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Title:
CONVEYING DEVICE FOR CONVEYING STOCK ON PALLETS OR THE LIKE WITH CHANGE OF DIRECTION
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2003/043915
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a conveying device (1) with change of direction for conveying conveying stock, preferably on pallets (2) or the like, along a first conveying line (3) and along a second conveying line (4) oriented in a different direction, and with a transferring system for transferring the pallets from the first to the second conveying line. The transferring system is provided in the form of a driven linear conveying track (5) for receiving the pallet(s) (2) from the first conveying line (3), for linearly advancing it/them on the linear conveying track and for transferring the pallet(s) to the second conveying line (4). The linear conveying track can swivel around an essentially vertical axis (7) between the first and the second conveying line via a driven swivel device (6). The vertical axis is located outside of the conveying track center (m) of the linear conveying track (5).

Inventors:
Freudelsperger, Karl (Günter-Knapp-Str. 5-7, Hart bei Graz, A-8075, AT)
Waukmann, Wilfried (Simmaweg 15, Raaba, A-8074, AT)
Application Number:
PCT/EP2002/012651
Publication Date:
May 30, 2003
Filing Date:
November 13, 2002
Export Citation:
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Assignee:
KNAPP LOGISTIC AUTOMATION GMBH (Günter-Knapp-Str. 5-7, Hart bei Graz, A-8075, AT)
Freudelsperger, Karl (Günter-Knapp-Str. 5-7, Hart bei Graz, A-8075, AT)
Waukmann, Wilfried (Simmaweg 15, Raaba, A-8074, AT)
International Classes:
B65G35/06; B65G47/53; B65G47/80; B65G35/00; B65G47/53; B65G47/80; (IPC1-7): B65G47/80; B65G35/06; B65G47/53
Attorney, Agent or Firm:
Hanke, Hilmar (Postfach 80 09 08, München, 81609, DE)
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Claims:
Patentansprüche
1. Fördereinrichtung (1) mit Richtungswechsel zum Fördern von Fördergut vorzugsweise auf Paletten (2) oder derglei chen längs einer ersten Förderstrecke (3) und einer an ders gerichteten zweiten Förderstrecke (4), sowie einer Umsetzanordnung zum Umsetzen der Paletten von der ersten auf die zweite Förderstrecke, dadurch gekennzeichnet, daß die Umsetzanordnung eine angetriebene Linearförder bahn (5) zur Übernahme der Palette (n) (2) von der ersten Förderstrecke (3), Linearvorwärtsbewegung auf der Linear förderbahn und Abgabe der Palette (n) auf die zweite För derstrecke (4) umfaßt, wobei die Linearförderbahn zwi schen der ersten und der zweiten Förderstrecke über eine angetriebene Schwenkeinrichtung (6) um eine im wesentli chen vertikale Achse (7) verschwenkbar ist, die außerhalb der Förderbahnmitte (m) der Linearförderbahn (5) ver läuft.
2. Fördereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß nach Abgabe der Palette (n) (2) die Linearförderbahn (5) in ihre Ausgangslage auf dem gleichen Schwenkund Linearweg rückstellbar ist.
3. Fördereinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ansteuerung des Linearantriebs (8) der Linearför derbahn (5) und die Ansteuerung des Schwenkantriebs (9) der Schwenkeinrichtung (6) über eine gemeinsame Steuer einrichtung dergestalt erfolgt, daß Paletten (2) in der Umsetzanordnung kontinuierlich umgesetzt bzw. bewegt wer den.
4. Fördereinrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Linearantrieb (8) der Linearförderbahn und der Schwenkantrieb (9) der Schwenkeinrichtung durch die Steu ereinrichtung derart angesteuert sind, daß bei Übernahme der Paletten (2) von der ersten Förderstrecke (3) in ei nem bestimmten Anfangsabschnitt (a) insbesondere letzt lich bis zur Mitte (M) der Schwenkbewegung die Linearför derbewegung der Linearförderbahn (5) abgebremst bzw. ver zögert und gleichzeitig die Schwenkbewegung der Linear förderbahn (5) aus dem Stillstand beschleunigt wird, wäh rend anschließend insbesondere von der Mitte (M) der Schwenkbewegung oder in einem bestimmten Endabschnitt (b) bis zur Abgabe der Paletten (2) auf die zweite För derstrecke (4) die Linearförderbewegung der Linearförder bahn beschleunigt und gleichzeitig die Schwenkbewegung der Linearförderbahn bis zum Stillstand verzögert wird.
5. Fördereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Linearförderbahn einen Tisch (10) mit oberseiti gen, angetriebenen Linearfördermitteln umfaßt, welcher um die vertikale Achse (7) schwenkbar ist, wobei die Achse (7) außerhalb der Tischmitte radial innen im Winkel (a) zwischen der ersten und der zweiten Förderstrecke liegt.
6. Fördereinrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Tisch (10) unterseitig Gleitoder Abrollmittel, insbesondere Rollen (11), besitzt, die auf einer statio nären insbesondere geführten Gleitoder Abrollunterlage, vorzugsweise auf kreisbogenförmigen Schienen (12), abge stützt und vorzugsweise geführt sind.
7. Fördereinrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Tisch (10) zumindest einen festen seitlichen Schwenkarm (13) in einer Schwenkverbindung mit der verti kalen Achse (7) besitzt.
8. Fördereinrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwenkarm (13) durch einen stationären Schwenk antrieb (9) angetrieben ist.
9. Fördereinrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwenkantrieb angetriebene tischunterseitige Rollen sind oder ein bogenförmiger Zahnstangentrieb ist.
10. Fördereinrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Linearfördermittel zwei voneinander beabstandete, parallele, angetriebene, umlaufende Förderketten (14) sind, welche aus der Tischebene oberseitig hervorstehen.
11. Fördereinrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Linearfördermittel angetrieben Einzelrollen sind, welche sich in Querrichtung der Linearförderbahn (5) erstrecken.
12. Fördereinrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Linearfördermittel ein angetriebenes umlaufendes Förderband ist.
13. Fördereinrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Linearförderbahn (5) und die erste und die zweite Förderstrecke (3,4) gleich geartete Linearfördermittel aufweisen. GEÄNDERTE ANSPRÜCHE [beim Internationalen Büro am 19. April 2003 (19.04. 03) eingegangen ; ursprüngliche Ansprüche 113 durch ; neue Ansprüche 112 ersetzt (3 Seiten)] 1. Fördereinrichtung (1) mit Richtungswechsel zum Fördern von Fördergut vorzugsweise auf Paletten (2) oder derglei chen längs einer ersten Förderstrecke (3) und einer an ders gerichteten zweiten Förderstrecke (4), sowie einer Umsetzanordnung zum Umsetzen der Paletten von der ersten auf die zweite Förderstrecke, wobei die Umsetzanordnung eine angetriebene Linearförderbahn (5) zur Übernahme der Palette (n) (2) von der ersten Förderstrecke (3), Linear vorwärtsbewegung auf der Linearförderbahn und Abgabe der Palette (n) auf die zweite Förderstrecke (4) umfaßt, und die Linearförderbahn zwischen der ersten und der zweiten Förderstrecke über eine angetriebene Schwenkeinrichtung (6) um eine im wesentlichen vertikale Achse (7) ver schwenkbar ist, die außerhalb der Förderbahnmitte (m) der Linearförderbahn (5) verläuft, dadurch gekennzeichnet, daß die Ansteuerung des Linearantriebs (8) der Linearför derbahn (5) und die Ansteuerung des Schwenkantriebs (9) der Schwenkeinrichtung (6) über eine gemeinsame Steuer einrichtung dergestalt erfolgt, daß Paletten (2) in der Umsetzanordnung kontinuierlich umgesetzt bzw. bewegt wer den.
14. 2 Fördereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Linearantrieb (8) der Linearförderbahn und der Schwenkantrieb (9) der Schwenkeinrichtung durch die Steu ereinrichtung derart angesteuert sind, daß bei Übernahme der Paletten (2) von der ersten Förderstrecke (3) in ei nem bestimmten Anfangsabschnitt (a) insbesondere letzt lich bis zur Mitte (M) der Schwenkbewegung die Linearför derbewegung der Linearförderbahn (5) abgebremst bzw. ver zögert und gleichzeitig die Schwenkbewegung der Linear förderbahn (5) aus dem Stillstand beschleunigt wird, wäh rend anschließend insbesondere von der Mitte (M) der Schwenkbewegung oder in einem bestimmten Endabschnitt (b) bis zur Abgabe der Paletten (2) auf die zweite För derstrecke (4) die Linearförderbewegung der Linearförder bahn beschleunigt und gleichzeitig die Schwenkbewegung der Linearförderbahn bis zum Stillstand verzögert wird.
15. 3 Fördereinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Linearförderbahn einen Tisch (10) mit oberseiti gen, angetriebenen Linearfördermitteln umfaßt, welcher um die vertikale Achse (7) schwenkbar ist, wobei die Achse (7) außerhalb der Tischmitte radial innen im Winkel (a) zwischen der ersten und der zweiten Förderstrecke liegt.
16. 4 Fördereinrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Tisch (10) unterseitig Gleitoder Abrollmittel, insbesondere Rollen (11), besitzt, die auf einer statio nären insbesondere geführten Gleitoder Abrollunterlage, vorzugsweise auf kreisbogenförmigen Schienen (12), abge stützt und vorzugsweise geführt sind.
17. 5 Fördereinrichtung nach Anspruch 3 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Tisch (10) zumindest einen festen seitlichen Schwenkarm (13) in einer Schwenkverbindung mit der verti kalen Achse (7) besitzt.
18. 6 Fördereinrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwenkarm (13) durch einen stationären Schwenk antrieb (9) angetrieben ist.
19. 7 Fördereinrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwenkantrieb angetriebene tischunterseitige Rollen sind oder ein bogenförmiger Zahnstangentrieb ist.
20. 8 Fördereinrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Linearfördermittel zwei voneinander beabstandete, parallele, angetriebene, umlaufende Förderketten (14) sind, welche aus der Tischebene oberseitig hervorstehen.
21. 9 Fördereinrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Linearfördermittel angetrieben Einzelrollen sind, welche sich in Querrichtung der Linearförderbahn (5) erstrecken.
22. 10 Fördereinrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Linearfördermittel ein angetriebenes umlaufendes Förderband ist.
23. 11 Fördereinrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Linearförderbahn (5) und die erste und die zweite Förderstrecke (3,4) gleich geartete Linearfördermittel aufweisen.
24. 12 Fördereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß nach Abgabe der Palette (n) (2) auf die zweite Förder strecke (4) die Linearförderbahn (5) in ihre Ausgangslage auf dem gleichen Schwenkund Linearweg rückstellbar ist.
Description:
Fördereinrichtung zum Fördern von Fördergut auf Paletten oder dergleichen mit Richtungswechsel Die Erfindung betrifft eine Fördereinrichtung mit Richtungs- wechsel zum Fördern von Fördergut vorzugsweise auf Paletten oder dergleichen längs einer ersten Förderstrecke und einer anders gerichteten zweiten Förderstrecke, sowie einer Umsetz- anordnung zum Umsetzen der Paletten von der ersten auf die zweite Förderstrecke.

Soweit vorstehend und im folgenden von"Paletten"die Rede ist, so soll dies nicht einschränkend verstanden werden ; vielmehr umfaßt die vorliegende Erfindung auch solche Syste- me, in denen andere Transporteinheiten wie zum Beispiel Git- terboxen verwendet werden, um Fördergut, insbesondere Stück- gut, darin oder darauf zu transportieren. Ist das Fördergut ein größeres Stückgut mit vergleichsweise großer Standfläche, so kann auf"Paletten"oder dergleichen ganz verzichtet wer- den.

Hauptproblem bei der Konstruktion einer Fördereinrichtung mit Richtungswechsel insbesondere für schwere Stückgüter auf Pa- letten, Gitterboxen, etc. ist, daß beim Einfahren der Palette in die Kurve möglichst keine Gleitungen auftreten sollen. Aus diesem Grund erfolgt der Richtungswechsel bei bekannten Um- setzanordnungen durch Umsetzen zwischen Längs-und Quer- Förderern, oder durch Drehtische, die bei Stillstand das För- dergut einschließlich Palette zentral aufnehmen und dann langsam um die Mitte der Palette über eine mittige Vertikal- achse des Drehtisches in die Abgaberichtung der zweiten För- derstrecke schwenken, um dort das Fördergut abzugeben. Der Umsetzvorgang erfolgt ähnlich einer Drehscheibe einer Lokomo- tive auf einem Güterbahnhof. Der Nachteil eines bekannten Drehtisches ist der komplizierte Aufbau und der geringe Durchsatz der bei langsamer Schwenkung des Drehtisches still- stehenden Paletten.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Fördereinrich- tung der eingangs genannten Art bereitzustellen, deren Um- setzanordnung energiesparend und mit einfachen Mitteln einen hohen Palettendurchsatz selbst schwerer Fördergüter ermög- licht.

Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß die Förderein- richtung mit den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs 1 vor- geschlagen.

Wesentlicher Erfindungsaspekt ist, daß die Umsetzanordnung eine angetriebene Linearförderbahn zur Übernahme der Palet- te (n) von der ersten Förderstrecke, Linearvorwärtsbewegung auf der Linearförderbahn und Abgabe der Palette (n) auf die zweite Förderstrecke umfaßt, wobei die Linearförderbahn zwi- schen der ersten und der zweiten Förderstrecke über eine an- getriebene Schwenkeinrichtung um eine im wesentlichen verti- kale Achse verschwenkbar ist, die außerhalb der Förderbahn- mitte der Linearförderbahn verläuft. Nach Abgabe der Palet- te (n) kann die Linearförderbahn in ihre Ausgangslage auf dem gleichen Schwenk-und Linearweg rückgestellt werden.

Die Ansteuerung des Linearantriebs der Linearförderbahn und die Ansteuerung des Schwenkantriebs der Schwenkeinrichtung erfolgen vorzugsweise über eine gemeinsame Steuereinrichtung dergestalt, daß Paletten in der Umsetzanordnung kontinuier- lich umgesetzt bzw. bewegt werden, wobei in besonders zweck- mäßiger Weise der Linearantrieb der Linearförderbahn und der Schwenkantrieb der Schwenkeinrichtung durch die Steuerein- richtung derart angesteuert sind, daß bei Übernahme der Pa- letten von der ersten Förderstrecke in einem bestimmten An- fangsabschnitt insbesondere letztlich bis zur Mitte der Schwenkbewegung die Linearförderbewegung der Linearförderbahn abgebremst bzw. verzögert und gleichzeitig die Schwenkbewe- gung der Linearförderbahn aus dem Stillstand beschleunigt wird, während anschließend insbesondere von der Mitte der

Schwenkbewegung oder in einem bestimmten Endabschnitt bis zur Abgabe der Paletten auf die zweite Förderstrecke die Linear- förderbewegung der Linearförderbahn beschleunigt und gleich- zeitig die Schwenkbewegung der Linearförderbahn bis zum Stillstand verzögert wird.

Die Linearförderbahn umfaßt in besonderer Ausgestaltung einen Tisch mit oberseitigen, angetriebenen Linearfördermitteln, welcher um die vertikale Achse schwenkbar ist, wobei die Ach- se außerhalb der Tischmitte radial innen vorzugsweise im Win- kel zwischen der ersten und der zweiten Förderstrecke liegt.

Wenn vorstehend und nachfolgend von einem"Tisch"die Rede ist, so soll dies nicht einschränkend verstanden werden ; vielmehr umfaßt die vorliegende Erfindung auch solche Syste- me, in denen andere Aufnahmeeinheiten wie zum Beispiel Unter- gestelle verwendet werden, um Fördergut, insbesondere Stück- gut, darauf umzusetzen.

Die Umsetzanordnung besteht aus einem Tisch, der mit einer angetriebene Fördertechnik, vorzugsweise angetriebenen För- derketten für einen Paletten-Quertransport, oder angetriebe- nen Rollen für einen Paletten-Längstransport, ausgestattet ist. Der Tisch selbst ist über eine vertikalen Achse schwenk- bar, deren Drehpunkt erfindungsgemäß außerhalb des Tisches liegt. Die Gewichtskraft wird vorzugsweise über Rollen abge- tragen, die insbesondere auf kreisbogenförmigen Schienen lau- fen.

Vorteil der erfindungsgemäßen Fördereinrichtung gegenüber ei- nem konventionellen Drehtisch ist der einfachere Aufbau mit dem damit verbundenen Fertigungs-und mithin Preisvorteil, sowie der höhere Durchsatz selbst schwerer Güter vorzugsweise durch einen kontinuierlichen Palettentransport, da durch die exzentrische Anordnung der vertikalen Schwenkachse bezüglich der Linearförderbahn bei einem Einfahren einer Palette auf die"exzentrische Drehscheibe"die Palette radial außen auf

der Drehscheibe abgesetzt und dadurch der"Schwung"bzw. die kinetische Energie der bewegten Palette beim Umsetzvorgang ausgenutzt werden kann. Im besonderen wird beim Umsetzvorgang eingangs die Palette auf der Linearförderbahn abgebremst und gleichzeitig eine beschleunigte Schwenkbewegung eingeleitet.

Dies kann bis zur Mitte der Schwenkbewegung des exzentrischen Drehtisches der Fall sein. Nach der Mitte oder ausgangsseitig wird umgekehrt die Schwenkbewegung des exzentrischen Drehti- sches wieder abgebremst bzw. verzögert und gleichermaßen die lineare Vorwärtsbewegung der Linearförderbahn wieder be- schleunigt, bis die Ausgangsstellung zur zweiten Förderstrek- ke erreicht ist, wo in einer ausgerichteten Stellung die Pa- lette zügig abgegeben wird. Entsprechend sind die einzelnen Antriebe aufeinander abgestimmt.

Bei der Erfindung wird somit zumindest ein Teil der Bewe- gungsenergie eingangsseitig der Umsetzanordnung von der translatorischen auf die rotatorische Bewegung übertragen und ausgangsseitig umgekehrt die rotatorische wieder in transla- torische Bewegung zurückgeführt. Die Palette verläßt die Um- setzanordnung, ohne zum Stillstand zu kommen. Sobald die Pa- lette vollständig der zweiten Förderstrecke übergeben ist, schwenkt die Umsetzanordnung in ihre Ausgangslage zurück.

Es ist also der Energieaufwand für einen Linearantrieb der Linearförderbahn und für einen Schwenkantrieb der Schwenkein- richtung gering.

Weitere vorteilhaften Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den übrigen Unteransprüchen sowie aus der nachfolgenden Be- schreibung, in der ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert ist ; es zei- gen : Figur 1 in einer schematischen perspektivischen Darstellung eine Fördereinrichtung zur Förderung von Fördergut auf Paletten mit einer erfindungsgemäßen Umsetzanord-

nung zwischen einer ersten und einer zweiten geradli- nigen Förderstrecke auf gleichem Höhenniveau, die zu- einander in einem rechten Winkel verlaufen, Figur 2 die Fördereinrichtung nach Figur 1 in einer schemati- schen Draufsicht mit einer Palette am Ausgang der er- sten Förderstrecke, Figur 3 die Fördereinrichtung mit einer Palette unmittelbar nach Übergabe auf die Umsetzanordnung, Figur 4 die Fördereinrichtung mit einer Palette auf der Um- setzanordnung in einer ersten Schwenkstellung noch vor der Schwenkmitte, Figur 5 die Fördereinrichtung mit einer Palette auf der Um- setzanordnung in einer zweiten Schwenkstellung kurz nach der Schwenkmitte, und Figur 6 die Fördereinrichtung mit einer Palette auf der Um- setzanordnung unmittelbar vor Abgabe auf die zweite Förderstrecke.

In den Figuren 1 bis 6 ist eine Fördereinrichtung 1 mit Rich- tungswechsel zum Fördern von Fördergut auf Paletten 2 oder dergleichen längs einer ersten geradlinigen Förderstrecke 3 und einer rechtwinklig hierzu angeordneten zweiten geradlini- gen Förderstrecke 4 auf gleichem Höhenniveau, sowie einer Um- setzanordnung zum Umsetzen der Paletten 2 von der ersten auf die zweite Förderstrecke gezeigt.

Die Umsetzanordnung umfaßt eine durch einen Linearantrieb 8 angetriebene Linearförderbahn 5, die zwischen der ersten För- derstrecke 3 und der zweiten Förderstrecke 4 über eine durch einen Schwenkantrieb 9 angetriebene Schwenkeinrichtung 6 um eine vertikale Achse 7 verschwenkt werden kann.

Die vertikale Achse 7 befindet sich außerhalb der Förderbahn- mitte m der linearen Förderbahn 5.

Im besonderen umfaßt die Linearförderbahn einen Tisch 10 mit Linearfördermitteln in Form von zwei seitlichen parallelen umlaufenden Förderketten 14, die durch den Linearantrieb 8 angetrieben sind. Der Obertrum der beiden Förderketten 14 steht geringfügig über der Tischebene hervor und befindet sich exakt auf dem Höhenniveau der Fördermittel der ersten und der zweiten Förderstrecke 3 und 4, welche ebenfalls um- laufende angetriebene Förderketten aufweisen.

Der Tisch 10 im Ausführungsbeispiel der Zeichnung ist nicht als Plattform, vielmehr als Gestell gezeigt. Er ist als hori- zontale Unterlage zu verstehen, welche die vorgenannten Ket- tenfördermittel aufweist.

Der Tisch 10 besitzt einen seitlichen horizontalen Schwenkarm 13, welcher fest mit dem Tisch 10 verbunden ist und an der vertikalen Achse 7 angelenkt ist.

Die vertikalen Achse 7 befindet sich außerhalb der Tischmitte im Winkel a zwischen der ersten und der zweiten Förderstrecke 3 und 4, im gezeigten Ausführungsbeispiel in etwa im Schnitt- punkt der Verlängerungen der beiden inneren Förderketten der ersten und der zweiten Förderstrecke 3 und 4.

Der in Draufsicht rechteckige Tisch 10 weist an seiner Unter- seite an seinen vier Eckpunkten leerlaufende Rollen 11 auf, welche auf einer feststehenden Abrollunterlage in Form von zwei konzentrischen kreisbogenförmigen Schienen 12 geführt sind. Beide Kreisbogenabschnitte besitzen als Zentrum die vertikale Achse 7.

Im Winkel a zwischen der ersten unter der zweiten Förder- strecke 3 und 4 befindet sich der feststehende Schwenkantrieb 9, welcher über ein nicht gezeigtes Getriebe den Schwenkarm

13 der Schwenkeinrichtung 6 antreibt, um den Tisch 10 in ho- rizontaler Ebene um einen 90°-Winkel von der ersten Förder- strecke 3 zur zweiten Förderstrecke 3 zu verschwenken, und wieder rückzustellen.

Anstelle des stationären Schwenkantriebs 6 können auch die Rollen 11 angetriebene Rollen sein, deren Antrieb dann am schwenkbaren Tisch angeordnet ist.

Die angetriebenen Rollen können auch durch einen Zahnstangen- trieb ersetzt sein, wobei dann anstelle der Rollen Antriebs- ritzel ausgebildet sind, die in kreisbögenförmige bodenseiti- ge Zahnstangen eingreifen, welche die vorgenannten kreisbo- genförmigen Schienen 12 ersetzen.

Die Linearförderbahn 5 mit ihren seitlichen Förderketten 14 ermöglicht eine lineare Vorwärtsbewegung der Paletten 2, um die Palette 2 aus der Stellung gemäß Figur 3 in die Stellung gemäß Figur 6 linear vorwärts zu bewegen, unberücksichtigt hierbei die Schwenkbewegung.

Die Ansteuerung des Linearantriebs 8 der Linearförderbahn 5 und die Ansteuerung des Schwenkantriebs 9 der Schwenkeinrich- tung 6 erfolgen über eine gemeinsame (nicht veranschaulichte) Steuereinrichtung, welche auch die linearen Antriebe der er- sten und der zweiten Förderstrecke ansteuert.

Die vorgenannten Ansteuerungen bewirken, daß in der För- dereinrichtung 1 die Paletten 2 kontinuierlich umgesetzt bzw. bewegt werden.

Im besonderen wird bei Übernahme der Palette 2 unmittelbar nach Übergabe der Palette 2 von der ersten Förderstrecke 3 gemäß Figur 3 in einem bestimmten Anfangsabschnitt a die Li- nearförderbewegung der mit Umlaufgeschwindigkeit der ersten Förderstrecke angetriebenen Linearförderbahn bis auf einen Minimalwert, gegebenenfalls bis zum Stillstand, abgebremst

bzw. verzögert und gleichzeitig die Schwenkbewegung der Line- arförderbahn aus dem Stillstand auf einen Maximalwert be- schleunigt.

Anschließend werden in einem Zwischenabschnitt die Linearför- derbahn und die Schwenkeinrichtung mit kontinuierlicher Line- ar-bzw. Dreh-Geschwindigkeit betrieben.

Kurz nach Mitte M der Schwenkbewegung gemäß Figur 5 wird in einem bestimmten Endabschnitt b bis zur Abgabe der Palette 2 auf die zweite Förderstrecke 4 die Linearförderbewegung der Linearförderbahn 5 beschleunigt und gleichzeitig die Schwenk- bewegung der Linearförderbahn bis zum Stillstand verzögert.

Die Beschleunigung der Linearförderbahn 5 erfolgt solange, bis die Umlaufgeschwindigkeit der zweiten Förderstrecke 4 er- reicht ist, um im Anschluß hieran die Palette 2 ruckfrei der zweiten Förderstrecke zu übergeben.

Ist die Palette 2 der zweiten Förderstrecke 4 übergeben, wird die Umsetzanordnung in ihre Ausgangslage der Figur 3 auf dem gleichen Schwenk-und Linearweg zurückgestellt.

Die vorgenannten Beschleunigungen bzw. Verzögerungen können exakt bis zur Mitte M der Schwenkbewegung erfolgen. In diesem Fall entfällt ein kontinuierlicher Antrieb der Schwenkein- richtung und der Linearförderbahn im oben genannten Zwischen- abschnitt.

Gegenüber einem konventionellen Drehtisch mit zentraler Schwenkachse zeichnet sich die vorliegende Erfindung durch exzentrisch innenliegende Anordnung der vertikalen Schwenk- achse im Winkel zwischen der ersten und der zweiten Förder- strecke aus. Dadurch kann die kinetische Energie ("Schwung") der auf die Umsetzanordnung eingebrachten Palette 2 für einen Antrieb zur Einleitung der Schwenkbewegung verwendet werden.

Nach der Schwenkmitte kann umgekehrt die Rotationsenergie wieder in translatorische Energie (teilweise) umgewandelt

werden. Im Ergebnis bedeutet dies einen großen Durchsatz an Paletten in der Umsetzanordnung bei geringem Energieaufwand, was gerade bei schweren umzusetzenden Fördergütern ein großer Vorteil ist.