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Title:
COOLING DEVICE FOR A SENSOR WHICH CAN BE USED AT A HIGH AMBIENT TEMPERATURE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/042421
Kind Code:
A2
Abstract:
The invention relates to a cooling device (10) for a sensor (11) provided for detecting a physical variable e.g. path, angle, pressure, force, colour, structure etc, the operational temperature of said sensor not allowing a threshold value Ts to be exceeded. Said sensor surrounds a tubular-shaped sensor housing (14) which distributes the dissipated heat from the sensor (11) to a cooling body of the cooling device (10), and said sensor can be securely inserted in a firm manner onto one end of a tubular-shaped sensor support (16) based on the base form and made of a good heat-conducting material, the other end is coupled to the cooling body (17) via which heat is transferred to a coolant surrounding the cooling body or flowing there-through. According to the invention, a cylindrical pot shaped protective housing (26) surrounds the sensor support, displaying mechanical and also thermal protection, which is embodied as a window on the base area (26/1) adjacent to the sensor element, via which the measurement variable which is to be detected is reached whilst interacting with the sensor element (13). Said sensor support (16) is adapted to the protective housing (26) and the insulation layer thereof (29), such that the heat resistance (39) is much smaller than the heat resistance (38) of the insulation layer (29). A thermal pipe arrangement (50) is provided for thermally coupling the sensor support (16) and the cooling body (17).

Inventors:
HARTMANN, Steven (Seestrasse 19, Renningen, 71272, DE)
Application Number:
EP2010/064807
Publication Date:
April 14, 2011
Filing Date:
October 05, 2010
Export Citation:
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Assignee:
IAS GMBH - INDUSTRIE-AUTOMATIONS-SYSTEME (Seestrasse 19, Renningen, 71272, DE)
HARTMANN, Steven (Seestrasse 19, Renningen, 71272, DE)
International Classes:
F28D15/02
Attorney, Agent or Firm:
LUTZ, Johannes et al. (Hauptmannsreute 93, Stuttgart, 70193, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Kühleinrichtung (10) für einen zur Erfassung einer physikalischen Größe, z.B. Weg, Winkel, Druck, Kraft, Farbe, Struktur, etc. vorgesehenen Sensor, dessen Betriebstemperatur einen Schwellenwert Ts nicht überschreiten darf, wobei der Sensor der bei erhöhter Umgebungstemperatur Tu > Ts einsetzbar sein soll und der ein bezüglich der jeweiligen Größe geeignetes auf diese reaktionsfähiges Sensorelement (13) sowie ein dieses aufnehmendes, der Grundform nach rohrförmiges Sensorgehäuse (14) umfasst, das die Wärmeübertragung von dem Sensor (11 ) auf einen Kühlkörper der Kühleinrichtung (10) vermittelt, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor am einen Ende eines aus gut wärmeleitendem Material bestehenden, der Grundform nach rohrförmigen Sensorträgers (16) lösbar fest einsetzbar ist, dessen anderes Ende thermisch an den Kühlkörper (17) angekoppelt ist, über den eine Wärmeabgabe an ein den Kühlkörper umgebendes oder diesen durchströmendes Kühlfluid erfolgt, dass ein den Sensorträger (16) umgebendes, sowohl einen mechanischen als auch einen thermischen Schutz vermittelndes, zylindrisch-topfförmiges Schutzgehäuse (26; 26/5) vorgesehen ist, das an seinem dem Sensorelement (13) benachbarten Bodenbereich (26/1 ) einen Fensterbereich hat, über den die zu erfassende Messgröße in Wechselwirkung mit dem Sensorelement (13) gelangt, und dass eine Wärmerohreinrichtung (50; 74/I, 74/r) vorgesehen ist, mittels derer mindestens aus dem Fensterbereich des Schutzgehäuses Wärme abführbar ist.

2. Kühleinrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das Schutzgehäuse (26) an seiner Innenseite mindestens eine den thermischen Schutz erhöhende Isolationsschicht (29) aus wärmedämmendem Material trägt. Kühleinrichtung nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Isolationsschicht (26) eine äußere, mit einem äußeren topfförmigen Isolationselement (68) des Schutzgehäuses (26; 26/5) in gutem Wärmekontakt stehende Isoliermaterialschicht (71 ) und eine mit dieser sowie mindestens mit dem Sensorträger (16) der Kühleinrichtung (10; 100) in gutem Wärmekontakt stehende, innere Isoliermaterialschicht (72) umfasst, wobei der durch die innere aterialschicht (72) implementierte Wärmewiderstand größer ist als derjenige, der mittels der äußeren Isoliermaterialschicht (71 ) implementiert wird.

Kühleinrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass als äußere Isoliermaterialschicht (71 ) ein Keramik-Vlies verwendet ist und als innere Isoliermaterialschicht ein Festkörpermaterial verwendet ist, das im Bereich zwischen 200 °C und 1 100 °C einen spezifischen Wärmeleitwert zwischen 0,029 und 0,044 W/m °K hat.

Kühleinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensorträger (16) als Metallrohr mit einem Innengewinde (16/i) versehen ist, in das zur lösbaren Fixierung der Sensor einschraubbar ist.

Kühleinrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensorträger (16) dahingehend auf das Schutzgehäuse (26) und dessen Isolationsschicht (29) abgestimmt ist, dass sein wirksamer Wärmewiderstand (39) sehr viel kleiner ist als der wirksame Wärmewiderstand (38) der Isolationsschicht (29).

Kühleinrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass zur Wärmekopplung des Sensorträgers (16) und des Kühlkörpers (17) eine Wärmerohr-Anordnung (50) vorgesehen ist, vorzugsweise eine Anordnung von Wärmerohren mit kapillarem Rückfluss des Arbeitsmediums. Kühleinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmerohranordnung (50) eine Anzahl der äußeren Form nach stabförmiger Wärmerohre (50/1 bis 50/N) umfasst, die bezüglich einer zentralen Achse (19) der Kühleinrichtung (10) azimutal äquidistant gruppiert sind, und mit ihren Verdampferzonen über eine aus thermisch gut leitendem Material bestehende, der Grundform nach ringförmige Kontaktkörperanordnung (52) mit dem Sensorträger (16) und mit ihren Kondensationszonen gut Wärme leitend in Kontakt mit dem Kühlkörper der Kühleinrichtung (17) gehalten sind.

Kühleinrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der insgesamt ringförmige Kontaktkörper in mehrere Sektoren (52/1 bis 52/N) vorzugsweise gleicher azimutaler Ausdehnung unterteilt ist, die über jeweils mindestens ein Wärmerohr (50/1 bis 50/N) mechanisch und Wärme leitend mit dem Kühlkörper (17) verbunden und durch Federwirkung in großflächiger Anlage mit dem Sensorträger (16) gehalten sind.

10. Kühleinrichtung nach Anspruch 8 oder Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmerohre (50/1 bis 50/N) mindestens im Bereich ihrer Verdampfungszonen einen flach gewölbten nierenförmigen oder ringsektorförmigen Querschnitt haben.

Kühleinrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Sektorelemente (52/1 bis 52/N) des Kontaktkörpers (52) mittels mindestens eines federelastischen Klemmelements (59) an die Außenfläche (16/m) des zylindermantelförmigen Wandbereiches des Sensorträgers (16) andrückbar sind. 12. Kühleinrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 1 1 , dadurch gekennzeichnet, dass als Spannelement mindestens ein in der Art eines Seegerringes ausgebildeter, C-förmiger Ringbügel (52) vorgesehen ist, der unter zentripetal wirkender Spannung stehend, an der radial äußeren Seite der Kontaktkörpersektoren (52/r bis 52/N) angeordnet ist.

Kühleinrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass zwei C-förmig gestaltete Klemmelemente vorgesehen sind, deren zwischen den Ringenden angeordnete freie Spalte bezüglich der zentralen Längsachse (19) der Wärmerohranordnung (50) einander gegenüberliegend angeordnet sind. 14. Kühleinrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmerohranordnung, abgesehen von einem schmalen, parallel zur zentralen Achse (19) verlaufenden Spalt (56), als zylindermantelförmig gestaltetes Wärmerohr (54) ausgebildet ist, das mittels mindestens eines, unter zentripetaler Vorspannung stehenden Klemmelements an die äußere Zylindermantelfläche des Sensorträgers andrückbar ist.

Kühleinrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass als Klemmelement eine Schraubenfeder (57) vorgesehen ist., die mindestens zwei jeweils 360° vollständig umschließende Windungen umfasst.

Kühleinrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass als Klemmelement eine die Wärmerohranordnung (50) außenseitig umschließende rohrförmig mit Längsspalt ausgebildete Spange ausgebildet ist, die als Einhüllende der Wärmerohranordnung gestaltet ist.

17. Kühleinrichtung nach Anspruch 15 oder Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass das/die Spannelement(e) aus einem mit Formgedächtnis behafteten Material, vorzugsweise Nitinol gefertigt ist/sind.

18. Kühleinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Sensorelement (13) und dem zu über- wachenden Objekt, das der erhöhten Temperatur ausgesetzt ist, eine plattenförmige Wärmeleitschicht (73) vorgesehen ist, die über eine Anordnung von Wärmerohren, die in einer bezüglich der zentralen Achse (19) der Kühleinrichtung in großem azimutalem Abstand voneinander angeordnet sind, der groß gegen die azimutale Ausdehnung der einzelnen Wärmerohre ist, mit dem Sensorträger (16) thermisch verbunden sind.

19. Kühleinrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmeleitschicht (73) als Diamantplatte ausgebildet ist.

20. Kühleinrichtung nach Anspruch 18 oder Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmerohranordnung aus zwei Wärmerohren (74/I und 74/r) besteht, die einseitig an die Wärmeleitplatte (73) angelö- tet sind.

21. Kühleinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass das Schutzgehäuse (26) aus Glas, Keramik oder einem temperaturbeständigen Kunststoff besteht und mit einer Außenbe- Schichtung versehen ist, vorzugsweise einer Beschichtung aus Gold oder Chrom, die elektromagnetische Strahlung aus dem Spektralbereich der Umgebungswärmestrahlung reflektiert.

22. Kühleinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass das Schutzgehäuse (16) aus einem polierbaren Metall hinreichender Temperaturbeständigkeit, z. B. Edelstahl, besteht.

23. Kühleinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass das Schutzgehäuse (16) aus einem Metall geringer e- lektrischer Leitfähigkeit, z. B. Titan gefertigt ist. Kühleinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, wobei das Schutzgehäuse aus Metall besteht, dadurch gekennzeichnet, dass das Schutzgehäuse in seinem sensornahen bzw. diesen mindestens teilweise umschließenden und/oder über das dem Messobjekt zugewandten Ende hinausragenden Teil mit Schlitzen versehen ist, die sich parallel zur zentralen Längsachse der Kühleinrichtung erstrecken und/oder auf einem ringförmigen, dem Messobjekt zugewandten Seite den Fensterbereich berandenden Teil des Schutzgehäuses mit radialen Schlitzen versehen ist.

Kühleinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 24, dadurch gekennzeichnet, dass der Kühlkörper (17) mittels eines Kühlmediums, dessen Massenstrom einstellbar ist, vorzugsweise geregelt auf eine definierte Temperatur einstellbar ist.

Description:
Kühleinrichtung für einen bei erhöhter Umgebungstemperatur einsetzbaren Sensor

Beschreibung

Die Erfindung betrifft eine Kühleinrichtung für einen zur Erfassung einer physikalischen Größe, z.B. Weg, Winkel, Druck, Kraft, Farbe, Struktur, etc. vorgesehenen Sensor, der bei - gegenüber normalen Betriebsbedingungen - erhöhter Umgebungstemperatur einsetzbar sein soll und ein bezüglich der jeweiligen Größe geeignetes und auf diese reaktionsfähiges Sensorelement sowie ein dieses aufnehmendes, der Grundform nach rohrförmiges Sensorgehäuse umfasst, das die Wärmeübertragung von dem Sensor auf einen Kühlkörper der Kühleinrichtung vermittelt. Eine Kühleinrichtung dieser Art ist durch die DE-10 2004 027 747 A1 bekannt. Diese bekannte Kühleinrichtung ist für vergleichsweise extreme Bedingungen gedacht, d.h. für einen Einsatz in der Stahlproduktion, wo Sensoren oftmals in unmittelbarer Nähe glühender Materialstränge zur Produktionsüberwachung einsetzbar sein müssen und demgemäß einem hohen Wärmestrom standhalten müssen. Bei der bekannten Einrichtung ist zur Realisierung einer besonders effektiven Kühlfluidführung ein in engen Windungen schraubenförmig verlaufender Kühlfluidströmungspfad mittels einer aufwendigen Mehrschichttechnik des Gehäuseaufbaus realisiert, das aus durch Hartlöten gefügten, relativ dünnwandigen Metallplatten besteht, wobei das aktive Detektorelement ver- gleichsweise tief im Inneren des Gehäuses angeordnet ist, um eine hinreichende Kühlwirkung zu erzielen. Bedingt durch diese Anordnung des Detektorelements müssen in der Regel vergleichsweise große "Schaltabstände", d.h. Mindestabstände des Detektorelements von dem zu überwachenden Gegenstand hingenommen werden, was der Ansprech-Empfindlichkeit und Messgenauigkeit abträgig ist, d.h. erheblichen elektronischen Auswertungsaufwand bedingt, wenn eine definierte Genauigkeit bzw. Ansprechempfindlichkeit gewährleistet sein soll. Die bekannte Einrichtung ist für ein Sensorelement eines allgemein bekannten induktiven Sensors gedacht, der als Abstandssensor verwendbar ist und im Wesentlichen in der Art eines bedämpften Schwingkreises arbeitet, der durch das Objekt, dessen Position erfasst bzw. überwacht werden soll, be- dämpfbar ist, woraus in gängiger Weise ein elektrisches Nutzsignal ableitbar ist, das ein Maß für die überwachte physikalische Größe ist.

Dieser typische Anwendungsfall wird, ohne Beschränkung der Allgemeinheit, der Einfachheit halber auch nachfolgenden Erläuterungen zugrundegelegt werden.

Sowohl bei der Kühleinrichtung gemäß der DE-10 2006 052 241 A1 als auch bei der Kühleinrichtung gemäß der FR-2 749 651 A1 , die für vergleichbare Typen von Sensoren geeignet sind, ist ein Kühlmittel-Leitungssystem mit im Wesentlichen schraubenförmig verlaufenden Strömungspfaden bzw. -röhren vorgesehen, das den zu kühlenden Sensor auf mindestens dessen axialer Länge umschließt und vorzugsweise über seine Enden in axialer Richtung hinausragt; die Folge hiervon ist eine relativ großvolumige und daher auch mit einer vergleichsweise großen Oberfläche behaftete Gestaltung der Kühleinrichtung im Bereich des Sensors, dies wiederum mit der Folge, dass eine entsprechend große Wärmekontaktfläche mit dem unter relativ hoher Temperatur stehenden Untersuchungsbereich gegeben ist und den hieraus resultierenden Beschränkungen für einen Einsatz von Kühleinrichtungen wie durch die erwähnten Publikationen bekannt.

Sinngemäß gilt dies unter dem Gesichtspunkt ungünstig großer Lateraldimensionen auch für eine zum Schutz eines Stabendoskops für technische Zwecke dienende Kühleinrichtung gemäß der DE-10 006 052 241 A1 , bei der zum Zweck der Kühlung eines aus Stablinsen gebildeten, insgesamt stabförmigem Endoskop konzentrische Ringräume vorhanden sind, wobei das Endoskop einen zentralen Ringraum durchsetzt, der seinerseits von ei- nem Ringraum umschlossen ist, durch den zu Beleuchtungszwecken vorgesehene Bündel optischer Fasern geführt sind. Die bekannten Kühleinrichtungen sind, je nach Konstruktion mehr oder weniger ausgeprägt, mit dem Nachteil behaftet, dass vergleichsweise große Wärmeströme abgeführt wer- den müssen, um die Temperatur der jeweiligen Sensoren bzw. Überwachungsgeräte unterhalb kritischer Schwellenwerte zu halten.

Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine möglichst universell verwendbare Kühleinrichtung der eingangs genannten Art anzugeben, die bei vorgegebe- nem Schwellenwert der Sensortemperatur ökonomisch bis hin zu relativ hohen Umgebungstemperaturen einsetzbar und dabei gleichwohl einfach aufgebaut und preiswert herstellbar ist. Darüber hinaus soll ein möglichst großer Schaltabstand, d.h. räumlich weiter Ansprechbereich gewährleistet sein. Von einer Kühleinrichtung der eingangs genannten Art ausgehend wird diese Aufgabe gemäß dem kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1 dem Grundgedanken nach und in mehr in die Einzelheiten gehenden vorteilhaften und zweckmäßigen Ausgestaltungen einer solchen Kühleinrichtung durch die Merkmale der Ansprüche 2 bis 25 gelöst.

Hiernach ist der Sensor am einen - messobjektseitigen - Ende eines aus gut wärmeleitendem Material bestehenden, der Grundform nach rohrförmi- gen Sensorträgers lösbar fest einsetzbar; das andere Ende dieses Sensorträgers ist thermisch an den Kühlkörper angekoppelt, über den die Wärme- abgäbe an ein denselben umgebendes oder diesen durch strömendes Kühlfluid erfolgt, im einfachsten Fall die Umgebungsluft, wenn der Kühlkörper als "passiver" Körper ausgebildet ist, der die Wärme über relativ dünnwandige Lamellen an die Umgebungsluft überträgt; des weiteren ist ein sowohl einen mechanischen als auch einen thermischen Schutz vermittelndes, den Sensorträger umgebendes, zylindrisch-topfförmiges Schutzgehäuse vorgesehen, das an seinem dem Sensorelement benachbarten Bodenbereich als Fenster ausgebildet ist, über das die zu erfassende Messgröße in Wechselwirkung mit dem Sensorelement gelangt, und es ist weiter eine Wärmerohreinrichtung vorgesehen, mittels derer aus dem Fensterbereich des Schutzgehäuses Wärme abführbar ist. Dieses Schutzgehäuse erstreckt sich über mindestens die gesamte Länge des Sensorträgers, der eine mechanische Verlängerung des Sensorgehäuses zum Kühlkörper hin bildet und so ausgelegt ist, dass eine hinreichende Wärmeabfuhr zum Kühlkörper hin gewährleistet ist, d.h. der Wärmewiderstand der Wärmetransportstrecke Sensor-Kühlkörper klein gegen den Wär- mewiderstand der Wärmetransportstrecke Schutzgehäuse-Sensor bleibt.

In bevorzugten Ausgestaltungen der Kühleinrichtung gemäß den Ansprüchen 2 bis 4 wird dies auf effiziente Weise dadurch unterstützt, dass das Schutzgehäuse an seiner Innenseite mit mindestens einer den thermischen Schutz erhöhenden Isolationsschicht(en) aus wärmedämmendem Material versehen ist, um den Zustrom von Wärme aus der auf erhöhter Temperatur befindlichen Umgebung zu dem Sensor deutlich zu reduzieren.

In bevorzugter Gestaltung der Kühleinrichtung ist der Sensorträger als Me- tallrohr mit einem Innengewinde ausgebildet, in das zur lösbaren Fixierung der Sensor einschraubbar ist. Diese Gestaltung der Kühleinrichtung ermöglicht im Bedarfsfall auf einfache Weise den Ersatz des Sensors oder einen Tausch mit einem Sensor anderer Art, sofern die Sensorgehäuse in ihren mechanischen Abmessungen übereinstimmen.

Im Hinblick auf eine kühlungstechnisch günstige Auslegung der Kühleinrichtung ist es besonders günstig, wenn der Sensorträger auf das Schutzgehäuse und dessen Isolationsschicht dahingehend abgestimmt ist, dass sein wirksamer Wärmewiderstand sehr viel kleiner ist als der wirksame Wärme- widerstand der Isolationsschicht des Schutzgehäuses. Des weiteren ist im Hinblick auf eine optimierte Kühlwirkung bei vergleichsweise geringem Wärmestrom besonders vorteilhaft, wenn zur Wärmekopplung des Sensorträgers und des Kühlkörpers eine Wärmerohr-Anordnung vorgesehen ist, die eine besonders rasche Abfuhr von Wärme zum Kühlkör- per hin ermöglicht, wobei hierbei eingesetzte Wärmerohre vorzugsweise solche mit kapillarem Rückfluss des Arbeitsmediums sind, damit die Funktion des Wärmetransports unabhängig von der räumlichen Orientierung des jeweiligen Wärmerohres ist. Wenn, wie gemäß Anspruch 8 vorgesehen, die Wärmerohranordnung mehrere der äußeren Form nach stabförmige Wärmerohre umfasst, die bezüglich der zentralen Längsachse der Kühleinrichtung azimutal äquidistant angeordnet sind, wobei die Wärmerohre mit ihren Verdampferzonen über eine aus thermisch gut leitendem Material bestehende, im Wesentlichen ringförmige Kontaktkörperanordnung mit dem Sensorträger in thermischem Kontakt stehen und mit ihren Kondensationszonen in thermischem Kontakt mit dem Kühlkörper der Kühleinrichtung gehalten sind, so ist besonders zweckmäßig, wenn der insgesamt ringförmige Kontaktkörper in mehrere Bereiche, vorzugsweise gleicher azimutaler Ausdehnung unterteilt ist, wobei dieses Sek- torbereiche über jeweils mindestens ein Wärmerohr mechanisch und wärmeleitend mit dem Kühlkörper verbunden und durch Federwirkung in großflächiger Anlage mit dem Sensorträger gehalten sind, so dass ein guter Wärmekontakt gegeben ist. Hierfür besonders geeignet ist es, wenn die Wärmerohre mindestens im Bereich ihrer Verdampfungszonen einen flach gewölb- ten, nierenförmigen oder ringsektorförmigen Querschnitt haben, der eine großflächige Anlage der Verdampfungszonen an dem Sensorträger ermöglicht, in radialer Richtung jedoch weniger auftragend wirkt als ein kreisrunder Querschnitt und Raum für Halteelemente lässt. Dieser innige Kontakt kann in vorteilhafter Gestaltung dadurch optimiert sein, dass die Sektorelemente des Kontaktkörpers mittels eines oder mehrerer federelastischer Spannelemente an die Außenfläche des zylindermantelför- migen Wandbereiches des Sensorträgers andrückbar sind, wobei durch die Merkmale der Ansprüche 12 und 13 geeignete Gestaltungen von Spannelementen und Anordnungen derselben angegeben sind, die, in Umfangsrich- tung des Sensorträgers gesehen, einen gleichmäßig guten Wärmekontakt der Wärmerohre mit dem Sensorträger und auch mit dem Kühlkörper ermöglichen.

Alternativ zu einer mehrere diskrete "lineare" Wärmerohre umfassenden Anordnung kann es auch besonders vorteilhaft sein, wenn ein einziges zylin- dermantelförmig gestaltetes Wärmerohr vorgesehen ist, das den Sensorträger, abgesehen von einem schmalen, parallel zur zentralen Achse der Anordnung verlaufenden Spalt vollständig umschließt und mittels eines unter zentripetaler Vorspannung stehenden Spannelements an die äußere Zylindermantelfläche des Sensorträgers großflächig andrückbar ist, wobei es be- sonders zweckmäßig ist, wenn als Spannelement eine mindestens zwei jeweils 360° vollständig umschließende Windungen umfassende Schraubenfeder vorgesehen ist, die sowohl einfach herstellbar als auch einfach montierbar ist. Alternativ zu einer derartigen, eine im Wesentlichen linienförmige Anlage des Spannelements an den Wärmerohren vermittelnde Gestaltung desselben kann auch ein Spannelement in der Art einer die Wärmerohranordnung außenseitig umschließende, rohrförmig mit Längsspalt ausgebildete Spange vorgesehen sein, die, geometrisch gesehen, eine Einhüllende der Wärme- rohranordnung bildet.

Spannelemente der vorgenannten Gestaltungen können mit erheblichen Vorteilen sowohl für die präzise Vorgabe der Spannkräfte als auch für die Montage der Spannelemente aus einem mit Formgedächtnis behafteten Ma- terial gefertigt sein, das bei vergleichsweise niedrigen Temperaturen nachgiebig und leicht formbar ist und oberhalb einer kritischen Temperatur fest und federelastisch ist, wobei derartige Federelemente in der Weise herstell- bar und benutzbar sind, dass eine eingeprägte Form bei erhöhter Temperatur einer guten Federwirkung entspricht und die Spannelemente unterhalb einer materialspezifischen Temperatur in eine "superelastische" Konsistenz gelangen, die eine einfache Montage der Spannelemente ermöglicht, die, sobald die kritische Temperatur überschritten ist, in die für die Spannwirkung erforderliche Form "zurück" gelangen.

Wenn, wie durch die Merkmale der Ansprüche 18 bis 21 umrissen, zwischen dem Sensorelement und dem zu überwachenden Objekt eine plattenförmige Wärmeleitschicht vorgesehen ist, z.B. eine die Wärme besonders gut leitende - industriell gefertigte - Diamantplatte, die über zwei einander in größtmöglichem azimutalem Abstand voneinander, d.h. einander diametral gegenüberliegend angeordnete Wärmerohre mit dem Sensorträger, oder, falls möglich, direkt mit dem Kühler verbunden ist, lässt sich eine besonders nied- rige Temperatur im Sensorbereich erzielen, was insbesondere für einen großen nutzbaren Schaltabstand von Vorteil ist.

Durch eine Gestaltung des Schutzgehäuses gemäß den Merkmalen der Ansprüche 21 oder 22 ist auf einfache Weise ein aus der Umgebung zum Sen- sor abschließender Wärmestrom um einen reflektierten Anteil elektromagnetischer Strahlungsenergie reduzierbar.

Durch die Gestaltungen der Kühleinrichtung gemäß den Merkmalen der Ansprüche 23 und 24 lässt sich auf einfache Weise eine durch elektromagneti- sehe Strahlung, die von dem Sensor selbst zu Messzwecken erzeugt wird, bedingte Entwicklung von Wirbelströmen und eine daraus resultierende Reduktion der Sensorempfindlichkeit vermeiden bzw. gering halten.

Wenn, wie gemäß Anspruch 25 vorgesehen, der Kühlkörper der Kühleinrich- tung mittels eines Kühlmediums, dessen Massenstrom einstellbar ist, auf eine definierte Temperatur - vorzugsweise geregelt - einstellbar ist, lässt sich in zahlreichen Anwendungsfällen eine messtechnisch günstige Erhö- hung der Empfindlichkeit des Sensors erreichen und ein Betrieb desselben bei einer schonenden Betriebstemperatur gewährleisten.

Weitere Einzelheiten der erfindungsgemäßen Kühleinrichtung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines speziellen Ausführungsbeispiels anhand der Zeichnung. Es zeigen:

Fig. 1 eine Gesamtansicht einer erfindungsgemäßen Kühleinrichtung teilweise im Schnitt längs einer die zentrale Längsachse der Ein- richtung enthaltenden Ebene, mit einem einen Sensor mit einem

Kühlkörper mechanisch fest und thermisch gut leitend verbindenden Sensorträger, die von einem Schnittgehäuse umgeben ist,

Fig. 2a eine schematisch vereinfachte Darstellung der Einrichtung gemäß

Fig. 1 zur Erläuterung der mechanischen und thermischen Kopplung des Sensors und des Kühlkörpers und dessen thermischer Isolation gegenüber der Umgebung, ein Ersatzschaltbild zur Erläuterung der thermischen Widerstände und Wärmeleitungseigenschaften der Einrichtung gemäß den Fig. 1 und 2a,

Fig. 2c das Schnittgehäuse und den Sensorträger der Kühleinrichtung in einem Schnitt längs der Linie llc - lic der Fig. 2a zur Erläuterung spezieller Auslegungen der Kühleinrichtung,

Fig. 3a eine Gestaltung des Sensorträgers mit unter Verwendung von

Wärmerohren reduziertem Wärmewiderstand, in einer der Darstellung der Fig. 3b entsprechenden Schnittdarstellung,

Fig. 3b eine weitere spezielle Gestaltung eines Sensorträgers mit zwischen Kontaktringen sich erstreckenden in azimutalem Abstand voneinander angeordneten äußerlich stabförmigen Wärmerohren, die parallel zur zentralen Achse der Kühleinrichtung verlaufen, in einer der Fig. 3c entsprechenden Ansichtsdarstellung, Fig. 3c den Sensorträger gemäß Fig. 4b im Schnitt längs der Linie IVc - IVc der Fig. 4b, und

Fig. 3d ein zylindermantelförmiges Wärmerohr zur wärmeleitenden Verbindung des Sensors mit dem Kühlkörper, das seinerseits den Sensor rohrförmig umschließt und mittels kurzer federelastischer

Elemente am Sensor und am Kühlkörper festlegbar ist, eine Detaildarstellung der Anordnung des Sensors im Sensorträger, in einem vereinfachten, die zentrale Längsachse der Anordnung enthaltenden Schnitt,

Fig. 4b einen Schnitt längs der Linie lllb - lllb der Fig. 3a zur Erläuterung einer Gestaltung des Trägerrohres mit sektorförmiger Gestaltung des Wärmekontaktbereichs des Trägerrohres;

Fig. 5 eine schematisch vereinfachte Gesamtansicht eines weiteren, für einen Hochtemperatureinsatz geeigneten Ausführungsbeispiels in einer der Fig. 1 entsprechenden Darstellung, etwa im Maßstab 1 ,6 : 1.

Die in der Fig. 1 insgesamt mit 10 bezeichnete Kühleinrichtung ist dafür gedacht, einen insgesamt mit 11 bezeichneten Sensor, z.B. einen induktiven Sensor, der in einer Umgebung einsetzbar ist, in der eine erhöhte Umgebungstemperatur Tu herrscht, z.B. eine Temperatur im Bereich zwischen 250 und 300 [°C], soweit zu kühlen, dass die unter Betriebsbedingungen sich einstellende "stationäre" Temperatur T s , die der Sensor 11 im Betrieb annimmt, hinreichend niedrig gehalten werden kann, um Beschädigungen des Sensors 1 1 und mit diesem in thermischem Kontakt stehender weiterer Elemente ausschließen zu können.

Der Sensor 1 1 umfasst bei dem zur Erläuterung gewählten speziellen Aus- führungsbeispiel gemäß Fig. 1 ein zylindrisch-rohrförmiges Sensorgehäuse 12 und als zur Erfassung der Messgröße, z.B. eines Abstandes, geeignetes Sensorelement 13, dargestellt ist eine magnetische Feldspule, sowie eine zu deren Ansteuerung dienende, schematisch angedeutete Steuer- und Versorgungseinheit 14, die in der aus der Fig. 1 ersichtlichen Anordnung inner- halb des rohrförmigen Sensorgehäuses 12 angeordnet und in diesem geschützt untergebracht sind.

Der Sensor 1 1 ist innerhalb eines langgestreckt rohrförmig dargestellten Sensorträgers 16 angeordnet, der die wärmetechnisch gut leitende und me- chanisch lösbar feste Verbindung mit einem insgesamt mit 17 bezeichneten, von dem Sensorelement 13 entfernt angeordneten Kühler vermittelt, der zur Abführung der Wärme aus der Kühleinrichtung 10 dient, sei es in der Art eines "aktiven" Kühlers, der von einem Kühlfluid durchströmt wird, das die vom kühl zu haltenden Objekt - her abgeleitete Wärme aufnimmt und seinerseits zur Regeneration einem entfernt angeordneten, nicht dargestellten Kühlsystem zugeleitet werden kann, aus dem wiederum Kühlfluid dem Kühler 17 zugeführt wird. Diesbezügliche Anschlussstutzen für die Kühlmittelzufuhr und den Kühlmittelabfluss sind mit 18/1 und 18/2 bezeichnet. Abgesehen von der Anordnung der beiden Anschlussstutzen 18/1 und 18/2 ist die Kühleinrichtung 10 im Wesentlichen rotationssymmetrisch bezüglich ihrer zentralen Längsachse 19 ausgebildet, entlang derer das Versorgungsund Steuerkabel 21 verläuft, das durch einen zentralen Kanal des Kühlkörpers hindurchtritt und der elektrischen Versorgung des Sensors sowie der Ausleitung von Sensor-Ausgangssignalen dient. Zum Zweck der lösbar festen Verbindung des Sensors 11 mit dem Sensorträger 16 ist das Sensorgehäuse 12 mit einem Außengewinde 12/a versehen, das mit einem zugeordneten Innengewinde 16/i des Sensorträgers 16 in kämmendem Eingriff steht, wobei durch diesen Gewindeeingriff die axiale Ausdehnung einer schematisch angedeuteten (Wärme-) Kontaktregion 22 bestimmt ist, innerhalb derer ein Wärmestrom vom Sensor 12 zum Sensorträger 16 übertreten und durch diesen zum Kühlkörper 17 strömen kann. Bei dem zur Erläuterung gewählten speziellen Ausführungsbeispiel beträgt die axiale Ausdehnung der Kontaktregion 22 etwa das Vierfache der Kopf reg ion 23 des Sensorgehäuses 12, die das Sensorelement 13 radial außen umschließt, und den Rand einer Fensterregion 24 markiert, innerhalb derer z.B. vom Sensorelement 13 ausgehende HF-Strahlung zum Untersuchungsobjekt hin aus der den Sensor enthaltenden Kühleinrichtung 10 austreten kann. Der den Sensorträger 16 und den Sensor 11 selbst umfassende Teil der Kühleinrichtung ist von einem insgesamt mit 26 bezeichneten Schutzgehäuse aufgenommen, das in koaxialer Anordnung mit dem Sensorträger 16 einen ringspaltförmigen Zwischenraum 28 in radialer Richtung begrenzt und in der Fensterregion 24 durch seinen Bodenbereich 26/1 , der mit glatter Wöl- bung an den rohrförmigen Mantel bereich 26/2 des Schutzgehäuses 26 anschließt und zwischen der Kopf reg ion 23 des Sensors und der diesem zugewandten Seite des Bodens 26/1 des Schutzgehäuses 26 einen Spalt 27 begrenzt, dessen axiale Weite der radialen Weite des Ringspaltes 28 entspricht, der durch die radial äußere Mantelfläche 16/m des Sensorträgers 16 sowie die radial innere Mantelfläche 26/m des rohrförmig zylindrischen Bereiches des Schutzgehäuses 26 berandet ist.

Der durch die rohrförmigen Bereiche des Sensorträgers 16, einerseits und des Schutzgehäuses 26, andererseits berandete Ringspalt 28 sowie der mit diesem kommunizierende Spalt 27 zwischen dem Bodenbereich 26/1 des Schutzgehäuses 26 und dem diesem zugewandten Stirnende des Sensorträgers 16 und des Sensorelements 13 selbst sind mit einer Isoliermaterial- schlicht 29 ausgefüllt, z.B. Keramikfaserwolle verfüllt, die zu einem hohen Wärmewiderstand führt, der sehr viel größer ist der Wärmewiderstand des im wesentlichen rohrförmigen Sensorträgers 16, über den Wärme aus dem Sensorbereich zum Kühlkörper 17 abfließen muss, um die Temperatur im Sensorbereich hinreichend niedrig zu halten.

Die Kühleinrichtung 10 ist, wie in der Fig. 1 lediglich durch einen Montagering 31 angedeutet, in einer diesen aufnehmenden kreisrunden Öffnung 32 einer Wand 33 gehalten, welche einen Bereich erhöhter Umgebungstemperatur Tu gegen eine Bereich "normaler" Temperatur T N abgrenzt, in dem sich der Kühlkörper 17 befindet, während der von dem Schutzgehäuse 26 umschlossene Teil der Kühleinrichtung, der den Sensorträger 16 und die Isolationsschicht 29 umfasst, praktisch vollständig innerhalb des Bereiches angeordnet ist, in dem die erhöhte Temperatur Tu herrscht.

Zur Erläuterung der Funktion der erfindungsgemäßen Kühleinrichtung 10 und möglicher Auslegungen derselben sei im Folgenden zunächst auf die Fig. 2a und 2b Bezug genommen, in denen für funktionsentsprechende Elemente jeweils dieselben Bezugszeichen angegeben sind wie in der Fig. 1.

Für die nachfolgende Erläuterung sei davon ausgegangen, dass der Sensor 1 1 in einem stationären Betriebszustand der Kühleinrichtung 10 eine Temperatur Ts habe, die einem stabilen Wert zwischen der erhöhten Umgebungstemperatur T (von z.B. 250 [°C]) und der "Normal"-Temperatur T N (von z.B. 30 [°C]) entspricht, auf der der Kühlkörper 17, z.B. durch Kühlung mittels eines ihn durchströmenden Kühlfluids stabil gehalten wird.

Hierbei soll die Temperatur T s höchstens einem Betrag T S max von z.B. 70 [°C] entsprechen, oberhalb dessen eine Beschädigung des Sensors 1 1 zu besorgen wäre. Um dieser Förderung zu genügen, ist eine Auslegung einer Kühleinrichtung 10, wie anhand der Fig. 1 dem grundsätzlichen Aufbau nach erläutert, in spezieller Auslegung, zu deren Erläuterung nunmehr auch auf die Fig. 2a bis 2c Bezug genommen sei, mehr im Einzelnen wie folgt gestaltet:

Der thermisch gut leitend unmittelbar an den Kühlkörper 17 angesetzte, mit diesem fest oder lösbar fest verbundene, rohrförmige Sensorträger 16, dessen dem Kühlkörper 17 abgewandter Endabschnitt den Sensor 11 auf dessen gesamter axialer Länge umschließt, derart, dass die dem Kühlkörper 17 abgewandte ringförmige Endstirnfläche des Trägerrohres und die entsprechende Endstirnfläche des Sensorgehäuses 12 in einer gemeinsamen Stirnebene 34 liegen, sowie der zylindrische Mantelbereich 26/2 des Schutzgehäuses 26 und die zwischen dem zylindrischen Mantelbereich 26/2 des Schutzgehäuses und der äußeren Mantelfläche des Trägerrohres 16 ange- ordnete dickwandig rohrförmige Isoliermaterialschicht 29, welche den Ringspalt 28 zwischen dem Schutzgehäuse und dem Sensorträger 16 ausfüllt, haben, abgesehen von vernachlässigbaren Abweichungen, in axialer Richtung dieselbe effektive Länge I, für die ein Betrag von 120 mm angenommen sei.

Diese bezüglich der zentralen Achse 19 koaxial angeordneten Elemente der Kühleinrichtung 10 sind in dem Bereich der erhöhten Umgebungstemperatur Tu einem durch die Pfeile 36 schematisch repräsentierten Wärmestrom ausgesetzt, der in einem bezüglich der zentralen Längsachse 19 symmetrischen Strömungsverlauf von radial außen durch den Mantelbereich des Schutzgehäuses und die Isolationsschicht 29 radial nach innen und sodann in axialer Richtung, d.h. parallel zur zentralen Längsachse 19 über den rohrförmigen Sensorträger 19 zum einen Teil zu dem Sensor 11 strömt, wodurch dieser erwärmt wird und zum anderen über den Sensorträger 16 zum Kühlkörper 17 fließt, der, wie schematisch angedeutet, als Flüssigkeitskühler ausgebildet ist, der, durchströmt von einem Kühlfluid, z.B. Wasser, auf einer konstanten Temperatur T N gehalten werden kann. Der Kühlkörper 17 wirkt dadurch als Wärmesenke, die auf konstanter Temperatur, von z.B. 30 [°C] gehalten werden kann.

Analog ist die auf erhöhter Temperatur Tu von z.B. 250 [°C] befindliche Um- gebung der Kühleinrichtung 10 als gleichsam unerschöpfliche Wärmequelle konstanter Temperatur anzusehen, die den zum Kühlkörper 17 fließenden Wärmestrom 36 speist, der in einem stationären Betriebszustand der Kühleinrichtung auch bewirkt, dass sich der Sensor 11 auf einer Betriebstemperatur T s befindet, die durch die Kühleinrichtung 0 so einstellbar sein muss, dass der Sensor F nicht belastet ist und eine hohe Standzeit erreichen kann.

Der Sensorträger 16 und die diesen koaxial umschließende und vollständig einhüllende Isolationsschicht 29 sowie der rohrförmige Mantelabschnitt des Schutzgehäuses sind in der Ersatzschaltbilddarstellung der Fig. 2b durch ihre Wärmewiderstände 37,38,39 repräsentiert, die allgemein durch die Beziehung

R r = - A (1 )

gegeben wird, in der mit λ die spezifische Wärmeleitfähigkeit des Materials bezeichnet ist, aus dem der Körper besteht, über den Wärme strömt, mit A die Querschnittsfläche des durchströmten Körpers und mit I dessen Länge, d.h. die Länge des Strömungspfades, über den die Wärme strömt, wobei λ ein materialspezifischer Wert der Dimension [W]/[m][°K] ist.

Mit den in der nachfolgenden Tabelle angegebenen Ä -, I- und A- Werten für das aus Keramik-Material bestehende Schutzgehäuse 26 (Spalte 1 ), die Isolationsschicht 29 aus Keramikfasermaterial (Spalte 2) und den Sensorträger 16 (Spalte 3) ergeben sich für deren thermische Widerstände die in der letz- ten Zeile dieser Tabelle angegebenen Werte, die, gemäß dem Ersatzschaltbild der Fig. 2b, gemäß welcher diese thermischen Widerstände in Reihe geschaltet sind, für das der Erläuterung zugrunde gelegte Auslegungsbeispiel einen Gesamtwiderstand R th ges von 10,31 °K/W ergeben.

t h ge S = (0,17 + 8,38 + 1 ,76) °K/W = 10,31 [°K]/[W]

Es sei angemerkt, dass bei der Berechnung des Wärmewiderstandswertes für den rohrförmigen Sensorträger 16, für den als Material Kupfer vorausgesetzt ist, nur dessen halbe geometrische Länge von 0,06 m angesetzt wor- den ist, da entsprechend der Näherung, dass der durch die Pfeile 37,38,39 repräsentierte Wärmestrom durch einen einzigen,„mittig" dem Sensorträger zugeleitete "konzentrierte" Wärmestrom ersetzt werden kann und mithin - bei dieser Näherung - für den Wärmewiderstand desjenigen Teils des Sensorträgers, über den die Wärme vom Sensor 1 1 zum Kühlkörper 17 hin ab- strömt, nur die halbe Länge des Sensorträgers 16, gemessen zwischen dem Kühlkörper 17 und dem von diesem abgewandten Ende des Sensorträgers in Ansatz gebracht werden darf.

Mit dem vorgenannten Wert des Gesamt-Wärmewiderstandes R t h ge s von 10,31 °K/W ergibt sich, wenn von einer Umgebungstemperatur Tu von 250 °C und einer Kühlkörpertemperatur von 30 °C ausgegangen wird, gemäß der Beziehung AT 220

Q = [W]

R t,liges 10,31 ein Wärmestrom Q von 21 ,34 W.

Mit diesem Betrag des Wärmestroms Q ergibt sich für die Temperatur T s die im stationären Zustand der Kühleinrichtung am Sensor 1 1 , d.h. an der Mittelanzapfung 41 der die Isolationsschicht 29 und das Trägerrohr 16 repräsentierenden Widerstände 38,39 herrscht, die Beziehung und für die Sensortemperatur unmittelbar der Wert (T s = 67,55[° ] ), der mit der Forderung, dass die Sensortemperatur Ts einen Wert von 70 [°C] nicht überschreiten darf, "gerade noch" verträglich wäre; jedoch würde für den betrachteten Sensor schon ein Anstieg des Wärmestroms Q auf einen Wert von 23 °C zu einem Überschreiten der Zulässigkeitsgrenze von 70 [°C] führen, was, konstante Temperatur des Kühlkörpers 17 und konstante Werte der Wärmewiderstände 37,38,39 vorausgesetzt, bei einer Umgebungstemperatur Tu von ca. 268 [°C] der Fall wäre, d.h. bei einer Erhöhung derselben um 18°.

Um den Sensor 1 1 in einem sicheren Temperaturbereich betreiben zu können, d.h. bei einer Sensortemperatur T s , die signifikant unterhalb der Zulässigkeitsgrenze von z.B. 70 [°C] liegt, ist bei den in den Fig. 3a - 3d dargestellten Varianten erfindungsgemäßer Kühleinrichtungen der Sensorträger 16 um eine insgesamt mit 50 bezeichnete Anordnung von Wärmerohren 50/1 bis 50/N ergänzt, deren Wirkung darin besteht, den Wärmewiderstand der Wärmeübertragungsstrecke zwischen dem Sensor 1 1 und dem Kühlkörper 17 erheblich, z.B. um etwa eine Größenordnung (Faktor 10) zu senken. Derartige Wärmerohre arbeiten nach dem Prinzip, zwischen einem zu kühlenden Objekt, im betrachteten Fall eines Sensors 11 , und einem Kühlkörper 17 Wärme durch Verdampfen eines Mediums zu transportieren, das in einer Verdampfungszone des Mediums, die sich im gegebenen Fall im Bereich des Sensors befindet, aufzunehmen und durch Konvektion in den Bereich des Kühlkörpers zu transportieren, wo durch Kondensation des verdampften Mediums die Wärmeabgabe an den Kühlkörper erfolgt. Das kondensierte, abgekühlte Medium strömt zurück zur Verdampfungszone, wo es wieder verdampft und so der Wärmetransport aufrechterhalten wird. Derartige Wärmerohre (Heat-Pipes) können so ausgebildet sein, dass das kondensierte Wärmetransportmedium durch den Einfluss der Schwerkraft zurück zur Verdampfungszone fließt, was jedoch eine bestimmte Geometrie der Wärmerohranordnung voraussetzt. Bevorzugt werden bei einer erfindungsgemäßen Kühleinrichtung 10 jedoch Wärmerohre eingesetzt, bei denen der Rück- transport des Wärmetransportfluids von der Kondensationszone zur Verdampfungszone durch Kapillarwirkung innerhalb der Wärmerohre erzielt wird, um von deren Lage der Rohre im Raum unabhängig zu sein.

Für einen typischen Temperaturbereich, in dem eine erfindungsgemäße Kühleinrichtung 10 einsetzbar sein soll, ist als Wärmetransportmedium Wasser oder Quecksilber geeignet, allgemein solche Flüssigkeiten, deren Siedetemperatur unterhalb der Umgebungstemperatur liegt, bei der der jeweilige Sensor betreibbar sein soll. Solche Wärmerohre ermöglichen eine drastische Reduktion des Wärmewiderstandes, sodass im betrachteten Fall ein Wärmewiderstand von 0,2 [°K]/[W] in Ansatz gebracht werden kann.

Zum angegebenen Zweck geeignete Wärmerohre sind im Handel erhältlich, z.B. von der Firma GRS Engineering Limited, Alnmarin House, Willowbum Industrial Estate, Alnwick, Northumberland, NE 66 2 PQ, United Kingdom. Für die solchermaßen ergänzte Kühleinrichtung 10, für die im Übrigen dieselbe Auslegung vorausgesetzt sei, wie anhand der Fig. 1 - 2b geschildert, ergibt sich somit für den Gesamt-Wärmewiderstand thges der Wert

8,75 [°K]/[W], dem ein Wärmestrom Q von 25,14 W entspricht, wenn wie- derum davon ausgegangen wird, dass die Umgebungstemperatur den Betrag von 250 [°C] hat und der Kühlkörper auf einer Temperatur von 30 [°C] gehalten wird.

Für die im stationären Betrieb sich einstellende Temperatur T s des Sensors 11 ergibt sich in diesem Falle der Wert von 35°, d.h. ein Wert, der der Hälfte der höchstzulässigen Betriebstemperatur entspricht und daher mit einer drastischen Herabsetzung der Gefahr einer thermischen Beschädigung des Sensors 11 einhergeht. Bei den Wärmerohranordnungen gemäß den Fig. 3a und 3b sind die Wärmerohre jeweils azimutal äquidistant gruppiert sind. Sie sind entweder, wie im linken Teil der Fig. 3a angedeutet, an der radial äußeren Seite des zylindrischen Abschnitts des Trägerrohres anliegend angeordnet, oder, wie im rechten Teil der Fig. 3a dargestellt, unmittelbar an der Außenseite des Sen- sorgehäuses 12 anliegend angeordnet und sind an ihrer dem Kühlkörper 17 abgewandten Seite mit einem im Wesentlichen ringförmigen, insgesamt mit 52 bezeichneten Wärmekontaktkörper mechanisch fest und thermisch gut leitend verbunden, der seinerseits in gutem thermischem Kontakt mit dem Sensorgehäuse 12 gehalten ist.

Der Wärmekontaktring 52 des Ausführungsbeispiels gemäß Fig. 3b, in der die Kühleinrichtung 10 in einer schematischen Seitenansicht dargestellt ist, ist, wie der Schnittdarstellung der Fig. 3c entnehmbar, in eine der Anzahl der die Wärmerohranordnung bildenden Einzel-Wärmerohre 50/1 - 50/N ent- sprechende Anzahl von Ringsektorelemente 52/1 - 52/N unterteilt, mit denen je eines der Wärmerohre 50/1 - 50/N mit seiner Verdampferzone verbunden ist, wobei die einzelnen Sektorelemente 52/1 - 52/N des insgesamt ringförmigen Wärmekontaktkörpers 52 durch schmale, radial verlaufende Schlitze 53/1 - 53/N in azimutaler Richtung gegeneinander abgesetzt sind.

Zweck dieser Unterteilung des Kontaktkörpers in ringsektorförmige Elemen- te, die durch die Radialschlitze in einem kleinen azimutalen Abstand voneinander gehaltene sind, ist es, diese sektorförmigen Wärmekontaktelemente an die äußere Mantelfläche 54 des Sensorgehäuses wärmetechnisch gut leitend andrücken zu können, um den Wärmewiderstand zwischen dem Sensorgehäuse 21 und dem jeweiligen Kontaktkörpersektorelement 52/1 - 52/N so gering wie möglich zu halten.

Zu diesem Zweck können wiederum federelastische Klemmspangen 53, deren Gestaltung zu derjenigen der Klemmspangen 51 gemäß Fig. 3b analog ist, eingesetzt werden, die, vorzugsweise in den den Sektorbereichen be- nachbarten Abschnitten der Wärmerohre 50/1 - 50/N diese umgreifen und durch eine„zentripetale" Vorspannung die umgriffenen Sektorelemente 52/1 - 52/N des Wärmekontaktkörpers 52 an das Sensorgehäuse des jeweiligen Sensors andrücken und dadurch mit diesem in gutem Wärmekontakt halten. Eine diesbezüglich erforderliche, geringfügige Biegeelastizität der Wärmerohre 50/1 - 50/N, deren kühlkörperseitige Enden mechanisch fest mit einem ringförmigen Anschlusselement des Kühlkörpers verbunden sein können, ist bei Wärmerohren, deren typische Durchmesser um 3 mm und deren Wandstärken im Bereich einiger Zehntel mm liegen, bei Längen der Wärmerohre im Bereich mehrerer cm, ohne Weiteres voraussetzbar.

Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß den Fig. 3b und 3c ist - stillschweigend - vorausgesetzt, dass die radiale Dicke der Isolationsschicht größer ist als der Durchmesser der Wärmerohre 50/1 - 50/N, so dass diese, in radialer Richtung gesehen, auf jeden Fall innerhalb der Isolationsschicht untergebracht werden können und keinesfalls das Schutzgehäuse, das die Isolationsschicht außenseitig umschließt, berühren, wodurch ein wärmetechni- scher Kurzschluss zwischen Schutzgehäuse und Trägerrohr bzw. Wärmekontaktring 52 entstehen könnte, der zu vermeiden ist.

Durch eine Wärmerohranordnung, wie anhand der Fig. 3a - 3c erläutert, ist eine schlanke, d.h. in radialer Richtung mit relativ geringem Außendurchmesser behaftete Bauweise einer erfindungsgemäßen Kühleinrichtung 10 möglich, die gleichwohl einen wirksamen Schutz des jeweiligen Sensors gegen eine erhöhte Umgebungstemperatur vermittelt. Unter dem Gesichtspunkt der Realisierung einer erfindungsgemäßen Kühleinrichtung mit möglichst geringen radialen Dimensionen ist es besonders zweckmäßig, anstelle einer aus diskreten Rohren zusammengesetzten Wärmerohranordnung ein einziges, insgesamt mit 54 bezeichnetes, im wesentlichen zylindermantelförmiges Wärmerohr zu verwenden (Fig. 3d), das, abge- sehen von einem parallel zur zentralen Längsachse 19 der Kühleinrichtung 10 verlaufenden schmalen Längsschlitz 56, dessen azimutale Weite von ca. 1 bis höchsten 5° vernachlässigbar ist, das Sensorgehäuse vollständig umschließt und bei zylindrisch glatter Gestaltung der äußeren Mantelfläche desselben, an welcher das Wärmerohr 54 unmittelbar anliegt, einen gerin- gen Wert des Wärmewiderstandes zwischen Wärmerohr und Sensor ergibt.

Auch zum Andrücken eines solchermaßen gestalteten Wärmerohres 54 an das Sensorgehäuse sind Klemmspangen geeignet, wie anhand der Fig. 3b und 3c, dem analogen Zweck entsprechend, erläutert worden sind.

Im Falle einer derartigen rohrförmigen Gestaltung des Wärmerohres ist es natürlich ausreichend, wenn das Wärmerohr 54 in einem jeweils streifenförmigen Bereich des Kühlkörpers 17 bzw. des Sensorgehäuses 12 des jeweiligen Sensors 1 1 an eine Mantelfläche entsprechender axialer Ausdehnung andrückbar ist. Hierzu geeignete Klemmeiemente können ebenfalls in der Art von Spangen ausgebildet sein, wie anhand der Fig. 3b und 4a erläutert. In der speziellen Gestaltung gem. Fig. 4a sind solche Elemente als in axialer Richtung relativ kurze Schraubenfedern 57, die nur wenige, z.B. zwei oder drei komplette Windungen haben, ausgebildet, die jeweils 360° umschlingen. Sie bestehen in besonders zweckmäßiger Gestaltung aus einem Material, z.B. Nitinol, das die Eigenschaft hat, unterhalb einer Phasenumwandlungstemperatur nachgiebig und leicht verformbar zu sein und oberhalb dieser Phasenumwandlungstemperatur wieder eine Form anzunehmen, die ihm zuvor - bei erhöh- ter Temperatur - eingeprägt worden ist.

Im betrachteten Fall der Schraubenfederform hat die jeweilige Feder, für sich gesehen, einen geringfügig kleineren Durchmesser als das Wärmerohr in seiner an das Sensorgehäuse bzw. an den Kühlkörper 17 angesetzten Kon- figurationen, so dass die Federn, nachdem sie bei einer Temperatur unterhalb der Phasenumwandlungstemperatur, d.h. im Zustand ihrer leichten De- formierbarkeit, in ihre vorgesehene Einbaulage gebracht worden sind, nach dem Überschreiten der Phasenumwandlungstemperatur wieder ihre eingeprägte Form annehmen „wollen", in der sie, gleichsam unter zentripetaler Vorspannung stehend, das Wärmerohr in Anlage mit dem Sensorgehäuse 1 1 und dem Kühlkörper 17 halten.

Es versteht sich, dass auch die vorerwähnten Klemmspangen 51 aus einem derartigen Material gefertigt sein können, wenn eine radial wenig auftragen- de und für die Montage günstige Form der Wärmerohr-Fixierung innerhalb der Kühleinrichtung 10 insgesamt erreichbar sein soll.

Eine Reduzierung der Sensortemperatur T s ist, andererseits, auch dadurch erreichbar, dass der Wärmewiderstand, der durch das Schutzgehäuse und die Isolationsschicht gegeben ist, verglichen mit dem Ausführungsbeispiel, das mit dem Gesamtwärmewiderstand von 10,31 [°K]/[W] behaftet ist, erhöht und dadurch der Wärmestrom zum Sensor 1 1 reduziert wird. Wird z.B. bei dem zur Abschätzung gewählten Ausführungsbeispiel der Gesamtwiderstand Rthges im Wesentlichen durch Verdoppelung der Dicke der Isolationsschicht auf 15 [°K]/[W] erhöht, womit eine Reduzierung des Wär- mestromes Q auf 14,7 W verknüpft wäre, so ergibt sich für die Sensortemperatur Ts ein Wert von 56°, d.h. ein Wert, der ebenfalls signifikant niedriger ist als der Temperaturgrenzwert von 70° .

Zur Erläuterung bei Bedarf nutzbarer Gestaltungen einer - erfindungsgemä- ßen - Kühleinrichtung 10, die je nach Einsatzfall alternativ oder ergänzend zu den vorerwähnten Gestaltungen einer solchen Einrichtung zweckmäßig sein können, sei zunächst auf die Fig. 3a und 3b ergänzend Bezug genommen, vorab im Hinblick auf die Fixierung des Sensors 11 am Sensorträger 16, die insbesondere wärmetechnisch gut leitend und mechanisch stabil sein soll.

Bei der durch die Fig. 3a veranschaulichten Art der mechanischen und thermischen Ankopplung des Sensors 11 an seinen Träger 16 ist vorausgesetzt, dass das Sensorgehäuse eine äußerlich glatte Mantelfläche hat, die, wenn der Sensor 11 in der Montageposition innerhalb des Sensorträgers 16 zumindest mit einem Abschnitt seiner Länge angeordnet ist, großflächig an der ebenfalls glatten, inneren Mantelfläche des rohrförmigen Sensorträgers 16 anliegt. Der zylindrisch rohrförmige Bereich des Sensorträgers 16 ist, wie den Fig. 4a und 4b entnehmbar, durch Längsschlitze 46/1 - 46/N, die sich parallel zur zentralen Längsachse 19 der Kühleinrichtung 10 erstrecken und bezüglich dieser in einer axial- oder drehsymmetrischen Anordnung gruppiert sind, in schmal-zungenförmige Andrückelemente 59/i vergleichsweise geringer azi- mutaler Ausdehnung und sektorförmige Anlageelemente 61/i (i = 1 - N/2) unterteilt, an deren inneren, glatten Mantelflächenbereichen das Sensorgehäuse in thermisch gut leitende Anlage gelangt, wenn der Sensor 11 in Rieh- tung der zentralen Längsachse in das Trägerrohr 12 eingesteckt wird. Die zungenförmigen Andrückelemente 59/1 - 59/N sind derart gestaltet, dass ihre dem Kühlkörper 17 abgewandten freien Enden 61/1 - 61 /N zur zentralen Achse 19 der Kühleinrichtung 10 hin geneigt verlaufen, solange der Sen- sor noch nicht in das Trägerrohr 16 eingesteckt ist, wobei diese Neigung nur wenige Winkelgrade beträgt und im Übrigen die Abmessungen so getroffen sind, dass diese freien Enden der zungenförmigen Andrückelemente, wenn der Sensor aus dem linken Teil der Fig. 4a dargestellten Position in die im rechten Teil der Fig. 4a dargestellte Position gebracht wird, eine radiale Auf- weitung erfahren und dadurch Federspannungen entfalten, die den Sensor 1 1 innerhalb des rohrförmigen Sensorträgers 16 reibungsschlüssig halten. Das Sensorgehäuse 12 ist zur Erleichterung des Einsteckens des Sensors in das Trägerrohr mit einer kegelstumpfförmigen Fasenfläche 48 versehen, innerhalb derer der Durchmesser des Sensorgehäuses von einem Wert, der dem Innendurchmesser des Trägerrohres 16 entspricht, auf einen Wert abnimmt, der signifikant kleiner ist als dieser Innendurchmesser des Trägerrohres.

Es versteht sich, dass abweichend von dem durch die Fig. 4a und 4b reprä- sentierten, speziellen Ausführungsbeispiel, die zwischen federnden Zungen angeordneten sektorförmigen Mantelbereiche 63/n auch eine andere, z.B. dieselbe azimutale Ausdehnung haben können, wie die federnden Zungen 59/1 bis 59/N, je nach den Abmessungen des jeweiligen Sensors und der Auslegung der Kühleinrichtung 10 insgesamt.

Im Falle einer derartigen, reibungsschlüssigen Fixierung des Sensors 1 1 im Trägerrohr 16 kann es zweckmäßig sein, die den Sensor im Trägerrohr fixierenden Spannkräfte mit Hilfe von Klemmspangen 62/1 und 62/2 zu erzeugen, die für sich gesehen, einen Winkelbereich von mehr als 180° umspan- nen und, außenseitig an den Klemm- und Anlageelementen des Trägerrohres anliegend, paarweise jeweils den gesamten Umfang des Trägerrohres umspannen. Das Trägerrohr 16 ist aus einem Material gefertigt, das eine hohe spezifische Wärmeleitfähigkeit hat und ist zweckmäßigerweise insgesamt so ausgelegt, dass sein Wärmewiderstand, der zwischen der Wärmeübergangszone, in- nerhalb derer der Sensor 11 in gutem thermischen Kontakt mit dem Trägerrohr 16 steht, und dem Kühlkörper, der die Wärmesenke für den ihm über das Trägerrohr zufließenden Wärmestrom bildet, klein gegen den Wärmewiderstand der Isolationsschicht ist, über die dem Sensorträger selbst Wärme aus der Umgebung zuströmt. In einer typischen Auslegung entspricht der Wärmewiderstand des Trägerrohres höchstens 1/10 des Wärmewiderstandes der Isolationsschicht, wobei es, solange nicht konstruktive Bedingungen entgegenstehen, in der Regel zweckmäßig ist, den Wärmewiderstand des Trägerrohres 16 möglichst gering zu wählen. Bei den bislang erläuterten Gestaltungen der erfindungsgemäßen Kühleinrichtung ist deren Schutzgehäuse 26 als ein Keramikteil vorausgesetzt, z.B. aus Aluminiumoxid oder Zirkonoxid, dessen elektromagnetische Eigenschaften einen Einsatz sowohl in Verbindung mit einem kapazitiven Sensor als auch mit einem induktiven Sensor erlauben. Dies gilt auch dann, wenn das Schutzgehäuse aus einem Kunststoff besteht, der hinreichend temperaturbeständig ist, z.B. einem PEEK (Polyetheretherketon)-Material. Der Einsatz eines induktiven Sensors ist bei einer Kühleinrichtung der insoweit erläuterten Art auch dann möglich, wenn das Schutzgehäuse aus einem Metall geringer elektrischer Leitfähigkeit (z.B. Titan) besteht, in dem sich störende Wirbelströme nicht oder nur in einem hinnehmbaren Maß ausbilden können.

Dies gilt auch dann, wenn das Gehäuse aus einem Metall vergleichsweise guter Leitfähigkeit besteht, wenn im Bereich des induktiven Sensorelements parallel zur Längsachse der Anordnung verlaufende Längsschlitze vorhan- den sind, gegebenenfalls auch radial verlaufende Schlitze, die in einem radial zur zentralen Längsachse verlaufenden Randbereich angeordnet sind und ebenfalls geeignet sind, Wirbelströme weitgehend zu unterdrücken. Eine hierzu analoge Gestaltung kann auch für ein Schutzgehäuse zweckmäßig sein, wenn dieses aus einem elektrisch relativ gut leitenden Material, z.B. einem Edelstahlblech besteht, im Unterschied zu dem Keramikschutzgehäu- se 26, wie anhand der Fig. 1 und 2a erläutert.

Wenn das Schutzgehäuse aus einem Metall besteht, das polierfähig ist, ist es zweckmäßig, die Außenfläche des Schutzgehäuses durch Politur so zu glätten, dass ein hohes Reflexionsvermögen mindestens für die aus der Umgebung auftreffende elektromagnetische Strahlung erzielt und dadurch ein Wärmeeintrag in den Sensor deutlich reduziert wird.

In Fällen, in denen das Schutzgehäuse aus Keramik besteht, wie vorausgehend schon erläutert, oder aus Glas oder einem temperaturbeständigen Kunststoff, ist ein thermischer Schutz auch durch eine Außenbeschichtung aus einem Material geeignet, das elektromagnetische Strahlung aus dem Spektralbereich der Umgebungs-Wärmestrahlung reflektiert, vorzugsweise eine Gold- oder Chromschicht. Soweit zwischen dem Sensor und dem Mess- oder Beobachtungsobjekt zur Erfassung der überwachten Größe eine Wechselwirkung durch elektromagnetische Strahlung, z.B. HF-Strahlung oder Strahlung aus dem sichtbaren Spektralbereich erforderlich ist, z.B. für eine Kamera als Sensor, muss natürlich das Gehäuse mindestens in einem Fensterbereich für diese Strahlung durchlässig -„durchsichtig" - sein. Erforderlichenfalls muss eine Öffnung an der objektseitigen Stirnseite des Gehäuses frei gehalten bleiben und demgemäß„notfalls" das Detektorelement einem Teil der Umgebungsstrahlung ausgesetzt werden; die kann jedoch hingenommen werden, wenn z.B. der Öffnungswinkel, innerhalb dessen direkte Temperaturstrahlung auf das Sen- sorelement auf treffen kann, klein gehalten werden kann und/oder, z.B. durch eine effiziente Wärmerohranordnung, dafür gesorgt ist, dass der Sensor trotz der Einstrahlung auf einer Temperatur gehalten werden kann, die signifikant niedriger ist als der für den Sensor charakteristische Schwellenwert Tsmax-

Zur Erläuterung eines weiteren Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemä- ßen Kühleinrichtung, wie dem grundsätzlichen Aufbau nach anhand der Fig. 1 bis 4b erläutert, sei nunmehr auf die Fig. 5 Bezug genommen, in der insgesamt mit 100 eine Kühleinrichtung bezeichnet ist, die für einen Einsatz bei vergleichsweise hohen Temperaturen gedacht ist, z. B. für einen Temperaturbereich bis hin zu 1200° Z, insbesondere für eine kontinuierliche Über- wachung gleichmäßigen Flusses einer Metallschmelze, meist einer Kupferschmelze, mittels eines induktiven Sensors 11 , wie auch beim Ausführungsbeispiel gemäß den Fig. 1 bis 4b vorausgesetzt, wobei dieser Sensor, ohne Beschränkung der Allgemeinheit, als so genannter„Faktor 1 "-Sensor mit Freizone vorausgesetzt sei, d. h. als ein Sensor, der unabhängig von der Art der Metallschmelze mit einem im Wesentlichen gleich bleibenden Schaltabstand anspricht.

Soweit in der nachfolgenden Beschreibung für Elemente der Kühleinrichtung 100 Bezugszeichen angegeben sind, die auch schon der vorausgehenden Erläuterung des Ausführungsbeispiels gemäß den Fig. 1 bis 4b angegeben worden sind, soll dies den Hinweis auf die Bau- und Funktionsgleichheit bzw. -Analogie der identisch bezeichneten Elemente beinhalten; soweit in der Fig. 5 Bezugszeichen angegeben sind, die mit Bezugszeichen identisch sind, die bei der Erläuterung des Ausführungsbeispiels gemäß den Fig. 1 bis 4b verwendet, bei der Beschreibung der Fig. 5 jedoch nicht eigens erwähnt worden sind, soll dies den Hinweis auf die zu den jeweils identisch bezeichneten Teilen anhand der Fig. I bis 4b gegebenen Erläuterungen beinhalten, um Wiederholungen zu vermeiden. Demgemäß soll die Erläuterung der Kühleinrichtung 10 gemäß Fig. 5 im Wesentlichen auf deren gegenüber der vorausgehenden Kühleinrichtung 10 unterschiedliche Merkmale beschränkt werden. Für den Sensor 11 ist dieselbe Ausbildung vorausgesetzt, wie anhand der Fig. 1 erläutert. Er ist in eine sacklochförmige Gewindebohrung 65 des Sensorträgers 16 angeschraubt, deren in Richtung der zentralen Längsachse 19 gemessene Tiefe t der axialen Länge I des mit dem Außengewinde 12/a versehenen Sensorgehäuses 12 entspricht, das auf seiner gesamten in axialer Richtung gemessenen Länge von der Gewindebohrung 65 aufgenommen ist, wodurch im Falle der Kühleinrichtung 100 die axiale Ausdehnung der Wärmekontaktregion 22 bestimmt ist, innerhalb derer der Sensor 1 1 über sein Sensorgehäuse 12 in innigem Wärmekontakt mit dem Sensorträger 16 steht, der den induktiven Sensor 1 1 thermisch gut leitend mit dem Kühler 17 verbindet.

Der Sensorträger 16 hat äußerlich die Form eines Kreiszylinders, dessen zentrale Längsachse mit der zentralen Längsachse 19 der Kühleinrichtung 100 in deren dargestellter, montierter, d. h. für den bestimmungsgemäßen Gebrauch geeigneten Konfiguration, zusammenfällt. Aufgrund der geometrischen Abmessungen des Sensorträgers 16 und der hohen Wärmeleitfähigkeit des Materials, aus dem er gefertigt ist, befindet sich der Sensorträger 16 im Betrieb der Kühleinrichtung 100 praktisch auf dem Temperatumiveau des Kühlers 17, der die Wärmesenke des betrachteten Kühlsystems darstellt.

Analog den anhand der Fig.1 , 2a und 2b gegebenen baulichen und funktionellen Erläuterungen des in diesen dargestellten Ausführungsbeispiels, sei auch für die Kühleinrichtung 100 gemäß Figur 5 davon ausgegangen, dass in Höhe einer nur gestrichelt angedeuteten Trennwand 33 eine Trennung zwischen einem„oberen" Bereich relativ niedriger Umgebungstemperatur T N gegen einen Bereich hoher Umgebungstemperatur Tu gegeben sei, so dass im stationären Zustand der Einrichtung ein Wärmestrom aus dem Bereich erhöhter Temperatur Tu über das Schutzgehäuse 26/5 und den Sensorträger 16 zu dem Kühler 17 strömt, wobei zwischen der„heißen" Außenseite des Schutzgehäuses 26 und der Kühleinrichtung 17 ein Temperaturgefälle sich einstellt, derart, dass im Bereich des Sensorelements 13 nur noch eine Temperatur herrscht, die hinreichend niedrig ist, dass das Sensorelement 13 thermisch nicht beschädigt werden kann. Zu diesem Zweck ist, eine Ausführung des Sensors 11 vorausgesetzt, bei der dessen Träger 16 sowie das Schutzgehäuse 26 mehr im einzelnen wie folgt realisiert sind, wobei davon ausgegangen ist, dass im stationären Betrieb der abzuführende Wärmestrom, d.h. die Kühlleistung der Einrichtung, einen Wert um 90 W habe.

Unter den genannten Umgebungsbedingungen nämlich einer Temperatur der Wärmequelle um 1.200 °C und einer Temperatur im Bereich der Kühleinrichtung um 60 °C ist unter den vorausgehend weiter angegebenen Forderungen eine Gestaltung der Kühleinrichtung 100 geeignet, die bei Verwen- dung eines Standard sensors 11 wie folgt realisiert sein kann:

Außendurchmesser da des Sensorgehäuses 12 von 30 mm,

axiale Länge des Sensorgehäuses 12 bzw. Länge I des Wärmekontaktbereiches 22 von 64 mm,

- axiale Ausdehnung l k des Kopfbereiches 23 des Sensors von 20 mm.

In diesem Fall ist zur Erfüllung der vorgenannten Forderungen ein Schutzgehäuse geeignet, dass mehr im Einzelnen mit den der maßstäblichen Darstellung der Fig. 5 entnehmbaren Dimensionen seiner isolierenden Schich- ten wie folgt realisiert sein kann:

Das Schutzgehäuse 26/5 der Kühleinrichtung 100 ist in der Art eines mehrschichtigen Wärmeisolationssystems ausgebildet, das, gesehen in Richtung der Pfeile 66/I und 66/r der Fig. 5, d.h. in radialer Richtung bezüglich der zentralen Achse 19 und auch gesehen in Richtung des Pfeils 67, d.h. "von unten" in axialer Richtung mehrere Materialschichten unterschiedlicher mechanischer Konsistenz und thermischer Leitungseigenschaften aufweist. Das Schutzgehäuse 26/5 umfasst ein insgesamt mit 68 bezeichnetes, äußeres, oben offenes, zylindrisch-topfförmiges Isolationselement, das der hohen Umgebungstemperatur von bis zu 1.200 °C ausgesetzt ist. Es besteht aus temperaturfestem Keramikmaterial, im gegebenen Fall Aluminiumoxid. Des Weiteren umfasst das das Schutzgehäuse bildende Wärmeisolationssystem ein zweites, inneres, insgesamt mit 69 bezeichnetes, topfformiges Isolationselement, das mit dem äußeren, topfförmigen Isolationselement 68 koaxial derart angeordnet ist, dass die kühlerseitige obere Stirnfläche 69/s seines zylindrischen Mantels 69/m koplanar mit der äußeren, oberen freien Ringstirnfläche 68/s des zylindrischen Mantels 68/m des äußeren topfförmigen Isolationselements 68 angeordnet ist. Das innere topfförmige Isolationselement 69 besteht aus Alunit-Material, wobei die Wanddicke sowohl im Mantelbereich 69/m als auch im Bereich des Bodens 69/b jeweils ca. 2 mm beträgt.

Die geometrischen Abmessungen der beiden topfförmigen Isolationselemente 68 und 69 sind so gewählt, dass der radiale Abstand ihrer Mantelbereiche 68/m und 69/m, die koaxial bezüglich der zentralen Achse 19 angeordnet sind, beim dargestellten Ausführungsbeispiel um 10 mm beträgt. Der„verti- kale" Abstand der Bodenbereiche 69/b und 68/b der topfförmigen Isolationselemente 68 und 69 voneinander, ist etwas geringer und beträgt z. B. 8 mm.

Der zwischen den beiden topfförmigen Isolationselementen 68 und 69 verbleibende, komplementär topfförmige Zwischenraum ist mit zwei Isolati- onsschichten unterschiedlichen Materials ausgekleidet, die jeweils unmittelbar aneinander wie an je einem der topfförmigen Isolationselemente anliegen.

Die äußere, insgesamt mit 71 bezeichnete Isolationsschicht besteht aus ei- nem Keramik-Vlies mit einer Dicke im Mantelbereich von ca. 4 mm und im Bodenbereich von etwa 3 mm; die innere, das innere topfförmige Isolationselement umschließende, insgesamt mit 72 bezeichnete Isolationsschicht besteht aus Mikrotherm-Super-A-Material, das eine Schichtdicke um 5 mm hat. Die freien Stirnflächen der Isolationsschichten verlaufen in Höhe der Ringstirnflächen 68/s und 69/s der topfförmigen Isolationselemente 68 bzw. 69.

Das in der Kopfregion 23 des Schutzgehäuses 26/5, d. h. in der sogenann- ten Freizone des Sensors 11 angeordnete Sensorelement 13 ist an der ihm zugewandten Innenseite des Bodenbereiches 69/b über eine Wärmeleitplatte 73 möglichst guter Wärmeleitfähigkeit abgestützt, die über zwei, bezüglich der zentralen Längsachse 19 diametral einander gegenüberliegende Wärmerohre 74/I und 74/r mit dem Sensorträger 16 thermisch gekoppelt ist, der sich, mit der Kühleinrichtung 17 in unmittelbarem Wärmekontakt stehend, auf relativ niedriger Temperatur befindet, mit der Folge, dass diese relativ niedrige Temperatur mindestens annähernd auch im Bereich des Sensorelements 13 gegeben ist, obwohl dort die Dicken der Isolationsschichten 71 und 72 relativ gering gehalten sind, um den Schaltabstand des Sensors möglichst weitgehend ausnutzen zu können, d. h. einen geringen Abstand des Sensorelements 13 zum Messobjekt wählen zu können.

Als Wärmeleitplatte 73 kann in extremen Fällen der Einsatz einer Diamantplatte erforderlich sein, die in Anbetracht der industriellen Herstellbarkeit sol- eher Platten relativ preisgünstig erhältlich ist.

Es versteht sich, dass die erläuterte Auslegung lediglich beispielhaft zu verstehen ist und als Orientierung für eine sinngemäße Abwandlung und Anpassung der Kühleinrichtung 100 an andere Randbedingungen und Kühlleis- tungsanforderungen gedacht ist, die dem Fachmann aufgrund seines Fachwissens ohne weiteres möglich ist.