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| JP2002332110 | RESIN-MADE CONVEYER BELT |
KERWEL, Wolfgang (Hauptstrasse 62C, Wunstorf, 31515, DE)
Patentansprüche
1. Fördergurt, aufweisend zumindest eine Festigkeitsträgerlage aus gummiertem Gewebe oder Corden (Ia, Ib, Ic), eine tragseitige Gummideckplatte (2) und eine Antihaftbeschichtung (6) aus ultrahochmolekularem Polyethylen (UHMW-PE) auf der tragseitigen Oberfläche, dadurch gekennzeichnet, dass die tragseitige Gummideckplatte (2) auf Nitrilkautschuk oder Chloroprenkautschuk basiert und zwischen der tragseitigen Gummideckplatte (2) und der Antihaftbeschichtung (6) eine Gummischicht (5) auf der Basis von Styrol-Butadien-Kautschuk als Haftbrücke angeordnet ist.
2. Fördergurt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Gummischicht (5) auf der Basis von Styrol-Butadien-Kautschuk eine Dicke von 0,3 bis 1,0 mm aufweist.
3. Fördergurt nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die tragseitige Gummideckplatte (2) auf Nitrilkautschuk basiert.
4. Fördergurt nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Gummierung des Gewebes oder der Corde der Festigkeitsträgerlage (Ia, Ib, Ic) auf Styrol-Butadien-Kautschuk basieren.
5. Fördergurt nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass er eine laufseitige Gummideckplatte (3) auf der Basis von Nitrilkautschuk oder Chloroprenkautschuk aufweist.
6. Fördergurt nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass er seitliche Vollgummikanten (4) aufweist, so dass die Festigkeitsträgerlage (Ia, Ib, Ic) seitlich abgedeckt ist.
7. Fördergurt nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Antihaftbeschichtung (6) eine Dicke von min. 0,2 mm aufweist.
8. Fördergurt nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Antihaftbeschichtung (6) eine Dicke von 0,2 bis 0,3 mm aufweist |
ContiTech Transportbandsysteme GmbH 206-014-PWO.l/Fo
08.12.2006 Beschreibung
Fördergurt mit Antihaftbeschichtung
Die Erfindung betrifft einen Fördergurt, aufweisend zumindest eine Festigkeitsträgerlage aus gummiertem Gewebe oder gummierten Corden, eine tragseitige Gummideckplatte und eine Antihaftbeschichtung aus ultrahochmolekularem Polyethylen (UHMW-PE) auf der tragseitigen Oberfläche.
Derartige Fördergurte sind beispielsweise aus der WO 02/094692 Al bekannt. Auf die Kautschukmischung für die tragseitige Gummideckplatte wird bei diesen Gurten im Verlauf der Herstellung eine Folie aus ultrahochmolekularem Polyethylen aufgelegt. Basiert die tragseitige Gummideckplatte auf Naturkautschuk oder Styrol-Butadien-
Kautschuk so verbindet sich die Folie fest haftend mit der tragseitigen Gummideckplatte. Die Fördergurte gemäß WO 02/094692 Al, zeichnen sich durch ein praxistaugliche, strapazierfähige und dauerhafte Antihaftbeschichtung aus. Die Lebensdauer solche Gurte ist verlängert. Es hat sich aber herausgestellt, dass bei Fördergurten, deren tragseitige Gummideckschicht auf ölbeständigem Nitrilkautschuk oder Chloroprenkautschuk basiert, keine ausreichende Haftung zwischen Antihaftbeschichtung aus ultrahochmolekularem Polyethylen und tragseitiger Gummidecklage erzielt werden kann. Es kommt zur Trennung der Lagen.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Fördergurt bereit zu stellen, der eine hohe Flammwidrigkeit, ausreichende Temperaturbeständigkeit, hohe öl- und Fettbeständigkeit und ein reduziertes Verschmutzen der tragseitigen Oberfläche zeigt.
Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäß dadurch, dass die tragseitige Gummideckplatte auf Nitrilkautschuk oder Chloroprenkautschuk basiert und zwischen der
tragseitigen Gummideckplatte und der Antihaftbeschichtung eine Gummischicht auf der Basis von Styrol-Butadien-Kautschuk als Haftbrücke angeordnet ist.
Der Grundgedanke der Erfindung ist darin zu sehen, dass die normalerweise nicht miteinander zu Haftung zu bringenden Schichten aus ultrahochmolekularem Polyethylen und Gummiplatten aus Nitril- oder Chloroprenkautschuk über eine Schicht aus einer weiteren Kautschukmischung auf der Basis von Styrol-Butadien-Kautschuk zur Haftung gebracht werden. Auf diese Weise gelingt es, die guten Eigenschaften von Nitril- und Chloroprenkautschuk hinsichtlich der Temperatur- und ölbeständigkeit mit den Eigenschaften eines mit einer Antihaftschicht versehenen Fördergurtes zu verbinden. Materialien bleiben nicht an der Gurtoberfläche kleben, der Reinigungsaufwand ist reduziert und man kann auf aufwändige, teure und die Lebensdauer des Gurtes verkürzende Gurtabstreifer, z. B. aus Hartmetall, verzichten.
Der erfindungsgemäße Fördergurt weist zusätzlich eine gute Flammwidrigkeit auf. Die Standzeit der Gurte ist durch die Reduzierung des Verschleißes an der tragseitigen Oberfläche zusätzlich erhöht, selbst bei Reduzierung der bisherigen Gummideckplattendicke .
Die erfindungsgemäßen Fördergurte können z. B. zur Förderung von öl- oder fetthaltigen Produkten, z. B. in Getreideumschlaghäfen, vorteilhaft eingesetzt werden. Ein mögliches Einsatzgebiet ist beispielsweise die Förderung von Sojaschrot bei der Sojaölgewinnung.
Die als Haftbrücke wirkende Gummischicht auf der Basis von Styrol-Butadien-Kautschuk (SBR) weist vorzugsweise eine Dicke von 0,3 bis 1,0 mm auf, um eine ausreichende
Verbindung zwischen Antihaftbeschichtung und Gummidecklage zu gewährleisten und die Muldungsfähigkeit des Gurtes nicht zu beeinflussen.
Um einen Fördergurt mit besonders guter öl- und Fettbeständigkeit zu erhalten, basiert die tragseitige Gummideckplatte bevorzugt auf Nitrilkautschuk.
Der erfindungsgemäße Fördergurt weist eine oder mehrere Festigkeitsträgerlagen aus gummiertem Gewebe oder gummierten Corden auf. Damit die erfindungsgemäßen Gurte auch einer verschärften Flammwidrigkeitsprüfung, bei der trag- und ggf. vorliegenden laufseitigen Gummidecklagen entfernt werden, standhalten, basiert die Gummierung des Gewebes oder der Corde vorzugsweise auf Styrol-Butadien-Kautschuk. Die Gummierung setzt sich demnach aus einer Kautschukmischung zusammen, die zumindest Styrol- Butadien-Kautschuk enthält. Weitere Kautschuktypen und übliche Zusatzschlagstoffe sind vorhanden oder können vorhanden sein.
Der Fördergurt kann laufseitig eine Gewebegleitlage aufweisen, die die
Festigkeitsträgerlagen abdeckt. Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung weist der Fördergurt jedoch eine laufseitige Gummideckplatte auf der Basis von Nitril- oder Chloroprenkautschuk auf. Aus produktionstechnischen Gründen ist es sinnvoll, wenn die trag- und laufseitigen Deckplatten auf demselben Kautschuk basieren.
Um die Festigkeitsträgerlagen seitlich zu schützen, hat es sich als positiv erwiesen, wenn der Fördergurt seitliche Vollgummikanten aufweist, so dass die Festigkeitsträgerlage seitlich abgedeckt ist. Diese Vollgummikanten bestehen für einfache Herstellbarkeit des Fördergurtes vorzugsweise aus einer Kautschukmischung, die auf dem gleichen Kautschuktyp basiert, wie die lauf- und tragseitigen Gummideckplatten.
Die Antihaftbeschichtung des Fördergurtes weist bevorzugt eine Dicke von min. 0,2 mm auf, so dass eine gute Antihaftwirkung und eine hohe Abriebfestigkeit gewährleistet werden.
Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung weist die Antihaftbeschichtung eine Dicke von 0,2 bis 0,3 mm auf, um die die Elastizität und Muldungsfähigkeit des Gurtes bei guter Antihaftwirkung nicht negativ zu beeinflussen.
Der erfindungsgemäße Fördergurt kann nach dem Fachmann bekannten Verfahren, wie sie beispielsweise in der WO 02/094692 Al beschrieben sind, hergestellt werden. Zunächst
werden die Gewebe- oder Cordlagen mit Hilfe von Kalandern mit einer Kautschukmischung gummiert (geskimmt). Dann wird aus den un vulkanisierten Lagen aus gummiertem Gewebe oder Cord und trag- und ggf. vorhandenen laufseitigen Deckplattenmischungen ein Gurtrohling erzeugt. Auf die tragseitige unvulkanisierte Mischung für die Deckplatte wird eine Folie aus UHMW-PE oder ein Pulver aus UHMW- PE auf gebracht und der Verbund kontinuierlich oder diskontinuierlich vulkanisiert, wobei die Folie oder das Pulver aus UHMW-PE die Antihaftbeschichtung bildet und fest haftend mit der tragseitigen Deckplatte verbunden wird.
Anhand eines Ausführungsbeispiels, das in der einzigen Zeichnungsfigur Fig. 1 dargestellt ist, soll die Erfindung näher erläutert werden. Dabei zeigt Fig. 1 schematisch einen Ausschnitt eines erfindungsgemäßen Fördergurtes im Schnitt senkrecht zur Laufrichtung.
Der in Fig. 1 dargestellte Fördergurt weist drei Festigkeitsträgerlagen Ia, Ib und Ic aus gummiertem Polyester-Polyamid-Mischgewebe auf. Die Gummierung basiert auf Styrol- Butadien-Kautschuk. Die gummierten Festigkeitsträgerlagen Ia, Ib und Ic sind von einer tragseitigen Gummideckplatte 2, einer laufseitigen Gummideckplatte 3 und einer seitlichen Vollgummikante 4 umgeben. Die trag- und laufseitigen Deckplatten 2 und 3 sowie die seitliche Vollgummikante 4 bestehen allesamt aus derselben Kautschukmischung auf der Basis von Nitrilkautschuk. Auf der tragseitigen Deckplatte 2 befindet sich eine
Gummischicht 5 auf der Basis von Styrol-Butadien-Kautschuk, die als Haftbrücke zwischen der tragseitigen Gummideckplatte 2 und der nach außen weisenden Antihaftbeschichtung 6 aus UHMW-PE wirkt.
Der Fördergurt gemäß Figur 1 wurde hinsichtlich seiner Eigenschaften überprüft, dabei zeigte er eine hohe öl- und Fettbeständigkeit, eine besonders hohe Flammwidrigkeit und eine ausreichende Temperaturbeständigkeit. Auf dem Gurt transportiertes, auch klebriges oder öliges Material ließ sich auf Grund der Antihaftbeschichtung problemlos und vollständig entfernen. Dabei zeigten sich keine Ablöseerscheinungen zwischen tragseitiger Decklage 2 und Antihaftbeschichtung 6.
Bei einem Fördergurt ähnlichen Aufbaus, allerdings ohne die als Haftbrücke wirkende Gummischicht 5, konnte keine Haftung zwischen tragseitiger Deckplatte 2 und Antihaftbeschichtung 6 erzielt werden, somit verblieb keine Antihaftschicht auf dem Fördergurt und transportiertes Gut blieb haften. Die Rückstände ließen sich nur mit aufwändigen und teuren Abstreifersysteme entfernen, die außerdem noch den Gurt stark mechanisch angriffen und die Standzeit des Gurtes verkürzten.
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