Priero, Marco (Via Giacomo Leopardi 9, Fidenza, I-43036, IT)
| 1. | Transportband mit Luftdüsen für die optimierte Förderung von aufgehängten Flaschen, gekennzeichnet durch mindestens zwei Paare von gegenüberliegenden Luftdüsen (1, 2), die derart schräg ausgerichtet sind*, daß sie in FlaschenFörderrichtung blasen, wobei mindestens ein Paar von Luftdüsen (1) oberhalb und mindestens ein Paar von Luftdüsen (2) unterhalb der Abstützfläche (6) des Halses (5) angeordnet ist. |
| 2. | Transportband nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das erste, oberhalb des Flaschenhalses (5) vorge¬ sehene Paar von Luftdüsen (1) unterhalb der Flaschen¬ mündung (8) angeordnet ist. |
| 3. | Transportband nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn¬ zeichnet, daß das zweite, unterhalb des Flaschenhalses (5) vorgesehene Paar von Luftdüsen (2) nach oben ge¬ neigt ist. |
| 4. | Transportband nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein drittes Paar von Luft¬ düsen (3), cLas unterhalb des zweiten Düsenpaars (2) an¬ geordnet ist, Luft gegen den Körper der Flaschen (4) bläst. |
| 5. | Transportband nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das dritte, unterhalb des zweiten Düsenpaars (2) vorgesehene Paar von Luftdüsen (3) nach unten geneigt ist. Zusammenfassung. |
Beschreibung
Die Erfindung betrifft ' ein Transportband mit Luftdüsen für die optimierte Förderung von aufgehängten Flaschen.
Die vorliegende Erfindung liegt auf dem Gebiet der Technik der pneumatischen Förderung bzw. des pneumatischen Trans¬ ports entsprechend der internationalen Klassefizierung B 65 G.
Transportbänder mit Luftdüsen für die Förderung von aufge¬ hängten Flaschen sind beispielsweise aus den folgenden Vorveröffentlichungen bekannt: US 284- 270, EP 0 070 931, GB 2 092 981, DE-A 33 27 019 und DE-GM 85 11 882.6.
Bei allen vorbekannten Vorrichtungen besteht nach wie vor das bisher noch nicht gelöste Problem der Minimierung der Reibung des Flaschenhalses auf den Führungsschienen.
Außerdem ist das Problem der Beseitigung von Vibrationen, die die Lage der sehr leichten geförderten Flaschen desta¬ bilisieren, nicht gelöst.
Weiterhin ist das Problem nicht gelöst, wie vermieden wer¬ den kann, daß die geblasene Luft in das Innere der geför¬ derten Flaschen hineingerät und dabei die bekannten uner¬ wünschten Verunreinigungs- bzw. Kontaminationserseheinun- gen verursacht.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, bei einem Transportband mit Luftdüsen für die Förderung von aufgehängten Flaschen die soeben beschriebenen Nachteile zu vermeiden und ein Transportband mit Luftdüsen für die Förderung von aufge¬ hängten Flaschen vorzuschlagen, mit dem bei verminderter
Reibung des Flaschenhalses auf den Führungsschienen Vibra¬ tionen der Flaschen vermieden werden können.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die im kennzeich¬ nenden Teil des Anspruchs 1 angegebenen Merkmale gelöst. Es sind mindestens zwei Paare von gegenüberliegenden Luft¬ düsen vorhanden, die derart schräg ausgerichtet sind, daß sie in Flaschen-Förderrichtung blasen. Mindestens ein Paar von Luftdüsen ist oberhalb und mindestens ein Paar von Luft¬ düsen ist unterhalb der Abstützfläche des Flaschenhalses angeordnet. Dadurch, daß sowohl oberhalb der Abstützfläche des Flaschenhalses als auch unterhalb der Abstützfläche des Flaschenhalses eweils ein Paar von Luftdüsen angeordnet ist, werden die Flaschen bei verminderter Reibung des Fla¬ schenhalses auf den Führungsschienen stabilisiert, so daß keine Vibrationen auftreten können.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Un¬ teransprüchen beschrieben.
Vorzugsweise ist das erste, oberhalb der Abstützfläche des Flaschenhalses vorgesehene Paar von Luftdüsen unterhalb der Flaschenmündung angeordnet.
Es ist vorteilhaft, wenn das zweite, unterhalb des Flaschen¬ halses vorgesehene Paar von Luftdüsen nach oben geneigt ist. Hierdurch wird die Reibung zusätzlich vermindert und eine weitere Stabilisierungswirkung erreicht.
Vorzugsweise ist ein drittes Paar von Luftdüsen vorgesehen, das unterhalb des zweiten Düsenpaars angeordnet ist und das Luft gegen den Körper der Flaschen bläst. Hierdurch wird eine weitere Stabilisierungswirkung erreicht.
Vorteilhaft ist es, wenn das dritte Paar von Luftdüsen -nach
unten geneigt ist. Dies ist insbesondere dann vorteilhaft, wenn das zweite Paar von Luftdüsen nach oben geneigt ist. Auch hierdurch können Vibrationen zusätzlich vermieden wer¬ den. Es wird also eine noch bessere Stabilisierung erreicht.
Durch die Erfindung wird ein Transportband mit mehreren kombinierten Luftdüsen geschaffen, die paarweise gegenüber¬ liegend angeordnet sind. Die Luftdüsen liegen jeweils paar¬ weise dem Transportband gegenüber. Das Transportband be¬ steht aus parallelen beabstandeten Führungen, auf denen der Flaschenhals aufliegt. Das Transportband bildet ' .also ein Fahr- oder Abstützgleis für den Hals der Flaschen. Die Fla¬ schen hängen an den Führungen des Transportbandes nach un- ten. Sie werden kontinuierlich gefördert. Hierzu dient die in Flasche förderrichtung weisende Komponente des Luftstro¬ mes aus den Düsen. Durch die Erfindung wird die Lage der Flaschen in Bezug auf die Querstabilität, das Fehlen von Vibrationen und in Bezug auf eine minimale Reibung auf den Fahrwegen (Führungen) optimiert.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachstehend anhand der beigefügten Zeichnungen im einzelnen erläutert. In den Zeichnungen zeigen
Fig. 1 einen schrägen Querschnitt durch die Führungs¬ schienen mit zwei Paaren von gegenüberliegen¬ den Luftdüsen und
Fig. 2 eine Ausführungsform mit drei paarweise gegen¬ überliegenden Luftdüsen, ebenfalls in einem schrägen Querschnitt.
Ein erstes Paar von Luft- bzw. Blasdüsen 1 ist oberhalb des
Halses 5 einer Flasche 4, aber unterhalb der Flaschen¬ mündung 8 angeordnet. Ein zweites Paar von Luft- bzw.
Blasdüsen 2 ist unterhalb des Flaschenhalses 5 vorgesehen. Die Luft- bzw. Blasdüsen 2 sind nach oben geneigt, und zwar in Richtung auf die Flasche. Der Luftstrom, der die Luft¬ bzw. Blasdüsen 2 verläßt, hat also eine nach oben gerichte¬ te Komponente. Ein drittes Paar von Luft- bzw. Blasdüsen 3 (nur Fig. 2) ist unterhalb des zweiten Paars von Luft- bzw. Blasdüsen 2 angeordnet. Die Luft- bzw. Blasdüsen 3 blasen Luft gegen den Körper der Flasche 4; sie sind nach unten ge¬ neigt. Die aus den Luft- bzw. Blasdüsen 3 strömende Luft hat also eine Komponente nach unten. >
Das Fördergleis für die Flaschen 4 besteht aus zwei seit¬ lich gegenüberliegend angeordneten Führungen 6. Die Führun¬ gen 6 verlaufen parallel zueinander und im Abstand vonein¬ ander. Die Luft- bzw. Blasdüsen 1, 2, 3 werden von Blaslei¬ tungen (Blasrohren) 7 mit Druckluft versorgt. Die Luft- bzw. Blasleitungen 7 verlaufen parallel zu den Führungen 6. Das Gehäuse mit den Luftdüsen 1, 2, 3 be indet sich innerhalb einer Abkantung der Luft- bzw. Blasleitungen 7»
Die Luft- bzw. Blasdüsen 1, 2 und 3 sind so ausgerichtet, daß sie in Förderrichtung der Flaschen 4 blasen. Die Förder¬ richtung der Flaschen 4 verläuft senkrecht zur Zeichenebene der Fig. 1 und 2. Die Fig. 1 und 2 zeigen einen schrägen Querschnitt, um die Luft- bzw. Blasdüsen 1, 2 und 3 voll¬ ständig darstellen zu können. Die "Schräge" des Querschnitts entspricht der Neigung der Luft- bzw. Blasdüsen 1, 2 und 3 in Flaschen-Förderrichtung (senkrecht zur Zeichenebene). Besonders vorteilhaft ist die Ausführungs orm gemäß Fig. 2. Dort wird Luft sowohl nach oben als auch nach unten gebla¬ sen. Die Luft aus den Luft- bzw. Blasdüsen 2 wird nach oben geblasen, und die Luft aus den Luft- bzw. Blasdüsen 3 wird nach unten geblasen. Dies ist im Hinblick auf die Stabili¬ sierung der leichten, beispielsweise aus Polytetrafluor- äthylen bestehenden Flaschen besonders vorteilhaft.
Durch beide Ausführungsformen werden folgende Probleme ge¬ löst: Minimierung der Reibung des Flaschenhalses 5 auf dem Fördergleis 6 durch die Wirkung der vertikalen, nach oben gerichteten Komponente der Luft- bzw. Blasdüsen 2. Stabili¬ sierung der Querlage der Flaschen 4 durch die Wirkung der nach unten gerichteten Komponente der Luft- bzw. Blasdüsen 3, die auf den Körper der Flasche 4 wirken. Beseitigung der Vibrationen durch die Wirkung der ausgewogenen aerodynami¬ schen Kombination der Luft- bzw. Blasdüsen 1 und 2 oberhalb und unterhalb des Flaschenhalses 5« Darüber hinaus befindet sich die Blasluft unterhalb der Flaschenmündung so daß der Inhalt der Flasche nicht verunreinigt werden kann.
Die dargestellten Ausführungsbeispiele können in Bezug auf die Dimensionierung abgeändert werden. Die strukturellen Proportionen der Luft- bzv;. Blasrohre und der Führungsschie¬ nen können in jeweils bevorzugten technologischen Ausge¬ staltun 'üge l n realisiert werden.
Die Luft- bzw. Blasdüsen sind in ihrer Anordnung und ihrer Neigung derart kombiniert, daß sie die Lage der vorbeilau¬ fenden, mit dem Flaschenhals 5 auf den gegenüberliegenden Führungen 6 vorbeilaufenden Flaschen 4 stabilisieren.
