Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
COSMETIC OR DERMATOLOGICAL FORMULATION CONTAINING PURE D OR L MANDELIC ACID
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2009/012925
Kind Code:
A2
Abstract:
The invention relates to a cosmetic formulation comprising at least one antiperspirant agent, at least mandelic acid, water, and optionally an auxiliary agent, particularly selected from the group of the group of polyethoxylated fatty acids of monoglycerides, diglycerides, and triglycerides having a degree of ethoxylation of approximately 5 to 100, and/or ethylene diamine tetraacetic acid (EDTA), and/or a salt thereof, and/or calcium disodium ethylene diamine tetra acetate, and/or disulfite, in which pure D or L mandelic acid is utilized.

Inventors:
BIEL, Stefan (Albert-Schäfer-Weg 15, Hamburg, 21077, DE)
WEINERT, Katrin (Bernadottestrasse 33, Hamburg, 22764, DE)
Application Number:
EP2008/005849
Publication Date:
January 29, 2009
Filing Date:
July 17, 2008
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
BEIERSDORF AG (Unnastraße 48, Hamburg, 20253, DE)
BIEL, Stefan (Albert-Schäfer-Weg 15, Hamburg, 21077, DE)
WEINERT, Katrin (Bernadottestrasse 33, Hamburg, 22764, DE)
International Classes:
A61Q15/00; A61K8/365; A61K8/44; A61K8/86
Attorney, Agent or Firm:
BEIERSDORF AG (Unnastraße 48, Hamburg, 20253, DE)
Download PDF:
Claims:

Patentansprüche

1. Kosmetische und/oder dermatologische Formulierung umfassend mindestens einen Antitranspirant-Wirkstoff, Mandelsäure und Wasser, dadurch gekennzeichnet, dass reine D- oder L-Mandelsäure gewählt wird.

2. Formulierung nach Anspruch 1 umfassend mindestens einen Hilfsstoff, gewählt aus der Gruppe der polyethoxyllierten Fettsäuren von Mono-, Di- und Triglyceriden mit einem Ethoxylierungsgrad von 5 bis 100 und/oder Ethylendinitrilotetraessigsäure (EDTA) und/oder ein Salz davon und/oder Calcium-dinatrium-ethylendiamintetraacetat und/oder phenolische Antioxidantien und/oder Disulfite.

3. Formulierung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der oder die Hilfsstoffe gewählt werden aus der Gruppe der polyethoxylierten hydrogenierten Rizinusöle, PEG-40 hydrogenated castor oil, PEG-60 hydrogenated castor oil, Pentaerythrityl Tetra-di-t-butyl Hydroxyhydrocinnamate, Tetrabutyl Ethylidinebisphenol, Octadecyl Di- t-butyl-4-hydroxyhydrocinnamate und/oder Natriumdisulfit.

4. Formulierung nach einem der vorstehenden Ansprüche umfassend Salze, insbesondere Magnesium- und/oder Calciumchlorid.

5. Formulierung nach einem der vorstehenden Ansprüche umfassend ein oder mehrere Parfüme und/oder deren Bestandteile.

6. Formulierung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Hilfsstoffe PEG-40 hydrogenated castor oil und EDTA gewählt werden.

7. Formulierung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Antitranspirant-Wirkstoff aus der Gruppe der Aluminium-Salze, bevorzugt Aluminium-Chlorohydrat oder Aluminium-Zirkonium-Salze, gewählt wird.

8. Verwendung von Hilfsstoffen gewählt aus der Gruppe der polyethoxyllierter Fettsäuren von Mono-, Di- und Triglyceriden mit einem Ethoxylierungsgrad von ca. 5 bis 100, phenolische Antioxidantien, und/oder Disulfite zur Stabilisierung von D- oder L- Mandelsäure enthaltenden Zubereitungen.

9. Verwendung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich Parfüm oder ein oder mehrere derer Bestandteile in der Zubereitung enthalten sind.

10. Verwendung von Salzen zur Scherstabilisierung von D- oder L-Mandelsäure enthaltenden Zubereitungen.

Description:

Kosmetische oder dermatologische Formulierung enthaltend D- oder L- Mandelsäure

Die Erfindung betrifft eine kosmetische oder dermatologische Formulierung umfassend reine D- oder L-Mandelsäure, Antitranspirantien, Wasser und ggf. Hilfsstoffe sowie deren verbesserte Stabilisierung.

In der DE 102005017032 werden Mikroemulsroπeπ enthaltend einen Antitranspirantwirkstoff, Mandelsäure und polyethoxylierte O/W-Emulgatoren offenbart.

In der WO 2005105026 werden transparente kosmetische und/oder dermatologische Formulierung offenbart, die mindestens einen Antitranspiraπt-Wirkstoff und/oder Deodorant-Wirksloff, mindestens eine α-Hydroxycarbonsäure und Wasser umfassen. Als Hydroxysäure ist Mandelsäure bevorzugt zu wählen.

Die vorliegende Anmeldung umfasst den Offenbarungsgehalt der Anmeldung WO 2005105026 vollumfänglrch.

Mithilfe der Mandelsäure-Geltechnologie, wie sie in der WO 2005105026 beschrieben ist, ist es erstmals möglich transparente, insbesondere Roll-On-Systeme herzustellen, in die aufgrund der Fließgrenze dieser Formulierungen beispielsweise auch visuelle Effekte wie z.B. Schwebeteilchen, Beads eingearbeitet werden können.

Allerdings zeigt sich, dass diese Mandelsäuresysteme unter besonderen Lagerbedingungen (Lichtlagerung, Lagerung bei 4O 0 C) mitunter nicht lange stabil bleiben, ohne dass Ausfällungen oder Kristallisationen auftreten können.

Wünschenswert ist es daher Maπdelsäuregele, insbesondere transparente und insbesondere als Antitranspirant- oder Deodoraπtprodukte, bereit zu stellen, die eine verbesserte Stabilisierung bei Sonnenbestrahlung und/oder erhöhter Temperatur aufweisen.

Die vorliegende Erfindung umfasst eine kosmetische Formulierung umfassend mindestens einen Aπtitranspirantwirkstoff, reine Enantiomere in D- oder L-Form der

Maπdelsäure, Wasser und ggf. einen Hilfsstoff.

überraschenderweise wird durch den Einsatz der reinen Enantiomere in D- oder L-Form der Mandelsäure die zur Vergelung notwendige Mandelsäure-Koπzeπtration um bis zu

50% reduziert, so dass in der Folge auch weniger Mandelsäure ausfallen/kristallisieren

kann. Beispielsweise wird bei der Vergelung von einer wäßrigen Lösung mit 10 Gew.% ACH (Aluminiumchlorohydrat) mit 1 Gew.% reiner D- oder L-Mandelsäure eine gleiche Gelstärke erreicht wie bei Einsatz einer Menge von 2 Gew.% D/L-Mandelsäure. Die erfindungsgemäße Formulierung lässt sich zu einer viskosen bis pastösen Formulierung gelieren und ermöglicht die Bereitstellung einer transparenten und wenig klebrigen kosmetischen Zubereitung, insbesondere eine Antitranspirant- bzw. Deodorantzubereitung wie in der WO 2005105026 beschrieben. Zum Unterschied werden durch den Einsatz der reinen Enantiomere der Mandelsäure (D- oder L-Form) die zeitweilig auftretenden Probleme durch Ausfällungen erfindungsgemäß minimiert.

Die Hydroxyphenylessigsäure oder auch Phenylglykolsäure mit der Formel H 5 C 6 -CH(OH) -COOH, C 8 H 8 O 3 ist bekannt unter dem Namen Mandelsäure. Die Mandelsäure ist gut löslich in Wasser, Alkohol, Ether u. 2-Propanol. Synthetisch erhält man die (±)-, auch D- oder L-Mandelsäure aus Benzaldehyd und Blausäure über das α-Hydroxynitril (Cyanohydrin) und dessen saure Hydrolyse entsprechend Abbildung 1 : Abbildung 1 : Herstellung Mandelsäure

H

H 5 C 6 -C 7 JJJSü». H 5 C 6 -CH-CN AgS» H 5 C 6 -CH-COOH \> OH OH

Mittels der Mandelsäure, läßt sich überraschenderweise eine AT- bzw. Deodorantzubereitung aber auch eine beliebige kosmetische Zubereitung herstellen, die die vorteilhaften Eigenschaften, wie Transparenz, geringe Klebrigkeit, Parfumbestandteile und darüber hinaus auch die Einstellung einer bestimmten Fließgrenze der Zubereitung ermöglicht. Des weiteren zieht die erfindungsgemäße Formulierung sehr schnell ohne Rückstände zu hinterlassen in die Haut ein.

Darüber hinaus trägt Mandelsäure durch ihre keratinolytischen Eigenschaften zur Regeneration der Achselhaut bei und wirkt im sauren Milieu der Achsel bakteriostatisch. Aufgrund dieser Eigenschaften ist Mandelsäure hervorragend auch als aktive Komponente in kosmetischen und insbesondere Deo/AT-Produkten geeignet. Die Fließgrenze oder Fließpunkt ist eine Bezeichnung für die kleinste Schubspannung, oberhalb derer ein plastischer Stoff sich Theologisch wie eine Flüssigkeit verhält (DIN 1342-1 : 1983-10). Die Bestimmung der Fließgrenze erfolgt durch Aufnahme einer Fließkurve (DIN 53019: 1980-05; DIN 53214: 1982-02). Der erhaltene Wert hängt stark von der Zeitskala (Belastungsrate) ab, die der Messung zugrunde liegt. Dies ist unabhängig davon, ob die Messung mit einem schubspannungs- oder drehzahlgesteuerten Viskosimeter erfolgt. Kurze Zeitskalen (schnelle Belastungen)

ergeben in der Regel höhere Werte für die Fließgrenze. Eine zu hohe Fließgrenze kann Ursache von Verlaufstörungen sein. Andererseits lässt sich mit geeignet bemessener Fließgrenze die Neigung der flüssigen Formulierung zum Ablaufen unterdrücken.

Die erfindungsgemäße Zubereitung liegt daher vorteilhaft als Gel- bzw. Hydrogel vor und weist ein Fließgrenze auf, wodurch die Ausbringung und Applikation gegenüber den Zubereitungen aus dem Stand der Technik verbessert ist.

Erfindungsgemäß wird anstelle einer Mischung aus D- und L- Mandelsäure nun reine D- oder L-Mandelsäure verwendet und man gelangt zu einer kosmetischen Zubereitung mit gleichen Charakteristika wie die in der WO 2005105026 beschriebenen. Die reinen D- bzw. L-Enantiomere können käuflich erworben werden, z.B. als R-(-)- oder S-(+)- Mandelsäure bei Merck Darmstadt.

Jedoch ist nun die Menge an D- bzw. L-Mandelsäure erfindungsgemäß verringert, was wiederum eine bessere Stabilisierung und eine geringe Anfälligkeit gegen äußere Einflüsse, wie Sonnenbestrahlung oder Temperaturschwankungen bewirkt. Vorzugsweise beträgt der Gesamtanteil an Mandelsäure (D- oder L-Form) erfindungsgemäß maximal bis zu 2 Gew.%, vorteilhaft maximal 1 ,4 Gew.%, bezogen auf die Gesamtmasse einer Zubereitung.

Die erfindungsgemäße Kombination aus AT-Wirkstoff, D- oder L-Mandelsäure, ggf. Hilfsstoff und Wasser ermöglicht über einen einzigartigen Verdickungsmechanismus die Herstelltung einer insbesondere transparenten kosmetischen Zubereitung. Der Anwender hat somit erstmalig eine wasserklare und dennoch überaus wirksame Zubereitung zur Hand. Die erfindungsgemäße Zubereitung ist in Gelform bequem zu applizieren und weist eine angenehmes Hautgefühl aufgrund der fehlenden Klebrigkeit auf.

Als Antitranspirantwirkstoff lassen sich vorteilhaft saure Aluminium- und/oder Aluminium/Zirkoniumsalze in wässriger Lösung einarbeiten. Hierbei beziehen sich die beschriebenen Konzentrationsbereiche auf die so genannten Aktivgehalte der Antitranspirant-Komplexe: bei den Aluminium-Verbindungen auf wasserfreie Komplexe, bei den Aluminium/Zirkonium-Verbindungen auf wasser- und pufferfreie Komplexe. Als Puffer wird hier üblicherweise Glycin verwendet.

Die nachfolgende Auflistung vorteilhaft einzusetzender Antitranspirant-Wirker soll in keiner Weise einschränkend sein:

Aluminium-Salze (der empirischen Summenformel [AI 2 (OH) O1 CI n ], wobei m+n=6):

Aluminiumchlorhydrat [AI 2 (OH) 5 CI] x H 2 O

Standard AI-Komplexe: Locron L, Locron LIC, Locron LIF (Clariant), Chlorhydrol (Reheis), ACH-303 (Summit), Aloxicoll L (Giulini).

Aktivierte AI-Komplexe: Reach 501 (Reheis), Aloxicoll 51 L

Aluminiumsesquichlorhydrat [AI 2 (OH) 4 5 CI 1 5 ] x H 2 O

Standard AI-Komplexe: Aloxicoll 31 L (Giulini), Westchlor 186 (Westwood Chemicals)

Aktivierte AI-Komplexe: Reach 301 (Reheis)

Aluminiumdichlorhydrat [AI 2 (OH) 4 CI 2 ] x H 2 O

Aluminium-Zirkonium-Salze:

Aluminium/Zirkonium Trichlorhydrex Glycin [AI 4 Zr(OH) 13 CI 3 ] x H 2 O x GIy Standard Al/Zr-Komplexe: Rezal 33GC (Reheis), AZG-7164 (Summit) Aluminium/Zirkonium Tetrachlorhydrex Glycin [AI 4 Zr(OH) 12 CI 4 ] x H 2 O x GIy Standard Al/Zr-Komplexe: Rezal 36, Rezal 36G, Rezal 36 GC (Reheis), AZG-368

(Summit), Zirkonal L435G (Giulini), Westchlor ZR 35 BX5, Westchlor ZR 41 (Westwood

Chemicals)

Aluminium/Zirkonium Pentachlorhydrex Glycin [AI 8 Zr(OH) 23 CI 5 ] x H 2 O x GIy Standard Al/Zr-Komplexe: Rezal 67 (Reheis), Zirkonal L540, Zirkonal L530 PG

(Giulini), Westchlor ZR 8OB (Westwood Chemicals)

Aluminium/Zirkonium Octachlorhydrex Glycin [AI 8 Zr(OH) 20 CI 8 ] x H 2 O x GIy: Westchlor ZR 82B

Ebenso vorteilhaft können aber auch Glycin-freie Aluminium/Zirkonium-Salze eingesetzt werden.

Die Antitranspirant-Wirkstoffe werden in den erfindungsgemäßen Formulierungen in einer Menge von 1 bis 35 Gew.%, vorzugsweise von 1 bis 20 Gew. %, eingesetzt.

Vorteilhaft wird der AT-Wirkstoff aus den Aluminiumsalzen, insbesondere Aluminiumchlorohydrat, aktiviert oder unaktiviert, gewählt.

Vorteilhaft können erfindungsgemäßen Zubereitungen auch Desodorantien zugesetzt werden. Den üblichen kosmetischen Desodorantien liegen unterschiedliche Wirkprinzipien zugrunde.

Durch die Verwendung antimikrobieller Stoffe in kosmetischen Desodorantien kann die Bakterienflora auf der Haut reduziert werden. Dabei sollten im Idealfalle nur die Geruch verursachenden Mikroorganismen wirksam reduziert werden. Der Schweißfluss selbst wird dadurch nicht beeinflusst, im Idealfalle wird nur die mikrobielle Zersetzung des Schweißes zeitweilig gestoppt. Auch die Kombination von Adstringentien mit antimikrobiell wirksamen Stoffen in ein und derselben Zusammensetzung ist gebräuchlich. Alle für Desodorantien gängigen Wirkstoffe können vorteilhaft genutzt werden, beispielsweise Geruchsüberdecker wie die gängigen Parfüme oder deren Parfümbestandteile, Geruchsabsorber, beispielsweise die in der DE 40 09 347 beschriebenen Schichtsilikate, von diesen insbesondere Montmorillonit, Kaolinit, Mit, Beidellit, Nontronit, Saponit, Hectorit, Bentonit, Smectit, ferner beispielsweise Zinksalze der Ricinolsäure. Keimhemmende Mittel sind ebenfalls geeignet, in die erfindungsgemäßen Zubereitungen eingearbeitet zu werden. Vorteilhafte Substanzen sind zum Beispiel 2,4,4'-Trichlor-2'-hdroxydiphenylether (Irgasan), 1,6-Di-(4- chlorphenylbiguanido)-hexan (Chlorhexidin), 3,4,4'-Trichlorcarbanilid, quaternäre Ammoniumverbindungen, Nelkenöl, Minzöl, Thymianöl, Triethylcitrat, Farnesol (3,7,11- Trimethyl-2,6,10-dodecatrien-1-ol) sowie die in den DE 37 40 186, DE 39 38 140, DE 42 04 321 , DE 42 29 707, DE 42 29 737, DE 42 37 081 , DE 43 09 372, DE 43 24 219 beschriebenen wirksamen Agenzien. Auch Natriumhydrogencarbonat ist vorteilhaft zu verwenden.

Bevorzugt umfasst die erfindungsgemäße Zubereitung ein oder mehrere Parfüme und/oder deren Bestandteile.

Die Menge der Desodorantien (eine oder mehrere Verbindungen) in den Zubereitungen beträgt vorzugsweise 0,01 bis 10 Gew.%, bevorzugt 0,05 bis 5 Gew.% bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung.

Bevorzugt können den Zubereitungen Hilfsstoffe zugesetzt werden. Diese als Hilfsstoffe benannten Verbindungen werden gewählt aus a.)der Gruppe der Gruppe polyethoxyllierter Fettsäuren von Mono-, Di- und Triglyceriden mit einem Ethoxylierungsgrad von ca. 5 bis 100 und/oder b.)Ethylendinitrilotetraessigsäure (EDTA) und/oder ein Salz davon und/oder c.) Calcium-dinatriurn-ethylendiamintetraacetat,

d.) phenolische Antioxidantien, wie beispielsweise die Handelsprodukte Tinogard TS 1

Tinogard TT, Tinogard NOA der Fa.Ciba und/oder e.)ein oder mehrere Disulfite, insbesondere Natriumdisulfϊt.

Der oder die erfindungsgemäßen bevorzugt zugesetzten Hilfsstoffe werden gewählt aus der Gruppe polyethoxyllierter Fettsäuren von Mono-, Di- und Triglyceriden mit einem Ethoxylierungsgrad von ca. 5 bis 100, insbesondere von ca. 20 bis 80. Bevorzugt sind polyethoxylierte hydrogenierte castor öle, insbesondere PEG-40 hydrogenated castor oil. PEG-40 hydrogenated castor oil ist als Handelprodukt unter dem Namen Solutor, Eumulgin oder Fancol erhältlich.

Als bevorzugte Beispiele seien PEG-40 hydrogenated castor oil und PEG-60 hydrogenated castor oil erwähnt. Die polyethoxyllierter Fettsäuren von Mono-, Di- und Triglyceriden, insbesondere PEG-40 hydrogenated castor oil, lassen sich vorteilhaft in Kombination mit Parfüm einsetzen.

Parfüm ist für viele Kosmetika ein essentieller Bestandteil, aber er führt häufig zu Problemen und Instabilitäten.

Mit dem oder den erfindungsgemäßen Hilfsstoffen, wie zuvor angeführt, insbesondere dem Hilfsstoff oder Lösevermittler Solutor (PEG-40), lassen sich Parfüme erfindungsgemäß in das Mandelsäure Gel einarbeiten ohne das es trüb oder instabil wird. D.h. es ist weiterhin eine vorteilhafte Transparenz und Stabilität von Mandelsäure Gelen, wie sie in der WO 2005105026 beschrieben sind, gegeben.

Gebräuchliche Anteile an Hilfsstoffen liegen vorteilhaft im Bereich von 1 bis 10 Gew.%. insbesondere etwa 4 bis 7 Gew.%, bevorzugt im Bereich von 5 bis 6 Gew.%, jeweils bezogen auf die Gesamtmasse der Zubereitung.

Als bevorzugte Hilfsstoffe können daher Lösevermittler, insbesondere PEG-40 HYDROGENATED CASTOR OIL (Warenbez.: Solutor, Eumulgin, Fancol, Cremophor), die insbesondere in Kombination mit Parfüm und/oder deren Bestandteilen, gewählt werden. Ausgenommen als Hilfsstoffe sind die in der DE 102005017032 als Emulgatoren genannten Polyethylenglycolglycerinfettsäureester, Polyethylenglycol(15)glyceryllaurat und/oder Glycerylmonostearate.

Als Hilfsstoffe können des Weiteren vorteilhaft Disulfite eingesetzt werden, insbesondere Natriumdisulfit.

Der Zusatz von Natriumdisulfit führt zur Vermeidung von Verfärbungsreaktionen und/oder Bildung von Fehlgeruch.

Fehlgerüche und Verfärbungen bilden sich durch ungewollte Oxidationsprozesse. Angeregt werden diese z.B. durch Licht und Wärme. Im Falle der Mandelsäure kann mitunter während der Lagerung Benzaldehyd entstehen. Durch Zusatz der Hilfsstoffe, insbesondere von Disulfiten, insbesondere Natriumdisulfit oder Kombinationen von EDTA und Natriumdisulfit, werden diese Oxidationsprozesse unterdrückt und somit Verfärbung und Fehlgeruchsausbildung minimiert. Der Anteil an Disulfiten liegt vorteilhaft bei etwa 0,1 bis 0,2 Gew.% .

Als weitere Ausführungsform kann als Hilfsstoff EDTA, Ethylendinitrilotetraessigsäure, und/oder ein Salz davon und/oder Calcium-dinatrium-ethylendiamintetraacetat eingesetzt werden.

Die Hilfsstoffgruppe der phenolische Antioxidantien umfasst bevorzugt Pentaerythrityl Tetra-di-t-butyl Hydroxyhydrocinnamate (Handelsname Tinogard TT, Ciba), Tetrabutyl Ethylidinebisphenol (Handelsname Tinogard NOA, Ciba) oder Octadecyl Di-t-butyl-4- hydroxyhydrocinnamate (Handelsname Tinogard TS, Ciba).

Vorteilhaft ist neben der Wahl reiner D- oder L-Mandelsäure auch der Zusatz ein oder mehrerer Hilfststoffe gewählt aus der Gruppe der Substanzen a. bis e.

Bevorzugt ist insbesondere auch die Kombination zweier Hilfsstoffe, z.B. EDTA und PEG- 40 oder Natriumdisulfit und EDTA.

Dem erfindungsgemäßen System kann weiterhin zusätzlich

Co-Verdicker, wie beispielsweise Polyvinylpyrrolidone (z.B. Luviskol 30, BASF), Polymere enthalten Maleinsäure oder Maleinsäureanhydrid (z.B. Gantrez S- oder Gantrez AN-Typen, ISP International Specialty Products) und/oder hydrophob modifzierte Cellulosen (Natrosol 250 HHX Pharm, Hercules) - Salze, insbesondere bivalente Salze wie beispielsweise Magnesiumchlorid oder Calciumchlorid in Konzentrationen von 0,1 % bis 5%, allein oder in Kombination zugeben werden.

Auch diese Co-Verdicker, Polymere bzw. Cellulose und Salze haben einen zusätzlich stabilisierenden Einfluss auf die erfindungsgemäßen Mandelsäuregele.

Der Zusatz von Salzen führt beispielsweise zu einer Erhöhung der Scherstabilität der Mandelsäuregele.

Die bivalenten Neutralsalze Magnesiumchlorid und Calciumchlorid führen zu einer Scherstabilität der erfindungsgemäßen Zubereitungen indem ohne den Zusatz weiße Eintrübungen entstehen können, wenn die Formulierung z.B. stärker geschüttelt wird, die Formel aus einem Roller appliziert wird oder man ggf. zu spät abfüllt. Mit dem Zusatz der Salze passiert das nicht mehr.

Es ist erfindungsgemäß möglich durch den Zusatz ein oder mehrerer Hilfsstoffe die Stabilität von Mandelsäure enthaltenden kosmetischen Zubereitungen zu verbessern. Als Stabilitätsverbesserung ist dabei insbesondere das Vermeiden von Ausfällungen, Eintrübungen oder Kristallisationen, die Stabilisierung bei Sonnenbestrahlung und/oder erhöhter Temperatur, die Vermeidung von Verfärbungsreaktionen und/oder Bildung von Fehlgeruch sowie die Erhöhung der Scherstabilität der Mandelsäurezubereitungen zu verstehen. Letzteres ist insbesondere auch nur durch den Zusatz von Salzen möglich.

Die Verwendung von Hilfsstoffen gewählt aus der Gruppe der polyethoxyllierter Fettsäuren von Mono-, Di- und Triglyceriden mit einem Ethoxylierungsgrad von ca. 5 bis 100, phenolische Antioxidantien, und/oder Disulfite zur Stabilisierung von D- oder L- Mandelsäure enthaltenden Zubereitungen ist somit möglich.

Die Stabilisierung ist insbesondere vorteilhaft, wenn wie zuvor erläutert Parfüm oder ein oder mehrere derer Bestandteile in der Zubereitung enthalten sind.

Die erfindungsgemäßen kosmetischen und dermatologischen Zubereitungen können kosmetische Zusatzstoffe enthalten, wie sie üblicherweise in solchen Zubereitungen verwendet werden, z.B. Konservierungsmittel, Bakterizide, UV-Filter, Antioxidantien, wasserlösliche Vitamine, Mineralstoffe, suspendierte Festkörperpartikel, Parfüme, Substanzen zum Verhindern des Schäumens, Farbstoffe, Pigmente, die eine färbende Wirkung haben, Verdickungsmittel, anfeuchtende und/oder feuchthaltende Substanzen oder andere übliche Bestandteile einer kosmetischen oder dermatologischen Formulierung wie Alkohole, Polyole, Polymere, Schaumstabilisatoren oder Silikonderivate. Diese Zusatzstoffe sind von den genannten erfindungsgemäßen Hilfsstoffen zu unterscheiden.

Vorteilhaft werden zur Herstellung erfindungsgemäßer Zubereitungen zunächst ein oder mehrere Hilfsstoffe und ggf. Parfüm zusammen gegeben. Der Hilfsstoff und Parfüm werden anschließend zu annähernd gleichen Teilen auf die wässrigen Lösungen von D- oder L-Mandelsäure und ACH verteilt, bevor man diese zwecks Vergelung zusammengibt.

Die Angaben der Beispiele beziehen sich auf Gewichtsprozent bezogen auf die Gesamtmasse der Zubereitung.

Beispiele

Transparente Gelstick-Systeme

Ingredients

(D)-Mandelsäure 1 ,1 0,8

Aluminiumchlorohydrate (50%) 20,0 10,0

Trisodium EDTA 1 ,0 1 ,0

PEG-40- Hydrogenated Castor OiI 5,0 5,0

Parfüm q.s. q.s.

Wasser ad 100% ad 100%

Ingredients 8

(L)-Mandelsäure 1 ,1 0,8 Aluminiumchlorohydrate (50%) 20,0 10,0 Wasser ad 100% ad 100%

Transparente Gel-Roll-on-Systeme:




 
Previous Patent: HEAT TRANSFERRING GARMENT

Next Patent: DEVICE