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Patent Searching and Data


Title:
COOL BAG HAVING AN INSIDE BAG
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2012/107232
Kind Code:
A2
Abstract:
A cool bag (1) for accommodating transport goods to be cooled comprises an exterior bag (2) having cooling elements (6) which are fastened to the walls and a hollow space, provided inside the exterior bag (2), for accommodating the transport goods, the hollow space being defined by an interior bag (7) which is fastened inside the exterior bag (2) at a distance from the cooling elements (6).

Inventors:
LÖPPERT-WAGNER, Christina (Magnolienweg 6, München, 81377, DE)
Application Number:
EP2012/000603
Publication Date:
August 16, 2012
Filing Date:
February 10, 2012
Export Citation:
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Assignee:
LÖPPERT-WAGNER, Christina (Magnolienweg 6, München, 81377, DE)
International Classes:
F25D3/08
Domestic Patent References:
WO1998011861A11998-03-26
WO2007143671A12007-12-13
Foreign References:
DE69719531T22004-02-19
Attorney, Agent or Firm:
GRÄTTINGER MÖHRING VON POSCHINGER (Wittelsbacherstr. 2b, Starnberg, 82319, DE)
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Claims:
Ansprüche

1. Kühltasche (1) zur Aufnahme eines zu kühlenden

Transportguts, aufweisend eine Außentasche (2) mit wandseitig befestigten Kühlelementen (6) und einen innerhalb der Außentasche (2) vorgesehenen Hohlraum zur Aufnahme des Transportgutes,

dadurch gekennzeichnet,

dass der Hohlraum durch eine Innentasche (7)

gebildet wird, welche innerhalb der Außentasche (2) mit Abstand zu den Kühlelementen (6) befestigt ist.

2. Kühltasche nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand zu den Kühlelementen wenigstens etwa 10 mm beträgt.

3. Kühltasche nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Innentasche (7) eine verschließbare Öffnung aufweist .

4. Kühltasche nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Außentasche (2) eine Außenwand (4) und eine Innenwand (5) aufweist, zwischen denen Kühlelemente (6) in Halterungen aufgenommen sind.

5. Kühltasche nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Kühlelemente (6) entnehmbar in als Taschen ausgebildeten Halterungen aufgenommen sind.

6. Kühltasche nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Außentasche (2) wärme- bzw. kälteisoliert ausgebildet ist.

7. Kühltasche nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Innentasche (7) mittels eines oder mehrerer Abstandhalter (8) direkt oder indirekt wenigstens an der Innenwand (5) , dem Deckel (12) oder dem Boden (15) im Inneren der Außentasche (2) befestigt ist.

8. Kühltasche nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Innentasche (7) mittels zweier

Abstandshalter (8) zwischen zwei gegenüberliegenden Seiten der Innenwand (5) der Außentasche (2)

gehalten ist.

9. Kühltasche nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Innentasche (7) mit Abstand zum Boden (15) angeordnet ist.

10. Kühltasche nach Anspruch 7, dadurch

gekennzeichnet, dass die Abstandshalter (8) aus Textilmaterial und/oder Kunststoff hergestellt sind.

11. Kühltasche nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Innentasche (7) aus wenigstens einlagigem Material hergestellt ist.

12. Kühltasche nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Innentasche (7) aus zwei Lagen

Textilmaterial und einer dazwischen liegenden Lage aus isolierendem Material hergestellt ist.

13. Kühltasche nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in der Innentasche (7) eine Aufnahme oder eine Mehrzahl an voneinander getrennten Aufnahmen für verschiedene Transportgüter vorgesehen sind.

14. Kühltasche nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Innentasche (7) innerhalb der Außentasche (2) lösbar befestigt ist.

Description:
Kühltasche mit Innentasche

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Kühltasche zur Aufnahme eines zu kühlenden Transportgutes, aufweisend eine Außentasche mit wandseitig befestigten

Kühlelementen und einen innerhalb der Außentasche vorgesehenen Hohlraum zur Aufnahme des Transportgutes . Die Kühltasche dient insbesondere chronisch erkrankten Patienten für die Aufbewahrung und den Transport von Medikamenten, z.B. Insulin oder dergleichen.

Eine Vielzahl von Medikamenten ist kühlkettenpflichtig, d.h. die Medikamente müssen in einem vorgegebenen

Temperaturbereich, z.B. zwischen 2° und 8°C, gelagert werden. Manche Medikamente verlieren ihre Wirkung oder können gesundheitsschädlich wirken, wenn sie

Temperaturen außerhalb des vorgegebenen Bereiches annehmen und müssen deshalb in einer Kühlvorrichtung gelagert werden. Daher ergibt sich für den

Endverbraucher bzw. Patienten das Problem der

geeigneten Lagerung auf Reisen oder beim Transport zwischen Apotheke und Wohnung.

Marktübliche Haushaltskühltaschen für die Kühlung von Speisen und Getränken, aber auch Taschen-Modelle aus Apotheken für die Kühlung von Medikamenten, arbeiten mit Kühlelementen, die in Gefrierschränken

beispielsweise auf Temperaturen von minus 10°C oder weiter abgekühlt werden, um eine mehrstündige

Kühlwirkung in den Kühltaschen zu gewährleisten. In

1

BESTÄTIGUNGSKOPIE solchen Kühltaschen können die Kühlelemente häufig direkt mit dem Transportgut in Berührung kommen, was zu einem ungünstigen Temperaturverlauf, oft verbunden mit anfänglichem Gefrieren der zu kühlenden Medikamente bzw. des zu kühlenden Transportgutes, führt. Als Folge des Einfrierens von Medikamenten kommt es spätestens mit dem Auftauen zu deren Zerstörung. Sie sind dann wirkungslos und können erhebliche Gesundheitsschäden verursachen .

Es sind weiterhin bereits Kühltaschen der eingangs genannten Art bekannt, bei denen ein Leeraum zur

Aufnahme eines Medikaments durch Isoliereinlagen aus Schaumstoff gefüllt ist. Dadurch soll das Medikament vor dem direktem Kontakt mit den Kühlelementen schützt werden, auf Dauer kann jedoch das Gefrieren der

Medikamente, nicht verhindert werden.

Aus DE 697 19 531 T2 ist eine portable Kühlpackung bekannt, wobei als Kühlelement mit einem Granulat gefüllte, wasserpermeable Kompartimente vorgesehen sind. Dieses Granulat bildet bei Kontakt mit Wasser eine gelartige Substanz, welche die Wassertemperatur annimmt und hält diese für annähernd drei bis vier Tage. Die Kompartimente müssen dazu für etwa 90

Sekunden in Wasser mit der gewünschten Kühltemperatur getaucht werden, wodurch Feuchtigkeit in der Kühltasche verbleibt. Des Weiteren ist nachteilig, dass sich die Substanz zwar wieder regeneriert, jedoch muss der entsprechende Desorptionsvorgang erst vollständig abgeschlossen sein, bevor eine erneute effiziente

KühlungsWirkung erzeugbar ist; bei Ausfall eines oder mehrerer eingenähter Kühlkompartimente verliert die Tasche außerdem teilweise oder ganz ihre Kühlwirkung. In der Praxis hat sich gezeigt, dass derartige

Kühltaschen bei Umgebungstemperaturen von 20°C oder höher den vorgegebenen Temperaturbereich entweder gar nicht erreichen oder ihn nur sehr kurz durchlaufen.

Demgegenüber liegt die Aufgabe der Erfindung darin, eine Kühltasche für zu kühlende Transportgüter,

insbesondere für Medikamente, bereit zu stellen, die unter gleichzeitiger Vermeidung des Einfrierens eines Transportgutes eine möglichst lange Kühldauer in einem Temperaturbereich von vorteilhaft 2° bis 8°C,

gewährleistet .

Die vorgenannte Aufgabe wird dadurch gelöst, dass der Hohlraum zur Aufnahme des Transportgutes durch eine Innentasche gebildet wird, welche innerhalb der

Außentasche mit Abstand zu den Kühlelementen befestigt ist. Dabei wird der Leerraum zwischen dem Transportgut und dem Kühlelement durch Kältestrahlung überbrückt . Es entsteht eine Art Luftisolierung zwischen Kühlelement und Transportgut, die einerseits das Gefrieren des Transportgutes verhindert, andererseits bei

entsprechend tiefgekühlten Kühlelementen für ein niedriges Temperaturniveau des Transportgutes

vorzugsweise im Bereich von 2° bis 8°C über einen ausreichend langen Zeitraum sorgt. Um ein Einfrieren von Medikamenten zuverlässig zu vermeiden ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass ein Mindestabstand von der Innentasche zu den Kühlelementen von etwa 10 mm bei der Bemessung des die Innentasche umgebende Leerraums eingehalten wird. Dies wird

erfindungsgemäß durch entsprechend bemessene

Abstandhalter zwischen Innentasche und der Innenwand der Außentasche gewährleistet.

Nach einer Ausführungsform ist eine Befüllöffnung der Innentasche mit einem Verschluss versehen, z.B. in Form eines Reiß- /Klettverschlusses oder von Knöpfen, damit der Inhalt nicht herausfallen und evtl. einfrieren kann, sollte die Tasche zu stark geneigt oder auf den Kopf gestellt werden.

Bei einer weiteren Ausführungsform weist die

Außentasche eine Außenwand und eine Innenwand auf, zwischen denen Kühlelemente in Halterungen aufgenommen sind, so dass auch herkömmliche, aus der Anwendung in Kühltaschen für Getränke oder Speisen bekannte

Kühlelemente verwendet werden können. Diese können durch eine geeignete Kühltemperatur dem gewünschten Temperaturbereich des Transportgutes angepasst werden.

Sind die Halterungen für die Kühlelemente als Taschen ausgebildet, können die Kühlelemente auf einfache Weise eingeführt und wieder entnommen werden. Die Taschen bilden dann eine weitere Isolierschicht zwischen

Kühlelement und Transportgut und damit einen nochmals erhöhten Schutz vor Gefrieren des Transportgutes. Die Taschen können außerdem mit einem Verschluss, z.B.

einem Reiß- oder Klettverschluss , zum Sichern der

Kühlelemente vor Herausfallen ausgestattet sein.

Die Außenwand der Außentasche kann aus beliebigen

Materialien z.B. je nach Einsatzgebiet bzw.

Kundensegment hergestellt sein, zum Beispiel aus

Kunststoff, Textilmaterial oder Leder. Die Außentasche besitzt bevorzugt eine gute Isolierwirkung, um eine lang anhaltende, ausreichende Kühlung des

Transportgutes zu gewährleisten. Eine geeignete

Ausführungsform der Außentasche weist eine Außenwand aus Textilmaterial auf, mit einer inneren,

großflächigen Schicht aus Isolierstoff.

Nach einer weiteren Ausgestaltung ist vorgesehen, dass die Innentasche mittels eines oder mehrerer

Abstandhalter direkt oder indirekt wenigstens an der Innenwand, dem Deckel oder dem Boden im Inneren der Außentasche befestigt ist. Dadurch entsteht ein

Leerraum zwischen Innen- und Außentasche, der die

Innentasche vollständig umgibt. Bevorzugt wird die Innentasche mittels zweier Abstandshalter zwischen zwei gegenüberliegenden Seiten der Innenwand der Außentasche quasi schwebend gehalten. Bei einer derartigen

Aufhängung können die Abstandshalter stabilisierende Kunststoffelemente vorteilhaft sein. Auf solche kann dann verzichtet werden, wenn die Abstandshalter aus Textilmaterial straff angebracht sind, um die Innentasche sicher in ihrer schwebenden Position mit Abstand zur Innenwand der Außentasche zu halten.

Eine weitere Ausgestaltung der vorgenannten

Ausführungsform kann darin bestehen, dass die

Innentasche derart innerhalb der Außentasche befestigt ist, dass sie auch mit Abstand zum Boden angeordnet ist .

Die Abstandshalter können aus Textilmaterial und/oder Kunststoff hergestellt sein, wodurch Kältebrücken verhindert werden und der Materialaufwand gering ist.

Die Innentasche ist vorteilhaft aus einem wenigstens einlagigen Material hergestellt, z.B. durchgängig aus Textilstoff ; andere Materialien wie perforierte Stoffe oder gar Netze sind jedoch auch denkbar, um die Wirkung der Kälte bzw. Wärmestrahlung zu verbessern.

Besonders vorteilhaft ist die Ausgestaltung der

vorgenannten Innentasche bestehend aus zwei Lagen

Textilmaterial und einer dazwischen liegenden Lage aus isolierendem Material. Dadurch ergibt sich ein

gesteigerter Schutz des Transportgutes vor Gefrieren, insbesondere bei Einsatz von anfänglich besonders kalten Kühlelementen zum Erreichen einer langzeitigen Kühlwirkung . Weist die Innentasche eine Mehrzahl von einander getrennten Aufnahmen für verschiedene Transportgüter auf, so können Behältnisse mit Transportgütern, insbesondere Medikamenten, innerhalb der Innentasche noch sicherer gelagert werden. Diese Aufnahmen können fest oder lösbar in der Innentasche befestigt sein, wodurch eine individuelle Anpassung an Größe und Form der Behältnisse von Transportgütern möglich ist.

Bei einer weiteren Ausführungsform ist die Innentasche innerhalb der Außentasche lösbar befestigt. Dies kann z.B. durch eine lösbare Verbindung in Form eines Reiß- /Klettverschlusses oder durch Knöpfe umgesetzt sein. Dadurch wird die Flexibilität in Bezug auf Volumen und Form der Innentasche erhöht und die Reinigung

erleichtert .

Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigt:

Fig. 1 eine perspektivische Darstellung einer

Kühltasche mit offenem Deckel,

Fig. 2 eine Ansicht einer Kühltasche von oben ohne

Deckel und

Fig. 3 einen vertikalen Schnitt durch die Kühltasche gemäß Schnittebene III-III in Figur 2.

Figur 1 zeigt in der Draufsicht eine Kühltasche 1 mit Deckel 12 und Außentasche 2, letztere bestehend aus Außenwand 4 und Innenwand 5, jeweils aus Textilstoff. Der Deckel 12 der Außentasche 2 weist einen längs drei Seiten umlaufenden (nicht dargestellten) Reißverschluss 13 auf. Kühlelemente 6 sind in entsprechenden

taschenförmigen Halterungen (nicht gezeigt) zwischen der Außenwand 4 und der Innenwand 5 aufgenommen. Eine Innentasche 7 wird durch zwei gegenüberliegend

vorgesehene Abstandhalter 8, die jeweils mit ihrem einen Rand an der Innentasche 7 und mit ihrem anderen Rand an der Innenwand 5 der Außentasche 2 angenäht sind, quasi schwebend gehalten. Die Abstandhalter 8 bestehen aus einer textilen Hülle, in welche

plattenförmige Kunststoffeinlagen 10 zur Stabilisierung eingenäht sind.

Fig. 2 zeigt die Kühltasche 1 von oben ohne Deckel 12 mit Kühlelementen 6, die in entsprechende hohle

Halterungen zwischen Außenwand 4 und Innenwand 5 der Außentasche 2 eingeschoben sind, jeweils ein

Kühlelement 6 in den Schmalseiten, zwei davon in den Längsseiten der Kühltasche 1. Die Innentasche 7 besitzt oben eine mit einem Reißverschluss 11 verschließbare Öffnung .

Figur 3 zeigt einen vertikalen Schnitt durch das

Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 gemäß der Schnittebene III-III. Die Innentasche 7 ist derart durch zwei

Abstandhalter 8 befestigt, dass sie auch mit Abstand a zum Boden 15 der Kühltasche 1 angeordnet ist. Auch im Boden 15 ist eine von oben zugängliche Halterung vorgesehen, die ein weiteres Kühlelement 6 beinhaltet.