Schilling, Wilfried (Karlsruher Strasse 16, Kraichtal, 76703, DE)
Egenter, Christian (Max-Reger-Strasse 14, Bretten, 75015, DE)
Schilling, Wilfried (Karlsruher Strasse 16, Kraichtal, 76703, DE)
| 1. | Kochfeld (11) mit mehreren Heizeinrichtungen, vorzugsweise Strahlungsheizkörpern (16ad), die über das Kochfeld verteilt an¬ geordnet sind, mit Leistungsmodulen (20ad) und einer Steuerung (40) für die Heizeinrichtungen, dadurch gekennzeichnet, dass höchstens zwei Heizeinrichtungen (16ad) ein gemeinsames Leis¬ tungsmodul aufweisen und dieses den beiden Heizeinrichtungen räumlich nahe zugeordnet ist bzw. in unmittelbarer Nähe an den Heizeinrichtungen vorgesehen ist, wobei die Leistungsmodule und/oder die Steuerung zumindest teilweise in den Randbereichen des Kochfelds angeordnet sind und wobei jedes Leistungsmodul auf jeweils einem eigenen Träger und/oder in jeweils einem eige¬ nen Gehäuse (21) angeordnet ist. |
| 2. | Kochfeld nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass jede Heizeinrichtung ein eigenes Leistungsmodul aufweist und dieses der Heizeinrichtung räumlich nahe zugeordnet ist bzw. in unmittel¬ barer Nähe an jeder Heizeinrichtung vorgesehen ist. |
| 3. | Kochfeld nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass alle Leistungsmodule (20ad) am Rand angeordnet sind, vorzugs¬ weise in den Eckbereichen bei einem viereckigen oder rechtwink¬ ligen Kochfeld (11). |
| 4. | Kochfeld nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Träger der Leistungsmodule (20ad) Leiterplatten sind. |
| 5. | Kochfeld nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Leistungsmodule (20ad) für die Leis¬ tungsbeaufschlagung der Heizeinrichtungen (16ad) leistungs¬ elektronische Bauteile oder LeistungsRelais (26) aufweisen. |
| 6. | Kochfeld nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Leistungsmodule (20ad) über ein Bus System mit der Steuerung (40) verbunden sind, vorzugsweise ein kabelgestütztes BusSystem. |
| 7. | Kochfeld nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekenn¬ zeichnet durch eine Abdeckung, vorzugsweise eine Platte (12) aus Glaskeramik oder dergleichen, mit einem darunter liegenden, im wesentlichen umlaufenden seitlichen Rahmen (13, 14), wobei vorzugsweise der Rahmen (13, 14) in der Nähe der Leistungsmo¬ dule (20ad) ausgespart ist bzw. Ausnehmungen aufweist. |
| 8. | Kochfeld nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass alle Leistungsmodule (20ad) innerhalb des Rahmens (13, 14) liegen bzw. nur unwesentlich darüber hinaus stehen. |
| 9. | Kochfeld nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass ein Gehäuse (21) der Leistungsmodule (20ad) derart stabil aus¬ geführt ist und mit dem Rahmen (13, 14) des Kochfelds (11) derart stabil verbunden ist, dass die mechanische Schwächung des Rahmens durch die Aussparungen oder Ausnehmungen im we¬ sentlichen aufgehoben ist. |
| 10. | Kochfeld nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekenn¬ zeichnet durch eine Anschlusseinrichtung (30), an welche ein Netzkabel zur Leistungsversorgung anschließbar ist, wobei die Anschlusseinrichtung an der Rückseite des Kochfelds (11) vorge¬ sehen ist, vorzugsweise in etwa mittig. |
| 11. | Kochfeld nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass an oder in der Anschlusseinrichtung (30) ein Schaltnetzteil (33) für die Steuerung (40) und/oder Bedienelemente des Kochfelds (11) vorgesehen ist, vorzugsweise mit gemeinsamem Träger und/oder Gehäuse (31). |
| 12. | Kochfeld nach Anspruch 10 oder 11 , dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlusseinrichtung (30) TrennRelais (36) zu dem Rückleiter (N) des Netzkabels aufweist, vorzugsweise zwei Trenn Relais, wobei jeweils ein TrennRelais für eine Gruppe von Heiz¬ einrichtungen (16ad) des Kochfelds (11), insbesondere zwei Heizeinrichtungen, vorgesehen ist. |
| 13. | Kochfeld nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizeinrichtungen (16ad) mechanische Temperaturfühler, Übertemperatursicherungen und/oder sonstige Erfassungseinrichtungen aufweisen, die mit einem Anschluß (18, 19) seitlich über die Fläche der Heizeinrichtung überstehen, wobei eine elektrische Verbindung von einem Leistungsmodul (20ad) an diesen Anschluß (18) und die Heizeinrichtung (16ad) über eine Steckverbindung (19), insbesondere als Gruppenstecker, erfolgt. |
| 14. | Kochfeld nach einem der vorhergehenden Ansprüche, insbeson¬ dere nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die elekt¬ rischen Verbindungen zwischen der Anschlusseinrichtung (30) und den Leistungsmodulen (20ad) Kabel (50) mit Steckern (51) sind, vorzugsweise für jeweils zwei hintereinander bzw. nachein¬ ander angeordnete Leistungsmodule (16ad) ein Kabelbaum (50) mit abzweigenden Anschlüssen für jedes Leistungsmodul, wobei insbesondere der Kabelbaum auch elektrische Anschlüsse von dem Leistungsmodul (20ad) zu der zugehörigen Heizeinrichtung (16ad) aufweist. |
Anwendungsgebiet und Stand der Technik
Die Erfindung betrifft ein Kochfeld nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Aus der DE 100 45 655 ist ein Kochfeld mit vier Kochstellen bekannt. Bedienelemente für das Kochfeld sind dort an verschiedenen Stellen am Randes des Kochfeldes vorgesehen. Ebenso sind bei dem Kochfeld die Leistungsmodule samt Elektronik am linken Rand und am rechten Rand vorgesehen. Durch die seitliche Anordnung der Elektronik bzw. der Leis¬ tungsmodule außerhalb der Muldenwanne sollen diese besser vor schädlichen Einflüssen, insbesondere Wärme, geschützt werden.
Aus der DE 101 12 588 ist ein weiteres Kochfeld bekannt. Zum flexible¬ ren Aufbau ist hier vorgesehen, dass ein Bedienteil getrennt von dem Kochfeld bzw. der Muldenwanne vorgesehen ist und an einer prinzipiell beliebigen Stelle angeordnet werden kann. Mit einem Leistungsteil des Kochfeldes kommuniziert es drahtlos und gibt so Befehle weiter bzw. empfängt Informationen, welche angezeigt werden.
Aufgabe und Lösung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein eingangs genanntes Kochfeld zu schaffen, mit dem der Stand der Technik weiterentwickelt werden kann und insbesondere die Anordnung der Funktionseinheiten des Kochfeldes verbessert werden kann sowie bei vorgegebener Anzahl und Größe der einzelnen Kochstellen die notwendige Größe für ein Kochfeld verringert werden kann. Gelöst wird diese Aufgabe durch ein Kochfeld mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Vorteilhafte sowie bevorzugte Ausgestaltungen der Erfin¬ dung sind Gegenstand der weiteren Ansprüche und werden im folgen¬ den näher erläutert. Der Wortlaut der Ansprüche wird durch ausdrückli¬ che Bezugnahme zum Inhalt der Beschreibung gemacht.
Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass höchstens zwei Heizeinrichtun¬ gen ein eigenes gemeinsames Leistungsmodul aufweisen. Es ist den Heizeinrichtungen räumlich nahe zugeordnet, was auch bedeuten kann, dass es in unmittelbarer Nähe an beiden Heizeinrichtungen vorgesehen sein kann. Diese sind vorteilhaft benachbart. Besonders vorteilhaft weist sogar jede Heizeinrichtung ein eigenes Leistungsmodul auf. Dieses ist dann sehr nahe bei dieser Heizeinrichtung angeordnet. Jedes Leistungs¬ modul ist vorteilhaft eine eigene Baueinheit oder separate Funktionsein¬ heit. Dies drückt sich vor allem dadurch aus, dass jedes Leistungsmodul einen eigenen Träger, beispielsweise eine Leiterplatte, und/oder jeweils ein eigenes Gehäuse aufweist. Die Leistungsmodule und/oder die Steu¬ erung sind dabei zumindest teilweise in den Randbereichen des Koch¬ feldes angeordnet. Dies bedeutet also, dass zumindest eine oder besser mehrere dieser Funktionseinheiten am Rand des Kochfeldes sitzen. Die Leistungsmodule enthalten bevorzugt Schalteinrichtungen, welche elekt- romechanische Schalter sein können, insbesondere Leistungsrelais. Al¬ ternativ können es elektronische Schalter sein, also Leistungsbauteile wie Transistoren, Triacs oder IGBT's.
Durch die erfindungsgemäße Aufteilung der Leistungsbeaufschlagung in jeweils ein Leistungsmodul für höchstens zwei oder eine Heizeinrichtung bzw. Kochstelle, also als separate Funktionseinheit, können diese belie¬ big oder in weiten Bereichen frei platzierbar sein, wobei sie jeweils nahe an den jeweiligen Heizeinrichtungen vorgesehen sein sollten. So ist es beispielsweise bei gebräuchlichen Kochfeldern mit rechteckiger Grund¬ fläche und im wesentlichen runden Heizeinrichtungen oder Kochstellen möglich, in den dadurch vorhandenen Lücken oder freien Bereichen in den Ecken entlang des Randes zwischen zwei Heizeinrichtungen oder den zentralen mittigen Platz zu nutzen. So können sich die Heizeinrich¬ tungen bis nahezu an den Rand des Kochfeldes erstrecken. Damit kön¬ nen gerade die in der DE 100 45 655 A1 vorgesehenen zusätzlichen Randbereiche, welche über die eigentlich für die Heizeinrichtungen be¬ nötigte Fläche weit hinausgehen, vermieden werden. Dies kann insbe¬ sondere dort aus Fig. 2 ersehen werden. Die für ein erfindungsgemäßes Kochfeld benötigte Fläche ist also nur wenig größer als die vier Heizein¬ richtungen bzw. Kochstellen mit etwas Abstand zueinander. Dieser Ab¬ stand ist aber vor allem auch für eine gute Handhabbarkeit der auf den Heizeinrichtungen stehenden Kochgefäßen von Vorteil.
Bevorzugt liegen alle Leistungsmodule innerhalb des Rahmens bzw. stehen nur unwesentlich darüber hinaus. So ist eine besonders kompak¬ te Anordnung möglich, die auch den vorgenannten Platzbedarf weiter reduzieren hilft.
Sind Heizeinrichtungen bzw. Kochstellen vorhanden, die eine Untertei¬ lung aufweisen, beispielsweise Kochstellen mit mehreren Heizkreisen für verschieden große oder geformte Kochgefäße, so bilden sie vorteil¬ haft eine Baueinheit im Sinne dieser Anmeldung. Damit kann vorteilhaft ein Leistungsmodul sämtliche Heizkreise der Heizeinrichtung ansteuern. Dafür können auch mehrere Schalteinrichtungen in dem einen Leis¬ tungsmodul vorgesehen sein, beispielsweise eine Schalteinrichtung für jeden Heizkreis oder eine jeweils zum Zuschalten der Heizkreise und eine insgesamt für ein Takten der gesamten Heizeinrichtung, unabhän¬ gig davon, welche der Heizkreise leistungsbeaufschlagt sein sollen.
Bei einem möglichen vorgenannten Kochfeld mit rechtwinkliger Form wird es bevorzugt, wenn zumindest einige Leistungsmodule in den Eck¬ bereichen angeordnet sind. Besonders vorteilhaft sind alle Leistungs¬ module am Rand bzw. in den Ecken vorgesehen. In ihrem Gehäuse oder an einem Träger für jedes Leistungsmodul kann vorgesehen sein, dass diese eine Art thermische Dämmung aufweisen. So kann die Aufwärmung durch die benachbart angeordneten Heizein¬ richtungen in Grenzen gehalten werden.
Die Leistungsmodule sind vorteilhaft elektronischer Art, zumindest was ihre Ansteuerung betrifft. Dafür kann ein Bus-System vorgesehen sein, über welches sie mit der Steuerung verbunden sind. Ein solches Bus- System kann kabellos sein, beispielsweise über Funk. Es wird jedoch bevorzugt, wenn es kabelgestützt ist. Dadurch wird die Störanfälligkeit stark gesenkt. Des weiteren ist der Aufwand einer Verkabelung, insbe¬ sondere was Kosten angeht, geringer.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung weist das Kochfeld eine Abde¬ ckung auf, beispielsweise eine Glaskeramikplatte oder ähnliches Materi¬ al. Diese Abdeckung liegt auf einem im wesentlichen umlaufenden Rahmen auf, der entweder allein oder in Zusammenwirkung mit weiteren Einrichtungen, insbesondere einer sogenannten Kochfeldwanne oder Muldenwanne, für die Stabilität sorgt. Dazu kann der Rahmen beispiels¬ weise einen seitlich umlaufenden Streifen aufweisen, welcher rechtwink¬ lig zu der Abdeckung steht. Der Rahmen kann in der Nähe bzw. im Be¬ reich der Leistungsmodule Ausnehmungen aufweisen oder ausgespart sein bzw. unterbrochen sind. Dadurch ist es möglich, dass die Leis¬ tungsmodule nicht vollständig innerhalb des Rahmens liegen, sondern in diesen hineinreichen oder sogar ein kleines Stück über ihn hinausragen können. So wird es ermöglicht, sämtliche Baueinheiten des Kochfeldes enger anzuordnen bzw. den Platzbedarf zu senken.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung weisen die Leistungsmodule Träger oder Gehäuse auf, die derart stabil ausgeführt sind, dass sie mit dem Rahmen des Kochfeldes verbunden werden können. Diese Verbin¬ dung wiederum ist derart stabil, dass sie eine mechanische Verstärkung des Rahmens bildet. Insbesondere kann dadurch die Schwächung des Rahmens aufgehoben bzw. ausgeglichen werden, welche durch die vor¬ genannten Ausnehmungen oder Aussparungen entstehen. Für eine der¬ artige stabile Verbindung ist es beispielsweise möglich, die Teile mitein¬ ander durch Verbindungsmittel, wie Schrauben, Nieten oder Bolzen zu verbinden. Alternativ können Steckverbindungen vorgesehen sein, wel¬ che durch einen herzustellenden Formschluss, beispielsweise das Um¬ biegen von Laschen oder dergleichen, fixiert werden. Dabei ist es auch durchaus möglich, dass ein in eine Aussparung oder Ausnehmung ein¬ zusetzendes Gehäuse oder ein Träger eine Spannung im Längsverlauf des Rahmens erzeugen, welche die Stabilität erhöhen.
Eine Steuerung für das Kochfeld bzw. die Leistungsmodule kann, insbe¬ sondere zusammen mit Bedienelementen für das Kochfeld, an bzw. in dem Kochfeld selber angeordnet sein, alternativ jedoch auch getrennt davon. Für die Leistungsmodule bzw. für eine Leistungseinstellung ein¬ zelner Heizeinrichtungen des Kochfeldes ist vorteilhaft ein weiterer Mic¬ rocontroller vorgesehen. Über diesen können die Bedien-Befehle an die einzelnen Leistungsmodule weitergegeben werden.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist an dem Kochfeld eine An¬ schlusseinrichtung vorgesehen. An diese wird auf an sich bekannte Art und Weise ein Netzkabel zur Leistungsversorgung angeschlossen, in der Regel ein fünfadriges Netzkabel mit drei Außenleitern, einem Rück¬ leiter sowie einem Schutzleiter. Die Anschlusseinrichtung ist vorteilhaft an der Rückseite des Kochfeldes vorgesehen. Hier bietet sich eine mitti¬ ge Anordnung an, insbesondere zwischen zwei an der Rückseite be¬ nachbart liegenden Heizeinrichtungen.
Die Anschlusseinrichtung kann ein Schaltnetzteil aufweisen, über wel¬ ches die Steuerung und/oder Bedienelemente des Kochfeldes mit Leis¬ tung versorgt werden können. Das Schaltnetzteil ist vorteilhaft auf dem¬ selben Träger und in einem einzigen Gehäuse zusammen mit der An¬ schlusseinrichtung angeordnet. Des weiteren weist die Anschlussein- richtung bevorzugt Trenn-Relais auf, welche in der Verbindung zu dem Rückleiter des Netzkabels liegen.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung können an den Heizeinrichtun¬ gen mechanische Temperaturregler, Übertemperatursicherungen oder sonstige Einrichtungen zur Erfassung oder Messung von Werten oder Zuständen vorgesehen sein. In vielen Fällen sind dies sogenannte Stab¬ regler, welche einen Übertemperaturschutz des Kochfeldes bzw. einer Glaskeramik bilden und mit einem Gehäuse seitlich über eine Heizein¬ richtung überstehen. Ebenso können dies sogenannte Topferkennungs- Sensoren sein, mit welchen das Vorhandensein oder die Position eines Topfes auf dem Kochfeld erfasst werden können. Manche dieser Ein¬ richtungen, insbesondere Stabregler, können in den Leistungsanschluss der Heizeinrichtung sozusagen eingeschleift sein. In diesem Fall ist es bei einer Ausgestaltung der Erfindung möglich, eine elektrische Verbin¬ dung von einem Leistungsmodul an diesen Anschluss und/oder an die zugeordnete Heizeinrichtung über eine Steckverbindung vorzusehen. Diese Steckverbindung kann beispielsweise ein Gruppenstecker sein.
Vorteilhaft sind elektrische Verbindungen zwischen der Anschlussein¬ richtung und den Leistungsmodulen sowie evtl. auch zu den Heizeinrich¬ tungen als Kabel mit Steckern ausgebildet, insbesondere können Kabel¬ bäume verwendet werden. Dabei ist es möglich, beispielsweise für je¬ weils zwei hintereinander bzw. nacheinander angeordnete Leistungsmo¬ dule einen gemeinsamen Kabelbaum vorzusehen. Von diesem können Anschlüsse für jedes Leistungsmodul abzweigen. Des weiteren ist es möglich, an diesem Kabelbaum auch abzweigende Anschlüsse von dem Leistungsmodul zu der zugehörigen Heizeinrichtung vorzusehen. Somit kann ein solcher Kabelbaum als eine Baueinheit die elektrische Verbin¬ dung von der Anschlusseinrichtung zu den Leistungsmodulen und gleichzeitig von dort zu den Heizeinrichtungen darstellen. Der elektri¬ sche Anschluss bei der Montage des Kochfeldes wird erleichtert und die Fehleranfälligkeit kann reduziert werden. Diese und weitere Merkmale gehen außer aus den Ansprüchen auch aus der Beschreibung und den Zeichnungen hervor, wobei die einzelnen Merkmale jeweils für sich allein oder zu mehreren in Form von Unter¬ kombinationen bei einer Ausführungsform der Erfindung und auf ande¬ ren Gebieten verwirklicht sein und vorteilhafte sowie für sich schutzfähi¬ ge Ausführungen darstellen können, für die hier Schutz beansprucht wird. Die Unterteilung der Anmeldung in einzelne Abschnitte sowie Zwi- schen-Überschriften beschränken die unter diesen gemachten Aussa¬ gen nicht in ihrer Allgemeingültigkeit.
Kurzbeschreibung der Zeichnungen
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen schema¬ tisch dargestellt und werden im folgenden näher erläutert. In den Zeich¬ nungen zeigt:
Fig. 1 eine Schrägansicht der Unterseite eines erfindungsgemäßen Kochfeldes, bei dem Leistungsmodule für mehrere Strahlungs¬ heizkörper verteilt angeordnet sind, Fig. 2 eine Draufsicht auf die Anordnung nach Fig. 1 mit weiteren De¬ tails, Fig. 3 eine vergrößerte Darstellung eines Leistungsmoduls ähnlich Fig. 1 und Fig. 4 eine vergrößerte Darstellung einer Anschlusseinrichtung ähn¬ lich Fig. 1.
Detaillierte Beschreibung der Ausführungsbeispiele
In den Fig. 1 und 2 ist ein Kochfeld 11 dargestellt, welches sozusagen auf die Oberseite gelegt ist. Es weist eine Glaskeramikplatte 12 auf, de¬ ren Oberseite im Betrieb die Kochfläche bildet und an deren Unterseite Strahlungsheizkörper 16a bis 16d angelegt sind. Diese sind noch befes- tigt, was jedoch im Zusammenhang mit dieser Erfindung ohne weitere Bedeutung ist.
An der Glaskeramikplatte 12 sind zur Stabilität und auch für den Aufbau ein oberes Rahmenteil 13 sowie ein seitliches Rahmenteil 14 ange¬ bracht. Diese bestehen aus Metallprofilen, welche üblicherweise rund¬ herum laufen. Dies dient vor allem auch der Stabilisierung. Des weiteren wird auf die Unterseite des Kochfeldes 11 üblicherweise eine Abde¬ ckung, insbesondere eine sogenannte Blechwanne, aufgesetzt, um das Kochfeld 11 zu verschließen. Dadurch werden auch die Strahlungsheiz¬ körper 16 gegen die Unterseite der Glaskeramikplatte 12 gedrückt. Un¬ ter anderem dient der seitliche Rahmenteil 14 zur Befestigung einer sol¬ chen Abdeckung an der Glaskeramikplatte. Hierzu werden nachfolgend noch genauere Ausführungen gemacht.
Seitlich an den Strahlungsheizkörpern 16a bis 16d sind Anschlüsse 18 vorgesehen, welche gleichzeitig ein Teil von mechanischen Temperatur¬ reglern sind, die einen Übertemperaturschutz der Glaskeramikplatte 12 an den Strahlungsheizkörpern 16 bilden. Derartige Temperaturregler sind beispielsweise aus der EP 416 335 A bekannt, auf welche diesbe¬ züglich ausdrücklich verwiesen wird. Über dargestellte Steckfahnen 19 werden sowohl ein Strahlungsheizkörper 16 bzw. eine Heizung als auch ein Temperaturregler elektrisch angeschlossen.
In Eckbereichen des Kochfeldes befinden sich mehrere Leistungsmodu¬ le 20a bis 2Od. Diese werden von einer Steuerung 40, welche Bedien¬ elemente für eine Bedienperson aufweist, angesteuert und versorgen die Strahlungsheizkörper 16 mit elektrischer Energie. Sie sind in Fig. 3 im Detail dargestellt und werden hierzu gehörend näher erläutert. In ei¬ ner alternativen, nicht dargestellten Ausführung können auch zwei Strahlungsheizkörper 16 an jeweils ein gemeinsames Leistungsmodul angeschlossen sein, beispielsweise die Strahlungsheizkörper 16c und 16d an das gemeinsame Leistungsmodul 20c. Es liegt dabei nahe bei beiden Strahlungsheizkörpern 16c und 16d. Dies beispielsweise aus Gründen der gemeinsamen Energieversorgung oder Abschaltung über verschiedene Phasen bzw. Außenleiters eines Drehstromanschlusses vorteilhaft sein kann. Dabei hängen jeweils zwei Strahlungsheizkörper an einem gemeinsamen Leistungsmodul, welches mit einem Außenleiter verbunden ist.
In der Draufsicht in Fig. 2 ist besonders gut zu erkennen, wie an einer Seite des Kochfeldes 11 , welche im eingebauten Zustand üblicherweise die Rückseite ist, eine Anschlusseinrichtung 30 vorgesehen ist. Diese wird im Zusammenhang mit Fig. 4 näher erläutert.
Des weiteren ist mindestens ein Kabelbaum 50 dargestellt. Dieser ist jeweils über Stecker 51 mit der Anschlusseinrichtung 30, einem Leis¬ tungsmodul 2Od sowie der Steuerung 40 und einem Strahlungsheizkör¬ per 16d verbunden. Er ist so vorkonfektioniert, dass an jede der vorge¬ nannten Einrichtungen nur eine möglichst geringe Zahl von Verbindun¬ gen bzw. Steckverbindungen hergestellt werden muss. Es ist möglich, beispielsweise für jeweils zwei zusammengehörende, an ein Trennrelais des Nullleiters angeschlossene Heizeinrichtungen, einen Kabelbaum vorzusehen. Dieser muss dann an zwei Leistungsmodule reichen. Alter¬ nativ kann auch pro Heizeinrichtung, wie in Fig. 2 dargestellt, oder aber insgesamt nur ein einziger Kabelbaum vorgesehen sein.
In Fig. 3 ist in Draufsicht ein Leistungsmodul 2Od dargestellt. Wie aus Fig. 2 zu erkennen ist, zeichnet es sich dadurch aus, dass es den Strah¬ lungsheizkörper 16d mit Energie versorgt. Dieser ist ein Strahlungsheiz¬ körper mit zwei Heizkreisen, einem inneren und einem äußeren. Dies ist dem Fachmann bekannt und braucht nicht weiter erläutert zu werden. Zu diesem Zweck enthält es zwei Leistungsrelais 26. Eines dient zum Takten des gesamten Strahlungsheizkörpers 16d und das andere zum Zuschalten des äußeren Heizkreises zum inneren. Des weiteren ist ein Gehäuse 21 vorgesehen, welches vorteilhaft aus Metall ist bzw. aus Blech besteht und eine gewisse integrale Festigkeit aufweist. Dies dient dazu, dass an den ausgeschnittenen Ecken des Rahmens die seitlichen Rahmenteile 14 über Verschränkungen 22 mit dem Gehäuse 21 verbunden werden. So kann ein Gehäuse 21 eines Leistungsmoduls in die ausgeschnittenen Ecken des seitlichen Rahmen¬ teils 14 eingesetzt werden, was wertvollen Platz spart. Des weiteren ist es durch die Verschränkungen 22 möglich, die Verringerung der gesam¬ ten Stabilität des umlaufenden Rahmens wieder herzustellen. Dazu be¬ steht das Gehäuse 21 vorteilhaft aus ähnlich stabilem Material wie der seitliche Rahmenteil 14.
Anstelle einer Verschränkung 22 sind auch Schraub- oder Schweißver¬ bindungen möglich. Lösbare Verbindungen werden bevorzugt, da so ein Auswechseln der Leistungsmodule möglich ist. Wichtig ist vor allem eine stabile mechanische Anbindung zwischen den seitlichen Rahmenteilen 14 und einem Gehäuse 21 zur Erhaltung der gesamten Stabilität.
Des weiteren weist das Leistungsmodul 2Od Steckbuchsen 24 auf, an welche beispielsweise ein Kabelbaum 50 gemäß Fig. 2 angeschlossen werden kann. Darüber hinaus können Steckfahnen 25 für weitere elekt¬ rische Anschlüsse vorgesehen sein. Neben den dargestellten Leistungs¬ relais 26 können noch weitere elektrische Bauteile vorgesehen sein. Diese sind dem Fachmann jedoch allgemein vom Aufbau von entspre¬ chenden Leistungsmodulen von Kochfeldern bekannt.
Die Anschlusseinrichtung 30 gemäß Fig. 4 dient dazu, ein üblicherweise fünfadriges Anschlusskabel mit dem Kochfeld 11 zu verbinden. Dazu weist die Anschlusseinrichtung 30 einen dem Leistungsmodul 20 prinzi¬ piell entsprechenden Aufbau auf, also mit einem Gehäuse 31. Dieses kann ebenso in einen unterbrochenen Verlauf des seitlichen Rahmen¬ teils 14 an der Glaskeramikplatte 12 eingebunden sein, wie durch die untere Verschränkung 32 dargestellt ist. An der Seite, die im eingebauten Zustand gemäß Fig. 2 nach außen weist, sind mehrere Anschlussklemmen 35 vorgesehen. In diese werden die einzelnen Adern eines Anschlusskabels eingeführt und festge¬ schraubt. Des weiteren sind Steckbuchsen 34 vorgesehen, an welchen der Kabelbaum 50 oder andere Verbindungen angeschlossen sind.
Als Funktionseinheiten weist die Anschlusseinrichtung 30 ein Schalt¬ netzteil 33 auf, welches insbesondere zur Leistungsversorgung der Steuerung 40 dient. Des weiteren sind zwei Trennrelais 36 für eine all- polige Abschaltung der Strahlungsheizkörper 16 vorgesehen. Die Funk¬ tion dieser Trennrelais 36 ist beispielsweise in der DE 10 2004 005 272.7 näher erläutert.
Die Steuerung 40 ist wie eine übliche Steuerung aufgebaut mit lediglich dem Unterschied, dass eben die Leistungsmodule 20 sowie die An¬ schlusseinrichtung 30 davon getrennt und in einiger Entfernung vorge¬ sehen sind. Als Bedienelemente können Berührschalter vorgesehen sein, die über die Oberfläche der Glaskeramikplatte 12 bedient werden können.
Besonders charakteristisch für die Erfindung ist, dass die Leistungsmo¬ dule 20 von der Steuerung 40 getrennt sind und je ein Leistungsmodul für einen Strahlungsheizkörper vorgesehen ist. Alternativ können zwei Strahlungsheizkörper an einem gemeinsamen Leistungsmodul ange¬ schlossen sein. Dabei können sich mehrere Heizkreise eines Strah¬ lungsheizkörpers ein gemeinsames Leistungsmodul teilen. Die Leis¬ tungsmodule weisen in einem Gehäuse oder auf einem Träger bzw. ei¬ ner Leiterplatte die für die verbundenen Strahlungsheizkörper benötigten Bauteile auf.
Ein weiterer Vorteil bei der Erfindung besteht auch darin, dass die ein¬ zelnen Leistungsmodule, insbesondere auch eine Anschlusseinrichtung oder eine Steuerung, mit ihrem Gehäuse über einen umlaufenden, stabi¬ lisierenden Rahmen des Kochfeldes geringfügig überstehen können. Dazu kann der Rahmen aufgetrennt werden, wobei er derart mecha¬ nisch mit Gehäusen oder Trägern der eingesetzten Funktionseinheiten verbunden wird, dass die Festigkeit wiederum gewährleistet ist. So kann Platz gespart werden und gleichzeitig eine Befestigung der Funktions¬ einheiten am Kochfeld erreicht werden.
Im Rahmen der Erfindung ist es also bei einem Ausführungsbeispiel möglich, an einem Kochfeld 11 die Ansteuerung einzelner Strahlungs¬ heizkörper 16 derart aufzuteilen, dass eine Anschlusseinrichtung 30 und eine Steuerung 40 vorgesehen sind sowie mehrere Leistungsmodule 20 für jeweils einen oder maximal zwei Strahlungsheizkörper. Diese sind jeweils getrennt voneinander ausgeführt und mit gewissem Abstand zu¬ einander an dem Kochfeld 11 befestigt. Insbesondere können Gehäuse 21, 31 dieser Funktionseinheiten zur mechanischen Stabilität eines Rahmens 14 verwendet werden.
Next Patent: METHOD AND DEVICE FOR THE PRODUCTION OF STAMPED PARTS
