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Title:
COSMETIC APPLICATOR WITH SPECIAL BRISTLE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2017/198614
Kind Code:
A1
Abstract:
A cosmetic applicator with a bristle carrier (9), which merges into a stem (12), by way of which the bristle carrier (9) is connected to a handle (13), or into a coupling portion (11) for connecting the bristle carrier (9) to such a stem (12), wherein the bristle carrier (9) carries a multiplicity of in each case single-piece bristles (1) of length (L) and is distinguished in that the bristles (1) consist of two halves (2, 3), which are axially symmetrical relative to one another and are displaced relative to one another, and connected in one piece to one another, along their axis of symmetry (4), wherein each of the halves (2, 3) forms a planar region (6) of the bristle (1), said planar region being located in the displacement plane (5).

Inventors:
FISCHER, Werner (Dinkelsbühler Straße 5, Burk, 91596, DE)
Application Number:
EP2017/061609
Publication Date:
November 23, 2017
Filing Date:
May 15, 2017
Export Citation:
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Assignee:
GEKA GMBH (Waizendorf 3, Bechhofen, 91572, DE)
International Classes:
A46B9/02; A45D40/26; A46D1/00
Foreign References:
US7665473B12010-02-23
FR2930874A12009-11-13
FR2993441A12014-01-24
US20150020332A12015-01-22
Attorney, Agent or Firm:
MISSELHORN, Martin (Donaustr. 6, Ingolstadt, 85049, DE)
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Claims:
Schutzansprüche

1. kosmetikapplikator mit einem Borstenträger (9) » der in einen Stiel (12) übergeht, mit dem der Borstenträger (3) mit einer Handhabe (13) verbunden ist, oder in einen Kupplungsabschnitt (11) zur Verbindung des Borstenträgers (9) mit einem solchen Stiel (12) , wobei der Borstenträger (9) eine Vielzahl von jeweils einstückigen Borsten (1) mit der Länge (L) trägt, dadurch gekennzeichnet» dass die Borsten (1) aus zwei relativ zueinander achsensymmetrischen Hälften (2 , 3) bestehen, die entlang ihrer Symmetrieachse (4) relativ zueinander verschoben und einstückig miteinander verbunden sind, wobei jede der Hälften (2, 3) einen ebenen Bereich (6) der Borste (1) ausbildet, der in der Verschiebeebene (5) liegt.

2. Kosmetikapplikator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Borsten (1) von ihrem Fuß bis zu ihrer Spitze stetig verjüngen,

3. Kosmetikapplikator nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Hälften (2, 3) entlang ihrer Symmetrieachse (4) relativ zueinander soweit verschoben sind, dass die Spitzen der beiden Hälften (2, 3) nebeneinanderliegen.

4. Kosmetikapplikator nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die nach Maßgabe des nach Anspruchs 1 gestalteten Borsten (1) nur einen Teil der Borsten (1, 10) ausmachen, die gemeinsam den Borstenbesatz des Applikators bilden.

5. Kosmetikapplikator nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Hälften (2, 3) Pyramiden - oder Kegelhälften sind.

6. Kosmetikapplikator nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Borsten aus zwei relativ zueinander achsensymmetrischen Pyramidenhälften bestehen, die - nicht relativ zueinander verschoben - eine dreieckige, quadratische, rechteckige, rautenförmige oder sechseckige Grundfläche aufweisen.

7. Kosmetikapplikator nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Kanten, an denen sich die gedachten Grundri ssaußenl inien im Winkel treffen, abgerundet sind.

8. Kosmetikapplikator nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Borsten aus zwei relativ zueinander achsensymmetrischen Kegelhälften bestehen, die - nicht relativ zueinander verschoben - eine kreisrunde, elliptische, ovale, mandelförmige oder pflaumenförmige Grundfläche aufweisen.

3» Kosmetikapplikator nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kanten (14), die durch die Verschiebung der Pyramiden- oder Kegelhälften entstehen, scharfkantig sind und vorzugsweise mit einem Radius (RA) 5

0,01 mm ineinander übergehen.

10. Kosmetikapplikator vorzugsweise nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das distale Ende des Borstenträgers (3) an seiner freien Stirnseite mit Stirnborsten besetzt ist.

11. Kosmetikapplikator nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Längsachse (LS) der Stirnborsten mit der Längsachse des Borstenträgers {9} einen

Winkel einschließen, der kleiner als 35° ist.

12. Kosmet ikapplikator nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass in einer Ebene, in der die Längsachse (LA) des Applikators liegt, auch die Längsachsen (LS) von mindestens vier der Stirnborsten liegt.

13. Kosrnet ikapplikator mit einem Borstenträger £9), vorzugsweise nach einem der vorhergehenden Ansprüche, der in einen Stiel {12} übergeht, mit dem der Borstenträger (9) mit einer Handhabe (13) verbunden ist, oder in einen Kupplungsabschnitt {11} zur Verbindung des Borstenträgers {9} mit einem solchen Stiel (12} , wobei der Borstenträger (9) eine Vielzahl von jeweils einstückigen Borsten (1) mit der Länge (L) trägt, dadurch gekennzeichnet, dass die Borsten (1) auf ganzer Länge (L) einen Borstenquerschnitt aufweisen, der aus zwei Teilen besteht, die in einer Ebene (5) relativ zueinander verschoben sind.

14. Kosmetikapplikatorsystem umfassend einen Kosmetikvorratsbehälter, darin bevorratet gehaltene Kosmetikmasse, vorzugsweise in Gestalt von Mascaramasse , einen Abstreifer und einen Applikator, der in unbenutztem Zustand durch den Abstreifer hindurch in den losmetikbehälter eingeschoben ist und in den Kosmetikvorrat eintaucht, und der zum Zwecke der Applikation durch den Abstreiter hindurch aus dem Kosmetikvorratsbehälter herausgezogen und an die zu behandelnde Stelle herangeführt werden kann, dadurch gekennzeichnet, dass der Applikator ein Applikator nach einem der Ansprüche 1 bis 13 ist.

15. Spritzgussform zur Herstellung eines Kosmetikapplikators mit

Borstenkavitäten (15) , von denen jeweils eine eine Borste (1) abbildet, wobei die Spritzgussform in mehrere kreissektorförmige Formteile (16, 17) unterteilt ist, die in radialer Richtung- auseinanderbewegt werden können, um einen mithilfe der Spritzgussform spritzgegossenen Applikator entformen zu können, wobei ein erstes und ein zweites kreissektorförmiges Formteil (16, 17), die mit ihren ebenen Flanken (18, 13} entlang einer Trennebene gegeneinander anliegen, die Kavitäten (15) für eine Borstenreihe bilden, indem eine erste Hälfte der jeweiligen Kavitäten in einem ersten kreissektorförmigen Formteil (16) ausgebildet ist und eine zweite Hälfte der Kavitäten in einem zweiten kreissektorförmigen Formteil (17) ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und die zweite Hälfte der jeweiligen, insgesamt eine Borste (1} formenden Kavität (15) in Richtung entlang der Trennebene relativ zueinander verschoben positioniert sind und sich dabei teilweise überlappen ,

16. Spritzgussform nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und die zweite Hälfte der jeweiligen, insgesamt eine Borste {1) formenden Kavität (15) um einen Betrag relativ zueinander verschoben sind, der mehr als 1/5 und idealerweise mindestens M der Erstreckung ausmacht , die eine Hälfte der Borstenkavität (15) am Borstenfuß in Richtung parallel zur Trennebene aufweist .

17. Spritzgussform nach Anspruch 15 oder 16 , dadurch gekennzeichnet, dass die Spritzgussform so beschaffen ist, dass sie einen Kosmetikapplikator gemäß einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 14 abbildet .

Description:
Kosmetikapplikator mit spezieller Borste

Die Erfindung betrifft einen Kosmetikapplikator nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1, ein entsprechendes

Kosmetikapplikatorsystem und eine Spritzgussform zur

Herstellung eines entsprechenden Kosmetikapplikators .

Technischer Hintergrund

Das Applikationsverhalten eines Kosmetikapplikators wird entscheidend davon beeinflusst, wie gut die Beladung des Kosmetikapplikators mit dem zu applizierenden Kosmetikum gesteuert werden kann. Dies gilt insbesondere für solche Kosmetikapplikatoren, wie sie hier in Rede stehen, die zur Applikation in einen Kosmetikbehälter und das dort befindliche Kosmetikum hineingesteckt gelagert werden, um dann aus dem Kosmetikbehälter heraus durch einen Abstreifer hindurchgezogen zu werden und mit der benötigten Beladung zur Applikation bereitzustehen .

Regelmäßig wird versucht, die Beladung des Kosmetikapplikators über die rheologischen Eigenschaften des Kosmetikums und/oder die Dichte des Borstenbesatzes sowie über die Interaktion zwischen dem Borstenbesatz und dem Abstreifer zu steuern. Das gelingt im Großen und Ganzen bereits sehr gut, je nachdem, welches Kosmetikum verarbeitet werden soll.

Es besteht aber immer noch Verbesserungsbedarf.

Das gilt insbesondere dort, wo das aufzutragende Kosmetikum eine Mascaramasse ist, da gerade bei der Mascaraapplikation extrem hohe Anforderungen gestellt werden. Zum einen soll es hier möglich sein, möglichst nur einmal eintauchen zu müssen, um eine komplette Mascaraapplikation an einem Wimpernbogen ausführen zu können. Zum anderen müssen die Mascaraapplikatoren hervorragende Trenneigenschaften

aufweisen, damit die einzelnen Wimpern nicht verkleben. Zudem wird häufig von ihnen die Fähigkeit zum sogenannten Curling verlangt, d. h. die Fähigkeit, den Wimpern eine attraktive Krümmung zu verleihen.

Im Stand der Technik sind auch schon profiliierte Borsten für Kosmetik-Mascaraapplikatoren vorgeschlagen worden. Insoweit ist auf die DE 102 12 701 AI zu verweisen.

Die von dieser Anmeldung vorgeschlagenen, profiliierten Borsten bereiten jedoch durchweg Schwierigkeiten bei der Herstellung des Applikators. Denn diese Borsten mit der hier angegebenen Profiliierung lassen sich nach ihrer Herstellung im Wege des Spritzgießens oft nicht zuverlässig ausformen. Gelegentlich reißen zumindest einzelne Borsten ab, wenn sich die in der Spritzgussform erstarrte, aber noch warme

Kunststoffmasse im Bereich der Profiliierung beim Öffnen der Spritzgussform nicht schnell genug von der Wand der

borstenformenden Kavität ablöst, um ungehindert aus der Kavität herausgezogen werden zu können.

Daa der Erfindung zugrunde liegende Problem

Demgegenüber ist es die Aufgabe der Erfindung, einen

Applikator mit Borsten bereitzustellen, dessen nach dem

Abstreifen verbleibende Beladung sich vom Konstrukteur fein einstellen lässt und der sich problemlos herstellen lässt.

Die erfindungsgemäße Lösung

Die Lösung erfolgt mit den Mitteln des Anspruchs 1.

Vorgeschlagen wird demnach ein Kosmetikapplikator mit einem Borstenträger, der in einen Stiel übergeht, mit dem der

Borstenträger mit einer Handhabe verbunden ist, oder der in einen Kupplungsabschnitt zur Verbindung des Borstenträgers mit einem solchen Stiel übergeht.

Der Borstenträger trägt eine Vielzahl von jeweils einstückigen Borsten, die eine Gesamtlänge L aufweisen. Die Borsten bestehen jeweils aus zwei relativ zueinander

achsensymmetrischen, d. h. sich entsprechenden, gedachten Hälften. Die beiden Hälften sind entlang einer Ebene, in der sich ihre Symmetrieachse befindet, relativ zueinander

verschoben. Da die Hälften (als solche) nur gedachter Natur sind, sind sie einstückig miteinander verbunden und bilden dadurch ein Ganzes. Jede dieser Hälften bildet einen ebenen Bereich an der Borste aus, der in der Verschiebeebene liegt.

Durch diese Art der Gestaltung entsteht eine integrale Borste, die entlang ihrer Flanke in Richtung parallel zur

Borstenlängsachse eine Vertiefung aufweist, die durch das Eintauchen der Borste in den Kosmetikvorrat mit Kosmetikum aufgefüllt wird, das auch beim Durchgang durch den Abstreifer im Wesentlichen nicht abgezogen wird, sondern in der

Vertiefung der Borste verbleibt. Je nachdem, um welchen Betrag die beiden Hälften entlang der Verschiebeebene relativ zueinander verschoben werden, lässt sich diese Vertiefung vom Konstrukteur mehr oder minder stark ausgeprägt gestalten.

Gleichzeitig lassen sich der derartige Borsten einfach und mit deutlich verringertem Ausschussrisiko herstellen.

Bevorzugte Ausgestaltungsmöglichkeiten

Idealerweise trägt der Borstenträger eine Vielzahl von jeweils einstückigen Borsten, die auf ganzer Länge L einen Borstenquerschnitt aufweisen, der aus zwei Teilen besteht, die in einer Ebene relativ zueinander verschoben sind.

Vorzugsweise verjüngen sich die Borsten von ihrem Fuß bis zu ihrer Spitze stetig. Im Idealfall schließt die Hüllfläche einer Borste überall einen Winkel von ≤ 7,5° mit der

Längsachse L der Borste ein.

Darüber hinaus ist die Borste vorzugsweise so ausgestaltet, dass die beiden Hälften entlang ihrer Symmetrieachse relativ zueinander so weit verschoben sind, dass sich die Spitzen der beiden Hälften auf einer Fläche von mindestens 30 % berühren. Dadurch entsteht eine einheitliche Spitze und es wird

verhindert, dass Wimpern im engen Spalt zwischen zwei

getrennten Spitzen eingeklemmt werden und beim Gebrauch des Applikators der unbeabsichtigte Eindruck eines Ziehens an den Wimpern entsteht.

Idealerweise bestehen die Borsten aus zwei zueinander

achsensymmetrischen Pyramidenhälften. Die entsprechende

Pyramide - aus den nicht zueinander verschoben gedachten

Pyramidenhälften - weist eine quadratische, rechteckige, rautenförmigen oder sechseckige Grundfläche auf. Derartige Borsten zeigen im Rahmen der Applikation eine besonders günstige Steifigkeit und ein günstiges Biegeverhalten, gleichzeitig lässt sich besonders einfach die erfindungsgemäße Ebene zwischen solchen Borsten ausbilden, in der die

Borstenhälften zueinander verschoben angeordnet werden.

Alternativ kann es für manche Anwendungsfälle günstig sein, die Borste so zu gestalten, dass sie aus zwei zueinander achsensymmetrischen Kegelhälften besteht, die - nicht relativ zueinander verschoben - eine kreisrunde, elliptische, ovale, mandelförmige oder pflaumenförmige Grundfläche aufweisen. Besonders gut können die Borsten mit den Wimpern in Interaktion treten, wenn die Kanten, die durch Verschiebung der Pyramiden-Kegelhälften entstehen, scharfkantig sind und vorzugsweise mit einem Radius RA ^ 0,01 mm ineinander

übergehen.

Besonders bevorzugt ist es, wenn auch das distale Ende des Borstenträgers an seiner freien Stirnseite mit Stirnborsten besetzt ist. Idealerweise liegen in der Ebene, in der auch die Längsachse des Applikators liegt, die Längsachsen von

mindestens vier der Stirnborsten. In der Ebene der Längsachse des Applikators wird dann im Idealfall ein Borstenfächer aufgespannt, der besonders gut zum Kämmen der Wimpern geeignet ist, wenn man den Applikator frontal mit seiner Stirnseite an den Wimpernbogen heranführt .

Die zur Herstellung der erfindungsgemäßen Borsten zum Einsatz kommende Spritzgussform

Sodann wird eigenständiger Schutz für eine Spritzgussform zur Herstellung eines Kosmetikapplikators mit Borstenkavitäten beansprucht .

Zur Herstellung der erfindungsgemäßen Borste können aufgrund deren speziellen Designs nämlich erstmals Spritzgussformen zum Einsatz kommen, die wie folgt gestaltet sind:

Die erfindungsgemäße Spritzgussform bildet Borstenkavitäten aus, von denen jeweils eine eine Borste abbildet. Die

Spritzgussform ist in mehrere kreissektorförmige Formteile unterteilt. Diese können in radialer Richtung

auseinanderbewegt werden, um so einen zuvor mithilfe der

Spritzgussform spritzgegossenen Applikator entformen zu können. Die Spritzgussform ist dabei so gestaltet, dass ein erstes und ein zweites kreissektorförmiges Formteil, die mit ihren ebenen Flanken entlang einer Trennlinie parallel zur Längsachse der Spritzgussform gegeneinander anliegen, die Kavitäten für eine in Richtung parallel zur

Applikatorlängsachse verlaufende Borstenreihe bilden. Dies, indem eine erste Hälfte der jeweiligen Kavitäten in einen ersten kreissektorförmigen Formteil ausgebildet ist und eine zweite Hälfte der Kavitäten in einen zweiten

kreissektorförmigen Formteil ausgebildet ist. Die erste und die zweite Hälfte der jeweiligen, insgesamt eine einzige Borste formenden Kavität sind in Richtung der Trennebene relativ zueinander verschoben positioniert, d. h. die

Trennebene zwischen den Formteilen entspricht hier der

Verschiebeebene 5. Diese beiden Hälften überlappen sich dabei teilweise. Das bedeutet, dass die beiden mit ihren Flanken gegeneinander anliegenden ersten und zweiten

kreissektorförmigen Formteile der Spritzgussform jede der genannten Borsten gemeinsam abbilden. Um sicher ausformen zu können, genügt es, wenn die beiden kreissektorförmigen

Formteile in radialer Richtung etwas auseinanderbewegt werden, wodurch sie sich sofort von der jeweiligen Borste abheben. Auch die beiden Nuten bzw. Vertiefungen, die die Borsten jeweils auf diese Art und Weise erhalten haben, bereiten beim Ausformen kein Problem. Denn die Nuten bzw. Vertiefungen liegen genau in der Trennstelle zwischen dem ersten und dem zweiten kreissektorförmigen Formteil, also in dem Bereich, wo beim Öffnen der Form auseinanderbewegt wird und daher die Borste sofort freigegeben wird.

Sonstiges

Unabhängig von den ansonsten aufgestellten Ansprüchen wird eigenständiger Schutz für die Verwendung des

Kosmetikapplikators mit den erfindungsgemäßen Borsten beansprucht, also für die Verwendung eines

Kosmetikapplikators, die sich dadurch auszeichnet, dass durch Eintauchen des Kosmetikapplikators in und Herausziehen des Kosmetikapplikator aus einem Kosmetikvorrat durch einen

Abstreifer hindurch Kosmetikmasse entnommen wird und mithilfe des Kosmetikapplikators an die zu behandelnden Wimpern

transportiert und dort zumindest teilweise abgegeben wird.

Ebenfalls eigenständiger Schutz wird beansprucht für ein

Kosmetikapplikatorsystem umfassend einen

Kosmetikvorratsbehälter, darin bevorratet gehaltene

Kosmetikmasse, vorzugsweise in Gestalt von Mascaramasse , einen Abstreifer und einen Applikator, der in unbenutztem Zustand durch den Abstreifer hindurch in den Kosmetikbehälter

eingeschoben ist und in den Kosmetikvorrat eintaucht und der zum Zwecke der Applikation durch den Abstreifer hindurch aus dem Kosmetikvorratsbehälter herausgezogen und an die zu behandelnde Stelle herangeführt werden kann, wobei sich das Kosmetikapplikatorsystem dadurch auszeichnet, dass der

Applikator ein Applikator nach einem der hier aufgestellten Schutzansprüche ist .

Ebenfalls eigenständiger Schutz, aber auch Schutz in Verbindung mit den Unteransprüchen ohne deren Rückbeziehung auf Anspruch 1, wird für einen Kosmetikapplikator mit einem Borstenträger beansprucht der in einen Stiel übergeht, mit dem der Borstenträger mit einer Handhabe verbunden ist, oder in einen Kupplungsabschnitt zur Verbindung des Borstenträgers mit einem solchen Stiel, wobei der Borstenträger eine Vielzahl von jeweils einstückigen Borsten mit der Länge trägt, dadurch gekennzeichnet, dass die Borsten auf ganzer Länge einen Borstenquerschnitt aufweisen, der aus zwei Teilen besteht, die in einer Ebene relativ zueinander verschoben sind. Ebenfalls eigenständiger Schutz wird für einen Kosmetikapplikator beansprucht, der sich dadurch auszeichnet, dass das distale Ende des Borstenträgers an seiner freien Stirnseite mit Stirnborsten besetzt ist.

Weitere Wirkungsweisen, Ausgestaltungsmöglichkeiten und

Vorzüge der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung der Ausführungsbeispiele anhand der nachfolgend aufgelisteten

Figuren.

Figurenliste

Die Figur 1 illustriert abstrakt-generell, was im Sinne der Erfindung unter einer Borste verstanden wird.

Die Figur 2 zeigt eine erfindungsgemäße Borste für den

erfindungsgemäßen Applikator frontal von oben.

Die Figur 2a zeigt die Borste gemäß Figur 2 in mit

Kosmetikmasse beladenem Zustand.

Die Figur 3 zeigt die Borste gemäß Figur 2 von der Seite her gesehen, in perspektivischer Ansicht.

Die Figur 4a zeigt ein Ausführungsbeispiel eines gesamten

Kosmetikapplikators mit Borsten gemäß Figur 2 in einer ersten Verdrehposition . Die Figur 4b zeigt eine Ausschnittvergrößerung aus der Figur 4a.

Die Figur 5a zeigt ein Ausführungsbeispiel des gesamten

Kosmetikapplikators mit Borsten gemäß Figur 2 in einer zweiten Verdrehposition.

Die Figur 5b zeigt eine Ausschnittvergrößerung aus der Figur 5a.

Die Figur 6 zeigt einen Ausschnitt aus einer Spritzgussform, wie sie zur Herstellung der erfindungsgemäßen Borsten bzw. Applikatoren verwendet wird.

Die Figur 7 zeigt eine Gesamtansicht eines erfindungsgemäßen Applikators mit Stiel und Handhabe.

Aus führungsbei spiele

Die Figur 1 zeigt zunächst vorab, was im Sinne der Erfindung bevorzugt unter dem Begriff Borste verstanden wird - ohne bereits die erfindungsgemäße Profilierung der Borste zu veranschau1ichen .

Eine Borste ist demnach ein schlanker, vollständig oder im Wesentlich vollständig von dem Borstenträger aus in radialer Richtung nach außen abstehender Biegestab aus Kunststoff.

Die maximale Erstreckung FD einer Borste im Bereich ihres Fußes beträgt vorzugsweise zwischen 0,01 mm bis 0,06 mm. Als Fußbereich einer Borste bezeichnet man hier denjenigen, am dichtesten an dem Borstenträger liegenden Bereich einer Borste, der noch ungestört ist, also oberhalb der Verrundung liegt, mit dem die Borste in den Borstenträger übergehen mag, vgl . auch Fig . 1.

Die Länge einer Borste entlang der Borstenlängsachse L ist vorzugsweise mindestens um den Faktor 5, besser mindestens um den Faktor 7 größer als die größte Erstreckung FD der Borste in ihrem Fußbereich.

Eine Borste ist typischerweise derart elastisch, dass sie durch die bei der Applikation auftretenden Kräfte flexibel - elastisch gegenüber ihrem Lotfußpunkt LF um einen Betrag A quer zu ihrer Borstenlängsachse (verglichen mit dem

unbelasteten Zustand) ausgelenkt werden kann, der dem

mindestens 4-fachen, besser dem mindestens 6 -fachen der größten Erstreckung FD der Borste im Fußbereich entspricht .

Die maximale Erstreckung FD einer Borste im Bereich ihres Borstenfußpunktes beträgt vorzugsweise zwischen 0,01 mm bis 0,06 mm.

Eine Borste im erfindungsgemäßen Sinne ist im Regelfall durch Spritzgießen entstanden. Spritzgießen ist dabei nicht nur ein Herstellungsverfahren, sondern prägt der Borste auch ihre physische Gestalt auf. Spritzgegossene Borsten zeichnen sich dadurch aus, dass die Kunststoffmolekülketten im Bereich der Borste selbst, wo die Spritzgusskavität ja von Natur aus sehr eng ist, auf besondere Art und Weise in Längsrichtung

orientiert und überwiegend entknäuelt sind. Dadurch erhalten die Borsten gute elastische Eigenschaften und ein besonders gutes Bend-Recovery-Vermögen.

Dies führt dazu, dass sich die Borsten wieder aufrichten und ihre ursprüngliche Position einnehmen können, wenn sie durch einen Abstreifer hindurchgezogen und dabei von diesem umgelegt worden sind. Die Fig. 7 zeigt vorab, wie der erfindungsgemäße Applikator in seiner bevorzugten Form als Ganzer aussieht.

Der mit den sogleich näher zu erörterten Borsten 1 besetzte, meist zylindrische Borstenträger 9 ist - bevorzugt über seinen Kupplungsabschnitt 11 - mit dem Stiel 12 verbunden. Der

Borstenträger 9 besitzt eine Längsachse, die hier seiner Zylinderachse entspricht. Die Längsachse des Stiels 12, der meist zumindest bereichsweise als Rohr ausgeführt ist, fällt bevorzugt mit der Längsachse {Zylinderachse) des

Borstenträgers 9 zusammen. Der Stiel 12 geht in eine Handhabe 13 über, die im Regelfall zugleich eine Verschlusskappe bzw. einen Deckel eines Kosmetikbehälters bildet.

Die Figur 2 zeigt die besondere Querschnittsform, durch die sich die erfindungsgemäßen Borsten auszeichnen.

Die Figur 2 ist ein Blick auf eine solche Borste von oben, die Figur 3 ist ein Blick auf eine solche Borste perspektivisch von der Seite her.

Wie man gut erkennen kann, besteht die Borste 1 aus einer ersten Hälfte 2 und aus einer zweiten Hälfte 3. Die beiden Hälften gehen dort, wo sie aufeinandertreffen, einstückig ineinander über. Sie bilden dadurch eine einheitliche Borste, aus einem Stück. Die beiden Hälften sind dadurch entstanden, dass die die Borste bildende Kunststoffmasse der

Spritzgussform erkaltet ist. Die beiden Hälften sind also gemeinsam urgeformt worden und nicht nachträglich miteinander verbunden worden. Zwischen ihnen existiert daher kein Spalt und keine Trennfuge oder Schweißnaht, die sich lösen könnte.

Die beiden Hälften 2 und 3 sind achsensymmetrisch zur

gedachten Symmetrieachse 4, d. h. sie zeichnen sich dadurch aus, dass die Querschnitte der erste Hälfte 2 der Borste 1 den Querschnitten zweiten Hälfte 3 der Borste entsprechen, wenn man sie - unverschoben gedacht - um die Symmetrieachse 4 spiegelt. Geringe örtliche Abweichungen, etwa durch

Toleranzen, sind unbeachtlich.

Wie man am besten anhand der Figur 3 sieht, lässt sich eine sogenannte Verschiebeebene 5 definieren, das ist die Ebene, in der die Symmetrieachse 4 liegt, die die Figur 2 zeigt. Die beiden Hälften 2 und 3 einer Borste sind gedachtermaßen entlang der Verschiebeebene 5 relativ zueinander verschoben, im Regelfall auf ganzer Länge der Borste 1, entlang von deren Längsachse L gesehen. Wie sich bereits aus dem zuvor Gesagten ergibt, ist die Verschiebung, was die Borste anbetrifft, lediglich gedanklicher Art - sie ist konstruktiv beim

Formenbau ausgeführt worden, indem die beiden

Kavitätsabschnitte, die die Hälften der Borste abbilden, bei der Herstellung der Spritzgussform verschoben positioniert angebracht worden sind.

Durch diese Verschiebung der beiden Hälften 2 und 3 einer Borste 1 relativ zueinander entsteht an jeder Borste an zwei sich gegenüberliegenden Stellen ein ebener Bereich bzw. eine Ebene 6 - dort, wo die entsprechende Hälfte 2 aufgrund der Verschiebung nicht mehr an der gegenüberliegenden Hälfte 3 anliegt. Diese Ebene 6 ist im Regelfall auf ganzer Länge bzw. auf mindesten 90 % der Länge der Borste anzutreffen, vom

Borstenfuß bis zur Borstenspitze und meist genau radial relativ zum Borstenträger orientiert. Sie vermag dadurch eine tangential zum Borstenbesatz zwischen die Borsten

eingeschobene Wimper zu stoppen und zur Krümmung zu bringen, sobald die Wimpernspitze auf die Ebene 6 auftrifft. Dadurch wird das Maß, in dem die Wimper mithilfe des Besatzes aus den erfindungsgemäßen Borsten mit Masse befrachtet wird, merklich beeinflusst, im positiven Sinne.

Da sich die Borste von ihrem Fuß zu ihrer Spitze hin verjüngt, nimmt die Erstreckung dieser Ebene 6 in Richtung senkrecht zur Borstenlängsachse L vom Borstenfuß zur Borstenspitze ab, bevorzugt stetig.

Bevorzugt verbindet die Ebene 6 zwei größere Seitenflächen der Borste, während die kleineren Seitenflächen weiter entfernt liegen, vgl. Fig. 2.

Durch die besagte Verschiebung entsteht ausweislich der Fig. 2 an jeder Borste 1 an zwei sich gegenüberliegenden Flanken eine (in Richtung entlang der Längsachse mit einem Neigungswinkel ihr gegenüber von meist ≤ 5°) verlaufende Nut bzw. Vertiefung 7. Diese Vertiefung 7 ist auch nach dem Durchgang einer Borste durch den Abstreifer noch mit Kosmetikmasse 8 gefüllt, so wie das die Figur 2a zeigt.

Als besonders günstig hat es sich erwiesen, wenn die

Borstenkanten 14, die durch Verschiebung der Borstenhälften 2, 3 entstehen, scharfkantig sind. Das sind sie jedenfalls dann, wenn die diese Borstenkante bildenden Oberflächen der Borste mit einem Radius RA ≤ 0,001 mm ineinander übergehen.

Bemerkenswert ist, dass man anhand der Figuren erkennt, dass die beiden Hälften 2, 3 entlang der Verschiebeebene 5 bzw. ihrer Symmetrieachse 4 relativ zueinander soweit verschoben sind, dass die Spitzen der beiden Hälften sich noch auf mindestens 30 % der Länge, die ihr Querschnitt entlang der Symmetrieachse 4 aufweist, überlappen.

Für andere Anwendungsfälle kann es besonders günstig sein, die beiden Hälften der Borsten so weit gegeneinander zu

verschieben, dass sich die Borstenspitzen nicht mehr treffen sondern jede Borste eine Doppelspitze aufweist - die beiden Borstenhälften treffen sich erst unterhalb der Doppelspitze wieder und gegen dann dort einstückig ineinander über. In dem Spalt zwischen der Doppelspitze kann Masse gespeichert werde und es können mit Hilfe des Spalts Wimper gegriffen bzw.

geklemmt werden, etwa um ein Curling auszuführen. In einem besonders bevorzugten Ausführungsbeispiel haben die erfindungsgemäßen Borsten jeweils die Gestalt einer Pyramide. Diese Pyramide besitzt (vor dem gedachten Verschieben) vorzugsweise einen rautenförmigen Grundriss, bei dem bevorzugt die beiden spitzwinkligeren Ecken der Raute abgerundet sind.

Die Figuren 4a, 4b und 5a, 5b zeigen den gesamten Applikator und lassen erkennen, wie die erfindungsgemäßen Borsten auf diesem angeordnet sind.

Der Applikator besteht aus einem Borstenträger 9. Hiervon stehen die Borsten 1 und 10 in radialer Richtung, vorzugsweise genau in radialer Richtung, ab. Bei dem ersten

Ausführungsbeispiel bestehen die Borsten 1, 10 und der

Borstenträger 9 aus dem gleichen Material, sie sind einstückig miteinander verbunden, denn sie sind im Regelfall durch einen einzigen Spritzgussvorgang in einem Arbeitsschritt entstanden.

Wie man sieht, geht der Borstenträger 9 hier in einen

Kupplungsabschnitt 11 über. Dieser Kupplungsabschnitt dient zur Verbindung mit einem Stiel 12, der seinerseits in eine Handhabe 13 übergeht, so wie das in Figur 6 angedeutet gezeigt ist .

Bemerkenswert ist noch, dass sich die Borsten 1 mit dem hier beschriebenen speziellen Querschnitt und anders gestaltete Borsten 10 in Umfangsrichtung des Applikators gesehen

abwechseln.

Im diesem Ausführungsbeispiel , das besonders bevorzugt ist, ist es so, dass an zwei sich diametral gegenüberliegenden Seiten des Borstenträgers 9 mindestens drei in Richtung der Applikatorlangsachse LA parallele Reihen von Borsten 1 mit dem erfindungsgemäßen Querschnitt vorgesehen sind, vgl. Figur 4a, 4b. Dreht man den Applikator um 90°, so dass er ein Bild bietet, wie es die Figuren 5a, 5b zeigen, dann sieht man, dass bei dem hier beschriebenen, besonders bevorzugten

Ausführungsbeispiel auch die konventionellen Borsten 10 an sich diametral gegenüberliegenden Seiten des Borstenträgers 9 mindestens drei zur Längsachse LA parallele Reihen ausbilden.

Den so entstehenden unterschiedlichen Bereichen des

Borstenbesatzes kommen unterschiedliche Funktionen zu. Der Abschnitt, in dem sich mehrere Reihen mit den besonderen, erfindungsgemäßen Borsten befinden, dient zum Auftragen der Kosmetikmasse bzw. Mascaramasse auf die Augenwimpern. Sobald diese mit der erforderlichen Menge an Mascaramasse befrachtet sind, kann die Benutzerin den Applikator um 90° drehen und dann mithilfe der konventionellen Borsten 10 die nötige

Kämmwirkung erreichen und/oder ein Curling vornehmen, ohne weiterhin einen starken, zusätzlichen Masseauftrag in Kauf nehmen zu müssen.

Zweckmäßigerweise machen die erfindungsgemäß gestalteten Borsten nur einen Teil der Borsten aus, die an der

Umfangsmantelfläche des Borstenträgers den Haupt-Borstenbesatz des Applikators bilden. Hierdurch wird es möglich, dem

Applikator zonenweise deutlich unterschiedliche

Auftragseigenschaften zu verleihen, je nachdem, in welcher Verdrehposition der Applikator bzw. sein Borstenbesatz an den Wimpernbogen herangeführt wird. Die erfindungsgemäß

profiliierten Borsten mit ihrem hohen Massespeichervermögen dienen dabei dazu, die Wimpern zunächst mit der erforderlichen Menge an Mascaramasse zu beschichten. Dann kann der Applikator gedreht werden, um mit den konventionellen Borsten, die deutlich geringer mit Mascaramasse befrachtet sind, den

Wimpernbogen zu kämmen bzw. ein Curling vorzunehmen.

Als besonders günstig hat es sich erwiesen, wenn die

Borstenhälften als Pyramiden- oder Kegelhälften gestaltet sind. Als Pyramide wird dabei ein Gebilde bezeichnet, das über einer polygonalen Grundfläche aufragt und sich unter

grundsätzlicher Beibehaltung der Kanten, die durch die polygonförmige Grundfläche vorgegeben sind, nach oben hin zu seiner Spitze verjüngt. Nur müssen die Kanten, dort, wo die großen Hauptflächen aufeinandertreffen, als solche nicht hervortreten, sondern können verrundet sein, bilden dann also nicht länger eine scharfe Kante, vgl. Fig. 2 und 3.

Als besonders günstig hat es sich erwiesen, wenn die beiden relativ zueinander achsensymmetrischen Pyramidenhälften - nicht relativ zueinander verschoben gedacht - eine

quadratische, rechteckige, rautenförmige oder sechseckige Grundfläche aufweisen.

Alternativ können die Borsten aus zwei relativ zueinander achsensymmetrischen Kegelhälften bestehen, die - nicht relativ zueinander verschoben gedacht - eine kreisrunde, elliptische, ovale, mandelförmige oder pflaumenförmige Grundfläche

aufweisen.

Anzumerken ist noch, dass es besonders günstig sein kann die distale, dem Griff abgewandte Stirnfläche des Applikators zusätzlich mit Stirnborsten zu besetzen. Wie aus einem

Vergleich der Fig. 7 und 5a hervorgeht, besteht der

Stirnborstenbesatz vorzugsweise aus mindestens einer

Borstenreihe, die einen Fächer aus in einer Flucht

hintereinanderstehenden Borsten bildet. Vorzugsweise bilden mindestens 8 Borsten diese fächerförmige Borstenreihe. Die

Borsten sind so aufgestellt, dass sie eine Reihe bilden, die sich zumindest in einem Winkel von 160° um die Stirnfläche herum erstreckt. Idealerweise überquert diese Borstenreihe dabei die Mittellängsachse LA des Applikators. Idealerweise schließt sich an diese Borstenreihe in einer Flucht beidseitig eine Borstenreihe an, die parallel zur Längsachse LA am Umfang des Borstenträgers aufgestellt ist. Besonders günstig ist es wenn sich beidseitig neben dieser Borstenreihe jeweils noch eine weitere fächerförmige Borstenreihe erstreckt, deren Borsten Längsachsen aufweisen, die gegenüber den Längsachsen der erstgenannten Borstenreihe jeweils um mindestens 20° geneigt sind, so dass sich an den zentralen Borstenfächer jeweils links und rechts ein nach außen, von dem zentralen Borstenfächer weggeneigter Borstenfächer anschließt.

Bei dem bisher erörterten Ausführungsbeispiel sind der

Borstenträger, der Kupplungsabschnitt und die Borsten

einstückig aus der gleichen Kunststoffmasse gespritzt worden.

Ein alternatives, hier nicht zeichnerisch dargestelltes

Ausführungsbeispiel besteht aus einem identisch gestalteten Applikator, bei dem ein stabförmiger Borstenträger aus einem anderen Kunststoffmaterial mit der Kunststoffmasse umspritzt wird, die auch die Borsten bildet. Der Kunststoff, der die Borsten bildet, wird also auf den Borstenträger aufgespritzt. Die Borsten bestehen dann im Regelfall aus einem

Kunststoffmaterial , das flexibler ist als das

Kunststoffmaterial des stabförmigen Bortenträgers.

Ein wiederum alternatives Ausführungsbeispiel zeichnet sich dadurch aus, dass ein stabförmiger, innen hohler Borstenträger verwendet wird, dessen Wandstärke derart dünnwandig ist, dass die in den inneren Hohlraum des Borstenträgers eingespritzte zweite Kunststoffmasse die Wand des Borstenträgers nach außen durchbricht und dadurch in die den Borstenträger umgebenden Borsten Kavitäten einschießt, wo sie die Borsten bildet. Auch bei diesem Ausführungsbeispiel bestehen die Borsten dann im Regelfall aus einem Kunststoffmaterial, das flexibler ist als das Kunststoffmaterial des stabförmigen Bortenträgers.

Schließlich zeichnet sich ein wiederum alternatives

Ausführungsbeispiel dadurch aus, dass der Applikator im Sandwich-Spritzguss hergestellt wird. Zuerst wird in die Spritzgussform eine erste Kunststoffmasse eingespritzt, bei der es sich um die borstenformende Masse handelt. In einem zweiten Schritt wird eine zweite Kunststoffmasse eingespritzt, in die erste, noch nicht erstarrte Kunststoffmasse hinein. Auf diese Art und Weise bildet die zweite Kunststoffmasse, die im Regelfall härter ist, als die erste, einen Borstenträger (und ggf. auch ein Kupplungselement) aus, der von der ersten

Kunststoffmasse auf einer Stirnseite und an seinem Umfang umhüllt ist

Die erfindungsgemäße Borstengestaltung wirkt sich auf die zur Herstellung eines solchen Applikators einzusetzende

Spritzgussform besonders günstig aus, wie sie die Fig. 7 ausschnittweise zeigt - der Blick ist hier von der Seite des Borstenfußes her in die Borstenkavität 15 hinein gerichtet.

Eine solche Spritzgussform besitzt eine Anzahl solcher

Borstenkavitäten 15, von denen jeweils eine nach ihrem

Ausspritzen mit der Kunststoffmasse eine Borste 1 abbildet.

Dabei ist die Spritzgussform in mehrere meist

kreissektorförmige Formteile 16, 17 unterteilt, die in

radialer Richtung auseinanderbewegt werden können, um einen mithilfe der Spritzgussform spritzgegossenen Applikator entformen zu können, was hier nicht im Einzelnen zeichnerisch dargestellt ist.

Ein erstes und ein zweites Formteil 16, 17 liegen mit ihren ebenen Flanken 18, 19 entlang einer Trennebene bei

geschlossener Form dicht gegeneinander an. Sie bilden

gemeinsam für jede Borste eine Borstenkavität 15. Die

Kavitäten für eine Borstenreihe sind entlang der Trennebene 5 angeordnet, die hier senkrecht zur Zeichenebene verläuft. Für jede erfindungsgemäße Borste wird die Borstenkavität dadurch gebildet, dass die eine Hälfte dieser Borstenkavität in dem ersten Formteil ausgebildet ist und eine zweite Hälfte der Kavität in dem zweiten Formteil ausgebildet ist. Jede Hälfte der Kavität ist nicht nur auf der Seite des

Borstenfußes, sondern auch auf der Seite der Trennebene, in der die beiden Formteile gegeneinander anliegen, offen. Die erste und die zweite Hälfte der jeweiligen, insgesamt eine Borste formenden Kavität sind in Richtung entlang der

Trennebene relativ zueinander verschoben positioniert und überlappen sich teilweise. Auf diese Art und Weise bildet jede Hälfte der Kavität in dem einen Formteil zusammen mit der ihr zugeordneten anderen Hälfte der Kavität in dem anderen

Formteil eine vollständige Borstenkavität aus, die nur auf der Seite des Borstenfußes offen ist und ggf. auf der Seite der Borstenspitze eine Belüftungsöffnung aufweist.

Nach dem Spritzen der Borste werden die Formteile 16 und 17 mit einer Bewegungskomponente in Richtung senkrecht zu den ebenen Flanken 18 und 19, mit denen sie im geschlossenen Zustand gegeneinander anliegen, auseinander bewegt. Dadurch öffnet sich die Form genau an der Ebene 6 jeder Borste, sodass der hier an der Borste entstandene Sprung leicht ausgeformt werden kann und beim Ausformen keine Schwierigkeiten bereitet. Genau hierdurch zeichnet sich die erfindungsgemäße

Spritzgussform bzw. das erfindungsgemäße Verfahren aus. Denn das Ausformen des Sprungs, mit dem die Ebene 6 in die beiden großen Seitenflächen der Borste übergeht, die sie unmittelbar miteinander verbindet, würde bei einer an dieser Stelle ungeteilten Form Schwierigkeiten bereiten und nicht selten zum Abreißen der Borste führen, weil sie sich beim Herausziehen des fertig gespritzten Applikators noch nicht hinreichend von der Wand der Formkavität getrennt hat. Die beiden Hälften der Kavität sind im Regelfall spiegelsymmetrisch gleich gestaltet, was die Fertigung vereinfacht .

Bezugszeichenliste

1 Borste

2 erste Hälfte einer Borste

3 zweite Hälfte einer Borste

4 Symmetrieachse

5 Verschiebeebene

6 ebener Bereich einer Borste

7 Vertiefung

8 Kosmetikmasse

9 Borstenträger

10 anders gestaltete Borste

11 Kupplungsabschnitt

12 Stiel

13 Handhabe

14 Borstenkante

15 Borstenkavität

16 erster Formteil

17 zweiter Formteil

18 ebene Flanke des ersten Formteils

19 ebene Flanke des zweiten Formteils

L Länge einer Borste

FD maximale Erstreckung einer Borste in ihrem Fußbereich

LF Lotfußpunkt einer Borste

A elastische Auslenkung einer Borste Radius

Längsachse Stirnborste Längsachse Applikator