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Title:
COSMETIC OR DERMATOLOGICAL PREPARATIONS CONTAINING ONE OR MORE PHYTOSIDEROPHORES
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2004/071478
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to cosmetic or dermatological preparations containing one or more phytosiderophores.

Inventors:
Mummert, Christopher (Zum Eitzener Bruch 7, Bienenbüttel, 29553, DE)
Kolbe, Ludger (Wiesenstrasse 16, Dohren, 21255, DE)
Mundt, Claudia (Holunderstrasse 89 a, Bremen, 28207, DE)
Staeb, Franz (Baeckerstrasse 3, Echem, 21379, DE)
Scherner, Cathrin (Kimbernstieg 11, Hamburg, 22455, DE)
Application Number:
PCT/EP2004/050122
Publication Date:
August 26, 2004
Filing Date:
February 12, 2004
Export Citation:
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Assignee:
BEIERSDORF AG (Unnastrasse 48, Hamburg, 20253, DE)
Mummert, Christopher (Zum Eitzener Bruch 7, Bienenbüttel, 29553, DE)
Kolbe, Ludger (Wiesenstrasse 16, Dohren, 21255, DE)
Mundt, Claudia (Holunderstrasse 89 a, Bremen, 28207, DE)
Staeb, Franz (Baeckerstrasse 3, Echem, 21379, DE)
Scherner, Cathrin (Kimbernstieg 11, Hamburg, 22455, DE)
International Classes:
A61K8/44; A61K8/97; A61Q17/04; A61Q19/00; A61Q19/08; (IPC1-7): A61K7/40
Foreign References:
US20020122857A1
DD208609A1
Attorney, Agent or Firm:
BEIERSDORF AG (Unnastrasse 48, Hamburg, 20253, DE)
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Claims:
Patentansprüche :
1. Kosmetische oder dermatologische Zubereitungen mit einem Gehalt an einem oder mehre ren Phytosiderophoren.
2. Zubereitungen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie mindestens 0,001 Gew. %, bevorzugt 0,01 Gew. %, besonders bevorzugt 0,1 Gew. % und gleichzeitg höchstens 5 Gew. %, bevorzugt 2,5 Gew. %, besonders bevorzugt 1,5 Gew. % an Phytoside rophoren, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitungen, enthalten.
3. Zubereitungen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Phytosiderophore ge wählt werden aus der Gruppe Nicotianamin, 3,4Seconicotianamin, Mugineinsäure, 3 Hydroxymugineinsäure, 2'Deoxymugineinsäure, Aveninsäure und/oder Distichoninsäure.
4. Verwendung von Zubereitungen nach mindestens einem der vorangehenden Ansprüche zur Behandlung und/oder Pflege der Altershaut, sensibler, trockener und temperatur empfindlicher Haut und/oder zur Behandlung und Prophylaxe der Symptome einer nega tiven Veränderung der physiologischen Homeostase der gesunden und jungen Haut.
5. Verwendung von Zubereitungen nach mindestens einem der Ansprüche 14 zur Be handlung und/oder Pflege UVgeschädigter Haut, bzw. zum vorbereitenden Schutz der Haut vor dem Sonnenbad, sowie zur Behandlung nach erfolgter UVEinstrahlung, zur Verminderung von Folgeschäden, wie Rötung, Entzündung, Abschälungen und uner wünscht starker, ungleichmäßiger Pigmentierung.
6. Verwendung von Zubereitungen nach mindestens einem der Ansprüche 15 zur Be handlung und/oder Vorbeugung von Pigmentstörungen der Haut bevorzugt Altersflek ken.
Description:
Beiersdorf Aktiengesellschaft Hamburg Beschreibung Kosmetische oder dermatologische Zubereitungen mit einem Gehalt an einem oder mehreren Phytosiderophoren Die vorliegende Erfindung betrifft kosmetische oder dermatologische Zubereitungen mit einem Gehalt an einem oder mehreren Phytosiderophoren.

Insbesondere betrifft die Erfindung kosmetische oder dermatologische Zubereitungen zur Pro- phylaxe vor degenerativen Hauterscheinungen und Behandlung von kältebedingten Struktur- und Zellschädigungen in der Haut, die bei deutlichen, klima-und witterungsinduzierten Tempe- raturabnahmen in der Zelle und im Extrazellularraum, durch Verlust der Temperaturoptima zel- lulärer Enzyme, Veränderungen der Zellphysiologie bewirken, ferner zur Prophylaxe und/oder Behandlung von sensibler und trockener Haut, gegen Juckreiz und zum Schutz der Haut, der Lippen und der Mund-und Nasen-Schleimhaut und der Hautanhangsgebilde gegen schädliche Umwelteinflüsse.

In einer weiteren Ausführungsform betrifft die vorliegende Erfindung kosmetische Zubereitun- gen mit einem wirksamen Schutz vor schädlichen Umwelteinflüssen, wie Kälte, Wärme, starke Temparaturschwankungen, UV-Licht, Smog, Oxidationsprozessen in der Haut, aber auch zum zusätzlichen Schutz kosmetischer Zubereitungen selbst bzw. zum zusätzlichen Schutz der Be- standteile kosmetischer Zubereitungen vor schädlichen Oxidationsprozessen und Einflüssen durch ungünstige Temperaturveränderungen Aufgabe dervorliegenden Erfindung war es daher, kosmetische, dermatologische und pharma- zeutische Wirkstoffe und Zubereitungen sowie Lichtschutzformulierungen zu schaffen, die zum Schutz und zur Behandlung licht-und temperaturempfindlicher Haut dienen, insbesondere von Hautbereichen, die den Umwelteinflüssen intensiv ausgesetzt sind, wie z. B. Hautbereiche des Gesichts, der Lippen, der Nase, der Stirn, der Augen Kopfes, des Dekolletes und der Hände und Arme.

Weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es daher, die Nachteile des Standes der Technik zu vermeiden und insbesondere die durch Umweltnoxen verursachten Schäden dauer-

haft, nachhaltig und ohne das Risiko von Nebenwirkungen zu beheben bzw. ihnen vorzubeu- gen.

Im folgenden werden in Ermangelung eines deutschen Namens Mugineic acid als Mugineinsäure, 3-hydroxymugineic acid als 3-Hydroxy-Mugineinsäure, 2'-deoxymugineic acid als 2'-Deoxy-Mugineinsäure, avenic acid als Aveninsäure, und distichonic acid als Distichoninsäure bezeichnet Phytosiderophore (PS) sind nicht-proteinogene Aminosäuren, die Mikronährstoffe im Boden durch Chelatisierung mobilisieren und prinzipiell in allen Pflanzen vorkommen. Sie werden bei unzureichender Fe-und Zn-Versorgung aus Wurzeln von Gramineen verstärkt abgegeben.

Methionin und Nicotianamin (NA) sind direkte Vorstufen in der Biosynthese der verschiedenen PS. In verschiedenen Publikationen wird Nicotianamin bereits als Phytosiderophor angesehen, während die Folgeprodukte 3-Hydroxy-Mugineinsäure, 2'-Deoxy-Mugineinsäure, Aveninsäure, und Distichoninsäure offensichtlich die effektivsten und verbreitetsten Phytosiderophore im Pflanzenreich darstellen.

Um die Mobilisierung von Fe und Zn zu verbessern, geben einige Gramineen Phytosiderophore in die Rhizosphäre ab, die die Chelatisierung und nachfolgende Aufnahme von Phytoside- rophor-gebundem Fe oder Zn erlauben. Im Fall von Fe wurde gezeigt, dass eine hohe Kapazi- tät zur Abgabe von Phytosiderophoren die Fe-Aufnahme drastisch erhöht und somit die Fe- Effizienz in Getreidepflanzen entscheidend beeinflusst.

Phytosiderophore können sowohl zwei-als auch dreiwertiges Eisen effektiv binden.

Mugineinsäure ist durch folgende Struktur gekennzeichnet Nicotianamin ist durch folgende Struktur gekennzeichnet :

Es wurde aus Tabakblättern (Nicotiana tabacum) und Bucheckern (Fagus sylvatica) isoliert. Es wird vermutet, daß es im Pflanzenreich weitverbreitet und möglicherweise am zellulären Eisen- Transport beteiligt ist und die Chlorophyll-Biosynthese reguliert.

3,4-Seconicotianamin ist durch folgende Struktur gekennzeichnet : Es hat sich überraschenderweise herausgestellt, daß kosmetische oder dermatologische Zube- reitungen mit einem Gehalt an einem oder mehreren Phytosiderophoren den Nachteilen das Standes der Technik abhelfen.

Kosmetische oder dermatologische Zubereitungen gemäß der Erfindung, Phytosiderophore enthaltend, sind in jeglicher Hinsicht überaus befriedigende Präparate.

Es war für den Fachmann nicht vorauszusehen, daß die Zubereitungen gemäß der Erfindung - besser vor kältebedingten Struktur-und Zellschädigungen in der Haut schützt - besser die Barriereeigenschaften der Haut erhalten oder wiederherstellen, - besser der Hautaustrocknung entgegenwirken, - besser gegen Pigmentstörungen wirken, - besser gegen entzündliche Hautzustände wirken - besser gegen die Hautalterung wirken und - die Haut besser vor Umwelteinflüssen schützen als die Zubereitungen des Standes der Technik.

Bevorzugt ist es, wenn erfindungsgemäße Zubereitungen mindestens 0,001 Gew. %, bevorzugt 0,01 Gew. %, besonders bevorzugt 0,1 Gew. % und gleichzeitg höchstens 5 Gew. %, bevorzugt 2,5 Gew. %, besonders bevorzugt 1,5 Gew. % an Phytosiderophoren, bezogen auf das Gesamt- gewicht der Zubereitungen, enthalten.

Besonders bevorzugt ist es, wenn die Phytosiderophore gewählt werden aus der Gruppe Ni- cotianamin, 3,4-Seconicotianamin, Mugineinsäure, 3-Hydroxymugineinsäure,'2'- Deoxymugineinsäure, Aveninsäure und/oder Distichoninsäure.

Die Erfindung umfasst weiterhin die Verwendung erfindungsgemäßer Zubereitungen zur Be- handlung und/oder Pflege der Altershaut, sensibler, trockener und temperaturempfindlicher Haut und/oder zur Behandlung und Prophylaxe der Symptome einer negativen Veränderung der physiologischen Homeostase der gesunden und jungen Haut, zur Behandlung und/oder Pflege UV-geschädigter Haut, bzw. zum vorbereitenden Schutz der Haut vor dem Sonnen- bad, sowie zur Behandlung nach erfolgter UV-Einstrahlung, zur Verminderung von Folge- schäden, wie Rötung, Entzündung, Abschälungen und unerwünscht starker, ungleichmäßi- ger Pigmentierung sowie zur Behandlung und/oder Vorbeugung von Pigmentstörungen der Haut bevorzugt Altersflecken.

Die Verwendung von Phytosiderophoren bzw. kosmetischer oder topischer dermatologischer Zubereitungen mit einem wirksamen Gehalt an Phytosiderophoren ist in überraschender Weise eine wirksame Behandlung, aber auch eine Prophylaxe - vor kältebedingten Struktur-und Zellschädigungen in der Haut, die bei deutlichen, klima- und witterungsinduzierten Temperaturabnahmen in der Zelle und im Extrazellularraum durch Verlust der Temperaturoptima zellulärer Enzyme Veränderungen der Zellphysiolo- gie bewirken.

- Hautschädigungen, Hautrötungen und Hautspannungsgefühlen sowie erhöhten sensori- schen Empfindlichkeiten, induziert z. B. durch Kälte, Wind und/oder UV-Licht, - von temperaturempfindlicher Haut, -umweltstressbedingte (durch Temperaturveränderungen und UV-Licht, Rauchen, Smog, reaktive Sauerstoffspezies, freie Radikale verursachten) negative Veränderungen der Haut, der Lippen, und der Schleimhäute im Nasen-und Mundbereich und der Hautan- hangsgebilde möglich.

Die Verwendung von Phytosiderophoren bzw. kosmetischer oder topischer dermatologischer Zubereitungen mit einem wirksamen Gehalt an Phytosiderophoren ist in überraschender Wei- se eine wirksame Behandlung, aber auch eine Prophylaxe von defizitären, sensitiven oder hypoaktiven Hautzuständen oder defizitären, sensitiven oder hypoaktiven Zustände von Hautanhangsgebilden - von Erscheinungen vorzeitiger Alterung der Haut (z. B. Falten, Altersflecken, Teleangie- ktasien) und/oder der Hautanhangsgebilde,

-von umweltbedingten (Rauchen, Smog, reaktive Sauerstoffspecies, freie Radikale) und insbesondere lichtbedingten negativen Veränderungen der Haut und der Hautanhangs- gebilde.

-von lichtbedingten Hautschäden von Pigmentierungsstörungen, -von empfindlicher, gereizter und juckender Haut, von trockenen Hautzuständen und Hornschichtbarrierestörungen, -von Haarausfall und für verbessertes Haarwachstum -Hautalterungserscheinungen, wie z. B. Falten und verminderte Hautregeneration, von entzündlichen Hautzuständen sowie atopischem Ekzem, seborrhoischem Ekzem, polymorpher Lichtdermatose, Psoriasis, Vitiligo zur Beruhigung von empfindlicher oder gereizter Haut -zur Stimulation der Kollagen-, Hyaluronsäure-, Elastinsynthese Veränderungen des normalen Hyaluronsäure-und Glycosaminoglycangehaltes der ge- sunden Haut, -zur Stimulation der Ceramidsynthese der Haut zur Stimulation der intrazellulären DNA-Synthese, insbesondere bei defizitären oder hy- poaktiven Hautzuständen. zur Steigerung der Zellerneuerung und Regeneration der Haut zur Steigerung der hauteigenen Schutz-und Reparaturmechanismen (beispielsweise für dysfunktionelle Enzyme, DNA, Lipide, Proteine) -Verminderung der Zell-Zell-Kommunikation, defizitären, sensitiven oder hypoaktiven Hautzuständen oder defizitären, sensitiven oder hypoaktiven Zuständen von Hautanhangsgebilden, Veränderung des Ceramid-, Lipid-und Energiestoffwechsels der gesunden Haut, Veränderungen in der Lipid-und Proteinperoxidation, Veränderung des physiologischen transepidermalen Wasserverlustes, Verminderung der Wasserbindungsvermögens, der normalen Osmoregulation und des Feuchtigkeitsgehaltes der Haut, Veränderung des Natural Moisturizing Factor Gehaltes, DNS-Schädigungen und Verminderung von endogenen DNS-Reparaturmechanismen, Aktivierung von Metalloproteinasen und/oder anderer Proteasen bzw. Inhibierung der entsprechenden endogenen Inhibitoren dieser Enzyme, Abweichungen von den normalen post-translationalen Modifikationen von Bindege- websbestandteilen der gesunden Haut, -Schuppenbildung im Haut-und Haarbereich,

-Hautbrüchigkeit, Elastizitätsverlust und Hautermüdung, Erhöhung der normalen Keratinozytenproliferation, Verminderung der natürlichen Regeneration und Struktur der Haut und der Haare zur Vor-und Nachbehandlung bei topischer Anwendung von Laser-und Abschleif- behandlungen, die z. B. der Reduzierung von Hautfalten und Narben dienen, um den re- sultierenden Hautreizungen entgegenzuwirken und die Regenerationsprozesse in der verletzten Haut zu fördern.

Erfindungsgemäß ist demnach auch die Verwendung von Phytosiderophoren zur Prophylaxe und Behandlung von entzündlichen Hautzuständen-auch dem atopischen Ekzem-und/oder zum Hautschutz bei empfindlich determinierter und trockener Haut.

Erfindungsgemäß ist demnach auch die Verwendung von Phytosiderophoren zur Herstellung von kosmetischen oder dermatologischen Zubereitungen zur Herstellung von kosmetischen oder dermatologischen Zubereitungen zur Behandlung und/oder Prophylaxe von Pigmentie- rungsstörungen.

Erfindungsgemäß ist demnach auch die Verwendung von Phytosiderophoren zur Herstellung von kosmetischen oder dermatologischen Zubereitungen zur Behandlung und/oder Prophylaxe der Symptome der intrinsischen und/oder extrinsischen Hautalterung sowie zur Behandlung und Prophylaxe der schädlichen Auswirkungen ultravioletter Strahlung auf die Haut Erfindungsgemäß ist demnach auch die Verwendung von Phytosiderophoren zur Herstellung von kosmetischen oder dermatologischen Zubereitungen zur Steigerung der Ceramidbio- synthese.

Erfindungsgemäß ist demnach auch die Verwendung von Phytosiderophoren zur Herstellung von kosmetischen oder dermatologischen Zubereitungen zur Stärkung der Barrierefunktion der Haut.

Kosmetische oder dermatologische Zubereitungen gemäß der Erfindung können auch 0,0001 <BR> <BR> bis 50 Gew. -%, besonders bevorzugt 0,01 bis 10 Gew. -%, an den genannten Phytosideropho- ren oder einer Kombination von zwei oder mehreren der genannten Phytosiderophoren, bezo- gen auf die Gesamtzusammensetzung der Zubereitungen, enthalten.

Es ist erfindungsgemäß insbesondere äußerst vorteilhaft Phytosiderophoren bzw. kosmetische oder topische dermatologische Zubereitungen mit einem wirksamen Gehalt an Phytosideropho- ren zur kosmetischen oder dermatologischen Behandlung oder Prophylaxe unerwünschter Hautzustände zu verwenden.

Erfindungsgemäß können Zubereitungen, welche die erfindungsgemäßen Wirkstoffkom- binationen enthalten, übliche Antioxidantien eingesetzt werden.

Ferner kann es von Vorteil sein, die erfindungsgemäßen Wirkstoffe zu verkapseln, z. B. als sogenannte solid lipid nanoparts mit Hilfe von aufgeschmolzenen Wachsen, die unter anderem, aber nicht ausschließlich, gewählt sein können aus der Gruppe der Esterwachse, Triglycerid- wachse oder Kohlenwasserstoffwachse. Weiterhin kann es von Vorteil sein die erfindungsge- mäßen Wirkstoffe in Polymere zu verkapseln, z. B. in Partikel auf Basis hochvernetzter Poly- methacrylate und/oder Cellulosetriacetate und/oder als Core/Shell-Partikel mit einer Hülle aus Poly (oxymethylurea), Nylon, Polyamide, Polyurethan, Polyester, Gelatine und Polyolefine.

Die Prophylaxe bzw. die kosmetische oder dermatologische Behandlung mit dem erfin- dungsgemäß verwendeten Wirkstoff bzw. mit den kosmetischen oder topischen derma- tologischen Zubereitungen mit einem wirksamen Gehalt an erfindungsgemäß verwendetem Wirkstoff erfolgt in der üblichen Weise, und zwar dergestalt, daß der erfindungsgemäß verwen- dete. Wirkstoff bzw. die kosmetischen oder topischen dermatologischen Zubereitungen mit ei- nem wirksamen Gehalt an erfindungsgemäß verwendetem Wirkstoff auf die betroffenen Haut- stellen aufgetragen wird.

Vorteilhaft kann der erfindungsgemäß verwendete Wirkstoff eingearbeitet werden in übliche kosmetische und dermatologische Zubereitungen, welche in verschiedenen Formen vorliegen können. So können sie z. B. eine Lösung, eine Emulsion vom Typ Wasser-in-ÖI (W/O) oder vom Typ Öl-in-Wasser (O/W), oder eine multiple Emulsionen, beispielsweise vom Typ Wasser- in-ÖI-in-Wasser (W/0/W) oder Öl-in-Wasser-in-ÖI (O/W/O), eine Hydrodispersion oder Lipo- dispersion, ein Gel, eine Pickering-Emulsion, einen festen Stift oder auch ein Aerosol darstel- len.

Erfindungsgemäße Emulsionen im Sinne der vorliegenden Erfindung, z. B. in Form einer Creme, einer Lotion, einer kosmetischen Milch, eines Stiftes sind vorteilhaft und enthalten z. B.

Fette, Öle, Wachse und/oder andere Fettkörper, sowie Wasser und einen oder mehrere Emul- gatoren, wie sie üblicherweise für einen solchen Typ der Formulierung verwendet werden.

Es ist auch möglich und vorteilhaft im Sinne der vorliegenden Erfindung, den erfindungsgemäß verwendeten Wirkstoff in wäßrige Systeme bzw. Tensidzubereitungen zur Reinigung und Be- handlung der Haut und der Haare einzufügen.

Es ist dem Fachmann natürlich bekannt, daß anspruchsvolle kosmetische Zusammen- setzungen zumeist nicht ohne die üblichen Hilfs-und Zusatzstoffe denkbar sind. Darunter zäh- len beispielsweise Konsistenzgeber, Füllstoffe, Parfum, Farbstoffe, Emulgatoren, zusätzliche Wirkstoffe wie Vitamine oder Proteine, Lichtschutzmittel, Stabilisatoren, Insektenrepellentien, Alkohol, Wasser, Salze, antimikrobiell, proteolytisch oder keratolytisch wirksame Substanzen usw.

Mutatis mutandis gelten entsprechende Anforderungen an die Formulierung medizinischer Zu- bereitungen.

Es ist auch vorteilhaft im Sinne der vorliegenden Erfindung, kosmetische und dermatologische Zubereitungen zu erstellen, deren hauptsächlicher Zweck nicht der Schutz vor Sonnenlicht ist, die aber dennoch einen Gehalt an UV-Schutzsubstanzen enthalten. So werden z. B. in Tages- cremes oder Makeup-Produkten gewöhnlich UV-A-bzw. UV-B-Filtersubstanzen eingearbeitet.

Auch stellen UV-Schutzsubstanzen, ebenso wie Antioxidantien und, gewünschtenfalls, Kon- servierungsstoffe, einen wirksamen Schutz der Zubereitungen selbst gegen Verderb dar. Gün- stig sind ferner kosmetische und dermatologische Zubereitungen, die in der Form eines Son- nenschutzmittels vorliegen.

Dementsprechend enthalten die Zubereitungen im Sinne der vorliegenden Erfindung vor- zugsweise mindestens eine UV-A-und/oder UV-B-Filtersubstanz. Die Formulierungen können, obgleich nicht notwendig, gegebenenfalls auch ein oder mehrere organische und/oder anorga- nische Pigmente als UV-Filtersubstanzen enthalten, welche in der Wasser-und/oder der Öl- phase vorliegen können.

Die nachfolgenden Beispiele sollen die vorliegende Erfindung verdeutlichen, wobei unter" Phytosiderophore", eine oder mehrere der oben genannten Substanzen zu verstehen ist.

Sofern nicht anders angegeben, bezeichnen die Zahlenangaben in den Beispielen Gewichts-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitungen.

1. Beispiele OIW-Creme : Beispiele 1 2 3 4 5 Glycerylstearatcitrat 2, 00 2, 00 Glycerylsterat selbstemulgierend 4,00 3,00 PEG-40-Stearat 1, 00 Polyglyceryl-3-Methylglucose-Distearat 3,00 Sorbitanstearat 2, 00 Stearinsäure 1,00 Polyoxyethylen (20)-cetylstearylether Stearylalkohol 5,00 Cetylalkohol 3, 00 2, 00 3, 00 Cetylstearylalkohol 2,00 C12-15 Alkylbenzoat Caprylic-/Capric-Triglycerid 5, 00 3, 00 4, 00 3, 00 3, 00 Octyldodecanol 2, 00 2, 00 Dicaprylylether 4, 00 2, 00 1, 00 Paraffinum liquidum 5, 00 2, 00 3, 00 Titandioxid 1, 00 4-Methylbenzyliden Campher 1,00 1- (4-tert-Butylphenyl)-3- (4-methoxyphenyl)- 0, 50 1,3-propandion Nicotianamine 0, 20 0,50 0,10 1,00 0,30 Tocopherol 0,1 0,20 Biotin 0, 05 Ethylendiamintetraessigsäure Trinatrium 0,1 0,10 0,1 Konservierungsmittel q. s. q. s. q. s. q. s. q. s. Xanthan Gummi Polyacrylsäure 3, 00 0,1 0, 1 0,1 Natronlauge 45% q. s q. s. q. s. q. s. q. s. Glycerin 5, 00 3, 00 4, 00 3, 00 3, 00 Butylenglycol 3,00 Parfum q. s. q. s. q. s. q. s. q. s. Wasser ad 100 Ad 100 Ad 100 Ad 100 Ad 100 2. Beispiele O/W-Creme : Beispiele 6 7 8 9 10 Glycerylstearatcitrat 2, 00 2,00 Glycerylsterat selbstemulgierend 5, 00 Stearinsäure 2, 50 3,50 Stearylalkohol 2, 00 Cetylalkohol 3, 00 4, 50 Cetylstearylalkohol 3,00 1, 00 0, 50 C12-15 Alkylbenzoat 2, 00 3, 00 Caprylic-/Capric-Triglycerid 2,00 Octyldodecanol 2, 00 2, 00 4, 00 6, 00 Dicaprylylether Paraffinum liquidum 4, 00 2,00 Cyclisches Dimethylpolysiloxan 0,50 2,00 Dimethicon Polydimethylsiloxan 2,00 Titandioxid 2, 00 4-Methylbenzyliden Campher 1, 00 1,00 1- (4-tert-Butylphenyl)-3- (4-methoxyphenyl)- 0, 50 0,50 1,3-propandion Mugineinsäure 0, 20 0, 70 0, 25 1, 00 0, 40 Tocopherol 0,05 Ethylendiamintetraessigsäure Trinatrium 0,20 0, 20 Konservierungsmittel q. s. q. s. q. s. q. s. q. s. Xanthan Gummi 0, 20 Polyacrylsäure 0, 15 0, 1 0, 05 0, 05 Natronlauge 45% q. s. q. s. q. s. q. s. q. s. Glycerin 3, 00 3, 00 5, 00 3, 00 Butylenglycol 3, 00 Ethanol 3, 00 3, 00 Parfum q. s. q. s. q. s. q. s. q. s. Wasser Ad 100 Ad 100 Ad 100 Ad 100 Ad 100 3. Beispiele W/O-Emulsionen : Beispiele 1 2 3 Cetyldimethiconcopolyol 2,50 Polyglyceryl-2-dipolyhydroxystearat 5,00 4,50 2-Ethylhexyl Methoxyzinnamat 8,00 4,00 2, 4-Bis- (4- (2-ethyl-hexyloxy-) 2-hydroxyl)- 2, 00 2, 50 2, 50 phenyl)-6- (4-methoxyphenyl)- (1, 3, 5)-triazin Diethylhexyl Butamidotriazon 3, 00 1, 00 3, 00 Octocrylen 7, 00 2, 50 2, 50 Diethylhexyl Butamidotriazon 1,00 Phenylen-1, 4-bis- (mononatrium, 2-1,00 2,00 benzimidazyl-5, 7-disulfonsäure) Phenylbenzimidazol Sulfonsäure 0,50 2,00 Titandioxid 2, 00 3, 00 Zinkoxid 3, 00 1, 00 Paraffinum liquidum 8,00 Dicaprylylether 10, 00 7, 00 Butylen-Glycol-Dicaprylat/-Dicaprat 4,00 Dicaprylylcarbonat 5, 00 Dimethicon Polydimethylsiloxan 4,00 Phenylmethylpolysiloxan 2, 00 25,00 2,00 PVP Hexadecencopolymer 0, 50 1, 00 Octoxyglycerin 0, 30 0,50 Glycerin 3, 00 7, 50 2, 50 Glycinsoja 1,00 Magnesiumsulfat 1,00 0,50 Magnesiumchlorid 0, 70 Ditichoninsäure 0, 10 0,60 0,80 Konservierungsmittel q. s. q. s. q. s. Ethanol 3, 00 1, 00 Parfum q. s. q. s. q. s. Wasser ad. 100 ad. 100 ad. 100 4. Beispiele W/O-Emulsionen : Beispiele 4 5 Cetyldimethiconcopolyol 4,00 PEG-30-dipolyhydroxystearat 5, 00 2-Ethylhexyl Methoxyzinnamat 5,00 2, 4-Bis- (4- (2-ethyl-hexyloxy-) 2-hydroxyl)- 2, 00 phenyl)-6- (4-methoxyphenyl)- (1, 3, 5)-triazin 1- (4-tert-Butylphenyl)-3- (4-methoxyphenyl)- 2, 00 1, 00 1,3-propandion Ethylhexyl Triazon 3, 00 4, 00 Octocrylen 4,00 Diethylhexyl Butamidotriazon 2, 00 Phenylen-1, 4-bis- (mononatrium, 2-0,50 benzimidazyl-5, 7-disulfonsäure) Phenylbenzimidazol Sulfonsäure 3,00 Titandioxid 1,50 Zinkoxid 2, 00 0, 50 Paraffinum liquidum 10,0 C12-15 Alkyl-Benzoat 9, 00 Butylen-Glycol-Dicaprylat/-Dicaprat 2, 00 8,00 Dicaprylylcarbonat 6,00 Dimethicon Polydimethylsiloxan 1,00 5,00 PVP Hexadecencopolymer 0,50 Octoxyglycerin 1,00 Glycerin 7, 50 Glycinsoja 1,50 Magnesiumsulfat 0,70 0,50 Aveninsäure 1,00 1,00 Konservierungsmittel q. s. q. s. Ethanol 1, 50 Parfum q. s. q. s. Wasser ad. 100 ad. 100 5. Beispiele Wo Emulsionen : Beispiele 6 7 Polyglyceryl-2-dipolyhydroxystearat 4,00 5,00 PEG-30-dipolyhydroxystearat Lanolinalkohol 0, 50 1, 50 Isohexadecan 1, 00 2,00 Myristyl-Myristat 0, 50 1, 50 Vaseline 1, 00 2, 00 1- (4-tert-Butylphenyl)-3- (4-methoxyphenyl)- 0, 50 1, 50 1,3-propandion 4-Methylbenzyliden Campher 1, 00 3, 00 Butylen-Glycol-Dicaprylat/-Dicaprat 4, 00 5, 00 Shea Butter 0, 50 Butylenglycol 6,00 Octoxyglycerin 3,00 Glycerin 5, 00 Tocopherolacetat 0,50 1,00 Mugineinsäure 0,20 0,25 Trisodium EDTA 0, 20 0, 20 Konservierungsmittel q. s. q. s. Ethanol 3,00 Parfum q. s. q. s. Wasser ad. 100 ad. 100 6. Beispiele Hydrodispersionen : Beispiele 1 2 Polyoxyethylen (20) cetylstearylether 1,00 Natriumpolyacrylat 0,20 Acrylate/C10-30-Alkyl-Acrylat Crosspolymer 0,50 Xanthan Gummi 0,30 2, 4-Bis- (4- (2-ethyl-hexyloxy-) 2-hydroxyl)- 1, 50 phenyl)-6- (4-methoxyphenyl)- (1, 3, 5)-triazin 1- (4-tert-Butylphenyl)-3- (4-methoxyphenyl)- 1, 00 1,3-propandion Diethylhexyl Butamidotriazon 2,00 Ethylhexyl Triazon 4,00 Octocrylen 4,00 Phenylen-1, 4-bis- (mononatrium, 2-1,00 benzimidazyl-5, 7-disulfonsäure Phenylbenzimidazol Sulfonsäure 0,50 Titandioxid 0,50 Zinkoxid 0, 50 1, 00 C12-15 Alkyl Benzoat 2, 00 2, 50 Dicaprylylether 4,00 Butylenglycol-Dicaprylat/-Dicaprat 4, 00 Dicaprylylcarbonat 2,00 Dimethicon Polydimethylsiloxan 0, 50 Phenylmethylpolysiloxan 2,00 Shea Butter 2, 00 PVP Hexadecencopolymer 0,50 Glycerin 3, 00 7, 50 Tocopherolacetat 0,50 Nicotianamin 0, 15 0, 60 Konservierungsmittel q. s. q. s. Ethanol 3, 00 2, 00 Parfum q. s. q. s. Wasser ad. 100 ad. 100 7. Beispiele Hydrodispersionen : Beispiel 3 Cetylalkohol 1, 00 Acrylate/C1 0-30-Alkyl-Acrylat Crosspolymer 0,40 Xanthan Gummi 0,15 1- (4-tert-Butylphenyl)-3- (4-methoxyphenyl)- 2, 00 1,3-propandion Ethylhexyl Triazon 3, 00 Octocrylen 4,00 Phenylen-1, 4-bis- (mononatrium, 2-0,50 benzimidazyl-5, 7-disulfonsäure Titandioxid 2, 00 Zinkoxid 3,00 Butylenglycol-Dicaprylat/-Dicaprat 2,00 Dicaprylylcarbonat 6,00 Dimethicon Polydimethylsiloxan 1,00 Octoxyglycerin 1,00 Glycinsoja 1,50 Tocopherolacetat 0,25 Aveninsäure 1,00 Konservierungsmittel q. s. Ethanol 1, 50 Parfum q. s. Wasser ad. 100 8. Beispiele Hydrodispersionen : Beispiele 4 5 Polyoxyethylen (20) cetylstearylether 0,5 Natriumpolyacrylat 0,30 Acrylate/C1 0-30-Alkyl-Acrylat Crosspolymer 0, 10 0, 10 Xanthan Gummi 0,50 2-Ethylhexyl Methoxyzinnamat 5, 00 8,00 2, 4-Bis- (4- (2-ethyl-hexyloxy-) 2-hydroxyl)- 2, 00 2, 50 phenyl)-6- (4-methoxyphenyl)- (1, 3,5)-triazin Diethylhexyl Butamidotriazon 2, 00 1, 00 Ethylhexyl Triazon 4,00 4-Methylbenzyliden Campher 2,00 Octocrylen 2, 50 Phenylen-1, 4-bis- (mononatrium, 2-2,00 benzimidazyl-5, 7-disulfonsäure Phenylbenzimidazol Sulfonsäure 3,00 Titandioxid 3, 00 1, 00 Zinkoxid 2, 00 Butylenglycol-Dicaprylat/-Dicaprat 6,00 Phenylmethylpolysiloxan 0,50 2,00 PVP Hexadecencopolymer 0,50 1,00 Octoxyglycerin 0,50 Glycerin 7, 50 2, 50 Tocopherolacetat 1,00 Distichoninsäure 1, 00 0, 80 Konservierungsmittel q. s. q. s. Ethanol 1, 00 Parfum q. s. q. s. Wasser ad. 100 ad. 100 9. Beispiel (Gelcreme) : Acrylat/C10-30 Alkylacrylat Crosspolymer 0,40 Polyacrylsäure 0,20 Xanthan Gummi 0,10 Cetearylalkohol 3,00 C12-15 Alkylbenzoat 4, 00 Caprylic/Capric Triglycerid 3,00 Cyclisches Dimethylpolysiloxan 5,00 Dimeticon Polydimethylsiloxan 1,00 3-Hydroxymugineinsäure 0,20 Glycerin 3, 00 Natriumhydroxid q. s. Konservierungsmittel q. s. Parfum q. s. Wasser ad 100,0 pH-Wert eingestellt auf 6.0 10. Beispiel (WIO-Creme) : Polyglyceryl-3-Diisostearate 3,50 Glycerin 3, 00 Polyglyceryl-2-Dipolyhydroxystearate 3,50 3-Hydroxymugineinsäure 0,50 Konservierungsmittel q. s. Parfum q. s. Wasser ad 100,0 Magnesiumsulfat 0,6 Isopropylstearat 2,0 Caprylylether 8,0 Cetearylisononanoat 6,0 11. Beispiel (W/OIW-Creme) : Glycerylstearat 3,00 PEG-100-Stearat 0, 75 Behenylalkohol 2,00 Caprylic-/Capric-Triglycerid 8,0 Octyldodecanol 5,00 C12-15 Alkylbenzoat 3, 00 Mugineinsäure 1,00 Magnesiumsulfat (MgS04) 0,80 Ethylendiamintetraessigsäure 0,10 Konservierungsmittel q. s. Parfum q. s. Wasser ad 100,0 pH-Wert eingestellt auf 6.0