| JP3414694 | POST SUPPORTING FACILITY |
| JP3411888 | JOINT STRUCTURE |
| WO/1993/003241 | CORROSION RESISTANT COATED STEEL POLE |
Alberts, Dietrich (Oberdorfstr. 14, Herscheid, 58849, DE)
| 1. | Abdeckung (100, 100', 200, 300, 400, 500, 600) für Befestigungselemente von Holzkonstruktionen, insbesondere für Pfostenträger (10, 20) und/oder Bodenhülsen (30) zur Befestigung von Holzpfosten (1 ), dadurch gekennzeichnet, dass sie Mittel (104, 106; 207; 307; 407a, 407b; 508, 509; 605, 606) zur Fixierung an einem derartigen Befestigungselement (10, 20, 30) und/oder an der zugehörigen Holzkonstruktion (1 ) aufweist, und dass sie im Gebrauchszustand im Wesentlichen alle sichtbaren Flächen des Befestigungselementes (10, 20, 30) verdeckt. |
| 2. | Abdeckung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass sie Klemmmittel (104, 106) aufweist, mit denen sie an dem Befestigungselement (10, 20) festgeklemmt werden kann. |
| 3. | Abdeckung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmmittel zwei sich gegenüberstehende und zumindest in Abschnitten (104, 106) unter einem Neigungswinkel (α, ß) konisch aufeinander zu laufende Klemmflächen (103; 203) aufweisen. |
| 4. | Abdeckung nach Anspruch 3; dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmflächen (103; 203) Abschnitte (104, 106) mit unterschiedlichem Neigungswinkel (α, ß) aufweisen. |
| 5. | Abdeckung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass sie Rastmittel aufweist, mit welchen sie an dem Befestigungselement im Rastsitz fixiert werden kann. |
| 6. | Abdeckung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass sie Vorsprünge (307) zum Hintergreifen eines Befestigungselementes (10) aufweist. |
| 7. | Abdeckung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorsprünge als einander gegenüberliegende Abkantungen (307) ausgebildet sind. |
| 8. | Abdeckung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass sie Mittel zur Fixierung an einer Holzkonstruktion (1 ) aufweist, insbesondere in das Holz eintreibbare Vorsprünge (207). |
| 9. | Abdeckung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus mindestens zwei Komponenten (400a, 400b; 500a, 500b; 600a, 600b) besteht, welche im Gebrauchszustand das Befestigungselement (30) umschließen. |
| 10. | Abdeckung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Komponenten (400a, 400 b) separat sind und an den Stoßkanten Hakenelemente (407a, 407b) aufweisen, welche miteinander verbunden werden können. |
| 11. | Abdeckung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Komponenten (600a, 600b) über Gelenke und/oder Biegelinien (604) miteinander verbunden sind und Mittel (605, 606) zur Befestigung der Stoßkanten aneinander aufweisen. |
| 12. | Abdeckung nach einem der Ansprüche 9 bis 11 , dadurch gekennzeichnet, dass die Komponenten (400a, 400b; 500a, 500b; 600a, 600b) einander überlappende Abschnitte (402, 403) aufweisen, welche Stoßfugen verdecken. |
| 13. | Abdeckung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus einem Flachmaterial besteht. |
| 14. | Abdeckung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus Metall, insbesondere verzinktem Eisen, Edelstahl, Kupfer oder Aluminium, aus Kunststoff oder aus Holz besteht. |
| 15. | Abdeckung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass ihre Außenseite gewölbte Flächen (301 , 302) aufweist oder hieraus besteht. |
| 16. | Abdeckung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass sichtbare Oberflächen behandelt sind, insbesondere durch Anstreichen, Beschichten, Kaschieren, Bürsten, Mattieren und/oder Prägen. |
| 17. | Befestigungssystem für eine Holzkonstruktion (1 ), enthaltend ein Befestigungselement für die Holzkonstruktion, insbesondere einen Pfostenträger (10, 20) und/oder eine Bodenhülse (30) zur Befestigung von Holzpfosten (1 ); eine Abdeckung (100, 101 \ 200, 300, 400, 500, 600); wobei die Abdeckung und/oder das Befestigungselement Mittel (104, 106; 207; 307; 407a, 407b; 508, 509; 605, 606) zur Fixierung aneinander aufweisen und die Abdeckung im Gebrauchszustand im Wesentlichen alle sichtbaren Flächen des Befestigungselementes verdeckt. |
| 18. | Befestigungssystem nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (100, 101 ', 200, 300, 400, 500, 600) nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 16 ausgestaltet ist. |
Die Erfindung betrifft eine Abdeckung für Befestigungselemente von Holzkonstruktionen, insbesondere für Pfostenträger und/oder für Bodenhülsen. Ferner betrifft sie ein Befestigungssystem für eine Holzkonstruktion mit einer derartigen Abdeckung.
Befestigungselemente für Holzkonstruktionen bestehen typischerweise aus verzinkten Eisenflanschen mit Löchern, durch welche eine Holzkonstruktion mit Nägeln oder Schrauben befestigt werden kann. Unter dem Begriff "HoIz- konstruktion" soll dabei vorliegend ein beliebiges Bauelement aus Holz verstanden werden, beispielsweise ein Brett, Balken, Pfosten oder dergleichen. Typische Beispiele für die genannten Befestigungselemente sind Pfostenträger zum Aufschrauben auf einen ebenen Untergrund oder zum Einlassen in den Boden, wie sie beispielsweise in der DE 299 15 248 U1 beschrieben sind, oder Bodenhülsen mit einer hülsenförmigen Aufnahme für runde oder eckige Holzbalken sowie mit Mitteln zur Befestigung auf oder in dem Boden, wie sie beispielsweise in der EP 657 604 B1 beschrieben sind.
Problematisch bei den bekannten Befestigungselementen für Holzkonstruktionen ist, dass offenliegende scharfe Kanten, Nägelköpfe, Schraubenenden, Muttern und dergleichen eine Verletzungsgefahr mit sich bringen und als Schmutzfänger wirken. Des Weiteren befinden sich die Befestigungselemente oft im sichtbaren Bereich, wo sie ästhetisch störend wirken.
Vor diesem Hintergrund war es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, Mittel zur verbesserten Gestaltung von Befestigungssystemen für Holzkonstruktionen bereitzustellen.
Diese Aufgabe wird durch eine Abdeckung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 sowie durch ein Befestigungssystem mit den Merkmalen des Anspruchs 17 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen enthalten.
Die erfindungsgemäße Lösung besteht in einer Abdeckung für Befestigungs- elemente von Holzkonstruktionen, beispielsweise für Pfostenträger und/oder Bodenhülsen der eingangs genannten Art. Die Abdeckung ist dadurch gekennzeichnet, dass sie Mittel zur Fixierung an einem derartigen Befestigungselement und/oder an der zugehörigen Holzkonstruktion (beispielsweise einem Holzbalken) aufweist. Ferner soll sie im Wesentlichen alle sichtbaren Flächen des Befestigungselementes verdecken, wenn sie sich in ihrem Gebrauchszustand befindet, d. h. an dem Befestigungselement und/oder an der Holzkonstruktion fixiert ist. Durch die Abdeckung kann das äußere Erscheinungsbild des Befestigungselementes unabhängig von den technischen Erfordernissen gestaltet werden. Insbesondere können Schraubenköpfe und dergleichen abgedeckt und der Einrichtung eine ästhetisch ansprechende Oberflächengestaltung gegeben werden.
Für die Mittel zur Fixierung der Abdeckung gibt es zahlreiche verschiedene Realisierungsmöglichkeiten. So könnte die Abdeckung beispielsweise mit dem Befestigungselement oder der Holzkonstruktion verklebt, verschraubt oder durch Magnetkräfte verbunden werden. Vorzugsweise weist die Abdeckung indes Klemmmittel auf, mit denen sie an dem Befestigungselement festgeklemmt werden kann. Eine solche Befestigung im Klemmsitz hat den Vorteil, dass sie ohne besonderes Werkzeug ausgeführt werden kann, dass sie ro bust gegenüber Maßvariationen ist, und dass an der Abdeckung keine außen sichtbaren Veränderungen (beispielsweise Schraublöcher) notwendig sind. Des Weiteren ist eine Klemmbefestigung in der Regel mit sehr vielen Formen von Befestigungselementen realisierbar, so dass eine derartige Abdeckung insbesondere auch zur Nachrüstung an existierenden Pfostenträgern, Bodenhülsen und dergleichen bereitgestellt werden kann.
Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung weisen die Klemmmittel zwei sich gegenüberstehende und zumindest in Abschnitten unter einem Neigungswinkel
konisch aufeinander zu laufende Klemmflächen auf, wobei die genannten Abschnitte an einer oder beiden Klemmflächen ausgebildet sein können. Durch die nicht exakt parallelen, sondern unter einem Winkel von typischerweise 0.3° bis 5° geneigten Klemmflächen kann ein Gegenstand wie beispielsweise ein Flacheisen entsprechender Breite unter Aufweiten der Klemmflächen zwischen diesen eingeklemmt werden.
Gemäß einer Weiterbildung der vorstehenden Ausführungsform weisen die Klemmflächen (vorzugsweise entlang einer ihrer Kanten) Abschnitte mit unterschiedlichem Neigungswinkel auf. Hierdurch kann der Tatsache Rechnung getragen werden, dass ein einzuklemmender Gegenstand wie etwa ein Flacheisen typischerweise nicht entlang seiner gesamten Erstreckung gleich breit ausgebildet ist. Der Klemmsitz findet bei diesen Abdeckungen vorrangig an den stärker geneigten Abschnitten der Klemmfläche statt.
Die Fixierung der Abdeckung kann auch durch Rastmittel erreicht werden, mit welchen die Abdeckung an dem Befestigungselement in einem Rastsitz fixiert werden kann. Ein "Rastsitz" verbindet dabei definitionsgemäß zwei Teile formschlüssig, wobei die Verbindungsposition unter vorübergehender elastischer Verformung mindestens eines der Teile (hier vorzugsweise der Abdeckung) angenommen wird. Der Rastsitz kann optional mit dem oben erläuterten Klemmsitz kombiniert werden, so dass eine form- und kraftschlüssige Verbindung zwischen den Teilen entsteht.
Die Abdeckung kann weiterhin Vorsprünge zum Hintergreifen eines Befestigungselementes aufweisen, so dass sie formschlüssig mit diesem verbunden werden kann. Die Vorsprünge sind dabei vorzugsweise als einander gegenüberliegende Abkantungen des (flächigen) Materials der Abdeckung ausgebildet.
Des Weiteren kann die Abdeckung optional Mittel zur Fixierung an einer Holzkonstruktion aufweisen, insbesondere in Form von in das Holz eintreibbaren, im Frontbereich angespitzten Vorsprüngen.
Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung besteht die Abdeckung aus mindestens zwei Komponenten, die sich komplementär zu einer geschlossenen Form
ergänzen und dann im Gebrauchszustand das Befestigungselement umschließen. Durch ein derartiges Umschließen wird gleichzeitig eine Fixierung der Abdeckung an dem Befestigungselement und der zugehörigen Holzkonstruktion erreicht (mit oder ohne Klemmsitz). Die Komponenten können separat und für den Gebrauchszustand miteinander verbindbar sein, oder sie können zusammenhängend und beweglich miteinander verbunden sein. Ferner können die Komponenten optional L-förmig, U-förmig und/oder in Form von Halbschalen ausgebildet sein.
Gemäß einer ersten Variante der vorstehenden Ausführungsform sind die mindestens zwei Komponenten separat voneinander und weisen an ihren im Gebrauchszustand zusammentreffenden Stoßkanten kooperierend ausgebildete Hakenelemente auf, mit deren Hilfe die Teile miteinander verbunden werden können.
Gemäß einer anderen Variante der mehrkomponentigen Abdeckung sind die Komponenten über Gelenke und/oder Biegelini en miteinander verbunden und weisen Mittel zur wechselseitigen Befestigung der Stoßkanten aneinander auf. Eine derartige Abdeckung kann beispielsweise manschettenartig um eine stabförmige Befestigungsvorrichtung gelegt werden.
Die mehrkomponentigen Abdeckungen weisen ferner vorzugsweise Abschnitte auf, welche sich im Gebrauchszustand überlappen und dadurch Stoßfugen überdecken.
Die oben beschriebenen verschiedenen Ausführungsformen der Abdeckung werden vorzugsweise aus einem Flachmaterial wie beispielsweise einem Blech mit der Dicke von 0.5 bis 1.5 mm, vorzugsweise von 0.75 mm Stärke hergestellt, da dies in kostengünstigen Stanz-Biege-Verfahren möglich ist. Als Materialien kommen Metalle, insbesondere verzinktes Eisen, Edelstahl, Kupfer oder Aluminium, ferner Kunststoffe oder Holz in Frage. Des Weiteren können die sichtbaren Oberflächen der Abdeckung behandelt werden, beispielsweise durch Anstreichen, Beschichten (insbesondere Pulverbeschichten), Kaschieren, Bürsten,
Mattieren, Prägen oder dergleichen. Auf diese Weise kann quasi jede gewünschte ästhetische Gestaltung der Abdeckungen erreicht werden.
Die äußere, sichtbare Form der Abdeckungen kann gemäß den ästhetischen Vorgaben im Wesentlichen frei gestaltet werden. Insbesondere kann sie aus zusammenhängenden ebenen Flächenstücken und/oder aus gewölbten Flächen bestehen oder diese aufweisen.
Die Erfindung betrifft ferner beim Befestigungssystem für eine Holzkonstruktion, welches die folgenden Bestandteile enthält:
Ein Befestigungselement für die Holzkonstruktion, beispielsweise einen Pfostenträger oder eine Bodenhülse.
Eine Abdeckung.
Die Abdeckung und/oder das Befestigungselement weisen dabei Mittel zur wechselseitigen Fixierung aneinander auf, und die Abdeckung verdeckt im Gebrauchszustand im Wesentlichen alle sichtbaren Flächen des Befestigungselementes.
Die Abdeckung kann insbesondere in der oben erläuterten Weise ausgebildet sein, d. h. ihrerseits die Mittel zur Fixierung am Befestigungselement und/oder der zugehörigen Holzkonstruktion aufweisen. Zusätzlich oder alternativ können derartige Mittel jedoch auch an dem Befestigungselement vorhanden sein.
Beschreibung der Figuren
Im Folgenden wird die Erfindung mit Hilfe der Figuren beispielhaft erläutert, welche (soweit nichts anderes gesagt wird) perspektivische Ansichten darstellen. Gleiche Bezugszeichen in den Figuren stehen für gleiche bzw. äquivalente Elemente. Es zeigt:
Fig. 1 eine erste Ausführungsform einer Abdeckung 100 für Pfostenträger
(a) vor ihrer Anbringung an einem Pfostenträger und (b) im Gebrauchszustand;
Fig. 2 eine Draufsicht und eine Seitenansicht der Abdeckung 100 von Fig. 1 ;
Fig. 3 einen Schnitt entlang der Linie Ill-Ill von Fig. 2;
Fig. 4 einen Schnitt entlang der Linie IV-IV von Fig. 2;
Fig. 5 eine zweite Ausführungsform einer Abdeckung 200 vor ihrer Anbringung an einem Pfostenträger;
Fig. 6 eine vergrößerte Aufsicht auf den Befestigungsvorsprung der Abdeckung 200 von Fig. 5;
Fig. 7 eine dritte Ausführungsform einer Abdeckung 300 (a) vor ihrer
Anbringung an einem Pfostenträger und (b) im Gebrauchszustand;
Fig. 8 eine Ansicht von unten (links) und eine Seitenansicht (rechts) der Abdeckung 300 von Fig. 7;
Fig. 9 eine perspektivische Ansicht von unten der Abdeckung 300 von Fig. 7 und 8;
Fig. 10 eine vierte, zweikomponentige Ausführungsform einer Abdeckung 400 (a) vor ihrer Anbringung an einer Bodenhülse und (b) im Gebrauchszustand;
Fig. 11 die erste Komponente der Abdeckung 400 von Fig. 10;
Fig. 12 die zweite Komponente der Abdeckung 400 von Fig. 10;
Fig. 13 eine fünfte, zweikomponentige Ausführungsform einer Abdeckung 500;
Fig. 14 eine sechste, manschettenartige Ausführungsform einer Abdeckung 600.
In Figur 1 ist ein Pfostenträger 10 aus verzinktem Stahl dargestellt, welcher eine flache Bodenlasche zur Befestigung an einem (harten) Untergrund sowie zwei U-förmig hiervon nach oben abstehende Schenkel 1 1 aufweist. Zwischen den genannten Schenkeln 1 1 kann eine Holzkonstruktion in Form eines Holzbalkens 1 eingesetzt und durch Schrauben 12 befestigt werden, welche von einem Schenkel 1 1 zum gegenüberliegenden Schenkel verlaufen.
Problematisch bei derartigen Befestigungssystemen für Pfosten und dergleichen ist, dass die am Balken 1 angebrachten Teile des Pfostenträgers 10 in ästhetisch unvorteilhafter Weise offen sichtbar sind. Ferner stellen die vorstehenden Schrauben sowie scharfkantige Ränder ein erhebliches Verletzungsrisiko dar.
Um diesbezüglich Abhilfe zu schaffen, werden vorliegend Abdeckungen 100 eingesetzt, welche auf die hochstehenden Laschen 1 1 des Pfostenträgers 10 aufgeklemmt werden können, um alle sichtbaren und gegebenenfalls störenden Flächen bzw. Vorsprünge abzudecken. Die äußere Oberfläche dieser Abdeckungen 100 kann quasi beliebig gemäß den ästhetischen Vorgeben gestaltet werden, beispielsweise durch Farbanstrich, Bürsten, Mattieren oder dergleichen.
In Figur 1 sind ferner zwei Abdeckungen 100' für die Bodenlaschen des Pfostenträgers 10 dargestellt. Diese sind bis auf Dimensionsanpassungen ganz analog zu den Abdeckungen 100 konstruiert und können wahlweise zusätzlich bzw. alternativ zu diesen eingesetzt werden.
In Figur 2 ist die Ausgestaltung der Abdeckung 100 detaillierter dargestellt. Die Abdeckung 100 besteht aus einer großen rechteckigen Basisfläche 101 der Breite b, an deren Längsseiten sich unter ei nem Winkel Seitenflächen 103 anschließen. Am in der Figur oberen Ende schließt sich an die Fläche 101 eine unter typisch erweise 30 °-60° geneigte Stirnfläche 102 an, deren Neigung für einen rampenförmigen Anschluss der Abdeckung 100 an den Holzbalken 1 (Figur 1 ) sorgt. Die Stirnfläche 102 ist dabei so breit ausgebildet, dass sie die abgeschrägten Kanten der Seitenflächen 103 überdeckt und vor dem Eintritt von Wasser schützt.
Die Seitenflächen 103 stellen Klemmflächen dar, welche kraftschlüssig auf die nach oben stehenden Laschen 1 1 des Pfostenträgers 10 (Figur 1 ) aufgeklemmt werden können. Zu diesem Zweck sind die gesamten Seitenflächen 103 unter einem Winkel α von typischerweise 2 °-5° gegenüber der Flächennormalen der Basisfläche 101 leicht nach innen geneigt an der Basisfläche 101 angesetzt (Figur 3, 4). Die unter dem Neigungswinkel α aufeinander zu laufenden Flächen 103 können somit nach elastischer Aufweitung auf ein Flacheisen mit der ungefähren Breite b (abzüglich der Materialstärke der Abdeckung) aufgesteckt werden, wo sie dann durch Klemmsitz fixiert werden.
Wie Figur 2 und der zugehörige Schnitt entlang der Linie Ill-Ill in Figur 3 erkennen lassen, ist darüber hinaus ein Streifenabschnitt 104 entlang der freien Kante der Seitenfläche 103 um einen größeren Winkel ß > α nach innen geneigt bzw. abgekantet. Dieser Abschnitt 104 geht nicht bis zum unteren Ende der Abdeckung 100 durch, wobei in der Ausführungsform von Figur 2 ein optionaler Schlitz 105 den stärker geneigten Abschnitt 104 vom Reststreifen 106 der Seitenfläche 103 trennt. Die Seitenflächen 103 sind somit entlang ihrer Kanten unterschiedlich stark nach innen geneigt, wobei ein Klemmsitz bevorzugt am stärker geneigten Abschnitt 104 erfolgt. Dies verhindert, dass der Klemmsitz nur punktuell am unteren Rand der Abdeckung erreicht wird, was ansonsten häufig der Fall wäre, da Pfostenträger durch Biegebereiche, Schweißnähte und dergleichen in diesen Zonen typischerweise verbreitert sind.
Figur 5 zeigt in einer perspektivischen Ansicht eine zweite Ausführungsform einer Abdeckung 200 vor ihrer Anbringung an einen H-förmigen Pfostenträger 20. Die Abdeckung 200 ist zunächst genauso ausgestaltet wie die oben erläuterte Abdeckung 100, was nicht im Einzelnen neu beschrieben werden muss. Zusätzlich weist die Abdeckung 200 jedoch an der Außenkante der Seitenflächen 203 Vorsprünge 207 auf, welche in den Holzbalken 1 eingetrieben werden können und die Abdeckung 200 hierdurch zusätzlich im Holz verankern. In Figur 6 ist eine typische Form eines Vorsprunges 207 vergrößert dargestellt. Der sich an eine Spitze 207a anschließende, gleich breite Stamm 207b des Vorsprunges 207 sorgt für einen festen Sitz im Holz.
Während die Abdeckungen 100, 100', 200 der Figuren 1 bis 6 nach außen hin aus ebenen Flächenstücken zusammengesetzt sind , zeigt Figur 7 eine dritte Ausführungsform einer Abdeckung 300, welche aus einer (annähernd) zylindrisch gewölbten Grundfläche 301 und einer sich oben daran anschließenden gewölbten Fläche 302 (in Form einer halben Kugelkalotte) besteht. Die Befestigung dieser Abdeckung 300 kann im Prinzip auf ähnliche Weise erfolgen wie bei den oben beschriebenen Abdeckungen. In den Detailansichten der Figuren 8 und 9 ist jedoch eine alternative Ausbildung der Befestigung erkennbar, gemäß der die aufeinanderzuweisend umgebogenen Längskanten 307 der Basisfläche 301 als Vorsprünge wirken, welche die nach oben stehende Lasche 1 1 des Pfostenträgers 10 (Figur 7) hintergreifen können. Die Abdeckung 300 kann dabei unter Ausnutzung ihrer Elastizität auf die Lasche 11 von der Seite her aufgesetzt werden, oder sie kann (ohne Verformung) von oben her aufgeschoben werden. Das formschlüssige Hintergreifen von Teilen eines Pfostenträgers kann selbstverständlich auch bei den anderen dargestellten Ausführungsformen von Abdeckungen verwirklicht werden.
Die Figuren 10 bis 14 zeigen verschiedene Ausführungsformen von Abdeckungen, welche ein Befestigungselement komplett umschließen und hierdurch - gegebenenfalls mit einem zusätzlichen Klemmsitz - ihre Befestigung erreichen. Derartige Abdeckungen werden vorzugsweise zur Verkleidung von Bodenhülsen eingesetzt, da diese ebenfalls eine rundum verlaufende (rechteckige oder runde) Hülse zur Aufnahme eines Pfostens 1 aufweisen. In Figur 10 ist diesbezüglich eine rechteckige Bodenhülse 30 mit einem flachen Fuß dargestellt. Alternativ können derartige Bodenhülsen auch nach unten weisende Dorne zum Einschrauben bzw. Einschlagen in den Boden oder zum Einbetonieren aufweisen, wobei es für die vorliegende Erfindung jedoch nicht auf die Gestaltung dieses Abschnittes ankommt. Falls eine dem flachen Fuß der Bodenhülse 30 vergleichbare Auflage für den unteren Rand der Abdeckung fehlt (z. B. bei Bodenhülsen mit Einschraubdornen), liegt die Abdeckung typischerweise mit ihrem oberen, einwärts abgewinkelten Rand auf der Bodenhülse auf.
Die in Figur 10 gezeigte vierte Ausführungsform einer Abdeckung 400 besteht aus zwei separaten Komponenten 400a, 400b, welche im dargestellten Beispiel im
Wesentlichen L-förmig sind. Die oberen Kanten der Teile 400a, 400b sind wiederum unter ca. 45° abgeschrägt, um einen rampenförmigen Anschluss an den Holzbalken 1 zu erzielen. Statt der dargestellten doppelten L-Form könnte auch jede andere komplementäre Formgebung verwendet werden, die sich zu einer geschlossenen Form zusammensetzen lässt. So könnte beispielsweise eines der Teile als U ausgebildet sein, welches durch ein flächenförmiges Teil geschlossen werden kann. Selbstverständlich können die Teile auch abgerundet bzw. (halb-) schalenförmig ausgebildet sein, um runde Bodenhülsen zu umschließen.
Die Figuren 1 1 und 12 zeigen die beiden Komponenten der Abdeckung 400 von Figur 10 genauer. Dabei sind insbesondere L-förmig an den Basisflächen 401 ansetzende Hakenelemente 407a, 407b erkennbar, welche sich ineinander verhaken, wenn die Teile 400a, 400b in Richtung der Pfeile zusammengesteckt werden. Bei dem von unten anzusetzenden Teil 400b sind die Abschrägungen 402 des oberen Endes vorzugsweise in den Seitenbereichen um Laschenstücke 403 verlängert, durch welche die Stoßfugen überlappt werden.
Während bei den Figuren 10-12 je zwei L-förmige Vorsprünge 407a, 407b pro Kante dargestellt sind, könnten auch andere Anzahlen (insbesondere eins oder drei) derartiger Vorsprünge vorgesehen werden.
Figur 13 zeigt eine fünfte Ausführungsform einer (zweikomponentigen) Abdeckung 500, welche im Prinzip ähnlich wie die Abdeckung 400 der Figuren 10-12 ausgestaltet ist. Anders als bei Letzterer sind jedoch keine Hakenvorsprünge vorhanden, sondern rechtwinklig an den Seitenflächen 501 der (identisch ausgebildeten) Abdeckungsteile 500a, 500b ansetzende Laschenabschnitte 508, 509. Die beiden Teile der Abdeckung 500 können an einem Pfosten fixiert werden, indem die Laschen 508, 509 von einem der Teile (z. B. 500a) auf den Außenflächen des anderen Teils (500b) aufliegen und Letzteres somit zangenförmig festhalten.
Figur 14 zeigt eine sechste Ausführungsform einer Abdeckung 600, welche wie die Abdeckungen 400 und 500 der Figuren 10-13 ein Befestigungselement umschließen kann. Im Unterschied zu vorstehenden Ausführungsformen sind bei
der Abdeckung 600 jedoch die zwei Komponenten 600a, 600b zusammenhängend ausgebildet. Die erste Komponente 600a ist dabei U -förmig und über eine Biegelinie 604 mit der tafelförmigen zweiten Komponente 600b verbunden. Am Ende der tafelförmigen Komponente 600b befinden sich rechtwinklig abstehend Laschen 605, welche in korrespondierende Schlitze einer Lasche 606 an der ersten Komponente 600a eingesteckt werden können und dort verrasten.
