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Patent Searching and Data


Title:
CORNER CONNECTER FOR SPACER PIPES FOR AN INSULATING GLASS UNIT, SPACER FRAME, AND INSULATING GLASS UNIT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/202121
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a corner connector for connecting spacer pipes to produce spacer frames for an insulating glass unit, particularly a fire-resistant glazing, as well as such a spacer frame and an insulating glass unit, particularly a fire-resistant glazing, which comprises such a spacer frame.

Inventors:
CLAUS, Marcel (Elsumer Weg 20, Wassenberg, 41849, DE)
RASSEK, Frank-Mike (Am Waldsaum 51, Wuppertal, 42327, DE)
Application Number:
EP2019/060186
Publication Date:
October 24, 2019
Filing Date:
April 18, 2019
Export Citation:
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Assignee:
HELIMA GMBH (Am Deckershäuschen 62, Wuppertal, 42111, DE)
International Classes:
E06B3/667; E06B5/16
Domestic Patent References:
WO2012104440A22012-08-09
Foreign References:
EP2700780A12014-02-26
EP2007961A12008-12-31
DE102012202134A12013-08-14
DE102005018842A12006-10-26
Attorney, Agent or Firm:
SOLF, Annkathrin (Candidplatz 15, München, 81543, DE)
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Claims:
Ansprüche

1 . Eckverbinder (8) zur Verbindung von Abstandhalterrohren (7), die jeweils eine längsgeschlitzte, zwei Schlitzkanten (31 a) aufweisende Decken- wandung (1 1 ) aufweisen, zur Herstellung eines Abstandhalterrahmens (3) einer Isolierverglasung (1 ), insbesondere einer Brandschutzverglasung, wobei die Eckverbinder (8) zwei zueinander rechtwinklige Eckverbinder- schenkel (14) zur Einführung in jeweils ein Abstandhalterrohr (7) aufwei- sen,

dadurch gekennzeichnet, dass

die beiden Eckverbinderschenkel (14) jeweils zwei Schenkelabstützflä- chen (20) zur Anlage bzw. Abstützung der Schlitzkanten (31 a) der Ab- standhalterrohre (7) aufweisen.

2. Eckverbinder (8) nach Anspruch 1 ,

dadurch gekennzeichnet, dass

die beiden Eckverbinderschenkel (14) jeweils ein dem anderen Eckver- binderschenkel (14) abgewandtes, freies Schenkelende (14a) und ein an- gebundenes Schenkelende (14b) aufweisen, wobei die beiden Eckverbin- derschenkel (14) im Bereich ihrer angebundenen Schenkelenden (14b) über einen Eckbereich (15) miteinander verbunden sind.

3. Eckverbinder (8) nach Anspruch 1 oder 2,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Schenkelabstützflächen (20) zur Abstützung der längsgeschlitzten Deckenwandung (1 1 ), insbesondere von zwei Schenkelwandungen (30) der Deckenwandung (1 1 ), in eine Rohrbreitenrichtung (7b) des Abstand- halterrohres (7) ausgebildet sind.

4. Eckverbinder (8) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass

die beiden Eckverbinderschenkel (14) jeweils eine Schenkellängsrichtung (24a), eine dazu senkrechte Schenkelbreitenrichtung (24b) und eine zur Schenkellängsrichtung (24a) und zur Schenkelbreitenrichtung (24b) senk- rechte Schenkelhöhenrichtung (24c) aufweisen.

5. Eckverbinder (8) nach Anspruch 4,

dadurch gekennzeichnet, dass

sich die beiden Schenkelabstützflächen (20) in Schenkelbreitenrichtung (24b) des jeweiligen Eckverbinderschenkels (14) gegenüberliegen und/oder die beiden Schenkelabstützflächen (20) senkrecht zur Schen- kelbreitenrichtung (24b) des jeweiligen Eckverbinderschenkels (14) sind.

6. Eckverbinder (8) nach Anspruch 4 oder 5,

dadurch gekennzeichnet, dass

die beiden Eckverbinderschenkel (14) jeweils zwei Schenkelanlageflä- chen (19) zur Anlage der längsgeschlitzten Deckenwandung (1 1 ) des Ab- standhalterrohres (7) aufweisen, wobei die beiden Schenkelanlageflächen (19) vorzugsweise senkrecht zur Schenkelhöhenrichtung (24c) des jewei- ligen Eckverbinderschenkels (14) sind.

7. Eckverbinder (8) nach Anspruch 6,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Schenkelanlageflächen (19) zur Abstützung der längsgeschlitzten De- ckenwandung (1 1 ), insbesondere der beiden Schenkelwandungen (30), in eine Rohrhöhenrichtung (7c) des Abstandhalterrohres (7) ausgebildet sind.

8. Eckverbinder (8) nach Anspruch 6,

dadurch gekennzeichnet, dass

sich die beiden Schenkelabstützflächen (20) jeweils an eine der beiden Schenkelanlageflächen (19) anschließen und sich von dieser weg zum jeweiligen anderen Eckverbinderschenkel (14) hin erstrecken, wobei die beiden Schenkelabstützflächen (20) vorzugsweise senkrecht zu den Schenkelanlageflächen (19) sind.

9. Eckverbinder (8) nach einem der Ansprüche 2 bis 8,

dadurch gekennzeichnet, dass

die beiden Eckverbinderschenkel (14) an ihren freien Schenkelenden (14a) jeweils eine schräge, bevorzugt ebenflächige, Schenkeleinführflä- che (22) aufweisen, die vorzugsweise mit der Schenkellängsrichtung (24a) einen spitzen Winkel (a) einschließt und parallel zur Schenkelbrei- tenrichtung (24b) ist.

10. Eckverbinder (8) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Außenkontur eines Querschnitts durch die Eckverbinderschenkel (14) im Bereich der Schenkelabstützflächen (20) der Innenkontur des Quer- schnitts des Abstandhalterrohres (7) entspricht.

1 1 . Eckverbinder (8) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

die beiden Eckverbinderschenkel (14) jeweils eine Schenkelrückenfläche (16) zur innenseitigen Anlage an einer Bodenwandung (10) des Abstand- halterrohres (7) aufweisen.

12. Eckverbinder (8) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass

die beiden Eckverbinderschenkel (14) jeweils zwei Schenkelseitenflächen (18) zur innenseitigen Anlage an jeweils einer Seitenwandung (12) des Abstandhalterrohres (7) aufweisen.

13. Eckverbinder (8) nach einem der Ansprüche 2 bis 12,

dadurch gekennzeichnet, dass

der Eckbereich (15) zwei umlaufende Anschlagflächen (25) zur Anlage ei- ner Rohrwandungsstirnfläche (9a) des Abstandhalterrohres (7) aufweist, wobei die Anschlagflächen (25) jeweils einem der Eckverbinderschenkel (14) zugewandt sind und wobei die Anschlagflächen (25) vorzugsweise senkrecht zur Schenkellängsrichtung (24a) des jeweiligen Eckverbinder- schenkels (14) sind.

14. Eckverbinder (8) nach Anspruch 13,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Anschlagflächen (25) jeweils um den Eckverbinderschenkel (14) her- um angeordnet sind.

15. Eckverbinder (8) nach einem der Ansprüche 2 bis 14,

dadurch gekennzeichnet, dass

der Eckverbinder (8) eine Öffnung (28) aufweist, die sich zwischen den beiden Eckverbinderschenkeln (14) durch den Eckbereich (15) durcher- streckt.

16. Eckverbinder (8) nach einem der Ansprüche 2 bis 15,

dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Eckverbinderschenkel (14) jeweils eine sich von einer dem je- weils anderen Eckverbinderschenkel (14) zugewandten Schenkelinnen- fläche (21 ) ausgehend nach innen in den jeweiligen Eckverbinderschenkel (14) hinein erstreckende Nut (34) aufweisen, die sich vom freien Schenk- elende (14a) zum angebundenen Schenkelende (14b) hin erstreckt, wobei sich die Nut (34) vorzugsweise von der Schenkeleinführfläche (22) aus- gehend bis zur Öffnung (28) hin in diese hinein erstreckt.

17. Eckverbinder (8) nach Anspruch 16,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Nuten (34) jeweils einen runden, vorzugsweise einen halbrunden, Querschnitt aufweisen.

18. Abstandhalterrahmen (3) einer Isolierverglasung (1 ), insbesondere einer Brandschutzverglasung, aufweisend Abstandhalterrohre (7), die jeweils mittels eines Eckverbinders (8) paarweise miteinander verbunden sind (8), wobei die Abstandhalterrohre (7) jeweils eine längsgeschlitzte, zwei Schlitzkanten (31 a) aufweisende Deckenwandung (1 1 ) aufweisen,

dadurch gekennzeichnet, dass

der Abstandhalterrahmen (3) Eckverbinder (8) gemäß einem der vorher- gehenden Ansprüche aufweist und sich die Schlitzkanten (31 a) der Ab- standhalterrohre (7) an den Schenkelabstützflächen (20) der Eckverbinder (8) abstützen.

19. Abstandhalterrahmen (3) nach Anspruch 18,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Eckbereiche (15) der Eckverbinder (8) jeweils außerhalb der Abstand- halterrohre (7) angeordnet sind.

20. Abstandhalterrahmen (3) nach Anspruch 18 oder 19,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Eckverbinderschenkel (14) jeweils formschlüssig in dem Abstandhal- terrohr (7) angeordnet sind.

21 . Abstandhalterrahmen (3) nach einem der Ansprüche 18 bis 20,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Schenkelabstützflächen (20) die längsgeschlitzte Deckenwandung (1 1 ), insbesondere die beiden Schenkelwandungen (30) jeweils in die Rohrbreitenrichtung (7b) des Abstandhalterrohres (7) abstützen und/oder die beiden Schenkelabstützflächen (20) sich in Rohrbreitenrichtung (7b) gegenüberliegen.

22. Abstandhalterrahmen (3) nach einem der Ansprüche 18 bis 21 ,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Schenkelanlageflächen (19) die längsgeschlitzte Deckenwandung (1 1 ), insbesondere die beiden Schenkelwandungen (30), jeweils in die Rohrhöhenrichtung (7c) des Abstandhalterrohres (7) abstützen.

23. Abstandhalterrahmen (3) nach einem der Ansprüche 18 bis 22,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Schenkeleinführflächen (22) der Deckenwandung (1 1 ) zugewandt an- geordnet sind und sich in einer Richtung von dem freien Schenkelende (14a) zum angebundenen Schenkelende (14b) hin gesehen von der Bo- denwandung (10) des Abstandhalterrohres (7) zu dessen Deckenwan- dung (1 1 ) hin erstrecken.

24. Abstandhalterrahmen (3) nach einem der Ansprüche 18 bis 23,

dadurch gekennzeichnet, dass die Rohrwandungsstirnflächen (9a) der Abstandhalterrohre (7) an den um- laufenden Anschlagflächen (25) der Eckbereiche (15) anliegen.

25. Abstandhalterrahmen (3) nach einem der Ansprüche 18 bis 24,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Schenkelrückenflächen (16) innenseitig an den Bodenwandungen (10) der Abstandhalterrohre (7) anliegen.

26. Abstandhalterrahmen (3) nach einem der Ansprüche 18 bis 25,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Schenkelseitenflächen (18) innenseitig an den Seitenwandungen (12) des Abstandhalterrohres (7) anliegen.

27. Abstandhalterrahmen (3) nach einem der Ansprüche 18 bis 26,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Abstandhalterrohre (7) aus Kunststoff, vorzugsweise aus glasfaser- verstärktem Kunststoff, bestehen.

28. Isolierverglasung (1 ), insbesondere Brandschutzverglasung oder Lärm- schutzverglasung oder Verglasung zum Abhörschutz oder durchschuss- hemmende Verglasung, mit zwei zueinander parallelen und voneinander beabstandet angeordneten Scheiben (2) und mit einem zwischen den Scheiben (2) angeordneten Abstandhalterrahmen (3), der die beiden Scheiben (2) im Scheibenrandbereich miteinander verbindet, wobei von den Scheiben (2) und dem Abstandhalterrahmen (3) ein Scheibenin- nenenraum (6) begrenzt wird,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Isolierverglasung (1 ) zumindest einen Abstandhalterrahmen (3) nach einem der Ansprüche 18 bis 27 aufweist.

29. Isolierverglasung (1 ) nach Anspruch 28,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Deckenwandungen (1 1 ) der Abstandhalterrohre (7) des Abstandhal- terrahmens (3) dem Scheibeninnenraum (6) zugewandt angeordnet sind und die Seitenwandungen (12) der Abstandhalterrohre (7) mit den Schei- ben (2) mittels einer Primärdichtung (4) feuchtigkeits- und luftdicht ver- bunden sind.

30. Isolierverglasung (1 ) nach Anspruch 28 oder 29,

dadurch gekennzeichnet, dass

der Scheibeninnenraum (6) mit einem Brandschutzmittel, insbesondere einem Brandschutzgel, befüllt ist.

31 . Isolierverglasung (1 ) nach einem der Ansprüche 28 bis 30,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Öffnungen (28) jeweils in den Scheibenzwischenraum (6) und an die Umgebung münden.

Description:
Eckverbinder für Abstandhalterrohre für eine Isolierverglasung, Abstandhalterrahmen und Isolierverglasung

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Eckverbinder zur Verbindung von Ab- standhalterrohren zur Herstellung von Abstandhalterrahmen einer Isoliervergla- sung, insbesondere einer Brandschutzverglasung, sowie einen derartigen Ab- standhalterrahmen und eine Isolierverglasung, insbesondere eine Brandschutz- verglasung, mit einem derartigen Abstandhalterrahmen.

Eine herkömmliche Isolierverglasung weist zumindest zwei parallel und vonei- nander beabstandet angeordnete Glasscheiben auf, zwischen denen ein Schei- benzwischenraum definierter Breite vorgesehen ist. Um diesen vordefinierten Scheibenzwischenraum dauerhaft zu gewährleisten, ist zwischen den beiden Glasscheiben ein umlaufender, geschlossener Abstandhalterrahmen vorgesehen, der die beiden Glasscheiben im Bereich ihrer Scheibenaußenkanten miteinander verbindet. Der Abstandhalterrahmen besteht dabei aus einem dünnwandigen Ab- standhalterrohr mit im Wesentlichen flach rechteckigem Querschnitt.

Derartige Abstandhalterrohre bestehen aus Metall, insbesondere Edelstahl oder Aluminium, oder aus Kunststoff. Da Kunststoff nicht vollständig diffusionsdicht ist, ist es bekannt, die Rückseiten der Abstandhalterrohre mit einer metallischen Fo- lie abzudecken. Die Folie wirkt als Diffusionssperre für Gasverlust nach außen durch die Sekundärdichtstoffebene sowie als Dampfsperre von außen nach in- nen.

Die Abstandhalterrohre aus Metall können zur Bildung des Abstandhalterrah- mens entsprechend umgebogen werden. Die Abstandhalterrohre aus Kunststoff sind in der Regel nicht biegbar und werden mittels Eckverbindern zu einem ge- schlossenen Abstandhalterrahmen verbunden. Nachteilig an den Abstandhalterrohren aus Metall ist, dass sich aufgrund der gu- ten Wärmeleitfähigkeit von Metall der Bereich der Scheibenaußenkanten bzw. der Scheibenrandbereich bei niedrigen Außentemperaturen stark abkühlt. Dadurch geht wertvolle Energie verloren. Sinkt die Temperatur in diesem Bereich zudem bis unter den Taupunkt, bildet sich Kondensat, das insbesondere bei Holzfenstern die Rahmenkonstruktion schädigen kann.

Um diese Effekte zu verringern werden ca. seit Mitte der 1990er Jahre und ins- besondere im Zuge der Energiesparverordnung (EnEV), die im Jahr 2002 in Kraft trat, mehr und mehr Abstandshalterrohre aus Materialien verwendet, die eine deutlich geringere Wärmeleitfähigkeit aufweisen. In diesem Zusammenhang wur- de der Begriff „Warme Kante“ geprägt. Dieser Begriff wird für den Bereich einer Isolierverglasung verwendet, in dem die Scheibenaußenkanten durch die Ab- standhalterrohre miteinander verbunden sind, wobei die Abstandhalterrohre aus einem Material mit geringer Wärmeleitfähigkeit, insbesondere aus Kunststoff, be- stehen.

Brandschutzverglasungen bzw. Brandschutzverbundscheiben werden bekann- termaßen als transparenter Brandschutz in Gebäuden, beispielsweise als Türen, Fenster, Trennwände oder ähnliches, eingesetzt. Im Vergleich zu herkömmlichen Isolierverglasungen weisen Brandschutzverglasungen in dem Innenraum bzw. Spalt zwischen den beiden Scheiben ein durchsichtiges Brandschutzmittel, bei- spielsweise ein Brandschutzgel, auf, das bei den bei einem Brand auftretenden Temperaturen von üblicherweise mehr als 100°C aufschäumt. Die Brandschutz- verglasung wirkt im Falle eines Brandes vorzugsweise wärmeisolierend. Um eine ausreichende Kühlung auch des Randverbundes im Brandfall zu gewährleisten, sind die Abstandhalterrohre vorzugsweise als C-Profil ausgebildet und zum Scheibeninnenraum hin offen. Dadurch sind auch die Abstandhalterrohre mit dem Brandschutzmittel befüllt und können somit eine effektive Randverbunds- und Profilkühlung gewährleisten. Brandschutzverglasungen sind in der DIN EN 13501 -1 :2010-01 genormt.

Derartige gattungsgemäße Brandschutzverglasungen sind beispielsweise aus der DE 10 2012 202 134 A1 oder der DE 10 2005 018 842 A1 bekannt.

Um eine Befüllung des Spaltes mit dem Brandschutzmittel in einfacher Art und Weise sicherzustellen, ist der Spalt von dem Abstandhalterrahmen umgeben. Der Abstandhalterrahmen bildet somit eine äußere Ummantelung. Dadurch ist es möglich, das Brandschutzmittel bei ausreichend hoher Fließfähigkeit nach dem Verbinden der beiden Glasscheiben miteinander in den Spalt einzufüllen. Die äu- ßere Ummantelung dient dabei dem Zweck, ein Auslaufen des Brandschutzmit- tels während des Füllungsvorgangs der Brandschutzverglasung zu verhindern. Beim Befüllen muss darauf geachtet werden, dass keine Gasblasen eingeschlos- sen werden.

Somit müssen auch die Eckverbinder einerseits eine blasenfreie Befüllung des Scheibenzwischenraums und andererseits eine brandschutzmitteldichte Verbin- dung der Abstandhalterrohre miteinander gewährleisten.

Bei der Montage der Isolierverglasungen wird zudem üblicherweise auf die äuße- ren Seitenflächen der Abstandhalterrohre eine Primärdichtung, vorzugsweise aus Butyl, aufgebracht und anschließend die beiden Glasscheiben an die Seitenflä chen angedrückt. Dabei wirken hohe Kräfte. Insbesondere die Druckstabilität an den Eckverbindungsstellen ist dabei besonders wichtig. Diese exponierte Stelle wird beim Butylieren doppelt benetzt und ist in der Gasfüllpresse am sensibels- ten.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist somit die Bereitstellung eines Eckverbin- ders zur Verbindung von Abstandhalterrohren zur Fierstellung von Abstandhalter- rahmen einer Isolierverglasung, insbesondere einer Brandschutzverglasung, der den oben angegebenen Anforderungen gerecht wird. Weitere Aufgabe der Erfindung ist die Bereitstellung eines derartigen Abstands- halterrahmens sowie einer Isolierverglasung, insbesondere einer Brandschutz- verglasung gemäß DIN EN 13501 -1 :2010-01 , mit einem derartigen Abstandhal- terrahmen.

Diese Aufgaben werden durch einen Eckverbinder mit den Merkmalen von An- spruch 1 , einen Abstandhalterrahmen mit den Merkmalen von Anspruch 16 sowie eine Isolierverglasung mit den Merkmalen von Anspruch 26 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den sich jeweils anschließenden Unteran- sprüchen gekennzeichnet.

Im Folgenden wird die Erfindung anhand einer Zeichnung beispielhaft näher er- läutert. Es zeigen:

Figur 1 : Eine perspektivische Querschnittsansicht eines Ausschnitts der erfin- dungsgemäßen Isolierverglasung im Randbereich ohne Eckverbinder

Figur 2: Eine perspektivische, scheibeninnenraumseitige Ansicht eines Aus- schnitts der erfindungsgemäßen Isolierverglasung mit einer Glas- scheibe

Figur 3: Eine stirnseitige Ansicht eines Abstandhalterrohres

Figur 4: Eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Eckverbin- ders ohne Öffnung

Figur 5: Eine weitere perspektivische Ansicht des erfindungsgemäßen Eck- verbinders mit Öffnung

Figur 6: Eine schenkelseitige Ansicht des erfindungsgemäßen Eckverbinders ohne Öffnung

Figur 7: Eine Seitenansicht des erfindungsgemäßen Eckverbinders Figur 8: Eine perspektivische Ansicht des erfindungsgemäßen Eckverbinders mit Öffnung gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung

Die erfindungsgemäße Isolierverglasung 1 (Fig. 1 , 2) weist zumindest zwei von- einander beanstandete Glasscheiben 2, einen dazwischen angeordneten Ab- standhalterrahmen 3, eine Primärdichtung 4 sowie eine Randabdichtung (Sekun- därdichtung) 5 auf.

Die beiden Glasscheiben 2 weisen jeweils zwei Scheibenoberflächen 2a sowie eine umlaufende Scheibenaußenkante 2b auf. Die Glasscheiben 2 können je nach Anwendungsbereich aus mineralischem Silikat-Glas oder auch aus Kunst- stoff bestehen. Im Falle einer Brandschutzverglasung bestehen die Glasscheiben aus mineralischem Glas.

Zwischen den beiden Glasscheiben 2 ist ein Scheibenzwischenraum bzw. Schei- beninnenraum bzw. Spalt 6 vorhanden. Um diesen vordefinierten Scheibeninnen- raum 6 dauerhaft zu gewährleisten, ist zwischen den beiden Glasscheiben 2 der umlaufende, geschlossene Abstandhalterrahmen 3 vorgesehen. Der Abstandhal- terrahmen 3 verbindet die beiden Glasscheiben 2 im Scheibenrandbereich bzw. im Bereich ihrer Scheibenaußenkanten 2b miteinander.

Der Abstandhalterrahmen 3 besteht dabei aus mehreren Abstandhalterrohren 7, die mittels erfindungsgemäßen Eckverbindern 8 in Form von Eckwinkeln jeweils zur Ausbildung der Ecken des Abstandhalterrahmens 3 paarweise miteinander verbunden sind.

Der Abstandhalterrahmen 3 kann ist dabei insbesondere quaderförmig. Er kann aber trapezförmig sein oder rund oder eine andere Form aufweisen.

Ein Abstandhalterrohr 7 weist dabei jeweils eine Rohrwandung 9 mit einer Rohr- wandungsaußenfläche und einer Rohrwandungsinnenfläche und einer Rohrwan- dungsstirnfläche 9a auf. Zudem weist das Abstandhalterrohr 7 eine Rohrlängs- richtung 7a, eine dazu senkrechte Rohrbreitenrichtung 7b und eine zur Rohr- längsrichtung 7a und zur Rohrbreitenrichtung 7b senkrechte Rohrhöhenrichtung 7c auf.

Die Rohrwandung 9 weist eine, vorzugsweise ebenflächige, Bodenwandung 10, eine dieser gegenüberliegende und zweckmäßigerweise zu dieser parallele, De- ckenwandung 1 1 und zwei, vorzugsweise ebenflächige, Seitenwandungen 12 auf. Die Bodenwandung 10 und die Deckenwandung 1 1 sind vorzugsweise senk- recht zur Rohrhöhenrichtung 7c. Die beiden Seitenwandungen 12 sind vorzugs- weise senkrecht zur Bodenwandung 10 und der Deckenwandung 1 1 bzw. senk- recht zur Rohrbreitenrichtung 7b angeordnet. Zweckmäßigerweise ist zudem zwi- schen jeweils einer Seitenwandung 12 und der Bodenwandung 10 eine Über- gangswandung 13 vorgesehen. Die Seitenwandungen 12 und die Deckenwan- dung 1 1 gehen vorzugsweise jeweils direkt ineinander über. Des Weiteren sind die aneinander angrenzenden Wandungen 10;1 1 ;12;13 jeweils abgewinkelt zuei- nander angeordnet und gehen jeweils über eine Knickkante bzw. Eckkante inei- nander über. Die beiden Übergangswandungen 13 sind dabei vorzugsweise als Art Fase ausgebildet, das heißt der Eckbereich zwischen jeweils einer Seiten- wandung 12 und der Bodenwandung 10 wird durch die Übergangswandungen 13 abgeflacht.

Die Bodenwandung 10 weist eine Bodenwandungsaußenfläche 10a und eine Bodenwandungsinnenfläche 10b auf. Die beiden Seitenwandungen 12 weisen jeweils eine Seitenwandungsaußenfläche 12a und eine Seitenwandungsinnenflä- che 12b auf. Und die Deckenwandung 1 1 weist eine Deckenwandungsaußenflä- che 1 1 a und eine Deckenwandungsinnenfläche 1 1 b auf.

Die Deckenwandung 1 1 ist zudem in Rohrlängsrichtung 7a gesehen geschlitzt ausgebildet. Sie weist somit zwei voneinander in Rohrbreitenrichtung 7b beab- standete Schenkelwandungen 30 auf. Zwischen den beiden Schenkelwandungen 30 ist ein sich parallel zur Rohrlängsrichtung 7a erstreckender Längsschlitz 31 vorhanden. Die Schenkelwandungen 30 sind durch den Schlitz 31 voneinander beabstandet.

Die Schenkelwandungen 30 stehen zudem innenseitig von der jeweiligen Sei- tenwandung 12 ab und weisen aufeinander zu. Die beiden Schenkelwandungen 30 weisen somit ein angebundenes Wandungsende und ein freies Wandungsen- de auf. Am freien Wandungsende weisen die beiden Schenkelwandungen 30 je- weils eine Schenkelwandungsstirnfläche 30a auf. Die Schenkelwandungsstirnflä- chen 30a sind jeweils vorzugsweise senkrecht zur Rohrbreitenrichtung 7b. Zu dem bilden die Schenkelwandungsstirnflächen 30a Schlitzkanten 31 a des Schlit zes 31 .

Das Abstandhalterrohr 7 ist also längsgeschlitzt ausgebildet. Dadurch weist das Abstandhalterrohr 7 einen C-förmigen Querschnitt auf. Bzw. es ist somit als C- Profil ausgebildet.

Vorzugsweise besteht die Rohrwandung 9 des Abstandhalterrohres 7 aus Kunst- stoff, bevorzugt aus glasfaserverstärktem Kunststoff, insbesondere aus, bevor- zugt glasfaserverstärktem, Styrol/Acryl nitril (SAN). Der glasfaserverstärkte Kunst- stoff weist vorzugsweise einen Glasfaseranteil von 5 bis 85 Gew.-%, bevorzugt 25 bis 45 Gew.-%, auf.

Des Weiteren weist die Rohrwandung 9 des Abstandhalterrohres 7 vorzugsweise eine Wandstärke von 0,5 bis 1 ,5 mm, bevorzugt 0,8 bis 1 ,1 mm auf.

Außerdem weist das Abstandhalterrohr 7 vorzugsweise eine Dampfsperrfolie 29 auf. Bei der Dampfsperrfolie 29 handelt es sich vorzugsweise um eine Metallfolie oder eine metallisierte Verbundfolie aus Metall und Kunststoff, die auch mehr- schichtig sein kann. Die Dampfsperrfolie 29 ist außenseitig auf der Bodenwan- düng 10, den beiden Übergangswandungen 13 und vorzugsweise zumindest be- reichsweise auf den beiden Seitenwandungen 12 angeordnet.

Die Eckverbinder 8 weisen jeweils einen ersten und einen zweiten Eckverbinder- schenkel 14 auf. Die beiden Eckverbinderschenkel 14 sind rechtwinklig zueinan- der. Des Weiteren weisen die beiden Eckverbinderschenkel 14 jeweils ein dem anderen Eckverbinderschenkel 14 abgewandtes, freies Schenkelende 14a und ein angebundenes Schenkelende 14b auf. Die beiden Eckverbinderschenkel 14 sind im Bereich ihrer angebundenen Schenkelenden 14b in einem Eckbereich 15 miteinander verbunden.

Die Eckverbinderschenkel 14 weisen jeweils eine, bevorzugt ebenflächige, Schenkelaußenfläche bzw. Schenkelbodenfläche bzw. Schenkelrückenfläche 16, zwei sich daran anschließende, bevorzugt ebenflächige, Schenkelübergangsflä- chen 17, zwei, bevorzugt ebenflächige, Schenkelseitenflächen 18 sowie erfin- dungsgemäß zwei, bevorzugt ebenflächige, Schenkelanlageflächen 19 und zwei, bevorzugt ebenflächige, Schenkelabstützflächen 20 auf.

Des Weiteren weisen die Eckverbinderschenkel 14 jeweils eine, bevorzugt eben- flächige, Schenkelinnenfläche 21 , eine schräge, bevorzugt ebenflächige, Schen- keleinführfläche 22 und eine, bevorzugt ebenflächige, Schenkelstirnfläche 23 auf.

Die beiden Eckverbinderschenkel 14 weisen jeweils eine Schenkellängsrichtung 24a, eine dazu senkrechte Schenkelbreitenrichtung 24b und eine zur Schenkel- längsrichtung 24a und zur Schenkelbreitenrichtung 24b senkrechte Schenkelhö- henrichtung 24c auf.

Die beiden Schenkelrückenflächen 16 der beiden Eckverbinderschenkel 14 sind dabei zueinander senkrecht. Zudem sind sie jeweils senkrecht zur Schenkelhö- henrichtung 24c des jeweiligen Eckverbinderschenkels 14. Und die beiden Schenkelinnenflächen 21 der beiden Eckverbinderschenkel 14 sind ebenfalls zueinander senkrecht und jeweils senkrecht zur Schenkelhöhen- richtung 24c des jeweiligen Eckverbinderschenkels 14. Somit ist die Schenkelin- nenfläche 21 eines Eckverbinderschenkels 14 parallel zu der Schenkelrückenflä- che 16 des Eckverbinderschenkels 14. Zudem sind die beiden Schenkelinnenflä- chen 21 der beiden Eckverbinderschenkel 14 einander zugewandt.

Die beiden Schenkelseitenflächen 18 sind senkrecht zu der Schenkelrückenflä- che 16 bzw. der Schenkelinnenfläche 21 des Eckverbinderschenkels 14 und so- mit senkrecht zur Schenkelbreitenrichtung 24b des Eckverbinderschenkels 14.

Die beiden Schenkelübergangsflächen 17 verbinden jeweils die Schenkelrücken- fläche 16 mit einer der beiden Schenkelseitenflächen 18. Die beiden Schenkel- Übergangsflächen 17 sind analog zu den beiden Übergangswandungen 13 des Abstandhalterrohres 7 vorzugsweise als Art Fase ausgebildet, das heißt der Eck- bereich zwischen jeweils einer Schenkelinnenfläche 21 und der Schenkelrücken- fläche 16 wird durch die Schenkelübergangsflächen 17 abgeflacht. Zudem wird der Querschnitt des Eckverbinderschenkels 14 von der Schenkelrückenfläche 16 aus zu den Schenkelinnenflächen 21 hin erweitert.

Die beiden Schenkelanlageflächen 19 sind vorzugsweise senkrecht zur Schen- kelhöhenrichtung 24c des jeweiligen Eckverbinderschenkels 14. Sie sind somit vorzugsweise parallel zu der Schenkelinnenfläche 21 und der Schenkelrückenflä- che 16 des jeweiligen Eckverbinderschenkels 14. Die beiden Schenkelanlageflä- chen 19 schließen sich zudem jeweils an eine der beiden Schenkelseitenflächen 18 an und stehen von dieser nach innen ab bzw. erstrecken sich von dieser nach innen weg.

Die beiden Schenkelabstützflächen 20 sind vorzugsweise senkrecht zur Schen- kelbreitenrichtung 24b des jeweiligen Eckverbinderschenkels 14. Sie sind somit vorzugsweise senkrecht zu den Schenkelanlageflächen 19. Die beiden Schenke- labstützflächen 20 schließen sich zudem jeweils an eine der beiden Schenkelan- lageflächen 19 an und erstrecken sich zur Schenkelinnenfläche 21 hin und schließen sich an diese an.

Die Außenkontur des Querschnitts des Eckverbinderschenkels 14 im Bereich der Schenkelinnenfläche 21 entspricht dabei vorzugsweise der Innenkontur des Querschnitts des Abstandhalterrohres 7. Darauf wird weiter unten näher einge- gangen.

Die Schenkelstirnfläche 23 ist am freien Schenkelende 14a des Eckverbinder- schenkels 14 angeordnet. Sie ist vorzugsweise senkrecht zur Schenkellängsrich- tung 24a.

Die Schenkeleinführfläche 22 verbindet die Schenkelstirnfläche 23 mit der Schenkelinnenfläche 21 . Sie schließt zudem mit der Schenkellängsrichtung 24a einen spitzen Winkel a ein und ist parallel zur Schenkelbreitenrichtung 24b.

Der Eckbereich 15 ist im Vergleich zu den Eckverbinderschenkeln 14 vorzugs- weise verdickt ausgebildet.

Der Eckbereich 15 weist zwei umlaufende Anschlagflächen 25 auf. Die Anschlag- flächen 25 sind jeweils an dem angebundenen Schenkelende 14b eines der bei- den Eckverbinderschenkel 14 angeordnet. Zudem sind sie senkrecht zur Schen- kellängsrichtung 24a des jeweiligen Eckverbinderschenkels 14. Die Anschlagflä- chen 25 laufen um den Eckverbinderschenkel 14 herum.

Zwischen den beiden Anschlagflächen 25 ist eine schräge Verbindungsfläche 26 vorhanden. Die Verbindungsfläche 26 ist mittig zwischen den beiden Eckverbin- derschenkeln 14 angeordnet und den Schenkelinnenflächen 21 zugewandt. Sie ist zudem parallel zur Schenkelbreitenrichtung 24b der beiden Eckverbinder- schenkel 14 und schließt mit den beiden Schenkellängsrichtungen 24a jeweils einen Winkel ß von 45° ein. Gegenüberliegend zur Verbindungsfläche 26 weist der Eckbereich 15 außensei- tig eine Eckfläche 27 auf. Diese ist vorzugsweise parallel zur Verbindungsfläche 26.

Zwei der Eckverbinder 8 eines Abstandhalterrahmens 3 einer Isolierverglasung 1 weisen vorzugsweise jeweils eine Öffnung 28 auf, die zum Einfüllen des Brand- schutzmittels bzw. zum Entlüften beim Einfüllen dient. Die Öffnung 28 erstreckt sich von der Eckfläche 27 zur Verbindungsfläche 26 durch den Eckbereich 15 durch.

Des Weiteren weist der Eckbereich 15 zwei sich in Schenkelbreitenrichtung 24b der beiden Eckverbinderschenkel 14 gegenüberliegende Verklebungsflächen 32 auf. Die Verklebungsflächen 32 sind senkrecht zur Schenkelbreitenrichtung 24b der beiden Eckverbinderschenkel 14.

Zudem weist der Eckbereich 15 zwei Eckbereichbodenflächen 33 auf, die senk- recht zu den Verklebungsflächen 32 und zueinander senkrecht sind.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung weisen die Eckverbinder- schenkel 14 innenseitig jeweils eine Nut 34 auf. Die Nut 34 erstreckt sich in die Schenkelinnenfläche 21 hinein. Bzw. die Nut 34 erstreckt sich von der Schenkel- innenfläche 21 ausgehend nach innen in den jeweiligen Eckverbinderschenkel 14 hinein.

Die Nut 34 erstreckt sich zudem vom freien Schenkelende 14a zum angebunde- nen Schenkelende 14b hin. Die Nut 34 weist somit vorzugsweise eine Längser- streckung parallel zur Schenkellängsrichtung 24a auf. Sie ist zudem vorzugswei- se mittig in Bezug zur Schenkelbreitenrichtung 24b angeordnet. Zudem erstreckt sich die Nut 34 von der Schenkeleinführfläche 22 ausgehend bis zur Öffnung 28 hin und in diese hinein. Sie mündet somit sowohl in die Öffnung 28 als auch in die Schenkeleinführfläche 22. Vorzugsweise weist die Nut 34 zudem einen runden, vorzugsweise einen halb- runden, Querschnitt auf. Der Querschnitt ist senkrecht zur Schenkellängsrichtung 24a.

Zudem erstreckt sich bei der weiteren Ausführungsform die Öffnung 28 von einer der beiden Eckbereichbodenflächen 33 aus durch den Eckbereich 15 durch, vor- zugsweise senkrecht zu dieser. Die Öffnung erstreckt sich also nicht diagonal durch den Eckbereich 15 durch. Dies kann auch bei den anderen Ausführungs- formen der Fall sein.

Im Folgenden wird nun auf die Fierstellung der erfindungsgemäßen Isoliervergla sung 1 näher eingegangen:

Zunächst wird aus den Abstandhalterrohren 7 und den Eckverbindern 8 ein Ab- standhalterrahmen 3 hergestellt. Wie bereits erläutert, dienen die Eckverbinder 8 zur Verbindung der Abstandhalterrohre 7 zu dem Abstandhalterrahmen 3 und zur Ausbildung der Eckbereiche des Abstandhalterrahmens 3. Dazu wird jeweils ein Eckverbinderschenkel 14 in ein Abstandhalterrohr 7 eingesteckt. Der Eckverbin- derschenkel 14 wird so weit eingesteckt, bis die Rohrwandungsstirnfläche 9a des Abstandhalterrohres 7 an der Anschlagfläche 25 des Eckbereichs 15 des Eck- verbinders 8 anliegt. Die Eckbereiche 15 sind somit außerhalb des Abstandhal- terrohres 7 angeordnet.

Erfindungsgemäß liegen im zusammen gebauten Zustand die beiden Schenkel- wandungsstirnflächen 30a bzw. die beiden Schlitzkanten 31 a an den Schenke- labstützflächen 20 des Eckverbinderschenkels 14 an. Die Schenkelabstützflä- chen 20 stützen die Deckenwandung 1 1 , insbesondere die beiden Schenkelwan- dungen 30, jeweils in Rohrbreitenrichtung 7b des Abstandhalterrohres 7 bzw. in Schenkelbreitenrichtung 24b ab. Zudem liegt die längsgeschlitzte Deckenwandung 1 1 mit ihrer Deckenwandungs- innenfläche 1 1 b an den beiden Schenkelanlageflächen 19 an. Die beiden Schen- kelanlageflächen 19 stützen somit die Deckenwandung 1 1 , insbesondere die bei- den Schenkelwandungen 30 jeweils in Rohrhöhenrichtung 7c des Abstandhalter- rohres 7 bzw. in Schenkelhöhenrichtung 24c ab.

Vorzugsweise liegen zudem die beiden Schenkelseitenflächen 18 des Eckverbin- derschenkels 14 an den Seitenwandungsinnenflächen 12b des Abstandhalterroh- res 7 an. Und bevorzugt liegt auch die Schenkelrückenfläche 16 des Eckverbin- derschenkels 14 an der Bodenwandungsinnenfläche 10b des Abstandhalterroh- res 7 an und/oder die beiden Schenkelübergangsflächen 17 des Eckverbinder- schenkels 14 liegen innenseitig an den Übergangswandungen 13 des Abstand- halterrohres 7 an. Somit ist der Eckverbinderschenkel 14 vorzugsweise form- schlüssig in dem Abstandhalterrohr 7 angeordnet.

Nach der Montage des Abstandhalterrahmens 3 wird auf die Seitenwandungsau- ßenflächen 12a der Abstandhalterrohre 7 und auf die Verklebungsflächen 32 der Eckbereiche 15 die Primärdichtung 4, vorzugsweise aus Butyl, aufgebracht. Die Primärdichtung 4 besteht bekanntermaßen aus für Gas und Feuchtigkeit wenig durchlässigem Material. Danach werden die beiden Glasscheiben 2 an die Sei- tenwandungsaußenflächen 12a und die Verklebungsflächen 32 angedrückt.

Die Deckenwandung 1 1 bzw. beiden Schenkelwandungen 30 sind im eingebau- ten Zustand der Abstandhalterrohre 7 in der Isolierverglasung 1 dann dem zwi- schen den beiden Scheiben 2 gebildeten Scheibeninnenraum 6 zugewandt an- geordnet und die beiden Seitenwandungen 12 liegen an den Glasscheiben an 2 und sind mit diesen mittels der Primärdichtung 4 feuchtigkeits- und luftdicht ver- bunden. Die Bodenwandung 10 ist folglich dem Scheibeninnenraum 6 abge- wandt. Auch die beiden Eckbereichbodenflächen 33 und die Eckfläche 27 sind dem Scheibeninnenraum 6 abgewandt. Die Verbindungsfläche 26 ist dem Scheiben- innenraum 6 zugewandt.

Beim Anpressen der Glasscheiben 2 an die Seitenwandungen 12 und auch im zusammengebauten Zustand wirken dabei hohe Kräfte. Da aber erfindungsge- mäß die beiden Schenkelwandungsstirnflächen 30a bzw. die beiden Schlitzkan- ten 31 a der Abstandhalterrohre 7 an den Schenkelabstützflächen 20 des Eckver- binderschenkels 14 anliegen, weist der Abstandhalterrahmen 3 eine hohe Druckstabilität an den Eckverbindungsstellen auf. Denn die Druckkräfte, welche von den Glasscheiben 2 auf die Seitenwandungen 12 der Abstandhalterrohre 7 aufgebracht werden, werden von den Eckverbinderschenkeln 14 aufgenommen. Eine Verformung der Abstandhalterrohre 7 wird somit vermieden.

Im Anschluss an das Verbinden der Glasscheiben 2 mit dem Abstandhalterrah- men 3 wird der Scheibeninnenraum 6 mit dem fließfähigen Brandschutzmittel be- füllt. Vorzugsweise handelt es sich um ein Brandschutzgel oder ein artverwand- tes Mittel mit gleicher Wirkungsweise.

Das Brandschutzmittel bildet im Brandfall eine hochwirksame Dämmung, die den Durchgang von Wärmestrahlung und damit die Entzündung von brennbaren Ma- terialien auf der feuerabgewandten Seite verhindert. Vorzugsweise handelt es sich bei dem Brandschutzmittel um ein intumeszentes und/oder endothermes Material.

Die Eckbereiche 15 der Eckverbinder 8 bilden dabei Eckbereiche des Abstand- halterrahmens 3. Die Öffnungen 28 der Eckverbinder 8 verbinden somit den Scheibeninnenraum 6 mit der Umgebung. Nach dem Zusammenbau der Isolier- verglasung 1 wird deshalb an die eine Öffnung 28 ein entsprechender Anschluss befestigt durch den das Brandschutzmittel in den Scheibeninnenraum 6 eingefüllt werden kann. Die zweite Öffnung 28 liegt der ersten Öffnung vorzugsweise dia- gonal gegenüber und oberhalb von dieser, sodass sie als Entlüftungsöffnung beim Befüllen dient, so dass keine Gasblasen eingeschlossen werden. Nach dem Befüllen werden die beiden Öffnungen 28 in an sich bekannter Weise mittels Stopfen (nicht dargestellt) verschlossen.

Die schrägen Schenkeleinführflächen 22 sind der Deckenwandung 1 1 zugewandt angeordnet und erstrecken sich in einer Richtung von dem freien Schenkelende 14a zum angebundenen Schenkelende 14b hin gesehen von der Bodenwandung 10 zur Deckenwandung 11 hin. Dadurch sind sie für das Befüllen mit dem Brand- schutzmittel sehr vorteilhaft, da sie eine optimale Verteilung des Brandschutzmit- tels auch in den Abstandhalterrohren 7 gewährleisten. Zudem bewirken die Schenkeleinführflächen 22, dass die bei der Befüllung entstandenen Blasen und Blasenkeime entlang der Schenkeleinführflächen 22 aufsteigen und somit über die obere Öffnung 28 abtransportiert werden können.

Auch die Nuten bzw. Kanäle 34 sind für das Befüllen mit dem Brandschutzmittel sehr vorteilhaft, da die Strömung des Brandschutzmittels beruhigt wird. Sie er- leichtern das verwirbelungsfreie Einfüllen des Brandschutzmittels, insbesondere aufgrund des größeren Querschnitts. Zudem erleichtern die Nuten bzw. Kanäle 34 den Abtransport der Blasenkeime bzw. Blasen zu der Austrittsöffnung 28 hin.

Nach dem Befüllen mit dem Brandschutzmittel wird vorzugsweise noch die um- laufende Randabdichtung 5 aufgebracht. Die Randabdichtung 5 wird auf die dem Scheibeninnenraum 6 abgewandte Seite des Abstandhalterrahmens 3 aufge- bracht und umgibt diesen somit außenseitig. Die Randabdichtung 5 ist somit um den Abstandhalterrahmen 3 herum an den Scheiben 2 befestigt.

Die Randabdichtung 5 dient in an sich bekannter Weise dem Fördern der Unver- sehrtheit der Befestigung der Primärdichtung durch Minimieren der Spannung, die auf sie einwirkt, infolge äußerer Faktoren, wie beispielsweise Außentempera- turschwankungen, barometrischen Drucks oder Winddrucks. Vorzugsweise be- steht die Randabdichtung 5 aus Polysulfid und/oder Polyurethan und Silikon und/oder Polystyrol.

Wie bereits erläutert, gewährleisten die erfindungsgemäßen Eckverbinder 8 eine hervorragende Druckstabilität an den Eckverbindungsstellen des Abstandhalter- rahmens 3. Die erfindungsgemäßen Eckverbinder 8 stützen den Innenkanal der Abstandhalterrohre 7 und verleihen gleichzeitig dem Abstandhalterrahmen 3 aus- reichend Widerstand und Positioniergenauigkeit, um ein Standardpressverfahren zu überstehen.

Des Weiteren können bei der Befüllung entstehende Gasblasen an den geneig- ten Schenkeleinführflächen 22 entlang hinauf aufsteigen und so abtransportiert werden. Außerdem werden durch die Schenkeleinführflächen 22 turbulente Strömungen und Verwirbelungen vermindert, wodurch die Entstehung von Bla- senkeimen vermieden wird.

Im Rahmen der Erfindung liegt es dabei selbstverständlich auch, dass die Isolier- verglasung 1 mehr als zwei Glasscheiben 2 aufweist. Dabei ist jeweils zwischen zwei Glasscheiben 2 ein erfindungsgemäßer Abstandhalterrahmen 3 angeordnet.

Des Weiteren liegt es im Rahmen der Erfindung, dass die beiden Eckverbinder- schenkel 14 anders ausgebildet sind, z.B. keine durchgehend ebenflächige Schenkelrückenfläche 16 aufweisen, sondern diese gewellt und/oder gezackt ausgebildet ist. Es kommt erfindungsgemäß darauf an, dass die Eckverbinder- schenkel 14 die beiden Schenkelabstützflächen 20 zur Abstützung der beiden Schlitzkanten 31 a und vorzugsweise auch die beiden Schenkelanlageflächen 19 aufweisen.

Zudem müssen die Schenkelabstützflächen 20 und die Schenkelanlageflächen 19 nicht unbedingt ebenflächig ausgebildet sein, auch wenn dies bevorzugt ist. Außerdem kann die erfindungsgemäße Isolierverglasung 1 auch als Lärmschutz- verglasung bzw. Schallschutzverglasung oder Verglasung zum Abhörschutz oder verwendet werden. In diesem Fall ist der Scheibeninnenraum 6 vorzugsweise mit einem schalldämmenden Material, insbesondere einem schalldämmenden Gel befüllt.

Zudem kann die erfindungsgemäße Isolierverglasung 1 auch als durchschuss- hemmende bzw. schusssichere Verglasung gemäß DIN EN 1063:2000-01 ver- wendet werden. In diesem Fall bestehen die Glasscheiben vorzugsweise aus Ac- rylat.