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Title:
COVERING, IN PARTICULAR QUILT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/162052
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a covering, in particular a quilt, comprising a closed, textile encasing (1) and a filling (2) arranged in the encasing (1), the encasing (1) having two outer layers (4a, 4b) that are sewn to one another and along at least one outer seam (3). The outer layers (4a, 4b) are formed from a first, mite allergen-impermeable non-woven material. According to the invention, the encasing (1) comprises at least two inner layers (6a, 6b) that are sewn to one another along at least one inner seam (5), each inner layer (6a, 6b) being arranged between the filling (2) and the outer layer (4a, 4b) and consisting of a second mite allergen-impermeable non-woven material.

Inventors:
SCHÜTZ, Leonie (Karl-Borromäus-Str. 13, Meerbusch-Büderich, 40667, DE)
Application Number:
EP2019/052197
Publication Date:
August 29, 2019
Filing Date:
January 30, 2019
Export Citation:
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Assignee:
GEBR. KREMERS GMBH (Rayener Straße 14, Neukirchen-Vluyn, 47506, DE)
International Classes:
A47G9/02
Domestic Patent References:
WO2001048293A12001-07-05
Foreign References:
JPH11187954A1999-07-13
FR2883146A12006-09-22
EP3165654A12017-05-10
DE102008003963A12009-04-30
DE20310279U12004-11-11
FR2937844A12010-05-07
DE19962313C12001-04-19
DE19962357A12001-07-05
EP3165654A12017-05-10
DE19654798A11998-07-02
DE20310279U12004-11-11
JPH11187954A1999-07-13
JP2003164362A2003-06-10
Attorney, Agent or Firm:
ANDREJEWSKI • HONKE PATENT- UND RECHTSANWÄLTE GBR (An der Reichsbank 8, Essen, 45127, DE)
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Claims:
Patentansprüche:

1. Decke, insbesondere Steppdecke, mit einer geschlossenen, textilen Hülle (1 ) und einer in der Hülle (1 ) angeordneten Füllung (2), wobei die Hülle (1 ) zwei miteinander und entlang zumindest einer Außennaht (3) vernähte Außenlagen (4a, 4b) aufweist, wobei die Außenlagen (4a, 4b) aus einem ersten, milbenallergendichten Vliesstoff bestehen, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülle (1 ) zwei miteinander entlang zumindest einer Innennaht (5) vernähte Innenlagen (6a, 6b) aufweist, wobei die Innenlagen (6a, 6b) jeweils zwischen Füllung (2) und Außenlage (4a, 4b) angeordnet sind und aus einem zweiten milbenallergendichten Vliesstoff bestehen.

2. Decke nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Außennaht (3) und gegebenenfalls die Innennaht (5) beidseitig mit einem die Außenlagen (4a,

4b) umfangsseitig einfassenden Einfassband (7) abgedeckt ist, das aus einem milbenallergendichten Vliesstoff besteht und zumindest mit den beiden Außenlagen (4a, 4b) und gegebenenfalls den Innenlagen (6a, 6b) entlang einer Einfassnaht (8) vernäht ist.

3. Decke nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Einfassband (7) aus dem ersten milbenallergendichten Vliesstoff besteht, aus dem auch die Außenlagen (4a, 4b) bestehen.

4. Decke nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Füllung (2) als Füllvlies ausgebildet ist, insbesondere als Füllvlies aus Kunstfasern. 5. Decke nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die

Innenlagen (6a, 6b) entlang der Innennaht (5) mit dem Füllvlies vernäht und vorzugsweise entlang von zusätzlichen Steppnähten (9) unter Bildung mehrerer Kammern versteppt ist. 6. Decke nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die

Außenlagen (4a, 4b) lediglich entlang der Außennaht ohne zusätzliche Versteppung mit dem Füllvlies vernäht sind.

7. Decke nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass für die Innenlagen (6a, 6b) ein von dem ersten Vliesstoff verschiedener zweiter

Vliesstoff verwendet wird.

8. Decke nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Vliesstoff ein höheres Flächengewicht als der zweite Vliesstoff aufweist.

9. Decke nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Außennaht (3) in einer Draufsicht auf die Decke - bezogen auf den Mittelpunkt der Decke - außerhalb der Innennaht (5) verläuft. 10. Decke nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Einfassnaht (8) in einer Draufsicht auf die Decke - bezogen auf den Mittelpunkt der Decke - innerhalb der Innennaht (5) und/oder innerhalb der Außennaht (3) verläuft.

11. Decke nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Vliesstoff und/oder der zweite Vliesstoff aus Endlosfilamenten, vorzugsweise aus Verbundfilamenten hergestellt ist, zum Beispiel aus Bikomponentenfasern.

12. Decke nach einem der Ansprüche 1 bis 11 , dadurch gekennzeichnet, dass der erste Vliesstoff und/oder der zweite Vliesstoff aus einem Vlies durch mechanische Verfestigung, insbesondere durch zumindest ein Wasserstrahlverfahren, hergestellt ist, wobei bevorzugt die Verbundfilamente im Zuge der Verfestigung gespalten werden.

13. Decke nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Vliesstoff ein Flächengewicht von 50 bis 150 g/m2, vorzugsweise 80 bis 120 g/m2, zum Beispiel (etwa) 100 g/m2 aufweist und/oder dass der zweite Vliesstoff ein Flächengewicht von 20 bis 60 g/m2, vorzugsweise 30 bis 50 g/m2, zum Beispiel (etwa) 40 g/m2 aufweist.

Description:
Decke, insbesondere Steppdecke

Beschreibung:

Die Erfindung betrifft eine Decke, insbesondere Steppdecke, mit einer (vollständig) geschlossenen, textilen Hülle und einer in der Hülle angeordneten Füllung, wobei die Hülle zwei miteinander und entlang einer Außennaht vernähte Außenlagen aufweist, wobei die Außenlagen aus einem ersten, milbenallergendichten Vliesstoff bestehen.

Füllung meint im Rahmen der Erfindung insbesondere ein Füllvlies, das z. B. aus Kunstfasern hergestellt ist und bei herkömmlichen Steppdecken in der textilen Hülle, d. h. zwischen den Außenlagen vernäht ist. Bei der Hülle handelt es sich um eine über den gesamten Umfang vollständig geschlossene Hülle, die folglich ohne Öffnung, Reißverschluss oder dergleichen ausgebildet ist und folglich nicht austauschbar, fest mit der Füllung verbunden ist. Der Begriff „Hülle“ ist folglich von separaten Bettbezügen zu unterscheiden. Während herkömmliche Decken, insbesondere Steppdecken, in der Regel Hüllen mit Außenlagen aus einem Gewebe, z. B. Baumwollgewebe, hergestellt sind, betrifft die Erfindung eine Decke, bei der die Hülle aus einem (allergendichten) Vliesstoff und folglich einem non-woven-Material hergestellt ist. Hintergrund ist das weitverbreitete Problem der sogenannten„Hausstaub Allergie“, einer allergischen Reaktion des Menschen, hervorgerufen durch den Kot von Hausstaubmilben, die im Hausstaub leben und sich insbesondere von Hautschuppen ernähren. Die Erfindung betrifft folglich eine Decke, insbesondere Steppdecke, mit einer milbenallergenendichten, d. h. milbendichten und milbenkotdichten Hülle, die aus Außenlagen aus einem Vliesstoff hergestellt ist.

Solche milbenallergendichten Vliesstoffe sind aus der Praxis bekannt, sie werden z. B. von der Karl Freudenberg KG unter der Produktbezeichnung Evolon ® vertrieben. Es handelt sich um einen Vliesstoff, der aus Endlosfilamenten, nämlich Bikomponentenfilamenten im Spinnvliesprozess gesponnen wird, wobei die Endlosfilamente, die aus einer Vielzahl von Segmenten in einer sogenannten PIE-Struktur hergestellt werden, unter hohem Wasserdruck gesplittet und anschließend verwirbelt und verfestigt werden. Die verwendeten Bikomponentenfasern bestehen aus Segmenten, z. B. aus einerseits Polyester und andererseits Polyamid. In der Praxis werden z. B. spezielle Bezüge („Encasings“) zur Verfügung gestellt, die in Verbindung mit herkömmlichen Decken, Matratzen oder dergleichen als gleichsam Schutzhülle verwendet und separat waschbar sind. Nachteilig bei solchen Lösungen ist zum einen die aufwendige Handhabung und zum anderen der nicht immer zufriedenstellende Komfort.

Produkte für den Schlafbereich (Schlafwäsche, Schlafbekleidung) auf der Basis von Mikrofilament-Vliesstoffen mit einem hohen Partikelrückhaltevermögen werden außerdem z. B. in der DE 199 62 313 C1 und der DE 199 62 357 A1 beschrieben.

Aus der EP 3 165 654 A1 ist ferner die Verwendung eines Vliesstoffes aus Endlosfilamenten zum Verhindern des Austretens von Daunen aus einem mit Daunen gefüllten Textilprodukt bekannt, wobei der Vliesstoff in einem Spinnverfahren erhältlich ist, bei dem Verbundfilamente zu einem Vlies abgelegt werden, wonach die Verbundfilamente in Endlosfilamente mit einem Titer < 0,15 dtex gespalten werden und das Vlies mechanisch zu einem Vliesstoff verfestigt wird, wobei der Vliesstoff nicht thermisch oder chemisch verfestigt ist.

Eine Steppdecke mit Sperrwirkung für Hausstaubmilbenkot ist auch aus der DE 196 54 798 A1 bekannt. Sie besteht aus einem flexiblen, luftdurchlässigen Hüllensystem, welches eine Innenhülle und eine Außenhülle aufweist, wobei das Innenhüllenmaterial mindestens eine Faserschicht enthält, die einerseits in hohem Maße luftdurchlässig und andererseits in hohem Maße einfangaktiv für Kleinteilchen einer Teilchengröße von ca. 0,5 m bis ca. 3 m ist. Die Innenhülle soll in der Außenhülle durch beide Hüllen erfassende Nähte untrennbar aufgenommen sein. Während bei der Wahl des Innenhüllenmaterials die zurückhaltende Wirkung gegenüber allergenen Partikeln steht, soll sich das Außenhüllenmaterial vor allem durch seine Anschmiegeeigenschaften aus- zeichnen, so dass es insbesondere aus einem leichten Baumwollgewebe hergestellt sein soll.

Außerdem beschreibt die DE 203 10 279 U1 eine Bettdecke mit einer Hülle aus einem daunen- und milbendichten Textilmaterial, wobei das Textilmaterial aus einem luft- und dampfdurchlässigen, Allergen rückhaltende Mikrofaservlies besteht. Die Filamente des Mikrofaservlieses sollen eine Stärke von weniger als 0,6 dtex aufweisen und z. B. aus Polyester und/oder Polyamid bestehen, wobei das Mikrofaservlies bevorzugt ein Flächengewicht von 100 g/m 2 aufweisen soll.

Die Veröffentlichung JP 11187954 A beschreibt im Übrigen eine Decke mit einem versteppten Kern, der zusätzlich von einer äußeren Hülle umgeben ist. Die einzelnen Lagen werden am äußeren Umfang miteinander thermisch verschweißt, so dass bei der Materialwahl auf die thermische Verschweißbar- keit geachtet werden muss. Zusätzlich kann nachträglich eine Einfassung vernäht werden.

Darauf aufbauend beschreibt die JP 2003164362 A eine Decke mit einem gesteppten Kern und einer äußeren Hülle, die in einer speziellen Art und Weise

ohne Schweißverbindungen und ohne separates Einfassband hergestellt wird. Dazu erfolgt im Zuge der Herstellung schrittweise ein Vernähen und ein Umschlagen der jeweiligen Konstruktion, so dass anschließend ein dichtes Gebilde ohne Einfassband realisiert werden soll.

Ausgehend von dem vorbekannten Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Decke, insbesondere Steppdecke, zu schaffen, die sich sowohl durch ein hohes Rückhaltevermögen gegenüber Milbenallergenen als auch durch einen hohen Komfort auszeichnet.

Zur Lösung dieser Aufgabe lehrt die Erfindung bei einer gattungsgemäßen Decke, insbesondere Steppdecke, der eingangs beschriebenen Art, dass die Hülle - zusätzlich zu den bereits beschriebenen Außenlagen - zwei miteinander entlang einer Innennaht vernähte Innenlagen aufweist, wobei die Innenlagen jeweils zwischen Füllung und Außenlage angeordnet sind und aus einen zweiten milbenallergendichten Vliesstoff bestehen. Der zweite Vliesstoff kann mit dem ersten Vliesstoff identisch sein, d. h. aus demselben Vliesstoffmaterial mit identischer Dicke, identischem Flächengewicht etc. bestehen. Bevorzugt ist jedoch vorgesehen, dass sich der zweite Vliesstoff von dem ersten milbenallergendichten Vliesstoff der Außenlagen unterscheidet, z. B. hinsichtlich des Flächengewichtes.

Die Erfindung geht dabei von der Erkenntnis aus, dass sich eine Decke, insbesondere Steppdecke, mit einer textilen Hülle mit besonders hohem Rückhaltevermögen gegenüber Milbenallergenen, z. B. Milbenkot, schaffen lässt, indem die Füllung, z. B. ein Füllvlies aus Kunstfasern, zunächst zwischen zwei Innenlagen vernäht und gegebenenfalls versteppt wird, wobei diese Innenlagen bereits aus einem milbenallergendichten Vliesstoff bestehen. Dabei besteht die Möglichkeit, diese Innenlagen nicht nur umfangsseitig mit einer

Innennaht miteinander und mit der Füllung zu vernähen, sondern die Innenlagen können auch mit der Füllung unter Bildung mehrerer Kammern versteppt werden, so dass ein Verrutschen der Füllung innerhalb der Hülle oder auch ein Zerreißen auch während des Waschens zuverlässig vermieden wird. Dem durch eine solche Versteppung in gewissem Maße reduzierten Rückhaltevermögen gegenüber Milbenallergenen wird erfindungsgemäß dadurch Rechnung getragen, dass zusätzlich zu den beiden Innenlagen (als Innenhülle) zwei Außenlagen (als Außenhülle) aus ebenfalls milbenallergendichtem Vliesstoff vorgesehen sind, wobei diese Außenlagen lediglich entlang einer Außennaht miteinander und gegebenenfalls mit den Innenlagen und der Füllung vernäht werden, ohne dass jedoch im Bereich der Außenlagen eine zusätzliche Versteppung vorgesehen ist. Dabei liegt es besonders bevorzugt im Rahmen der Erfindung, dass für die Innenlagen einerseits und die Außenlagen andererseits unterschiedliche milbenallergendichte Vliesstoffe verwendet werden, die jedoch bevorzugt aus demselben Material, jedoch mit unterschiedlichem Flächengewicht hergestellt sind. So weist der erste Vliesstoff (der Außenlagen) bevorzugt ein höheres Flächengewicht als der zweite Vliesstoff (der Innenlagen) auf. Nach einem weiteren Vorschlag der Erfindung, dem selbstständige Bedeutung zukommt, ist bei einer Decke insbesondere Steppdecke, der eingangs beschriebenen Art mit zumindest Außenlagen aus milbenallergendichten Vliesstoff vorgesehen, dass die Außennaht beidseitig mit einem die Außenlagen umfangsseitig einfassenden Einfassband abgedeckt ist, welches ebenfalls aus einem milbenallergendichten Vliesstoff besteht und mit den beiden Außenlagen (und gegebenenfalls dem dazwischen angeordneten Füllvlies) entlang einer Einfassnaht vernäht ist. Die Erfindung geht dabei von der Erkenntnis aus, dass sich das Rückhaltevermögen einer Hülle aus milbenallergendichtem Vliesstoff deutlich erhöhen lässt, wenn eine Abdeckung der Außennaht mit einem

zusätzlichen Einfassband erfolgt, das ebenfalls aus einem milbenallergendichten Vliesstoff besteht. Besonders bevorzugt wird ein solches Einfassband bei einer Decke insbesondere Steppdecke verwendet, bei welcher die Hülle nicht nur die beschriebenen Außenlagen, sondern zusätzlich auch die ebenfalls beschriebenen Innenlagen aufweist. In diesem Fall deckt das Einfassband sowohl die (umlaufende) Außennaht als auch die Innennaht ab und das Einfassband aus dem milbenallergen Vliesstoff ist sowohl mit den beiden Außenlagen als auch mit den beiden Innenlagen und gegebenenfalls mit dem dazwischen angeordneten Füllvlies vernäht. Dabei besteht das Einfassband besonders bevorzugt aus dem ersten milbenallergendichten Vliesstoff, d. h. aus dem gleichen Vliesstoff, wie die Außenlagen.

Die beschriebenen Außenlagen und gegebenenfalls die Innenlagen (und ggf. das Einfassband), die im Rahmen der Erfindung für die Herstellung der geschlossenen, textilen Hülle zum Einsatz kommen, können aus bekannten Vliesstoffen bestehen. Es kann sich insbesondere um solche Vliesstoffe handeln, die von der Firma Freudenberg unter der Produktbezeichnung Evolon ® vertrieben werden oder um solche die z. B. in der EP 3 165 654 A1 , DE 199 62 357 A1 oder DE 199 62 313 C1 beschrieben werden. Im Vordergrund der Erfindung steht folglich nicht die Weiterbildung der bekannten Vliesstoffe, sondern deren Verwendung innerhalb einer speziell ausgestatteten Decke.

Bevorzugt handelt es sich bei dem ersten Vliesstoff (für die Außenlagen und gegebenenfalls das Einfassband) und/oder bei dem zweiten Vliesstoff (für die Innenlagen) um einen Vliesstoff, der aus Endlosfilamenten hergestellt ist. Besonders bevorzugt werden solche Endlosfilamente in der Ausführungsform als Verbundfilamente, insbesondere Bikomponentenfasern verwendet. Dabei kann es sich z. B. um Verbundfilamente (insbesondere Bikomponentenfasern)

mit einer sogenannten „PIE-Struktur“ handeln, die auch als „kuchenförmig“ bezeichnet wird und aus z. B. 16, 24 oder 32 Segmenten besteht. Dabei erfolgt die Herstellung des Vliesstoffes z. B. in einem Spinnverfahren, bei dem die Verbundfilamente zu einem Vlies abgelegt werden, wonach die Verbundfilamente in die einzelnen Endlosfilamente gespalten und das Vlies

(vorzugsweise ausschließlich mechanisch) zu einem Vliesstoff verfestigt wird. Dabei kann z. B. eine erste Verfestigung durch einen Nadelprozess und/oder einen Kalanderprozess erfolgen. Bevorzugt erfolgt (z. B. im Anschluss an einen Nadelprozess und/oder einen Kalanderprozess) eine Verfestigung durch ein Wasserstrahlverfahren. Bei diesem Wasserstrahlverfahren werden die

Endlosfilamente in die (z. B. 32 oder 16) Einzelsegmente gespalten und zu einem Vliesstoff verfestigt. Durch den extrem hohen Wasserdruck und die dadurch entstehende Reibung liegt das Vlies folglich schließlich verfestigt vor, und zwar bevorzugt ausschließlich durch mechanische Verfestigung. Besonders bevorzugt wird folglich auf eine thermische Verfestigung und eine chemische Verfestigung und insbesondere auf Zusätze (z. B. Kleber) verzichtet.

Als Mehrkomponentenfasern, z. B. Bikomponentenfasern, werden bevorzugt solche verwendet, die aus einerseits Polyester und andererseits Polyamid bestehen, wobei der Anteil der Polyesterkomponente z. B. 60 % bis 80 %, vorzugsweise (etwa) 70 % und der Anteil der Polyamidkomponente z. B. 20 % bis 40 %, vorzugsweise (etwa) 30 % beträgt.

Sofern eine Ausführungsform mit erstem Vliesstoff und zweitem Vliesstoff bzw. mit Außenlagen und Innenlagen verwendet wird, weist der erste Vliesstoff bevorzugt ein höheres Flächengewicht als der zweite Vliesstoff auf.

Der erste Vliesstoff kann ein Flächengewicht von 50 bis 150 g/m 2 , vorzugsweise 80 bis 120 g/m 2 , z. B. etwa 100 g/m 2 aufweisen. Der zweite

Vliesstoff kann ein Flächengewicht von 20 bis 60 g/m 2 , vorzugsweise 30 bis 50 g/m 2 , z. B. etwa 40 g/m 2 aufweisen.

Es liegt im Rahmen der Erfindung, für den ersten Vliesstoff und den zweiten Vliesstoff jeweils unterschiedliche Endlosfilamente zu verwenden, z. B. für den ersten Vliesstoff Endlosfilamente aus 32 Segmenten und für den zweiten Vliesstoff Endlosfilamente aus 16 Segmenten.

Die Feinheit (Titer) der (gespaltenen) Endlosfilamente beträgt vorzugsweise weniger als 0,1 dtex, z. B. 0,08 dtex oder weniger.

Die beschriebenen Vliesstoffe, die aus der Praxis grundsätzlich bekannt sind und die erfindungsgemäß verwendet werden, zeichnen sich durch besonders gute Eigenschaften für den erfindungsgemäßen Zweck aus. Sie sind partikeldicht und milbendicht, d. h. insbesondere milbenkotdicht. Der Vliesstoff ist atmungsaktiv und zeichnet sich durch ein hervorragendes

Feuchtemanagement aus. So kann er z. B. das bis zu 350-fache des

Eigengewichts an Flüssigkeit aufnehmen. Die Feuchtigkeit dieser Flüssigkeit lagert sich in den Flohlräumen zwischen den Einzel-Endlosfilamenten ab. Das Material ist schnell trocknend und durch die bevorzugt verwendete Materialzusammensetzung (z. B. 70 % Polyester, 30 % Polyamid) dringt die Feuchtigkeit bzw. Flüssigkeiten nicht in das Faserinnere ein, sondern lagert sich in den Flohlräumen der Einzelsegmente ab, so dass anschließend eine

Verdunstung und damit Trocknung schneller erfolgen kann.

Erfindungsgemäß werden diese Vliesstoffe in besonderer Weise verwendet, um eine Decke, insbesondere Steppdecke zu schaffen, die sich einerseits durch hohen Komfort und andererseits durch einen hervorragenden Schutz gegen das Eindringen von allergenen Partikeln, insbesondere Milbenkot, auszeichnet. So

wird eine Decke, insbesondere Steppdecke geschaffen, die in herkömmlicher Weise mit einem klassischen Bettbezug verwendet werden kann, ohne dass die sonst in der Praxis zum Einsatz kommenden Spezialbezüge für Allergiker verwendet werden müssen.

Vorteilhaft ist zunächst nach einem ersten Aspekt der Erfindung der Einsatz der Innenlagen einerseits und der Außenlagen andererseits , denn auf diese Weise besteht die Möglichkeit, die Innenlagen in herkömmlicher Weise mit dem dazwischen angeordneten Füllvlies zu versteppen, so dass die Innenlagen eben nicht nur über außen umlaufende Randnähte, sondern auch über innere Steppnähte miteinander und mit dem Füllvlies verbunden sind, so dass eine einwandfreie Lage des Füllvlieses erhalten bleibt und ein Zerreißen des Füllvlieses vermieden wird. Da jedoch im Zuge der Versteppung durch die Nähte Schwachstellen bezüglich der Allergendichtheit entstehen können, sind die Außenlagen vorgesehen, bei denen jedoch - abgesehen von der Außennaht - ausdrücklich auf eine zusätzliche Versteppung verzichtet wird. Besonders bevorzugt verläuft die Außennaht in einer Draufsicht auf die Decke - bezogen auf den Mittelpunkt der Decke - außerhalb der Innennaht, d. h. das innere, versteppte Konstrukt, ist vollständig in dem durch die Außennaht eingefassten Bereich aufgenommen, so dass eine hohe Allergendichtigkeit erreicht wird.

Nach einem zweiten Aspekt der Erfindung (der mit dem ersten Aspekt kombinierbar ist) ist der Einsatz des Einfassbandes von besonderer Bedeutung, wobei die Einfassnaht in einer Draufsicht auf die Decke - bezogen auf den Mittelpunkt der Decke - innerhalb der Innennaht und/oder innerhalb der Außennaht verläuft. Mit dem Einfassband werden folglich in einer besonders bevorzugten Ausführungsform die zuvor bei der Anordnung der Außenlagen

und gegebenenfalls der Innenlagen entstehenden Nähte vollständig eingeschlossen, so dass ein hohes Maß an Allergendichtigkeit erreicht wird.

Insgesamt wird eine Bettdecke geschaffen, die grundsätzlich als Steppdecke mit Füllfaservlies ausgebildet ist und bei der eine Versteppung des Vlieses bevorzugt über die Innenlagen erfolgt, ohne dass diese Versteppung von außen sichtbar ist, da bei den Außenlagen aus den erläuterten Gründen auf eine Versteppung verzichtet wird. Interessant ist außerdem, dass sich das Anschmiegeverhalten, d. h. die Geschmeidigkeit und damit der Komfort nach mehrfachem Waschen der Decke überraschend verbessert, ohne dass darunter die Allergendichtheit leidet.

Eine solche erfindungsgemäße Decke lässt sich z. B. mit folgendem Verfahren hersteilen:

Zunächst werden die beiden Innenlagen miteinander und mit dem Füllvlies vernäht und vorzugsweise versteppt, und zwar z. B. in einem Nadel- Stepprahmen. Anschließend werden die beiden Außenlagen unter Zwischenschaltung des zuvor hergestellten Steppbettes (Innenlagen plus Füllvlies) miteinander vernäht, und zwar bevorzugt durch die Innenlagen und das Füllvlies hindurch. Dazu kann z. B. das zuvor in dem ein Nadel- Stepprahmen hergestellte Steppbett ausgespannt werden und anschließend eine erste Außenlage in den ein Nadel-Stepprahmen eingespannt werden. Anschließend wird das zuvor aus den Innenlagen und dem Füllvlies hergestellte Steppbett aufgelegt und erneut eingespannt. Danach wird die zweite Außenlage eingespannt und anschließend die Außennaht im Sinne einer„Randsteppung“ zur Fixierung erzeugt. Danach wird in bevorzugter Weiterbildung die so hergestellte „Bett-in-Hülle“ Decke ausgespannt und anschließend erfolgt optional noch die besonders bevorzugte Einbänderung mit dem Einfassband.

Im Folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung näher erläutert. Es zeigen Fig. 1 in einer stark vereinfachten Darstellung eine erfindungsgemäße

Steppdecke und

Fig. 2 ein Nahtschaubild der Steppdecke nach Fig .1.

In den Figuren ist eine Decke in der Ausführungsform als Steppdecke dargestellt, die sich durch eine allergendichte und folglich milbenkotdichte Hülle 1 auszeichnet. Die Decke besteht aus einer vollständig geschlossenen textilen Hülle 1 und einer in der Hülle angeordneten Füllung 2, die als Füllvlies (z. B. aus Kunstfasern) ausgebildet ist. Die Hülle 1 ist im Ausführungsbeispiel mehrlagig ausgebildet und sie wird von den Außenlagen 4a, 4b und den Innenlagen 6a, 6b gebildet, wobei die Innenlagen 6a, 6b jeweils zwischen der Füllung 2 und den Außenlagen 4a, 4b angeordnet sind.

Die Innenlagen 6a, 6b der Hülle 1 sind miteinander und mit dem Füllvlies 2 entlang einer (umlaufenden) Innennaht 5 vernäht. Außerdem sind im Ausführungsbeispiel die Innenlagen 6a, 6b mittels Steppnähten 9 unter Bildung mehrerer Kammern versteppt. Die Außenlagen 4a, 4b sind unter

Zwischenschaltung der Innenlagen 6a, 6b und unter Zwischenschaltung des Füllvlieses 2 entlang einer (umlaufenden) Außennaht 3 miteinander vernäht. Dabei bestehen die Außenlagen 4a, 4b aus einem ersten, milbenallergendichten Vliesstoff. Die Innenlagen 6a, 6b bestehen aus einem zweiten, milbenallergendichten Vliesstoff, der sich von dem ersten Vliesstoff unterscheidet, z. B. hinsichtlich seines Flächengewichtes.

Die von den Innenlagen 6a, 6b gebildete Innenhülle, die mit dem Füllvlies 2 versteppt ist, bildet bereits eine Barriere gegen das Eindringen von allergenen Partikeln, insbesondere Milbenkot und zugleich wird durch die Versteppung ein Verbund mit dem Füllvlies 2 erreicht, so dass ein Verrutschen und/oder Zerreißen des Füllvlieses 2 vermieden wird. Die aus den Außenlagen 4a, 4b bestehende Außenhülle ergänzt den Schutz gegen das Eindringen von allergenen Partikeln besonders zuverlässig, da bei den Außenlagen mittels der Außennaht 3 lediglich eine „Randversteppung“ ohne zusätzliche „innere“ Versteppung vorgesehen ist.

Ergänzend ist an dem umlaufenden Rand der Decke ein Einfassband 7 vorgesehen, das die Ränder der Decke umgreift und dabei folglich die Außennaht 3 beidseitig abdeckt, wobei auch dieses Einfassband 7 aus einem milbenallergendichten Vliesstoff besteht, z. B. aus dem gleichen Vliesstoff wie die Außenlagen 4a, 4b. Das Einfassband 7 ist dabei mit den beiden Außenlagen 4a, 4b und mit den Innenlagen 6a, 6b und dem dazwischen angeordneten Füllvlies 2 entlang einer Einfassnaht 8 vernäht.

In Fig. 1 ist dabei die innere Versteppung der Innenlagen 6a, 6b angedeutet, da diese von außen aufgrund der darüber angeordneten Außenlagen 4a, 4b nicht sichtbar ist.

In dem Nahtschaubild nach Fig. 2 ist im Übrigen erkennbar, dass die Außennaht 3 in einer Draufsicht auf die Decke - bezogen auf deren Mittelpunkt - außerhalb der Innennaht 5 verläuft. Ferner ist erkennbar, dass die Einfassnaht 8 in einer Draufsicht auf die Decke - bezogen auf deren Mittelpunkt - innerhalb der Innennaht 5 und auch innerhalb der Außennaht 3 verläuft, das heißt der Randstreifen 8 fasst die zuvor erzeugten Außennähte 3 und

Innennähte 5 vollständig ein, so dass das Eindringen von allergenen Partikeln in die Decke zuverlässig vermieden wird.