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Title:
COUPLING DEVICE FOR CONNECTING ELONGATED HOLLOW BODIES IN AN ASSEMBLY SYSTEM
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2017/215911
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a coupling device (12) for connecting elongated hollow bodies (26, 28) in an assembly system (10), comprising: a first receiving opening (32) to receive a first elongated hollow body (26) and a second receiving opening (34) to receive a second elongated hollow body (28), wherein the receiving openings (32, 34) are arranged relative to one another in such a way that the first and second elongated hollow bodies (26, 28) can be coupled to one another after introduction into the respective receiving openings (32, 34).

Inventors:
JOESTEN, Bernd (Hans-Sachs-Weg 27, Laatzen, 30880, DE)
DENK, Torsten (Wolffstr. 16, Steinbach-Hallenberg, 98587, DE)
DANZ, Sascha (Schoene Aussicht 12, Floh-Seligenthal, 98593, DE)
ANDREAS, Kay (Fischweide 7, Eisenach, 99817, DE)
REICH, Manuel (An der Schmalkalde 12, Schmalkalden, 98574, DE)
Application Number:
EP2017/063037
Publication Date:
December 21, 2017
Filing Date:
May 30, 2017
Export Citation:
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Assignee:
LEONI KABEL GMBH (Marienstrasse 7, Nuernberg, 90402, DE)
International Classes:
B21J15/32; B23P19/00; B65G53/54; F16L11/12; F16L19/10
Domestic Patent References:
WO2014148992A12014-09-25
Foreign References:
EP0666446A11995-08-09
US20150052732A12015-02-26
US5036576A1991-08-06
US20160075524A12016-03-17
DE102005000127A12007-03-29
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
FRENKEL, Matthias (Wuesthoff & Wuesthoff Patentanwälte PartG mbB, Schweigerstrasse 2, München, 81541, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Kupplungsvorrichtung (12) zum Verbinden langgestreckter Hohlkörper (26,28) in einem Montagesystem (10), umfassend:

eine erste Aufnahmeöffnung (32) zur Aufnahme eines ersten langgestreckten Hohlkörpers (26) und eine zweite Aufnahmeöffnung (34) zur Aufnahme eines zweiten langgestreckten Hohlkörpers (28),

wobei die Aufnahmeöffnungen (32,34) derart relativ zueinander angeordnet sind, dass der erste und zweite langgestreckte Hohlkörper (26,28) nach einem Einführen in die jeweiligen Aufnahmeöffnungen (32,34) miteinander koppelbar sind.

2. Kupplungsvorrichtung (12) nach Anspruch 1,

wobei wenigstens eine der Aufnahmeöffnungen (32,34) ein austauschbares Adapterstück (40) umfasst, das zur Aufnahme eines langgestreckten Hohlkörpers (26,28) mit vorbestimmten Querschnittsabmessungen ausgebildet ist.

3. Kupplungsvorrichtung (12) nach Anspruch einem der vorangehenden Ansprüche,

ferner umfassend einen Grundkörper (30), in dem die ersten und zweiten Aufnahmeöffnungen (32,34) ausgebildet sind, wobei die Aufnahmeöffnungen (32,34) über wenigstens einen Verbindungskanal (41) in dem Grundkörper (30) miteinander verbunden sind.

4. Kupplungsvorrichtung (12) nach Anspruch 3,

wobei der Verbindungskanal (41) zumindest abschnittsweise mit einem geschlossenen Querschnittsprofil (48) ausgebildet ist.

5. Kupplungsvorrichtung (12) nach einem der vorangehenden Ansprüche,

wobei die Kupplungsvorrichtung (12) dazu ausgebildet ist, die Hohlkörper (26,28) im Wesentlichen unter fluidischer Abkopplung von der Umgebung miteinander zu verbinden.

6. Kupplungsvorrichtung (12) nach einem der Ansprüche 2 bis 5,

wobei die Kupplungsvorrichtung (12) derart ausgebildet ist, dass das Adapterstück (40) nur unter vorbestimmten Orientierungen darin anordenbar ist, insbeson- dere über ein entsprechendes Profil von wenigstens einer der Aufnahmeöffnungen (32,34).

7. Kupplungsvorrichtung (12) nach einem der Ansprüche 2 bis 6,

wobei die langgestreckten Hohlkörper (26,28) ferner ein vorbestimmtes Quer- schnittsprofii umfassen und das Adapterstück (40) einen korrespondierend profilier¬ ten Aufnahmebereich zur Aufnahme des Hohlkörpers (26,28) umfasst.

8. Kupplungsvorrichtung (12) nach einem der vorangehenden Ansprüche,

ferner umfassend wenigstens eine Klemmeinrichtung (36,52), die dazu ausgebildet ist, wenigstens einen der Hohlkörper (26,28) und/oder das Adapterstück (40) in der Kupplungsvorrichtung (12) festzuklemmen.

9. Kupplungsvorrichtung (12) nach Anspruch 8,

wobei die Klemmeinrichtung (36,52) im Bereich einer der Aufnahmeöffnungen (32,34) angeordnet ist oder wobei die Klemmeinrichtung in dem Verbindungskanal (41) des Grundkörpers (30) angeordnet ist und beispielsweise ferner ein Druckelement (51) umfasst, das unter Erzeugen von Klemmkräften in Anlage mit dem Hohlkörper (26,28) und/oder dem Adapterstück (40) bringbar ist.

10. Kupplungsvorrichtung (12) nach einem der vorangehenden Ansprüche,

ferner umfassend einen Anschlussbereich (74) für die Zufuhr eines Druckmediums, beispielsweise in Form eines Druckluftanschlusses, wobei der Anschlussbereich (74) mit wenigstens einem der Hohlkörper (26,28) fluidleitend verbindbar ist.

11. Kupplungsvorrichtung (12) nach Anspruch 10,

ferner umfassend ein Adapterzwischenstück (76), das derart in der Kupplungsvorrichtung (12) anordenbar ist, dass wenigstens einer der Hohlkörper (26,28) über das Adapterzwischenstück (76) mit dem Anschlussbereich (74) fluitleitend verbindbar ist.

12. Baugruppe, umfassend eine Kupplungsvorrichtung (12) nach einem der Ansprüche 2 bis 11 und wenigstens ein weiteres austauschbares Adapterstück (40), wobei die Adapterstücke (40) zur Aufnahme von Hohlkörpern (26,28) mit voneinander verschiedenen Querschnittsabmessungen ausgebildet sind.

13. Montagesystem (10),

umfassend wenigstens eine Kupplungsvorrichtung (12) nach einem der vorangehenden Ansprüche und zwei langgestreckte Hohlkörper (26,28), die mit der Kupplungsvorrichtung (12) verbindbar sind, wobei die langgestreckten Hohlkörper als Zuführschläuche (26,28) für Montageelemente zu einer Werkzeugeinheit (18) ausgebildet sind.

14. Montagesystem (10) nach Anspruch 13,

wobei die Montageelemente Verbindungselemente und insbesondere Nieten umfassen und wobei das Montagesystem (10) beispielsweise dazu ausgebildet ist, die Zufuhr der Montageelemente zu der Werkzeugeinheit (18) unter einer Druckluftbeaufschlagung der Zuführschläuche (26,28) vorzunehmen.

15. Montagesystem (10) nach Anspruch 13 oder 14,

umfassend einen Industrieroboter (14) mit einer Mehrzahl von beweglichen Robotergliedern (R1-R6), wobei die Kupplungsvorrichtung (12) an einem der Roboterglieder (R1-R6) angeordnet ist und, beispielsweise,

wobei die Roboterglieder (R1-R6) eine kinematische Kette bilden, an deren Ende ein Anschlussbereich (16) für die Werkzeugeinheit (18) angeordnet ist, und die Kupplungsvorrichtung (12) an einem Roboterglied (R1-R6) angebracht ist, das um maximal vier Roboterglieder (R1-R6) von dem Anschlussbereich (16) beabstandet ist.

Description:
Kupplungsvorrichtung zum Verbinden langgestreckter Hohlkörper

in einem Montagesystem

Die folgende Offenbarung betrifft eine Kupplungsvorrichtung zum Verbinden langgestreckter Hohlkörper in einem Montagesystem sowie ein Montagesystem, das eine derartige Kupplungsvorrichtung umfasst.

In Montagesystemen werden langgestreckte Hohlkörper beispielsweise in Form von Schläuchen, Rohren oder Kanälen für vielfältige Zwecke eingesetzt. Oftmals dienen sie dazu, Fluide, Bauteile oder, bei der Aufnahme entsprechender Leitungen, auch Strom und/oder Daten zwischen verschiedenen Bereichen und Einheiten des Montagesystems zu transportieren. Hierbei sind die Hohlkörper einem ständigen Verschleiß unterworfen und müssen daher im Rahmen von Wartungsarbeiten regelmäßig ausgetauscht werden. Da die Hohlkörper meist über längere Strecken zu beziehungsweise durch das Montagesystem geführt werden und hierbei auch einen komplexen Verlauf aufweisen sowie an mehreren Punkten befestigt sein können, kann es sich äußerst aufwendig gestalten, einen derartigen Austausch vorzunehmen. Ferner muss bei einem Verschleiß in nur einem vergleichsweise kleinen Bereich oftmals der gesamte Hohlkörper ausgetauscht werden, was entsprechend kostenintensiv ist.

Es besteht daher ein Bedarf, das Anordnen und Warten von langgestreckten Hohlkörpern in einem Montagesystem zu verbessern.

Hierzu wird eine Kupplungsvorrichtung zum Verbinden langgestreckter Hohlkörper in einem Montagesystem bereitgestellt, umfassend: eine erste Aufnahmeöffnung zur Aufnahme eines ersten langgestreckten Hohlkörpers und eine zweite Aufnahmeöff- nung zur Aufnahme eines zweiten langgestreckten Hohlkörpers, wobei die Aufnahmeöffnungen derart relativ zueinander angeordnet sind, dass der erste und zweite langgestreckte Hohlkörper nach einem Einführen in die jeweiligen Aufnahmeöffnungen miteinander koppelbar sind.

Die Kupplungsvorrichtung kann allgemein an einer beliebigen Position entlang der Verlaufsstrecke der Hohlkörper in dem Montagesystem positioniert werden, beispielsweise mittig zwischen einem Streckenbeginn und -ende. Hierdurch wird ermöglicht, dass zwei langgestreckte Hohlkörper mit reduzierter Länge verwendet werden können, anstelle eines einzigen, sich über die gesamte Verlaufsstrecke erstreckenden Hohlkörpers. Mit anderen Worten kann sich der erste langgestreckte Hohlkörper von dem Streckenbeginn (beziehungsweise von einem ersten Anschluss) bis zu der Kupplungsvorrichtung erstrecken und der zweite langgestreckte Hohlkörper kann sich zwischen der Kupplungsvorrichtung und dem Streckenende erstrecken (beziehungsweise bis zu einem zweiten Anschluss). Mittels der Kupplungsvorrichtung können die beiden langgestreckten Hohlkörper dabei derart verbunden werden, dass ein kontinuierlicher Verlauf sowie gegebenenfalls eine kontinuierliche Förderbarkeit von Fluiden oder Bauteilen durch die Hohlkörper von dem ersten zu dem zweiten Anschluss erzielbar ist.

Tritt ein übermäßiger Verschleiß auf, muss nur derjenige langgestreckte Hohlkörper ausgetauscht werden, der davon tatsächlich betroffen ist. Der weniger stark betroffene Hohlkörper kann hingegen zunächst in dem Montagesystem verbleiben. Dies mindert die Kosten und erhöht die Wartungsfreundlichkeit.

Unter einem langgestreckten Hohlkörper kann dabei jeglicher Hohlkörper verstanden werden, dessen axiale Erstreckung die Querschnittsabmessungen überschreitet. Als Beispiele seien Schläuche, Rohre sowie längliche Kanäle oder Schächte genannt. Der Hohlkörper ist beispielsweise flexibel ausgebildet und kann allgemein aus einem Kunststoffmaterial hergestellt sein. Der Hohlkörper kann ferner einstückig ausgebildet oder aus mehreren Einzelkomponenten und/oder -schichten zusammengesetzt sein. Insbesondere kann der Hohlkörper eine Ummantelung aufweisen. Wie nachstehend erläutert, kann es sich bei den langgestreckten Hohlkörpern um Nietschläuche beziehungsweise sogenannte Nietseelen handeln und das Montagesystem kann einen Industrieroboter sowie einen Niet-Speichereinheit umfassen, die mittels den Nietschläuchen sowie über die Kupplungsvorrichtung verbindbar sind.

Die Aufnahmeöffnungen können jegliches Querschnittsprofil aufweisen und allgemein in einander gegenüberliegenden Bereichen der Kupplungsvorrichtung ausgebildet sein. Ferner können die Aufnahmeöffnungen eine Verbindungsachse festlegen oder entlang dieser angeordnet sein, wobei die Hohlkörper entlang der Verbindungsachse in die Kupplungsvorrichtung einführbar sind, um miteinander gekoppelt zu werden. Unter einem Koppeln kann ein (mittelbares oder unmittelbares) Verbinden der beiden Hohlkörper verstanden werden, das den vorstehend erläuterten kontinuierlichen Verlauf oder die kontinuierliche Förderbarkeit mittels und durch die beiden Hohlkörper ermöglicht. Insbesondere kann hierbei ein Kontakt zwischen den Hohlkörpern aufgebaut werden. Gemäß einer Variante können die Hohlkörper mit offenen Enden in die jeweiligen Aufnahmeöffnungen eingeführt werden, wobei die offenen Enden anschließend miteinander koppelbar und insbesondere in Anlage bringbar sind. Mit anderen Worten können die Hohlkörper durch Aneinanderschieben oder zumindest einander gegenüberliegendes Anordnen von offenen Querschnittsflächen und/oder Stirnflächenbereichen miteinander gekoppelt werden.

Eine Weiterbildung sieht vor, dass wenigstens eine der Aufnahmeöffnungen ein austauschbares Adapterstück umfasst, das zur Aufnahme eines langgestreckten Hohlkörpers mit vorbestimmten Querschnittsabmessungen ausgebildet ist.

Das Adapterstück kann allgemein als separates Bauteil ausgebildet sein und bedarfsweise, insbesondere je nach verwendetem Hohlkörper, in der Kupplungsvorrichtung angeordnet werden. Hierzu kann es in die Aufnahmeöffnungen eingesetzt, mit diesen verschraubt sowie formschlüssig oder anderweitig lösbar verbunden werden, sodass der langgestreckte Hohlkörper in die Aufnahmeöffnung und das darin angeordnete Adapterstück eingeschoben werden kann. Zur Aufnahme des Hohlkörpers kann das Adapterstück ferner eine Öffnung, Bohrung oder ein Innenprofil umfassen.

Das Adapterstück kann allgemein einteilig ausgebildet sein. Ebenso kann das Adapterstück mehrteilig ausgebildet sein und insbesondere zweiteilig, wobei die einzelnen Bestandteile des Adapterstücks je nach den aktuellen Abmessungen des Hohlkörpers gewählt und miteinander verbunden werden können. Das Adapterstück kann ferner derart ausgebildet und insbesondere derart (innen-)profiliert sein, dass es den zugeordneten langgestreckten Hohlkörper zumindest abschnittsweise im Wesentlichen formschlüssig umschließt. Ferner kann das Adapterstück aus einem Kunststoffmaterial hergestellt sein, insbesondere einem geringfügig flexiblen Material, wobei jedoch im Wesentlichen feststehende Dimensionen des Adapterstück bevorzugt sind und insbesondere der Innenprofilabmessungen (d.h., keine manuelle Verstellbarkeit über Gewindeanordnungen o.ä.).

Beispielsweise umfasst die Kupplungsvorrichtung ein Adapterstück je Aufnahmeöff- nung, wobei die Adapterstücke zum Beispiel zur Aufnahme gleichartig bemessener und/oder profilierter Hohlkörper ausgebildet sein können.

Allgemein ermöglicht das Adapterstück, dass die Kupplungsvorrichtung flexibel mit verschiedenen Typen von langgestreckten Hohlkörpern verbindbar ist, ohne dass an der Kupplungsvorrichtung selbst weitere gesonderte Vorkehrungen getroffen werden müssen. Vielmehr kann es ausreichen, lediglich ein passendes Adapterstück auszuwählen und in der Aufnahmeöffnung anzuordnen. Die Kupplungsvorrichtung kann somit im Wesentlichen dauerhaft und unverändert in dem Montagesystem verblei- ben, obwohl sich die Querschnittsabmessungen der langgestreckten Hohlkörper je nach aktueller Montageaufgabe ändern können (beispielsweise da verschieden große Nieten mittels der Hohlkörper transportiert werden müssen). Dies erhöht die Flexibilität des Montagesystems und mindert den Umrüstaufwand, während die mit der Kupplungsvorrichtung allgemein erzielbaren Vorteile beibehalten werden können (sh. vorstehende Diskussion zu verringerten Wartungskosten etc.).

Eine Weiterbildung sieht vor, dass die Kupplungsvorrichtung ferner einen Grundkörper umfasst, in dem die ersten und zweiten Aufnahmeöffnungen ausgebildet sind, wobei die Aufnahmeöffnungen über wenigstens einen Verbindungskanal in dem Grundkörper miteinander verbunden sind. Der Grundkörper kann im Wesentlichen einstückig ausgebildet oder aus mehreren Einzelkomponenten zusammengesetzt sein. Beispielsweise umfasst der Grundkörper ein druckluftresistentes und gegebenenfalls auch nicht deformierbares Material. In einer Variante ist der Grundkörper als Metallblock und insbesondere als Aluminiumblock ausgebildet. Es ist aber auch das Verwenden eines Kunststoffgrundkörpers denkbar oder eine Kombination von Metall- und Kunststoffmaterialien.

Der Verbindungskanal kann ferner als Bohrung oder Ausnehmung ausgebildet sein und sich zwischen den beiden Aufnahmeöffnungen zum Beispiel geradlinig durch den Grundkörper erstrecken. Insgesamt ermöglicht dies, dass die langgestreckten Hohlkörper zuverlässig und lageorientiert relativ zueinander angeordnet und miteinander verbunden werden können.

In diesem Zusammenhang kann ferner vorgesehen sein, dass der Verbindungskanal zumindest abschnittsweise mit einem geschlossenen Querschnittsprofil ausgebildet ist, beispielsweise rechteckig oder kreisförmig. Dies ermöglicht ein entsprechendes sicheres Anordnen und Halten der Hohlkörper in der Kupplungsvorrichtung und kann, wie nachstehend erläutert, auch eine Fehlorientierung der Hohlkörper zueinander unterbinden. Ferner kann vorgesehen sein, dass der Verbindungskanal entlang seiner gesamten Länge, überwiegend oder zumindest über einen (kumulierten) Streckenanteil von 80% mit einem geschlossenen Querschnittsprofil ausgebildet ist. Das geschlossene Querschnittsprofil kann somit lediglich lokal unterbrochen sein,

beispielsweise durch Querbohrungen für nachstehend erläuterte Sensoreinheiten oder Druckluftanschlüsse.

Gemäß einer spezifischen Ausführungsform kann die Kupplungsvorrichtung ferner dazu ausgebildet sein, die Hohlkörper im Wesentlichen unter fluidischer Abkopplung von der Umgebung miteinander zu verbinden. Mit anderen Worten kann vorgesehen sein, dass nach einem Einführen in die Aufnahmeöffnungen und gegebenenfalls in ein dortiges Adapterstück die Hohlkörper derart von der Kupplungsvorrichtung umschließbar sind, dass sie gegenüber der Umgebung im Wesentlichen abgedichtet sind. Dies ist besonders für Varianten relevant, bei denen die Hohlkörper mit einem Druckmedium beaufschlagt werden (z.B. Druckluft) und das Verbinden mittels der Kupplungsvorrichtung zu keinen wesentlichen Druckveriusten führen soll. Unter einer „im Wesentlichen fluidischen Abkopplung" ist insbesondere eine Abkopplung zu verstehen, die bei einer Druckbeaufschlagung der Hohlkörper einen Druckverlust von weniger als 20 % und beispielsweise weniger als 10 % oder weniger als 5 % über die Kupplungsvorrichtung ermöglicht.

Eine Weiterbildung sieht vor, dass die Kupplungsvorrichtung derart ausgebildet ist, dass das Adapterstück nur unter vorbestimmten Orientierungen darin anordenbar ist. Hierbei kann insbesondere vorgesehen sein, dass ein zur Aufnahme des Adapterstücks vorgesehener Bereich der Kupplungsvorrichtung, wie zum Beispiel eine Aufnahmeöffnung, eine etwaige nachstehend erläuterte Klemmeinrichtung und/oder der Verbindungskanal derart ausgebildet sind, dass das Adapterstück nur unter vorbestimmten Orientierungen darin anordenbar ist. Hierzu können die entsprechenden Bereiche der Kupplungsvorrichtung besonders profiliert und/oder dimensioniert sein und das Adapterstück kann ein hierzu korrespondierendes Außenprofil umfassen. Die entsprechenden Bereiche und insbesondere die Aufnahmeöffnungen können dabei allgemein beliebig profiliert sein und beispielsweise ein rechteckiges, ovales oder polygonales Querschnittsprofil aufweisen. Dabei können sie wenigstens eine Orientierung des Adapterstücks relativ zu diesem Querschnittsprofil festlegen, mit der dieses nicht in die Aufnahmeöffnung einführbar ist. Beispielsweise ist die Kupplungsvorrichtung derart ausgebildet, dass das Adapterstück nur unter maximal zwei verschiedenen oder nur unter einer einzigen Orientierung in diese einführbar ist. Der Begriff „Orientierung" kann sich dabei auf eine Rotationsposition des Adapterstücks um eine Verbindungsachse V der Kupplungsvorrichtung beziehen, beziehungsweise um eine Ausrichtung relativ zu einem entsprechend gegenprofilierten Aufnahmebereich der Kupplungsvorrichtung für das Adapterstück.

In diesem Zusammenhang ist es ferner vorteilhaft, wenn beide Aufnahmeöffnungen ein Adapterstück umfassen und gemäß einer der vorstehenden Varianten ausgebildet sind. Hierdurch kann das Einführen und somit auch Verbinden beider langgestreckten Hohlkörper unter einer bevorzugten Orientierung sichergestellt werden. Mit anderen Worten kann über die Gestaltung der Aufnahmebereiche der Kupplungsvorrichtung für die Adapterstücke sichergestellt werden, dass die Adapterstücke und somit auch die darin aufnehmbaren Hohlkörper nur unter bevorzugten Orientierungen relativ zueinander in die Kupplungsvorrichtung einführbar und anschließend miteinander koppelbar sind.

Die langgestreckten Hohlkörper können ferner ein vorbestimmtes Querschnittsprofil umfassen und das Adapterstück kann einen korrespondierend profilierten Aufnahmebereich zur Aufnahme des Hohlkörpers umfassen. Hierdurch lässt sich eine besonders zuverlässige Aufnahme der Hohlkörper in dem Adapterstück gewährleisten. Insbesondere kann hierbei eine formschlüssige und gegebenenfalls sogar fluidisch abdichtende Aufnahme in dem Adapterstück vorgesehen sein. Beispielsweise kann der Hohlkörper mit einem T-Profil ausgebildet sein und das Adapterstück kann eine entsprechend profilierte Bohrung beziehungsweise ein korrespondierendes Innenprofil umfassen, das als Aufnahmebereich fungiert. Ist das Adapterstück zweiteilig ausgebildet, insbesondere derart, dass jedes Einzelteil zumindest einen Teil des

Innenprofils des Adapterstücks definiert, können die Einzelteile des Adapterstücks allgemein flexibel und passend zu dem aktuellen Querschnittsprofil das aufzunehmenden Hohlkörpers zusammengestellt werden.

Die Kupplungseinrichtung kann zusätzlich wenigstens eine Klemmeinrichtung umfassen, die dazu ausgebildet ist, wenigstens einen der Hohlkörper und/oder das Adapterstück in der Kupplungsvorrichtung festzuklemmen. Die dabei erzeugten

Klemm kräfte können allgemein eine Zentrierung in der Kupplungseinrichtung und/oder eine gewünschte Relativpositionierung der Hohlkörper zueinander ermöglichen. Ebenso können Sie die Hohlkörper zumindest vorübergehend Fixieren, beispielsweise bei einem manuellen Austauschen und„Umstecken" der Hohlkörper. Zusätzlich oder alternativ kann die Klemmeinrichtung die Hohlkörper und/oder das Adapterstück auch dauerhaft in der Kupplungsvorrichtung fixieren, insbesondere während eines laufenden Betriebs des Montagesystems und unter einem eventuellen Beaufschlagen der Hohlkörper mit einem Druckmedium.

Allgemein kann die Klemmeinrichtung dazu ausgebildet sein, die Klemmkräfte nur selektiv aufzubauen (zum Beispiel nach einer manuellen Betätigung) und andernfalls einen klemmkraftfreien Zustand einzunehmen. Ebenso können die bereitstellbaren Klemmkräfte derart begrenzt sein, dass sie nach wie vor ein manuelles Einführen und Verschieben der Hohlkörper und/oder des Adapterstücks in die Kupplungsvorrichtung ermöglichen. Schließlich können die Klemmkräfte allgemein radial wirken und beispielsweise radial einwärts gerichtet sein, zum Beispiel bezogen auf eine Quer- schnittsebene der Aufnahmeöffnungen, auf eine Verbindungsachse der Kupplungsvorrichtung und/oder auf die Längsachsen der Hohlkörper.

Ferner kann die Klemmeinrichtung im Bereich einer der Aufnahmeöffnungen angeordnet sein, also zum Beispiel in oder an einer der Aufnahmeöffnungen.

Ebenso kann die Klemmeinrichtung eine Mutter-Gewinde-Anordnung umfassen, in der ein Klemmelement aufgenommen ist, wobei das Klemmelement dazu ausgebildet ist, nach Maßgabe einer Schraubbewegung der Mutter radiale Klemmkräfte zu erzeugen. Bei dieser Variante kann das Gewinde an einem Basiskörper ausgebildet sein, der allgemein feststehenden und/oder in einer Aufnahmeöffnung angeordnet oder mit dieser gekoppelten sein kann. Die Mutter kann hingegen beweglich auf dem Gewinde angeordnet sein, insbesondere derart, dass sie von außerhalb der Kupplungsvorrichtung leicht zugänglich und manuell verstellbar ist. Wird der Hohlkörper und/oder das Adapterstück in die Aufnahmeöffnung eingesetzt, kann die Mutter beispielsweise weiter auf das Gewinde aufgeschraubt werden („ Zuschrauben" der Mutter-Gewinde-Anordnung), wodurch zum Beispiel radial einwärts und somit in Richtung des Hohlkörpers und/oder des Adapterstücks gerichtete Klemmkräfte erzeugt werden können.

Das Klemmelement kann dabei ein flexibel verformbares Material umfassen oder aus diesem hergestellt sein und ist beispielsweise ringförmig ausgebildet. Ferner kann das Klemmelement dazu ausgebildet sein, einen Aufnahmebereich der Klemmeinrichtung für den Hohlkörper und/oder das Adapterstück nach Maßgabe der Schraubbewegung zu verengen oder zu erweitern. Dies kann dadurch erreicht werden, dass die Klemmeinrichtung bei dieser Schraubbewegung eine zunehmende oder abnehmende Kompression erfährt, und somit in unterschiedlichem Maße radial einwärts gedrängt wird. Gemäß einer Variante umfasst das Klemmelement wenigstens einen Deformationsabschnitt, der bei einem Aufschrauben der Mutter auf das Gewinde zunehmend aus einer Ausgangsumfangsebene herausgedrängt wird und sozusagen radial nach innen knickt.

Im Detail kann das Gewinde an einer Außenumfangsfläche eines zylindrischen beziehungsweise ringförmigen Basiskörpers der Mutter-Gewinde-Anordnung ausgebildet sein. Im inneren Bereich dieses Basiskörpers, zum Beispiel nahe der Innenumfangs- fläche, kann ferner eine Anschlagfläche bereitgestellt sein, an der sich das Klemmelement abstützt. In gleicher Weise kann auch die Mutter mit einer entsprechenden Anschlagfläche ausgebildet sein, sodass das Klemmelement zwischen den beiden Anschlagfläche anordenbar ist. Wird nun die Mutter auf das Gewinde aufgeschraubt, verringert sich der Abstand zwischen den Anschlagflächen und das Klemmelement wird in einem zunehmenden Maße komprimiert. Hierbei kann es lediglich nach innen beziehungsweise radial einwärts ausweichen, sodass es einen entsprechenden Aufnahmebereich für den Hohlkörper und/oder das Adapterstück verengt und auf die darin angeordneten Elemente Klemmkräfte ausübt. Hierdurch lassen sich insgesamt besonders wirksame sogenannte„IP-" oder„System-Verschraubungen" bereitstellen.

Ebenso kann vorgesehen sein, dass die Klemmeinrichtung in dem Verbindungskanal des Grundkörpers angeordnet ist. Hierbei umfasst die Klemmeinrichtung beispielsweise ferner ein Druckelement, das unter Erzeugen von Klemmkräften in Anlage mit dem Hohlkörper und/oder dem Adapterstück bringbar ist. Das Druckelement kann dabei federvorgespannt sein (z.B. in eine radial einwärts gerichtete Richtung), wobei die Vorspannungskraft allgemein derart gewählt sein kann, dass der Hohlkörper und/oder das Adapterstück manuell nach wie vor an dem Druckelement vorbei bewegt werden können. Das Druckelement kann ferner kugel- oder rollenförmig ausgebildet sein und/oder rotierbar gelagert sein, um das Vorbeischieben zu erleichtem. Ferner können wenigstens zwei einander gegenüberliegende Druckelemente der vorstehend genannten Art vorgesehen sein, um den Hohlkörper und/oder das Adapterstück in dem Verbindungskanal zu zentrieren. Beispielsweise sind wenigstens vier Druckelemente vorgesehen, die mit jeweils einer verschiedenen Seite des Hohlkörpers und/oder des Adapterstücks in Anlage bringbar sind. Ferner kann vorgesehen sein, dass beidseits der (axialen) Mitte des Verbindungskanals entlang dessen Verlaufs zwischen den Aufnahmeöffnungen wenigstens eine entsprechende Klemmeinrichtung vorgesehen ist.

Es versteht sich, dass allgemein mehrere Klemmeinrichtungen in einer Kupplungsvorrichtung vorgesehen sein können, wobei auch Klemmeinrichtungen gemäß unterschiedlichen Varianten kombiniert werden können. Beispielsweise kann vorgesehen sein, dass jede Aufnahmeöffnung mit einer Klemmeinrichtung zum Beispiel in Form einer Mutter-Gewinde-Anordnung versehen ist und der Verbindungskanal ebenfalls eine der vorstehenden Klemmeinrichtungen umfasst, zum Beispiel beidseitig von dessen axialer Mitte.

Die Kupplungsvorrichtung kann ferner wenigstens eine Sensoreinheit umfassen, die den Durchgang eines zu fördernden Elements und/oder Fluidvolumens durch die Kupplungsvorrichtung erfasst und zum Beispiel den Durchgang eines durch die Hohlkörper transportierten metallischen Bauteils. Letzteres kann die Form eines Verbin- dungselements für die Montage annehmen, wie beispielsweise ein Niet. Die Sensoreinheit, die auch als Indikator bezeichnet werden kann, kann hierzu kapazitiv oder induktiv arbeiten, wobei die zwischen der Sensoreinheit und den zu fördernden Bauteilen angeordneten Elemente (Hohlkörper/Nietseele, Adapterstück) zum Beispiel Kunststoffmaterialien umfassen oder aus diesen hergestellt sind. Wird eine solches Bauteil durch die Hohlkörper innerhalb der Kupplungsvorrichtung transportiert (z.B. mitteis Druckluft) kann die Sensoreinheit dies erfassen und ein entsprechendes Signal oder einen Signalimpuls erzeugen. Beispielsweise ist der Erfassungsbereich der Sensoreinheit hierfür im Bereich eines Kopplungsbereiches der Adapterstücke angeordnet (z. B. im Bereich der axialen Mitte des Verbindungskanals). Ebenso kann die Sensoreinheit einem der Adapterstücke zugeordnet sein und/oder zum Beispiel einen Bereich erfassen, der in Förderrichtung betrachtet zwischen dem Kopplungsbereich der Adapterstücke und einer (Ausgangs-)Aufnahmeöffnung der Kupplungsvorrichtung liegt, so dass ein erfolgreiches Passieren des Kopplungsbereiches detektiert werden kann.

Das von der Sensoreinheit erzeugte Signal kann demnach ein erfolgreiches Befördern eines Bauteils durch die Kupplungsvorrichtung anzeigen und somit zumindest indirekt ein erfolgreiches Koppeln der Hohlkörper bestätigen. Ferner kann vorgesehen sein, dass die Sensoreinheit oder eine damit verbundene Steuereinheit des Montagesystems ein Warnsignal erzeugt, wenn ein erwarteter Durchgang des Bauteils nicht registriert wird oder falls ein„Dauersignal" vorliegt, was auf das Steckenbleiben eines Bauteils in dem Erfassungsbereich der Sensoreinheit hindeutet.

Die Kupplungsvorrichtung kann ferner einen Anschlussbereich für die Zufuhr eines Druckmediums umfassen, beispielsweise in Form eines Druckluftanschlusses, wobei der Anschlussbereich mit wenigstens einem der Hohlkörper fluidleitend verbindbar ist. Die fluidleitende Verbindung kann dabei über Bohrungen durch das Adapterstück und/oder die Hohlkörper erfolgen. Der Anschlussbereich kann ferner als eine Bohrung bereitgestellt sein, die sich bis zu dem Verbindungskanal erstreckt und beispielsweise quer zu einer Grundkörper-Längsachse oder Verbindungsachse verläuft. Der Anschlussbereich kann somit allgemein kanalförmig ausgebildet sein sowie optional ein Gewinde zum Anschließen einer Druckluftleitung umfassen. Beispielsweise befindet sich der Anschlussbereich dabei im Bereich einer axialen Mitte des Verbindungskanals beziehungsweise nahe eines Kopplungsbereiches der Adapterstücke und/oder der Hohlkörper. Allgemein kann dabei vorgesehen sein, dass ein die Kupplungsvorrichtung umfassendes Montagesystem dazu ausgebildet ist, nach Maßgabe von Betriebszuständen des Montagesystems und/oder von Sensorsignalen der Sensoreinheit kontinuierlich oder temporär eine Druckluftzufuhr über den Anschlussbereich vorzunehmen. Der Zeitpunkt, die Dauer und/oder das Volumen der zugeführten Druckluft können dabei nach Maßgabe eines erfassten Bauteil-Durchgangs durch die Kupplungsvorrichtung, einer vorgegebenen Taktzeit und/oder einer Länge der langgestreckten Hohlkörper gewählt sein.

In diesem Zusammenhang sieht eine Weiterbildung vor, dass die Kupplungsvorrichtung ein Adapterzwischenstück umfasst, das derart in der Kupplungsvorrichtung anordenbar ist, dass wenigstens einer der Hohlkörper über das Adapterzwischenstück mit dem Anschlussbereich fluitleitend verbindbar ist. Dabei kann das Adapterzwischenstück benachbart zu wenigstens einem Adapterstück angeordnet sein und insbesondere hiermit in Anlage stehen. Zum Beispiel ist das Adapterzwischenstück zwischen zwei Adapterstücken angeordnet, die jeweils einen der Hohlkörper aufnehmen, und dabei beispielsweise ebenfalls in dem Verbindungskanal des Hohlkörpers positioniert. Das Adapterzwischenstück kann ferner einen Hohlraum umfassen, der mit wenigstens einem der Hohlkörper fluitleitend verbindbar ist, um die vorstehend beschriebene Druckluftversorgung zu gewährleisten. Insbesondere kann vorgesehen sein, dass der Hohlraum kanalförmig und/oder als Durchgangsbohrung ausgebildet ist sowie zum Beispiel ein Innenprofil aufweist, dass demjenigen der Hohlkörper im Wesentlichen entspricht (insbesondere ein T-förmiges Profil zum Transport von Nieten). Das Adapterzwischenstück kann ferner eine Ringnut umfassen, die mit dem Druckluft-Anschlussbereich fluidleitend verbunden ist und von der sich beispielsweise Bohrungen in den Hohlraum erstrecken.

Allgemein ist ferner festzuhalten, dass der Begriff Druckluft vorliegend auch geeignete Gase oder Gasgemische einschließen kann und nicht lediglich komprimierte Umgebungsluft.

Die Offenbarung betrifft ferner eine Baugruppe, umfassend eine Kupplungsvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche und wenigstens ein weiteres austauschbares Adapterstück, wobei die Adapterstücke zur Aufnahme von Hohlkörpern mit voneinander verschiedenen Querschnittsabmessungen ausgebildet sind.

Mit anderen Worten ist hierbei vorgesehen, dass sich die Querschnittsabmessungen der langgestreckten Hohlkörper, die von den Adapterstücken jeweils aufnehmbar sind, voneinander unterscheiden. Diese Baugruppe vereinfacht das vorstehende erläuterte Umrüsten der Kupplungsvorrichtung bei sich ändernden Montageaufgaben, da hier lediglich die Adapterstücke je nach den zu koppelnden Hohlkörpern ausgetauscht werden müssen.

Ferner betrifft Die Offenbarung ein Montagesystem, umfassend wenigstens eine Kupplungsvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche und zwei langgestreckte Hohlkörper, die mit der Kupplungsvorrichtung verbindbar sind, wobei die langgestreckten Hohlkörper als Zuführschläuche für Montageelemente zu einer Werkzeugeinheit ausgebildet sind. Bei dieser Variante sind die Hohlkörper demnach dazu ausgebildet, Bauteile beispielsweise von einer Speichereinheit zu einer Werkzeugeinheit zu leiten. Die Speicher- und/oder Werkzeugeinheit können dabei Bestandteil des Montagesystems oder separat von diesem ausgebildet sein.

In diesem Zusammenhang kann auch vorgesehen sein, dass die Montageelemente Verbindungselemente und insbesondere Nieten umfassen. Entsprechend kann es sich bei den Hohlkörpern um Nietzufuhrschläuche handeln, beziehungsweise sogenannte Nietseelen. Diese können allgemein langgestreckt und mit einem geeigneten Quer- schnittsprofil ausgebildet sein (insbesondere T-förmig), um die Nieten unter Aufrechterhaltung einer bevorzugten Lageorientierung zu der Werkzeugeinheit zu transportieren.

Schließlich kann das Montagesystem auch dazu ausgebildet sein, die Zufuhr der Montageelemente zu der Werkzeugeinheit unter einer Druckluftbeaufschlagung der Zuführschläuche vorzunehmen. Im Fall von Nietzufuhrschläuchen kann somit vorgesehen sein, dass die Nieten mittels Druckluft durch und entlang der Schläuche bewegt werden, um zu der Werkzeugeinheit zu gelangen. In diesem Zusammenhang ist es besonders vorteilhaft, wenn die Kupplungsvorrichtung eine fluidisch abdichtende Verbindung der zu koppelnden Nietschläuche ermöglicht, wie vorstehend erläutert.

Das Montagesystem kann ferner einen Industrieroboter mit einer Mehrzahl von beweglichen Robotergliedern umfassen, wobei die Kupplungsvorrichtung an einem der Roboterglieder angeordnet ist. Der Industrieroboter kann bekanntermaßen als 6- Achsen-Knickarmroboter ausgebildet sein, wobei die Roboterglieder über die Roboterachsen verbunden und relativ zueinander beweglich sind. Das Anordnen der Kupplungsvorrichtung unmittelbar an dem Industrieroboter ermöglicht ein Anordnen nahe der Werkzeugeinheit sowie einen vergleichsweise großen Abstand zu einer etwaigen Speichereinheit der Montageelemente. Dies bedeutet, dass die besonders verschleiß- intensiven und somit häufig auszutauschenden Bereiche des Hohlkörpers nahe der Werkzeugeinheit als vergleichsweise kurze Hohlkörper- beziehungsweise Schlauchabschnitte ausgebildet sein können, wodurch die Wartungs- und Erneuerungskosten entsprechend niedrig gehalten werden können (siehe auch nachfolgende Erläute ¬ rung).

Eine Weiterbildung sieht vor, dass die Roboterglieder einer kinematische Kette bilden, an deren Ende ein Anschlussbereich für die Werkzeugeinheit angeordnet ist, und die Kupplungsvorrichtung an einem Roboterglied angebracht ist, das um maximal vier Roboterglieder von dem Anschlussbereich beabstandet ist. Alternativ kann die Kupplungsvorrichtung an einem Roboterglied angebracht sein, das um maximal drei, zwei oder lediglich ein Roboterglied von dem Anschlussbereich beabstandet ist oder an demjenigen Roboterglied, das dem Anschlussbereich unmittelbar vorgelagert oder mit diesem ausgebildet ist. Mit anderen Worten sieht diese Variante vor, die Kupplungseinrichtung möglichst nahe an der Werkzeugeinheit anzuordnen.

Die Erfinder haben erkannt, dass in diesem Bereich des Industrieroboters vergleichsweise große Bewegungen auf kleinem Raum stattfinden können, wodurch die Hohlkörper entsprechend stark deformiert und/oder mehrfach umgelenkt werden. Dies erhöht den Verschleiß, sodass dort verlaufenden Hohlkörperabschnitte vergleichsweise früh ausgetauscht werden müssen. Durch Anordnen der Kupplungseinrichtung in diesem Bereich kann somit gewährleistet werden, dass ein längerer erster Hohlkörper, der beispielsweise zu einer Speichereinheit für die Montageelemente führt, über einen längeren Zeitraum verwendet werden kann. Ein stärker deformierter kürzerer zweiter Hohlkörper, der von der Kupplungsvorrichtung zu der Werkzeugeinheit führt, kann hingegen nach kürzeren Zeitabständen schnell und aufwandsarm ausgetauscht werden. Im Ergebnis verringert dies die Kosten, da beim Erreichen einer Verschleißgrenze in der Regel nur der kürzere zweite Hohlkörper ausgetauscht werden muss, während der wenig belastete erste Hohlkörper beibehalten werden kann.

Die vorliegende Offenbarung soll weiter anhand von Figuren erläutert werden. Diese Figuren zeigen schematisch:

Figur 1 eine Darstellung eines Montagesystems umfassend eine Kupplungsvorrichtung gemäß einem Ausführungsbeispiel; Figur 2 eine Einzelteilansicht der Kupplungsvorrichtung aus Figur 1 mit darin aufgenommenen Hohlkörpern;

Figuren 3a, 3b Einzelteilansichten eines Adapterstücks der Kupplungsvorrichtung aus Figur 2 in einem geöffneten wie auch den Hohlkörper umschließenden Zustand;

Figuren 4a, 4b Detailansichten der Kupplungsvorrichtung gemäß dem Ausführungsbeispiel, die das in einem Führungskanal aufgenommene Adapterstück zeigen;

Figur 5 eine Detailansicht der Kupplungsvorrichtung gemäß dem Ausführungsbeispiel, die eine Klemmeinrichtung in Form einer Gewinde- Mutter-Anordnung zeigt;

Figur 6 eine Schnittansicht der Kupplungsvorrichtung aus Figur 2 zum

Erläutern einer darin angeordneten Sensoreinheit;

Figur 7 eine Schnittansicht einer Kupplungsvorrichtung gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel; und

Figur 8 eine Einzelteilansicht eines Adapterzwischenstücks der Kupplungsvorrichtung aus Figur7.

Im Folgenden werden, ohne hierauf beschränkt zu sein, spezifische Details dargelegt, um ein vollständiges Verständnis der vorliegenden Offenbarung zu liefern. Es ist einem Fachmann jedoch klar, dass die vorliegende Offenbarung in anderen Ausführungsbeispielen verwendet werden kann, die von den nachfolgend dargelegten Details abweichen können. Beispielsweise werden im Folgenden spezifische

Konfigurationen und Ausgestaltungen einer Kupplungsvorrichtung und eines Montagesystems beschrieben, die nicht als einschränkend anzusehen sind. Ferner sind verschiedene Anwendungsgebiete der Kupplungsvorrichtung denkbar. Rein beispielhaft seien an dieser Stelle nur die Anwendung zum Verbinden von fluidführenden Schläuchen sowie von Kabelschächten oder -kanälen genannt.

Ein spezifischer beispielhafter Einsatzbereich des im Folgenden näher beschriebenen Montagesystems und dessen Kupplungsvorrichtung liegt im Bereich der automatisierten Montage mittels eines Industrieroboters, insbesondere zur Durchführung automa- tisierter Nietprozesse. In diesen Fällen ist es bekannt, einer an dem Industrieroboter angeordneten Werkzeugeinheit über druckluftbeaufschlagte Nietzuführschläuche Niete aus einer Speichereinheit zuzuführen, wobei die Nietzuführschläuche mittels der Kupplungsvorrichtung gekoppelt sind.

Figur 1 zeigt ein Montagesystem 10 umfassend eine Kuppiungsvorrichtung 12 gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel. Das Montagesystem 10 umfasst einen Industrieroboter 14, der als herkömmlicher 6-Achsen-Knickarmroboter ausgebildet ist und eine Mehrzahl von Robotergliedern Rl bis R6 umfasst. Diese sind über die einzelnen Achsen XI bis X6 miteinander verbunden und relativ zueinander beweglich. Dabei bilden die Roboterglieder R1-R6 eine offene kinematische Kette, an deren Ende ein Anschlussbereich 16 ausgebildet ist, der mit einer Niet-Werkzeugeinheit 18 gekoppelt ist. Diese kann in bekannter Weise ihr zugeführte Nieten in Bauteile einsetzen und vernieten (hier schematisch am Beispiel eines Fahrzeugs 20 gezeigt).

Ferner erkennt man in Figur 1 eine Speichereinheit 22, in der die losen Nieten zunächst ungeordnet aufgenommen werden. Über eine Vereinzelungseinrichtung 24 der Speichereinheit 22 können die Nieten vereinzelt und in bevorzugter Weise lageorientiert werden (beispielsweise durch einen Vibrationswendelförderer mit entsprechenden Sortier-Schikanen). Bei den allgemeinen T-förmigen Nieten ist im gezeigten Fall eine aufrechte T-Ausrichtung am Auslauf der Vereinzelungseinrichtung 24 vorgesehen, wobei die Nieten mit dieser Ausrichtung in einen langgestreckten Hohlkörper in Form eines Nietzufuhrschlauchs 26 gelangen. Wie nachstehend erläutert, ist der Nietzufuhrschlauch 26 ebenfalls entsprechend T-profiliert, sodass die Ausrichtung der zugeführten Nieten bei einem Transport durch den Schlauch 26 aufrechterhalten werden kann.

Die Speichereinheit 22 ist ferner dazu ausgebildet, ein Druckgefälle zwischen der Vereinzelungseinrichtung 24 und der Werkzeugeinheit 18 zu erzeugen, sodass die Nieten per Druckluft durch den Nietzufuhrschlauch 26 in Richtung der Werkzeugeinheit 18 transportiert werden.

Derartige Lösungen sind aus dem Stand der Technik prinzipiell bekannt. In Abweichung hiervon sieht die Lösung gemäß Figur 1 jedoch die Kupplungsvorrichtung 12 vor, um zwei einzelne Nietzufuhrschläuche 26,28 an dem Roboter 14 miteinander zu koppeln. Genauer gesagt verläuft ein erster Nietzufuhrschlauch 26 von der Speichereinheit 22 und insbesondere der Vereinzelungseinrichtung 24 bis zu der Kupplungsvorrichtung 12 am Roboter 14. Ein zweiter Nietzufuhrschlauch 28 erstreckt sich hingegen von der Kupplungsvorrichtung 12 entlang der weiteren Roboterglieder R4- R6 bis zu der Werkzeugeinheit 18.

Die Nietzufuhrschläuche 26,28 sind dabei in der nachstehend erläuterten Weise derart über die Kupplungsvorrichtung 12 miteinander verbunden, dass die Nieten aus der Speichereinheit 22 durchgängig und ohne wesentlichen Luftdruckverlust zu der Werkzeugeinheit 18 transportiert werden können.

Im Folgenden werden anhand der weiteren Figuren einzelne Komponenten und Funktionen der Kupplungsvorrichtung 12 näher erläutert, wobei diese teilweise in verschiedenen Betriebszuständen gezeigt ist, beispielsweise mit einem lediglich einseitig aufgenommenen Nietzufuhrschlauch 26,28. Auch können die Ansichten in den verschiedenen Figuren unterschiedlich orientiert sein beziehungsweise aus unterschiedlichen Blickwinkeln erfolgen, was sich insbesondere in verschieden abgebildeten Ausrichtungen der T-Innenprofile der Nietzufuhrschläuche 26,28 äußern kann. Es versteht sich jedoch, dass sich die folgenden Abbildungen und Erläuterungen auf ein und dieselbe Ausführungsform beziehen.

Figur 2 zeigt die Kupplungsvorrichtung 12 in schematischer Einzelteildarstellung. Man erkennt, dass die Kupplungsvorrichtung 12 einen massiven Grundkörper 30 umfasst, der vorliegend als Aluminiumblock ausgebildet ist. Der Grundkörper 30 weist an gegenüberliegenden Seitenwandbereichen jeweils eine erste und zweite Aufnahmeöffnung 32,34 auf, die in der Ansicht von Figur 2 verdeckt sind. Die Aufnahmeöffnungen 32,34 nehmen jeweils eine Klemmeinrichtung in Form einer Mutter-Gewinde- Anordnung 36 auf, die nachstehend detaillierter erläutert wird.

Man erkennt ferner, dass die Aufnahmeöffnungen 32,34 derart relativ zueinander angeordnet sind, dass sie auf einer gemeinsamen Verbindungsachse V liegen, die sich geradlinig durch den Grundkörper 30 erstreckt. Hierbei sind die Aufnahmeöff- nungen 32,34 durch einen ebenfalls nachfolgend erläuterten Verbindungskanal 41 in Form einer Durchgangsbohrung miteinander verbunden.

Schließlich ist in Figur 2 auch die Aufnahme von offenen Enden der Nietzufuhrschläuche 26,28 in den Aufnahmeöffnungen 32,34 angedeutet. Dabei ist im Figur 2 linken Fall ein Nietzufuhrschlauch 26 in Form einer sogenannten nicht-ummantelten Nietseele gezeigt, die als ein langgestreckter T-profilierter Ku nststoff höh I körper ausgebildet ist, der die Nieten unter Aufrechterhaltung der bevorzugten Ausrichtung in Richtung der Werkzeugeinheit 18 transportiert. Im in Figur 2 rechten Fall ist die Nietseele hingegen nicht erkennbar sondern durch ein flexibles Material ummantelt, um sie vor Umwelteinflüssen zu schützen. Allerdings ist auch in diesem Fall vorgesehen, dass lediglich eine gleichartige ausgebildete Nietseele in die Aufnahmeöffnungen 34 eintritt sowie in einem dort angeordneten Adapterstück 40 aufgenommen ist (jeweils nicht dargestellt). Mit anderen Worten wird die Ummantelung an dem entsprechenden offenen Ende des rechten Nietzufuhrschlauchs 28 gezielt entfernt bzw. „abisoliert" und die Nietseele in diesem Bereich dadurch freigelegt.

Es versteht sich, dass diese Darstellungen lediglich beispielhaft sind und die Nietzufuhrschläuche 26,28 allgemein wahlweise als ummantelte oder nicht ummantelte Nietseele ausgebildet sein können oder auch als einfacher rund-profilierter Kunststoffschlauch. In jedem Fall ist in Figur 2 ferner angedeutet, dass die Längsachsen L der Nietzufuhrschläuche 26,28 ebenfalls entlang der Verbindungsachse V verlaufen, so dass die Nieten im Wesentlichen geradlinig durch die Kuppiungseinrichtung 12 transportiert werden können.

Bezugnehmend auf die Figuren 3a,3b werden im Folgenden die in den Aufnahmeöff- nungen 32,34 aufgenommenen und im Verbindungskanal 41 festgeklemmten Adapterstücke 40 näher erläutert. Dabei wird beispielhaft nur ein Adapterstück 40 erläutert, dass jedoch prinzipiell in beide Aufnahmeöffnung 32,34 einsetzbar und in dem jeglicher der Nietzufuhrschläuche 26,28 aus Fig. 2 aufnehmbar ist.

In Figur a erkennt man zunächst wiederum einen als T-profilierte Nietseele ausgebildeten Nietzufuhrschlauch 26,28. Dabei wird erneut deutlich, dass die Nieten mit einer bei dieser Darstellung aufrechten T-Ausrichtung entlang der Längs- beziehungsweise Verbindungsachse L,V durch den Nietzufuhrschlauch 26,28 transportiert werden können. Ferner wird ersichtlich, dass das Adapterstück 40 zweiteilig ausgebildet ist und zwei zusammensetzbare Einzelteile 42,44 umfasst. Die Einzelteile 42,44 sind dabei entlang einer die Längsachse L des Nietzufuhrschlauchs 26,28 enthaltenen Ebene geteilt und zusammensetzbar. Ferner weisen sie jeweils einen langgestreckten Innenabschnitt 46 in Form einer Ausnehmung mit einseitig geöffnetem Rechteckprofil auf. Die Innenabschnitte 46 bilden jeweils einen Teilbereich eines Innenprofils 48 des Adapterstücks 40 und definieren somit einen Aufnahmebereich des Adapterstücks für die Nietzufuhrschläuche 26,28 (s.a. nachfolgend erläuterte Darstellung des Innenprofils 48 in Figur 4a).

Man erkennt ferner, dass der Innenabschnitt 46 des in Figur 3a linken Einzelteils 42 mit einer größeren Breite Bl quer zu der Längs- bzw. Verbind ungsachse L,V ausge- bildet ist als die Breite B2 des rechten Einzelteils 44. Dies hat zur Folge, dass das Innenprofil 48 des zusammengesetzten Adapterstücks 40 ein zu dem zugeordneten Nietzufuhrschlauch 26,28 korrespondierendes T-förmiges Innenquerschnittsprofil aufweist. Folglich kann das Adapterstück 40 in dem in Figur 3b gezeigten zusammengesetzten Zustand den Nietzufuhrschlauch 26,28 formschlüssig umgeben. Aus den Figuren 3a, b ergibt sich ferner, dass das Adapterstück 40 mit einem achteckigen Außenprofil ausgebildet ist.

Schließlich erkennt man in Figur 3b, dass das Adapterstück 40 eine axiale Länge X entlang der Längs- bzw. Verbindungsachse L,V sowie eine Verbindungsstirnfläche 45 aufweist, mit der es in der nachstehend beschriebenen Weise mit einem gegenüberliegenden Adapterstück 40 koppelbar ist. Dabei ist vorgesehen, dass der aufgenommene Nietzufuhrschlauch 26,28 derart weit in das Adapterstück 40 eingeschoben ist, dass eine Stirnfläche von dessen offenem Ende 47 (vgl. Figur 3a) mit der Verbindungsstirnfläche 45 des Adapterstückes 40 fluchtet.

Das Anordnen der Adapterstücke 40 mit den darin aufgenommenen Nietzufuhrschläuchen 26,28 in der Kupplungsvorrichtung 12 wird im Folgenden anhand der Figuren 4a,b erläutert. Figur 4a stellt beispielhaft eine Ansicht durch eine der Mutter- Gewinde-Anordnungen 36 und die zugeordnete Aufnahmeöffnung 32,34 aus Fig. 2 in den Verbindungskanal 41 dar. Dabei ist in der gegenüberliegenden Aufnahmeöffnung 32,34 ein Adapterstück 40 mit darin aufgenommenem Nietzufuhrschlauch 26,28 zu erkennen, dass in den Verbindungskanal 41 hineingeschoben ist. Man erkennt erneut die Durchlässigkeit beziehungsweise hohle Ausbildung des Nietzufuhrschlauches 26,28 (siehe Hohlraum 50 in Figur 4a) sowie das korrespondierend zu dessen Querschnittsprofil ausgebildete T-Innenprofil 48 des Adapterstücks 40.

Ferner erkennt man in den Seitenwänden des Verbindungskanals 41 Klemmeinrichtungen in Form von federvorgespannten Rollen 52, die in Anlage mit den Adapterstücken 40 bringbare Druckelemente bilden. Die Druckelemente 52 sind an jeweils einander gegenüberliegenden Positionen in den Seitenwänden des Verbindungskanals 41 und auf gleicher axialer Höhe entlang der Verbindungsachse V positioniert, so dass sie ein eingeschobenes Adapterstück 40 gleichmäßig umgeben können. Die entsprechenden Positionen der Druckelemente 52 sind in Figur 4b schematisch angedeutet.

Die axiale Position der Druckelemente 52 in dem Verbindungskanal 41 verdeutlicht sich ferner aus Figur 2. Der Verlauf des Verbindungskanals 41 ist in dieser Figur schematisch per Strichlinien angedeutet. Man erkennt, dass sich dieser mit einer axialen Länge LI geradlinig entlang der Verbindungsachse V zwischen den Aufnahmeöffnungen 32,34 erstreckt. Eine mittlere Querschnittsebene M (beziehungsweise eine axiale Mitte M) des Verbindungskanals 41 ist dabei gesondert markiert und befindet sich auf Hälfte der axialen Länge LI. Ferner sind zwei weitere Querschnittsebenen D des Verbindungskanals 41 eingetragen, die beidseits der axialen Mitte M liegen, und insbesondere näher an den Aufnahmeöffnungen 32, 34 als an der axialen Mitte M positioniert sind. In diesen Querschnittsebenen D sind jeweils vier Druckelemente 52 angeordnet und gemäß den Figuren 4a,4b in den Seitenwänden des Ver ¬ bindungskanals 41 positioniert. Somit wird jedes Adapterstück 40, das durch eine der Aufnahmeöffnung 32, 34 eingeführt wird, von einer jeweiligen Druckelemente- Anordnung 52 in den Querschnittsebenen D umgeben und mit diesen in Anlage gebracht. Aufgrund der rollenförmigen Gestaltung und drehbaren Lagerung der Druckelemente 52 können die Adapterstücke 40 dabei leicht an diesen vorbeigeschoben werden. Gelichzeitig erzeugt die Federvorspannung der Druckelemente 52 jedoch radial einwärts wirkende Klemmkräfte, so dass die Adapterstücke 40 innerhalb des Verbindungskanals 41 zentriert werden.

Wie in Figur 4b gezeigt, ist ferner zu beachten, dass der Verbindungskanal 41 ein besonders gestaltetes Kanalinnenprofil 54 aufweist, um eine Fehlorientierung der Adapterstücke 40 zu vermeiden. Im Detail ist das Kanalinnenprofil 54 rechteckig ausgebildet, wobei die Ecken jeweils gerundet sind, um das polygonalen Außenprofil der Adapterstücke 40 aufnehmen zu können. Folglich weist das Kanalinnenprofil zwei unterschiedliche Seitenlängen S1,S2 auf, wobei die in Figur 4b gezeigte Seitenlänge Sl die Seitenlänge S2 geringfügig überschreitet. Die unterschiedlichen Seitenlängen S1,S2 korrespondieren mit den Abmessungen des Außenprofils des Adapterstücks 40 in der Art und Weise, dass das Adapterstück 40 nur unter vorbestimmten Orientierungen in die Kupplungsvorrichtung 12 eingeschoben werden kann. Genauer gesagt ist ein Einführen nur mit entweder der in Figur 4b angedeuteten Orientierung (auf dem Kopf stehendes T-Innenprofil 48) oder mit einer um 180° um die Verbindungsachse V gedrehten Orientierung möglich (aufrechtes T-Innenprofil 48, vergleiche Figur 3a). Es versteht sich, dass dies auf beide Adapterstücke 40 zutrifft, die durch die jeweiligen Aufnahmeöffnungen 32,34 eingeführt werden, sodass Fehlorientierung relativ zueinander vermieden werden können. Ferner versteht es sich, dass das Kanalinnenprofil 54 auch prinzipiell derart ausgebildet sein kann, dass nur eine Orientierung der Adapterstücke 40 bei einer Aufnahme in dem Verbindungskanal 41 möglich ist. Bezugnehmend auf die vorstehend diskutierten Figuren wird im Folgenden die Funktionsweise der Kupplungsvorrichtung 12 erläutert. Bei einem erstmaligen Einrichten des Montagesystems 10 oder einer zwischenzeitlich erfolgenden Wartung werden zunächst passende Nietzufuhrschläuche 26,28 für die aktuell zu transportierenden Nieten gewählt. Je nach Querschnittsprofil dieser Nietzufuhrschläuche 26,28 wird anschließend ein Adapterstück 40 gewählt. Hierzu werden jeweils geeignete Einzelteile 42,44 zusammengesetzt, mit denen ein passend zu diesem Querschnittsprofil profiliertes Innenprofil 48 das Adapterstück 40 gebildet werden kann. Anschließend werden die Adapterstücke 40 mit darin angeordneten Nietzufuhrschiäuchen 26,28 durch jeweils eine der Aufnahmeöffnungen 32,34 in die Kupplungsvorrichtung 12 eingeführt und entlang der Verbindungsachse V aufeinander zu bewegt. Dabei werden sie durch Einwirken der Druckelemente 52 in den jeweiligen Querschnittsebenen D zentriert. Im Bereich der axialen Mitte M des Verbindungskanals 41 stoßen die Adapterstücke 40 dann mit ihren Verbindungsstirnflächen 45 zusammen, wodurch auch die entsprechenden Stirnflächen der Nietzufuhrschläuche 26,28 in Anlage miteinander gebracht werden. Dabei ist die Länge X der Adapterstücke 40 derart gewählt, das diese sich ausgehend von der axialen Mitte M des Verbindungskanals 41 bis nahe zu den Aufnahmeöffnungen 32,34 durch die Querschnittsebenen D hindurch erstrecken und dort von den Druckelementen 52 geklemmt werden. Aufgrund des formschlüssigen Umschließens der Nietzufuhrschläuche 26,28 durch die Adapterstücke 40 sowie das Umschließen dieser Adapterstücke 40 durch den Verbindungskanal 41 können die Nieten aus der Speichereinheit 22 von Figur 1 ohne wesentlichen Druckluftverlust oder sonstige Komplikationen von dem ersten in den zweiten Nietzufuhrschlauch 26,28 übergehen und zu der Werkzeugeinheit 18 transportiert werden.

Ist es nun im Rahmen einer sich ändernden Montageaufgabe erforderlich, andere Nieten zu transportieren, die andere Nietzufuhrschläuche 26,28 erfordern, reicht es aus, lediglich die Adapterstücke 40 neu zu wählen und/oder anzupassen, sodass diese die andersartig profilierten Nietzufuhrschläuche 26,28 aufnehmen können. Die Kupplungsvorrichtung 12 muss hingegen nicht gesondert angepasst werden und kann ohne weitere Änderungen am Roboter 14 verbleiben. Tritt ferner Verschleiß auf, ist es in der Regel ausreichend, lediglich den kürzeren zweiten Nietzufuhrschlauch 28 zwischen der Kupplungsvorrichtung 12 und der Werkzeugeinheit 18 auszutauschen, während der längere erstere Nietzufuhrschlauch 26 über einen längeren Zeitraum verwendet werden kann.

Die vorstehende Funktionsweise sowie insbesondere das Klemmen und druckverlust- arme Verbinden der Nietzufuhrschläuche 26,28 wird ferner durch die Mutter- Gewinde-Anordnungen 36 in den Aufnahmeöffnungen 32,34 verbessert. Aus einer Zusammenschau der Figuren 2 und 5 erkennt man dabei, dass die Mutter-Gewinde- Anordnungen 36 jeweils einen ringförmigen Basiskörper 60 aufweisen, an dessen Außenumfangsfläche ein Gewinde 61 geformt ist. Auf dem Gewinde 61 ist eine Mutter 62 angeordnet und in Folge einer Schraubbewegung entlang der Verbindungsachse V vor und zurück bewegbar. Sowohl der Basiskörper 60 als auch die Mutter 62 weisen dabei an ihren Innenumfangsflächen einander axial gegenüberliegende Anschlagflächen 64 auf, wie in Figur 5 schematisch für die Mutter 60 angedeutet. Bei einem Aufschrauben der Mutter 62 auf das Gewinde 61 wird der axiale Abstand zwischen diesen Anschlagflächen 64 somit verringert. Hierdurch wird ein Klemmelement 66 axial komprimiert und radial einwärts gedrängt, so dass sich die jeweilige Aufnahmeöffnung 32,34 verengt. Hierdurch kann der darin aufgenommene Nietzufuhrschlauch 26,28 zusätzlich geklemmt und gegen über der Umgebung fluidisch abgedichtet werden.

Man beachte, dass in Figur 5 die rechte Aufnahmeöffnung 34 aus Figur 2 gezeigt ist, die den ummantelten Nietzufuhrschlauch 28 aufnimmt und mittels der Mutter- Gewinde-Anordnung 36 klemmt und abdichtet. Wie vorstehend erläutert, ist die Ummantelung des Nietzufuhrschlauchs 28 an dessen Ende entfernt, so dass die darin enthaltene und analog zu den Figuren 3a,b ausgebildete Nietseele unmittelbar in einem Adapterstück 40 aufnehmbar ist. Andererseits zeigt die in Figur 2 linke Mutter- Gewinde-Anordnung 36, dass auch ein nicht ummantelter Nietzufuhrschlauch 28 in Form einer reinen Nietseele unmittelbar in einer Mutter-Gewinde-Anordnung 36 aufnehmbar und klemmbar ist. Ferner ist eine Variante denkbar, bei der sich zumindest eines der Adapterstücke 40 von der axialen Mitte M des Verbindungskanals 41 mit einer vergrößerten Länge X bis über die zugeordnete Aufnahmeöffnung 32,34 hinaus erstreckt und somit ebenfalls unmittelbar von einer entsprechenden Mutter- Gewinde-Anordnung 36 aufnehmbar und klemmbar ist.

Abschließend sei ferner auf eine Sensoreinheit 70 verwiesen, die gemäß Figuren 2 und 6 in eine Durchgangsgewindebohrung 72 in den Grundkörper 30 einsetzbar und nahe der axialen Mitte M positioniert ist. Die Sensoreinheit 70 ist dazu ausgebildet, ein Passieren der Nieten durch die Adapterstücke 40 und den darin aufgenommenen, in Figur 6 jeweils nicht ummantelt dargestellten Nietseelen 26,28 im Bereich der axialen Mitte M zu erfassen. Dabei kann sie entsprechende Sensorsignale generieren, um einem Bediener (zumindest indirekt) Rückmeldung über ein erfolgreiches Koppeln und die Durchgängigkeit der Nietzufuhrschläuche 26,28 zu geben. Allgemein erfasst die Sensoreinheit 70 den Durchgang eines metallischen Niets durch die aus Kunst- Stoff hergestellten Adapterstücke 40 und Nietzufuhrschläuche 26,28 kapazitiv oder induktiv und erzeugt einen entsprechenden Signalimpuls. Bleibt ein Niet in dem Erfassungsbereich der Sensoreinheit 70 stecken, wird die anhaltende Präsenz dieses Bauteils durch ein entsprechendes Dauersignal angezeigt, woraufhin eine nicht dargestellte Steuereinheit des Montagesystems Warnsignale ausgeben oder den Luftdruck in den Nietzufuhrschläuche 26,28 anpassen kann. Gleiches gilt für den Fall, dass ein Sensorsignal zu einem vorbestimmten Zeitpunkt ausbleibt sowie zu spät oder zu früh erzeugt wird, was kritisch für das Einhalten vorgegebener Montagetaktzeiten ist (siehe auch nachfolgende Erläuterung).

Figur 6 zeigt beispielhaft zwei Sensoreinheiten 70, die in einer jeweiligen Durchgangsgewindebohrung 72 eingesetzt sind. Es ist jedoch ebenso vorgesehen, lediglich eine Sensoreinheit 70 zu verwenden. Der Vollständigkeit halber sei ferner erwähnt, dass man in Figur 6 auch einen aufgeweiteten Aufnahmebereich 74 der Aufnahmeöffnungen 32,34 erkennt, in dem die in dieser Darstellung nicht gezeigte Mutter- Gewinde-Anordnungen 36 aufnehmbar sind. Daran schließt sich das Kanalinnenprofil 54 an, um die vorstehend erläuterte Fehlorientierung der Adapterstücke 40 zu vermeiden.

Anhand der Figuren 7 und 8 wird eine weitere Ausführungsform der Kupplungsvorrichtung 12 erläutert, die eine zusätzliche Druckluftzufuhr in die Nietzufuhrschläuche 26,28 ermöglicht. Dabei zeigt Figur 7 eine Schnittansicht, bei der die

Schnittebene die Verbindungsachse V enthält. Man erkennt wiederum den gleichartig zu Figur 6 ausgebildeten Grundkörper 30 mit dem länglichen Verbindungskanal 41, der zwei Adapterstücke 40 mit darin angeordneten Nietzufuhrschläuchen 26,28 aufnimmt. Ferner erkennt man eine gleichartig zu Figur 6 ausgebildete Sensoreinheit 70, die in diesem Fall jedoch zwischen der axialen Mitte M und dem zweiten Nietzufuhrschlauch 28 angeordnet ist (also in die Förderrichtung F betrachtet zwischen der axialen Mitte M und der ausgangsseitigen Aufnahmeöffnung 34 beziehungsweise zwischen dem Kopplungsbereich der Adapterstücke 40 und der entsprechenden Aufnahmeöffnung 34). Somit kann die Sensoreinheit 70 nach wie vor feststellen, ob zu fördernde Niete zuverlässig durch die Kupplungsvorrichtung 12 transportiert werden und insbesondere von einem Nietzufuhrschlauch 26,28 störungsfrei in den anderen übergehen.

Im Bereich der axialen Mitte M sind stattdessen durch Querbohrungen geformte Anschlusskanäle 74 vorgesehen, wobei prinzipiell auch ein einzelner derartiger Anschlusskanal 74 ausreicht. Diese Kanäle 74 sind mit einer nicht dargestellten Druck- luftversorgungseinrichtung des Montagesystems 10 verbunden und bilden Anschlussbereiche der Kupplungsvorrichtung 12, um kontinuierlich oder temporär Druckluft in die Nietzufuhrschläuche 26,28 einzuspeisen. Hierzu umfasst die Kupplungsvorrichtung 12 ein Adapterzwischenstück 76, das entlang der Verbindungsachse V betrachtet zwischen den Adapterstücken 40 angeordnet ist und mit diesen jeweils in Anlage steht. Das Adapterzwischenstück 76 umfasst einen kanalartigen Hohlraum (nicht dargestellt), der gleichartig zu dem T- Innenprofil der Nietzufuhrschläuche 26,28 geformt sowie als Durchgansbohrung entlang der Verbindungsachse V ausgebildet ist. Ferner weist das Adapterzwischenstück 76 ein gleichartiges Außenprofil wie die Adapterstücke 40 auf und ist somit ebenfalls mit einer vorbestimmten Orientierung innerhalb des Verbindungskanals 41 angeordnet.

Im Ergebnis fluchtet somit der Hohlraum des Adapterzwischenstücks 76 mit den Innenprofilen der Nietzufuhrschläuche 26,28, sodass ein Niet durchgängig entlang der Verbindungsachse V transportiert und von dem ersten Nietzufuhrschlauch 26 in den Hohlraum des Adapterzwischenstücks 76 und von dort in den zweiten Nietzufuhrschlauch 28 übergehen kann.

Wie in Figur 8 gesondert hervorgehoben, umfasst das Adapterzwischenstück 76 ferner eine Ringnut 78, die eine Außenumfangsfläche sowie die Verbindungsachse V umläuft. Ausgehend von der Ringnut 78 erstrecken sich mehrere Bohrungen 80 in den profilierten Hohlraum des Adapterzwischenstücks 76. Hierzu reicht prinzipiell eine einzige derartige Bohrung 80 aus. Zum Beispiel sind jedoch vier Bohrungen 80 vorgesehen, die gleichmäßig entlang der Ringnut 78 verteilt sind. Wie in den Figuren 7 und 8 durch Pfeile L2 angedeutet, kann somit Druckluft über die Kanäle 74 und die Bohrungen 80 in den Hohlraum des Adapterstückes 76 gelangen und hierüber auch in die damit fluchtenden Innenprofile der Nietzufuhrschläuche 26,28. Insbesondere kann Druckluft in den zu der Werkzeugeinheit 18 führenden zweiten Nietzufuhrschlauch 28 eingespeist werden, um den Niettransport zu beschleunigen.

Das Montagesystem 10 beziehungsweise eine nicht dargestellte Steuereinheit hiervon kann allgemein dazu ausgebildet sein, die Druckluftzufuhr über die Anschlusskanäle 74 kontinuierlich oder nach Maßgabe von bestimmten Betriebszuständen des Montagesystems 10 zu aktivieren und/oder anzupassen. Beispielsweise kann die Druckluftzufuhr selektiv aktiviert werden, wenn ein unangemessen niedriges Luft- druckniveau entlang des Transportweges der Nieten erfasst wird. Ebenso kann allgemein vorgesehen sein, die Druckluftzufuhr nach Maßgabe von Sensorsignalen der Sensoreinheit 70 zu steuern. Beispielsweise kann bei dem vorstehend beschriebenen Dauersignal in Folge eines Verklemmens eines Niets innerhalb der Kupplungsvorrichtung 12 die Druckluftzufuhr temporär erhöht werden. Gleiches gilt, wenn das Passieren eines Niets von der Sensoreinheit 70 unerwartet spät erkannt wird und der Nietentransport beschleunigt werden soll. Hingegen kann die Druckluftzufuhr reduziert oder unterbrochen werden, wenn das Passieren eines Niets unerwartet früh erkannt wird. Das Anpassen der Druckluftzufuhr kann dabei insbesondere nach Maßgabe einer vorgegebenen Taktzeit und/oder Niet-Förderzeit des Montagesystems 10 erfolgen. Zusätzlich oder alternativ kann eine im Wesentlichen kontinuierliche Druckluftzufuhr erfolgen, beispielsweise nach Maßgabe einer Gesamtlänge des Förderwegs der Nieten durch die Nietzufuhrschläuche 26,28 und die Kupplungsvorrichtung 12. Hierdurch kann ein strecken- beziehungsweise längenbedingter Druckabfall präventiv vermieden werden.

Eine gleichartige Druckluftzufuhr kann alternativ auch ohne das Adapterzwischenstück 76 erfolgen, wobei entsprechende Ringnuten und/oder Bohrungen unmittelbar in wenigstens einem der Adapterstücke 40 vorgesehen sein können. In diesem Fall können sich die Bohrungen durch die Adapterstücke 40 in die Innenprofile der Nietzufuhrschläuche 26,28 beziehungsweise der dortigen Nietseelen hinein erstrecken und in gleicher Weise eine kontinuierliche oder temporäre Druckluftzufuhr ermöglichen.