Patentansprüche
1. Bauklammer zur Fixierung von Schalungen für Betonträger mit im Wesentlichen rechteckigen oder quadratischen Querschnitten, enthaltend vier zu einem Rahmen miteinander verbindbare Profile, die mit zur änderung der Rahmengröße bestimmten Lochungen und mit zur gegenseitigen Verbindung bestimmten Verbindungsmitteln versehen sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Profile aus Vierkantrohren (1 bis 4, 25 bis 28, 33, 34, 36, 37) bestehen, von denen zumindest zwei jeweils erste und zweite, teleskopisch ineinander steckbare und relativ zueinander verschiebbare Rohrabschnitte (z. B. Ia, Ib) aufweisen, und dass die Lochungen (5) in den Rohrabschnitten (z. B. Ia, Ib) ausgebildet und zur Aufnahme von Sicherungselementen (6) eingerichtet sind.
2. Bauklammer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsmittel an freien Enden der Rohrabschnitte vorgesehene Aufnahmen (29, 30, 35) enthalten, die den Außenquerschnitten zugeordneter Vierkantrohre (25 bis 28, 36, 37) entsprechende Innenquerschnitte aufweisen.
3. Bauklammer nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass alle vier Vierkantrohre (25 bis 28) je einen ersten und einen zweiten Rohrabschnitt (z. B. 26a, 26b) aufweisen, wobei der erste Rohrabschnitt (z. B. 26b) einen großen Innenquerschnitt und der zweite Rohrabschnitt (z. B. 26a) einen kleinen, in den ersten Rohrabschnitt (25b) passenden Innenquerschnitt besitzt und wobei die Aufnahmen (30) an den Enden der ersten
Rohrabschnitte (z. B. 26b) mit den Außenquerschnitten der zweiten Rohrabschnitte (z. B. 26a) entsprechenden Innenquerschnitten und die Aufnahmen (29) an den Enden der zweiten Rohrabschnitte (z. B. 26a) mit den Außenquerschnitten der ersten Rohrabschnitte (z. B. 26b) entsprechenden Innenquerschnitten versehen sind.
4. Bauklammer nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass nur zwei Vierkantrohre (33, 34) je einen ersten und zweiten Rohrabschnitt (33a, 33b; 34a, 34b) aufweisen, die beiden anderen Vierkantrohre (36, 37) einstückig ausgebildet sind und die Aufnahmen (35) mit den Außenquerschnitten der einstückigen Vierkantrohre (36, 37) entsprechenden Innenquerschnitten versehen sind.
5. Bauklammer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsmittel an freien Enden der Vierkantrohre (1 bis 4) vorgesehene Schraubverbindungselemente (11, 12, 18) enthalten.
6. Bauklammer nach Anspruch 1 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Vierkantrohr (z. B. 4) und zwei zur Verbindung mit diesem Vierkantrohr (4) bestimmte Vierkantrohre (z. B. 3) an freien Enden mit Mitteln (19a, 19b bis 23) versehen sind, die unterschiedliche Winkelstellungen der Vierkantrohre (z. B. 3, 4) relativ zueinander ermöglichen.
7. Bauklammer nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (19a, 19b bis 23) zur Einstellung der Länge der Vierkantrohre (1, 3, 4) eingerichtet sind.
8. Bauklammer nach einem der Ansprüche 1 und 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass ausgewählte Rohrabschnitte (z. B. Ib, 2b) an freien Freien mit Verstärkungselementen (7) versehen sind.
9. Bauklammer nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ausgewählte Vierkantrohre (1, 3, 25, 27) mit Befestigungslaschen (16) versehen sind.
10. Bauklammer nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Lochungen (5, 38) in Abständen angeordnet sind, die zur Fixierung von Schalungen für Betonträger mit Normgrößen von 12,5 cm, 17,5 cm, 24 cm, 36 cm und/oder 50 cm bemessen sind. |
Bauklammer zur Fixierung von Schalungen für Betonträger
Die Erfindung betrifft eine Bauklammer der im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen Gattung.
Bauklammern dieser Art, die auch als Säulenzwingen bezeichnet werden, sind in vielen Varianten bekannt. Sie enthalten in der Regel vier aus Flacheisen od. dgl. hergestellte Profile und dienen im Baugewerbe dem Zweck, aus Schaltafeln und/oder Bohlen gebildete Schalungen rahmenförmig zu umgreifen und während des Gießvorgangs und des Aushärtens des Betons in den gewählten relativen Lagen zu halten. Zur Verbindung der einzelnen Profile dienen Lochungen, die in den Profilen und mit diesen verbundenen Laschen, Schuhen od. dgl. ausgebildet sind, und in diese Lochungen eingeführte Spannkeile, wobei zur Herstellung von Rahmen mit unterschiedlichen Innenquerschnitten gewöhnlich in jedem Profil mehrere, in vorgewählten Abständen angeordnete Lochungen ausgebildet sind (z. B. DE 23 02 851 C2, DE 26 11 587 Al, DE 31 40 024 Al). Bekannt ist es auch, jeweils zwei Profile durch spezielle Eck- laschen oder durch Schweißen zu L-förmigen Bauteilen vorzuformen und diese Bauteile durch separate, auf die Profile aufschiebbare Taschen und diesen zugeordnete Keile oder Schalungsanker miteinander zu verbinden (DE 1 868 071 Ul, DE 79 05 408 Ul).
Die bekannten und gattungsgemäßen Bauklammern sind aus vergleichsweise vielen Einzelteilen zusammengesetzt und daher aufwendig in der Herstellung und umständlich beim Gebrauch. Außerdem besteht die Gefahr, dass sie aufgrund der beim Bau üblichen, wenig sorgfältigen Handhabung und der unvermeidbaren Verschmutzung schnell unbrauchbar werden und dann umständlich in ihre Einzelteile zerlegt, gereinigt und gegebenenfalls repariert werden müssen. Auch der Verlust eines Spannkeils, was trotz deren Sicherung an den Profilen mittels Drähten, Ketten od. dgl. nicht sicher vermieden werden kann, führt zu Problemen beim Gebrauch der bekannten Säulenzwingen. Schließlich genügen die Profile nicht immer den an ihre Stabilität gestellten Anforderungen.
Ausgehend davon besteht das technische Problem der Erfindung darin, eine Bauklam-
mer der eingangs bezeichneten Art vorzuschlagen, die aus wenigen Einzelteilen besteht, kostengünstig herstellbar ist, bei Verschmutzung leicht gereinigt werden kann und allen statischen Anforderungen genügt.
Zur Lösung dieses Problems dienen die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1.
Erfindungsgemäß bestehen die Profile aus Vierkantrohren, wobei mindestens zwei der Vierkantrohre aus je zwei teleskopisch ineinander steckbaren, mit Lochungen versehenen Abschnitten bestehen. Dadurch wird einerseits eine hohe Steifigkeit und Biegefestigkeit der einzelnen Profile gewährleistet. Andererseits können die Längen der einzelnen Profile durch Relativverschiebung der beiden Abschnitte leicht an die erforderlichen Werte angepasst werden. Die Fixierung der eingestellten Längen kann mit Hilfe von die Lochungen durchsetzenden Sicherungselementen, vorzugsweise in Form von Schrauben, Stiften od. dgl. erfolgen, wie sie in jedem Baumarkt erhältlich sind. Dadurch werden keine speziell angepassten Teile wie Spannkeile od. dgl. benötigt, und verloren gegangene Sicherungselemente können leicht ersetzt werden. Verschmutzte Teile können schließlich mit einfachen Mitteln, z. B. durch Abspritzen mit einem Gartenschlauch od. dgl., gereinigt werden.
Weitere vorteilhafte Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Die Erfindung wird nachfolgend in Verbindung mit den beiliegenden Zeichnungen an Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 schematisch die Vorderansicht eines ersten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen, aus Vierkantrohren zusammengesetzten Bauklammer;
Fig. Ia und Ib vergrößerte Querschnitte durch zwei ein Vierkantrohr der Bauklammer nach Fig. 2 bildende Rohrabschnitte;
Fig. 2 und 3 je eine Draufsicht auf ein einzelnes Vierkantrohr der Bauklammer nach
Fig. 1;
Fig. 4 schematisch ein Verbindungsmittel zur Verbindung von zwei Vierkantrohren mit einem einstellbaren Winkel;
Fig. 4a und 4b Einzelheiten des Verbindungsmittels nach Fig. 4;
Fig. 5 eine der Fig. 1 entsprechende Ansicht eines zweiten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Bauklammer;
Fig. 6 und 7 Draufsichten auf je ein einzelnes Vierkantrohr der Bauklammer nach
Fig. 5;
Fig. 8 eine der Fig. 1 entsprechende Ansicht eines dritten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Bauklammer; und
Fig. 9 eine Draufsicht auf einzelnes Vierkantrohr der Bauklammer nach Fig. 8.
Nach Fig. 1 bis 3 enthält eine erfindungsgemäße Bauklammer vier zu einem Rahmen miteinander verbindbare, vorzugsweise aus Stahl hergestellte Profile in Form von Vierkantrohren 1 bis 4 mit rechteckigen oder quadratischen Querschnitten. Jedes Vierkantrohr 1 bis 4 enthält zwei erste und zweite, teleskopartig ineinander steckbare, vorzugsweise durchgehend gerade Rohrabschnitte Ia, Ib bis 4a und 4b. Im Ausführungsbeispiel haben die Rohrabschnitte Ia bis 4a jeweils einen etwas kleineren Außenquerabschnitt als die Rohrabschnitte Ib bis 4b, wie schematisch in Fig. Ia und Ib dargestellt ist, so dass die Rohrabschnitte Ia bis 4a mit wenig Spiel in die Rohrabschnitte Ib bis 4b eingeführt und in diesen axial verschoben werden können. Zur Sicherung ihrer relativen Lage weisen die Rohrabschnitte Ib, 2b, 3b und 4a jeweils eine durchgehende Lochung 5 auf, wohingegen der jeweils andere Rohrabschnitt Ia, 2a, 3a und 4b eines Paars eine Mehrzahl von derartigen Lochungen 5 aufweist, die in Längsrichtung der Vierkantrohre 1 bis 4 beabstandet sind. Dadurch können die
Vierkantrohre 1 bis 4 jeweils auf eine vorgewählte Länge eingestellt werden, welche dann durch Einführung eines Sicherungselements 6 in aufeinander ausgerichtete Lochungen 5 der beiden zugehörigen Rohrabschnitte Ia, Ib usw. fixiert wird. Die Lochungen 5 bestehen vorzugsweise aus Löchern mit kreisrunden oder quadratischen Querschnitten, während die Sicherungselemente 6 aus einfachen Schrauben, mit
Köpfen versehenen Bolzen, Krampen od. dgl. bestehen und derart bemessen sind, dass die beiden Rohrabschnitte Ia, Ib usw. eines Paars nach dem Einführen eines Sicherungselements 6 gar nicht oder nur mit geringem Spiel axial relativ zueinander bewegt werden können.
An den freien Enden sind die Vierkantrohre 1 bis 4 mit zur gegenseitigen Verbindung bestimmten Verbindungsmitteln versehen. Diese sind im Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 bis 3 als Schraubverbindungselemente ausgebildet. Zu diesem Zweck weist z. B. das Vierkantrohr 2 an seinem einen Ende zwei an einander gegenüberliegenden Außenwänden des Rohrabschnitts 2b parallel angeordnete Verstärkungselemente 7 z. B. in Form von Versteifungslaschen auf, die vorzugsweise durch Schweißen befestigt sind und in den Rohrabschnitt 2b überragenden Bereichen je ein vorzugsweise kreisrundes Loch 8 aufweisen (Fig. 2). Der Abstand der beiden Verstärkungselemente 7 ist so groß, dass ein zugeordneter Endabschnitt eines anderen Vierkantrohrs, hier z. B. des Rohrabschnitts 3a des Vierkantrohrs 3, zwischen sie gesteckt werden kann. Am entgegengesetzten Ende weist das Vierkantrohr 2 dagegen lediglich ein durchgehendes Loch 9 auf, das sich z. B. an die Lochungen 5 anschließt. Ein entsprechendes Loch 9 ist am freien Ende des Rohrabschnitts 3a des Vierkantrohrs 3 vorgesehen, während am freien Ende des Rohrabschnitts Ib des Vierkantrohrs 1 entsprechende Verstärkungselemente 7 mit Löchern 8 befestigt sind. Die Verbindung der Vierkantrohre 1, 2 und 3 kann daher gemäß Fig. 1 einfach dadurch erfolgen, dass die freien Enden der Rohrabschnitte 2a und 3a zwischen die ihnen zugeordneten Verstärkungselemente 7 der Rohrabschnitte Ib bzw. 2b gesteckt und dann mittels Sicherungselementen 10 in Form von einfachen Befestigungsschrauben, Köpfe aufweisenden Stiften od. dgl., die durch die Löcher 8 und 9 gesteckt werden, mit den Verstärkungselementen 7 fest verbunden werden. Auch für diese Verbindungen sind daher keine
speziellen Befestigungselemente, insbesondere keine Spannkeile od. dgl. erforderlich.
Das in Fig. 1 vierte Vierkantrohr 4 dient im Ausführungsbeispiel als Sicherungsstange und dem Zweck, im montierten Zustand der Bauklammer ein Aufspreizen der Vier- kantrohre 1 und 3 quer zu ihren Längsachsen zu vermeiden. Die Verbindung des Vierkantrohrs 4 mit den in Fig. 1 oberen Enden der Vierkantrohre 1 und 3 erfolgt z. B. durch weitere Schraubverbindungen. Zu diesem Zweck sind z. B. Gewindebolzen 11 in die oberen Enden der Rohrabschnitte Ia und 3b eingesetzt. Diese Gewindebolzen 11 sind parallel zu den Längsachsen der Rohrabschnitte Ia, 3b angeordnet und werden z. B. durch Stirnplatten 12 in Position gehalten, die in den Rohrabschnitten Ia, 3b durch Schweißen befestigt sind.
Die Anwendung der beschriebenen Bauklammer ist in Fig. 1 anhand einer Schalung für einen horizontal angeordneten Betonträger dargestellt. Die Schalung enthält wie üblich mehrere, in Rechteck- oder Quadratformation angeordnete Schaltafeln 14 od. dgl., die hier U-förmig angeordnet sind und einen nach oben offenen Raum begrenzen. Bevor in diesen Raum flüssiger Beton 15 eingegossen wird, werden z. B. die drei Vierkantrohre 1, 2 und 3 durch entsprechende Verschiebung ihrer Rohrabschnitte Ia, Ib, 2a, 2b, 3a und 3b auf die erforderlichen Längen eingestellt und in dieser Lage durch die Siche- rungselemente 6 fixiert. Um diesen Vorgang zu erleichtern, sind die Lochungen 5 zumindest der Vierkantrohre 2 und 4 mit besonderem Vorteil in solchen Abständen voneinander angeordnet, wie der Kantenlänge genormter Betonträger (z. B. 11,5 cm, 17,5 cm, 24 cm, 36 cm und 50 cm) und der doppelten Dicke üblicher Schaltafeln 14 (z. B. 20 mm) entspricht. Dagegen sind die Längen der beiden seitli- chen Vierkantrohre 1 und 3 beim Herstellen von horizontalen Betonträgern, wie Fig. 1 zeigt, lediglich so einzustellen, dass sie größer als die Höhe des herzustellenden Betonträgers sind.
Nach dem Zusammenbau der drei Vierkantrohre 1 , 2 und 3 mittels der Verstärkungs- demente 7 und der Sicherungselemente 10 wird das vorgefertigte, U-förmige Klammerteil entsprechend Fig. 1 an die Schaltafeln 14 angelegt. Um ein Herabfallen dieses
Klammerteils zu vermeiden, ist an den Außenwandungen ausgewählter Vierkantrohre, vorzugsweise der Vierkantrohre 1 und 3, wenigstens je eine Befestigungslasche 16 angebracht, vorzugsweise durch Schweißen (vgl. insbesondere Fig. 9), die mit einem Loch 17 (Fig. 9) versehen ist. Dadurch ist es möglich, die Vierkantrohre 1 und 3 mittels je eines durch die Löcher 17 eingeführten Nagels od. dgl. an der zugehörigen Schaltafel 14 zu befestigen. Natürlich kann auch am Vierkantrohr 2 wenigstens eine solche Befestigungslasche 16 angebracht werden.
Anschließend wird das Vierkantrohr 4 montiert, das mit geeigneten Lochungen 8a, 9a (Fig. 3) auf die Gewindebolzen 11 aufgesteckt und bei Bedarf mit Verbindungselementen 18 in Form von Flügelmuttern od. dgl. am übrigen Klammerteil befestigt wird. Allerdings ist eine solche Befestigung bei der Herstellung horizontaler Betonträger nicht zwingend erforderlich, weil das Vierkantrohr 4 hier bereits durch Schwerkraft auf den Gewindebolzen 11 gehalten wird. Außerdem kann das Vierkantrohr 4 in diesem Fall entsprechend Fig. 1 oberhalb der Schalung angeordnet werden, weil diese keine obere Schaltafel 14 aufweisen braucht. Alle diese Arbeiten können problemlos von einer einzigen Person durchgeführt werden, weil das Gesamtgewicht einer Bauklammer wegen der geringen Zahl von Teilen vergleichsweise klein ist. Schließlich ist es zweckmäßig, das Vierkantrohr 4 erst zu montieren, nachdem die Schalung mit erforderlichen Armierungseisen od. dgl. belegt worden ist.
Bei der Herstellung eines vertikalen Betonträgers wird entsprechend vorgegangen. Da die Schalung hier jedoch vier rechteckförmig oder quadratisch angeordnete Schaltafeln 14 od. dgl. aufweisen muss, ist für diesen Fall die Anordnung so zu treffen, dass die Längen der Vierkantrohre 1 und 3 das erforderliche Maß aufweisen und das Vierkantrohr 4 nach dem Aufstecken auf die Gewindebolzen 11 und Befestigen mittels der Verbindungselemente 18 an einer zugeordneten Schaltafel 14 fest anliegt.
Fig. 4, 4a und 4b zeigen Mittel, die es ermöglichen, zwei Vierkantrohre (z. B. 3 und 4) unter einem von 90° abweichenden Winkel miteinander zu verbinden. Diese Mittel enthalten einerseits je eine Stirnplatte 19a, 19b in einander zugeordneten Enden von
zwei Rohrabschnitten (z. B. 3b und 4a) und in Gewindebohrungen der Stirnplatten 19a, 19b drehbar angeordnete Gewindebolzen 20a und 20b. Insoweit ist die Anordnung ähnlich zu den Gewindebolzen 11 und Stirnplatten 12 nach Fig. 1. Außerdem sind die beiden aus den Stirnplatten 19a, 19b herausragenden Enden der Gewindebolzen 20a, 20b mit einem in Fig. 4 nur schematisch dargestellten Drehgelenk 21 verbunden, mittels dessen die Winkelstellung der beiden Rohrabschnitte 3b und 4a durch relative Verschwenkung um die Achse des Drehgelenks 21 in weiten Grenzen stufenlos variiert werden kann, wie in Fig. 4 durch einen Pfeil angedeutet ist. Die beschriebene Verbindung ermöglicht die Abstützung von Schalungen mit z. B. trapezförmigen Außen- querschnitten. Ist zu diesem Zweck eine Längenänderung der Vierkantrohre 3 und/oder 4 erforderlich, kann dies unabhängig von den Abständen der Lochungen 5 (Fig. 1) dadurch bewirkt werden, dass die Gewindebolzen 20a, 20b mehr oder weniger tief in die entsprechenden Stirnplatten 19a, 19b eingedreht werden. Das Drehgelenk 21 kann z. B. gemäß Fig. 4a und 4b dadurch realisiert werden, dass an den freien Enden der Gewindebolzen 20a, 20b je ein U-Profil 21a, 21b befestigt wird, das ein durchgehendes Schraubloch 22a, 22b aufweist. Die Querschnitte der U-Profϊle 21a, 21b sind so gewählt, dass sie entsprechend Fig. 4b ineinander gesteckt und nach Ausrichtung der Schraublöcher 22a, 22b mittels einer diese durchragenden Befestigungsschraube 23 schwenkbar miteinander verbunden werden können. Die im Einzelfall hergestellte Winkelstellung der Vierkantrohre 3, 4 kann dann mittels einer auf die Befestigungsschraube 23 aufgedrehten Mutter fixiert werden.
Alternativ ist es natürlich auch möglich, die Verstärkungselemente 7 so auszubilden, dass die in sie eingeführten Enden z. B. der Rohrabschnitte 2a, 3a zumindest begrenzt mit von 90° abweichenden Stellungen angeordnet werden können.
Das in Fig. 5 dargestellte Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Bauklammer beruht auf demselben Lösungsprinzip, d. h. der Anwendung von Vierkantrohren 25 bis 28, die aus teleskopisch ineinander gesteckten Rohrabschnitten 25a, 25b bis 28a, 28b zusammengesetzt sind und vorzugsweise Befestigungslaschen 16 aufweisen. Unterschiedlich sind hier nur die zur Verbindung von je zwei Vierkantrohren 25 bis 28
bestimmten Verbindungsmittel.
Wie insbesondere Fig. 6 und 7 zeigen, weisen die Rohrabschnitte 26a, 26b des Vierkantrohrs 26 an ihren freien Enden jeweils eine Aufnahme 29 bzw. 30 auf. Die Aufnahmen 29, 30 haben den Außenquerschnitten der verwendeten Vierkantrohre entsprechende Innenquerschnitte. Insbesondere ist die Aufnahme 29 aus einem kurzen Stück eines Vierkantrohrs gebildet, dessen Innenquerschnitt dem Außenquerschnitt des Rohrabschnitts 26b mit dem größeren Innenquerschnitt entspricht, wohingegen die Aufnahme 30 aus einem kurzen Stück eines Vierkantrohrs gebildet ist, dessen Innen- querschnitt dem Außenquerschnitt des Rohrabschnitts 26a mit dem kleineren Innenquerschnitt entspricht. Dadurch ist es möglich, wie in Fig. 5 nur schematisch angedeutet ist, das freie Ende z. B. des Rohrabschnitts 25a mit wenig Spiel in die Aufnahme 30 und das freie Ende z. B. des Rohrabschnitts 27b mit wenig Spiel in die Aufnahme 29 zu stecken, wodurch die Bauklammer ganz oder teilweise vormontiert werden kann. Die eigentliche Fixierung erfolgt dann mit Hilfe von einfachen Sicherungselementen 31 in Form von Schrauben, Stiften od. dgl., die durch aufeinander ausgerichtete Löcher in den Rohrabschnitten 25a, 27b und den Wandungen der zugehörigen Aufnahmen 29, 30 gesteckt werden.
Wie insbesondere Fig. 6 und 7 zeigen, sind die Vierkantrohre 25 bis 28 vorzugsweise sämtlich identisch ausgebildet. Daher stoßen an den vier Ecken des die Schalung umgebenden, aus den Vierkantrohren 25 bis 28 gebildeten Rahmens je ein Rohrabschnitt mit kleinem Außenquerschnitt (z. B. 26a oder 28a) und ein Rohrabschnitt mit großem Außenquerschnitt (z. B. 27b und 25b) aneinander.
Die Befestigungslaschen 16 können beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 5 bis 7 wahlweise nur an ausgewählten Vierkantrohren (z. B. 25, 27) oder auch an allen Vierkantrohren 25 bis 28 angebracht sein, in welchem Fall die Bauklammer aus vier identischen Teilen besteht. Außerdem lässt Fig. 5 erkennen, dass das obere, als Sicherungsstange ausgebildete Vierkantrohr 28 bei der Herstellung von horizontal angeordneten Betonträgern lediglich auf die Rohrabschnitte 27a, 25b gesteckt werden
braucht, auf denen es durch Schwerkraft bis zum Anschlag an die Schaltafeln 14 herabrutschen kann. Eine Sicherung durch die Sicherungselemente 31 ist nur bei der Herstellung von vertikalen Betonträgern erforderlich.
Fig. 8 und 9 zeigen ein Ausführungsbeispiel, das weitgehend dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 5 bis 7 entspricht. Im Unterschied dazu weisen hier nur zwei Vierkantrohre 33 und 34, die bei der Montage der Bauklammer oberhalb und unterhalb der Schalung zu liegen kommen, an den Enden ihrer Rohrabschnitte 33a, 33b, 34a und 34b je eine Aufnahme 35 auf. Dagegen sind zur seitlichen Abstützung der Schalung jeweils Profile vorgesehen, die aus einstückig ausgebildeten, geraden Vierkantrohren 36 und 37 mit vorzugsweise durchgehend konstanten und gleichen Außenquerschnitten bestehen. Es ist daher möglich, alle Aufnahmen 35 mit denselben, den Außenquerschnitten der Vierkantrohre 36, 37 entsprechenden Innenquerschnitten zu versehen und beim Zusammenbau der Bauklammer auf die entsprechend Fig. 8 z. B. vertikal angeordneten Vierkantrohre 36, 37 aufzuschieben. Die Fixierung einer ausgewählten Lage der
Vierkantrohre 33, 34 längs der Vierkantrohre 36, 37 erfolgt wie beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 5 bis 7 mit Hilfe von in den Vierkantrohren 36, 37 ausgebildeten Reihen von Löchern 38, in den Aufnahmen 35 der Vierkantrohre 33, 34 ausgebildeten Löchern 39 sowie nicht dargestellten Sicherungselementen, wobei eine Fixierung des oberen, als Sicherungsstange ausgebildeten Vierkantrohrs 34 nur bei der Herstellung eines vertikal angeordneten Betonträgers erforderlich ist. Abgesehen davon ist klar, dass die beiden Vierkantrohre 33, 34 auch zur seitlichen und die beiden Vierkantrohre 36, 37 auch zur oberen bzw. unteren Abstützung der Schalung verwendet werden können.
Bei Anwendung der beschriebenen Bauklammern ist das häufig übliche Anbringen von zwischen diesen und der Schalung angeordneten Kanthölzern od. dgl. nicht erforderlich. Die Vierkantrohre können vielmehr unmittelbar an die Schaltafeln 14 od. dgl. angelegt werden. Je nach der Länge des herzustellenden Betonträgers ist es außerdem möglich, in vorgewählten Abständen zwei oder mehr Bauklammern pro Betonträger vorzusehen.
Die Erfindung ist nicht auf die beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt, die auf vielfache Weise abgewandelt werden können. Insbesondere ist klar, dass in Abhängigkeit von den Längen und Querschnitten der herzustellenden Betonträger mehrere Sätze von Vierkantrohren mit unterschiedlichen Wandstärken und Querschnitten vorgesehen werden können, um unterschiedlichen statischen Anforderungen gerecht zu werden. Weiter können andere als die beschriebenen Verbindungsmittel für die Vierkantrohre vorgesehen werden, insbesondere solche, die nach Art eines Schnellverbindungsmittels einen schnellen und problemlosen Zusammenbau der Bauklammer an der Baustelle ermöglichen. Entsprechendes gilt für diejenigen Mittel, die eine relative Winkelein- Stellung der Vierkantrohre ermöglichen. Außerdem zeigen Fig. 1, 5 und 8, dass ein aus drei Vierkantrohren (z. B. 1, 2 und 3) zusammengesetztes Klammerteil stets im zusammengebauten Zustand verbleiben kann, da sowohl die Breiten- als auch die Höheneinstellung im zusammengebauten Zustand durchführbar ist und das U-förmig vormontierte Klammerteil stets von außen auf die Schalung aufgesetzt werden kann. Weiterhin ist klar, dass die Zahl und die Abstände der Lochungen 5 und 38 weitgehend frei wählbar sind und die Mehrzahl der Lochungen 5 auch in den Rohrabschnitten mit den größeren Außenquerschnitten vorgesehen werden könnte. Schließlich versteht sich, dass die verschiedenen Merkmale auch in anderen als den beschriebenen und dargestellten Kombinationen angewendet werden können.
