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Title:
CRANKCASE AND INTERNAL COMBUSTION ENGINE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2012/055515
Kind Code:
A1
Abstract:
Crankcase (110) for an internal combustion engine, having a suction means which is assigned to the crankcase (100) and is configured for ventilating the crankcase (100) of blow-by gas (1), in particular a gas/oil mixture, to produce a limited vacuum (P1, P2) in the crankcase (100), and having at least one dividing wall (14) which is configured to feed blow-by gas (1) and to separate oil (3). According to the invention, it is provided that a ventilating housing part (10) and a carrier housing part (20) which is arranged above it, wherein the dividing wall is formed between the ventilating housing part (10) and the carrier housing part (20) and a suction means is formed in the form of a suction jet pump (50) which is configured for extracting oil (3) from the dividing wall (14).

Inventors:
STÄTTER, Mathias (Albrecht-Dürrer-Strasse 50, Friedrichshafen, 88046, DE)
HAUSKNECHT, Josef, Walter (Droste-Hülshoff-Strasse 31, Friedrichshafen, 88045, DE)
GERBETH, Robby (Eberhardstrasse 45, Friedrichshafen, 88046, DE)
Application Number:
EP2011/005311
Publication Date:
May 03, 2012
Filing Date:
October 21, 2011
Export Citation:
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Assignee:
MTU FRIEDRICHSHAFEN GMBH (Maybachplatz 1, Friedrichshafen, 88045, DE)
STÄTTER, Mathias (Albrecht-Dürrer-Strasse 50, Friedrichshafen, 88046, DE)
HAUSKNECHT, Josef, Walter (Droste-Hülshoff-Strasse 31, Friedrichshafen, 88045, DE)
GERBETH, Robby (Eberhardstrasse 45, Friedrichshafen, 88046, DE)
International Classes:
F01M13/04
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Claims:
Ansprüche

1. Kurbelgehäuse (100) für eine Brennkraftmaschine, mit:

-einem dem Kurbelgehäuse (100) zugeordneten Saugmittel, das für eine Entlüftung des Kurbelgehäuses (100) von Blow-by-Gas (1), insbesondere einem Gas-Öl-Gemisch, ausgebildet ist, einen begrenzten Unterdruck (P1 , P2) im Kurbelgehäuse (100) zu erzeugen,

-wenigstens einer Trennwandung, die zur Zufuhr von Blow-by-Gas (1) und Abtrennung von öl (3) ausgebildet ist,

gekennzeichnet durch

-ein Entlüftungsgehäuseteil (10) und

-einem darüber angeordneten Trägergehäuseteil (20), wobei

-die Trennwandung (21) zwischen dem Entlüftungsgehäuseteil (10) und dem Trägergehäuseteil (20) gebildet ist und

-ein Saugmittel in Form einer Saugstrahlpumpe (50) gebildet ist, die zum Absaugen von öl (3) von der Trennwandung (21) ausgebildet ist.

2. Kurbelgehäuse (100) nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass das Entlüftungsgehäuseteil (10) für eine ölabscheidung ausgebildet ist, insbesondere in dem Entlüftungsgehäuseteil (10) eine erste und eine zweite Kammer (11, 12) von einem ersten ölabscheider (13) getrennt ist.

3. Kurbelgehäuse (100) nach Anspruch 2 dadurch gekennzeichnet, dass der erste ölabscheider (13) als Teil einer weiteren Trennwandung (14), insbesondere als ein Labyrinthabscheider oder Faserabscheider od.dgl., gebildet ist.

4. Kurbelgehäuse (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 3 dadurch gekennzeichnet, dass das Trägergehäuseteil (20) zum Tragen von Motoraufbauten, insbesondere eines Turboladers, ausgebildet ist und/oder das Trägergehäuseteil (20) einen zweiten ölabscheider (23) trägt.

5. Kurbelgehäuse (100) nach Anspruch 4 dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Ölabscheider (23) ein Zyklonölabscheider ist.

6. Kurbelgehäuse (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 5 dadurch gekennzeichnet, dass das Trägergehäuseteil (20) für eine labscheidung ausgebildet ist, insbesondere in dem Trägergehäuseteil (20) eine Kammer (22) zur Aufnahme von öl (3) auf der Trennwandung (21) ausgebildet ist.

7. Kurbelgehäuse (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 6 dadurch gekennzeichnet, dass die Trennwandung (21) im wesentlichen horizontal zwischen dem Entlüftungsgehäuseteil (10) und dem Trägergehäuseteil (20) verläuft, wobei die Trennwandung (21) einen ölsammelbereich (24) aufweist, von dem ein Zuführkanal (40) abgeht, der zur Zuführung von öl (3) zur Saugstrahlpumpe (50) ausgebildet ist.

8. Kurbelgehäuse (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 7 dadurch gekennzeichnet, dass die Trennwandung (21) als Bodenwand des Trägergehäuseteils (20) gebildet ist.

9. Kurbelgehäuse (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 8 dadurch gekennzeichnet, dass der Zuführkanal (40) wenigstens bereichsweise in der Trennwandung (21), insbesondere einer der weiteren Trennwandungen (14) integriert ist.

10. Kurbelgehäuse (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 9 dadurch gekennzeichnet, dass die Saugstrahlpumpe (50) in einer Wandung des Kurbelgehäuses, insbesondere des Entlüftungsgehäuseteils (10), angeordnet ist.

11. Kurbelgehäuse (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 10 dadurch gekennzeichnet, dass der Saugstrahlpumpe (50) ein Treibstrahl aus Ladefluid, insbesondere einer Ladeluft (LL) oder eines anderen Öls, derart zuführbar ist, dass das öl (3) von der Trennwandung (14) saugbar ist.

12. Kurbelgehäuse (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 11 dadurch gekennzeichnet, dass noch eine weitere Trennwandung als Bodenrand des Entlüftungsgehäuseteils (10) gebildet ist. '

13. Kurbelgehäuse (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 12 dadurch gekennzeichnet, dass die Saugstrahlpumpe (50) als weiteres Saugmittel zusätzlich zu dem dem Kurbelgehäuse ( 00) zugeordneten Saugmittel gebildet ist.

14. Kurbelgehäuse (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 13 dadurch gekennzeichnet, dass ein Treibstrahl der Saugstrahlpumpe (50) mit dem öl (3) mittelbar oder unmittelbar einem Kurbelraum (30) des Kurbelgehäuses (100) zuführbar sind, insbesondere der Zuführkanal (40) über die Saugstrahlpumpe (50) zum Kurbelraum (30) führt.

15. Kurbelgehäuse ( 00) nach einem der Ansprüche 1 bis 14 dadurch gekennzeichnet, dass der Zuführkanal (40) einen ersten Horizontalabschnitt (I) in der Bodenwandung(16) des Trägergehäuseteils (20) aufweist und einen zweiten Horizontalabschnitt (I) in der Wandung des Entlüftungsgehäuseteils (10) aufweist, wobei der erste und zweite Horizontalabschnitt (I, II) durch eine Querabschnitt (II) miteinander verbunden sind.

16. Kurbelgehäuse (100) nach Anspruch 15 dadurch gekennzeichnet, dass der Querabschnitt (II) des Zuführkanals (40) in einer Seitenwandung des Entlüftungsgehäuseteils (10) verläuft.

17. Kurbelgehäuse (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 16 dadurch gekennzeichnet, dass das Entlüftungsgehäuseteil (10) und das Trägergehäuseteil (20) einteilig gebildet, insbesondere im Kurbelgehäuse (100) integriert sind.

18. Kurbelgehäuse (100) für eine Brennkraftmaschine, mit:

-einem dem Kurbelgehäuse (100) zugeordneten Saugmittel, das für eine Entlüftung des Kurbelgehäuses (100) von Blow-by-Gas (1), insbesondere einem Gas-Öl-Gemisch, ausgebildet ist, einen begrenzten Unterdruck (P1 , P2) im Kurbelgehäuse (100) zu erzeugen,

-wenigstens einer Trennwandung die zur Zufuhr von Blow-By-Gas (1) und Abtrennung von Ol (3)ausgebildet ist,

dadurch gekennzeichnet, dass

-die Trennwandung (14, 21) einen im Bodenbereich einer Blow-by-Gas (1) leitenden Kammer (11 , 12, 22) liegenden Öiaufnahmebereich aufweist und

-ein Saugmittel in Form einer Saugstrahlpumpe (50) gebildet ist, die zum Absaugen von öl (3) vom öiaufnahmebereich der Trennwandung (14, 21) in einen Zuführkanal (40) zur Saugstrahlpumpe (50) ausgebildet ist, wobei die Saugstrahlpumpe (50) und/oder der Zuführkanal (40) wenigstens bereichsweise in einer Kurbelgehäusewandung, insbesondere der Trennwandung (14, 21), integriert ist.

19. Brennkraftmaschine mit einem Kurbelgehäuse (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche.

Description:
Kurbelgehäuse und Brennkraftmaschine

Die Erfindung betrifft ein Kurbelgehäuse für eine Brennkraftmaschine mit einem dem Kurbelgehäuse zugeordneten Saugmittel, das für eine Entlüftung des Kurbelgehäuses von Blow-by-Gas, insbesondere einem Gas-Öl-Gemisch, ausgebildet ist, einen begrenzten Unterdruck im Kurbelgehäuse zu erzeugen und mit wenigstens einer Trennwandung, die zur Zufuhr von Blow-by-Gas und Abtrennung von öl ausgebildet ist.

Die aufgrund von mit Öl vermischten Blow-by-Gasen in einem Kurbelgehäuse entstehende Problematik ist beispielsweise aus DE 234479 bekannt. Es ist bei Brennkraftmaschinen grundsätzlich nicht zu vermeiden, dass eine gewisse Menge von Brennstoffgasen vermischt mit öl oder flüchtigen Bestandteilen von öl zwischen Arbeitskolben und Verbrennungszylinder in einen Innenraum des Kurbelgehäuses dringt. In der vorgenannten Druckschrift wird vorgeschlagen entsprechende Blow-by-Gase über einen Ventilator abzusaugen - um zu vermeiden, dass sich Ölbestandteile im Ventilator oder nachfolgenden Leitungsteilen niederschlagen, wird vorgeschlagen, einen Kühler zum Niederschlagen, der ölbestandteile vor dem Ventilator anzubringen. Die niedergeschlagenen ölbestandteile werden wieder nutzbar gemacht, indem diese schwerkraftunterstützt in einem geeigneten Steigrohr zurück in das Kurbelgehäuse fließen. Problemtisch bei diesem Ansatz ist, dass die ölabscheidung aus dem Blow-by-Gas an einer Stelle des Kurbeige- häuses mit ausreichender geodätischer Höhe erfolgen muss, um den schwerkraftunterstützenden Rückfluss des Öls zu ermöglichen.

Eine aus DE 2845955 bekannte Lösung umgeht dieses Problem, indem das Blow-by-Gas zusammen mit den öldämpfen aus dem Kurbelgehäuse in einen Zwangsumlaufkreis einer der Medien des Motors abgesaugt werden. Dazu ist beispielsweise ein Venturirohr im Ölkreislauf zwischen dem Verdrängungsauslass des Schmieröls und dem Ölbehälter angeordnet. Ein Venturirohr kann alternativ auch in einem Kreislauf der Vorverdichtungsluft angeordnet sein, sodass die öldämpfe durch die Strömung der Vorverdichtungsluft mitgenommen werden und auf diese Weise wieder in die Zylinder eingeleitet werden können. Letzteres kann auch unter Nutzung einer an den Zwangsumlaufkreis ausgeschlossenen Hilfsleitung erfolgen. Problematisch dabei ist jedoch, dass wie zuvor erwähnt, die Ölbestandteile des Blow-by-Gases die nachfolgenden Ventilatoren, Verdichter und sonstige Leitungs- und Fördermittel des Zwangsumlaufkreises verschmutzen.

Dieser Nachteil ist jedenfalls mittels einer eingangsgenannten Trennwandung zur Zufuhr von Blow-by-Gas und Abtrennung von öl zu vermeiden. Eine geeignete Trennwandung ist beispielsweise in DE 10128465 A1 der Anmelderin vorgesehen, die im Rahmen eines radial zu einem Kurbelgehäuse angeordneten Flügelzellen-Rades gebildet ist. In grundsätzlich vorteilhafter Weise verfolgt diese Lösung das Konzept einer Entlüftung des Kurbelgehäuses von Blow-by-Gas unter Abtrennung von Öl aus dem Blow-by-Gas. Ein solches Konzept vermeidet die sehr unerwünschte Verschmutzung der Peripherie einer Brennkraftmaschine. Wünschenswert ist es, dieses Konzept in einer vereinfachten Weise umzusetzen.

An dieser Stelle setzt die Erfindung an, deren Aufgabe es ist ein Kurbelgehäuse für eine Brennkraftmaschine sowie eine Brennkraftmaschine anzugeben, bei welchen ein Blow- by-Gas aus dem Kurbelgehäuse unter Abtrennung der ölbestandteile in verbesserter Weise entlüftet werden kann. Insbesondere soll eine Einrichtung zur Entlüftung von Blow- by-Gas unter Abtrennung von Öl vergleichsweise einfach und kompakt bei einem Kurbelgehäuse realisiert sein. Insbesondere sollen die im Stand der Technik vorhandenen Nachteile vermieden werden. Insbesondere soll eine Rückführung von abgetrenntem öl aus dem Blow-by-Gas vergleichsweise sicher erfolgen. Dazu sollte die Rückführung vergleichsweise unbeeinflusst von einer Schwerkraftunterstützung jedenfalls möglich sein. Die Aufgabe betreffend das Kurbelgehäuse für eine Brennkraftmaschine wird in einer ersten Variante mit einem Kurbelgehäuse der eingangsgenannten Art gelöst, bei dem erfindungsgemäß ein Entlüftungsgehäuseteil und ein darüber angeordnetes Trägergehäuseteil vorgesehen ist. Gemäß dem Konzept der Erfindung ist zwischen dem Entlüf- tungsgehäuseteil und dem Trägergehäuseteil eine Trennwandung gebildet. Erfindungsgemäß ist ein Saugmittel in Form einer Saugstrahlpumpe gebildet, die zum Absaugen von öl von der Trennwandung ausgebildet ist. Das Saugmittel kann als das eingangsgenannte dem Kurbelgehäuse zugeordnete Saugmittel gebildet sein. Das Saugmittel gemäß dem Konzept der Erfindung kann auch als ein zusätzliches, also weiteres, Saugmit- tel gebildet sein. Die Aufgabe wird in einer zweiten Variante von einem Kurbelgehäuse des Anspruchs 18 gelöst.

Die Erfindung führt auch auf eine Brennkraftmaschine mit einem Kurbelgehäuse, gemäß dem Konzept der Erfindung wie sie im Anspruch 19 definiert ist.

Die Erfindung geht von der Überlegung aus, dass eine Entlüftung des Kurbelgehäuses von Blow-by-Gas unter Abtrennung von öl ein grundsätzlich vorteilhaftes Konzept bietet, um einerseits abgetrenntes Öl für den Betrieb einer Brennkraftmaschine wieder nutzbar zu machen und zum anderen die Verschmutzung einer Peripherie der Brennkraftmaschine durch abgetrenntes Öl zu vermeiden. Die Erfindung hat darüber hinaus erkannt, dass bisherige diesen Ansatz umsetzende Konzepte noch eine verbesserungswürdige Ölrück- führung aufweisen. Die Erfindung hat gemäß der ersten Variante erkannt, dass es zur Umsetzung des Konzepts grundsätzlich vorteilhaft ist, für eine Entlüftung des Kurbelgehäuses von Blow-by-Gas unter Abtrennung von Öl ein Entlüftungsgehäuseteil und ein darüber angeordnetes Trägergehäuseteil vorzusehen. Darüber hinaus hat die Erfindung erkannt, dass sich eine Trennwandung zwischen dem Entlüftungsgehäuseteil und dem Trägergehäuseteil vorteilhaft nutzen lässt, um eine verbesserte ölrückführung zu ermöglichen. In erfinderischer Weise sieht die Erfindung ein Saugmittel in Form einer Saugstrahlpumpe vor, die zum Absaugen von Öl von der Trennwandung ausgebildet ist. Anders ausgedrückt, sieht das Konzept der Erfindung gemäß der ersten Variante die Trennwandung zwischen Entlüftungsgehäuseteil und Trägergehäuseteil in synergetischer Weise derart vor, dass sich darauf abgetrenntes öl sammeln kann, um von einer vorteilhaft vorgesehen Saugstrahlpumpe abgesaugt zu werden. Gemäß der zweiten Variante der Erfindung ist dieses Konzept in Bezug auf eine beliebige Trennwandung umsetzbar, die einen im Bodenbereich einer Blow-by-Gas leitenden Kammer liegenden Ölaufnahme- bereich aufweist. Das Konzept der Erfindung ermöglicht somit eine ölrückführung, die weitgehend unabhängig von einer Schwerkraftunterstützung ist, da die Saugstrahlpumpe unter Absaugen des abgetrennten Öls von der Trennwandung die Rückführung des Öls auch bei Schräglage des Kurbelgehäuses oder anderen die Schwerkraftunterstützung mindernden Um- ständen umsetzten kann. Darüber hinaus bietet das Konzept der Erfindung einen vergleichsweise einfachen Ansatz, um das Saugmittel und einen Rücklaufweg beim Kurbelgehäuse zu realisieren. So lassen sich das Saugmittel in Form einer Saugstrahlpumpe und ein entsprechender Rücklaufweg in besonders vorteilhafter Weise vollständig, jedenfalls bereichsweise, in einer Kurbelgehäusewandung integrieren. Auch bietet eine Saugstrahlpumpe verschiedenste, je nach Auslegungsbedarf geeignete Möglichkeiten, eines Betriebs mit einem Treibstrahl. Anders ausgedrückt lässt sich die Anordnung aus Trennwandung und Saugstrahlpumpe vergleichsweise unabhängig von einer Peripherie der Brennkraftmaschine frei und kompakt positionieren. Die Saugstrahlpumpe lässt sich je nach Bedarf mit einem vorteilhaft ausführbaren Treibstrahl antreiben. Insgesamt bietet das vorgenannte Konzept der Erfindung eine vergleichsweise einfache Lösung zur Entlüftung des Kurbelgehäuses von Blow-by-Gas unter Abtrennung von öl.

Weiterbildungen der Erfindung sind den Unteransprüchen zu entnehmen und geben im Einzelnen vorteilhafte Möglichkeiten an, dass oben erläuterte Konzept im Rahmen der Aufgabenstellung sowie hinsichtlich weiterer Vorteile zu realisieren. Im Rahmen eines besonders bevorzugten weiterbildenden Konzepts ist die Anordnung aus Trennwandung und Saugmittel im Rahmen eines zur einstufigen oder zweistufigen Ölabscheidung ausgebildeten Kurbelgehäuses realisiert. Vorzugsweise ist die Ölabschei- dung als zweistufige Ölabscheidung mit einem Ölvorabschieder und einem Ölhauptab- scheider realisiert. Die Anordnung aus Trennwandung und Saugstrahlpumpe verbessert in vorteilhafter Weise das grundsätzlich bekannte Konzept einer Blow-by-Gas Entlüftung unter Abtrennung von öl.

Insbesondere ist zur Umsetzung des Konzepts vorgesehen, dass das Entlüftungsgehäuseteil für eine ölabscheidung ausgebildet ist. Besonders vorteilhaft kann dazu das Entlüftungsgehäuseteil eine erste und eine zweite Kammer aufweisen, die von einem ersten ölabscheider, insbesondere ölvorabschieder, getrennt sind. In besonders vorteilhafter konstruktiver Realisierung dieser Weiterbildung ist dazu vorgesehen, dass die erste Kammer unterhalb der zweiten Kammer angeordnet ist. Vorteilhaft ist weiter die zweite Kammer unmittelbar unterhalb der Trennwandung zwischen Entlüftungs- und Trägergehäuseteil gebildet. Die Trennwandung ist bei dieser Weiterbildung entsprechend zur Zufuhr von Blow-by-Gas aus der zweiten Kammer vorgesehen, d. h. von Blow-by-Gas nach einer Ölvorabscheidung. Dies hat den Vorteil, dass ein bedeutender Teil des Öls bereits in der Ölvorabscheidung in der ersten Kammer des Entlüftungsgehäuseteils abgetrennt und bevorzugt zurück in den Kurbelraum des Kurbelgehäuses fließen kann.

Alternativ oder zusätzlich kann - dem Konzept der zweiten Variante der Erfindung folgend - auch in der ölvorabscheidung, beispielsweise integriert in einer weiteren Trennwandung zwischen der ersten oder zweiten Kammer eine weitere Saugstrahlpumpe und/oder ein weiterer Zufuhrkanal vorgesehen sein, um eine Rückführung des in der ölvorabscheidung abgetrennten Öls in das Kurbelgehäuse zu unterstützen. In dem Fall ist auch eine Ölvorabscheidung in verbesserter Weise unabhängig von einer Schwerkraftunterstützung zur Rückführung des Öls.

Der erste Ölabscheider - bevorzugt ölvorabscheider - ist vorteilhaft als Teil der vorgenannten weiteren Trennwandung mit einem Labyrinthabscheider oder Faserabscheider oder dergleichen gebildet. Ein erster Ölabscheider dieser Art lässt sich in vorteilhafter Weise vergleichsweise einfach als Teil der weiteren Trennwandung zwischen einer ersten und einer zweiten Kammer des Entlüftungsgehäuseteils umsetzen.

In vorteilhafter Weise ist darüber hinaus das Trägergehäuseteil zum Tragen von Motoraufbauten, insbesondere eines Turboladers, ausgebildet. Zusätzlich oder alternativ lässt sich zur Umsetzung einer zweistufigen ölabscheidung auch das Trägergehäuse zur Ölabscheidung ausbilden. Insbesondere trägt das Trägergehäuse einen zweiten Ölabscheider. Der zweite Ölabscheider ist vorteilhaft ein Zyklonölabscheider. Dies hat den Vorteil, dass im Rahmen des im Trägergehäuse umgesetzten zweiten ölabscheiders - vorteilhaft Ölhauptabscheidung - abgetrenntes Öl nunmehr direkt der Trennwandung zugeführt werden kann.

Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, das Trägergehäuseteil für eine Ölabscheidung auszubilden. Indem im Trägergehäuseteil eine Kammer zur Aufnahme von Öl auf der Trennwandung vorzusehen ist. In dem vorliegenden Fall - insbesondere Ölhauptabscheidung - dient die Trennwandung zum Sammeln des Großteils des Öls. In einer das erfindungsgemäße Konzept mehrfach umsetzenden, besonders bevorzugten Weiterbildung gemäß der zweiten Variante der Erfindung ist vorgesehen, sowohl die Trennwandung als auch eine gegebenenfalls vorhandene Wandung, insbesondere Bodenwandung des Entlüftungsgehäuseteils zum Absaugen von Ol mittels einer oder meh- reren Saugstrahlpumpen auszulegen, um eine gegebenenfalls Schwerkraftunabhängige Rückführung von öl in das Kurbelgehäuse zu ermöglichen.

Im Rahmen einer besonders bevorzugten Weiterbildung ist die Trennwandung als Bodenwandung des Trägergehäuseteils gebildet. Die vorerwähnte Wandung des Entlüftungsgehäuseteils ist vorteilhaft als eine Bodenwandung des Entlüftungsgehäuseteils gebildet. Die Trennwandung der Erfindung - allgemein eine Bodenwandung einer Kammer im oberen Entlüftungsbereich des Kurbelgehäuses, ist in vorteilhafter Weise im Wesentlichen horizontal ausgerichtet. Insbesondere ist die Trennwandung zwischen dem Entlüftungsgehäuseteil und dem Trägergehäuseteil horizontal verlaufend, vorgesehen. Insbesondere ist noch eine weitere Trennwandung des Entlüftungsgehäuseteils zwischen dem Entlüftungsgehäuseteil und dem oberen Teil eines Kurbelraums des Kurbelgehäuses vorgesehen. Die Trennwandung, insbesondere allgemein eine Bodenwandung, weist vorteilhaft einen Ölsammelbereich auf.

Vorteilhaft ist im Rahmen einer konstruktiven Realisierung des Konzepts der Erfindung vorgesehen, dass vom ölsammelbereich ein Zuführkanal abgeht, der zur Zuführung von öl zu einer Saugstrahlpumpe ausgebildet ist. Insbesondere kann ein Zuführkanal wenigstens bereichsweise in der Trennwandung integriert sein. Eine Saugstrahlpumpe kann in besonders vorteilhafter Weise in einer Wandung des Entlüftungsgehäuseteils angeordnet sein. Die vorgenannten konstruktiven Weiterbildungen lassen sich vergleichsweise kompakt in einem Kurbelgehäuse umsetzen. Externe Leitungen und separate Saugmittel sind so vorteilhaft vermieden.

Je nach Auslegung einer Brennkraftmaschine sind vorteilhafte Möglichkeiten zur Anbin- dung eines Treibstrahls an die Saugstrahlpumpe gegeben. Ein Treibstrahl kann durch eine geeignete Führung von Treibstrahlfluid zur Saugstrahlpumpe geführt werden. Vorteilhaft ist der Saugstrahlpumpe ein Treibstrahl aus Fluid, z. B. Ladefluid, insbesondere Ladeluft, zuführbar. Alternativ ist einer Saugstrahlpumpe ein Treibstrahl aus anderem öl, insbesondere einem Motorschmieröl, zuführbar. Mit einem solchen oder anderem Treibstrahlfluid lässt sich in besonders vorteilhafter Weise eine Saugstrahlpumpe betreiben, um abgetrenntes Öl von der Trennwandung abzusagen. Ladefluid, vorteilhaft Ladeluft, als Treibstrahl der Saugstrahlpumpe bewirkt insbesondere eine Wirkungsgradverbesserung, da das abgetrennte öl auf ein höheres, jedenfalls breiteres Temperaturniveau gehoben wird. Da öl bei höheren Temperaturen weniger zähflüssig ist, ergibt sich ein grundsätzlich verbesserter Wirkungsgrad der ölrückführung. In einer Weiterbildung lassen sich eine oder mehrere Saugstrahlpumpen - insbesondere als weiteres Saugmittel zusätzlich zu dem dem Kurbelgehäuse zugeordneten Saugmittel - in einer Wandung des Kurbelgehäuses unterbringen. In konstruktiv vorteilhafter Weise ist es möglich, einen Treibstrahl der Saugstrahlpumpe zusammen mit dem abgetrennten öl mittelbar oder unmittelbar einem Kurbelraum des Kurbelgehäuses zuzuführen. Insbe- sondere ist dazu vorgesehen, dass der Zuführkanal über die Saugstrahlpumpe zum Kurbelraum geführt ist bzw. in den Kurbelraum mündet.

In besonders bevorzugter Weiterbildung ist es möglich, den Zuteilerlkanal in einer Wandung des Kurbelgehäuses zu führen. In besonders bevorzugter Weise weist der Zuführkanal einen ersten Horizontalabschnitt in der Bodenwandung des Trägergehäuseteils auf und einen zweiten Horizontalabschnitt in der Wandung des Entlüftungsgehäuseteils. Der erste und zweite Horizontalabschnitt sind bevorzugt durch einen Querabschnitt miteinander verbunden. Der zweite Horizontalabschnitt ist vorzugsweise in einer Deckenwandung des Entlüftungsgehäuseteils, insbesondere in eine Deckenwandung der vorgenannten ersten Kammer des Entlüftungsgehäuseteils, integriert. Der Querabschnitt ist vorzugs- weise in einer Seitenwandung des Entlüftungsgehäuseteils, insbesondere in einer Seitenwandung der vorgenannten zweiten Kammer des Entlüftungsgehäuseteils, integriert. Auf diese Weise lässt sich in einer für die Ölführung vorteilhaften Art der Zuführkanal in etwa z-förmig, insbesondere mit wenigstens einem Bogen, insbesondere einem 90°- Bogen, realisieren. Grundsätzlich lässt sich durch Integration des Zuführkanals und/oder der Saugstrahlpumpe in einer Wandung des Kurbelgehäuses ein vergleichsweise kurzer Leitungsweg für die Rückführung von abgetrennte Öl in das Kurbelgehäuse realisieren - dies bereits, weil der Zuführkanal sehr nah am Kurbelgehäuse geführt ist. Konkret ist eine externe Leitung, die üblicherweise von einem Maximalpunkt des Kurbelgehäuses zu einer öl- wanne zu verlaufen hätte vermieden - statt dessen verläuft der Zuführkanal von einer ölabscheidung im Entlüftungs- und/oder Trägergehäuse in einer Wandung des Kurbelgehäuses direkt zur Saugstrahlpumpe. Vorteilhaft lässt sich der Zuführkanal in einem Gussteil des Kurbelgehäuses integrieren. Vorteilhaft kann dazu beispielsweise das Ent- lüftungsgehäuseteil und das Trägergehäuseteil einteilig als Gussteil gebildet sein. Solche und ähnliche Weiterbildungen realisieren eine vergleichsweise einfache und kompakte - damit auch kostengünstige - Lösung einer ölrückführung. schwerkraftunabhängige Ölrückführung bietet eine unabhängig von Motorschräglagen störungsfrei arbeitende ölrückführung. Insbesondere können bei der Zertifizierung einer entsprechenden Brennkraftmaschine aufwändige Schräglagenuntersuchungen entfallen.

Das vorliegende Konzept der Erfindung und dessen Weiterbildung sind im Rahmen eines Kurbelgehäuses beschrieben, wobei insbesondere der Zuführkanal und/oder die Saugstrahlpumpe in einer Wandung des Kurbelgehäuses integriert sind. Insgesamt umfasst das Konzept der Erfindung solche und ähnliche Weiterbildungen, die eine Integration eines Zuführkanals und/oder einer Saugstrahlpumpe in einer Wandung des Kurbelgehäuses, insbesondere Entlüftungsgehäuseteils und/oder Trägergehäuseteils, vorsehen. Im Rahmen der Erfindung ist es gleichwohl möglich, insbesondere einen Zuführkanal und die Saugstrahlpumpe in einer Wandung eines Trägergehäuses, insbesondere eines Trägergehäuseteils für einen Abgasturbolader oder dergleichen zu integrieren.

Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nun nachfolgend anhand der Zeichnung beschrieben. Diese soll die Ausführungsbeispiele nicht notwendigerweise maßstäblich darstellen, vielmehr ist die Zeichnung, wo zur Erläuterung dienlich, in schematisierter und/oder leicht verzerrter Form ausgeführt. Im Hinblick auf Ergänzungen der aus der Zeichnung unmittelbar erkennbaren Lehren wird auf den einschlägigen Stand der Technik verwiesen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass vielfältige Modifikationen und Änderungen betreffend die Form und das Detail einer Ausführungsform vorgenommen werden können, ohne von der allgemeinen Idee der Erfindung abzuweichen. Die in der Beschreibung, in der Zeichnung sowie in den Ansprüchen offenbarten Merkmale der Erfindung können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination für die Weiterbildung der Erfindung wesentlich sein. Zudem fallen in den Rahmen der Erfindung alle Kombinationen aus zumindest zwei der in der Beschreibung, der Zeichnung und/oder den Ansprüchen offenbarten Merkmale. Die allgemeine Idee der Erfindung ist nicht beschränkt auf die exakte Form oder das Detail der im folgenden gezeigten und beschriebenen bevor- zugten Ausführungsform oder beschränkt auf einen Gegenstand, der eingeschränkt wäre im Vergleich zu dem in den Ansprüchen beanspruchten Gegenstand. Bei angegebenen Bemessungsbereichen sollen auch innerhalb der genannten Grenzen liegende Werte als Grenzwerte offenbart und beliebig einsetzbar und beanspruchbar sein. Der Einfachheit halber sind nachfolgend für identische oder ähnliche Teile oder Teile mit identischer oder ähnlicher Funktion gleiche Bezugszeichen verwendet.

Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung der bevorzugten Ausführungsbeispiele sowie anhand der Zeichnung; diese zeigt in:

Fig. 1 eine Seitenschnittansicht eines oberen Teil eines Kurbelgehäuses, nämlich eine Seitenschnittansicht eines Entlüftungsgehäuseteils und eines Trägergehäuseteils, die ausgebildet für eine Olabscheidung sind und bei denen gemäß dem Konzept der Erfindung eine Saugstrahlpumpe zum Absaugen von öl von einer Trennwandung zwischen Entlüftungsgehäuseteil und Trägergehäuseteil vorgesehen ist;

Fig. 2A in einer Draufsicht eine weitere Schnittansicht auf ein linkes Detail der Fig. 1 im Bereich der Saugstrahlpumpe in einer Draufsicht;

Fig. 2B eine weitere Schnittansicht des Details im Bereich der Saugstrahlpumpe der Fig. 1 in Richtung des Zuführkanals für das abgetrennte Öl.

Fig. 1 zeigt ein Kurbelgehäuse 100 für eine nicht näher dargestellte Brennkraftmaschine. Vorliegend ist der obere Teil des Kurbelgehäuses 100 mit einem Entlüftungsgehäuseteil 10 und einem darüber angeordneten Trägergehäuseteil 20 dargestellt. Unterhalb des Entlüftungsgehäuseteils 10 befindet sich der Kurbelraum 30 des Kurbelgehäuses 100, in dem vorliegend untereinander die Zylinderköpfe, die Kurbelwelle und schließlich ein ölsumpf angeordnet ist. Mit öl vermischte Blow-by-Gase 1 werden aus dem Kurbelraum 30 über einen oder mehrere Kanäle hier an die in etwa höchste Stelle des Kurbelgehäuses 100 geleitet. Grundsätzlich können solche hier nicht näher dargestellten Kanäle sowohl im Kurbelgehäuseguss integriert sein als auch als außenliegender Kanal - wie ein Schlauch oder eine Rohrleitung oder dergleichen - ausgeführt sein. Die Einleitung der Blow-by-Gase 1 in das Entlüftungsgehäuseteil erfolgt durch eine Öffnung 15, die weitgehend vor Spritzöl geschützt ist. Die weitere Ausbildung sowohl des Entlüftungsgehäuseteils 10 als auch des Trägergehäuseteils 20 dient dazu, eine doppelstufige ölabschei- dung umzusetzen. Dazu ist das Entlüftungsgehäuseteil 10 für eine Vorölabscheidung ausgebildet. Das Trägergehäuseteil 20 ist für eine Hauptölabscheidung ausgebildet. Die Beförderung der Blow-by-Gase 1 entlang der hier mit durchgezogenen Pfeilen symbolisch dargestellten Strömungsrichtungen erfolgt dadurch, dass jedenfalls das Trägergehäuseteil 20 mit einem begrenzten geringfügigen Unterdruck P1 beaufschlagt ist, der unterhalb dem des Durchschnittsdrucks PO im Kurbelraum 30 liegt. Beispielsweise kann vorliegend ein geringfügiger Unterdruck bei P1 = -15 mbar eingestellt sein. Der Durchschnittsdruck im Kurbelraum 30 liegt etwa um 0 bar, kann jedoch auch einen geringfügigen negativen Wert aufweisen - dabei gilt jedoch grundsätzlich P1 < PO, um eine Förderung der Blow-by-Gase 1 aus dem Kurbelraum 30 durch das Entlüftungsgehäuseteil 10 in das Trägergehäuseteil 20 sicherzustellen. Erfahrungsgemäß wird - insbesondere bei einem Großdieselmotor für das das vorliegende Kurbelgehäuse 100 beschrieben ist - bei einem Volumen von etwa 500 I Blow-by-Gas eine Ölmenge von etwa 10 g transportiert. Dieses öl wird in der vorerwähnten doppelstufigen ölabscheidung des Entlüftungsgehäuses 10 und des Trägergehäuses 20 abgetrennt und rückgeführt in den Kurbelraum 30. Im Einzelnen weist dazu das Entlüftungsgehäuse 10 eine erste Kammer 11 und eine darüber angeordnete zweite Kammer 12 auf, die von einem ersten Ölabscheider 13 getrennt sind. Vorliegend ist der erste Ölabscheider 13 in der Art eines flächigen Labyrinthabscheiders mit vergrößerter Oberfläche gebildet, wobei die vergrößerte Fläche in Strömungsrichtung der Blow-by-Gase 1 Hindernisse für die Blow-by-Gase 1 bildet. Durchströmt das Blow-by-Gas 1 den ölabscheider 13 so scheidet sich öl 3 in Tropfen ab bzw. sedimentiert in Folge der Trägheit an den Hindernissen. Der erste Ölabscheider 13 ist hier in besonders vorteilhafter Weise als Teil einer weiteren Trennwandung 14 gebildet, welche die erste Kammer 11 und zweite Kammer 12 des Entlüftungsgehäuseteils 10 trennt. Die zweite Kammer 12 ist oberhalb und kleiner als die erste Kammer 11 ausgebil- det- außerdem seitlich versetzt ebenso wie die weitere Trennwandung 14 zu der zuvor erwähnten Öffnung 5 angeordnet. Die erste Kammer erstreckt sich unterhalb der zweiten Kammer 12 und seitlich über diese hinaus bis zu der zuvor erwähnten Öffnung 15. Sowohl eine Bodenwandung 16 der ersten Kammer 11 als auch die weitere Trennwandung 14 mit ölabscheider 13 der zweiten Kammer 12 verlaufen vorliegend schräg. Die Bodenwandung 16 der ersten Kammer 11 setzt sich in einem in etwa seitlich der zweiten Kammer 12 erstreckenden Teil der ersten Kammer 11 als ein weitgehend horizontaler ölsammelbereich 17 fort. Aufgrund dieser Anordnung wird im Rahmen einer im Entlüftungsgehäuseteil 10 umgesetzten Vorölabscheidung bereits ein beträchtlicher erster Teil 2 des abgetrennten Öls in den Kurbelraum 30 rückgeführt. Hauptsächlich setzt sich dieser Teil 2 des abgetrennten Öls durch einen in der zweiten Kammer 12 abgetrennten Anteil und einen in der ersten Kammer 11 bzw. im ölabscheider 13 abgetrennten Anteil zusammen. Der in der zweiten Kammer 12 abgetrennte Teil 2 des Öls als auch der in der ersten Kammer 11 abgetrennte Teil 2 des Öls kann über die zuvor erwähnten schräg verlaufenden Trennwandungen 16, 14 in den weitgehend horizontalen Ölsammelbereich 17 zurückfließen und über die zuvor erwähnte Öffnung 15 wieder in den Kurbelraum 30 rückgeführt werden.

Eine darüber hinaus im BIow-by-Gas 1 verbleibende Menge des nicht abgetrennten Öls wird mit dem Blow-by-Gas 1 vom Entlüftungsgehäuseteil 10 durch eine Trennwandung gemäß 21 dem Konzept der Erfindung hindurch in das Trägergehäuseteil 20 - nämlich dem Druckgefälle folgend zum niedrigsten Druck P1 hin eingetragen. Die Trennwandung 21 ist bei der vorliegenden Ausführungsform als Teil des Trägergehäuseteils 20 gebildet. In einer hier nicht beschriebenen alternativen Ausführungsform kann die Trennwandung als Deckelwandung des Entlüftungsgehäuseteils 10 gebildet sein. Auch kann das Entlüftungsgehäuseteil 10 und das Trägergehäuseteil 20 in einer hier nicht dargestellten abge- wandelten Ausführungsform integral mit dem übrigen Kurbelgehäuse 100 - beispielsweise als ein einziges Gussteil zusammen mit dem Kurbelgehäuse 100 - gebildet sein.

Vorliegend wird der verbleibende im Trägergehäuseteil 20 eintretende Teil des Blow-by- Gases 1 einem zweiten Ölabscheider 23 zugeführt, der vorliegend als Zyklonölabschei- der ausgebildet ist. Im vorliegenden Fall trägt das Trägergehäuseteil 20 neben dem zweiten ölabscheider 23 auch nicht näher dargestellte Motoraufbauten wie einen Turbolader oder dergleichen. Im Übrigen ist das zweite Trägergehäuseteil 20 für eine Ölab- scheidung aus dem BIow-by-Gas 1 ausgebildet. Insbesondere weist das Trägergehäuseteil 20 dazu eine Kammer 22 auf, die zur Aufnahme des abgetrennten Öls 3 aus dem BIow-by-Gas 1 ausgebildet ist. Insbesondere weist die Kammer 22 auf der Trennwan- dung 21 einen weiteren ölsammelbereich 24 auf. Das abgetrennte öl 3 aus dem Zyklonabscheider kann also in die Kammer 22 des Trägergehäuseteils 20 rückgeführt werden. Die Wandung der Kammer 22 weist eine zur Unterstützung des Ölrückflusses vorteilhafte geometrische - hier in etwa trichterförmige - Form auf, so dass sich praktisch das gesamte abgetrennte öl 3 im weiteren ölsammelbereich 24 der Kammer 22 auf der Trennwan- dung 21 ansammeln kann.

Seitlich des weiteren ölsammelbereichs 24 in Richtung eines Zuführkanals 40 verläuft die Trennwandung 21 im wesentlichen horizontal zwischen dem Entlüftungsgehäuseteil 10 und dem Trägergehäuseteil 20. Entsprechend verläuft der Zuführkanal 40 in einem die Trennwandung 21 bildenden Materialbereich 41 des Trägergehäuseteils 20 im wesentlichen horizontal. Der Materialbereich 41 kann beispielsweise als Gussbereich - das gesamte Trägergehäuseteil kann als Gussteil - ausgebildet sein.

Insgesamt bildet bei der vorliegenden in Fig. 1 gezeigten Ausführungsform der Erfindung in vorteilhafter Weiterbildung des Konzepts der Erfindung die Trennwandung 21 als Teil des Materialbereichs 41 eine Bodenwand des Trägergehäusteils 20, wobei der Zuführkanal 40 in der Trennwandung 21 - konkreter im Materialbereich 41 - integriert ist. Der weitere Verlauf des Zuführkanals 40 ist in einem die Seitenwand 18 der zweiten Kammer 12 und die Deckelwand 19 der ersten Kammer 11 bildenden Materialbereich 42 des Entlüftungsgehäuseteils 10 integriert. Der Verlauf des Entlüftungskanals 40 entlang der Trennwandung 21 , der Seitenwand 18 und der Deckelwand 19 bildet einen ersten Horizontalabschnitt I und einen zweiten Horizontalabschnitt II, wobei der erste Horizontalabschnitt in der Trennwandung 21 und der zweite Horizontalabschnitt II in der Deckelwandung 19 gebildet ist. Der erste Horizontalabschnitt I und der zweite Horizontalabschnitt II sind durch einen Querabschnitt III miteinander verbunden. Das abgetrennte öl 3 kann so mit weitgehend abschüssigem Gefälle aus der Kammer 22 in den Ölsammelbereich 24 und von dort in den Zuführkanal 40 - nämlich in den Horizontalabschnitt I, den Querabschnitt III und den zweiten Horizontalabschnitt II - gelangen.

Der Zuführkanal 40 ist mit einem Unterdruck P2 beaufschlagt, der wiederum unterhalb des Unterdrucks P1 liegt. Vorliegend kann der Unterdruck P2 beispielsweise -100 mbar betragen. Unabhängig von der Schwerkraftunterstützten Flussrichtung des abgetrennten Öls 3 wird - wie zuvor beschrieben - bei der vorliegenden Ausführungsform das öl 3 aus dem ölsammelbereich 24 in den Zuführkanal 40 gesaugt und in Richtung des Druckgefälles - d. h. zum Unterdruck P2 - befördert. Zur Beaufschlagung des Zuführkanals 40 mit dem genannten Unterdruck dient ein Saugmittel in Form einer Saugstrahlpumpe 50, die entsprechend zum Absaugen des Öls 3 von der Trennwandung 21 ausgebildet ist.

Bezugnehmend auf die Fig. 2A und Fig. 2B wird die Saugstrahlpumpe 50 mit einem Treibstrahl aus Ladeluft LL betrieben. Aufgrund des auf dem Trägergehäuseteil 20 angeordneten Turboladers steht die Ladeluft LL in unmittelbarer Nähe der Saugstrahlpumpe 50 zur Verfügung und eignet sich in besonders vorteilhafter Weise zum Betrieb der Saugstrahlpumpe 50. Das hier als Saugstrahlpumpe 50 beschriebene Saugmittel ist ganz allgemein als ein Saugmittel ohne bewegliche Bauteile zu verstehen, das mit einem Treibstrahl als Antrieb nach dem Venturiprinzip arbeitet. Vorliegend wird der Treibstrahl aus Ladeluft LL der Treibdüse 51 der Saugstrahlpumpe 50 zugeführt und verlässt diese mit einer ausreichenden Geschwindigkeit, so dass ein ausreichend großer Unterdruck P2 entsteht, um ein zusätzliches Volumen durch innere Reibung und turbulentes Mischen mit aus dem Zuführkanal 40 mit sich zu führen. Vorliegend wird vor allem das im Zuführkanal 40 befindliche abgetrennte öl 3 durch den Treibstrahl aus Ladeluft LL angesaugt und über den Düsenbereich 52 in den Rückführkanal 53 der Saugstrahlpumpe 50 eingebracht. Über den sich an die Treibdüse 51 anschließenden Rückführkanal 53 wird das öl 3 im Bereich der Düsenmündung schließlich in den Kurbelraum 30 rückgeführt. Der Bereich der Düsenmündung bzw. der Rückführkanal 53 ist in der vorliegenden Ausführungsform besonders vorteilhaft direkt gegenüber einer als Prallwand ausgebildeten Gegenwandung 31 des Kurbelgehäuses angeordnet. Rückgeführtes Öl 3 wird an der Prallwandung 31 trägheitsbedingt direkt abgeschieden bzw. sedimentiert und kann besonders schnell in den Kurbelraum 30 zurückfließen.

Die vorliegenden Verwendung von Ladeluft LL als Treibstrahlfluid bewirkt eine erhebliche Wirkungsgradverbesserung der ölrückführung, da aufgrund der eher erhöhten Temperatur der Ladeluft ein breiteres, gegebenenfalls höheres, Temperaturniveau dem öl 3 beaufschlagt wird. Das Öl 3 erweist sich bei höheren Temperaturen als weniger zähflüssig, kann also besser im Zuführkanal 40 schließen. Zum einen verbessert sich die Ansaugwirkung der Saugstrahlpumpe 50 und zum anderen die Aufnahmefähigkeit der Ladeluft LL zum Wegtransport des Öls 3.

Insgesamt ist durch die vorliegende Ausführungsform eine besonders einfache und kostengünstige Lösung zur Rückführung Öl 3 in das Kurbelgehäuse 30 realisiert. Dazu wird öl 3 aus Blow-by-Gas 1 nach einem Ölvorabscheider 13 des Entlüftungsgehäuseteils 10 im Materialbereich 41 , 42 des Kurbelgehäuses 100 - nämlich vorliegend der Wandungen des Trägergehäuseteils 20 und des Entlüftungsgehäuseteils 10 - zurückgeführt. Bisher erforderliche externe Leitungsstücke können somit entfallen. Aufgrund In den zwei Horizontalabschnitten I, II und dem Querabschnitt III erfolgt eine Rückführung des abgetrennten Öls 3 vergleichsweise nah bei einer Rückführung des abgetrennten Öls 2 aus der ölvorabscheidung in dem Entlüftungsgehäuseteil 10. Auch dies hat sich als besonders vorteilhaft erwiesen. Insgesamt ist mit vergleichsweise sehr kurzen Leitungswegen eine Rückführung von öl 2 und 3 in den Kurbelraum 30 in nächster Nähe - d. h. in den Wandungen - der Kammern 11 , 12 und 22 ermöglicht. ln einer hier nicht näher dargestellten weiterbildende Ausführungsform kann unter Nutzung der zuvor erläuterten zweiten Variante des Konzepts der Erfindung auch eine Rückführung des abgetrennten Öls 2 von der weiteren Trennwandung 16 bzw. dem ölsam- melbereich 17 der ersten Kammer 11 und/oder der Trennwandung 14 der zweiten Kam- mer 12 des Entlüftungsgehäuseteils 10 erfolgen. Das erfindungsgemäße Konzept kann gemäß der zweiten Variante beispielsweise auch in der Trennwandung 14 umgesetzt werden. Das Konzept kann auch beispielsweise beim Ölsammelbereich 17 bzw. der weiteren Trennwandung 16 umgesetzt werden. Mit anderen Worten kann beispielsweise in der weiteren Trennwandung 14 ein weiterer hier nicht eingezeichneter Zuführkanal an den hier beschriebenen Zuführkanal 40 angeschlossen werden, um öl dem Druckgefälle folgend zum Unterdruck P2 in Richtung der Saugstrahlpumpe 50 abzusaugen. Auch kann im ölsammelbereich 17 ein weiterer Zuführkanal vorgesehen sein, der zu einer weiteren Saugstrahlpumpe führt und in den das abgetrennte öl 2 abgesaugt werden kann, um dieses in den Kurbelraum 30 zurückzuführen. Das vorliegende Konzept der Erfindung ist im Rahmen der Ausführungsform im Rahmen einer zweistufigen Ölabscheidung beschrieben worden und hat sich dort besonders bewährt, nämlich zur Absaugung von abgetrennten Öl 3 aus einer Ölhauptabscheidung in einen Zuführkanal 40 zu einer Saugstrahlpumpe 50 hin. Dennoch kann das vorliegende Konzept unabhängig davon auch bei einer einstufigen ölabscheidung realisiert werden, d. h. bei einer ölabscheidung, die keine ölvorabscheidung vorsieht. Auch kann das Konzept der Erfindung realisiert werden zum Entfernen von abgetrenntem Öl 2 einer ölvorabscheidung. Dies kann beispielsweise durch Integration einer Saugstrahlpumpe 50 mit Zuführkanal in einen ölsammelbereich 17 oder eine Schrägwandung 16 des Entlüftungsgehäuseteils 10 erfolgen. Insgesamt führt das Konzept der Erfindung in der allgemeinsten Form somit zu einem vergleichsweise kompakt ausgebildeten Kurbelgehäuse 100 mit Wandung, in welcher die ölrückführstrecke unter Erzeugen eines Unterdrucks bereits realisiert ist. Vorteilhaft dabei ist, dass die ölrückführung praktisch ohne Schwerkraftunterstützung auskommt und unabhängig von einer Lage des Kurbelgehäuses 100 verlässlich funktioniert. Bezugszeichenliste

I Horizontalabschnitt

II Querschnitt

III zweiter Horizontalabschnitt LL Ladeluft

PO Durchschnittsdruck

P1. P2 Unterdruck

1 Blow-by-Gas

2 abgetrennter Teil des Öls

3 abgetrennte Öl

10 Entlüftungsgehäuseteil

11 erste Kammer

12 zweite Kammer

13, 23 erster und zweiter Ölabscheider

14 weitere Trennwandung

15 Öffnung

16 weiterer ölsammelbereich 17 noch weitere Trennwandung

19 Deckelwandung

20 Trägergehäuseteil

21 Trennwandung

22 Kammer

24 Ölsammelbereich

30 Kurbelraum

31 Gegenwandung

40 Zuführkanal

41 , 42 Materialbereich

50 Saugstrahlpumpe

51 Treibdüse

52 Düsenbereich

53 Rückführkanal

100 Kurbelgehäuse