Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
CORNER ASSEMBLY FOR INSULATED GLASS ELEMENTS HAVING FILMS ADHESIVELY BONDED IN AN EDGE-FLUSH MANNER
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/028885
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a corner assembly (2) of two insulated glass elements (1a, 1b) butting against each other at an angle, which each have at least two panes (3a, 3b), which are connected to each other by means of a spacing profiled element in such a way that a pane intermediate space is formed, wherein the panes (3a, 3b) of each insulated glass element, which are arranged parallel, have mitered abutment ends in the end region of said panes, which abutment ends are connected to each other by means of a film (4), and the film (4) is provided for connecting the insulated glass elements (1a, 1b) by means of adhesive (6).

Inventors:
KUSTER, Hans-Werner (Schervierstrasse 20, AACHEN, 52066, DE)
SCHREIBER, Walter (Lortzing Str. 5, Aachen, 52074, DE)
SERRUYS, Francis (Vinkenstraat 41, 8310 Brugge, 8310, BE)
Application Number:
EP2017/066605
Publication Date:
February 15, 2018
Filing Date:
July 04, 2017
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
SAINT-GOBAIN GLASS FRANCE (18 avenue d'Alsace, Courbevoie, Courbevoie, 92400, FR)
International Classes:
E06B3/62; E06B1/36; E06B3/673
Foreign References:
DE3520973A11986-12-18
EP1811114A22007-07-25
Attorney, Agent or Firm:
WEBER, Sophie (Saint-Gobain Sekurit Deutschland GmbH & Co. KG, Glasstraße 1, Herzogenrath, 52134, DE)
Download PDF:
Claims:
Patentansprüche

1 . Eckanordnung (2) aus zwei in einem Winkel aufeinanderstoßenden Isolierglaselementen (1 a, 1 b), die jeweils mindestens zwei Scheiben (3a, 3b) aufweisen, die mittels eines Abstandshalterprofils unter Ausbildung eines Scheibenzwischenraums miteinander verbunden sind, wobei die parallel angeordneten Scheiben (3a, 3b) an ihren Endbereichen auf Gehrung ausgeführte Stoßenden aufweisen, die über eine Folie (4) miteinander verbunden sind und die Folien (4) mittels Haftmittel (6) zur Verbindung der Isolierglaselemente (1 a, 1 b) vorgesehen sind.

2. Eckanordnung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Folie (4) jeweils an einem Isolierglaselement (1 a, 1 b) randbündig angeordnet ist.

3. Eckanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils ein Isolierglaselement (1 a, 1 b,) drei Scheiben (3a, 3b) umfasst.

4. Eckanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Folie (4) mittels eines Klebstoffs (5), insbesondere eines Acrylat-Klebstoffes, an dem

Endbereich der Scheiben (3a, 3b) haftet.

5. Eckanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Folie (4) eine Beschichtung, insbesondere SiOx-Beschichtung, aufweist.

6. Eckanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Folie (4) einen Kunststoffe, insbesondere ein Polypropylen, und / oder Glas enthält.

7. Eckanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Folie (4) gasdicht und /oder starr ausgebildet ist.

8. Eckanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Folie (4) transparent und / oder eine Dicke von 0,001 mm bis 3 mm, insbesondere 0,3 mm, aufweist.

9. Eckanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Haftmittel (6) einen Klebstoff, insbesondere einen Silikonklebstoff, oder ein Klebeband, insbesondere Acrylat-Klebeband, aufweisen.

10. Eckanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Haftmittel (6) transparent ausgebildet sind.

Eckanordnung (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils zwei aufeinanderstoßende Scheiben (3a) zwei weitere aufeinanderstoßende Scheiben (3b) zumindest in den Stoßbereichen überragen.

12. Eckanordnung (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 1 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Gehrung einer Winkelhalbierenden des Winkels entspricht, mit dem die Isolierglaselemente (1 a, 1 b) fixiert werden.

13. Eckanordnung (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 12, insbesondere eine Ganzglasecke. 14. Isolierglaselement (1 a, 1 b) für eine Eckanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, mit zwei parallel angeordneten Scheiben (3a, 3b), die jeweils an Ihrem Endbereich auf Gehrung geformt sind und eine Gehrungsebene zur Kontaktierung mit einem zweiten Isolierglaselement aufweisen, dadurch gekennzeichnet, dass die Scheiben (3a, 3b) derart versetzt zueinander angeordnete sind, dass ihre Gehrungsebenen in einer Ebene liegen und über eine Folie (4) miteinander verbunden sind.

15. Verwendung einer Eckanordnung (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 13 in einer Ganzglasfassade.

Description:
Eckanordnung für Isolierglaselemente mit randbündig verklebten Folien

Die Erfindung betrifft eine Eckanordnung für Isolierglaselemente, ein Isolierglaselement und eine Verwendung der Eckanordnung in einer Ganzglasfassade.

Eckanordnungen für Isolierglaselemente werden an Gebäuden aus ästhetischen Gründen immer häufiger mit Glasfassaden verbaut, besonders bei Fassadenübergängen oder wenn die Fassade als Ganzglasfassade optisch ausgeführt wird. Dabei werden die an einander stoßenden Isolierglaselemente in den Eckbereich rahmenlos gehalten, um den optischen Anforderungen zu genügen.

Derartige Isolierglaselemente bestehen aus mindestens zwei Scheiben, die durch einen Abstandshalter auf Abstand zueinander gehalten werden. Die Scheiben können eine Beschichtung, insbesondere eine Wärmeschutz- und/oder Sonnenschutzbeschichtung aufweisen. Bei bekannten Ausführungsformen von Isolierglaselementen für Ganzglasfassaden werden üblicherweise Stufengläser verwendet. Stufengläser zeichnen sich dadurch aus, dass die bauseitig außen liegende Scheibe größer als die innen liegende Scheibe ist. Somit entsteht bei einer Eckanordnung in dem Stoßbereich der Isolierglaselemente ein Hohlraum, der üblicherweise in seinem Fugenbereich mit einem Dichtungsmaterial versiegelt wird.

EP 1 81 1 1 14 A2 offenbart eine Ganzglasecke aus Isolierglas, die zwei in einem Winkel zusammenstoßende Isolierglasteile aufweist. Die Isolierglasteile stoßen derart zusammen, dass sie im Bereich ihrer Stoßenden einen durchgehenden mit Gas befüllten Scheibenzwischenraum bilden. Die Glasscheiben der Isolierglasteile sind an ihren Stoßenden auf Gehrung ausgeführt. Die Stoßflächen der Glasscheiben sind jeweils mit einem Absatz versehen, so dass die Stoßenden der zusammengestoßenen Glasscheiben einen Falz bilden, der zum Scheibenzwischenraum hin aufgeweitet ist. Die Stoßflächen jeweils zweier zusammengestoßener Glasscheiben sind mittels eines beidseitig klebenden Klebestreifens miteinander verbunden. Eine besondere Schwierigkeit besteht in der Fertigung der Ganzglasecken, da die mechanische Belastbarkeit der Verbindung sehr hoch ist und der Transport der Ganzglasecken vom Fertigunsstandort bis zum Einbauort besondere und teure Sicherungsmaßnahmen erfordert. Jedoch sind derartig hergestellte Ganzglasecken nicht sehr stabil, was besonders in der Fertigung und beim Transsport erhebliche Probleme bereitet. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Eckanordnung aus zwei in einem Winkel aufeinanderstoßenden Isolierglaselementen bereitzustellen, bei der die mechanische Belastbarkeit erhöht wird. Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung wird erfindungsgemäß durch eine Eckanordnung gemäß Anspruch 1 gelöst. Bevorzugte Ausführungen gehen aus den Unteransprüchen hervor.

Die erfindungsgemäße Eckanordnung umfasst zwei in einem Winkel aufeinanderstoßende Isolierglaselemente, die jeweils mindestens zwei Scheiben aufweisen, die mittels eines Abstandshalterprofils unter Ausbildung eines Scheibenzwischenraums miteinander verbunden sind. Erfindungsgemäß weisen die parallel angeordneten Scheiben an ihren Endbereichen auf Gehrung ausgeführte Stoßenden auf, die über eine Folie miteinander verbunden sind, wobei die Folie der Isolierglaselemente Haftmittel aufweist, über die die Isolierglaselemente aneinander haftend verbunden sind.

Vorteilhafterweise weisen die Isolierglaselemente an ihren Stoßenden eine Folie auf, sie können dadurch auch einzeln transportiert werden und erst am Einsatzort zu einer Eckanordnung verklebt werden. Somit wird der Aufwand für den Transport der Eckanordnung vom Fertigungsstandort bis zum Einsatzort erheblich vereinfacht. Durch die Verklebungen der Isolierglaselemente am Einsatzort wird auch der Aufwand in der Fertigung der Eckanordnung vorteilhafterweise optimiert.

Die Scheiben der Isolierglaselemente sind insbesondere Isolierglasscheiben,

Verbundscheiben oder Einzelglasscheiben. Eine Verbundscheibe kann mindestens zwei Scheiben, die über eine Zwischenschicht miteinander verbunden sind, umfassen. Die Zwischenschicht kann vorzugsweise ein thermoplastischer Kunststoff, wie Polyvinylbutyral (PVB), Ethylenvinylacetat (EVA), Polyurethan (PU), Polyethylenterephthalat (PET) oder mehrere Schichten davon, bevorzugt mit Dicken von 0,3 mm bis 0,9 mm, sein.

In einer vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Eckanordnung können die Scheiben aus Flachglas, Floatglas, Kalk-Natron-Glas, Quarzglas oder Borosilikatglas bestehen. Die Dicke jeder Scheibe kann variieren und so den Erfordernissen des Einzelfalls angepasst werden. Vorzugsweise werden Scheiben mit Standardstärken von 2,00 mm bis 25 mm und bevorzugt von 3 mm bis 19 mm verwendet. Die Größe der Scheibe kann breit variieren und richtet sich nach der Größe der

erfindungsgemäßen Verwendung. Zu Erhöhung der Isolationswirkung können zusätzlich noch die Emissivität herabsetzende vorzugsweise transparente Beschichtungen auf die Flächen der Scheiben aufgebracht sein.

Die Scheiben können farblos oder gefärbt sein und/oder eine Beschichtung, insbesondere transparente und/oder elektrisch leitfähige Beschichtung, aufweisen.

Die erfindungsgemäße transparente, elektrisch leitfähige Beschichtung kann für

elektromagnetische Strahlung, vorzugsweise elektromagnetische Strahlung einer

Wellenlänge von 300 bis 1 .300 nm, insbesondere für sichtbares Licht von 390 nm bis

780 nm, durchlässig sein.„Durchlässig" bedeutet, dass die Gesamttransmission der Scheibe insbesondere für sichtbares Licht bevorzugt >70% und insbesondere >75% durchlässig ist. Die transparente, elektrisch leitfähige Beschichtung ist bevorzugt eine funktionelle

Beschichtung, besonders bevorzugt eine funktionelle Beschichtung mit Sonnenschutz- Wirkung. Eine Beschichtung mit Sonnenschutzwirkung weist reflektierende Eigenschaften im Infrarot-Bereich und damit im Bereich der Sonneneinstrahlung auf. Dadurch wird ein Aufheizen des Innenraums eines Gebäudes infolge von Sonnenstrahlung vorteilhaft vermindert.

Solche Beschichtungen sind dem Fachmann bekannt und enthalten typischerweise zumindest ein Metall, insbesondere Silber oder eine silberhaltige Legierung. Die

transparente, elektrisch leitfähige Beschichtung kann eine Abfolge mehrerer Einzelschichten umfassen, insbesondere zumindest eine metallische Schicht und dielektrische Schichten, die beispielsweise zumindest ein Metalloxid enthalten. Das Metalloxid enthält bevorzugt Zinkoxid, Zinnoxid, Indiumoxid, Titanoxid, Siliziumoxid, Aluminiumoxid oder dergleichen sowie Kombinationen von einem oder mehreren daraus. Das dielektrische Material kann auch Siliziumnitrid, Siliziumcarbid oder Aluminiumnitrid enthalten.

Die Scheiben sind über ein Abstandhalterprofil miteinander verbunden. Das

Abstandshalterprofil befindet sich zwischen den Scheiben und wird bevorzugt durch eine Klebung zwischen Abstandshalterprofil und Scheibe fixiert. Als Grundkörper des

Abstandshalterprofils sind alle nach Stand der Technik bekannten Hohlkörperprofile unabhängig von ihrer Materialzusammensetzung, wie z.B. Glas, Polymere oder Metalle (z. B. Edelstahl oder Aluminium), verwendbar. Das Abstandshalterprofil ist bevorzug rahmenartig und gegen Gasdiffusion abgedichtet ausgebildet. Dazu wird das Abstandshalterprofil mittels einer Primärdichtung, wie z. B. Polyisobutylen, mit den Scheiben verklebt und die Randfuge mit einer Sekundärdichtung, z. B. Polysulfid, ausgefüllt. An den Stoßenden der Isolierglaselemente stoßen die zwei Abstandshalterprofile der

Isolierglaselemente formschlüssig aufeinander. Dazu weisen die Stoßenden der

Abstandhalterprofile ebenfalls eine Gehrung auf. Der Scheibenzwischenraum kann mit Luft oder einem Gas, insbesondere Edelgas, Argon oder Krypton, gefüllt sein.

In einer vorteilhaften Weiterbildung der erfindungsgemäßen Eckanordnung ist die Folie randbündig angeordnet. Die Breite der Folie wird an die Gesamtdicke eines

Isolierglaselements angepasst und kann im Wesentlichen der Breite der auf Gehrung ausgeführten Stoßenden zuzüglich der Breite des Scheibenzwischenraums eines

Isolierglaselements entsprechen, wobei die Breite des Scheibenzwischenraums einem Abstand der Scheiben entspricht. Die Breite der Folie kann auf ein Vielfaches anwachsen, wenn das Isolierglaselement mehrere beabstandete Scheiben und mehrere Scheibenzwischenräume umfasst.

Vorteilhafterweise ist für die Breitenbestimmung der Folie lediglich die Gesamtdicke des Isolierglaselements von Bedeutung und nicht der Abstand der Scheiben zueinander. Der Abstand der Scheiben kann bei einer Mehrfachverglasung variieren. In der Regel genügt die Kenntnis über die Gesamtdicke des Isolierglaselements um die Breite der Folie zu bestimmen, unabhängig von der Anzahl der Scheiben des Isolierglaselements oder der Breite der einzelnen Scheibenzwischenräume.

In einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung ist die Folie dazu vorgesehen den

Scheibenzwischenraum des Isolierglaselements gasdicht abzudichten. Die Folie kann starr oder flexibel sein und /oder eine Dicke von 0,001 mm bis 1 mm, insbesondere 0,3 mm, aufweisen.

Die Folie haftet mittels eines Klebstoffes, insbesondere eines Acrylat-Klebstoffes, an den Endbereichen der Scheiben und des Abstandshalterprofils. Vorteilhafterweise wird der Klebstoff dazu an den Gehrungsebenen der Scheiben aufgetragen und die Folie an die Gehrungsebenen der Scheibe angedrückt.

In einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung der erfindungsgemäßen Eckanordnung kann die Folie einen Kunststoff, insbesondere ein Polypropylen, enthalten. Eine derartige Kunststofffolie bestehen vielfach aus Polyolefinen, wie Polyethylen (PE) mit hoher und niedriger Dichte, oder Polypropylen (PP), PET.

Alternativ kann die Folie aus Glas, insbesondere aus papierdünnem Glas, ausgebildet sein. Die aus Glas ausgebildete Folie verstärkt die optische Transparenz der erfindungsgemäßen Eckanordnung. Die Dicke der Folie aus Glas kann 0,3 mm bis 3 mm, vorzugsweise 0,5 mm betragen.

Alternativ oder zusätzlich kann die Folie gas- und / oder dampfdiffusionsdicht ausgebildet sein. Die Folie kann eine Beschichtung, insbesondere eine SiOx-Beschichtung und / oder eine metallische Beschichtung, aufweisen. Durch die SiOx-Beschichtung wird die

Gasdichtigkeit der Folie wesentlich verbessert. Neben der Wirkung als Dichtungsstoff kann die Beschichtung aus rein dekorativem Zweck auf die Folie, insbesondere einer zum Scheibenzwischenraum gewandeten Oberfläche der Folie, aufgebracht werden. Um einen transparenten Eindruck der erfindungsgemäßen Eckanordnung zu erwecken, kann die Folie an zumindest einer Oberfläche verspiegelt oder die Beschichtung farblich an das

Abstandhalterprofil angepasst sein.

In einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung der Erfindungsgemäßen Eckanordnung umfasst ein Isolierglaselement drei Scheiben. Die drei Scheiben sind durch ein

entsprechendes Abstandshalterprofil beanstandet und parallel angeordnet. Ein derartiges Isolierglaselement wird auch als eine Dreifachverglasung bezeichnet.

Alternativ oder zusätzlich kann die Folie Fasern, insbesondere Glasfasern, aufweist. Diese Fasern dienen zur Verstärkung und erhöhen die Stabilität der Folie.

In einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung ist die Folie transparent ausgeführt. Eine transparente Folie bedeutet im Sinne der Erfindung, dass das sichtbare Licht die Folie im Wesentlichen durchdringt.

Bei einer weiteren besonders bevorzugten Weiterbildung der erfindungsgemäßen

Eckanordnung sind die Isolierglaselemente mittels der Haftmittel aufweisenden Folie miteinander verbunden. Die Haftmittel können ein Silikonklebstoff, insbesondere ein transparenter Silikonklebstoff, und / oder ein Klebeband aufweisen. Hierzu wird der

Silikonklebstoff und / oder Klebeband auf der Folie aufgebracht und die Isolierglaselemente an ihren Stoßenden zusammengeführt. Das Klebeband kann eine ein-oder beidseitig mit Haftklebstoffen beschichtete, transparente Kunststofffolie sein. Die Dicke der Haftmittle kann von 8 mm bis 50 mm betragen. In bestimmten Fällen kann es erforderlich sein, dass die Haftmittel schnelle Klebeeigenschaften in der Größenordnung von einigen Sekunden aufweisen. Die

Zusammenführung der einzelnen Isolierglaselemente kann besonders vorteilhaft am endgültigen Einsatzort ausgeführt werden. Dadurch dass die Eckanordnung erst am

Einsatzort verklebt wird, wird der Aufwand beim Transport der Eckanordnung erheblich reduziert.

Vorzugsweise überragen zumindest in den Stoßbereichen jeweils zwei

aufeinanderstoßende Scheiben der Eckanordnung zwei weitere aufeinanderstoßende Scheiben.

Die Isolierglaselemente bilden einen Winkel unter dem sie aufeinanderstoßen. Die Gehrung kann dabei einer Winkelhalbierenden des Winkels entsprechen mit dem die

Isolierglaselemente fixiert werden. Der Winkel ist bevorzugt kleiner als 180°, besonders bevorzugt 90°.

Ein weiterer Aspekt der Erfindung umfasst ein Isolierglaselement für eine Eckanordnung mit mindestens zwei parallel angeordneten Scheiben, die jeweils an Ihrem Endbereich auf Gehrung geformt sind und eine Gehrungsebene zur Kontaktierung mit einem zweiten Isolierglaselement aufweisen. Die Scheiben sind derart versetzt zueinander angeordnet, dass ihre Gehrungsebenen in einer Ebene liegen und über eine Folie miteinander verbunden sind.

Ein weiterer Aspekt der Erfindung umfasst eine Verwendung einer erfindungsgemäßen Eckanordnung in einer Ganzglasfassade.

Im Folgenden wird die Erfindung anhand einer Zeichnung und Ausführungsbeispielen näher erläutert. Die Zeichnung ist eine schematische Darstellung und nicht maßstabsgetreu. Die Zeichnung schränkt die Erfindung in keiner Weise ein.

Es zeigen:

Fig. 1 eine perspektivische Ansicht zweier erfindungsgemäßen Isolierglaselemente, Fig. 2 eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Eckanordnung aus zwei

Isolierglaselementen,

Fig. 3 eine Schnittansicht eines erfindungsgemäßen Isolierglaselements,

Fig. 4 eine Schnittansicht der erfindungsgemäßen Eckanordnung aus zwei

Isolierglaselementen. Fig. 1 zeigt eine perspektivische Ansicht der erfindungsgemäßen Isolierglaselemente 1 a, 1 b. Ein Isolierglaselement umfasst je zwei Scheiben, die über ein Abstandshalterprofil verbunden sind. Das Abstandshalterprofil beabstandet im Randbereich die parallel angeordneten Scheiben mit einem konstanten Abstand zueinander und ist dabei umlaufend an zumindest drei Seiten der Scheiben angebracht. Das Abstandshalterprofil kann beispielsweise aus einem einfachen Metallhohlprofil bestehen, welches mit einem Molekularsieb zum Entfeuchten des zwischen den Scheiben gebildeten Scheibenzwischenraums vorgesehen ist. Die Scheiben sind mittels eines Klebstoffes an das Abstandshalterprofil fixiert, so dass das Abstandshalterprofil wesentlich zu der mechanischen Festigkeit des Isolierglaselements 1 a, 1 b beiträgt. Als Klebstoff das gleichzeitig auch eine Dichtungsfunktion für die Isolierglaselemente 1 a, 1 b hat, wird häufig Polyisobutylen verwendet. Weiterhin kann das Isolierglaselement 1 a, 1 b Dichtungsmittel umfassen, die dazu vorgesehen sind das Isolierglaselement gegen Feuchtigkeit abzudichten. Auch eine Gasdichtigkeit ist von wesentlicher Bedeutung für die Isoliergaselemente 1 a, 1 b vor allem wenn der Scheibenzwischenraum mit einem Wärmedämmgas, z.B. Argon, gefüllt ist. Die bei einer Gebäudefassade nach außen gerichtete Scheibe 3a überragt die zum Gebäude gerichtete Scheibe 3b, so dass der Stoßbereich der Isolierglaselemente 1 a, 1 b, nach Art einer Gehrung ausgebildet ist. Die Gehrung kann dabei einer Winkelhalbierenden, z.B. 45°, des Winkels entsprechen mit dem die Isolierglaselemente fixiert werden, z.B. 90°. Im Bereich ihrer Stoßenden sind die Scheiben auf Gehrung ausgeführt. Die Scheibe 3a überragt dabei die Scheibe 3b nur insoweit, als dass die Kanten der auf Gehrung geformten Enden der Scheiben in einer gemeinsamen Ebene liegen.

Die Gehrungsebenen der Scheiben 3a, 3b weisen einen Acrylat-Klebstoff auf. Mittels des Acrylat-Klebstoffs haftet eine Folie 4 randbündig an den Gehrungsebenen der Scheiben 3a, 3b. Die Folie 4 verbindet die Scheiben 3a und 3b. Die Breite der Folie 4 kann dabei im Wesentlichen der Breite der auf Gehrung ausgeführten Stoßenden zuzüglich der Breite des Scheibenzwischenraums eines Isolierglaselements entsprechen und ist dazu vorgesehen den Scheibenzwischenraum des Isolierglaselements luftdicht abzudichten. Die Folie 4 besteht aus Polypropylen (z. B. PET) und kann durch Fasern in ihrer Belastbarkeit verstärkt sein. Weiterhin ist es möglich, dass die Folie aus einem Gemisch aus Materialen wie Kunststoff und Metall besteht. Die Isolierglaselemente 1 a und 1 b sind nahezu identisch aufgebaut.

Fig. 2 zeigt eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Eckanordnung 2 aus den zwei Isolierglaselementen 1 a und 1 b. Die Eckanordnung 2 besteht aus den zwei unter einem Winkel von 90° aneinander stoßenden Isolierglaselementen 1 a und 1 b. An den Stoßenden der Isolierglaselemente 1 a, 1 b sind die zwischen den Scheiben 3a, 3b angeordnete Abstandshalterprofile formschlüssig mittels Haftmittel miteinander verklebt. In Fig. 3 ist eine horizontale Schnittansicht (A) eines erfindungsgemäßen Isolierglaselements 1 a dargestellt. Das Isolierglaselements 1 a umfasst zwei Scheiben 3a und 3b. Die Scheibe 3a kann bauseitig nach außen weisen und die Scheibe 3b ist nach innen liegend ausgeführt. Die Scheibe 3a und 3b sind nicht zwangsläufig monolithische Scheiben. Die Scheibe 3a und 3b können als Isolierglas oder Verbundglas oder aus einer Kombination von diesen ausgebildet sein. Ebenfalls ist es möglich, Kombinationen aus Glas- und Kunststoffscheiben zu verwenden.

Die Scheibe 3a und 3b können jeweils eine Dicke von 3 mm bis 19 mm aufweisen. Die nach außen gerichtete Scheibe 3 a überragt die zum Gebäude gerichtete Scheibe 3b derart, dass ihre Gehrungsebenen in einer gemeinsamen Ebene liegen. Die gemeinsame Ebene kann auch als eine erweitere gemeinsame Gehrungsebene bezeichnet werden. In der gemeinsamen Gehrungsebene ist die Folie 4 angeordnet. Die Folie 4 haftet mittels des Acrylat-Klebstoffs 5 an Stoßenden der Scheiben 3 a und 3b. Die Folie 4 ist randbündig an den Isolierglaselement 1 a, insbesondere mit den äußeren Rändern der Gehrung, ausgebildet.

In Fig. 4 ist eine horizontale Schnittansicht (B) der erfindungsgemäßen am Einsatzort aufgebauten Eckanordnung 2. Die Eckanordnung 2 besteht aus den zwei unter einem Winkel von 90° aneinander stoßenden Isolierglaselementen 1 a und 1 b. Die Eckanordnung 2 stellt nur eine Möglichkeit der Winkelauswahl dar. Der Winkel kann passend zum Einsatzort variieren und ein Winkelmaß von 1 ° bis 179° aufweisen.

Die zwei Isolierglaselemente 1 a und 1 b sind jeweils an ihren Folien 4 mittels eines transparenten Haftmittels 6 miteinander verklebt. Das Haftmittel 6 ist vorzugsweise ein Silikonklebestoff. Die Isolierglaselemente 1 a und 1 b stoßen im Bereich ihrer Stoßenden derart zusammen, dass die Scheibenzwischenräume der Scheiben 1 a und 1 b nicht in einen durchgehenden mit Gas befüllten Scheibenzwischenraum verschmelzen. Vielmehr verbleiben die Scheibenzwischenräume mit ihrer jeweiligen Gasfüllung durch die Folie 4 weiterhin als zwei separate Scheibenzwischenräume ausgebildet.

Bezugszeichenliste:

1 a, 1 b Isolierglaselement 2 Eckanordnung 3a, 3b Scheibe

4 Folie

5 Acrylat-Klebstoff

6 Haftmittel