KONCZ, László (III. Béla krt. 4 l.em.5, Kecskemét, H-6000, HU)
DALI, István (Pillangó u. 14, Kecskemét, H-6000, HU)
MUSER, Michael (Scheyrer Str. 33, Pfaffenhofen, 85276, DE)
KONCZ, László (III. Béla krt. 4 l.em.5, Kecskemét, H-6000, HU)
DALI, István (Pillangó u. 14, Kecskemét, H-6000, HU)
| Patentansprüche Kupplungskopf (1 ) zur pneumatischen Verbindung der Bremsanlagen eines Zugfahrzeugs und eines Anhängers, wobei der Kupplungskopf ein Gehäuse (2) mit wenigstens einem Anschluss (6) für eine flexible Druckluftleitung (10) aufweist, welche zumindest im Bereich des Anschlusses (6) durch wenigstens eine flexible, Bewegungen der Druckluftleitung (10) wenigstens teilweise tolerierende Verstärkungshülse (12) verstärkt ist, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein den wenigstens einen Anschluss (6) aufweisender Teil des Gehäuses (2) des Kupplungskopfes (1 ) zusammen mit der Verstärkungshülse (12) als einstückiger Spritzgussformling (14) aus Kunststoff ausgebildet und ein freies Ende (16) der Druckluftleitung (10) durch die Verstärkungshülse (12) hindurch und in eine Anschlussbohrung (12) des Anschlusses (6) hinein ragend mit dem Spritzgussformling (14) stoffschlüssig verbunden ist. Kupplungskopf nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass von seinem Gehäuse (2) wenigstens der den wenigstens einen Anschluss (6) aufweisende Teil des Gehäuses (2) zusammen mit der Verstärkungshülse (12) ein einstückiger Spritzgussformling (14) aus Polyamid ist. Kupplungskopf nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckluftleitung (10) wenigstens abschnittsweise spiralförmig ausgebildet ist. Verfahren zur Herstellung eines Kupplungskopfes (1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein freies Ende (16) der Druckluftleitung (10) in ein Spritzgusswerkzeug zum Spritzgießen des wenigstens aus der Verstärkungshülse (12) und dem den wenigstens einen Anschluss (6) aufweisenden Teil des Gehäuses (2) bestehenden Spritzgussformling (14) aus spritzgiessbaren Kunststoff an einer Stelle positioniert wird, an welcher der wenigstens eine Anschluss (6) vorgesehen ist und dass dann das Ende (16) der Druckluftleitung (10) beim Spritzgießen des Spritzgussformlings (14) von dem Kunststoff umspritzt wird, um eine stoffschlüssige Verbindung zwischen dem Spritzgussformling (14) und der Druckluftleitung (10) auszubilden. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens das freie Ende (16) der Druckluftleitung (10) vor dem Positionieren in dem Spritzgusswerkzeug vorgeheizt wird. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens das feie Ende (16) der Druckluftleitung (10) vor dem Umspritzen vorgeheizt wird. |
ausgebildetem Gehäuse
Beschreibung
Stand der Technik
Die Erfindung geht aus von einem Kupplungskopf zur pneumatischen Verbindung der Bremsanlagen eines Zugfahrzeugs und eines Anhängers, wobei der Kupplungskopf ein Gehäuse mit wenigstens einem Anschluss für eine flexible Druckluftleitung aufweist, welche zumindest im Bereich des Anschlusses durch wenigstens eine flexible, Bewegungen der Druckluftleitung wenigstens teilweise tolerierende Verstärkungshülse verstärkt ist, gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1 .
Ein gattungsgemäßer Kupplungskopf ist beispielsweise aus der CH 530 290 bekannt, wobei das Gehäuse aus Metall besteht und beispielsweise ein Aluminiumdruckgussteil ist. Wenigstens ein Ende einer solchen Druckluftleitung wird üblicherweise von einer Verstärkungshülse umschlossen, wobei die Verstärkungshülse auf der Druckluftleitung vormontiert ist. Die Verstärkungshülse dient dazu, um bei einer Biegebeanspruchung der Druckluftleitung diese zu entlasten bzw. ein Knicken der Druckluftleitung zu vermeiden.
Die Druckluftleitung wird dann mit ihrem von der Verstärkungshülse umschlossenen Ende in dem Anschluss am Gehäuse mittels eines sog. fittings befestigt, d.h. dass das Ende der Druckluftleitung mit einem Passstück in die Anschlussbohrung hinein geschoben wird und diese Position dann von einer äußeren Überwurfmutter gesichert wird. Damit wird eine lösbare Verbindung zwischen dem Gehäuse einerseits und der Druckluftleitung mit der vormontierten Verstärkungshülse andererseits realisiert. Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Kupplungskopf der eingangs erwähnten Art derart weiter zu entwickeln, dass er einfacher und kostengünstiger zu fertigen ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale von Anspruch 1 gelöst.
Vorteile der Erfindung
Die Erfindung basiert auf dem Gedanken, dass wenigstens ein den wenigstens einen Anschluss aufweisender Teil des Gehäuses des Kupplungskopfes zusammen mit der Verstärkungshülse als einstückiger Spritzgussformling aus Kunststoff ausgebildet und ein freies Ende der Druckluftleitung durch die Verstärkungshülse hindurch und in eine Anschlussbohrung des Anschlusses hinein ragend mit dem Spritzgussformling stoffschlüssig verbunden ist.
Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung des Kupplungskopfes sieht vor, dass ein freies Ende der Druckluftleitung in ein Spritzgusswerkzeug zum Spritzgießen des wenigstens aus der Verstärkungshülse und dem den wenigstens einen Anschluss aufweisenden Teil des Gehäuses bestehenden Spritzgussformling aus spritzgiessbaren Kunststoff an einer Stelle positioniert wird, an welcher der wenigstens eine Anschluss vorgesehen ist und dass dann das Ende der Druckluftleitung beim Spritzgießen des Spritzgussformlings von dem Kunststoff umspritzt wird, um eine stoffschlüssige Verbindung zwischen dem Spritzgussformling und der Druckluftleitung auszubilden.
Somit werden das Gehäuse oder zumindest der den wenigstens einen Anschluss beinhaltende Teil des Gehäuses, die Verstärkungshülse und die Druckluftleitung als Baueinheit in einem einzigen Spritzgussarbeitsgang hergestellt bzw. miteinander verbunden. Diese Vorgehensweise spart eine händische Montage der Bauteile sowie das Vorsehen von fittings ein, weshalb der erfindungsgemäße Kupplungskopf günstig zu fertigen ist. Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen der in Patentanspruch 1 angegebenen Erfindung möglich.
Besonders bevorzugt ist von dem Gehäuse des Kupplungskopfes wenigstens der den wenigstens einen Anschluss aufweisende Teil des Gehäuses zusammen mit der Verstärkungshülse ein einstückiger Spritzgussformling aus Polyamid.
Zur Ausbildung einer besonderes guten Stoffschlusses zwischen der Druckluftleitung und dem während dem Spritzvorgang hergestellten Gehäuse nebst Verstärkungshülse wird bevorzugt wenigstens das freie Ende der Druckluftleitung vor dem Positionieren in dem Spritzgusswerkzeug vorgeheizt.
Genaueres geht aus der folgenden Beschreibung der Ausführungsbeispiele hervor.
Zeichnungen
Nachstehend ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung in der Zeichnung dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. In der Zeichnung zeigt
Fig .1 eine Vorderansicht eines Kupplungskopfes gemäß einer bevorzugten Ausführungsform;
Fig.2 eine Seitenansicht des Kupplungskopfes von Fig .1 ;
Fig.3 eine Querschnittsdarstellung des Kupplungskopfes von Fig .1 entlang der Linie III-III;
Beschreibung des Ausführungsbeispiels
Die in Fig .1 insgesamt mit 1 bezeichnete Ausführungsform eines Kupplungskopfes zur pneumatischen Verbindung der Bremsanlagen eines Zugfahrzeugs und eines Anhängers weist ein Gehäuse 2 auf, an welchem in beispielsweise aus DE 199 31 162 A1 bekannter Weise eine hier nicht interessierende Klaue und eine Führungsleiste ausgebildet sind. Mit Hilfe der Klaue und der Führungsleiste kann der Kupplungskopf 1 mit einem weiteren Kupplungskopf gekuppelt werden.
Bei Kupplungsköpfen 1 der beispielhaft wiedergegebenen Ausführungsform ist im allgemeinen in einem der Kupplungsköpfe ein Absperrglied vorgesehen, im allgemeinen ist dies der Kupplungskopf am Zugfahrzeug. Der in Fig .1 wieder gegebene Kupplungskopf 1 ist aber beispielsweise für einen Anhänger vorgesehen.
Wie insbesondere aus Fig.3 hervorgeht, weist der Kupplungskopf 1 einen Anschluss 4 als Energiezufluss und einen anderen Anschluss 6 als Energieab- fluss auf. Bei einem derartigen Aufbau wird Druckluft vom nicht dargestellten Gegenkupplungskopf in den einen Anschluss 4 geleitet und verlässt den Kupplungskopf 1 durch den anderen Anschluss 6 als Energieabfluss. Grundsätzlich ist die Strömungsrichtung der Druckluft auch umkehrbar, derart, dass die Druckluft von dem anderen Anschluss 6 nach Passieren des Kupplungskopfes 1 den einen Anschluss 4 als Energieabfluss verlässt und in den Gegenkupplungskopf geführt wird.
Das dargestellte Ausführungsbeispiel gibt einen vorzugsweise für Anhänger verwendeten Kupplungskopf 1 wieder, bei welchem Druckluft vom Zugfahrzeug durch den einen Anschluss 4 als Energiezufluss in den Kupplungskopf 1 gelangt und diesen durch den anderen Anschluss 6 als Energieabfluss verlässt. Nachdem Kupplungsköpfe 1 der in Rede stehenden Art zur Verbindung von Vorratsleitungen und Bremsleitungen dienen, ist mit der Bezeichnung Druckluft einerseits Vorrats-Druckluft und andererseits Bremsleitungs-Druckluft bezeichnet.
Die beiden Anschlüsse 4, 6 des Kupplungskopfes 1 sind in einem Gehäuse 2 ausgebildet, wobei der andere Anschluss 6 für eine flexible Druckluftleitung 10 vorgesehen ist, welche zumindest im Bereich des Kupplungskopfes 1 durch eine flexible, Bewegungen der Druckluftleitung 10 wenigstens teilweise tolerierende Verstärkungshülse 12 verstärkt ist. UM diese Eigenschaft zu realisieren, ist die Verstärkungshülse 12 weist die Verstärkungshülse in ihrer Mantelwandung ausgebildete Schlitze auf, welche sich jeweils in Umfangsrichtung gesehen nur über einen Teilkreis erstrecken und durch Stege voneinander getrennt sind, wie insbesondere aus Fig.2 hervorgeht.
Das Gehäuse 2 im Sinne der Erfindung umfasst sämtliche Bauelemente, welche übliche Gehäuse von Kupplungsköpfen aufweisen, wie beispielsweise die eingangs erwähnte Klaue und Führungsleiste.
Dabei ist vorzugsweise das gesamte Gehäuse 2 des Kupplungskopfes 1 zusammen mit der Verstärkungshülse 12 als einstückiger Spritzgussformling 14 aus Kunststoff ausgebildet, wobei ein freies Ende 16 der Druckluftleitung 10 durch die Öffnung der Verstärkungshülse 12 axial hindurch und in eine Anschlussbohrung 12 des anderen Anschlusses 6 hinein ragend mit dem Spritzgussformling 14 stoffschlüssig verbunden ist.
Dabei ist Ende 16 der Druckluftleitung 10 wenigstens im Bereich der Anschlussbohrung 12 mit dem Spritzgussformling 14, insbesondere mit dem Gehäuse 14 stoffschlüssig verbunden. Darüber hinaus kann die Druckluftleitung 10 zusätzlich aber auch über wenigstens einen Teil der Länge der Verstärkungshülse 12 mit dieser durch den Spritzgussprozess verbunden sein, besonders dann, wenn die Verstärkungshülse 12 relativ steif ausgeführt ist und sehr wenig Bewegung zulässt. Besonders bevorzugt ist das Gehäuse 2 des Kupplungskopfes 1 zusammen mit der Verstärkungshülse 12 ein einstückiger Spritzgussformling 14 aus Polyamid. Die Druckluftleitung 10 besteht vorzugsweise ebenfalls aus Polyamid.
Das andere Ende der Druckluftleitung ist demgegenüber bevorzugt mit einem üblichen und eingangs beschriebenen fitting versehen.
Gemäß eines Verfahrens zur Herstellung des Kupplungskopfes 1 wird das freie Ende 16 der Druckluftleitung 10 in ein hier nicht gezeigtes aber leicht vorstellbares Spritzgusswerkzeug zum Spritzgießen des aus der Verstärkungshülse 12 und dem Gehäuse 2 samt Montageauge 20 bestehenden Spntzgussformlings 1 4 aus vorzugsweise Polyamid an einer Stelle positioniert, an welcher der andere Anschluss 6 vorgesehen ist. Beim Spritzgießen des Spntzgussformlings 14 wird das Ende 16 der Druckluftleitung 10 sodann von dem Kunststoff umspritzt, um eine stoffschlüssige Verbindung zwischen dem Spritzgussformling 14 und der Druckluftleitung 10 auszubilden. Bevorzugt wird das freie Ende 16 der Druckluftleitung 10 vor dem Positionieren in dem Spritzgusswerkzeug vorgeheizt bzw. vorgewärmt.
Alternativ oder zusätzlich kann das freie Ende 16 der Druckluftleitung 10 auch in positionierter Stellung in dem Spritzgusswerkzeug vor dem Umspritzen vorgeheizt bzw. vorgewärmt werden.
Im weiteren ist bevorzugt auch ein Montageauge 20 zum Befestigen des Kupplungskopfes 1 am Rahmen des Anhängers Bestandteil des Gehäuses 2 und damit auch des einstückigen Spritzgussformlings 14 und wird mit diesem zusammen hergestellt.
Ergebnis des Prozesses ist daher eine unlösbare Baueinheit bestehend aus dem Gehäuse 2 und der Verstärkungshülse 12 als Spritzgussformling 14 einerseits und der Druckluftleitung 10 andererseits, welche bevorzugt zumindest abschnittsweise spiralförmig ausgebildet ist. Dabei ist das andere freie Ende der Druckluftleitung zur Verbindung mit weiteren Anschlüssen oder Leitungen der pneumatischen Bremsanlage bevorzugt mit einem lösbaren fitting versehen.
Bezugszeichenliste
Kupplungskopf
Gehäuse
Anschluss
Anschluss
Druckluftleitung
Verstärkungshülse
Spritzgussformling
Ende
Anschlussbohrung
Montageauge
