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Patent Searching and Data


Title:
CRANK DRIVE ARRANGEMENT OF A PREFERABLY OIL-FREE PISTON COMPRESSOR
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2014/124917
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a crank drive arrangement of a piston compressor, with a rolling bearing (2) which is arranged on a crank pin (3) of a crank shaft and to which a connecting rod (1) is attached via an intermediate ring (4) which interacts with means for securing against rotation in relation to the connecting rod (1), wherein the means for securing against rotation have a pin arrangement (5) which is fastened in a play-free manner in the connecting rod (1) by means of a thread and which comes into engagement in an interlocking manner in the intermediate ring (4) via a play-exhibiting fit.

Inventors:
HARTL MICHAEL (DE)
SCHNEIDER STEFAN (DE)
Application Number:
EP2014/052595
Publication Date:
August 21, 2014
Filing Date:
February 11, 2014
Export Citation:
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Assignee:
KNORR BREMSE SYSTEME FÜR SCHIENENFAHRZEUGE GMBH (DE)
International Classes:
F16C9/04; F16C35/077
Foreign References:
EP1314898A12003-05-28
US2652297A1953-09-15
US3443848A1969-05-13
DE1013129B1957-08-01
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Claims:
A n s p r ü c h e

1. Kurbeltriebanordnung eines Kolbenverdichters, mit einem an einem Kurbelzapfen (3) einer Kurbelwelle angeordneten Wälzlager (2), an welchem ein Pleuel (1) über einen Zwischenring (4) angebracht ist, der mit Mitteln zur Verdrehsicherung gegenüber dem Pleuel (1) zusammenwirkt,

dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zur Verdrehsicherung eine spielfrei im Pleuel (1) mittels Gewinde befestigte Stiftanordnung (5) aufweisen, welche über eine spielbehaftete Passung formschlüssig im Zwischenring (4) zum Eingriff kommt.

2. Kurbeltriebanordnung nach Anspruch 1,

dadurch gekennzeichnet, dass die Stiftanordnung (5) zweiteilig ausgeführt ist und einen zylinderförmigen Stift (6) mit glatter Mantelfläche umfasst, der in eine Buchse (7) eingepresst ist, welche mit einem Außengewinde (8) zum Einschrauben in das Pleuel (1) versehen ist.

3. Kurbeltriebanordnung nach Anspruch 2,

dadurch gekennzeichnet, dass der zylinderförmige Stift (6) aus einem gehärteten und angelassenen Vergütungsstahl besteht, wogegen die Buchse (7) aus einem demgegenüber weicheren vorvergüteten Stahlmaterial besteht.

4. Kurbeltriebanordnung nach Anspruch 2,

dadurch gekennzeichnet, dass die über das Außengewinde (8) in das Pleuel (1) eingeschraubte Stiftanordnung (5) mit einem Schraubensicherungsklebemittel gesichert ist.

5. Kurbeltriebanordnung nach Anspruch 1,

dadurch gekennzeichnet, dass die Buchse (7) einen axial an das Außengewinde (8) angrenzenden außenradialen Bund (9) zur Bildung eines Anschlages für die Begrenzung der Einschraubtiefe in das Pleuel (1) aufweist.

6. Kurbeltriebanordnung nach Anspruch 2,

dadurch gekennzeichnet, dass die Buchse (7) an der Stelle, an welcher der Stift (6) aus der Buchse (8) ragt, mit einem Radius (10) versehen ist.

7. Kurbeltriebanordnung nach Anspruch 2,

dadurch gekennzeichnet, dass der Teil des Stiftes (6), welcher in die Buchse (8) eingepresst ist mindestens so lang ist, wie der Teil des Stiftes (6), welcher aus der Buchse (8) ragt.

8. Kurbeltriebanordnung nach Anspruch 2,

dadurch gekennzeichnet, dass eine mit dem Stift (6) der Stiftanordnung (5) korrespondierende Grundbohrung im Zwischenring (4) randschichtgehärtet ist, wobei die Härte der Randschicht der Härte des Stifts (6) entspricht.

9. Kurbeltriebanordnung nach Anspruch 8,

dadurch gekennzeichnet, dass der Zwischenring (4) aus einem Stahlmaterial besteht.

10. Ölfreie Verdichtereinheit zur Erzeugung von Druckluft, mit einer Kurbeltriebanordnung nach einem der vorstehenden Ansprüche.

Description:
Kurbeltriebanordnung eines vorzugsweise ölfreien Kolbenverdichters

Die Erfindung betrifft eine Kurbeltriebanordnung eines Kolbenverdichters, mit einem an einem Kurbelzapfen einer Kurbelwelle angeordneten Wälzlager, an welchem ein Pleuel über einen Zwischenring angebracht ist, der mit Mitteln zur Verdrehsicherung gegenüber dem Pleuel zusammenwirkt. Die Erfindung betrifft ferner auch eine ölfreie Verdichtereinheit zur Erzeugung von Druckluft, welche mit einer derartigen Kurbeltriebanordnung ausgestattet ist.

Das Anwendungsgebiet der Erfindung erstreckt sich vornehmlich auf Druckluftkompressoren im Schienenfahrzeugbau, welche während des Betriebes harten Anforderungen ausgesetzt sind, insbesondere hohen Temperaturschwankungen von minus 50° Celsius bis plus 50° Celsius. Dabei werden hohe Laufzeiten und hohe Einschaltdauern gefahren, so dass die Druckluftkompressoren oftmals an der maximalen Temperaturgrenze der Bauteile betrieben werden, Hinzu kommt, dass Druckluftkompressoren in Schienenfahrzeugen häufig in engen Räumen untergebracht werden müssen, was die Kühlluftzufuhr erschwert. All diese Umgebungsbedingungen begünstigen eine erhebliche Wärmedehnung der Bauteile, welche ganz besonders die sich im Leistungsfluss des Antriebes befindlichen und über formschlüssige Verdrehsicherungen zusammenwirkenden Bauteile belastet.

In der Praxis hat sich gezeigt, dass insbesondere dann derartig hohe Belastungen auf die Verdrehsicherungen wirken, wenn kurzzeitige sogenannte Bügelsprünge, also Stromschienenunterbrechungen, stattfinden, welche dazu führen, dass die Drehzahl des Druckluftkompressors kurzzeitig abfällt, um anschließend schlagartig wieder stark anzusteigen. Insbesondere Verdrehsicherungen im Bereich des Kurbeltriebs eines Kolbenverdichters werden hierdurch stark beansprucht. Gemäß des allgemein bekannten Standes der Technik werden Pleuel innerhalb einer Kurbeltriebanordnung eines Kolbenverdichters geteilt ausgeführt. Die Montage der Pleuel erfolgt in mehreren Schritten, wobei zunächst die Kurbelwelle mit ihren aufgepressten Kurbelzapfen- Wälzlagern in ein Kurbelgehäuse eingebaut wird. Danach werden die Pleuel durch die Öffnungen im Kurbelgehäuse eingeführt, welche später für die Zylindermontage dienen. Jedes Pleuel und die zugeordnete geteilte kurbelwellenseitige Halbschale werden auf die Wälzlager der Kurbelwelle gefügt. Hierdurch kann eine an dieser Stelle vorzusehende Verdrehsicherung zwischen Pleuel und dem Wälzlager nicht spielfrei ausgeführt sein, dieser muss also mit Spiel in die Fixierung des Wälzlagers der Kurbelwelle gefügt werden.

Bei hohen Temperaturen verliert das Aluminiummaterial des Pleuel gegenüber dem Wälzlager und dem gewöhnlich dazwischen angeordneten Zwischenring aus Stahl, in welches das Wälzlager und Dichtungen eingepresst werden, wegen der unterschiedlichen Wärmeausdehnungen der Bauteile die Presspassung, so dass die formschlüssige Verdrehsicherung bei jedem Komprimieren und Expandieren des Verdichterkolbens belastet wird. Die pulsierende Belastung führt dazu, dass es zu einer ständigen Relativbewegung im Spiel der Verdrehsicherung kommt, welche bei diesem Stand der Technik aus Gründen der Montierbarkeit vorhanden sein muss.

Aus der EP 1 314 898 AI geht eine Kurbeltriebanordnung, insbesondere für einen Kolbenverdichter, hervor, welche im Wesentlichen aus einer Kurbelwelle mit mindestens einem Kurbelzapfen besteht, an dem über mindestens ein Wälzlager ein Pleuel aus Leichtmetall drehbar befestigt ist, wobei zwischen dem Wälzlager und dem Pleuel ein Zwischenring angeordnet ist, der einerseits über eine Presspassung mit dem Wälzlager drehfest verbunden ist und der andererseits formschlüssig mit dem Pleuel drehfest verbunden ist. Der Zwischenring besteht aus einem Material mit zumindest annähernd gleichem spezifischen Wärmeausdehnungskoeffizienten, wie das Material des Wälzlagers, um bei Temperaturschwankungen ein Lösen des Wälzlagers gegenüber dem Pleuel zu vermeiden. Die formschlüssige Verbindung zwischen Wälzlager und Pleuel ist hierbei über eine Rändelpro filierung oder mindestens einen radial überstehenden Stift realisiert. Der Stift kann dabei als separates Bauteil, als Bestandteil des Pleuels oder Bestandteil des Zwischenrings ausgebildet sein.

In der Praxis hat sich aus fertigungstechnischen Gründen sowie Betriebsgründen gezeigt, dass eine Ausführung der Verdrehsicherung in Form eines separaten Stiftes von Vorteil ist, da dieser wegen der hohen Belastungen aus einem möglichst widerstandsfähigen Material bestehen sollte, wogegen das Pleuel gewöhnlich aus einem leichten Metall hergestellt ist. Wird die einen Stift umfassende Verdrehsicherung aus Stahl hergestellt, muss dieser im Leichtmetallmaterial des Pleuels verankert werden. Ein einfacher Presssitz nach dem Stand der Technik ist jedoch unterschiedlichen Wärmeausdehnungen der Materialien ausgesetzt und neigt daher sich zu lösen, Spiel zu schaffen und/oder auszuschlagen. Ein ausgeschlagener Stift einer Verdrehsicherung kann zu erheblichen Lagerschäden führen.

Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Kurbeltriebanordnung eines Kolbenverdichters zu schaffen, deren Mittel zur Verdrehsicherung gegenüber einem Pleuel fertigungstechnisch einfach sowie betriebssicher ausgeführt ist.

Die Aufgabe wird ausgehend von einer Kurbeltriebanordnung gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1 in Verbindung mit dessen kennzeichnenden Merkmalen gelöst. Die nachfolgenden abhängigen Ansprüche geben vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung wieder.

Die Erfindung schließt die technische Lehre ein, dass die Mittel zur Verdrehsicherung zwischen Pleuel und Zwischenring eine spielfrei im Pleuel mittels Gewinde befestigte Stiftanordnung umfassen, welche über eine spielbehaftete Passung formschlüssig seitens des Zwischenrings zum Eingriff kommt. Der Vorteil der erfindungsgemäßen Lösung liegt insbesondere darin, dass einerseits durch die Gewindebefestigung der Verdrehsicherung im Pleuel ein demgegenüber fester Sitz gewährleistet werden kann, wogegen die spielbehaftete Passung im Zusammenwirken mit dem Zwischenring eine einfache Montage gewährleistet.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist die Stiftanordnung zweiteilig ausgeführt und umfasst insoweit einen im Wesentlichen zylinderförmigen Stift mit glatter Mantelfläche, der in eine Buchse eingepresst ist, welche mit dem Außengewinde zum Einschrauben in das Pleuel versehen ist. Mit dieser zweiteiligen Ausführung kann sowohl die Gewindebefestigung gegenüber dem Pleuel als auch die formschlüssige Spielpassung gegenüber dem Zwischenring in fertigungstechnisch einfacher Weise umgesetzt werden.

Um eine feste Verbindung der Stiftanordnung zu schaffen, wird vorgeschlagen, dass der zylinderförmige Stift aus einem vorzugsweise gehärteten und angelassenen Vergütungsstahl besteht, wogegen die Buchse aus einem demgegenüber weicheren vorvergüteten Stahlmaterial besteht. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform sollte der Stift über eine Härte von mindestens 45 HRC (Rockwell) und die Buchse über eine Härte von maximal 45 HRC verfügen.

Ferner wird vorgeschlagen, die über das Außengewinde in das Pleuel eingeschraubte Stiftanordnung zusätzlich mit einem Schraubensicherungsklebemittel zu sichern. Hierdurch wird verhindert, dass sich die Stiftanordnung selbsttätig vom Pleuel lösen kann.

Zur Begrenzung der Einschraubtiefe der Stiftanordnung in das Pleuel wird vorgeschlagen, dass die Buchse optional einen axial an das Außengewinde angrenzenden außenradialen Bund zur Bildung eines Anschlages aufweist. Der Anschlag wird in eine korrespondierende Einsen- kung einer Schraubdurchgangsbohrung des Pleuels untergebracht. Gemäß einer anderen die Erfindung verbessernden Maßnahme wird vorgeschlagen, dass die Buchse an der Stelle, an welcher der Stift aus der Buchse ragt, mit einem Radius versehen ist. Hierdurch werden Kerbspannungen im Stift reduziert, so dass mit dieser einfachen fertigungstechnischen Maßnahme einem Brechen des Stiftes bei hoher Dauerbelastung vorgebeugt wird.

Eine weitere die Festigkeit der erfindungsgemäßen Verdrehsicherung verbessernden Maßnahme besteht darin, dass eine mit dem Stift der Stiftanordnung korrespondierende Grundbohrung seitens des Zwischenrings randschichtig gehärtet ausgeführt ist, wobei die Härte der Randschicht der Härte des Stiftes entspricht. Der Zwischenring sollte insoweit zumindest im Bereich der Grundbohrung entsprechend gehärtet sein. Es ist natürlich auch denkbar, dass der Zwischenring insgesamt aus einem gehärteten Material besteht, welches in etwa der Härte des Stifts entspricht.

Eine hohe Stabilität der Stiftanordnung lässt sich optional dadurch gewährleisten, indem der Teil des Stiftes, welcher in die Buchse eingepresst ist, mindestens so lang ist wie der Teil des Stiftes, welcher aus der Buchse ragt. Hierdurch kann eine günstige Spannungsverteilung innerhalb des Stiftes bei Belastung sichergestellt werden.

Weitere die Erfindung verbessernde Maßnahmen werden nachstehend gemeinsam mit der Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung anhand der Figuren näher dargestellt.

Es zeigen:

Figur 1 eine Seitenansicht eines Pleuels einer Kurbeltriebanordnung mit Teilschnitt im Bereich der Verdrehsicherung,

Figur 2 einen Längsschnitt (Detail X) im Bereich der Verdrehsicherung nach Figur 1 , Figur 3 einen Längsschnitt einer Stiftanordnung der Verdrehsicherung,

Figur 4 eine perspektivische Ansicht der Stiftanordnung nach Figur 3.

Gemäß Figur 1 ist ein Pleuel 1 einer nicht im Detail dargestellten Kurbeltriebanordnung eines Kolbenverdichters über ein Wälzlager 2 an einen Kurbelzapfen 3 einer Kurbelwelle drehbar angeordnet. Das aus einem Leichtmetall bestehende Pleuel 1 ist über einen aus einem Stahlmaterial hergestellten Zwischenring 4 außen am Wälzlager 2 befestigt, also an dessen ebenfalls aus einem Stahlmaterial hergestellten Lageraußenring. Der Zwischenring 4 wirkt mit Mitteln zur Verdrehsicherung gegenüber dem Pleuel 1 zusammen, welche eine spielfrei im Pleuel 1 mittels Gewinde befestigte Stiftanordnung 5 aufweist, die über eine spielbehaftete Passung formschlüssig in einer korrespondierenden Ausnehmung seitens des Zwischenrings 4 zum Eingriff kommt.

Gemäß dem in Figur 2 dargestellten Detail X im Bereich der Verdrehsicherung ist die Stiftanordnung 5 zweiteilig ausgeführt. Diesbezüglich ist ein zylinderförmiger Stift 6 mit glatter Mantelfläche in eine Buchse 7 eingepresst, welche mit einem Außengewinde 8 zum Einschrauben in das Pleuel 1 versehen ist. Die über das Außengewinde 8 in das Pleuel 1 eingeschraubte Buchse 7 der Stiftanordnung 5 wird mit einem Schraubensicherungsklebemittel gesichert.

Gemäß Figur 3 weist die Buchse 7 einen axial an das Außengewinde 8 angrenzenden außenradialen Bund 9 auf. Der an die Buchse 7 angeformte Bund 9 bildet einen Anschlag für die Begrenzung der Einschraubtiefe der Buchse 7 in das - nicht weiter dargestellte - Pleuel 1. Der Teil des Stiftes 6, welcher in die Buchse 7 eingepresst ist, ist bei diesem Ausführungsbeispiel länger als der Teil des Stiftes 6, welcher aus der Buchse 7 ragt. Gemäß Figur 4 ist die Buchse 7 an der Stelle, an welcher der Stift 6 aus der Buchse 7 ragt, mit einem Radius 10 versehen, um Kerbspannungen zu vermeiden.

Die Erfindung ist nicht beschränkt auf das vorstehend beschriebene bevorzugte Ausführungsbeispiel. Es sind auch Abwandlungen hiervon denkbar, welche vom Schutzbereich der nachfolgenden Ansprüche mit umfassend oder im Hinblick hierauf als zumindest naheliegend erscheinen. So ist es beispielsweise auch möglich, die erfindungsgemäße Stiftanordnung direkt mit dem Lageraußenring des Wälzlagers zusammenwirken zu lassen, welcher in diesem Falle an geeigneter Stelle mit einer Grundbohrung auszuführen wäre.

Bezugszeichenliste

Pleuel

Wälzlager

Kurbelzapfen

Zwischenring

Stiftanordnung

Stift

Buchse

Außengewinde

Bund

Radius

Detail