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Title:
CONVEYOR SYSTEM FOR CONVEYING OBJECTS, AND IMMERSION TREATMENT SYSTEM HAVING SUCH A CONVEYOR SYSTEM
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/085984
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a conveyor system for conveying objects (8), particularly vehicle bodies (8), in an immersion treatment system (2), comprising at least one conveyor carriage (18) having a chassis (22) supporting at least one load-bearing wheel (40) that can rotate about a rotary axis (44). At least one object (8) can be attached to a mounting device (84) that can pivot about a pivot axis (36). The at least one load-bearing wheel (40) runs on a guide rail (14). The conveyor carriage (18) is moved along the guide rail (14) using drive means (64). The rotary axis (44) of the at least one load-bearing wheel (40) and the pivot axis (36) of the mounting device (84) are disposed coaxially to each other. The invention further relates to an immersion treatment system (2) comprising such a conveyor system (10).

Inventors:
SCHURBA, Alexander (Nürtinger Str. 69, Böblingen, 71032, DE)
Application Number:
EP2011/000115
Publication Date:
July 21, 2011
Filing Date:
January 13, 2011
Export Citation:
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Assignee:
EISENMANN AG (Tübinger Str. 81, Böblingen, 71032, DE)
SCHURBA, Alexander (Nürtinger Str. 69, Böblingen, 71032, DE)
International Classes:
B65G49/04; B05B13/02
Attorney, Agent or Firm:
HEINRICH, Hanjo et al. (Ostertag & Partner, Epplestr. 14, Stuttgart, 70597, DE)
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Claims:
Patentansprüche

Fördersystem zum Transport von Gegenständen (8), insbesondere zum Transport von Fahrzeugkarosserien (8), in einer Tauchbehandlungsanlage (2) mit a) mindestens einem Transportwagen (18), welcher aa) ein Fahrwerk (22) umfasst, das mindestens ein

lastabtragendes Laufrad (40) lagert, welches um eine Drehachse (44) verdrehbar ist; ab) eine um eine Schwenkachse (36) verschwenkbare Befestigungseinrichtung (84) umfasst, an welcher wenigstens ein Gegenstand (8) befestigbar ist; b) einer Führungsschiene (14), auf welcher das wenigstens eine lastabtragende Laufrad (40) abläuft; c) Antriebsmitteln (64) zum Verfahren des Transportwagens (18) entlang der Führungsschiene (14), dadurch gekennzeichnet, dass d) die Drehachse (44) des wenigstens einen lastabtragenden Laufrads (40) und die Schwenkachse (36) der Befestigungseinrichtung (84) koaxial zueinander angeordnet sind.

Fördersystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkachse (36) der Befestigungseinrichtung (84) durch eine Drehwelle (34) vorgegeben ist, welche an einem ersten Ende (38) an dem Fahrwerk (22) gelagert

3. Fördersystem nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehwelle (36) das lastabtragende Laufrad (40) lagert .

4. Fördersystem nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Fahrwerk (22) nur ein einziges lastabtragendes Laufrad (40) lagert.

5. Fördersystem nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Ende (50) der Drehwelle (34) passiv mitgeführt wird.

6. Fördersystem nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das lastabtragende Laufrad (40) an¬ getrieben ist.

7. Fördersystem nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkachse (36) der Befestigungseinrichtung (84) eine erste Schwenkachse (36) ist und die Befestigungseinrichtung (84) außerdem um eine zweite Schwenkachse (108) verschwenkbar ist, die einen Abstand von der ersten Schwenkachse (36) aufweist.

8. Fördersystem nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass Antriebseinrichtungen (64, 66, 68; 102, 104, 106) vorhanden sind, mittels welchen die Befestigungseinrichtung (84) um die erste Schwenkachse (36) und/oder um die zweite Schwenkachse (108) verschwenkbar ist.

9. Fördersystem nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebseinrichtungen (64, 66, 68; 102, 104, 106) derart eingerichtet sind, das die Befestigungseinrichtung (84) unabhängig voneinander um die erste

Schwenkachse (36) oder um die zweite Schwenkachse (108) verschwenkt werden kann.

Tauchbehandlungsanlage mit a) mindestens einem Tauchbecken (4) , welches mit einer Behandlungsflüssigkeit (6) füllbar ist, in welcher zu behandelnde Gegenstände (8) , insbesondere Fahrzeugkarosserien (8), eingetaucht werden können; b) einem Fördersystem (10), welches die zu behandelnden Gegenstände (8) an das Tauchbecken (4) heran, in den Innenraum des Tauchbeckens (4) hinein, aus dem Tauchbecken (4) heraus und von diesem wegbewegen kann, dadurch gekennzeichnet, dass c) das Fördersystem (10) nach einem der Ansprüche

9 ausgebildet ist.

Description:
Fördersystem zum Transport von Gegenständen

und Tauchbehandlungsanlage mit einem solchen

Die Erfindung betrifft ein Fördersystem zum Transport von Gegenständen, insbesondere zum Transport von Fahrzeugkarosserien, in einer Tauchbehandlungsanlage mit a) mindestens einem Transportwagen, welcher aa) ein Fahrwerk umfasst, das mindestens ein lastabtragendes Laufrad lagert, welches um eine Drehachse verdrehbar ist; ab) eine um eine Schwenkachse verschwenkbare Befestigungseinrichtung umfasst, an welcher wenigstens ein Gegenstand befestigbar ist; b) einer Führungsschiene, auf welcher das wenigstens eine lastabtragende Laufrad abläuft; c) Antriebsmitteln zum Verfahren des Transportwagens entlang der Führungsschiene.

Außerdem betrifft die Erfindung eine Tauchbehandlungsanlage mit a) mindestens einem Tauchbecken, welches mit einer Behandlungsflüssigkeit füllbar ist, in welcher zu behandelnde Gegenstände, insbesondere Fahrzeugkarosserien, eingetaucht werden können; b) einem Fördersystem, welches die zu behandelnden Gegenstände an das Tauchbecken heran, in den Innenraum des Tauchbeckens hinein, aus dem Tauchbecken heraus und von diesem wegbewegen kann.

Bei solchen vom Markt her bekannten Systemen, wie sie in Tauchbehandlungsanlagen für Fahrzeugkarosserien eingesetzt werden und beispielsweise in der DE 10 2004 024 614 AI beschrieben sind, sind mehrere lastabtragende Laufräder vorhanden. Die Schwenkachse der Befestigungseinrichtung ist da bei in einem Abstand zu den lastabtragenden Laufrädern ange ordnet. Ein Verkippen des Fahrwerks um eine horizontale Ach se senkrecht zur Transportrichtung wird durch entsprechende Gegenräder verhindert, die von unten an der Führungsschiene anliegen .

Abhängig von der Lage der Befestigungseinrichtung und des darauf befestigten Gegenstandes und der auf das Fahrwerk wirkenden Kräfte kann es bei dieser Anordnung dazu kommen, dass zumindest eines der lastabtragenden Laufräder etwas in Richtung von seiner Lauffläche weg bewegt wird. Hierdurch verringert sich der Anpressdruck des betrachteten Laufrades an die Lauffläche und kann so gering werden, dass es insbesondere beim Anfahren oder Abbremsen des Transportwagens zu einem Durchrutschen dieses Laufrades kommen kann. Hierdurch verschlechtert sich insgesamt die Antriebsleistung und besonders die Beschleunigungs- oder Bremsleistung.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, ein Förder System und eine Tauchbehandlungsanlage der eingangs genannten Art bereitzustellen, welche diesen Gedanken Rechnung tragen .

Bei dem Fördersystem der eingangs genannten Art wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass d) die Drehachse des wenigstens einen lastabtragenden Laufrads und die Schwenkachse der Befestigungseinrichtung ko axial zueinander angeordnet sind.

Es wurde herausgefunden, dass auf diese Weise der Anpress ¬ druck des lastabtragenden Laufrades an die Führungsschiene bzw. deren zugehörige Lauffläche zuverlässig aufrechterhal ¬ ten bleibt, unabhängig von der Bewegungsrichtung des Transportwagens und unabhängig davon, ob der Transportwagen beschleunigt oder verzögert wird oder mit konstanter Geschwin digkeit entlang der Führungsschiene verfahren wird.

Darüber hinaus kann das Fahrwerk und damit der Transportwagen bei der koaxialen Anordnung der Drehachse des lastabtra genden Laufrads und der Schwenkachse der Befestigungseinrichtung gegenüber bekannten Transportwagen verhältnismäßig kompakt ausgebildet sein.

Es ist günstig, wenn die Schwenkachse der Befestigungseinrichtung durch eine Drehwelle vorgegeben ist, welche an einem ersten Ende an dem Fahrwerk gelagert ist .

In diesem Fall kann die Drehwelle vorteilhaft das lastabtra gende Laufrad lagern.

Der Transportwagen kann zwar insgesamt mehrere lastabtragen de Laufräder umfassen. Wenn jedoch dessen Fahrwerk als solches nur ein einziges lastabtragendes Laufrad lagert, kann es besonders kompakt ausgebildet sein.

Das zweite Ende der Drehwelle kann vorteilhaft passiv mitge führt werden. In diesem Fall kann das zweite Ende der Drehwelle z.B. ein zweites lastabtragendes Laufrad lagern, welches jedoch nicht dem Fahrwerk zuzuordnen ist.

Wenn das lastabtragende Laufrad angetrieben ist, kann jeder Transportwagen individuell gesteuert und verfahren werden. - Δ -

Dies ist z.B. bei einem Kettenförderer als Antrieb nicht ohne Weiteres möglich.

Es ist von Vorteil, wenn die Schwenkachse der Befestigungs ¬ einrichtung eine erste Schwenkachse ist und die Befestigungseinrichtung außerdem um eine zweite Schwenkachse verschwenkbar ist, die einen Abstand von der ersten Schwenkachse aufweist. Auf diese Weise ist die Anzahl der Bewegungsfreiheitsgrade des zu behandelnden Gegenstandes erhöht.

Wenn Antriebseinrichtungen vorhanden sind, mittels welchen die Befestigungseinrichtung um die erste Schwenkachse und/oder um die zweite Schwenkachse verschwenkbar ist, kann ein kontinuierlicher Bewegungsablauf beim Durchführen des Gegenstandes durch ein Tauchbecken erzielt werden.

Dabei ist es besonders günstig, wenn die Antriebseinrichtungen derart eingerichtet sind, das die Befestigungseinrichtung unabhängig voneinander um die erste Schwenkachse oder um die zweite Schwenkachse verschwenkt werden kann. Auf diese Weise kann der Bewegungsablauf des Gegenstandes individuell an die vor Ort herrschenden Gegebenheiten und/oder an den zu behandelnden Gegenstand angepasst werden.

Die oben genannte Aufgabe wird bei einer Tauchbehandlungsan- lage der eingangs genannten Art dadurch gelöst, dass c) das Fördersystem nach einem der Ansprüche 1 bis 9 ausgebildet ist.

Die Vorteile einer derart ausgestalteten Tauchbehandlungsan- lage entsprechen sinngemäß den oben zum Fördersystem genannten Vorteilen.

Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachstehend anhand der Zeichnungen näher erläutert. In diesen zeigen:

Figur 1 eine Ansicht von oben auf einen Transportwagen eines

Fördersystems zum Transport von Fahrzeugkarosserien, welches in einer kataphoretischen Tauchlackieranlage verwendet wird;

Figur 2 eine Ansicht des Transportwagens aus Richtung des

Pfeils II in Figur 1, wobei der Transportwagen im Teilschnitt gezeigt ist;

Figur 3 den Teilschnitt des Transportwagens nach Figur 2 in vergrößertem Maßstab;

Figur 4 einen Schnitt des Transportwagens entlang der

Schnittlinie IV-IV in Figur 2;

Figur 5 einen Schnitt des Transportwagens entlang der

Schnittlinie V-V in Figur 2 in vergrößertem Maßstab;

Figur 6 eine der Figur 4 entsprechende Ansicht eines abgewandelten Transportwagens .

In Figur 1 ist mit 2 insgesamt eine schematisch dargestellte kataphoretische Tauchlackiereinlage bezeichnet. Diese um- fasst ein in den Figuren 1 und 2 schematisch durch gestri ¬ chelte Linien angedeutetes Tauchbecken 4, welches in bekannter Weise mit flüssigem Lack 6 bis zu einem bestimmten Flüssigkeitsspiegel angefüllt ist, der nur in Figur 2 zu erkennen und dort mit 6a gekennzeichnet ist.

Mittels der Tauchlackieranlage 2 werden Gegenstände

lackiert, im dargestellten Ausführungsbeispiel Fahrzeugkarosserien 8, von denen nur in Figur 2 eine Fahrzeugkarosserie 8 stark vereinfacht gezeigt ist. Zwischen zu lackierenden Fahrzeugkarosserien 8 und Anoden, die entlang des Bewegungsweges der Fahrzeugkarosserien 8 angeordnet und der Übersichtlichkeit halber nicht dargestellt sind, wird in an und für sich bekannter Weise ein elektrisches Feld erzeugt. In diesem elektrischen Feld wandern die im Lack 6 enthaltenen Farbpartikel auf die Fahrzeugkarosserien 8 zu und werden an diesen abgeschieden. Einzelheiten dieses Vorgangs sind allgemein bekannt und werden daher hier nicht näher erörtert.

Mit Hilfe eines Fördersystems 10 werden die Fahrzeugkarosserien 8 durch die Tauchlackieranlage 2 und insbesondere durch das Tauchbecken 4 und den darin befindlichen Lack 6 geführt. Dazu umfasst das Fördersystem 10 ein Schienensystem 12 mit einer Führungsschiene 14 und einer Laufschiene 16, welche sich längs der Tauchbecken 4 auf deren gegenüberliegenden Seiten parallel zueinander erstrecken.

Auf dem Schienensystem 12 läuft eine Vielzahl von Transport ¬ wagen 18 ab, welche jeweils eine Fahrzeugkarosserie 8 aufnehmen und unabhängig voneinander in Richtung des Pfeils 20a oder in Richtung des dazu entgegengesetzten Pfeils 20b verfahren werden können (siehe Figur 1) .

Der Transportwagen 18 umfasst ein Fahrwerk 22, welches eine Grundplatte 24 aufweist, an der zwei voneinander beabstande- te Tragwangen 26, 28 angebracht sind, die senkrecht zur Grundplatte 24 sowie parallel zueinander und zur Transportrichtung 20 verlaufen.

Komponenten, welche sowohl in Figur 2 als auch in Figur 3 zu erkennen sind, sind der Übersichtlichkeit halber teilweise nur in Figur 3 mit Bezugszeichen versehen. Die Tragwangen 26, 28 halten in entsprechenden Durchgängen koaxial zueinander jeweils ein Gleitlager 30, 32, welche ihrerseits eine als Hohlwelle ausgebildete Drehwelle 34 lagern, die um ihre Längsachse 36 verdrehbar ist. Hierzu ist ein Ende 38 der Drehwelle 34 als zu den Gleitlagern 30, 32 komplementärer Wellenstutzen ausgebildet.

Im Bereich zwischen den Tragwangen 26, 28 ist ein lastabtragendes Laufrad 40 angeordnet, welches mittels eines Kugellagers 42 in Umfangsrichtung auf der Drehwelle 34 abrollen kann. Die Drehachse 44 des Laufrades 40 und die Drehachse 36 der Drehwelle 34 sind somit koaxial zueinander angeordnet und fallen zusammen. Die Drehachsen 36 und 44 sind nur in den Figuren 2 und 3 gezeigt.

Das Laufrad 40 tritt durch einen Durchgang 46 in der Grundplatte 24 durch dieselbe hindurch und rollt auf einer oberen Lauffläche 48 der Führungsschiene 14 ab.

Die Drehwelle 34 ist so lang, dass sie sich von dem Fahrwerk 22 über die gesamte Breite des Tauchbeckens 4 hinweg er ¬ streckt. An ihrem vom Fahrwerk 22 abliegenden zweiten Ende 50 lagert die Drehwelle 34 eine nicht angetriebene Laufrolle 52, die auf einer oberen Lauffläche 54 der Laufschiene 16 abrollt. Das lastabtragende Laufrad 40 und die Laufrolle 52 haben denselben Außendurchmesser, so dass die Drehwelle 34 horizontal verläuft, wenn die oberen Laufflächen 48 und 54 der Führungsschiene 14 und der Laufschiene 16 in einer ge ¬ meinsamen horizontalen Ebene verlaufen.

Wie in den Figuren 2 und 3 zu erkennen ist, ist die Führungsschiene 14 als I-Profil ausgebildet, dessen obere hori ¬ zontale Profilplatte 56 die obere Lauffläche 48 und auf der gegenüberliegenden Seite eine untere Lauffläche 58 bietet. Um das Fahrwerk auf der Führungsschiene 14 zu stabilisieren, lagert die Grundplatte 24 zwei Paare von seitlichen Führungsrollen 60a und 60b, welche um eine vertikale Achse verdrehbar sind und jeweils seitlich an den Seitenflanken der Profilplatte 56 der Führungsschiene 14 anliegen. Darüber hinaus lagert die Grundplatte 24 ein Paar von um jeweils ei ¬ ne horizontale Achse verdrehbaren Gegendruckrollen 62, welche jeweils von unten gegen die unteren Lauffläche 58 anliegen und ein Verkippen des Fahrwerks 22 um die Drehachse 44 des Laufrades 40 verhindern.

Das lastabtragende Laufrad 40 ist mittels eines Elektromotors 64 angetrieben und ist mit diesem über eine in Figur 5 zu erkennende Kette 66 gekoppelt. Hierzu ist an einer Flanke des lastabtragenden Laufrads 40 ein Zahnkranz 68 angebracht, der mit der Kette 66 zusammenarbeitet. Alternativ kann z.B. auch ein Riementrieb vorgesehen sein.

Die Drehwelle 34 trägt zwei parallel zueinander verlaufende Schwenkarme 70 und 72, welche als Hohlprofil ausgebildet sind und sich in radialer Richtung von der Drehwelle 34 weg erstrecken. Die Schwenkarme 70 und 72 sind starr mit der Drehwelle 34 verbunden, wobei jeweils ein in den Figuren nicht zu erkennender Durchgang zwischen dem Inneren der Drehwelle 34 und dem Inneren der- Schwenkarme 70 und 72 vor- handen ist.

Die von der Drehwelle 34 abliegenden freien Enden 70a bzw. 72a der Schwenkarme 70 und 72 sind jeweils gelenkig über eine antreibbare Stummelwelle 74, 76 mit einer Schwenklasche 78, 80 verbunden. Die von den Stummelwellen 74, 76 abliegenden Enden 78a, 80a der Schwenklaschen 78, 80 sind über eine parallel zur Drehwelle 34 verlaufende Quertraverse 82 mit ¬ einander gekoppelt. Die Quertraverse 82 trägt starr eine Befestigungseinrichtung 84 in Form von zwei parallel verlau- fenden Tragstreben 86, 88, auf welcher eine zu lackierende Fahrzeugkarosserie 8 mit oder ohne einem Förderskid, wie er an für sich bekannt ist, befestigt werden kann.

Um die Drehwelle 34 um ihre Drehachse 36 verdrehen zu können, ist sie im Bereich des Fahrwerks 22 des Transportwagens 18 starr mit einem Koppelhebel 90 verbunden, welche sich in radialer Richtung von der Drehwelle 34 weg erstreckt. Das von der Drehwelle 34 abliegende Ende 90a des Koppelhebels 90 ist mit der Spindel 92 eines Spindelantriebs 94 verbunden, wie er an und für sich bekannt ist. Bezogen auf ein Spindelgehäuse 96 kann die Spindel 92 aus- oder eingefahren werden. Abhängig davon, ob die Spindel 92 des Spindelantriebs 94 aus- oder eingefahren wird, verdreht sich die Drehwelle 34 auf Grund der Kopplung mit der Spindel 92 über den Koppelhebel 90 in die eine oder die andere Richtung um ihre Drehachse 36.

Dabei werden auch die Schwenkarme 70, 72 mit der Befestigungseinrichtung 84 um die Drehachse 36 der Drehwelle 34 verschwenkt. Die Drehachse 36 der Drehwelle 34 ist somit zugleich eine erste Schwenkachse der Befestigungseinrichtung 84.

Der Winkel, um welchen die Schwenkarme 70, 72 und die Befestigungseinrichtung 84 maximal um diese Schwenkachse 36 verschwenkt werden können, hängt von der Länge der Spindel 92 des Spindelantriebs 94 ab. Je länger diese ist und je weiter diese aus dem Spindelgehäuse 96 ausgefahren werden kann, desto größer ist der maximale Schwenkwinkel.

Im Inneren der Drehwelle 34 verläuft außerdem eine zu dieser koaxiale Innenwelle 98, die mittels Kugellager 100 verdrehbar gelagert ist. Die Innenwelle 98 ragt aus dem Wellenstutzen 38 der Drehwelle 34 heraus und trägt an ihrem freien Ende ein Zahnrad 102. Dieses ist über eine Kette 104, die in den Figuren 4 bis 6 bereichsweise zu erkennen ist, mit einem Elektromotor 106 gekoppelt, durch welchen die Innenwelle 98 in beide mögliche Richtungen um ihre Längsachse herum verdreht werden kann. Alternativ kann auch hier z.B. ein Riementrieb vorgesehen sein .

Über die Innenbereiche der Drehwelle 34 und der Schwenkarme 70, 72 sind die Stummelwellen 74, 76 in an und für sich bekannter Weise derart mit der Innenwelle 98 gekoppelt, dass ein Verdrehen der Innenwelle 98 zu einem entsprechenden Verdrehen der Stummelwellen 74, 76 führt. Gegebenenfalls kann zwischen der Innenwelle 98 und den Stummelwellen 74, 76 noch ein Getriebe für eine Über- oder Untersetzung der Drehbewe ¬ gung der Innenwelle 98 sorgen.

Wenn also die Innenwelle 98 mittels des Elektromotors 106 verdreht wird, führt dies zu einer entsprechenden Verdrehung der Stummelwellen 74, 76 und damit zu einer Schwenkbewegung der Schwenklaschen 78, 80. Insgesamt wird so die Befestigungseinrichtung 84 um eine durch die Stummelwellen 75, 76 vorgegebene zweite Schwenkachse 108 herum verschwenkt.

Auf Grund der unabhängigen Antriebe, nämlich Spindelantrieb 94 und Elektromotor 106, können die Drehwelle ' 34 und die Innenwelle 98 somit unabhängig voneinander verdreht werden. Hierdurch kann die Befestigungseinrichtung 84 unabhängig voneinander um die Schwenkachse 36 oder um die Schwenkachse 108 herum verschwenkt werden, wobei auch ein gleichzeitiges verschwenken um beide Achsen 36 und 108 möglich ist.

Insgesamt kann mit dem Fördersystem 10 somit ein Bewegungsablauf der Fahrzeugkarosserie erzielt werden, der durch eine Überlagerung einer Translationsbewegung, einer ersten Schwenkbewegung um die durch die Drehachse 36 der Drehwelle 34 gebildete erste Schwenkachse 36 und einer zweiten

Schwenkbewegung um die durch die Stummelwellen 75, 76 vorgegebene zweite Schwenkachse 108 gebildet ist.

Auch kann nur eine Translationsbewegung oder nur eine

Schwenkbewegung um die erste Schwenkachse 36 oder nur eine Schwenkbewegung um die zweite Schwenkachse 108 der Fahrzeugkarosserie 8 oder eine Kombination von jeweils zwei dieser Bewegungen erfolgen.

Der Koppelhebel 90 schließt mit den Schwenkarmen 70, 72 bei einer Projektion in eine gemeinsame Ebene einen vorgegebenen Winkel ein, der beim vorliegenden Ausführungsbeispiel 90° beträgt und in den Figuren 4 und 6 mit dem Bezugszeichen 110 gekennzeichnet ist. Wenn die Spindel 92 so weit wie möglich in das Spindelgehäuse 96 eingefahren ist, nehmen die

Schwenkarme 70, 72 eine Stellung ein, in der ihre freien Ende 70a, 72a ihre höchste Position innehaben. Dies ist in Figur 4 gezeigt. Als Bezugshöhe kann beispielsweise die verti ¬ kale Lage der Lauffläche 48 der Führungsschiene 14 dienen.

Abhängig von dem Winkel 110, welchen der Koppelhebel 90 und die Schwenkarme 70, 72 miteinander einschließen, kann die maximal erzielbare Höhe der freien Enden 70a, 72a der

Schwenkarme 70, 72 eingestellt werden.

In Figur 6 ist beispielsweise eine Abwandlung des Transportwagens 18 gezeigt, bei welcher dieser Winkel 110 kleiner als 90° ist und nur etwa 65° beträgt. Wie im Vergleich zu Figur 4 gut zu erkennen ist, sind die freien Enden 70a, 72a der Schwenkarme 70, 72 dort bezogen auf die Lauffläche 48 der Führungsschiene 14 höher angeordnet, wenn die Spindel 92 so weit wie möglich in das Spindelgehäuse 96 eingefahren ist.