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Title:
COUPLING DEVICE FOR A RELEASABLE PLUG CONNECTION BETWEEN A TOWED ANTENNA AND A WATER VEHICLE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2017/097679
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a coupling device for a releasable plug connection between a towed antenna and a water vehicle, comprising a first plug element and a second plug element for coupling the towed antenna and the water vehicle and comprising a locking system, by means of which the one plug element of the first and second plug elements can be transferred between an unlocked position and a locked position, wherein the locking system puts the one plug element into the locked position by means of a first and a second bar element.

Inventors:
STOLTENBERG BURKHARD (DE)
Application Number:
EP2016/079618
Publication Date:
June 15, 2017
Filing Date:
December 02, 2016
Export Citation:
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Assignee:
THYSSENKRUPP MARINE SYS GMBH (DE)
THYSSENKRUPP AG (DE)
International Classes:
H01Q1/04; B63B21/66; B63G8/38; G01V1/20; H01Q1/30; H01R13/629
Foreign References:
DE102005045843A12007-04-05
US5683115A1997-11-04
DE102011050998A12012-06-14
DE102005045843A12007-04-05
Attorney, Agent or Firm:
THYSSENKRUPP INTELLECTUAL PROPERTY GMBH (DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Kupplungsvorrichtung (10) für eine lösbare Steckerverbindung (12) zwischen einer Schleppantenne und einem Wasserfahrzeug, umfassend

ein erstes Steckerelement (20) und ein zweites Steckerelement (22) zum Kuppeln von Schleppantenne und Wasserfahrzeug,

ein Verriegelungssystem (30), über die das eine Steckerelement (20) der ersten und zweiten Steckerelemente (20, 22) zwischen einer Entriegelungsstellung und einer Verriegelungsstellung überführbar ist,

wobei das Verriegelungssystem (30) das eine Steckerelement (20) über ein erstes und ein zweites Riegelelement (50, 52) in die Verriegelungsstellung beaufschlagt und das erste und zweite Riegelelement (50, 52) ausgehend von der Verriegelungsstellung des Verriegelungssystems (30) in eine durch das Vorliegen einer Überlastbedingung an dem einen Steckerelement (20) ausgelöste Freigabestellung überführbar sind.

2. Kupplungsvorrichtung (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Überlastbedingung eine das Verriegelungssystem (30) von der Verriegelungsstellung in die Entriegelungsstellung beaufschlagende Belastungskomponente, insbesondere durch eine Zugkraft der Schleppantenne verursacht, umfasst.

3. Kupplungsvorrichtung (10) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das erste und das zweite Riegelelement (50, 52) über eine Mitnehmerwelle (46) antriebsmäßig miteinander verbunden sind, wobei eine Betätigungsmechanik (40) des Verriegelungssystems (30) mittelbar über das erste Riegelelement (50) an der Mitnehmerwelle (46) angreift.

4. Kupplungsvorrichtung (10) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Torsi- onssteifigkeit des ersten Riegelelements (50) bezogen auf einen Angriffspunkt der Betätigungsmechanik (40) an dem ersten Riegelelement (50) zumindest annähernd der Torsi- onssteifigkeit des zweiten Riegelelements (52) bezogen auf den Angriffspunkt der Betätigungsmechanik (40) an dem ersten Riegelelement (50) entspricht.

5. Kupplungsvorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das erste und zweite Riegelelement (50, 52) zweiteilig ausgebildet sind, wobei jedes Riegelelement (50, 52) einen an einem Grundkörper (54i, 542) in die Freigabestellung schwenkbar gehaltenen Riegelfinger (56ΐ 5 562) umfasst.

6. Kupplungsvorrichtung (10) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Riegel- finger (56i, 562) über einen Scherstift (62^ 622) an dem jeweiligen Grundkörper (54i, 542) in einer unverschwenkten Ausgangsstellung gehalten wird.

7. Kupplungsvorrichtung (10) nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Riegelfinger (560 des ersten (50) der beiden Riegelelemente (50, 52) einen im Wesentlichen radial zu der Mitnehmerwelle (46) verlaufenden und eine Verformung des Riegelfingers (560 zulassenden Verformungsbereich (64) ausbildet.

8. Kupplungsvorrichtung (10) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Verformungsbereich (64) durch einen in radialer und in axialer Richtung zu der Mitnehmerwelle (46) verlaufenden Schlitz in dem Riegelfinger (56^ gebildet wird.

9. Verwendung einer Kupplungsvorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 8 für eine lösbare Steckerverbindung (12) zwischen einer Schleppantenne und einem Wasserfahrzeug, insbesondere einem Unterseeboot.

Description:
Kupplungsvorrichtung für eine lösbare Steckerverbindung zwischen einer Schleppantenne und einem Wasserfahrzeug

Die Erfindung betrifft eine Kupplungsvorrichtung für eine lösbare Steckerverbindung zwischen einer Schleppantenne und einem Wasserfahrzeug, mit einem ersten Steckerelement und einem zweiten Steckerelement zum von Schleppantenne und Wasserfahrzeug, einem Verriegelungssystem, über die das eine Steckerelement der ersten und zweiten Steckerelemente zwischen einer Entriegelungsstellung und einer Verriegelungsstellung überführbar ist und wobei das Verriegelungssystem das eine Steckerelement über ein erstes und ein zweites Riegelelement in die Ver- riegelungsstellung beaufschlagt.

Es ist Stand der Technik Wasserfahrzeug, insbesondere Unterseeboote, mit im Wasser geführten Schleppantennen auszustatten. Hierfür sind Systeme bekannt, um Schleppantennen an dem Fahrzeug zu befestigen, auszubringen und einzuholen. Diese Systeme beinhalten steck- und lösbare Unterwassersteckerverbindungen für eine signalführende Verbindung zwischen Fahrzeug und Schleppantenne. Für solch ein System werden beispielsweise sogenannte Clip-on-Verbinder verwendet, bei denen die Schleppantenne über ein Kabel mit dem zugehörigen Signalübertragungssystem des Fahrzeugs gekoppelt wird. Ein Clip-on-Verbinder befindet sich im Außenbereich des Fahrzeugs, beispielsweise in der Außenhülle eines Unterseebootes. Bei dem Clip-on- Verbinder handelt es sich letztlich um eine Kupplungsvorrichtung.

Eine Steckerverbindung besteht aus zwei Steckerelementen, die miteinander verbunden beziehungsweise gekuppelt werden. Ein Steckerelement kann auch als Steckerhälfte bezeichnet werden. Eine Verbindung der zwei Steckerelemente über Verschraubungen oder Bajonettverschlüsse ist für Schleppantennen nicht geeignet, da es Situationen, sogenannten Überlastsituationen, geben kann, in denen die Steckerverbindung schnell gelöst werden muss. Dies ist mit Verschrau- bungen oder Bajonettverschlüssen nicht möglich.

Das schleppantennenseitige Steckerelement befindet sich an dem einen Ende des Schleppantennenkabels und wird über ein Verriegelungssystem an dem Clip-on-Verbinder lösbar gehalten beziehungsweise arretiert. Hierzu bildet das schleppantennenseitige Steckerelement geeignete Haltemittel aus, die beispielsweise als seitlich angeordnete Verriegelungsnasen des Steckerele- ments ausgebildet sein können. Mittels dieser Haltemittel wird das Steckerelement über die Riegelelemente des Verriegelungssystems in dem Clip-on-Verbinder gehalten. Das fahrzeugseitige Steckerelement kann insofern als integraler Bestandteil des Clip-on-Verbinders bezeichnet werden, als dass das fahrzeugseitige Steckerelement mittels einer Betätigungsvorrichtung zur Kopplung mit dem schleppantennenseitigen Steckerelement beaufschlagt werden kann. Eine Grundvoraussetzung, die die Steckerverbindung erfüllen muss, besteht darin, dass sie derart stabil sein muss, dass sich die beiden Steckerelemente aufgrund von Fahrzeugbewegungen nicht gegeneinander bewegen, da es sonst zu Störungen in der Signalübertragung kommen kann. Die Signalübertragung kann beispielsweise über Lichtleiter erfolgen. Zudem darf sich das schleppantennenseitige Steckerelement aufgrund von veränderlichen Zugkräften durch die Schleppantenne in dem Verriegelungssystem des Clip-on-Verbinders nicht verkippen. Unkritisch sind jedoch geringe Bewegungen der beiden Steckerelemente in axialer Richtung der Kupplungsvorrichtung zueinander, da diese durch die Betätigungsvorrichtung, welche das fahrzeugseitige Steckerelement in Richtung des schleppantennenseitige Steckerelement beaufschlagt, ausgegli- chen werden können. Allerdings ist es erforderlich, dass in einer durch das Schleppantennenkabel hervorgerufenen Überlastsituation die Kupplungsvorrichtung das schleppantennenseitige Steckerelement freigeben muss, um einer Beschädigung vorzubeugen.

Eine Kupplungsvorrichtung für eine lösbare Steckerverbindung zwischen einer Schleppantenne und einem Unterseeboot zeigt die DE 10 2005 045 843 AI . Bei dieser Steckerverbindung wird als nachteilig erachtet, dass die im einer Überlastsituation erforderliche Freigabe des schleppan- tennenseitigen Steckerelements durch manuelle Interaktion erfolgen muss. Hiermit ist keine definierte und immer gleichbleibende Überlastbedingung für die Freigabe des schleppantennenseiti- gen Steckerelements darstellbar.

Ausgehend hiervon besteht die Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin, eine Kupplungsvor- richtung bereitzustellen, die eine selbständige und definierte Freigabe des schleppantennenseiti- gen Steckerelements in einer Überlastsituation ermöglicht.

Die Aufgabe wird gelöst durch eine Kupplungsvorrichtung für eine lösbare Steckerverbindung zwischen einer Schleppantenne und einem Wasserfahrzeug, umfassend ein erstes Steckerelement und ein zweites Steckerelement zum von Schleppantenne und Wasserfahrzeug, ein Verrie- gelungssystem, über die das eine Steckerelement der ersten und zweiten Steckerelemente zwischen einer Entriegelungsstellung und einer Verriegelungsstellung überführbar ist, wobei das Verriegelungssystem das eine Steckerelement über ein erstes und ein zweites Riegelelement in die Verriegelungsstellung beaufschlagt und das erste und zweite Riegelelement ausgehend von der Verriegelungsstellung des Verriegelungssystems in eine durch das Vorliegen einer Überlast- bedingung an dem einen Steckerelement ausgelöste Freigabestellung überführbar sind. Hierbei kann vorgesehen sein, dass das erste Steckerelement schleppantennenseitig angeordnet ist und das zweite Steckerelement fahrzeugseitig angeordnet ist. Von diesen Zuordnungen wird nachfolgend lediglich für die Zwecke dieser Beschreibung ausgegangen. Grundsätzlich wird erfindungsgemäß zwischen der Verriegelungsstellung des Verrieglungssystems und der Freigabestellung der ersten und zweiten Riegelelemente unterschieden, wobei diese Freigabestellung eingenom- men werden kann, während sich das Verriegelungssystem in der Verriegelungsstellung befindet. Eine Überlastbedingung kann an dem einen Steckerelement beispielsweise vorliegen, wenn über das Schleppantennenkabel eine Belastung oberhalb eines zuvor festgelegten Grenzwertes in das Steckerelement eingeleitet wird. Bevorzugt umfasst demnach die Überlastbedingung eine das Verriegelungssystem von der Verriegelungsstellung in die Entriegelungsstellung beaufschlagende Belastungskomponente. Insbesondere wird diese Belastungskomponente durch eine Zugkraft der Schleppantenne verursacht beziehungsweise charakterisiert. Ein kann„Kuppeln" ein mechanisches, ein optisches und/oder elektrisches Kuppeln bezeichnen. Ein optisches Kuppeln kann insbesondere über Lichtwellenleiter erfolgen.

Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass das erste und das zweite Riegelelement über eine Mitnehmerwelle antriebsmäßig miteinander verbunden sind, wobei eine Betätigungsmechanik des Verriegelungssystems mittelbar über das erste Riegelelement an der Mitnehmerwelle angreift. Hierdurch ist es möglich die Betätigungsmechanik platzsparend zur einen Seite der Kupplungsvorrichtung anzuordnen.

Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass die Torsionssteifigkeit des ersten Riegelelements bezogen auf einen Angriffspunkt der Betätigungsmechanik an dem ersten Riegelelement zumindest annähernd der Torsionssteifigkeit des zweiten Riegelelements bezogen auf den Angriffspunkt der Betätigungsmechanik an dem ersten Riegelelement entspricht. Da durch das erste Steckerelement die Zugkraft der Schleppantenne als jeweils halbe Stützkraft auf das erste und das zweite Riegelelement übertragen wird, wird durch die Abstimmung der Torsionssteifigkeit der beiden Regelelemente aufeinander erreicht, dass die jeweils halbe Stützkraft in einem gleichen Maß zu einer Nachgiebigkeit der Riegelelemente führt. Hierdurch ist wiederum gewährleistet, dass ein Verkippen des ersten Steckerelements gegenüber dem zweiten Steckerelement vermieden wird und lediglich eine geringe Bewegung des ersten Steckerelements in axialer Richtung der Kupplungsvorrichtung zugelassen wird. Eine Beeinträchtigung der Signalübertragung ist damit ausgeschlossen beziehungsweise auf ein Minimum reduziert.

Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass das erste und zweite Riegelelement zweiteilig ausgebildet sind, wobei jedes Riegelelement einen an einem Grundkörper in die Freigabestellung schwenkbar gehaltenen Riegelfinger umfasst. Hierdurch wird in vorteilhafter Weise unmittelbar an den Riegelelementen die Funktion des Überlastschutzes realisiert. Durch diese einfache Ausgestaltung der zweiteiligen Riegelelemente mit schwenkbaren Riegelfingern ist es möglich, für beide Riegelelemente eine definierte und gleichbleibende Überlastbedingung in einer Überlastsituation zu gewährleisten. Insbesondere ist bevorzugt, dass der Riegelfinger über einen Scherstift an dem Grundkörper in einer unverschwenkten Ausgangsstellung gehalten wird. Somit kann jeder Riegelfinger an dem jeweiligen Grundkörper zwischen einer unverschwenkten Ausgangsstellung und einer Freigabestellung verschwenkt werden, wobei der Riegelfinger allerdings zunächst über den Scherstift in der Ausgangsstellung gehalten wird und nach Abscheren des Scherstiftes infolge einer Überlastsituation in die Freigabestellung verschwenkt. Auch ergibt sich durch die Auslegung gleicher Torsionssteifigkeiten der beiden Riegelelemente bezogen auf den Angriffspunkt der Betätigungsmechanik in Kombination mit der Freigabe der Riegelfinger über Scherstifte in einer Überlastsituation eine sehr gleichmäßige Belastung der Scherstift infolge einer Zugkraft durch die Schleppantenne. Somit ist eine sehr einheitliche und klar definierte Auslöseschwelle beziehungsweise Versagensschwelle der Scherstifte gewährleistet.

Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass der Riegelfinger des ersten der bei- den Riegelelemente einen im Wesentlichen radial zu der Mitnehmerwelle verlaufenden und eine Verformung des Riegelfingers zulassenden Verformungsbereich ausbildet. Durch diesen Verformungsbereich kann in vorteilhafter Weise die Torsionssteifigkeit des ersten Riegelelements an die Torsionssteifigkeit des zweiten Riegelelements, welches über die konstruktiv bedingt eine Verformung zulassende Mitnehmerwelle mit dem Angriffspunkt der Betätigungsmechanik ver- bunden ist, angepasst werden. Über den Verformungsbereich wird dem ersten Riegelelement absichtlich eine Reduzierung der Torsionssteifigkeit aufgeprägt. In bevorzugter Ausgestaltung wird der Verformungsbereich durch einen in radialer und in axialer Richtung zu der Mitnehmerwelle verlaufenden Schlitz in dem Riegelfinger gebildet. Dieser Schlitz in fertigungstechnisch einfach darstellbar. Auch bietet der Schlitz den Vorteil, dass die beiden durch den Schlitz getrennten Teile des Riegelfingers, ab einer gewissen Belastungshöhe auf Block zueinander gehen, so dass keine Schwächung des Riegelfingers an sich entsteht.

Die Aufgabe wird ferner gelöst durch die Verwendung einer erfindungsgemäßen Kupplungsvorrichtung für eine lösbare Steckerverbindung zwischen einer Schleppantenne und einem Wasserfahrzeug, insbesondere einem Unterseeboot.

Die Erfindung wird nachfolgend mit weiteren Merkmalen, Einzelheiten und Vorteilen anhand der beigefügten Figuren erläutert. Die Figuren illustrieren dabei lediglich eine beispielhaft Ausführungsform der Erfindung. Hierin zeigen

Figur 1 eine erfindungsgemäße Kupplungsvorrichtung in einer Seitenansicht;

Figur 2 eine erfindungsgemäße Kupplungsvorrichtung in einer weiteren Seitenansicht; Figur 3 eine Ansicht eines Details einer erfindungsgemäßen Kupplungsvorrichtung;

Figur 4 eine Ansicht eines weiteren Details einer erfindungsgemäßen Kupplungsvorrichtung und

Figuren 5a, 5b Ansichten eines weiteren Details einer erfindungsgemäßen Kupplungsvorrichtung. Die Figur 1 zeigt eine lösbare Steckerverbindung 12 zwischen einer nicht dargestellten Schleppantenne und einem nicht dargestellten Wasserfahrzeug und eine Kupplungsvorrichtung 10 für die Steckerverbindung 12. Bei dem Wasserfahrzeug kann es sich um ein Unterseeboot handeln.

Die Kupplungsvorrichtung 10 weist zunächst ein Rahmenelement 14 auf. Das Rahmenelement 14 ist in nicht näher dargestellter Weise im Bereich einer Außenhaut des Wasserfahrzeugs befestigt. An dem Rahmenelement 14 ist zumindest mittelbar die Steckerverbindung 12, welche ein erstes Steckerelement 20 und ein zweites Steckerelement 22 aufweist, gehalten. Hierbei ist das zweite Steckerelement 22 über eine Betätigungsvorrichtung 16 beweglich an dem Rahmenelement 14 und das erste Steckerelement 20 über ein Verriegelungssystem 30 lösbar an dem Rah- menelement 14 gehalten. Das Verriegelungssystem 30 ist in der Figur 1 lediglich in der einen Seitenansicht der Kupplungsvorrichtung 10 gezeigt. Die weiter unten beschriebene Figur zeigt die Kupplungsvorrichtung 10 in der entgegengesetzten Seitenansicht. Insbesondere kann das erste Steckerelement 20 über das Verriegelungssystem 30 von einer Entriegelungsstellung in eine Verriegelungsstellung und vice versa bezüglich des Rahmenelements 14 der Kupplungsvorrich- tung 10 überführt werden. Eine detaillierte Beschreibung der Kinematik, wie das zweite Steckerelement 22 mittels der Betätigungsvorrichtung 16 zwischen einer mit dem ersten Steckerelement 20 gekuppelten und ungekuppelten Stellung bewegt werden kann, soll an dieser Stelle nicht erfolgen.

Die Figur 2 zeigt das Verriegelungssystem 30 in der zu Figur 1 entgegengesetzten Seitenansicht. Das Verriegelungssystem 30 soll zunächst anhand der Figuren 1 und 2 beschrieben werden. Das Verriegelungssystem 30 kann zunächst einen als hydraulische Kolben-Zylinder-Einheit ausgestalteten Betätigungsaktuator 32 und eine Betätigungsmechanik 40 umfassen, die beide an dem Rahmenelement 14 festgelegt sind. Die Betätigungsmechanik 40 ihrerseits kann eine Kniehebelanordnung 42 umfassen, die zumindest mittelbar über ein als Kolbenstange der Kolben-Zylinder- Einheit 32 ausgebildetes Schub-Zug-Element 34 betätigt werden kann. Die Kniehebelanordnung 42 ist einerseits an dem Rahmenelement 14 gehalten und leitet andererseits über einen Hebelarm 44 eine Drehbewegung auf eine Mitnehmerwelle 46 ein. Insbesondere wird die Drehbewegung an einem Ende oder zumindest an einem Endbereich der Mitnehmerwelle 46 über den Hebelarm 44 eingeleitet. Hieraus ergibt sich eine besonders vorteilhaft platzsparende Anordnung der Einheit bestehend aus Betätigungsmechanik 40 und Betätigungsaktuator 32 derart, dass diese zur einen Seite des Rahmenelements 14 angeordnet sind.

An dem Ende beziehungsweise dem Endbereich der Mitnehmerwelle 46, an dem der Hebelarm 44 drehfest gehalten ist, ist weiterhin ein erstes Riegelelement 50 drehfest gehalten. Weiterhin ist an dem entgegengesetzten Ende beziehungsweise Endbereich der Mitnehmerwelle 46 ein zwei- tes Riegelelement 52 drehfest gehalten, wie in der Figur 1 dargestellt. Eine Drehbewegung der Mitnehmerwelle 46 um eine Achse A kann demnach in eine Schwenkbewegung der beiden Riegelelemente 50, 52 übertragen werden. Über dieses Verschwenken der beiden Riegelelemente 50, 52 kann das Verriegelungssystem 30 mittelbar über die Riegelelemente 50, 52 das erste Steckerelement 20 von einer Entriegelungsstellung in eine Verriegelungsstellung und vice versa überführen, was detailliert nachfolgend beschrieben wird.

Das Rahmenelement 14 weist einen Aufnahmebereich 18 auf, in dem das erste Steckerelement 20 aufgenommen werden kann, um über das Verriegelungssystem 30 lösbar arretiert zu werden. Der Aufnahmebereich 18 bildet zu beiden Seiten hin Führungen 24i, 24 2 aus, die bevorzugt als Durchbrüche in der Wandung des Aufnahmebereichs 18 ausgebildet sind. Als Gegenstück zu den Führungen 24^ 24 2 bildet das erste Steckerelement 20 beidseitig erste und zweite Führungsnasen 26i, 26 2 aus, zur Aufnahme in den Führungen 24^ 24 2 des Aufnahmebereichs 14. Insbesondere ist vorgesehen, dass die Führungsnasen 26 ΐ 5 26 2 eine derartige Abmessung haben, dass sie bei in dem Aufnahmebereich 18 eingeführtem Steckerelement 20 über eine Außenfläche des Rahmenelements 14 nach Außen überstehen, so dass die Führungsnasen 26 ΐ 5 26 2 mit den Riegelelementen 50, 52 in eine Wirkverbindung treten beziehungsweise gebracht werden können. Über diese Wirkverbindung ist es möglich, dass das erste Steckerelement 20, nachdem es in nicht näher zu beschreibender Art und Weise initial in den Aufnahmebereich 18 eingeführt wurde, von einer dann vorliegenden Entriegelungsstellung mittels des Verriegelungssystems 30 in eine Verriegelungsstellung gebracht und in dieser arretiert werden kann.

Die Figur 3 zeigt ein Detail einer Kupplungsvorrichtung 10, insbesondere des ersten Riegelelements 50. Das zweite Riegelelement 52 ist weitestgehend gleich dem ersten Riegelelement 50 ausgeführt, wobei auf den Unterschied an geeigneter Stelle eingegangen wird. Das Riegelelement 50 wurde durch die Kniehebelanordnung 42, den Hebelarm 44 und die Mitnehmerwelle 46 im Uhrzeigersinn verschwenkt, so dass sich das erste Steckerelement 20 in der Verriegelungs- Stellung befindet. Das Riegelelement 50 umfasst einen Grundkörper 54, einen Riegelfinger 56 und einen Gegenriegelfinger 58. Das Riegelelement 50 beaufschlagt über den Riegelfinger 56 die Führungsnase 26i des ersten Steckerelements 20 in die Verriegelungsstellung. Über den Gegenriegelfinger 58 kann das Riegelelement 50 das erste Steckerelement 20 in eine Entriegelungsstellung beaufschlagen.

Der Riegelfinger 56 ist um eine Schwenkachse S über eine geeignete Lageranordnung 60 schwenkbar an dem Grundkörper 54 gehalten, wobei der Riegelfinger 56 mit einem versetzt zu der Schwenkachse S und zwischen dem Riegelfinger 56 und dem Grundkörper 54 angeordneten Scherstift 62 an einem Verschwenken gehindert ist. Kommt es infolge einer Überlastsituation des ersten Steckerelements 20 zu einem entsprechenden Abscheren des Scherstifts 62, ist der Rie- gelfinger 56 in der Lage um die Schwenkachse S zu Verschwenken und damit das Riegelelement 50 in eine Freigabestellung zu überführen. In der Freigabestellung kann das erste Steckerelement 20 die Entriegelungsstellung einnehmen, so dass die Überlastsituation beseitigt ist. In einer denkbaren anderen Ausgestaltung kann die Funktion des Abscherens in einer Überlastsituation auch durch andere geeignete Auslösemittel realisiert sein. Weiterhin lässt Figur 3 erkennen, dass der Riegelfinger 56 einen Verformungsbereich 64 in Gestalt eines Schlitzes aufweist. Hierbei verläuft der Schlitz 64 in Wesentlichen radial bezogen auf die Achse A der Mitnehmerwelle 46.

Die Figur 4 zeigt ein Teil des Verriegelungssystems 30 in einer freigeschnittenen Darstellung. Gezeigt sind die Mitnehmerwelle 46 und die auf dieser gehaltenen beiden Riegelelemente 50, 52. Zu erkennen sind die Grundkörper 54 \ , 54 2 der Riegelelemente 50, 52 und die schwenkbar an den Grundkörpern 54^ 54 2 gehaltenen Riegelfinger 56i, 56 2 , die allerdings über die Scherstifte 62i, 62 2 an einem Verschwenken gehindert sind, solange diese infolge einer Überlastsituation noch nicht abgeschert sind. Nicht dargestellt ist der an dem Grundkörper 54χ angreifende Hebelarm 44.

Ein Aspekt der erfindungsgemäßen Kupplungsvorrichtung soll im Folgenden anhand der Figur 4 erläutert werden, unter gleichzeitigem Verweis auf die anderen Figuren: Bei dem Verriegelungssystem 30 wird in der Verriegelungsstellung des ersten Steckerelements 20 das Riegelelement 50 direkt über die Betätigungsmechanik 40 arretiert. Die jeweils halbe Haltekraft für das erste Steckerelement 20 wird über den jeweiligen Riegelfinger 56i, 56 2 der beiden Riegelelemente 50, 52 übertragen. Die beiden halben Haltekräfte summieren sich im Angriffspunkt des Hebelarms 44 an dem Grundkörper 54i des ersten Riegelelements 50. Ausgehend von diesem Angriffspunkt wird die halbe Haltekraft des zweiten Riegelelements 52 demnach über die gesamte Mitnehmerwelle 46 übertragen, wohingegen die halbe Haltekraft des ersten Riegelelements 50 von dem Angriffspunkt unmittelbar auf dessen Grundkörper 54i übertragen wird. Die Mitnehmerwelle 46 wirkt bei dieser Übertragung gewissermaßen als Torsionsfeder. Infolge dieser Übertragungs- Verhältnisse bewirkt die halbe Haltekraft des zweiten Riegelelements 52 eine größere Verlagerung des Riegelfingers 56 2 entgegengesetzt zur Haltkraft, als die halbe Haltekraft des ersten Riegelelements 50 eine Verlagerung des Riegelfingers 56i entgegengesetzt zur Haltekraft bewirkt. Um diese ungleiche Verlagerung der Riegelfinger 56i, 56 2 infolge der jeweiligen halben Haltekraft auszugleichen, wird gemäß einem Aspekt der Erfindung der Riegelfinger 56i, der prinzipbe- dingt der Riegelfinger mit dem kürzeren Übertragungsweg der Haltekraft ist, mit einem Verformungsbereich 64 ausgestaltet, der bevorzugt wie bereits beschrieben als Schlitz ausgeführt ist. Durch diesen Verformungsbereich 64 des Riegelfingers 56i wird dem ersten Riegelelement 50 defacto eine künstliche beziehungsweise gewollte Elastizität beziehungsweise reduzierte Torsi- onssteifigkeit aufgeprägt, die in optimaler Weise derart abgestimmt ist, dass sie der Elastizität beziehungsweise Torsionssteifigkeit des zweiten Riegelelements 52, welche diesem über die Mit- nehmerwelle 46 aufgeprägt wird, genau angeglichen ist. Gemäß einem weiteren erfindungsgemäßen Aspekt ist gewährleistet, dass das erste Steckerelement 20 bei Einwirkung einer Zugkraft durch das Schleppantennenkabel nicht innerhalb der Kupplungsvorrichtung 10 beziehungsweise innerhalb des zweiten Steckerelements 22 verkippt, so dass die Signalübertragung durch die Steckerverbindung 12 unbeeinträchtigt bleibt. Durch diesen erfindungsgemäßen Aspekt ist weiterhin gewährleistet, dass die Scherstifte 62^ 62 2 in einer Überlastsituation nicht ungleich belastet werden. Erst die gleiche Belastung der Scherstifte 62^ 62 2 stellt sicher, dass beide Scherstifte 62i, 62 2 in einer Überlastsituation gleichermaßen an deren Belastungsgrenze herangeführt werden und zeitgleich versagen.

Die Figuren 5a und 5b zeigen schematisch den Übergang des ersten Riegelelements 50 in die Freigabestellung durch Abscheren des Scherstiftes 62 x in einer Überlastsituation des ersten Steckerelements 20. Die Figur 5a zeigt den Riegelfinger 56i zunächst in einer gegenüber dem Grundkörper 54 unverschwenkten Stellung, in der der Riegelfinger 56i über die Lageranordnung 60 an dem Grundkörper 54 gehalten ist. Die Figur 5b zeigt den Riegelfinger 56i in einer ver- schwenkten Stellung, welche die Freigabestellung des ersten Riegelelements 50 ist, in der der Scherstift 62i abgeschert ist und der Riegelfinger 56i lediglich über die Lageranordnung 60 verschwenkt an dem Grundkörper 54 gehalten ist.

Bezugszeichenliste

10 Kupplungsvorrichtung

12 Steckerverbindung

14 Rahmenelement

16 Betätigungsvorrichtung

18 Aufnahmebereich

20 Steckerelement

22 Steckerelement

24 Führung

26 Führungsnase

30 Verriegelungssystem

32 Betätigungsaktuator

34 Schub-Zug-Element

40 Betätigungsmechanik

42 Kniehebelanordnung

44 Hebelarm

46 Mitnehmerwelle

50 Riegelelement

52 Riegelelement

54 Grundkörper

56 Riegelfinger

58 Gegenriegelfinger

60 Lageranordnung

62 Scherstift

64 Verformungsbereich

S Schwenkachse

A Achse