Grebe, Ulrich (Bahnhofstrasse 4, Wenden, 57482, DE)
Bäumer, Klaus (Eichholzstrasse 11, Kreuztal, 57223, DE)
Heitze, Gerhard (Wiesenstrasse 46, Netphen, 57250, DE)
Grebe, Ulrich (Bahnhofstrasse 4, Wenden, 57482, DE)
Bäumer, Klaus (Eichholzstrasse 11, Kreuztal, 57223, DE)
| 1. | Kurbelschere, insbesondere zum Schneiden von Walzband (22) mit je zwei an Messerträgern (1,2) befestigbaren Messerpaaren (3,4), wobei die Messerträger (1,2) in einer vertikalen Ebene (xx) gegenüberliegend in einem Paar ExzenterAntriebswellen (5,6) gelagert sind und an DrehmomentStützhebe (n (7,8) in Doppelgelenkanordnungen (9,10) im Zusammenwirken mit daran angreifenden HydraulikStellorganen (11, 12) schwenkbar gehalten sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Messerträger (1,2) an annähernd radialen Vorsprüngen (1315) achsparallele Anlageflächenpaare (1619) für die Messerpaare (3,4) ausbilden, von welchen das obere Messerpaar (3) an inneren, gegenein ander gerichteten Anlageflächen (16,17) einer bogenförmigen Ausneh mung (20) des oberen Messerträgers (1), und das untere Messerpaar (4) an einem der Ausnehmung (20) entgegen gerichteten, relativ schmäleren Vorsprung (15) an dessen äußeren Anlageflächen (19,18) angeordnet sind. |
| 2. | Kurbelschere nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in einer SpreizPosition der DrehmomentStützhebel (7,8) von an nähernd 90° und bei kürzester Distanz (D) der Exzenterwellen (5,6) und einer Laufrichtung (21) des Walzbandes (22) gegen die Stützhebel (7,8) eine Position des Messerpaares (3) zum SchopfSchnitt am Bandanfang erreicht ist, bei der das HydraulikStellorgan (11) am oberen Stützhebel (7) der Doppelgelenkanordnung (9) voll ausgefahren und das Stellorgan (12) am unteren Stützhebel (8) der Doppelgelenkanordnung (10) voll eingefahren ist (Fig. 1). |
| 3. | Kurbelschere nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in einer SpreizPosition der DrehmomentStützhebel (7,8) von an nähernd 90° und bei weitester Distanz (d) der Exzenterwellen (5,6) und einer Laufrichtung (21) des Walzbandes (22) gegen die Stützhebel (7,8) eine DurchlaufPosition der Kurbelschere erreicht ist, bei der das Stellor gan (12) am unteren Stützhebel (8) der Doppelgelenkanordnung (10) voll eingefahren und das Stellorgan (11) am oberen Stützhebel (7) der Dop pelgelenkanordnung (9) voll ausgefahren ist (Fig. 2). |
| 4. | Kurbelschere nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in einer annähernd horizontalen Parallelposition der Drehmoment Stützhebel (7,8) entgegen der Laufrichtung (21) des Walzbandes (22) und bei kürzester Distanz (D) der Exzenterwellen (5,6) bei annähernd geradlinig gestreckter oberer (9) und unterer (10) Doppelgelenkanord nung eine Position des hinteren Messerpaares zum Schnitt des Banden des (24) erreicht ist, bei der das HydraulikStellorgan (11) am oberen Stützhebel (7) der Doppelgelenkanordnung voll eingefahren und das Stellorgan (12) am unteren Stützhebel (8) der Doppelgelenkanordnung (10) voll ausgefahren ist (Fig. 3). |
| 5. | Kurbelschere nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in einer gegen das Walzband (22) abwärts geneigten Position des oberen Stützhebels (7) bei eingefahrenem oberen HydraulikStellorgan (11) und in einer gegen das Walzband (22) aufwärts geneigten Position des unteren Stützhebels (8) bei voll ausgefahrenem unteren Stellorgan (12) der Doppelgelenkanordnungen (9,10) und bei weitester Distanz (d) der Exzenterwellen (5,6) die DurchlaufPosition durch die Schere er reicht ist (Fig. 4). |
Vielfach eingesetzte Kurbelscheren haben den Nachteil, dass sie nur ein Mes- serpaar besitzen, üblicherweise mit einem konvexen Schliff.
Für den gleichen Einsatzfall eingesetzte Trommelscheren sind beim Stand der Technik bekannt, welche zwei Messerpaare mit je einem konvexen und einem konkaven Schliff besitzen. Dabei wird für eine bessere Bandenden- Beeinflussung beispielsweise der Bandanfang mit einem konvexen, und das Bandende mit einem konkaven Messerschliff geschnitten.
Das Dokument EP 0 075 448 beschreibt eine Kurbelschere mit je zwei Messer- paaren, die in einer vertikalen Ebene gegenüberliegend in je einem Paar Ex- zenter-Antriebswellen gelagert und an Drehmoment-Stützhebeln in Doppelge- lenkanordnungen mit wenigstens einem daran angreifenden Hydraulik- Stellorgan schwenkbar gehalten sind.
Die bekannte Schere zum Teilen von Metallbändern besitzt zwei Messerträger, die relativ zueinander schwenkbar sind, so dass die Messer durch ihre beiden Träger abwechselnd in Schneidpositionen mit dem Metallband bringbar sind.
Jeder Schneidenträger hat eine Aufnahme für zwei Messer und ist zwischen zwei Positionen bewegbar, in welchen die entsprechenden Messer jeweils in eine Wirkstellung bringbar sind.
Mit dieser Anordnung kann jeweils ein Paar der Messer geschärft werden, wäh- rend das andere Paar zum Schnitt gebracht wird und danach beide Paare ggf. gegeneinander ausgewechselt werden können.
Von Nachteil bei der bekannten Kurbelschere mit zwei Messerpaaren ist die zwischen den Messerpaaren einnehmbare Durchlauf-Position mit äußerst ge- ringer Weite, die beispielsweise beim Durchlauf eines aufgebogenen Bandan- fanges zur Kollision mit der Schere führen kann. Ein solcher Störfall geht zu Lasten von Arbeitszeit und Material.
Eine weitere Schwierigkeit ergibt sich bei der bekannten Schere dadurch, dass die Messer nicht mit der bewährten Messerabweiserklemmung in den Messer- trägern befestigbar sind.
Ausgehend vom vorgenannten Stand der Technik liegt der Erfindung die Auf- gabe zugrunde, eine Bauart der Kurbelschere mit zwei Messerpaaren anzuge- ben, welche die vorgenannten Schwierigkeiten und Nachteile vermeidet und insbesondere eine wesentlich weitere Durchlauf-Position für das Walzband er- möglicht, und ebenso den Einsatz der bewährten Messerabweiserklemmung problemlos zulässt.
Zur Lösung der Aufgabe wird bei einer Kurbelschere der im Oberbegriff von Anspruch 1 genannten Art mit der Erfindung vorgeschlagen, dass die Messer- träger an annähernd radialen Vorsprüngen achsparallele Anlageflächenpaare für die Messerpaare ausbilden, von welchen das obere Messerpaar an inneren, gegeneinander gerichteten Anlageflächen einer bogenförmigen Ausnehmung des oberen Messerträgers und das untere Messerpaar an einem der Ausneh- mung entgegen gerichteten, relativ schmäleren Vorsprung an dessen äußeren Anlageflächen angeordnet sind.
Eine Ausgestaltung der Erfindung sieht dabei vor, dass in einer Spreiz-Position der Drehmoment-Stützhebel von annähernd 90° und bei kürzester Distanz der Exzenterwellen und einer Laufrichtung des Walzbandes gegen die Stützhebel
eine Position des Messerpaares zum Schopf-Schnitt am Bandanfang erreicht ist, bei der das Hydraulik-Stellorgan am oberen Stützhebel der Doppelgelen- kanordnung voll ausgefahren und das Stellorgan am unteren Stützhebel der Doppelgelenkanordnung voll eingefahren ist.
Und weiterhin sieht eine Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Bauart der Kurbelschere vor, dass in einer Spreizposition der Drehmoment-Stützhebel von annähernd 90° und bei weitester Distanz der Exzenterwellen und einer Lauf- richtung des Walzbandes gegen die Stützhebel eine Durchlauf-Position der Kurbelschere erreicht ist, bei der das Stellorgan am unteren Stützhebel der Doppelgelenkanordnung zu dessen Faltung voll eingefahren ist und das Stell- organ am oberen Stützhebel der Doppelgelenkanordnung voll ausgefahren ist.
Und weiterhin sieht die Erfindung vor, dass in einer annähernd horizontalen Parallelposition der Drehmoment-Stützhebel entgegen der Laufrichtung des Walzbandes und bei kürzester Distanz der Exzenterwellen bei annähernd ge- radlinig gestreckter oberer und unterer Doppelgelenkanordnung eine Position des hinteren Messerpaares zum Schnitt des Bandendes erreicht ist, bei der das Hydraulik-Stellorgan am oberen Stützhebel der Doppelgelenkanordnung voll eingefahren und das Stellorgan am unteren Stützhebel der Doppelgelen- kanordnung voll ausgefahren ist.
Und schließlich sieht die erfindungsgemäße Konstruktion vor, dass in einer ge- gen das Walzband abwärts geneigten Position des oberen Stützhebels bei ein- gefahrenem oberen Hydraulik-Stellorgan und in einer gegen das Walzband aufwärts geneigten Position des unteren Stützhebels bei voll ausgefahrenem unteren Stellorgan der Doppelgelenkanordnungen, und bei weitester Distanz der Exzenterwellen ein Durchlauf-Position durch die Schere erreicht ist (Fig. 4).
Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden Erläuterung eines in den Zeichnungen schematisch darge- stellten Ausführungsbeispieles.
Es zeigen : Fig. 1 die Kurbelschere mit zwei Messerträgern und daran befestigten Messern in Seitenansicht in einer Funktionsphase beim Schopfen des vorderen Walzbandendes ; Fig. 2 die Kurbelschere in extrem weit geöffneter Position für einen Durchlauf des Walzbandes ; Fig. 3 die Kurbelschere, ebenfalls in Seitenansicht, in einer Position zum Schopfen des hinteren Walzbandendes ; Fig. 4 die Kurbelschere in geöffneter Position für einen erneuten Durch- lauf des Walzbandes im Anschluss an das Schopfen des hinteren Bandendes.
Fig. 1 zeigt die Kurbelschere mit je zwei an Messerträgern 1,2 befestigbaren Messerpaaren 3,4, wobei die Messerträger 1,2 in einer vertikalen Ebene (x-x) gegenüberliegend in einem Paar Exzenter-Antriebswellen 5,6 gelagert und an Drehmoment-Stützhebeln 7,8 in Doppelgelenkanordnungen 9,10 schwenkbar gehalten sind und mit daran angreifenden Hydraulik-Stellorganen 11,12 zu- sammenwirken.
Die Messerträger 1,2 bilden an annähernd radialen Vorsprüngen 13 bis 15 achsparallele Anlageflächenpaare 16 bis 18 für die Messerpaare 3,4 aus, von welchen das obere Messerpaar 3 an inneren, gegeneinander gerichteten Anla- geflächen 16,17 einer bogenförmigen Ausnehmung 20 des oberen Messerträ- gers 1, und das untere Messerpaar 4 an einem der Ausnehmung 20 entgegen gerichteten relativ schmäleren Vorsprung 15 an dessen äußeren Anlageflächen 18 angeordnet sind.
Die Kurbelschere hat in einer Spreiz-Position der Drehmoment-Stützhebel 7,8 von annähernd 90° und bei kürzester Distanz D der Exzenterwellen 5,6 und einer Laufrichtung 21 des Walzbandes 22 eine Position des Messerpaares 3 zum Schopfschnitt am Bandanfang 23 erreicht. In dieser Position ist das Hy- draulik-Stellorgan 11 am oberen Stützhebel 7 der Doppelgelenkanordnung 9 zu dessen Spreizung voll ausgefahren, und das Stellorgan 12 ist am unteren Stützhebel 8 der Doppelgelenkanordnung 10 voll eingefahren.
Mit der Ziffer 19 ist der Rollgang zum Transport des Walzbandes 22 gekenn- zeichnet.
Die Fig. 2 zeigt in einer extremen Spreiz-Position der Drehmoment-Stützhebel 7,8 von annähernd 90° bei weitester Distanz d der Exzenterwellen 5,6 und in einer Laufrichtung 21 des Walzbandes 22 gegen die Stützhebel 7,8 eine weite Durchlauf-Position der Kurbelschere für das Walzband, wobei das Stellorgan 12 am unteren Stützhebel 8 der Doppelgelenkanordnung 10 zu dessen Faltung voll eingefahren ist und das Stellorgan 11 am oberen Stützhebel 7 der Doppelge- lenkanordnung 9 voll ausgefahren ist.
Fig. 3 zeigt die Kurbelschere mit einer annähernd horizontalen Parallelposition der Drehmoment-Stützhebel 7,8 entgegen der Laufrichtung 21 des Walzban- des 22 und bei kürzester Distanz D der Exzenterwellen 5,6 bei annähernd ge- radlinig gestreckter oberer 9 und unterer 10 Doppelgelenkanordnung. Hier ist eine Position des hinteren Messerpaares zum Schnitt des Bandendes 24 er- reicht. Dabei ist das Hydraulik-Stellorgan 11 am oberen Stützhebel 7 der Dop- pelgelenkanordnung 9 voll eingefahren und das Stellorgan 12 ist am unteren Stützhebel 8 der Doppelgelenkanordnung 10 ausgefahren.
Und schließlich zeigt die Figur 4, bei weitester Distanz d der Exzenterwellen 5, 6 eine Durchlauf-Position durch die Schere. Hierbei ist das in einer abwärts ge- neigten Position des oberen Stützhebels 7 obere Hydraulik-Stellorgan 11 voll eingefahren, während das untere Stellorgan 12 der Doppelgelenkanordnungen 9,10 voll eingefahren ist.
Bezugszeichenliste 1. Messerträger 2. Messerträger 3. Messer 4. Messer 5. Exzenter-Antriebswelle 6. Exzenter-Antriebswelle 7. Drehmoment-Stützhebel 8. Drehmoment-Stützhebel 9. Doppelgelenkanordnung 10. Doppelgelenkanordnung 11. Hydraulik-Stellorgan 12. Hydraulik-Stellorgan 13. Vorsprung 14. Vorsprung 15. Vorsprung 16. innere Anlagefläche 17. innere Anlagefläche 18. äußere Anlagefläche 19. Rollgang 20. bogenförmige Ausnehmung 21. Laufrichtung 22. Band/Walzband 23. Bandanfang 24. Bandende 25. Anschlag 26. Anschlag 27. Anschlag 28. Anschlag
