet sein.
Der Längsholm (50) kann eine weitgehend massive Balkenform oder eine hohle Rohrform aufweisen, was sowohl für die einteilige, wie auch die mehrteilige Variante gilt. Wie Figur 7 im Querschnitt verdeutlicht, kann der Längsholm (50) bzw. das Holmelement (53) eine im wesentlichen rechteckige Querschnittsform besitzen, wobei die Holmhöhe größer als die Holmbreite ist. An den Stirnseiten kann der Längsholm (50) führungsgünstige Anschrägungen besitzen. Die für den Längsholm (50) beschriebene Formgestaltung gilt entsprechend auch für den oder die Holmelemente (53) .
Bei der gezeigten Ausführungsform weist der Längsholm (50) beidseits seitliche Führungsflächen (56) und eine untere Stützfläche (57) auf, die mit einer Holmführung (70) und ggf- auch einer Antriebsvorrichtung (71) des Fördergeräts (68) zusammenwirken. An der Oberseite hat der Längsholm (50) ein oder mehrere Adaptionsflächen (58) für die Anordnung von ein oder mehreren Tragelementen (59) . Die Adaptionsflächen (58) können auch eine Abstützung (64) für die Tragelemente (59) bilden. In der gezeigten
Ausführungsform sind die Flächen (56,57,58) im wesentlich eben und werden von der Holmwandung gebildet.
In Abwandlung der gezeigten Ausführungsform kann der Längsholm (50) eine andere geeignete Querschnittsform besitzen, die prismatisch, z.B. dreieckig oder oval ist. Daneben sind auch andere beliebige Formen möglich, die für eine kippsichere Führung geeignet sind und die eine nicht rotationssymmetrische Kontur aufweisen.
Am Längsholm (50) sind im gezeigten Ausführungsbeispiel zwei Tragelemente (59) mit einem axialen Abstand angeordnet. Sie befinden sich bevorzugt an den Endbereichen des Längsholms (50) . Je nach Art und Ausführung der Tragelemente (59) kann die Zahl kleiner oder größer als zwei sein. In der Ausführungsform von Figur 1 bis 11 sind die Tragelemente (59) jeweils als
schlanker Tragholm (60) ausgebildet, der ebenfalls eine massive Balkenform oder eine hohle Rohrform haben kann. Die bevorzugt in jeder Längserstreckung geraden Holme (50,60) sind quer zueinander ausgerichtet.
Ein oder mehrere Tragelemente (59) können in ihrer Position verstellbar am Längsholm (50) angeordnet sein. Diese Verstellbarkeit kann in Axialrichtung des Längsholms (50) und quer dazu gegeben sein. Hierfür kann eine geeignete Verstellung (67) vorhanden sein, die z.B. einen vorgegebenen Verstellraster aufweist.
Die Abstützung (64) zwischen den Tragelementen (59) und dem Längsholm (50) kann unterschiedlich ausgebildet sein. sie kann drehfest sein, wobei z.B. die Abstützung (64) eine Stützplatte mit nach unten vorstehenden Zapfen aufweisen kann, die in Rasteröffnungen an der Adaptionsfläche (58) des Längsholms (50) eingreifen. Die Anordnung kann auch umgekehrt sein. In Figur 1 bis 7 ist eine solche drehfeste Variante dargestellt.
Figur 8 zeigt eine schwenkbare Variante, die sich besonders für einen Gliederholm (52) und dessen Holmelemente (53) anbietet, alternativ aber auch bei einem Einzelholm (51) Verwendung finden kann. In diesem Fall weist die Abstützung (64) ein Drehlager (65) mit einer quer zu den Holmachsen ausgerichteten Drehachse auf . Die Drehstellung des Tragelements (59) gegenüber dem Längsholm (50) kann einstellbar und fixierbar sein. Alternativ ist eine freie Drehbarkeit möglich, wie sie z.B. bei einem Gliederholm (52) Verwendung finden kann.
Auch beim Drehlager (65) ist eine Verstellbarkeit möglich. Hierbei kann das Drehlager (65) mit seinem Stützteil an der Adaptionsfläche (58) des Längsholms (50) fixiert sein und über einen Wälzlagerring oder dergl . eine breite Abstützbasis bieten. Auf dem Drehlager (65) ist eine
Stützplatte (66) mit der Verstellung (67) bzw. dem Verstellraster angeordnet. Sie bietet wiederum wahlweise eine Linearverstellung in Längsrichtung des Längsholms (50) und/oder quer dazu.
Die Tragelemente (59) weisen eine Adaptionsfläche (62) zur direkten oder indirekten Aufnahme von ein oder mehreren Bauteilen (4) auf. An der Adaptionsfläche (62) können ein oder mehrere angepasste Bauteilaufnahmen (63) fest oder verstellbar angeordnet sein. Die Bauteilaufnahmen (63) sind an entsprechenden Gegenstellen oder Bezugsstellen (85) an ein oder mehreren Bauteilen (4) adaptiert und greifen hier in geeigneter Weise, z.B. formschlüssig, an.
Zur Anpassung an unterschiedliche Bauteile (4) , insbesondere unterschiedliche Fahrzeugkarosserien oder Karosserieteile, können die Tragelemente (59) an den Längsholmen (50) verstellt oder bei Bedarf auch gewechselt und ausgetauscht werden. Auch die Bauteilaufnahmen (63) können zu Anpassungszwecken verstellt oder ausgetauscht werden.
Figur 4, 5 und 7 verdeutlichen das Fördergerät (68) und seine Holmführung (70) . Das Fördergerät (68) ist in dieser Variante stationär und flurgebunden, wobei es auf dem Boden (83) der Fertigungsanlage (1) oder Station (2,3) ggf. über die gezeigte Bodenplatte befestigt ist. Alternativ kann das Fördergerät (68) instationär und z.B. auf einer Hebe- und/oder Drehvorrichtung angeordnet sein.
Die Holmführung (70) weist mehrere mit Abstand entlang der Transferlinie (12) mit Abstand hintereinander angeordnete und durch die Bodenplatte verbundene Führungselemente (72) mit einer Seitenführung (74) und einer z.B. unteren Stützführung (77) für den Längsholm (50) auf. Figur 7 zeigt hierzu die Querschnittsdarstellung. Die Führungen (74,77) können in beliebig geeigneter Weise ausgebildet
sein, z.B. als Gleit- oder Rollführungen. In der gezeigten Ausführungsform weist die Seitenführung (74) ein Paar obere Führungsrollen (75) und ein Paar mit Abstand darunter angeordnete Führungsrollen (76) mit vertikaler Drehachse auf, die an einem im Querschnitt im wesentlichen U-förmigen Gestell (73) frei drehbar gelagert sind und mit ihren Rollflächen an den seitlichen Führungsflächen (56) des Längsholms (50) angreifen. Die Stützführung (77) besitzt eine drehbare Stützrolle (78), die im Gestell (73) mit horizontaler Drehachse und ausreichender Stützbreite fliegend gelagert ist. Die Stützrolle (78) trägt den Längsholm (50) und besitzt eine Breite, die in etwa der Breite der Stützfläche (57) entspricht. Zumindest ein Teil der Stützrollen (78) in den Führungselementen (72) ist frei drehbar gelagert. Je nach Art und Ausführung der Antriebsvorrichtung (71) können ein oder mehrere Stützrollen (78) auch eine Antriebsfunktion haben und mit einem Antrieb gekoppelt sein.
Die fluchtend hintereinander angeordneten Führungselemente (72) besitzen einen gegenseitigen Abstand, der kleiner als die tragende Holmlänge ist. Hierdurch ist der Längsholm (50) stets an mindestens zwei Stellen abgestützt und seitlich geführt. Das Gleiche gilt auch für einen Gliederholm (52) und dessen Holmelement (53) . Die aufgereihten Führungs- und Stützrollen (75,76,78) bilden einen im wesentlichen U-förmigen und nach oben offenen Führungskanal zur kippsicheren Führung und Abstützung des nach oben ein Stück herausragenden Längsholms (50) . Hierfür greifen die seitlichen Führungsrollen (75,76) bevorzugt an den oberen und unteren Holmrandbereichen an. Miteinander bilden die Führungselemente (72) an jedem Fördergerät (68) die Führungsbahn (69) . Bei einer fluchtenden Mehrfachanordnung von Fördergeräten (68) wird eine über die Gesamtlänge durchgehende Förderbahn (69) geschaffen, wodurch die Bauteilträger (10) mit ihren Längsholmen (50) beim Transport auch von einem Fördergerät
(68) zum nächsten übergeben werden können. Der Abstand zwischen den Fördergeräten (68) ist hierbei ebenfalls kleiner als die tragende Holtnlänge, so dass der Längsholm (50) auch an diesen übergangsstellen stets an mindestens zwei Stellen abgestützt und seitlich geführt ist.
Die Länge der Fördergeräte (68) und auch der Längsholme (50) kann variieren. In den Ausführungsformen von Figur 1 und 2 ist in jeder Bearbeitungsstation (2,3) ein Fördergerät (68) angeordnet, dessen Länge im wesentlichen der Stationslänge entspricht. Alternativ kann die Länge kleiner oder kürzer sein. Innerhalb einer Station (2,3) können mehrere Fördergeräte (68) hintereinander angeordnet sein. Desgleichen ist es möglich, dass sich ein Fördergerät (68) durch mehrere Stationen hindurch erstreckt. Es kann sich auch über die gesamte Anlagenlänge erstrecken.
Der Längsholm (50) hat eine Länge, die zumindest zur Aufnahme des oder der gewünschten Bauteile (4) ausreicht. In den gezeigten Ausführungsbeispielen entspricht die Länge im wesentlichen der Karosserielänge. Sie kann alternativ größer sein. Dies gilt sowohl für den Einzelholm (51) , als auch den Gliederholm (52) .
Die Fördergeräte (68) können eine beliebig geeignete AntriebsVorrichtung (71) für den Längsholmvorschub aufweisen. In der gezeigten Ausführungsform ist die Antriebsvorrichtung (71) in die Förderbahn (69) und in die Holmführung (70) integriert. Sie weist ein durch die
Holmführung (70) sich erstreckendes Treibelement (80) mit einem Antrieb (82) auf. Das Treibelement (80) kann als flacher, endloser und umlaufend angetriebener Gurt (81) ausgebildet sein, auf dem der Längsholm (50) mit der Stützfläche (57) plan aufliegt und durch Reibschluss zumindest im Anpressbereich der Stützführung (77) mitgenommen wird. Hierfür kann der Gurt (81) um die
Stützführung (77) und die Stützrollen (78) in einer endlosen Schleife gelegt sein. In dieser Lage befindet er sich zwischen der Stützführung (77) und der Stützfläche (57) des Längsholms (50) .
Der Gurt (81) kann an einem Ende über eine externe Antriebsrolle (79) geführt sein, die mit einem Antrieb (82) gekoppelt ist, der z.B. aus einem steuerbaren Elektromotor, insbesondere einem frequenzgesteuerten oder frequenzgeregelten Wechselstrommotor, mit
Vorschaltgetriebe besteht. Der Antrieb (82) kann sich in Längsrichtung des Fördergeräts (68) erstrecken, wodurch die Anordnung und das Fördergerät (68) insgesamt sehr schmal bauen. Der Antrieb (82) kann sich hierbei in die übergangsstelle und den Freiraum zwischen der
Fördergeräten. (68) erstrecken. Figur 1 und 4 zeigen diese Anordnung .
Die Antriebsvorrichtungen (71) und ihre Antriebe (82) der verschiedenen Fördergeräte (68) können in gegenseitiger Abstimmung gesteuert werden, um den Transport der Längsholme (50) in der gewünschten Form zu gewährleisten. In der gezeigten Ausführungsform sind alle Fördergeräte (68) gleich lang und haben untereinander gleiche Abstände. sie können synchron angetrieben werden. Die Steuerung der Antriebsvorrichtungen (71) und der Antriebe (82) kann gemeinsam erfolgen, wofür z.B. eine übergeordnete Steuerung der Fördereinrichtung (11) vorhanden sein kann. Die Steuerung kann alternativ in die Stationssteuerung und/oder die Anlagensteuerung und/oder eine Manipulatoroder Robotersteuerung integriert sein. Je nach Ansteuerung der Antriebsvorrichtungen (71) können alle in der Förderbahn (69) befindlichen Bauteilträger (10) gleichzeitig und um gleiche Strecken bewegt werden. Dies ist für eine mit einem einheitlichen Takt gesteuerte Fertigungsanlage (1) sinnvoll. Andererseits sind unterschiedliche Bewegungen der Bauteilträger (10) in der
Förderreihe und ein Durchbrechen eines einheitlichen Takts möglich. Hierbei können über die Fördereinrichtung (11) auch Pufferzonen mit einer Zwischenlagerung von Bauteilträgern (10) und Bauteilen (4) geschaffen werden. Die Fördergeräte (68) können mit ihren Förderbahnen (69) auch unterschiedliche Längen aufweisen.
Figur 9 bis 11 zeigen Varianten eines Bauteilträgers (10) bei denen der Längsholm (50) als mehrteiliger Gliederholm (52) ausgebildet ist und aus mehreren getrennten Holmelementen (53) besteht.
In der Variante von Figur 9 sind zwei Holmelemente (53) mit jeweils einem Tragelement (59) vorgesehen, welches mittels z.B. eines Drehlagers (65) schwenkbar am
Holmelement (53) gelagert ist. Die Holmelemente (53) haben eine verkürzte Länge und sind mit Abstand sowie ohne direkte Verbindung hintereinander angeordnet . Die Holmverbindung wird über das Bauteil (4) bzw. die Fahrzeugkarosserie hergestellt. Eine Anpassung an unterschiedliche Bauteillängen findet über eine änderung des Holmabstands statt. Hierdurch kann der Gliederholm (52) eine variable Länge haben. Die Anordnung ist ähnlich wie bei einem Langholztransporter mit Zugmaschine und Nachläufer. Die Holmelemente (53) werden von der Antriebsvorrichtung (71) gemeinsam und synchron angetrieben .
In der Variante von Figur 10 sind zwei axial distanzierte Holmelemente (53) durch eine Holmverbindung (55) gekoppelt, die hier als beidseits drehbar angelenkte Koppelstange ausgebildet ist. Die Koppelstange (55) greift an den Holmenden etwa in mittlerer Höhe an und hat keinen Kontakt zur Antriebsvorrichtung (71) . Auch hier werden die Holmelemente (53) synchron angetrieben und bewegt. Figur
10 zeigt außerdem eine Variante mit einer längsgerichteten Verstellung (67) an der Adaptionsfläche (58) des hinteren
Holmelements (53) . Hierüber kann das Drehlager (65) für das Tragelement (59) in Längsrichtung verstellt werden. Ansonsten entspricht die Ausführungsform derjenigen von Figur 9.
In der dritten Variante von Figur 11 besteht der Gliederholm (52) aus drei Holmelementen (53) , die untereinander durch eine Holmverbindung (54) gekoppelt sind. Die Holmverbindung (54) besteht in diesem Fall in einer direkten Kopplung benachbarter Holmelemente (53) durch Verbindungsgelenke . Auch in diesem Fall werden die Holmelemente (53) in geeigneter Weise gemeinsam und ggf. synchron angetrieben. Ansonsten entspricht die Ausführungsform derjenigen der vorgehenden Ausführungsbeispiele.
Wie Figur 9 bis 11 verdeutlichen, kann ein Gliederholm (52) kurvengängig sein, wofür das oder die Fördergeräte (68) und die Führungsbahn (69) eine entsprechend geeignete Ausbildung haben. Die Holmelemente (53) drehen sich dabei in geeigneter Weise gegenüber den Tragelementen (59) und den Bauteilen (4) .
In Variation hierzu können für einen geradlinigen Transport die quer gerichteten Tragelemente (59) über eine drehfeste Abstützung (64) mit den Holmelementen (53) verbunden sein. Die Verstellung (67) kann hierbei ggf. durch die variablen Holmelementabstände ersetzt werden.
Die Fördereinrichtung (1) ermöglicht auch eine quergerichtete Förderbewegung über einen geeigneten Querförderer. In der Variante von Figur 1 bis 7 mit der Ausbildung des Längsholms (50) als Einzelholm (51) kann z.B. ein Querförderer in geeigneter Weise am Längsholm (so) oder auch an den drehfest und starr mit dem Längsholm (50) verbundenen Tragelementen (59) angreifen und den Bauteilträger aus der Führungsbahn (69) sowie der
Holmführung (70) ausheben und in beliebiger Richtung weiter transportieren. Ferner ist es möglich, das letzte Fördergerät (68) in der Transferlinie z.B. auf eine Drehscheibe oder eine andere Dreheinrichtung zu setzen und mitsamt dem aufgeladenen Bauteilträger (10) in der gewünschten Richtung und um beliebige Winkel zu drehen und dabei zum Weitertransport in Flucht mit einem anderen Fördergerät (68) zu bringen.
Bei der Variante von Figur 9 mit den zwei getrennten
Holmelementen (53) ist es möglich, für jedes Holmelement (53) eine eigene Drehscheibe oder dgl. vorzusehen und die Holmelemente (53) in die gewünschte Richtung gemeinsam zu drehen. Die Holmelemente (53) können dann in zwei andere parallele Führungsbahnen bzw. Fördergeräte (68) überführt werden, entlang denen die Bauteile (4) dann in einer entsprechend gedrehten Ausrichtung weiter transportiert werden.
Figur 12 zeigt eine Variante der Fördereinrichtung (11) , die als Hängeförderer ausgebildet ist. Die Holmführung (70) bzw. deren Führungselemente (72) sind in erhabener Position an geeigneter Stelle, z.B. an einer Seitenwand (84) , an einer Gebäudedecke oder an einem Ständer oder Gerüst befestigt. Der Längsholm (50) ist in entsprechender Weise wie im ersten Ausführungsbeispiel gestaltet und in der Holmführung (70) kippsicher geführt. Das Tragelement (59) hat in dieser Ausführungsform die Gestalt eines mehrfach abgewinkelten und im wesentlichen U-förmigen Tragbügels (61) , der mit der oberen Adaptionsfläche (58) des Längsholms (50) drehfest oder drehbar verbunden ist. Am freien Bügelende ist das Bauteil (4) in geeigneter Weise lösbar befestigt. Die Bügelform ist vorzugsweise so gewählt, dass der Bauteilschwerpunkt sich im wesentlichen direkt unter der Führungsschiene (50) befindet und Kippkräfte weitgehend vermieden werden.
Abwandlungen der gezeigten Ausführungsformen sind in verschiedener Weise möglich. Zum einen können die Einzelmerkmale der Ausführungsbeispiele in beliebiger Weise untereinander vertauscht und kombiniert werden.
Ferner können die Fördereinrichtung (11) und ihre Komponenten variieren. Der Bauteilträger (10) kann statt mehrerer holmartiger Tragelemente (59) ein einzelnes plattenförmiges Tragelement besitzen, auf dem ein oder mehrere Bauteile (4) mittig abgestützt sind und ggf. über die Plattenränder hinausragen. Ein solches Tragelement kann auch rahmenartig ausgebildet sein. In den gezeigten Ausführungsformen sind die Tragelemente (59) untereinander nicht direkt verbunden. In Abwandlung hierzu können Verbindungselemente, z.B. Stützstangen oder dergl . vorhanden sein, wobei außerdem eine gerüst- oder rahmenartige Struktur von Rahmenelementen (59) gebildet werden kann.
Die Holmführung (70) kann ebenfalls abgewandelt werden und eine durchgängige Gleit- oder Rollführung für den Längsholm (50) aufweisen. Die konstruktive Ausbildung kann auch anders als in den gezeigten Ausführungsbeispielen sein. Ferner ist eine kinematische Umkehr möglich, wobei sich Rollen oder andere Wälzkörper am Längsholm (50), z.B. an der unteren Stützfläche (57) befinden und mit einem ggf. durchgängigen Führungskanal in Verbindung stehen.
Variabel ist auch die Antriebsvorrichtung (71) . Statt eines Gurtes (81) mit einer kraftschlüssigen
Reibverbindung zu den Längsholmen (50) kann ein anderes Treibelement (80), z.B. auch ein profilierter Riemen oder dergl., zum Einsatz kommen. Ferner können die Stützrollen (78) angetrieben sein und direkt auf den Längsholm (50) einwirken. Statt eines solchen Rollenförderers ist auch ein Kettenförderer möglich. Ferner kann die Antriebsvorrichtung (71) separat und außerhalb der
Förderbahn (69) angeordnet sein und in anderer Weise am Bauteilträger (10) kraft- und/oder formschlüssig angreifen. Beispielsweise kann der Antrieb durch eine reversierend angetriebene Taktstange oder durch einen anderen Schlepp- oder Schiebeantrieb erfolgen.
Die z.B. lose auf die Fördergeräte (68) aufgesetzten oder eingesteckten Bauteilträger (10) können bei Bedarf abgenommen und ggf. ausgetauscht werden. Sie können auch auf die Fördergeräte (68) und die Förderbahn (69) in beliebig geeigneter Weise ein- und ausgeschleust werden.
Ferner sind Form- und Verbindungsvarianten möglich, wobei z.B. in Umkehr der gezeigten Ausführungsformen die Förderbahn (69) leistenartig ausgebildet ist und der
Bauteilträger (10) oder Längsholm (50) eine geeignete, z.B. rinnenförmige, Kontur zur Leistenaufnahme besitzt. Der Längsholm (50) kann auch seitliche Tragflansche haben, die in beidseitigen Führungselementen, z.B. Führungsrinnen, der Förderbahn (69) eingehängt oder damit anderweitig verbunden sind. Statt der gezeigten stehenden Anordnung des Längsholms (50) auf oder in der Führungsbahn (69) bzw. der Holmführung (70) ist auch eine hängende Anordnung oder Verbindung möglich.
Die Bauteilträger (10) sind in den gezeigten Ausführungsbeispielen untereinander nicht direkt verbunden. Eine Kopplung besteht ggf. über eine abgestimmte Antriebsbewegung. Alternativ ist eine Direktverbindung von mehreren oder allen in der
Fördereinrichtung (11) befindlichen Bauteilträgern (10) möglich. Durch eine solche Kopplung, insbesondere eine Schleppverbindung, kann ein Antrieb einzelner Bauteilträger (10) genügen, wobei durch Schleppverbindung die anderen mitgenommen werden.
BEZUGSZEICHENLISTE
1 Fertigungsanlage , Rohbauanlage
2 Füge Station 3 Fügestation
4 Bauteil , Fahrzeugkarosserie
5
6
7 8
9 Fahrzeuglängsachse
10 Bauteilträger
11 Fördereinrichtung
12 Transferlinie 13 Fügestellung
14 Transportstellung
15 Bearbeitungseinrichtung
16 Bearbeitungsgerät, Fügeroboter
17 Spanneinrichtung 1 8
19 Spannrahmen oben
20 Spannrahmenteil frontseitig
21 Spannrahmenteil heckseitig 22 23 24
25 Dockinganschluss
26 Verbindungsstelle
27 Verbindungseinrichtung 28
29
30 Spanngerät unten
31 Spannerträger
32 Spanner 33 Rahmenstütze 34 35
36 Handhabungseinrichtung
37 Manipulator, Roboter
38 Manipulator, Roboter 39 Hand, Roboterhand 40 Gestell, Portal
41 Magazin für Spannrahmenteile 42
43 Hubeinrichtung
44 Hubgerät 45 Bauteilaufnahme an Hubgerät
46
47
48
49 50 Längsholm
51 Einzelholm
52 Gliederholm
53 Holmelement
54 Holmverbindung, Verbindungsgelenk 55 Holmverbindung, Koppelstange
56 Führungsfläche seitlich
57 Stützfläche
58 Adaptionsfläche von Längsholm
59 Tragelement 60 Tragholm, Querholm
61 Tragbügel
62 Adaptionsfläche von Tragelement
63 Bauteilaufnahme
64 Abstützung 65 Drehlager
66 Stützplatte
67 Verstellung, Verstellraster
68 Fördergerät
69 Förderbahn 70 Holmführung
71 Antriebsvorrichtung
72 Führungselement
73 Gestell
74 Seitenführung
75 Führungsrolle seitlich oben
76 Führungsrolle seitlich unten 77 Stützführung
78 Stützrolle
79 Antriebsrolle
80 Treibelement
81 Gurt 82 Antrieb
83 Boden
84 Wand
85 Bezugsstelle
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