Kleewein, Gerhard (Rosette Andaystrasse 69, Pressbaum, A-3021, AT)
Böck, Gerhard (Kronauerstrasse 11, Asparn, A-3442, AT)
Drahohs, Andreas (Wagenmanngasse 6/33/1, Wien, A-1230, AT)
Kleewein, Gerhard (Rosette Andaystrasse 69, Pressbaum, A-3021, AT)
Böck, Gerhard (Kronauerstrasse 11, Asparn, A-3442, AT)
| 1. | Fahreinrichtung (1) mit einer Balustrade (2) zum Tragen eines Handlaufes (4) und mit einer Förderfläche (5) zur Beförderung von Passagieren, wobei an der Balustrade (2) eine Abschrankung (3) zur Absturzsicherung der Passagiere der Fahreinrichtung (1) angeordnet ist, welche Abschrankung (3) die Höhe der Balustrade (2) bzw. des Handlaufes (4) überschreitet, dadurch gekennzeichnet, dass die Abschrankung (3) neben dem Handlauf (4) befestigt ist. |
| 2. | Fahreinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Abschrankung (3) an einem Balustradensteher (8) durch Balustradenklemmen (9) neben dem Handlauf (4) befestigt ist. |
| 3. | Fahreinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Abschrankung mehr als 1.5 m über der Förderfläche hinausragt. |
| 4. | Fahreinrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abschrankung aus Einscheibensicherheitsglas bzw. aus Verbundsicherheitsglas (3.1) besteht. |
| 5. | Fahreinrichtung nach Anspruch 1 oder 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Abschrankung aus Plexiglas oder Acrylglas oder Nirosta oder Stahlblech oder Aluminiumblech oder Granit oder Marmor besteht. |
| 6. | Fahreinrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Balustradenklemmen (9) , die die Abschrankung halten, eine vollflächige Anpressung auf die Abschrankung ausüben. |
| 7. | Fahreinrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Balustradenklemmen an einem Balustradensteher (8) mittels Balustradenklemmenschrauben (11) und Balustraden klemmenmuttern (12) befestigt sind. |
| 8. | Fahreinrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abschrankung einen U förmigen Abschrankungsbefestigungshalter (10) aufweist, der zur Montage und/oder Justierung und/oder Positionierung in oder an der Balustrade dient. |
| 9. | Verfahren zur Modernisierung einer Fahreinrichtung (1) mit einer Balustrade (2) zum Tragen eines Handlaufes (4) und mit einer Förderfläche (5) zur Beförderung von Passagieren, wobei an der Balustrade (2) eine Abschrankung (3) zur Absturzsicherung der Passagiere der Fahreinrichtung (1) angebracht wird, welche Abschrankung (3) die Höhe der Balustrade (2) bzw. des Handlaufes (4) überschreitet, dadurch gekennzeichnet, dass die Abschrankung (3) neben dem Handlauf (4) befestigt wird. |
Die Erfindung betrifft eine Fahreinrichtung sowie ein Verfahren zur Modernisierung einer Fahreinrichtung nach dem Oberbegriff der unabhängigen Ansprüche.
Fahreinrichtungen im Sinne der Erfindung sind Fahrtreppen und Fahrsteige mit einer Vielzahl von, zu einem Endlosförderer verbundenen, Stufen bzw. Paletten zur Beförderung von Benutzern und/oder anderen Lasten, wie Handgepäck oder Einkaufswagen. Die Stufen bzw. Paletten bilden eine Förderfläche.
Seitlich der Stufen bzw. Paletten der Fahreinrichtung sind üblicherweise Balustraden angeordnet. Im Bereich jeder
Balustrade befindet sich ein Trägersystem, an welchem die Balustrade befestigt ist. Das Trägersystem ist oben von einer Abdeckanordnung und seitlich von einer Seitenverkleidung abgedeckt. Die Abdeckanordnung und die Seitenverkleidung sind üblicherweise mit Hilfe von Befestigungsmitteln am Trägersystem befestigt, das auch zu diesem Zwecke ausgebildet ist.
Herkömmliche Fahreinrichtungen sind im Hinblick auf die Balustradenhöhe und die Höhe des Handlaufes und dazu ausschliesslich für die sichere Benutzung der Fahrtreppe oder des Fahrsteiges abgestimmt, was auch in entsprechenden Bauvorschriften verlangt wird. Diese Bauvorschriften sind unbedingt seitens der Betreiber bzw. der Bauherrn einzuhalten.
Da die Balustraden herkömmlicher Fahreinrichtungen nur bis zur Höhe des Handlaufes reichen, sind diese Fahreinrichtungen für sehr grosse Passagiere insoweit gefährlich, da deren Schwerpunkt oberhalb der Balustrade bzw. des Handlaufes liegt. Sie könnten unter Umständen über die Balustrade stürzen.
Ausserdem kommt es heutezutage vor, dass Passagiere absichtlich über die Balustrade springen oder dass Passagiere unfreiwillig über die Balustrade gestossen werden. Dies passiert beispielsweise in Fussball-Stadien, wenn Hooligans sich von einer Fahreinrichtung herunter stürzen oder andere Passagiere von einer Fahreinrichtung herunter stossen.
Solche Situationen sind gefährlich für die Passagiere der Fahreinrichtungen und auch für die sich unter der Fahr- einrichtung befindenden Personen und daher unbedingt zu vermeiden.
Die Patentschriften EP 1142821 und JP 08002866 offenbaren eine an der Balustrade angeordnete Abschrankung zur Absturzsicherung der Passagiere der Fahreinrichtung, welche Abschrankung die Höhe der Balustrade bzw. des Handlaufes überschreitet.
Die Abschrankung baut sehr massiv und schwer und besteht aus einer Vielzahl mechanisch komplexer Bauteile. Eine solche Abschrankung ist darum teuer und deren Einbau zeitaufwendig.
So werden zum Anbringen der Abschrankung gemäss EP 1142821 Klemmen in Form gewöhnlicher Blechwinkel oder Winkelprofile verwendet. Diese Klemmen halten ein Formrohr bzw. Profilrohre, wodurch ein Grundgerüst (Tragwerk oder Tragskelett) der
Schutzwand gebildet wird. Überdies ist am unteren Ende eines jeden Formrohrs bzw. Profilrohrs ein U- Profil (ca. 25 -30 Stück pro Fahrtreppenseite) als zusätzliche Endbefestigung bzw. Endhalterung, mit dem Fachwerk verschweisst. Die Anbindung dieser U-Profile erfordert extra Schweissarbeit sowie zusätzlichen Materialaufwand inklusive der Schweisselektroden und eine hinzukommende Ablängarbeit und Einmessarbeit. An diesem so gebildeten Grundgerüst werden dann mit einer Vielzahl geeigneter Befestigungselemente zwei Trennwände angebracht. Die Trennwände bestehen in der Regel aus Spannplatten oder
Gipskartonplatten, um den Leichtbau Genüge zu tun. Solche Trennwände sind empfindlich gegen Punktbelastungen gesichert und können muhelos ortlich eingedruckt werden. Schliesslich wird ein Äbdeckprofil bzw. ein Abdeckblech über die ganze Lange der Trennwände gelegt. Die Befestigung des Abdeckprofils erfolgt über eine Vielzahl von Klemmfedern (ca. 40 -50 Stuck pro Fahrtreppenseite) .
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine verbesserte Fahreinrichtung mit angeordneter Abschrankung zur
Absturzsicherung der Passagiere der Fahreinrichtung der eingangs genannten Art vorzuschlagen, welche die oben genannten Nachteile nicht aufweist und welche kostengünstig, praktisch, leicht, einfach und schnell bei Montage und Positionierung ist.
Die Losung dieser Aufgabe erfolgt an einer Fahreinrichtung der eingangs genannten Art durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils des Anspruchs 1 oder 9.
Bevorzugte Weiterbildungen der erfindungsgemassen
Fahreinrichtung sind durch die vom Anspruch 1 abhangigen Ansprüche 2 bis 8 definiert.
Die Fahreinrichtung, mit einer Balustrade zum Tragen eines Handlaufs und mit einer Forderflache zur Beförderung von
Passagieren ist dadurch gekennzeichnet, dass an der Balustrade eine Abschrankung zur Absturzsicherung der Passagiere der Fahreinrichtung angeordnet ist. Diese Abschrankung überschreitet die Hohe der Balustrade bzw. des Handlaufs und ist neben dem Handlauf d.h. seitlich an der Balustrade ungefähr auf derselben Hohe auf der die Hände der Passagiere den Handlauf halten, befestigt. Die Abschrankung ist somit vorteilhafterweise einfach zuganglich in einem oberen Bereich der Balustrade montiert. Sie besteht aus einer geringen Zahl von Bauteilen und kann schnell
und einfach montiert werden. Beispielsweise montiert ein auf der Förderfläche der Fahrtreppe stehender Monteur die Abschrankung.
Die Fahreinrichtung bietet den Vorteil, dass die Abschrankung höher als die Balustrade oder die Innenverkleidung ist und so als Barriere ein Abstürzen der Passagiere von der Fahreinrichtung verhindert. Vorteilhafterweise reicht die Abschrankung bis auf Schulterhöhe eines auf der Förderfläche aufrecht stehend beförderten Passagiers. Die Schulterhöhe beträgt in Europa ungefähr 150 cm.
Eine solche Fahreinrichtung bietet den Vorteil, dass die Abschrankung so hoch ausgebildet ist, dass das unabsichtliche Herunterstürzen bzw. Abstürzen der Passagiere von der Fahreinrichtung praktisch unmöglich ist. Vorteilhafterweise reicht die Abschrankung bis auf Kopfhöhe eines auf der Förderfläche aufrecht stehend beförderten Passagiers. Die Kopfhöhe beträgt in Europa ungefähr 170 cm. Die Fahreinrichtung bietet so den Vorteil einer noch höheren Absturzsicherung der Passagiere, wodurch ein absichtliches bzw. freiwilliges
Abspringen eines Passagiers von der Fahreinrichtung herunter praktisch verunmöglicht wird, und auch ein Überklettern derselben ist sehr schwierig.
Vorteilhafterweise werden Balustradenklemmen mittels einer
Vorrichtung genauestens und präzise auf einem Balustradensteher angeordnet und befestigt. Dadurch ist eine NachJustierung der Klemmen, vorzugsweise Aluminiumdruckgussklemmmen, nicht mehr von Nöten, da ihre Höhe und ihre Horizontallage bzw. seitliche Anordnung exakt mit der Konstruktion übereinstimmt.
In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung besteht die Abschrankung aus Einscheibensicherheitsglas bzw. aus Verbundsicherheitsglas von vorzugsweise 10 mm Dicke.
Die Abschrankung ist vorteilhafterweise transparent ausgeführt und ermöglicht die natürliche Beleuchtung der Fahreinrichtung durch Sonneneinstrahlung. Die Passagiere erhalten so die Möglichkeit die Umgebung zu betrachten. Auch wird der ästhetische Eindruck der Fahreinrichtung verbessert. Im Unterschied dazu bilden herkömmliche, nicht transparente Trennwände eine Abschirmung bzw. Tunnel. Ein solcher Tunnel hat eine als unangenehm empfundene Wirkung auf die Passagiere, was in der einschlägigen Fachliteratur auch als Tunnelsyndrom beschrieben ist.
In weiteren bevorzugten Ausführungsformen besteht die Abschrankung aus Plexiglas oder Acrylglas oder Nirosta oder Stahlblech oder Aluminiumblech oder Granit oder Marmor. Auch sind diverse Sandwichbauarten von verschiedenen Materialien für die Ausführung der Abschrankung möglich. So besteht die Abschrankung aus Glas bzw. Einscheibensicherheitsglas, das mit Lochblech bzw. Riffellochblech hinterlegt ist. Dabei wird hinter dem Glas eine Loch- bzw. Riffellochblechtafel positioniert, wodurch eine Art Zaun- bzw. Barriereneffekt entsteht. Die verschiedenen Materialien können zu einem Sandwichbauteil verbunden bzw. verklebt werden.
Die Abschrankung kann somit mit üblichem, kostengünstigen Baumaterial realisiert werden. Sie lässt sich sehr robust ausführen, um von Vandalen oder Hooligans ausgeübten gewaltsamen Angriffen zu widerstehen. Auch hier wirkt sich der ästhetische Eindruck der Fahreinrichtung angenehm aus.
Vorteilhafterweise weist die Balustrade Balustradenklemmen auf, die die Abschrankung zur Absturzsicherung halten und die an der Balustrade oder an der Innen- oder Aussenverkleidung montiert sind. Dadurch ist die Montage der Abschrankung in die Balustrade schnell, kostengünstig und einfach auszuführen. Die Abschrankung kann problemlos gelöst, demontiert, ausgetauscht und unter
Umständen wieder verwendet werden. Die Balustradenklemme ist vorzugsweise eine Aluminiumdruckgussklemmme, die mittels eines Keilsystems eine vollflächige Anpressung über eine oder zwei Flächen auf das Sicherheitsglas ermöglicht. Auch ist die Aluminiumdruckgussklemmme ein Präzisionsteil und ermöglicht eine genauere Positionierung der Abschrankung als bisher.
Besonders günstig ist es, wenn die Balustradenklemmen an einem Balustradensteher mittels Balustradenklemmenschrauben und Balustradenklemmenmuttern befestigt sind.
Die Balustradenklemmen sind somit an der Balustrade fest verbunden. Die Befestigung ist sehr robust ausgeführt. Entsprechend ist auch die Befestigung der Abschrankung sehr robust und solide.
Als besonders vorteilhaft hat sich eine Abschrankung mit einem Abschrankungsbefestigungshalter erwiesen, der die Abschrankung hält und zur Montage an der Balustrade dient.
Die Position der Abschrankung gegenüber den Balustradenklemmen kann genau definiert eingestellt werden, indem relative Bewegungen zwischen der Abschrankung und dem die Abschrankung haltenden Abschrankungsbefestigungshalter korrigiert werden. Entsprechend ist auch die Befestigung der Abschrankung gegenüber der Balustrade einfach einstellbar. Vorzugsweise ist der Abschrankungsbefestigungshalter ein durchgehendes " kaltverformtes Profil, das extrem genau verarbeitet ist und dadurch einen massgenauen Tragkörper für die Abschrankung bildet. Des Weiteren ist der Abschrankungsbefestigungshalter der untere Endanschlag bzw. der untere Endabschluss für die Glasabschrankung. Die Höhe und die seitliche Anordnung der Glasabschrankung wird dadurch exakt und präzise eingehalten. Auch ist die mechanische Festigkeit der Glasabschrankung durch den Abschrankungs- befestigungshalter wesentlich erhöht. Überdies bildet der
Abschrankungsbefestigungshalter eine selbsttragende unterstützende Einheit, die das Sicherheitsglas über die gesamte Länge der Fahrtreppe in der Höhe positioniert. Obendrein überträgt der Abschrankungsbefestigungshalter die Klemmwirkung vollflächig auf das Sicherheitsglas. Dadurch ist eine bessere
Befestigung bzw. Montierung gegeben und die Glasbruchgefahr auf ein Minimum reduziert.
Eine weitere Lösung der gestellten Aufgabe ergibt sich, wenn, bei der Modernisierung einer Fahreinrichtung mit einer Balustrade zum Tragen eines Handlaufes und mit einer Förderfläche zur Beförderung von Passagieren, an der Balustrade eine Abschrankung zur Absturzsicherung der Passagiere der Fahreinrichtung angeordnet wird, welche Abschrankung die Höhe der Balustrade bzw. des Handlaufes überschreitet und neben dem Handlauf befestigt wird.
Das erfindungsgemässe Verfahren bietet den Vorteil, dass eine bestehende Fahreinrichtung auf eine einfache, schnelle und Kosten sparende Weise wesentlich sicherer gemacht werden kann. Die Abschrankung bildet eine höhere Barriere zur Absturzsicherung der Passagiere als die Balustrade selber. Das Abstürzen der Passagiere von der Fahreinrichtung herunter wird dadurch verhindert.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung sind im Folgenden anhand eines Ausführungsbeispiels und mit Bezug auf die Figuren beschrieben. Es zeigt:
Fig. 1 eine erfindungsgemässe Fahreinrichtung in Form einer Fahrtreppe, in vereinfachter Darstellung, von der Seite;
Fig. 2 Teilquerschnitt der erfindungsgemässen Fahreinrichtung in Fig. 1;
Fig. 3 Vergrösserungsansicht der Befestigung der Abschrankung an die Balustrade in Fig. 2;
Fig. 4 Seitenansicht der Befestigung der Abschrankung an die Balustrade in Fig. 3.
Fig. 1 zeigt eine Fahreinrichtung 1 in Form einer Fahrtreppe, die zwischen einer unteren Etage El und einer oberen Etage E2 verläuft. Die Fahreinrichtung 1 weist zu beiden Seiten einer bewegbaren Förderfläche 5 in Form eines Stufenbandes ortsfeste Balustraden 2 auf. Eine Innenverkleidung 6 ist an einem Fachwerk 13 bzw. Trägersystem befestigt. Entlang der Oberkante jeder ortsfesten Balustrade 2 läuft ein Handlauf 4 im Wesentlichen synchron mit den Stufen oder leicht vorlaufend (5-10% der Stufengeschwindigkeit) .
An der Balustrade 2 ist eine Abschrankung 3 neben dem Handlauf 4 zur AbsturzSicherung der Passagiere der Fahreinrichtung 1 angeordnet, welche Abschrankung 3 die Höhe der Balustrade 2 bzw. des Handlaufes 4 überschreitet. Die Erfindung stellt eine effiziente Absturzsicherung oberhalb der Innenverkleidung 6 dar. Dadurch wird ein möglicher Absturz von Passagieren über die Balustrade 2 verhindert.
Die Fläche der Abschrankung 3 kann geschlossen sein und die Abschrankung 3 bildet somit eine vollflächige Absturzsicherung.
Die Fläche der Abschrankung 3 kann aber auch teilweise offen sein und die Abschrankung 3 bildet somit beispielsweise eine gitterförmige oder säulenförmige oder reihenförmige Absturzsicherung.
Bei Kenntnis der vorliegenden Erfindung kann der Fachmann auch einen Fahrsteig mit einer solchen Abschrankung ausrüsten.
Die Höhe der Abschrankung 3 ist in Abhängigkeit vom Anwendungsfall frei wählbar. Beispielerweise reicht die Abschrankung 3 bis auf Schulterhöhe oder Kopfhöhe eines auf der Förderfläche aufrecht stehend beförderten Passagiers. Die
Schulterhöhe beträgt in Europa ungefähr zwischen 100 und 170 cm. Die Kopfhöhe beträgt in Europa ungefähr zwischen 150 und 210 cm. Natürlich kann der Fachmann bei Kenntnis der Erfindung auch noch kleinere bzw. grossere Abschrankungen 3 realisieren. In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung reicht die
Abschrankung 3 1 bis 2 Meter über den Handlauf (bis auf doppelte Schulterhöhe) . Diese Ausführungsform bietet den Vorteil, dass die Passagiere mit den Händen die obere Kante der Abschrankung 3 nicht angreifen können.
In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung besteht die Abschrankung 3 aus Einscheibensicherheitsglas, auch ESG genannt. Die Dicke liegt zwischen 5 und 20 mm. Des Weiteren kann die Abschrankung bzw. AbsturzSicherung 3 für die Fahrtreppe oder den Fahrsteig 1 auch aus Verbundsicherheitsglas 3.1, auch VSG genannt, bestehen. Das Verbundsicherheitsglas 3.1 besteht seinerseits wieder aus zweimal Einscheibensicherheitsglas (ESG) und zwischen den Gläsern befindet sich eine doppelseitige Klebefolie oder eine Klebeschicht aus Ein- oder Mehrkomponentenkleber.
Der Einsatz von Einscheibensicherheitsglas oder Verbundsicherheitsglas 3.1 gewährleistet eine ausreichende Stabilität und Sicherheit der Abschrankung 3 gegen Bruch, Vandalismus und unsachgemässe Behandlung, sowie gegen
Transportbeschädigungen. Dadurch wird ein Absturz eines Passagiers über die Balustrade 2 nahezu verunmöglicht.
Die Abschrankung 3 zur Absturzsicherung ist in dieser Ausführungsform der Erfindung transparent und durchsichtig und
ermöglicht die natürliche Beleuchtung der Fahreinrichtung 1 durch Sonneneinstrahlung. Die Passagiere haben ausserdem die Möglichkeit, sich die Umgebung anzuschauen. Der ästhetische Eindruck der Fahreinrichtung 1 wird durch die transparente Abschrankung 3 nicht beeinträchtigt.
In weiteren Ausführungsformen besteht die Abschrankung 3 aus Plexiglas oder Acrylglas oder Nirosta oder Stahlblech oder Aluminiumblech oder Granit oder Marmor. Solche Werkstoffe sind üblich im Bauwesen, kostengünstig und bieten gute mechanische Eigenschaften. Des Weiteren sind jegliche Arten von Sandwichwerkstoffen, also verschiedene Materialien zusammengefügt bzw. verklebt, möglich.
Fig. 2 zeigt einen Teilquerschnitt der in Fig. 1 dargestellten Fahreinrichtung 1.
Die Innenverkleidung 6 wird zwischen der Balustrade 2 und dem Stufenband 5 schräg mittels Innenverkleidungsfedern 7, oben und unten, auswechselbar befestigt.
Bei dem gezeigten Balustradentyp, der auch als schräge Balustrade bekannt ist, trägt die Balustrade 2 den Handlauf 4 und hält das Blech der Innenverkleidung 6 mit den Innen- verkleidungsfedern 7 fest. Das Blech der Innenverkleidung 6 besteht aus Stahlblechkassetten, die mit einer Plattenfüllung 6.1 versehen sind.
Die Abschrankung 3 wird mit einem Abschrankungsbefestigungs- halter 10 ausgestattet, der die Sicherheitsscheibe 3.1 in ihrer Position hält und ihr die richtige Höhe zuweist. Ein solcher Abschrankungsbefestigungshalter 10 ist vor allem hilfreich bei der Montage, wenn die Höhe der Abschrankung 3 genau justiert werden muss. Die Höhe des Abschrankungsbefestigungshalters liegt zwischen 20 und 100 mm.
Durch einige Balustradenklemmen 9 wird die Abschrankung bzw. AbsturzSicherung 3 von unten geklemmt bzw. gehalten. Diese sind wiederum am Balustradensteher 8 ziemlich weit oben befestigt, um eine möglichst hohe Abschrankung 3 zu bekommen. Die
Balustradenklemmen 9 sind mit dem, aus Stahlblech ausgeführten, Balustradensteher 8 durch Balustradenklemmenschrauben 11 und Balustradenklemmenmuttern 12 zusammengeschraubt bzw. befestigt.
Fig. 3 ist eine Vergrösserungsansicht der Befestigung der
Abschrankung 3 an der Balustrade 2 von Fig. 2. Fig. 3 zeigt im Detail, dass in der Balustradenklemme 9 die Abschrankung 3, die aus Einscheibensicherheitsglas oder Verbundsicherheitsglas 3.1 besteht, mittels eines Halteprofils, dem Abschrankungs- befestigungshalter 10, geführt und in der richtigen Position festgehalten wird. Die Balustradenklemme 9 umgreift die Abschrankung 3 vollfächig über zwei Flächen 9.1 und 9.2. Die Balustradenklemme 9 ist im unteren Bereich der Abschrankung 3 vorgesehen. Die zwei Flächen 9.1 und 9.2 liegen auf zwei gegenüberliegenden Seiten der Abschrankung auf. Vollflächig heisst, dass die Anpressung nicht punkt- und nicht linienförmig sondern flächig ist.
Durch das Lösen der Balustradenklemme 9 kann die Abschrankung 3 problemlos gelöst, demontiert, ausgetauscht und wieder verwendet werden.
Fig. 4 ist eine Seitenansicht der Befestigung -der Abschrankung 3 an der Balustrade 2 von Fig. 3 und Fig. 2.
Der Abschrankungsbefestigungshalter 10 wird als durchgehendes, langes und schlankes Profil ausgeführt, kann aber auch partiell nur, lediglich bei den Balustradenklemmen 9 vorhanden sein. Meistens ist dann die verwendete Länge für den Abschrankungs- befestigungshalter 10 ungefähr 300 mm bis 500 mm. Darüber hinaus
wird die Abschrankung 3 mit mehreren Balustradenklemmen 9 an die Balustradensteher 8 befestigt. Die Balustradensteher 8 werden alle 400 mm bis 1600 mm an das Fachwerk 13 befestigt bzw. geschweisst.
Die beschriebenen mechanischen Bauteile der erfindungsgemässen Fahreinrichtung 1 helfen bei der Modernisierung einer bestehenden Fahreinrichtung 1, wenn diese mit einer Balustrade 2 zum Tragen eines Handlaufes 4 und mit einer Förderfläche 5 zur Beförderung von Passagieren versehen werden soll und ein einfaches, schnelles und kostengünstiges Verfahren gesucht wird, um die Fahreinrichtung 1 sicherer bzw. absturzsicherer zu machen. An der Balustrade 2 wird demnach eine Abschrankung 3 neben dem Handlauf zur AbsturzSicherung der Passagiere der Fahreinrichtung 1 vorzugsweise angebracht, welche Abschrankung 3 die Höhe der Balustrade 2 bzw. des Handlaufes 4 überschreitet.
Die Abschrankung 3 kann aussenseitig an der Balustrade 2 angebracht werden oder auf oder an die Balustrade 2 aufgesteckt oder aufgeschweisst werden.
Durch die Balustradenklemme 9 und durch den Abschrankungs- befestigungshalter 10 kann die Abschrankung 3 genau positioniert und justiert werden, in dem kleine relative Bewegungen zwischen Abschrankung 3 und Balustradenklemme 9 ausgeführt werden. Die Position des Abschrankungsbefestigungshalters 10 kann auch justiert werden.
Die Abschrankung 3 kann ausserdem einfach eingestellt und getauscht bzw. ersetzt werden. Zum Beispiel kann ein neues
Sicherheitsglas 3.1 mit einer anderen Höhe, Grosse, Dicke und Farbe problemlos durch das Lösen der Balustradenklemme 9 eingesetzt werden.
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