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Title:
CRAFT OVEN
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2008/034766
Kind Code:
A2
Abstract:
The invention relates to a craft oven having - an oven housing, - an oven door (2), which is connected to the oven housing in an articulated manner on one side, and - interacting sealing elements (26, 27, 31, 32) on the door (2) and in the region of the door opening of the oven housing, the sealing elements comprising at least one flexible seal (26, 27, 31, 32) and a sealing-abutment surface, and the sealing elements (31, 32) which are arranged in the vicinity of the top door periphery and in the vicinity of the bottom door periphery differing from one another. The object of the invention is to improve the possibilities for fitting the door alternatively with right-hand hinge mounting and left-hand hinge mounting. This object is achieved according to the invention in that the sealing elements arranged on the door (2) in the vicinity of the top and bottom door peripheries are fastened on the door (2) in a releasable (31, 32) and interchangeable manner.

Inventors:
KOOS, Michael (Brühlstrasse 23, Arnstein, 97450, DE)
Application Number:
EP2007/059685
Publication Date:
March 27, 2008
Filing Date:
September 14, 2007
Export Citation:
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Assignee:
MIWE Michael Wenz GmbH (Michael-Wenz-Strasse 2-10, Arnstein, 97450, DE)
KOOS, Michael (Brühlstrasse 23, Arnstein, 97450, DE)
International Classes:
A21B3/02; A21B3/00
Attorney, Agent or Firm:
FREISCHEM, Stephan (An Gross St. Martin 2, Köln, 50667, DE)
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Claims:

Ansprüche

1. Backofen mit

- einem Ofengehäuse (1 ),

- einer Ofentür (2), die an einer Seite gelenkig mit dem Ofengehäuse (1) verbunden ist, und

- miteinander zusammenwirkenden Dichtelementen (26,27,31 ,32;41 ,42) an der Tür (2) und im Bereich der Türöffnung des Ofengehäuses (1), wobei die Dichtelemente mindestens eine flexible Dichtung (26,27,31 ,32) und eine Dichtungs-Anlagefläche (41 ,42) umfassen und wobei die in der Nähe des oberen Türrands und die in der Nähe des unteren Türrands angeordneten Dichtelemente (31 , 32) unterschiedlich ausgebildet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die an der Tür (2) in der Nähe des oberen und des unteren Türrands angeordneten Dichtelemente lösbar (31 , 32) und miteinander austauschbar an der Tür (2) befestigt sind.

2. Backofen nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass in der Nähe des unteren Türrands eine Dichtleiste (32) und parallel zu den seitlichen und oberen Türrändern jeweils ein Dichtungs-Hohlprofil (26,27,31) angeordnet ist.

3. Backofen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass alle an der Tür (2) angebrachten Dichtelemente (26,27,31 ,32) lösbar und verschiebbar befestigt sind.

4. Backofen nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Türgriff (35,36) in der Mitte zwischen dem oberen und unteren Rand der Tür (2) angeordnet ist.

5. Backofen nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass mit dem Türgriff (35,36) zwei am oberen und unteren Ende einer Türkante angeordnete Riegel (37,38) betätigbar sind.

6. Backofen nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass am unteren Rand der Tür (2) ein Gelenk (25) mit Hubvorrichtung (40) angeordnet ist, mittels dem die Tür (2) beim öffnen anhebbar ist, wobei die Gelenke (25,24) an der Tür (2) lösbar befestigt sind, so dass die Gelenke (25,24) am linken und am rechten Türrand anbringbar sind.

Description:

Beschreibung

HANDWERKS-BACKOFEN Technisches Gebiet

[0001] Die Erfindung betrifft einen Backofen mit

- einem Ofengehäuse,

- einer Ofentür, die an einer Seite gelenkig mit dem Ofengehäuse verbunden ist, und

- miteinander zusammenwirkenden Dichtelementen an der Tür und im Bereich der Türöffnung des Ofengehäuses, wobei die Dichtelemente eine flexiblen Dichtung und eine Dichtungs-Anlagefläche umfassen und wobei die in der Nähe des oberen Türrands und die in der Nähe des unteren Türrands angeordneten Dichtelemente unterschiedlich ausgebildet sind.

[0002] Insbesondere betrifft die Erfindung einen Backofen zum Einschieben eines Backwagens, auch Stikkenwagen genannt. Derartige Backöfen werden auch Backschrank genannt und ermöglichen einem Bäcker, eine große Anzahl von Backwaren gleichzeitig abzubacken, welche auf vielen übereinander angeordneten Backblechen des Backwagens angeordnet sind. Die Backwagen weisen Rollen auf, die auf dem Boden aufstehen. Die Backwagen werden durch eine Ofentür in die Backkammer des Backofens geschoben.

Stand der Technik

[0003] Das Backofengehäuse weist an seiner Vorderseite eine öffnung auf, die zum Backraum führt. Das Backofengehäuse bildet seitlich und oberhalb dieser öffnung einen Rahmen für die Tür. Im unteren Bereich ist vorzugsweise keine oder nur eine sehr flache Türschwelle vorgesehen, damit die Rollen der Stikkenwagen beim Einschieben in die Backkammer nicht behindert werden.

[0004] Aus diesem Grund unterscheiden sich die Türdichtungen an den seitlichen Rändern und am oberen Rand der Tür von der Türdichtung im unteren Bereich der Tür. Oben und an der Seite sind vorzugsweise Dichtprofile aus elastischen Materialien vorgesehen, welche beim Schließen der Tür gegen eine Dichtungs-Anlagefläche anliegen und den Ofen vollständig

abdichten. Dabei können die elastischen Dichtprofile entweder an der Tür oder im Bereich der Türöffnung des Ofengehäuses angebracht sein. Die Dichtungs-Anlageflächen werden von den den Dichtprofilen bei geschlossener Tür gegenüberliegenden Flächen gebildet. Im unteren Bereich wird häufig eine Dichtleiste verwendet, welche im Bereich der Türöffnung auf dem Boden aufliegt und so die Backkammer gegenüber der Umgebung des Ofens abdichtet. Um zu vermeiden, dass diese Dichtleiste bei der öffnungsbewegung der Ofentür über den Boden scheuert, weist das untere Gelenkband, mit dem die Ofentür am Ofengehäuse befestigt ist, häufig eine Hubvorrichtung auf. Diese Hubvorrichtung bewirkt, dass die Tür beim öffnen angehoben wird, so dass die untere Dichtung sich beim Aufschwenken der Tür mit einem Abstand über der Bodenfläche bewegt. Die komplexe Ausbildung eines derartigen Handwerks-Backofens und insbesondere seiner Tür führt dazu, dass unterschiedliche Türen für Backöfen mit Rechtsanschlag und für Backöfen mit Linksanschlag herzustellen sind. Häufig stellt sich erst bei der Montage heraus, dass die ursprünglich bestellte Seite des Türanschlags sich nicht realisieren lässt. Die räumlichen Gegebenheiten können dazu führen, dass eine an der rechten Türseite angeschlagene Tür unpraktisch ist oder bei der öffnungsbewegung mit anderen Einrichtungen in der Backstube kollidiert. In einem solchen Fall muss eine Tür geliefert werden, deren gelenkige Verbindung mit dem Ofengehäuse auf der anderen Seite liegt. Diese Tür ist also spiegelbildlich zu der ursprünglich bestellten Tür ausgebildet. Häufig verzögert das Nachliefern einer Tür mit dem Türanschlag auf der anderen Seite die Aufbauarbeit eines Backofens um mehrere Tage. Dies kann zu erheblichen Produktionsausfällen in der betroffenen Backstufe oder Produktionsanlage für Backwaren führen. Sollte die Tür nicht auf Lager sein, müsste sie extra angefertigt werden. Die Auslieferung einer Tür mit anderem Anschlag nimmt dann mehrere Wochen in Anspruch. In dieser Zeit muss der Bäcker sich mit einer Behelfslösung zufrieden geben, bei der die alte Anschlagposition der ursprünglich bestellten Tür gewählt wird.

Darstellung der Erfindung

[0006] Aufgabe der Erfindung ist es, diesen Nachteil des Zeitverzugs im Falle der änderung der Seite des Türanschlags zu vermeiden.

[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die an der Tür in der Nähe des oberen und des unteren Türrands angeordneten Dichtelemente lösbar und miteinander austauschbar an der Tür befestigt sind.

[0008] Wenn die gleiche Tür dafür verwendet werden soll, mit Rechtsanschlag und Linksanschlag an dem Ofengehäuse befestigt zu werden, muss sie in der Türebene um 180° gedreht werden können. Auf diese Weise befinden sich anschließend die Türbänder und die Schließvorrichtung für die Tür jeweils auf der anderen Seite. Falls die Türbänder asymmetrisch sind, z.B. im unteren Bereich eine Hubvorrichtung in das Band integriert ist, müssen die Türbänder nach dem Drehen ebenfalls ausgetauscht werden.

[0009] Dieses Drehen in der Türebene, welches bei Haushalts-Backöfen mit umlaufenden identischen Dichtungen bekannt ist, ist mit bekannten Türen für Handwerks-Backöfen nicht möglich. Durch das Drehen befinden sich die unterschiedlichen Dichtungen nahe dem oberen Türrand und nahe dem unteren Türrand jeweils auf der falschen Seite. Sie verlieren so ihre Funktion, und die Tür lässt sich nicht mehr zuverlässig schließen.

[0010] Bei der erfindungsgemäßen Tür sind die Dichtelemente im Bereich des oberen und unteren Türrands lösbar und austauschbar befestigt. Aus diesem Grund kann nach dem Drehen des Türflügels um 180° in seiner Ebene die oben und unten befindlichen Dichtung gegeneinander ausgetauscht werden. Die Tür kann nun mit Anschlag auf der anderen Seite der Türöffnung des Ofengehäuses befestigt werden. Das Umrüsten der Tür nimmt nur wenige Stunden in Anspruch und lässt sich ohne weiteres in den üblichen Ablauf der Montage eines Handwerks-Backofens integrieren.

[0011] In einer praktischen Ausführungsform können alle Dichtelemente lösbar an der Tür befestigt sein. Insbesondere können an der Tür die elastisch verformbaren Dichtelemente befestigt sein, welche bei einem Wechsel der Anschlagseite der Tür jeweils an der richtigen Position befestigt werden.

[0012] Wie bereits erwähnt, ist die Dichtung in Nähe des unteren Türrands vorzugsweise eine elastische Dichtleiste. Parallel zu den seitlichen und oberen Türrändern ist vorzugsweise jeweils ein Dichtungs-Hohlprofil aus elastischem und hitzebeständigem Silikon vorgesehen. Die elastischen Dichtelemente können in der Praxis am Türflügel vorgesehen sein, wogegen die Dichtungs-Anlageflächen sich im Bereich der Türöffnung befinden. Sie werden für die seitlichen Dichtungen und die obere Dichtung von der Außenfläche des Ofengehäuses im Bereich der Türöffnung gebildet. Die Dichtungs-Anlagefläche für die untere Dichtung ist die Bodenfläche im Bereich der Türöffnung.

[0013] Alle Dichtelemente der Tür können lösbar und verschiebbar befestigt sein. Die Dichtungs-Hohlprofile sind dabei in der Praxis in einer Richtung senkrecht zur Türebene verschiebbar. Bei der Montage und bei späteren Wartungsarbeiten können die Dichtungen gelöst und in einer optimalen Position an der Tür befestigt werden. Die Position ist so zu wählen, dass die Dichtung mit einem vorgegebenen Druck gegen die Dichtungs-Anlagefläche anliegt und die Backkammer luftdicht abschließt. Die Dichtleiste im unteren Bereich der Tür kann parallel zur Flügelebene zum Boden hin verschiebbar sein, um eine optimale Andrückkraft auf den Boden zu gewährleisten.

[0014] In der Praxis kann der Türgriff in der Mitte zwischen dem oberen und unteren Rand der Tür angeordnet sein. Das führt dazu, dass unabhängig von der Einbaulage der Türgriff jeweils in der gleichen, optimalen Betätigungshöhe angeordnet ist.

[0015] An der Türkante, welche den Gelenkbändern gegenüberliegt, ist mindestens ein Riegel angeordnet, der die Tür in der Türöffnung des Gehäuses arretiert. Durch den Türgriff können in der Praxis zwei Riegel betätigt werden, die nahe dem oberen und nahe dem unteren Ende der Türkante angeordnet sind. Es ist zwar auch möglich, die Tür durch einen einzigen Riegel auf der Höhe des Türgriffs zu verschließen. Allerdings biegt sich eine Tür eines Handwerk-Backofens im Betrieb häufig aufgrund der großen Temperaturwechsel durch. Eine Verriegelung der Tür in der Nähe des oberen und des unteren Endes derjenigen Türkante, die den

Gelenkbändern gegenüberliegt, stellt sicher, dass die Tür zuverlässig und dichtend schließt. [0016] In der Praxis kann ferner am unteren Rand der Tür ein Gelenk mit

Hubvorrichtung angeordnet sein, welches die Tür beim öffnen anhebt. Dabei sind die Gelenke an der Tür lösbar zu befestigen, so dass das Gelenk mit Hubvorrichtung entweder in der rechten unteren Türecke oder nach dem Drehen der Tür in der linken unteren Türecke angebracht werden kann.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

[0017] Eine praktische Ausführungsform der Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben. Die Zeichnungen zeigen in: Fig. 1 eine Vorderansicht eines erfindungsgemäßen

Backofens, Fig. 2 eine Schnittansicht eines Backofens mit darin befindlichem Backgutträger und Fig. 3 eine Draufsicht auf die Innenseite der Tür des

Backofens aus den Figuren 1 und 2,

Fig. 4 eine Seitenansicht der Tür aus Fig. 3,

Fig. 5 eine entlang der Schnittlinie V-V in Fig. 3 geschnittene Darstellung der Tür und Fig. 6 eine entlang der Schnittlinie Vl-Vl in Fig. 3 geschnittene Darstellung der Tür. Ausführungsform(en) der Erfindung [0018] Die Fig. 1 zeigt einen erfindungsgemäßen Handwerks-Backofen, der üblicherweise in Bäckereien oder in Backwarenfabriken verwendet wird. Der Backofen umfasst ein Gehäuse 1 mit einer Tür 2, die während des Backvorgangs verschlossen ist und zum Einbringen und Entnehmen der Backwaren geöffnet werden kann. Die Tür 2 ist etwa zwei Meter hoch und reicht ohne Türschwelle bis zum Boden. So ist sichergestellt, dass durch die Türöffnung bei geöffneter Tür 2 ein Backwagen 19 (siehe Fig. 2), auch Stikkenwagen genannt, in die Backkammer 7 des Backofens eingeschoben werden kann. Der Backwagen oder Stikkenwagen 19 ist mit

Rollen 20 versehen, die über den Boden gerollt werden.

[0019] In Fig. 1 ist ferner ein Bedienfeld 3 mit einem Anzeigebildschirm zu erkennen. über das Bedienfeld 3 können Parameter des Backvorgangs (z.B. Dauer, Temperatur, Beschwadung) eingegeben werden, welche anschließend zur Kontrolle über den Anzeigebildschirm des Bedienfelds 3 angezeigt werden.

[0020] Wie in der Schnittdarstellung der Fig. 2 erkennbar, besteht das Gehäuse 1 aus einer thermisch isolierenden Deckwand 4 und thermisch isolierenden Seitenwänden 5,6. Innerhalb der thermisch isolierenden Wände 4 bis 6 des Gehäuses 1 ist eine Backkammer 7 ausgebildet. Die Backkammer 7 ist oben durch eine Deckwand 8 und seitlich durch eine Seitenwand 9 begrenzt. Die Deckwand 8 und die Seitenwand 9 der Backkammer 7 werden in der Regel durch ein Stahlblech aus rostfreiem Stahl gebildet. In der Seitenwand 9 befinden sich Einströmöffnungen 10, durch weiche erhitzte Luft in die Backkammer 7 einströmt. In der Deckwand 8 befinden sich Ausströmöffnungen 11 , durch welche die Luft aus der Backkammer 7 ausströmt.

[0021] Oberhalb der Deckwand 8 und insbesondere oberhalb der

Ausströmöffnungen 11 ist in der rechten oberen Ecke des Gehäuses 1 ein Gebläse 12 angeordnet.

[0022] An das Gebläse 12 schließt sich ein horizontaler Strömungskanal 13 an, der im wesentlichen parallel zur oberen Deckwand 4 des Gehäuses verläuft. An den horizontalen Strömungskanal 13 schließt sich ein vertikaler Strömungskanal 14 an, in dem das Heizregister 15 und der Brenner 16 angeordnet sind. Ferner ist in Fig. 2 das Abgasrohr 17 des Brenners 16 zu erkennen. Die erhitzte Luft strömt von dem Brenner 16 durch einen Schwadenapparat 18 zur Wand 9 mit den Einströmöffnungen 10.

[0023] Die Fig. 3 bis 6 zeigen Details der erfindungsgemäßen Tür 2 des Backofens.

[0024] Die Tür 2 weist in der Mitte ein Sichtfenster 21 aus transparentem Material, vorzugsweise aus hitzebeständigem Glas, auf. Seitlich des Sichtfensters 21 besteht die Tür 2 aus Edelstahl. Wie insbesondere in den

Fig. 5 und 6 erkennbar, besteht die Tür 2 aus zwei miteinander verbundenen flachen Bauelementen 22,23. Die Bauelemente nehmen verschiedene funktionale Elemente der Tür 2 auf und sich wärmeisolierend ausgebildet, um einen Wärmeverlust aus der Backkammer 7 gering zu halten. An dem äußeren Bauelement 23 sind die Gelenkzapfen 24,25 angeordnet.

[0025] Parallel zu den seitlichen Rändern befinden sich an dem inneren

Bauelement 22 zwei seitliche Dichtungen 26,27. Die seitliche Dichtung 26 ist vergrößert in Fig. 5 zu erkennen. Die Dichtung 26 wird von einem Hohlprofil aus elastischem und wärmebeständigem Silikon gebildet. Sie wird über eine Halteleiste 28 an dem innen, d.h. zur Backkammer 7 hin liegenden Bauelement 22 der Tür 2 befestigt. Wie in Fig. 5 erkennbar, erfolgt die Befestigung der Halteleiste 28 mittels lösbarer Befestigungsschrauben 29. Die Befestigungsschrauben 29 durchragen Langlöcher 30 in der Halteleiste 28. Durch Lösen aller Befestigungsschrauben 29 lässt sich die Halteleiste 28 und damit das Dichtprofil 26 rechtwinklig zur Ebene der Tür 2, d.h. zur Backkammer hin oder von der Backkammer weg verschieben. Auf diese Weise wird erreicht, dass die seitliche Dichtung 26 im geschlossenen Zustand der Tür 2 immer optimal in Kontakt mit der Dichtungs-Anlagefläche 41 steht, die von der Außenfläche des Ofengehäuses 1 im Bereich der Türöffnung gebildet wird. Eine obere Dichtung 31 sowie die andere seitliche Dichtung 27 bestehen aus dem gleichen Hohlprofil wie die in Fig. 5 dargestellte Dichtung 26 und sind auf gleiche Weise am äußeren Bauelement 22 der Tür 2 befestigt, so dass auch sie senkrecht zur Ebene der Tür 2 verschiebbar sind.

[0026] Die untere Dichtung 32 ist vergrößert in Fig. 6 dargestellt. Sie besteht aus einer Dichtleiste aus elastisch verformbarem und hitzebeständigem Material. Die Dichtleiste ist im vorliegenden Fall in verschiedene Streifen aufgeteilt, um eine optimale Dichtwirkung zu erzielen. Die untere Dichtung 32 wird durch ein Befestigungsblech 33 nahe dem unteren Rand der Tür 2 befestigt. Auch das Befestigungsblech 33 weist Langlöcher 34 auf, welche von Befestigungsschrauben 29 durchragt werden. Mittels dieser

Befestigung ist das Befestigungsblech 33 in der Ebene der Tür 2 vertikal verschiebbar. Mit anderen Worten lässt sich hierdurch der Abstand der unteren Dichtung 32 zur Bodenfläche 42 verstellen, welche die Dichtungs-Anlagefläche für die untere Dichtung 32 bildet.

[0027] Alle Befestigungsschrauben 29 können vollständig gelöst werden, so dass alle Dichtungen 26,27,31 und 32 vom Türflügel entfernt werden können.

[0028] Die Tür ist in Fig. 3 derart konfiguriert, dass die Gelenkzapfen 24,25 am rechten Rand der Innenseite der Tür 2 (von außen gesehen am linken Rand der Tür 2) befestigt sind.

[0029] Will man die Tür 2 an der anderen Seite anschlagen, muss sie in ihrer

Ebene um 180° gedreht werden. Dabei werden zumindest die Dichtungen 31 und 32 vollständig entfernt und nach dem Drehen der Tür 2 um 180° wieder angeschraubt. Anschließend liegt die untere Dichtung 32 im Bereich des Randes der Tür, an dem zuvor die obere Dichtung 31 gelegen hat.

[0030] Zu diesem Zweck sind sowohl im Bereich des oberen Randes als auch im Bereich des unteren Randes die Gewinde zur Aufnahme der Befestigungsschrauben 29 für die obere Dichtung 31 einerseits als auch für die untere Dichtung 32 andererseits vorgesehen.

[0031] Die seitlichen Dichtungen 26,27 können in beiden Orientierungen, d.h. mit rechts liegender Gelenkachse der Tür 2 und links liegender Gelenkachse der Tür 2, an den gleichen Aufnahmen für die Befestigungsschrauben 29 befestigt werden. Es ist zu erkennen, dass die seitlichen Dichtungen einen Abstand von einigen Zentimetern zum oberen Rand der Tür 2 aufweisen, dagegen bis zum unteren Rand der Tür 2 reichen. Das Lochbild der Gewindelöcher für die Befestigungsschrauben 29 an jedem Rand der Tür 2 ist so anzuordnen, dass die seitlichen Dichtungen 26,27 je nach Orientierung der Tür 2 bündig mit beiden quer verlaufenden Rändern abschließen können.

[0032] In der Fig. 4 ist ein äußerer Türgriff 35 sowie ein innerer Türgriff 36 zu erkennen, welche an einer gemeinsamen Drehachse 39 befestigt sind. Die Drehachse 39 wirkt auf ein Antriebsgestänge innerhalb der Tür 2 zur Betätigung von zwei Riegeln 37,38. Die Drehachse 39 der Türgriffe 35,36

befindet sich genau in der Mitte zwischen dem oberen Rand und dem unteren Rand der Tür 2. Auf diese Weise ist gewährleistet, dass die Türgriffe 35,36 bei Rechtsanschlag und bei Linksanschlag der Tür 2 die gleiche Höhe über dem Boden haben.

[0033] In Fig. 4 ist angedeutet, dass dem unteren Gelenkzapfen 25 eine in das äußere flache Bauelement 23 der Tür integrierte Hubvorrichtung 40 zugeordnet ist. Diese Hubvorrichtung 40 hebt die Tür 2 an, wenn sie geöffnet wird. Dadurch wird die untere Dichtung 32 vom Boden abgehoben. Dies reduziert den Verschleiß der unteren Dichtung 32. Wenn der Türflügel gedreht wird, um an der anderen Seite angeschlagen zu werden, ist auch die Hubvorrichtung 40 zu entfernen und gemeinsam mit dem Gelenkzapfen 25 nahe dem unteren Rand des gedrehten Türflügels anzubringen.

[0034] Bezugszeichenliste:

1 Gehäuse

2 Tür

3 Bedienfeld

4 Deckwand

5 Seitenwand

6 Seitenwand

7 Backkammer

8 Deckwand

9 Seitenwand

10 Einströmöffnung

11 Ausströmöffnung

12 Gebläse

13 horizontaler Strömungskanal

14 vertikaler Strömungskanal

15 Heizregister

16 Brenner

17 Abgasrohr

18 Schwadenapparat

19 Backwagen

Rolle Sichtfenster flaches Bauelement flaches Bauelement Gelenkzapfen Gelenkzapfen seitliche Dichtung seitliche Dichtung Halteleiste Befestigungsschraube Langloch obere Dichtung untere Dichtung Befestigungsblech Langloch äußerer Türgriff innerer Türgriff Riegel Riegel Drehachse Hubvorrichtung Dichtungs-Anlagefläche, Außenfläche des Ofengehäuses Dichtungs-Anlagefläche, Bodenfläche