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Title:
CONVEYOR SYSTEM FOR TRANSPORTING ARTICLES
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/095285
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a conveyor system for transporting articles, comprising a rail system (10) that comprises a plurality of track sections (22, 30, 34) and at least one switch point (26), by means of which, via a switch point drive (82), a first track section (22) can be connected either to a second track section (30) or to a third track section (34) of the rail system (10). At least one drivable transport trolley (16) can be driven along a path of movement on the rail system (10). A communications system comprises at least one communications line (50) that extends along the path of movement of the at least one transport trolley (16). A trolley communications unit (56) disposed on the at least one transport trolley (16) interacts with the communications line (50). The switch point drive (82) can be controlled by means of a switch point control system (68), which is connected to the at least one communications line (50).

Inventors:
RÖCKLE, Jürgen (Friedenstr. 5, Magstadt, 71106, DE)
Application Number:
EP2011/000261
Publication Date:
August 11, 2011
Filing Date:
January 22, 2011
Export Citation:
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Assignee:
EISENMANN AG (Tübinger Str. 81, Böblingen, 71032, DE)
RÖCKLE, Jürgen (Friedenstr. 5, Magstadt, 71106, DE)
International Classes:
B61B13/04; B61L23/00
Attorney, Agent or Firm:
HEINRICH, Hanjo et al. (Ostertag & Partner, Epplestr. 14, Stuttgart, 70597, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Förderanlage zum Transport von Gegenständen mit a) einem Schienensystem (10), welches aa) mehrere Streckenabschnitte (22, 30, 34) umfasst; ab) wenigstens eine Weiche (26) umfasst, mittels welcher über einen Weichenantrieb (82) ein erster Streckenabschnitt (22) wahlweise mit einem zweiten Streckenabschnitt (30) oder einem dritten Streckenabschnitt (34) des Schienensystems (10) verbindbar ist; b) wenigstens einem antreibbaren Transportwagen (16), welcher entlang eines Bewegungsweges auf dem Schienensystem (10) verfahrbar ist; c) einem Kommunikationssystem, welches wenigstens eine Kommunikationsleitung (50) umfasst, die sich entlang des Bewegungsweges des wenigstens einen Transportwagens (16) erstreckt; d) einer an dem wenigstens einen Transportwagen (16) ange¬ ordneten Wagen-Kommunikationseinheit (56) , die mit der wenigstens einen Kommunikationsleitung (50) zusammenar¬ beitet, dadurch gekennzeichnet, dass e) der Weichenantrieb (82) mittels einer Weichensteuerung (68) ansteuerbar ist, welche mit der wenigstens einen Kommunikationsleitung (50) in Verbindung steht. Förderanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Weichensteuerung (68) über die Kommunikationsleitung (50) mit dem wenigstens einen Transportwagen (16) und/oder einer Zentralsteuerung (66) kommunizieren kann .

Förderanlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kommunikationsleitung (50) als

Schleifleitung (52) ausgebildet ist und die Weichensteuerung (68) mittels einer Kontakteinrichtung (90) mit der Schleifleitung verbunden ist.

Förderanlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass Signale berührungslos in die Kommunikationsleitung (50) einspeisbar oder aus dieser abrufbar sind .

Förderanlage nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Kommunikationsleitung (50) ein Leckwellenleiter (104) ist.

Förderanlage nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Kommunikationsleitung (50) über ein Datenkabel (86) mit der Weichensteuerung (68) verbunden ist .

Förderanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine Energieversorgungsleitung (38) entlang des Bewegungsweges des wenigstens einen Trans¬ portwagens (16) vorhanden ist, welche mit der Wei¬ chensteuerung (68) verbunden ist, so dass die Weiche (26) mit elektrischer Energie versorgbar ist. Förderanlage nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Energieversorgungsleitung (38) eine Schleiflei- tung (40) ist, die mit einer Schleif-Kontakteinrichtung (44) des wenigstens einen Transportwagens zusammenarbeitet .

Förderanlage nach Anspruch 8 unter Rück-bezug auf Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schleiflei- tung (40) eine kombinierte Kommunikations- und Energieleitung (40) ist.

Förderanlage nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Transportwagen (16) ein Abgreifmodul (110) umfasst, mittels welchem der Transportwagen (16) induktiv über die Energieversorgungsleitung (38) mit elektrischer Energie versorgbar ist.

Förderanlage nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass Energieversorgungsleitung (38) über eine Energieleitung (70) mit der Weichensteuerung (68) verbunden ist.

Förderanlage nach einem der Ansprüche 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Speisung mit elektrischer Energie der Energieversorgungsleitung (38) in einem Sicherheitsabschnitt (28) des Schienensystems (10), der in Transportrichtung (24) vor der Weiche (26) angeordnet ist, mittels der Weichensteuerung (68) wahlweise auf¬ rechterhalten oder unterbrochen werden kann.

Description:
Förderanlage zum Transport von Gegenständen

Die Erfindung betrifft eine Förderanlage zum Transport von Gegenständen mit a) einem Schienensystem, welches aa) mehrere Streckenabschnitte umfasst; ab) wenigstens eine Weiche umfasst, mittels welcher über einen eich-enantrieb ein erster Streckenabschnitt wahlweise mit einem zweiten Streckenabschnitt oder einem dritten Streckenabschnitt des Schienensystems verbindbar ist; b) wenigstens einem antreibbaren Transportwagen, welcher entlang eines Bewegungsweges auf dem Schienensystem verfahrbar ist; c) einem Kommunikationssystem, welches wenigstens eine Kommunikationsleitung umfasst, die sich entlang des Bewegungsweges des wenigstens einen Transportwagens erstreckt; d) einer an dem wenigstens einen Transportwagen angeordneten Wagen-Kommunikationseinheit, die mit der wenigstens einen Kommunikationsleitung zusammenarbeitet,

Bei derartigen vom Markt her bekannten Förderanlagen werden Weichen üblicher Weise mittels einer Zentralsteuerung angesteuert, welche den Gesamtablauf des Transports der Gegenstände koordiniert. Hierzu kann die Zentralsteuerung mit den Transportwagen über die Kommunikationsleitung kommunizieren und Fahrparameter, wie das Ziel oder die einzuhaltende Ge- schwindigkeit, übermitteln sowie Brems- oder Beschleunigungsvorgänge bei jedem einzelnen Transportwagen einleiten. Über aus dem Stand der Technik bekannte Positionserfassungs- einrichtungen wird die Position jedes Transportwagens auf dem Schienensystem in Echtzeit erfasst und an die Zentralsteuerung übermittelt.- Abhängig von den ihr zur Verfügung stehenden Daten betreibt die Zentralsteuerung entsprechend eine Weiche, indem sie deren Antrieb unmittelbar ansteuert.

Hierzu steht der Antrieb jeder Weiche in der Regel über eine ihm zugeordnete separate Kabelverbindung mit der Zentralsteuerung in Verbindung. In Anbetracht der üblichen Dimensionen einer Förderanlage erfordert dies großräumig entsprechende Elektroinstallationen über große Entfernungen zwischen der Zentralsteuerung und den Weichen. Diese Elektroinstallationen wirken sich entsprechend auf die Gesamtkosten einer solchen Förderanlage aus.

Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine Förderanlage der eingangs genannten Art zu schaffen, bei der der Aufwand bei den notwendigen Elektroinstallationen zur Verbindung der Zentralsteuerung mit der Weiche reduziert ist.

Diese Aufgabe wird bei einer Vorrichtung der eingangs genannten Art dadurch gelöst, dass e) der Weichenantrieb mittels einer Weichensteuerung ansteuerbar ist, welche mit der wenigstens einen Kommunikationsleitung in Verbindung steht.

Erfindungsgemäß wurde erkannt, dass die bereits vorhandene Kommunikationsleitung entlang des Bewegungsweges der in der Regel mehreren Transportwagen genutzt werden kann, um Steu ¬ ersignale zur Ansteuerung der Weiche zu übermitteln. Hierzu umfasst. die Weiche eine der Weiche zugehörige und damit de- zentrale Weichensteuerung, die über die Kommunikationslei- tung Daten empfangen kann und den Weichenantrieb abhängig von den erhaltenen Steuerbefehlen ansteuert .

Es ist somit lediglich eine verhältnismäßig kurze Kabelverbindung zwischen der Weiche und der Kommunikationsleitung entlang des Schienensystems notwendig. Eine aufwendige

Elektroinstallation, wie es aus dem Stand der Technik be- kannt ist, entfällt.

Die erfindungsgemäße Maßnahme kann sowohl bei einspurigen als auch bei zwei- oder mehrspurigen Elektrohängebahnen oder Bodenschienensystemen umgesetzt werden.

Die Weichensteuerung kann bevorzugt über die Kommunikationsleitung mit dem wenigstens einen Transportwagen und/oder mit einer Zentralsteuerung kommunizieren. Grundsätzlich kann es ausreichen, wenn die Weichensteuerung entweder nur mit den Transportwagen oder nur mit der Zentralsteuerung in Kommunikationsverbindung steht. In ersterem Fall kann eine Verstellung der Weiche so individuell durch jeden Transportwagen einzeln oder über eine Informationskette von der Zentralsteuerung zum Transportwagen zur Weiche ausgelöst werden. Im zweiten Fall kann die Weiche zentral über die Zentralsteuerung ausgelöst werden. Wenn beide Kommunikationswege eröffnet sind, können zusätzliche Parameter berücksichtigt werden und die Zentralsteuerung der Weiche beispielsweise einen Befehl übersenden, der einer Einzelsteuerung durch einen

Transportwagen übergeordnet ist .

Es ist günstig, wenn die Kommunikationsleitung als Schleifleitung ausgebildet ist und die Weichensteuerung mittels einer Kontakteinrichtung mit der Schleifleitung verbunden ist. Gegebenfalls können schon für die Kommunikation zwischen Transportwagen und Zentralsteuerung vorhandene Kommunikationsschleifleitungen genutzt werden.

Alternativ kann es günstig sein, wenn Signale berührungslos in die Kommunikationsleitung einspeisbar oder aus dieser abrufbar sind.

Beispielsweise haben sich hierfür Leckwellenleiter etabliert.

Eine technisch günstige Kommunikationsverbindung zwischen der Kommunikationsleitung und der Weichensteuerung kann über ein Datenkabel erfolgen.

Wenn eine Energieversorgungsleitung entlang des Bewegungsweges des wenigstens einen Transportwagens vorhanden ist, kann diese mit der Weichensteuerung verbunden sein, so dass die Weiche mit elektrischer Energie versorgbar ist. Die Energieversorgungsleitung kann zentral gespeist werden, wodurch eine eigene Energieversorgungseinrichtung für jede Weiche oder wiederum entsprechende Elektroinstallationen von einer zen ¬ tralen Energiequelle zu jeder Weiche entfallen.

Bereits etablierte Systeme können ausgebaut werden, wenn die Energieversorgungsleitung eine Schleifleitung ist, die mit einer Schleif-Kontakteinrichtung des wenigstens einen Transportwagens zusammenarbeitet.

Eine Schleifleitung kann vorteilhaft als kombinierte Kommu ¬ nikations- und Energieleitung ausgebildet sein.

Alternativ hat sich eine induktive Energieversorgung als gut erwiesen, wozu der wenigstens eine Transportwagen vorteil- haft ein Abgreifmodul umfasst, mittels welchem der Trans- portwagen induktiv über die Energieversorgungsleitung mit elektrischer Energie versorgbar ist.

Eine technisch einfache Verbindung von der Energieversorgungsleitung zur Weichensteuerung kann über eine Energieleitung, also eine Kabelverbindung erfolgen. Dies ist insbesondere auch dann praktikabel, wenn die Energieversorgung der Transportwagen induktiv erfolgt.

Die Förderanlage kann besonders vorteilhaft mit höherer Sicherheit betrieben werden, wenn die Speisung mit elektrischer Energie der Energieversorgungsleitung in einem Sicherheitsabschnitt des Schienensystems, der in Transportrichtung vor der Weiche angeordnet ist, mittels der Weichensteuerung wahlweise aufrechterhalten oder unterbrochen werden kann. Hierdurch kann die Weiche unmittelbar einen ihr vorgelagerten Sicherheitsabschnitt stilllegen, wenn sie z.B. eine Zwischenstellung einnimmt, in der das Einfahren eines Transportwagens in die Weiche zu dessen Entgleisen führen würde.

Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachstehend anhand der Zeichnungen näher erläutert. In diesen zeigen:

Figur 1 eine Ansicht von oben auf einen Abschnitt einer

Elektrohängebahn mit einer Weiche in einer ersten Stellung, in der sie einen ersten Streckabschnitt mit einem zweiten Streckeabschnitt verbindet;

Figur 2 eine der Figur 1 entsprechende Ansicht des Abschnitts der Elektrohängebahn mit der Weiche in einer zweiten Stellung, in der sie den ersten Streckenabschnitt mit einem dritten Streckenabschnitt verbindet ; Figur 3 einen Schnitt durch eine Tragschiene, wobei Komponenten zur Energieübertragung und zur Kommunikation sowohl der Weiche als auch eines Transportwagens bei einem ersten Ausführungsbeispiel gezeigt sind;

Figuren 4A und 4B zum ersten Ausführungsbeispiel eine Seitenansicht der Tragschiene des Fördersystem an zwei verschiedenen Stellen des ersten Streckenabschnitts;

Figur 5 einen Schnitt durch die Tragschiene, wobei abgewandelte Komponenten zur Energieübertragung und zur Kommunikation sowohl der Weiche als auch des Transportwagens bei einem zweiten Ausführungsbeispiel gezeigt sind;

Figuren 6A und 6B zum zweiten Ausführungsbeispiel eine

Seitenansicht der Tragschiene des Fördersystem an zwei verschiedenen Stellen des ersten Streckenabschnitts; '

Figur 7 einen Schnitt durch die Tragschiene, wobei abgewandelte Komponenten zur Kommunikation sowohl der Weiche als auch des Transportwagens bei einem dritten Ausführungsbeispiel gezeigt sind;

Figur 8 einen Schnitt durch die Tragschiene, wobei abgewandelte Komponenten zur Energieversorgung sowohl der Weiche als auch des Transportwagens bei einem vierten Ausführungsbeispiel gezeigt sind.

In den Figuren 1 und 2 ist in einer Ansicht von oben ein Ausschnitt eines Schienensystems 10 einer Förderanlage in Form einer Elektrohängebahn 12 gezeigt. Das nachstehend am Beispiel der Elektrohängebahn 12 erläuterte Prinzip kann al- ternativ auch bei anderen Schienensystemen, insbesondere auch bei Bodenschienensystemen genutzt werden.

Das Schienensystem 10 ist beim vorliegenden Ausführungsbeispiel einspurig und umfasst eine Tragschiene 14, die in herkömmlicher Weise als I-Profil ausgeführt ist. Sie verläuft über dem Niveau des Raumbodens und ist in an und für sich bekannter Weise an einer nicht eigens gezeigten Haltekonstruktion aufgehängt, die keiner weiteren Erläuterung bedarf .

Auf der Tragschiene 14 kann eine Vielzahl von Transportwagen 16 verfahren werden, von denen in Figur 1 und 2 nur ein einziger gezeigt ist. Der Transportwagen 16 umfasst ein die Tragschiene 14 umgreifendes Fahrwerk 18, wie es aus dem Stand der Technik bekannt ist und daher nicht weiter beschrieben werden muss. Das Fahrwerk 18 ist mit einem Transportgehänge 20 verbunden, in welchem zu förderndes Gut untergebracht ist.

Das Schienensystem 10 der Elektrohängebahn 12 umfasst mehrere Streckenabschnitte, die jeweils über Weichen miteinander verbunden sind. In den Figuren 1 und 2 ist ein erster

Streckenabschnitt 22 des Schienensystems 10 zu erkennen,, auf dem die Transportwagen 16 in einer Transportrichtung 24 fahren. Der erste Streckenabschnitt 22 ist in dieser Transportrichtung 24 vor einer Weiche 26 angeordnet. Ein der Weiche 26 benachbarter Endabschnitt des ersten Streckenabschnitts 22 bildet einen Sicherheits-Schienenabschnitt 28. Hierauf wird weiter unten nochmals eingegangen.

In Transportrichtung 24 hinter der Weiche 26 ist ein zweiter Streckenabschnitt 30 angeordnet. Dieser ist über eine geradlinige Weichenschiene 32 der Weiche 26 mit dem ersten

Streckenabschnitt 22 verbunden, wenn die Weiche 26 eine ers- te Weichenstellung einnimmt, die in Figur 1 gezeigt ist.

Ein dritter, ebenfalls in Transportrichtung 24 hinter der Weiche 26 angeordneter Streckenabschnitt 34 ist über eine Kurven-Weichenschiene 36 der Weiche 26 mit dem ersten Streckenabschnitt 22 verbunden, wenn die Weiche 26 eine zweite Weichenstellung einnimmt, die in Figur 2 gezeigt ist.

Die Tragschiene 14 trägt entlang des Bewegungsweges der Transportwagen 16 eine Energieversorgungsleitung 38, die bei einem in den Figuren 3 und 4 gezeigten ersten Ausführungsbeispiel als mehradrige Schleifleitung 40 ausgebildet ist. Exemplarisch sind in den Figuren 3 und 4 vier Adern 42 der Schleifleitung 40 gezeigt, die als einen Längsschnitt aufweisende und damit im Querschnitt C-förmige Kupferleitungen ausgebildet sind. Die Schleifleitung 40 umfasst in der Regel drei Adern für die Phasen von Drehstrom und eine Ader auf Erdpotential. Optional kann noch eine Ader als Null-Leiter vorhanden sein. Gegebenenfalls kann die Schleifleitung 40 auch noch ein Aderpaar umfassen, welches ein Polpaar für Niederspannung bildet, über welches gegebenenfalls vorhandene Steuerelemente, Sensoren oder Aktuatoren an den Transportwagen 16 bestromt werden können.

Es können auch noch weitere stromführende Schleifleitungen vorgesehen sein, um je nach Bedarf zusätzliche Betriebsmit ¬ tel zu bestromen.

Zur Stromabnahme umfasst jeder Transportwagen 16 eine von diesem mitgeführte Schleif-Kontakteinrichtung 44, welche mit einer Transportwagensteuerung 46 des Transportwagens 16 in Verbindung steht, die in Figur 3 nur gestrichelt angedeutet ist. Die · Schleif-Kontakteinrichtung 44 weist federgelagerte Kohlefinger 48 auf, von denen jeweils einer durch den zuge ¬ hörigen Längsschlitz in jeweils eine Ader 42 hineinragt und deren Innenfläche kontaktiert.

Außerdem trägt die Tragschiene 14 entlang des Bewegungsweges der Transportwagen 16 eine Kommunikationsleitung 50, die beim in den Figuren 3 und 4 gezeigten Ausführungsbeispiel ebenfalls als mehradrige Schleifleitung ausgebildet ist; diese trägt das Bezugszeichen 52. Exemplarisch sind zwei Adern 54 der Schleifleitung 52 gezeigt, die ebenfalls als im Querschnitt C-förmige Kupferleitungen ausgebildet sind.

Zur Datenübertragung umfasst jeder Transportwagen 16 eine von ihm mitgeführte Wagen-Kommunikationseinheit in Form einer Kontakteinrichtung 56, welche mit der Transportwagensteuerung 46 des Transportwagens 16 verbunden ist. Die Kontakteinrichtung 56 weist ihrerseits wieder federgelagerte Kohlefinger 58 auf, von denen jeweils einer durch den zugehörigen Längsschlitz in jeweils eine Ader 54 hineinragt und deren Innenfläche kontaktiert, wodurch eine Signalübertragung erfolgen kann.

Die Energieversorgungsleitung 38 der Tragschiene 14 wird über eine erste Energiezuleitung 60 aus einer zentralen Energieversorgungseinrichtung 62 gespeist (siehe Figuren 1 und 2) . Die Kommunikations-Schleifleitung 52 der Tragschiene 14 steht über eine bidirektionale Hauptdatenleitung 64 mit einer Zentralsteuerung 66 in Verbindung, so dass diese Kom ¬ munikationsdaten in die Kommunikations-Schleifleitung 52 der Tragschiene 16 einspeisen und aus dieser abrufen kann. Lei ¬ tungen, die der Datenübermittlung dienen, sind in den Figu ¬ ren stets mit größerer Strichdicke dargestellt als Energie ¬ leitungen .

Die Zentralsteuerung 66 kann über die Kommunikations- Schleifleitung 52 mit jedem Transportwagen 16 an jedem Ort auf dem Schienensystem 12 kommunizieren. Zur Datenübertra- gung sind verschiedene standardisierte Kommunikations- Systeme geeignet, z.B. ASi-, RS485- oder CAN-Bussysteme oder Ethernet .

Wie in den Figuren 1 und 2 zu erkennen ist, umfasst die Weiche 26 eine Weichensteuerung 68. Diese ist über eine Energieabnahmeleitung 70 mit der Energieversorgungsleitung 38 an der Tragschiene 14 verbunden, worüber die Weiche 26 mit Energie versorgt wird.

Die Energieabnahmeleitung 70 ist in Transportrichtung 24 gesehen in einem Bereich 22a kurz vor dem Sicherheitsabschnitt 28 des ersten Streckabschnitts 22 des Schienensystems 10 mit der Energieversorgungsleitung 38 verbunden. Hierzu ist dort eine Abnahmeeinheit 72 angeordnet, die beim in den Figuren 3 und 4 gezeigten Ausführungsbeispiel als Kontakteinheit 74 ausgebildet ist, welche die Adern 42 der Schleifleitung 40 auf deren der Tragschiene 14 zugewandten Seite kontaktiert.

Figur 4A zeigt eine Seitenansicht des Schienenbereichs 22a der Tragschiene 14, wobei die aus dieser Blickrichtung hin ¬ ter der Schleifleitung 40 angeordnete Kontakteinheit 74 zu erkennen ist. Die in Figur 3 gezeigte Schleif-Kontakteinrichtung 44 des Transportwagens 16 ist dort der Übersichtlichkeit halber weggelassen.

Der Abschnitt der Energieversorgungsleitung 38, welcher entlang des Sicherheitsabschnitts 28 der Tragschiene 14 verläuft, bildet einen separaten Leitungsbereich und wird nicht von der zentralen Energieversorgungseinrichtung 62, sondern mittels der Weichensteuerung 68 über eine zweite Energiezuleitung 76 gespeist. Mit Hilfe der Weichensteuerung 68 kann die Energiezufuhr zu dem Sicherheitsabschnitt 28 wahlweise unterbrochen werden. Hierauf wird weiter unten nochmals ein ¬ gegangen . Wenn die Weiche 26 ihre erste Weichenstellung einnimmt, bestromt die Weichensteuerung 68 außerdem die Energieversorgungsleitung 38 im Bereich der geradlinige Weichenschiene 32 über eine dritte Energiezuleitung 78. In entsprechender Weise bestromt die Weichensteuerung 68 die Energieversorgungsleitung 38 im Bereich der Kurven-Weichenschiene 36 über eine vierte Energiezuleitung 80, wenn die Weiche 26 ihre zweite Weichenstellung einnimmt.

Die Weiche 26 umfasst einen Weichenantrieb 82, mittels welchem sie aus ihrer ersten Weichenstellung in ihre zweite Weichenstellung und aus ihrer zweiten Weichenstellung in ihre erste Weichenstellung bewegt werden kann. Die mechanische Kopplung des Weichenantriebs 82 mit den Weichenschienen 32 und 36 ist in den Figuren 1 und 2 mittels gestichelter Linien angedeutet .

Der Weichenantrieb 82 wird über die Weichensteuerung 68 angesteuert und von dieser über eine fünfte Energiezuleitung 84 bestromt.

Die Weichensteuerung 68 ist über eine bidirektionale Wei- chendatenleitung 86 mit der Kommunikationsleitung 50 an der Tragschiene 14 verbunden. Hierdurch kann die Weichensteuerung 68 mit der Zentralsteuerung 66 einerseits und mit jedem Transportwagen 16 andererseits Daten austauschen und Kommu ¬ nizieren, wozu die jeweiligen Kommunikationssysteme entsprechend kompatibel sein müssen.

Die Weichendatenleitung 86 ist am der Weiche 26 benachbarten Endbereich 28a des Sicherheitsabschnitts 28 über eine Über ¬ tragungseinheit 88 mit der Kommunikationsleitung 50 der Tragschiene 14 gekoppelt. Die Übertragungseinheit 88 ist beim in den Figuren 3 und 4 gezeigten Ausführungsbeispiel als Daten-Kontakteinrichtung 90 ausgebildet, welche die beiden Adern 54 der Schleifleitung 52 auf deren der Tragschiene 14 zugewandten Seite kontaktiert.

Figur 4B zeigt den Endbereich 28a des Sicherheitsabschnitts 28 in einer Seitenansicht und die aus dieser Blickrichtung hinter der Schleifleitung 40 angeordnete Übertragungseinheit 88. In Figur 4B ist die in Figur 3 zu erkennende Daten- Kontakteinrichtung 56 des Transportwagens 16 der Übersichtlichkeit halber nicht gezeigt.

In den Figuren 5 und 6 ist als zweites Ausführungsbeispiel eine Abwandlung der Energie- und der Datenübertragung gezeigt .

Im Unterschied zum Ausführungsbeispiel nach den Figuren 3 und 4 sind hier die Energieversorgungsleitung 40 und die Kommunikationsleitung 50 in einer einzigen Schleifleitung 92 vereint, welche sowohl Strom führt als auch Datensignale überträgt. Die Datenübertragung über stromführende Leitungen ist an und für sich unter dem Begriff Power-LAN bekannt.

Zur Energie- und Datenabnahme weisen die Transportwagen 16 eine Schleif-Kontakteinheit 94 auf, über welche der jeweilige Transportwagen 16 sowohl bestromt und dessen Transportwagensteuerung 46 Daten austauscht. Hierzu ist eine Signalverarbeitungseinheit 96 in die Schleif-Kontakteinheit 94 integriert, welche die Datensignale herausfiltert bzw. in die Schleifleitung 92 einspeist.

In gleicher Weise kann auch die Weichensteuerung 68 über ei ¬ ne Kontakteinheit 100 mit integrierter Signalverarbeitungseinheit 102 mit der Schleifleitung 92 gekoppelt sein. In diesem Fall führt auch die Weichendatenleitung 86 zum Endbe ¬ reich 22a des ersten Streckenabschnitts 22 vor dem Sicher- heitsabschnitt 28, wo entsprechend die Kontakteinheit 100 angeordnet ist. Alternativ können die Energieversorgung und der Datentransfer der Weichensteuerung 68 jedoch auch getrennt voneinander erfolgen, wie es beim Ausführungsbeispiel nach den Figuren 3 und 4 der Fall ist. Dies ist in den Figuren 6A und 6B gezeigt.

In Figur 7 ist als drittes Ausführungsbeispiel eine Abwandlung der Datenübertragung gezeigt.

Anstelle der Kommunikations-Schleifleitung 52 beim ersten Ausführungsbeispiel gemäß den Figuren 3 und 4 ist die Kommunikationsleitung 50 hier als Leckwellenleiter 104 ausgebildet, wie er an und für sich bekannt ist.

Der Transportwagen 16 führt eine Empfangs- und Sendeantenne 106 mit sich, die stets dicht an dem Leckwellenleiter 104 entlang geführt ist. Als standardisiertes Korwtunikationssys- tem kann beispielsweise Ethernet genutzt werden.

Die Weichendatenleitung 86 der Weichensteuerung 68 ist in diesem Fall über eine direkte Kabelverbindung mit der Seele des Leckwellenleiters 104 verbunden, was in Figur 7 nur an ¬ gedeutet ist.

In Figur 8 ist als viertes Ausführungsbeispiel eine Abwand ¬ lung der Energieversorgung gezeigt.

Hier erfolgt die Energieversorgung der Transportwagen 16 induktiv, wozu die Energieversorgungsleitung 38 als stromfüh ¬ rendes Kabel 108 ausgebildet ist. Die Transportwagen 16 füh ¬ ren zur Energieabnahme jeweils ein Abgreifmodul 110, ein so ¬ genanntes Pick-Up-Modul, mit sich, wie es an und für sich bekannt ist. Dieses umgreift das Kabel 108, wie es in Figur 8 zu erkennen ist, und ist mit der Transportwagensteuerung 46 verbunden.

Die Energieabnahmeleitung 70 zur Weichensteuerung 68 ist in diesem Fall über eine direkte Kabelverbindung mit dem stromführenden Kabel 108 verbunden, was in Figur 8 nur angedeutet ist .

Die Datenübertragung kann hier beliebig erfolgen, weshalb die Komponenten zur Datenübertragung in Figur 8 nur gestrichelt gezeigt und nicht mit Bezugszeichen versehen sind.

Unabhängig von der Art der Energieübertragung oder der Kommunikation funktioniert die oben beschriebene Elektrohängebahn 12 wie folgt:

Die Transportwagen 16 kommunizieren bidirektional mit der Zentralsteuerung 66, welche die Fahrt der Transportwagen 16 koordiniert und entsprechende Signale zu den einzelnen

Transportwagen 16 sendet. Diese wiederum geben Daten an die Zentralsteuerung zurück, z.B. Daten über die momentane Geschwindigkeit, Beschleunigung oder Verzögerung sowie Daten zur Position. Zur Ermittlung der Position eines Transportwagens auf dem Schienensystem 10 können alle etablierten Techniken genutzt werden.

Zusätzlich zu der Zentralsteuerung 66 und den Transportwagen 16 ist jedoch auch die Weichensteuerung 68 in die Kommunikation integriert. Die Weichensteuerung 68 kann über die Kommunikationsleitung 50 mit jedem Transportwagen 16 an jeder beliebigen Stelle des Schienensystems 10 und mit der Zentralsteuerung 66 Informationen austauschen.

Zur Ansteuerung der Weiche 26 kann z.B. die Kommunikation zwischen einem sich der Weiche 26 in Transportrichtung 24 nähernden Transportwagen 16 mit der Weichensteuerung 68 ge- nutzt werden.

In der Weichensteuerung 68 ist abgelegt, welche Weichenstellung die Weiche 26 einnehmen muss, damit ein Transportwagen 16 vom ersten Streckenabschnitt 22 zutreffend auf den zwei ¬ ten oder dritten Streckenabschnitt 30 bzw. 34 geleitet wird, damit dieser zu seinem Ziel gelangen kann.

Es sei angenommen, dass die Weiche 26 sich in ihrer ersten Weichenstellung (siehe Figur 1) befindet und ihre zweite Weichenstellung (siehe Figur 2) einnehmen muss, damit ein Transportwagen zu einem Ziel Z kommen kann.

Wenn sich der Weiche 26 in Transportrichtung 24 nun ein bestimmter Transportwagen 16 mit dem Ziel Z nähert, übermittelt dieser an die Weichensteuerung 68 ein Signal, welches sinngemäß für "mein Ziel ist Z" steht. Die Weichensteuerung 68 bestromt daraufhin den Weichenantrieb 82 derart, dass die Weiche 26 in die zweite Weichenstellung verfährt.

Als Sicherheitsmaßnahme unterbricht die Weichensteuerung 68 die Stromzufuhr zu dem Sicherheitsabschnitt 28 des ersten Streckenabschnitts 22 während des Übergangs von der ersten zur zweiten Weichenstellung. Dies bedeutet, dass die Ener ¬ gieversorgungsleitung 38 entlang des Sicherheitsabschnitts 28 keinen Strom führt, solange sich die Weiche in einer Zwi ¬ schenstellung zwischen der ersten und der zweiten Weichen ¬ stellung befindet.

Falls der Transportwagen 16 in den Sicherheitsabschnitt 28 einfährt, bevor die Weiche 26 ihre zweite Weichenstellung einnimmt, wird der Transportwagen 16 nicht mehr bestromt und bremst auf der Tragschiene 14 im Sicherheitsabschnitt 28. Der Sicherheitsabschnitt 28 ist entsprechend so lang ge ¬ wählt, dass ein Transportwagen 16 vor der Weiche 26 zum Stillstand kommt, wenn er nicht mehr mit Energie versorgt wird .

Auf diese Weise ist sichergestellt, dass ein Transportwagen 16 nicht in die Weiche 26 einfahren kann, wenn diese eine Zwischenstellung einnimmt, in welcher der Transportwagen 16 entgleisen und von der Tragschiene 14 herunter fahren würde.

Sobald die Weiche 26 ihre zweite Weichenstellung einnimmt, wird die Energieversorgungsleitung 38 entlang des Sicherheitsabschnitts 28 wieder bestromt, so dass ein sich darauf befindlicher Transportwagen 16 wieder in Bewegung setzen kann bzw. ein auf den Sicherheitsabschnitt 28 gelangender Transportwagen 16 seine Fahrt unverändert fortsetzen kann.

Die Kommunikation zwischen Weiche 26 und Transportwagen 16 erfolgt daher planmäßig vor dem Sicherheitsabschnitt 28, so dass der Transportwagen 16 erst dann in den Sicherheitsabschnitt 28 einfährt, wenn diesem wieder Energie zugeführt wird .

Die oben beschriebenen Vorgänge laufen sinngemäß entsprechend ab, wenn die Weiche aus der zweiten Weichenstellung in die erste Weichenstellung bewegt wird.

Dadurch, dass die Energieversorgung der Weichensteuerung 68 und damit der Weiche 26 über die Energieversorgungsleitung 38 entlang der Tragschiene 14 erfolgt, entfallen lange Kabel, die ansonsten über verhältnismäßig große Entfernungen von der Energieversorgungseinrichtung 62 zu einer jeweiligen Weiche 26 verlegt werden müssen.

Da die Weichensteuerung 68 über die Kommunikationsleitung 50 auch mit der Zentralsteuerung 66 kommuniziert und Befehle entgegennehmen kann, kann die Weiche 26 auch über die Zent- ralsteuerung 66 angesteuert werden, sofern geänderte Umstände dies erfordern.

Die Weiche 26 kann zusätzlich über externe Mittel, z.B. ein Tastenfeld oder über eine Fernbedienung manuell von einer Bedienungsperson angesteuert werden, welche vorher gegebenenfalls einen Authentifizierungscode eingeben muss.