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Title:
COVERING ARRANGEMENT FOR AN UNDERGROUND BURIED TANK SYSTEM FOR RAINWATER AND WASTEWATER
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2008/028627
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a covering arrangement (1) for an underground buried tank system for rainwater and wastewater, comprising a base cover (3), wherein the base cover (3) has an integrated withdrawal opening (2) with a covering element (4), wherein the covering arrangement is noteworthy in that it comprises at least one filling stub (5) for withdrawing water, said stub being situated below the covering plane formed by the covering element (4).

Inventors:
VOSS, Wolfgang (Neue Strasse 22, Siek, 22962, DE)
KOOPS, Olaf (Starweg 65, Ahrensburg, 22926, DE)
RUMBERG, Marco (Loher Strasse 18b, Hamburg, 22149, DE)
Application Number:
EP2007/007710
Publication Date:
March 13, 2008
Filing Date:
September 01, 2007
Export Citation:
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Assignee:
REWATEC GMBH (Bei der Neuen Münze 11, Hamburg, 22145, DE)
VOSS, Wolfgang (Neue Strasse 22, Siek, 22962, DE)
KOOPS, Olaf (Starweg 65, Ahrensburg, 22926, DE)
RUMBERG, Marco (Loher Strasse 18b, Hamburg, 22149, DE)
International Classes:
E02D29/14; B65D90/10; E03B3/03; E03B11/00; E03F11/00; E02D29/14; B65D90/00; E03B3/00; E03B11/00; E03F11/00
Attorney, Agent or Firm:
WENZEL & KALKOFF (Postfach 73 04 66, Hamburg, 22124, DE)
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Claims:

Ansprüche

1. Abdeckvorrichtung (1) für ein unterirdisches Regen- und Abwassererdtanksystem umfassend einen Basisdeckel (3), wobei der Basisdeckel (3) eine integrierte Entnahmeöffnung (2) mit einem Abdeckelement (4) aufweist, d adurch g eke nnze i ch n et , dass die Abdeckvorrichtung ( 1 ) zumindest einen Be- füllstutzen (5) zur Wasserentnahme umfasst, der sich unterhalb der durch das Abdeckelement (4) gebildeten Abdeckebene befindet.

2. Abdeckvorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das Abdeckelement (4) aus dem Basisdeckel (3) zumindest teilweise heraushebbar ausgebildet ist.

3. Abdeckvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Abdeckelement (4) derart ausgebildet ist, dass es im herausgehobenen Zustand mit dem Basisdeckel (3) verbunden ist.

4. Abdeckvorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Abdeckelement (4) exzentrisch an dem Basisdeckel (3) angelenkt und schwenkbar um eine Drehachse (D) ausgebildet ist.

5. Abdeckvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckvorrichtung (1) mindestens ein Sicherungselement zum Sichern des Basisdeckels (3) am Regen- und Abwassererdtank- und/ oder Schachtsystem umfasst.

6. Abdeckvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckvorrichtung (1) mindestens ein Regenablaufelement (6) umfasst.

7. Abdeckvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckvorrichtung (1) derart ausgebildet und angepasst ist, dass sie

Festigkeitswerte für eine zerstörungsfreie Befahrbarkeit aufweist.

8. Abdeckvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckvorrichtung (1) derart ausgebildet ist, dass sie einem Einstiegsdom eines Regen- und Abwassererdtanks zuordenbar ist.

9. Abdeckvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckvorrichtung (1) als Abdeckung für einen Wasserverteiler eines Regen- und Abwassererdtanksystems vorgesehen ist, das aus zumindest einem Regen- und/oder Abwassererdtank, Leitungen und zumindest einem Wasserverteiler besteht.

Description:

Abdeckvorrichtung für ein unterirdisches Regen- und Abwassererdtanksystem

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Abdeckvorrichtung für ein unterirdisches Regen- und Abwassererdtanksystem mit einem Basisdeckel.

Aus Gründen der Raumersparnis sowie der Sicherheit und Hygiene werden Tanks zur Lagerung von Flüssigkeiten häufig als Erdtanks gestaltet, die in den Erdboden eingelassen sind und zum Beispiel über Schachtsysteme, wie etwa so genannte Domschächte, mit der Umgebung verbunden sein können. Diese unterirdischen Lagertanksysteme verfugen meist über öffnungen, über die ein Befüllen oder Entleeren ermöglicht werden soll oder die zum Zwecke von Wartungsarbeiten vorgesehen sind. Die öffnungen müs- sen daher insgesamt groß genug sein, so dass alle diese Aufgaben auch ohne größere Schwierigkeiten durchgeführt werden können. Zur Abdeckung von so genannten Domschächten sowie zur Abdeckung von Tankanschlussstellen sind Abdeckvorrichtungen erforderlich. Diese Schachtabdeckungen haben die Aufgabe, Domschächte und Anschlussstellen mit den dazugehörigen Vorrichtungen wie beispielsweise Armaturen, Entnahme-, Befüll- oder auch Einstiegsvorrichtungen vor Wettereinflüssen zu schützen und sie gegenüber Dritten zu sichern. Da solche Schachtabdeckungen zumeist ebenerdig installiert sind, sollten sie begehbar und auch befahrbar sein. Gleichzeitig sollten sie gewährleisten, dass die darunter liegenden Vorrichtungen zu Wartungs-, Befüll- und Entnahmezwecken gut zugänglich sind. Zur Vermeidung von Unfällen, von unbefugtem Entfernen des Deckels sowie um eine Dimensionsstabilität des Deckels mit dem Untergrund zu gewährleisten, wird die Abdeckvorrichtung mit Verbindungselementen an dem Schacht bzw. an der Entnahmestelle gesichert und ist zumeist aus schwerem, tragfähigen Materialien wie etwa Gusseisen gefertigt. Als Verbindungselemente werden Sicherungselemente verwendet, wie zum Beispiel Schraubverbindungen, die eine feste Ver- bindung mit dem Schachtsystem gewährleisten. Problematisch gestaltet sich hier jedoch, dass der Schacht und die Anschlussstellen weiterhin jederzeit und einfach zugänglich sein sollten.

In der Praxis sind einteilige kreisförmige Deckel zur Abdeckung von Entnahmevorrichtungen von in den Erdboden eingelassenen Erdtanks bekannt. Wenn auf die unter der Erdoberfläche liegenden Armaturen oder auf einen mit dem Tank verbundenen Schacht zugegriffen werden soll, können diese Deckel insgesamt nach oben von der öffnung abgehoben und abgelegt werden. Damit die Abdeckvorrichtungen auch noch von einem durchschnittlich starken Verwender angehoben werden können, müssen diese Deckel aus leichten Materialien gefertigt sein, beispielsweise aus Kunststoff. Zur Sicherung und Befestigung des Deckels am Untergrund sind hierbei gewöhnlich Schrauben als Sicherungsmittel an der Peripherie des Deckels angeordnet, die an einem in den Erdboden eingelassenen Schachtrahmen fixiert werden. Nachteilig an einer derartigen Abdeckvorrichtung ist jedoch, dass viele Kunststoffe nur eine geringe Druckfestigkeit und Tragfähigkeit aufweisen und daher nur eingeschränkt belastbar sind, was wiederum eine stark eingeschränkte Befahrbarkeit mit schwereren Fahrzeugen zur Folge hat. Im Besonderen ist die Verwendung einer solchen Deckelanordnung ungeeignet, wenn ein möglichst schneller und unkomplizierter Zugriff auf Wasserentnahmevorrichtungen, die unter der Anordnung liegen, gewährleistet werden soll. Dies kann etwa dann der Fall sein, wenn ein Gartenbewässerungssystem an einen in das Erdreich eingelassenen Regenwasserauf- fangtank angeschlossen werden soll, der nur über einen Domschacht oder über unterirdische Wasserverteilerstellen für eine Wasserentnahme zugänglich ist. Da für das Ent- fernen der Sicherungselemente zu etwaigen Wartungs- und Entnahmezwecken Werkzeuge erforderlich sind, gestaltet sich ein solches Entfernen als arbeits- und zeitintensiv. Ferner sind die Abmessungen solcher Abdeckvorrichtungen relativ groß und demnach trotz einer Ausführung in Kunststoff schwer zu handhaben.

Um leicht zugängliche öffnungen zu erhalten, wurden Domschachtabdeckungen - insbesondere solche für unterirdische Lagertanks - entwickelt, die einen Deckel umfassen, der im geschlossenen Zustand auf einem Auflagerahmen gelagert ist. Um den Deckel öffnen zu können, ist dieser mit einem Scharnier am oberen Rand des Domschachtes so angelenkt, dass der Deckel aufgeklappt werden kann. Der Deckel ist aus tragfähigem Material gefertigt, wie etwa Gusseisen. Auch wenn derartige Vorrichtungen das öffnen und Verschließen des Domschachtes vereinfachen, so muss auch bei dieser Anordnung ein aus stabilem und somit schwerem Material gefertigter Deckel angehoben werden.

Aus dem Dokument DE 20 2006 009 922 Ul ist eine Vorrichtung zum Abdichten eines Kanalschachtes bekannt. Die Vorrichtung umfasst einen Schachtdeckel zum Abdecken des Kanalschachtes. Der Hohlraum unterhalb des Schachtdeckels ist von oben her zugänglich, ohne den Schachtdeckel zu entfernen, indem der Schachtdeckel einen gegenüber dem Schachtdeckel kleineren Zugangsdeckel aufweist. Der Zugang zu dem Hohlraum ist damit erleichtert. Allerdings ist die beschriebene Vorrichtung nicht als Abdeckvorrichtung für Regen- und Abwassertanksysteme geeignet, da eine Entnahme von Wasser z.B. mittels einer Gießkanne nicht möglich ist. Für Regenwasser- und Abwassertanksysteme ist es üblich, eine separate und vom Basisdeckel örtlich entfernte Entnahmestelle zu schaffen, die jedoch zum einen schwer zu warten ist und zum anderen zusätzliche Erdarbeiten bei der Montage/Demontage erfordert.

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht daher darin, eine belastbare Abdeckvorrichtung für unterirdische Regen- und Abwassererdtanksysteme zur Verfügung zu stellen, die eine einfache Montage sicherstellt und die einfache Nutzung des in dem Tanksystem gespeicherten Wassers gewährleistet.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bei einer eingangs beschriebenen Abdeckvorrichtung für ein unterirdisches Regen- und Abwassererdtanksystem dadurch gelöst, dass die Abdeckvorrichtung zumindest einen Befüllstutzen zur Wasserentnahme umfasst, der sich unterhalb der durch das Abdeckelement gebildeten Abdeckebene befindet. Dadurch, dass der Abdeckvorrichtung einen Befüllstutzen aufweist, wird gewährleistet, dass etwaige Verbrauchersysteme wie etwa Gartenbewässerungssysteme, Gießkannen oder dergleichen an die Wasseranschlussstelle schnell und einfach angekoppelt werden können. Die erfindungsgemäße Ausbildung gewährleistet des Weiteren, dass auch weiterhin ein großflächiger Einstieg in den unterirdischen Tank gewährleistet wird, nämlich dann, wenn die gesamte Abdeckvorrichtung entfernt wird. Diejenigen Handlungen jedoch, die häufig durchzuführen sind - beispielsweise eine Entnahme von Wasser - können durch ein Entfernen eines lediglich kleinen und somit einfach handhabba- ren Abdeckelements erfolgen. Wenn also nur ein Zugriff auf die unter der Vorrichtung liegenden Armaturen erfolgen soll, so muss der schwere und relativ große Basisdeckel, der zur Vermeidung von Unfällen am Untergrund befestigt ist, dank der integrierten Entnahmeöffhung nicht mehr von seiner Verankerung gelöst werden. Vielmehr reicht

es, das kleinere Abdeckelement lediglich aus der öffnung zu heben. Ein zeitintensives Loslösen etwaiger Schrauben, die den Basisdeckel am Auflagerahmen fixieren, kann somit entfallen.

In einer vorteilhaften Weiterbildung ist das Abdeckelement derart ausgebildet, dass es im herausgehobenen Zustand mit dem Basisdeckel verbunden ist. Durch die permanente Verbindung des Abdeckelementes mit dem Basisdeckel wird der Gefahr, dass der Deckel, beispielsweise durch Diebstahl oder durch ein Verlegen verloren geht, effektiv vorgebeugt.

In einer weiteren zweckmäßigen Ausbildung ist das Abdeckelement exzentrisch an dem Basisdeckel angelenkt und schwenkbar über eine Drehachse ausgebildet. Soll ein Zugriff auf die unter dem Basisdeckel liegenden Vorrichtungen erfolgen, so wird der Deckel senkrecht nach oben angehoben und im herausgehobenen Zustand zur Seite ge- schwenkt. Diese Anordnung hat den Vorteil, dass das herausgehobene Abdeckelement nicht mühevoll an der Seite abgelegt werden muss, sondern kann - gestützt durch die Anlenkung — im angehobenen Zustand verbleiben. Soll die integrierte Entnahmeöffnung wieder geschlossen werden, so ist kein erneutes Anheben des schweren Abdeckelementes erforderlich; das Element wird lediglich in die Abdeckposition zurückgeschwenkt und in die Entnahmeöffnung herabgesenkt.

In einer weiteren vorteilhaften Ausbildungsform umfasst die erfindungsgemäße Abdeckvorrichtung mindestens ein Sicherungselement zum Sichern des Basisdeckels am unterirdischen Regen- und Abwassererdtank- und/ oder Schachtsystem. Besonders vor- teilhaft ist die Verwendung eines nach außen zur Peripherie hin schwenkbaren Sicherungsbügels, der ein besonders schnelles und einfaches Lösen des Basisdeckels vom Auflagerahmen gewährleistet. Soll der Basisdeckel vom Untergrund entfernt werden, um beispielsweise einen Einstieg in den Domschacht zu Wartungszwecken oder eine größere Zugriffsöffnung zu einer Wasseranschlussstelle zu gewährleisten, so wird zu- nächst das Abdeckelement geöffnet und der Sicherungsbügel dann auf besonders einfache Art und Weise nach innen umgeschwenkt.

In einer anderen günstigen Ausbildung umfasst die Abdeckvorrichtung mindestens ein Regenablaufelement. Dadurch wird vermieden, dass sich bei feuchter Witterung Wasser auf der Abdeckvorrichtung sammelt und somit zu einer vergrößerten Rutschgefahr führt.

Weitere bevorzugte und vorteilhafte Merkmale ergeben sich aus den Unteransprüchen und der Beschreibung.

Besonders vorteilhafte Ausführungsformen der erfindungs gemäßen Abdeckvorrichtung für ein unterirdisches Regen- und Abwassererdtank- und/ oder Schachtsystem sollen im Folgenden unter Zuhilfenahme der Zeichnungen erläutert werden. Dabei zeigen:

Figur 1 : eine perspektivische Ansicht eines Querschnitts durch eine erfrndungsgemä- ße Ausführungsform der Abdeckvorrichtung, wobei das Abdeckelement im geöffneten Zustand dargestellt ist;

Figur 2: eine Draufsicht auf die in Figur 1 dargestellte Ausführungsform im geöffneten Zustand;

Figur 3 : eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Ausführungsform im geschlossenen Zustand;

Figur 4: eine perspektivische Ansicht eines Querschnitts durch die in Figur 3 dargestellte Ausführungsform der Abdeckvorrichtung im geschlossenen Zustand;

Figur 5: eine perspektivische Ansicht einer erfϊndungsgemäßen Ausführungsform im geöffneten Zustand.

Die vorliegende erfindungsgemäße Abdeckvorrichtung 1 ist insbesondere dafür geeig- net, Ausgangsöffhungen bzw. Verbindungsschächte von einem unterirdisch gelagerten Regen- und Abwassererdtank- und/ oder Schachtsystem sicher abzudecken. Diese Abdeckvorrichtung 1 umfasst eine in einem Basisdeckel 3 integrierte Entnahmeöffnung 2, die mit einem Abdeckelement 4 abdeckbar ist.

Unter einem Regen- und Abwassererdtanksystem ist ein unterirdisch gelagertes, weitgehend geschlossenes Behältersystem zum Sammeln, Bevorraten und Lagern von Flüssigkeiten, vorzugsweise von Regenwasser und Abwasser zu verstehen. Ein solches Sys- tem kann aus einem Behälter oder aber aus mehreren miteinander verbundenen Behältern bestehen und beliebige Dimensionen annehmen. Das Tanksystem umfasst ferner zumindest einen Verbindungsschacht, der den Tank mit der Umgebung verbindet, wie beispielsweise Domeinstiegsschächte und/ oder Schächte, die zur Aufnahme von Wasserentnahmeanschlussstellen geeignet sind (so genannte Leerrohre) und das Schachtsys- tem bilden. Solche Schächte können an ihren öffnungen über einen auf Bodenniveau angeordneten Auflagerahmen verfügen, der als Aufnahmeelement und als Lager der erfindungsgemäßen Abdeckvorrichtung 1 dient. Die Wasserentnahmeanschlussstellen können über unterirdisch angeordnete Wasserverteiler verfügen, die mittels der Leerrohre an das Behältersystem angebunden sind. Hierdurch wird ein Tanksystem zur Verfü- gung gestellt, das gegenüber herkömmlichen Regenwasser- und Abwassererdtanks infolge der Anordnung der Abdeckvorrichtung 1 auf dem Verbindungsschacht eine einfache Wasserentnahme ermöglicht. Gleichzeitig wird eine hohe Belastbarkeit des Verbindungsschachtes gewährleistet.

Das Abdeckelement 4 sowie der Basisdeckel 3 können aus jedem üblichen Material gefertigt sein, etwa Gusseisen, Aluminium oder Kunststoff oder auch aus einer Kombination dieser Materialien. Abdeckelement 4 und Basisdeckel 3 können dabei aus denselben oder auch aus unterschiedlichen Materialien bestehen. Wird Kunststoff als Material gewählt, so wird eine leichte und somit besonders gut handhabbare Ausführungs- form zur Verfügung gestellt. Infolge des geringen Gewichtes ist die Handhabung einer solchen Abdeckvorrichtung 1 , insbesondere das öffnen der integrierten Entnahmeöffnung 2 sowie das Herausheben des Basisdeckels 3 besonders einfach und daher auch von schwächeren Personen zu bewerkstelligen. Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn der Basisdeckel 3 sowie das Abdeckelement 4 aus Gusseisen gefertigt sind, da dies eine besonders stabile Ausführungsform darstellt.

Als Entnahmeöffnung 2 kann in den Basisdeckel 3 jede beliebige öffnung 2 mit jeglichen Abmessungen integriert sein; die Grundfläche der öffnung 2 kann beliebige For-

men annehmen, zum Beispiel kreisförmige, quadratische, rechteckige, ovale oder auch asymmetrische Formen. Die Entnahmeöffhung 2 kann an jeder Stelle auf dem Basisdeckel 3 positioniert sein. Besonders vorteilhaft ist jedoch ein mittig angeordneter kreisförmiger Ausschnitt, der ca. 1/3 des Basisdeckels 3 einnimmt, mittels dessen eine aus- reichend große Aussparung zur Verfügung gestellt wird, durch die ein Verwender in die Lage versetzt wird, auf bequeme Weise die unter der Abdeckvorrichtung 1 liegenden Armaturen 7 zu bedienen. Ferner ist die Größe der Entnahmeöffnung 2 im Verhältnis zur Dicke des Basisdeckels 3 derart angepasst, dass der Lichteinfall minimal ist, so dass lichtempfindliche Speichergüter, wie Regenwasser, in ihrer Qualität nicht beeinträchtigt werden. Darüber hinaus wird durch die angepasste Größe der integrierten Entnahmeöff- nung 2 im Basisdeckel 3 eine Unfallgefahr, wie etwa ein Hineinfallen von Kleinkindern sowie ein Hineintreten von Personen, vermieden.

Der Entnahmeöffnung 2 ist ein deren Durchmesser entsprechendes Abdeckelement 4 zugeordnet, das sich passgenau in die Entnahmeöffnung 2 einfügt. Um nun etwa Gartenbewässerungssysteme an das Regenwasserbevorratungssystem anzuschließen, ist daher nur ein öffnen des leichten Abdeckelementes 4 erforderlich, der schwere Basisdeckel 3 bleibt an den Untergrund gesichert, wodurch ein Umgang mit dem größeren und unhandlichen Basisdeckel 3 vermieden wird. Ferner sind die Armaturen 7 infolge des passgenauen Einfügens des Abdeckelementes 4 in die öffnung 2 optimal vor Witterungseinflüssen geschützt. Als Abdeckelement 4 kann jedes Element Einsatz finden, das geeignet ist, die korrespondierende Entnahmeöffhung 2 zu verschließen. Das Abdeckelement 4 kann dem Basisdeckel 3 lose zugeordnet oder mit diesem verbunden sein, beispielsweise über eine Hebe-, Klapp-, Schwenkeinrichtung oder über eine Kombinati- on dieser Einrichtungen. Günstig ist es dabei, wenn das Abdeckelement 4 aus dem Basisdeckel 3 zumindest teilweise herausgehoben werden kann.

Figur 1 zeigt eine besonders vorteilhafte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Abdeckvorrichtung 1 für ein Regen- und Abwassererdtank- und/ oder Schachtsystem. Die- se Abdeckvorrichtung 1 ist aus Kunststoff gefertigt und umfasst einen Basisdeckel 3, in dem mittig eine integrierte Entnahmeöffnung 2 ausgespart ist. Der Entnahmeöffnung 2 ist ein Abdeckelement 4 zugeordnet, das im herausgehobenen und zur Seite geschwenkten Zustand dargestellt ist. Das Abdeckelement 4 ist über einen Bolzen 11 exzentrisch

an dem Basisdeckel 3 angelenkt und schwenkbar um die Drehachse D ausgebildet. Im geschlossenen Zustand wird das Abdeckelement 4 von einer halbkreisförmigen Lagerplatte 13 gestützt, die der Entnahmeöffhung 2 angepasst und unter der Ebene der Oberfläche des Basisdeckels 3 angeordnet ist. Ferner liegt das Abdeckelement 4 auf einem Kragen am oberen Ende der integrierten Entnahmeöffhung 2 auf und wird von den den Kragen stützenden Rippen 17 sowie von dem nach unten gerichteten Vorsprung 18, der passgenau in die integrierte Entnahmeöffhung 2 ragt, gegen verrutschen gesichert. Der nach unten gerichtete Vorsprung 18 ist vorliegend als steiler Kegelstumpf ausgebildet. Soll das Abdeckelement 4 in die Entnahmeöffhung 2 eingesetzt werden, um diese zu verschließen, so wird das Abdeckelemeηt 4, das im zur Seite geschwenkten Zustand auf dem Basisdeckel 3 zumindest teilweise aufliegt, leicht angehoben, um die Drehachse D über die Entnahmeöffnung 2 geschwenkt und herabgelassen. Der Bolzen 11 , der in der Lagerplatte 13 von einer Aufhahrnebohrung aufgenommen wird, wird beim Schließvorgang nach unten durch die Aufnahmebohrung abgesenkt.

Um eine feste Aufnahme und die Lagerung der erfindungsgemäßen Abdeckvorrichtung 1 auf dem Auflagerahmen eines Verbindungsschachtes gewährleisten zu können, ist der Basisdeckel 3 derart ausgebildet, dass er an seinem äußeren Umfangsrand einen senkrecht nach unten überstehenden kragenartigen Vorsprung 10 aufweist, der in eine Auskerbung des Auflagerahmens des Verbindungsschachtes eingefügt wird. Ein peripherer Auflageabschnitt 12, der dem senkrechten Vorsprung 10 nach innen folgt, dient der flächigen Auflage der Abdeckvorrichtung auf einem Vorsprung des Auflagerahmens.

Die Abdeckvorrichtung 1 ist ferner für den Einsatz auf geometrisch unterschiedlich geformten Aufnahmen an den Schachtenden geeignet. Je nach Art der Aufnahme dienen der an der Unterseite außen umlaufende senkrechte kragenartige Vorsprung 10 oder der periphere Auflageabschnitt des Auflagerahmens 12 als Auflagefläche. Die Justierung erfolgt je nach Aufnahmetyp durch den Außendurchmesser der Abdeckvorrichtung 1, also durch den senkrechten kragenartigen Vorsprung 10 oder durch die Mantelfläche des sich nach unten erstreckenden Vorsprungs 18 an der Unterseite der Abdeckvorrichtung 1.

Zur Sicherung des Basisdeckels 3 an dem Auflagerahmen eines Verbindungsschachtes sind an gegenüberliegenden Seiten zwei schwenkbar gelagerte Sicherungsbügel 9 zwischen dem peripheren Auflageabschnitt 12 und der integrierten Entnahmeöffnung 2 in Aussparungen des nach unten gerichteten Vorsprungs 18 angeordnet. Diese Sicherungs- bügel 9 sind an dem Basisdeckel 3 schwenkbar fixiert. Die Sicherungsbügel 9 sind derart ausgebildet, dass sie den Vorsprung des Auflagerahmens, auf dem der periphere Auflageabschnitt 12 flächig gelagert ist, von unten her sichernd umfassen können. Sie sind dabei so ausgestaltet, dass sie durch Drehen eine Sicherung durch Formschluss auch bei unterschiedlich geformten Aufnahmen herstellen. Besonders vorteilhaft ist die Verwendung mindestens eines um eine vertikale Achse mit einem geeigneten Werkzeug (z. B. Torx Schraubendreher) drehbaren Sicherungsriegels, der bei geschlossenem Zustand formschlüssig mit dem Schachtrand verbunden ist. Als Sicherungselemente können jedoch auch jegliche Sicherungsmittel Einsatz finden, wie an der Peripherie des Basisdeckels versenkte Schrauben, die in den Auflagerahmen des Dom- oder Wasseran- Schlussschachtes eingreifen.

Dem Basisdeckel 3 sind ferner Regenablaufelemente 6 zugeordnet. Besonders vorteilhaft ist eine Profϊlstruktur mit erhabenen Flächenanteilen, die das Regenwasser in die nicht erhabenen Flächenteile leitet. Diese Erhebungen 16 bewirken ein schnelles Ablau- fen des Wassers sowie eine verbesserte Stabilität des Basisdeckels 3. Darüber hinaus kann der Basisdeckel 3 in seiner Grundgeometrie ein leichtes Gefälle von seiner Mitte zur Peripherie hin aufweisen. Dieses dient sowohl dem Ablauf von Regenwasser — auch des vom leicht gewölbten Abdeckelements 4 ablaufenden -, als auch der Stabilisierung. Günstig ist ebenfalls ein Basisdeckel 3, der zusätzliche Regenablaufelemente 6 auf- weist, wie beispielsweise sternförmige, sich nach außen verbreiternde Profilausneh- mungen, die den Wasserabtransport von der Abdeckvorrichtung in den angrenzenden Erdboden beschleunigen. Des Weiteren stellt die Profilstruktur gleichzeitig eine rutschfeste Oberfläche der Abdeckvorrichtung 1 zur Verfügung. Als Regenablaufelemente 6 sind ferner jegliche Regenablaufelemente 6 denkbar, beispielsweise Rinnen, Rillen, Einkerbungen und Aussparungen in beliebiger Anordnung. Die Regenablaufelemente 6 sind vorliegend aus nach außen abschüssig gewölbten, in Draufsicht annähernd trapezförmigen Erhebungen 16 gebildet, die von der integrierten Entnahmeöffnung 2 aus sternförmig, gleichmäßig verteilt nach außen verlaufen und somit auch der Stabilisie-

rung des Basisdeckels 3 dienen. Eine weitere Funktion der trapezförmigen Erhebungen 16 besteht darin, die Höhendifferenz zum aufliegenden Abdeckelement 4 auszugleichen und so Stolpergefahren und Beschädigungen durch Fußtritte vorzubeugen. Die trapezförmigen Erhebungen 16 werden intern durch verzahnte Noppen 8 stabilisiert, die gleichzeitig als Rutschschutz dienen. Durch Verzahnungseffekte der von dem Kragen ausgehenden radial angeordneten Rippen 17 mit den trapezförmigen Erhebungen 16 wird die Stabilität des Basisdeckels 3 weiter optimiert. Die Rippen 17 können zum Ableiten der auf die Abdeckvorrichtung 1 einwirkenden Druckkräfte zur Peripherie des Basisdeckels 3 hin dienen. Ein weiteres Stabilisierungselement können schmale kegel- förmige Erhebungen darstellen, die von der Unterseite der Abdeckung bis an die trapezförmigen Erhebungen 16 reichen und diese stützen.

Auf dem nach unten gerichteten Vorsprung 18 auf der Unterseite des Basisdeckels 3 ist eine Anschlussbrücke 14 mittels Schraubelementen 15 befestigt. Die Anschlussbrü- cke 14 unterspannt mittig die Entnahmeöffnung 2 und nimmt zwei Befüllstutzen 5, mittels derer eine Wasserentnahme erfolgen kann, sowie eine die Befüllstutzen 5 speisende Wasseranschlussstelle 7 auf. Die Anschlussbrücke 14 kann permanent fixiert oder über beliebige Befestigungsmittel ablösbar an der unteren Seite des Basisdeckels 3 angeordnet sein. Bei einer ablösbaren Ausbildung ist es möglich, die Anschlussbrücke 14 mit dem Befüllstutzen 5 bei einem etwaigen Defekt auszutauschen. An die Befüllstutzen 5 können zur Wasserentnahme Adapter herkömmlicher Gartenbewässerungssysteme gekoppelt werden.

Des Weiteren ist die gesamte erfindungsgemäße Abdeckvorrichtung 1 begehbar ausge- bildet, so dass diese beim Begehen von Fußgängern nicht zerstört oder in ihrer Funktion beeinträchtigt wird. Eine solche Begehbarkeit kann durch bestimmte Materialauswahl, wie beispielsweise fester Kunststoff oder Gusseisen, oder durch eine Kombination mit speziellen strukturellen Merkmalen wie etwa in den Basisdeckel eingefügte Verstrebungen erzielt werden. Dies bietet den Vorteil, dass die Abdeckvorrichtung 1 gegenüber Fußgängern nicht extra abgesichert werden muss.

Ferner kann die Abdeckvorrichtung 1 derart angepasst sein, dass sie zudem auch zerstörungsfrei befahrbar und somit für Verkehrsflächen mit Fahrzeugverkehr geeignet ist.

Dadurch müssen keine Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden, dass etwaige Fahrzeuge nicht über die Abdeckvorrichtung fahren. Die Anpassung besteht auch in diesem Fall aus einer Ausgestaltung aus beliebigen geeigneten Materialien wie Kunststoff oder Gusseisen oder aber durch Wahl einer geeigneten Struktur, wie etwa der Dicke der Elemente.

Figur 2 zeigt eine Draufsicht auf die in Figur 1 dargestellte Ausführungsform. Die zwei auf der Anschlussbrücke 14 innerhalb der integrierten Entnahmeöffnung 2 ausgebildeten Befüllstutzen 5 sind mittig angeordnet. Die dem schnelleren Regenwasserablauf dienenden Erhebungen 16 mit verzahnter Noppenstruktur weisen eine schwache Verbreiterung nach außen hin auf. Die in den Ausnehmungen zwischen den Erhebungen 16 angeordneten Rippen 17 weisen eine Länge von etwa einem Drittel des Radius des Basisdeckels 3 auf.

Figur 3 zeigte eine Perspektivansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 nach Figur 1 , in der das Abdeckelement 4 in die integrierte Entnahmeöffnung 2 eingefügt ist. Zu erkennen ist, dass die obere Kante des Abdeckelements 4 mit der Höhe der angrenzenden Erhebungen 16 in etwa bündig abschließt.

Figur 4 zeigt die in Figur 3 dargestellte Abdeckvorrichtung 1 in geschlossener Anordnung in perspektivischer Ansicht als Querschnitt. Der Bolzen 11 , über den das Abdeckelement 4 exzentrisch um die Drehachse D an dem Basisdeckel 3 angelenkt ist, ist in der Lagerplatte 13 versenkt, so dass das Abdeckelement 4 von der Auflagefläche der Lagerplatte 13 gelagert wird. Das Abdeckelement 4 weist ferner zwei Vertiefungen 19 auf, die als Griffmulden für die Hände ausgebildet sind und so ein vereinfachtes Herausheben und Einsetzen des Abdeckelementes 4 aus der integrierten Entnahmeöffnung 2 bzw. in diese hinein gewährleisten. Darüber hinaus weist das Abdeckelement 4 einen waagerecht über den Basisdeckel 3 überstehenden Rand auf, der für die Entnahmeöffnung 2 einen seitlichen regendichten Verschluss zur Verfügung stellt.

Figur 5 zeigt eine perspektivische Ansicht der Ausführungsform gemäß Figur 1, bei der das Abdeckelement 4 aus der integrierten Entnahmeöffnung 2 herausgehoben, um die Drehachse D exzentrisch zur Seite geschwenkt und auf dem Basisdeckel 3 gelagert ist.

Das Abdeckelement 4 kann des Weiteren gegen vollständiges Herausziehen durch eine Sicherungsschraube geschützt werden.